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Die Strategie der Landeshauptstadt Mainz für Corona-Schnelltests

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Mainz. Neben dem Coronavirus-Testzentrum der Universitätsmedizin Mainz auf dem Messegelände in Hechtsheim und Schnelltestmöglichkeiten in Arztpraxen und Apotheken wird eine innenstadtnahe kommunale Coronavirus-Teststelle im KUZ eingerichtet.


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Testung auch ohne Symptome

Seit Anfang dieser Woche haben alle Bürgerinnen und Bürger auch ohne Symptome mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit, sich kostenlos auf eine Coronavirus-Infektion testen zu lassen. Die Verfügbarkeit von Schnelltests in großen Mengen stellt, neben dem Impfen, einen weiteren Baustein dar, der es in den kommenden Monaten ermöglichen wird, das Pandemiegeschehen positiv zu beeinflussen.

Die Landeshauptstadt Mainz setzt auf eine 3-Säulen-Strategie für Antigen-Schnelltests zum Nachweis von Coronavirus-Infektionen. Mit diesem Vorgehen soll ein flächendeckendes und bedarfsorientiertes Angebot an kostenlosen Schnelltests im Stadtgebiet gewährleistet werden.

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Säule 1: Coronavirus-Testzentrum

Das COVID-19-Testzentrum auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim existiert seit November 2020. Seitdem betreibt die Universitätsmedizin das Testzentrum für das Stadtgebiet Mainz und den Landkreis Mainz-Bingen. Seit dem 8. März 2021 werden dort neben den PCR-Tests für asymptomatische Bürgerinnen und Bürger nun auch kostenlose Antigen-Schnelltests angeboten. Insgesamt können im COVID-19-Testzentrum täglich 1.500 Tests durchgeführt werden.

Das COVID-19-Testzentrum der Universitätsmedizin Mainz hat montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Terminvereinbarungen sind sowohl digital unter als auch telefonisch unter der Telefonnummer 06131 4886610 möglich. Ein Test kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen.

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Säule 2: Schnelltests in Arztpraxen und Apotheken

Mittlerweile bieten jetzt schon 20 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker nach einer Beauftragung durch das Land Rheinland-Pfalz in Mainz kostenlose Antigen-Schnelltests an.

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Säule 3: Kommunale Coronavirus-Teststelle im KUZ

Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Mainz hat am 10. März 2021 beschlossen, dass im Kulturzentrum Mainz (KUZ, Dagobertstraße 20B, 55116 Mainz) eine Coronavirus-Teststelle unter kommunaler Trägerschaft der Stadt Mainz eingerichtet wird. Voraussichtlich ab dem Ende der nächsten Woche können dort bis zu 2.000 Menschen pro Tag kostenlos getestet werden. Das KUZ wurde ausgewählt, weil es zentral in der Innenstadt liegt und sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch per PKW sehr gut erreichbar ist. Das Gebäude ist im Eigentum einer stadtnahen Gesellschaft und ab sofort verfügbar.

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Oberbürgermeister Michael Ebling

„Schnelltests sind neben den Impfungen der Schlüssel für weitere Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie. Mithilfe regelmäßiger Tests können wir die Infektionsketten frühzeitig unterbrechen und das Infektionsgeschehen besser kontrollieren. Ich bin froh, dass es für die Bürgerinnen und Bürger in Mainz bereits seit Anfang der Woche ein großes Angebot an kostenlosen Schnellteststellen gibt. Mit der kommunalen Coronavirus-Teststelle im KUZ werden wir die Testkapazitäten in den nächsten Tagen noch einmal deutlich ausbauen.“

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Jochen Capalo: „Die Ortsentlastungsstraße in Ginsheim ist sinnvoll“

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Die Ortsentlastungsstraße und die Bahnunterführung sind zwei Themen, die die Stadt Ginsheim-Gustavsburg und die Bürger schon lange beschäftigen. BYC-News sprach im Rahmen des Politik-Specials zur Kommunalwahl mit Jochen Capalo, einem Kandidaten der Freien Wähler Ginsheim-Gustavsburg darüber.


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Ortsentlastungsstraße dient vor allem der Verkehrssicherheit

„Die Ortsentlastungsstraße in Ginsheim ist auf jeden Fall sinnvoll“, betont Capalo. Dabei gehe es nicht mal nur um Lärm und Abgase, sondern besonders auch um die Verkehrssicherheit. Die Landstraße L3040, die durch den alten Ortskern führt, sei nicht in der Lage den gesamten Verkehr gut aufzunehmen. Besonders an der Ecke Stegstraße / Hauptstraße oder auch im Bereich bei der Rheinstraße sei die L3040 viel zu schmal. Rund ein Drittel des Verkehrs, der durch den alten Ortskern fließt, sei Durchgangsverkehr. Dieser müsse umgeleitet werden und habe im alten Ortskern nichts zu suchen, sagt der Kandidat der Freien Wähler. Es käme dort immer wieder zu Unfällen, erklärt Capalo.

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Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist nicht aussagekräftig

Die neue Verkehrswirtschaftlichkeitsuntersuchung arbeite durchweg mit Zahlen aus dem Jahr 1995 und sei deshalb nicht wirklich aussagekräftig. Selbst die Untersucher hätten bereits eingeräumt, dass die Zahlen veraltet sind, sagt Capalo. Zudem wurde bei der Untersuchung eine Lärmrichtlinie aus dem Jahr 1990 herangezogen. Die neue Lärmrichtlinie trat allerdings am 1. März 2021 in Kraft. Weshalb man nicht diese für die Untersuchung genutzt hat, kann Jochen Capalo nicht nachvollziehen, denn dann sei das Ergebnis ein völlig anderes gewesen. „Klar spricht das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung jetzt erstmal gegen die Ortsentlastungsstraße. Aber es wurde auch mit veralteten Zahlen gearbeitet, sodass man bei genauerem Hinsehen doch zu dem Entschluss kommt, dass die Ortsentlastungsstraße im Sinne von Kosten und Nutzen doch wirtschaftlich ist“, erklärt Jochen Capalo.

Jochen capalo: "die ortsentlastungsstraße in ginsheim ist sinnvoll"

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Die Grünen im Verkehrs- und Wirtschaftsministerium lehnen die Straße ab

Das Problem sei allerdings aktuell das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium des Landes Hessen. „Der Vertrag mit dem Land Hessen wurde im Jahr 2009 unterzeichnet. Im Jahr 2011 wurde dann Baurecht geschaffen. 2013 hat die Stadt dann festgestellt, dass sie nicht in der Lage ist, die Straße wie vertraglich geregelt vorzufinanzieren, sodass man sich mit den Vertragsparteien auf eine Verschiebung des Projekts geeinigt hat. Deshalb wurde zunächst nur der erste Bauabschitt an der Sankt-Florian-Straße gebaut. Erst als CDU, FDP und Freie Wähler sich im Jahr 2016 darum gekümmert haben, musste der Landrat im Jahr 2017 dann zustimmen, dass die Straße finanziell genehmigungsfähig ist. Inzwischen hatte aber im Verkehrs- und Wirtschaftsministerium ein Führungswechsel zu den Grünen stattgefunden. Die Grünen lehnen die Straße aus ökologischen Gründen ab und wollen diese nun nicht mehr bauen lassen. Jetzt wird auf biegen und brechen versucht, aus dem Vertrag raus zu kommen, was allerdings von Seiten des Landes nicht möglich ist“, erklärt Capalo.

Ein Klageverfahren hält Capalo aktuell noch nicht für notwendig. Er geht davon aus, dass das Land Hessen früher oder später einsieht, dass der Vertrag erfüllt werden muss und die Ortsentlastungsstraße dann gebaut wird.

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Bei der Bahnunterführung müssen Erfahrungen gesammelt werden

Die Arbeiten an der Bahnunterführung in Gustavsburg laufen und die Eröffnung rückt immer näher. Noch immer ist allerdings nicht geklärt, ob dort Schwerlastverkehr durch fahren wird oder nicht.

Wenn die Unterführung eröffnet wurde, so Capalo, müsse man erstmal einige Erfahrungen sammeln, wie das Ganze dann läuft. Nach aktuellen Lärmberechnungen sei die Durchfahrt für den Schwerlastverkehr dort zulässig und man könne dies zunächst nicht verhindern. „Wie das Ganze dann natürlich in der Realität aussieht und wie viel Lärm tatsächlich entsteht, bleibt abzuwarten“, sagt Capalo. Realistisch gesehen glaube er nicht, dass der Schwerlastverkehr schon mit der Eröffnung der Unterführung ausgeschlossen werden kann. Denn egal wer letztendlich die Entscheidung darüber trifft, ob dort Schwerlastverkehr rollt oder nicht, müsse dies anhand einer Grundlage tun. Diese grundlegenden Erfahrungen müssten eben zunächst erstmal gemacht werden.

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„Entscheidung zwischen Not und Elend“

Wenn der Schwerlastverkehr nicht durch die Bahnunterführung fahren kann, dann werden die Transporter über die Hauptstraße in Gustavsburg fahren. Laut Capalo ist beides natürlich schlecht. „Das ist wie die Entscheidung zwischen Not und Elend“, vergleicht der Kandidat der Freien Wähler Ginsheim-Gustavsburg. Allerdings sei die Darmstädter Landstraße eher dafür geeignet, den Schwerlastverkehr aufzunehmen, was sie aktuell ja bereits tut. Die Pestalozzistraße sei dafür eher weniger geeignet, würde allerdings aber auch weniger Bürger betreffen. Um da die Vor- und Nachteile abzuwägen, müsse man einfach die Eröffnung der Unterführung abwarten und dann nach einiger Zeit entscheiden.

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Dieter Bohlen verlässt die DSDS-Jury

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Unterhaltung & Freizeit | Am 3. April 2021 geht eine Ära zu Ende. Der Poptitan Dieter Bohlen verlässt an Ende der 18. Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ („DSDS“) die Jury der Castingshow. Das teilte der Sender RTL an diesem Donnerstag (11. März 2021) mit. Das „DSDS“-Finale am 3. April 2021 werde die letzte Show sein, in der Dieter Bohlen auf dem Sessel des Chefjurors sitzen wird, heißt es in der Mitteilung.


Eine komplett neue Jury

Ab der kommenden Staffel wird DSDS seine Fans erstmals nach fast 20 Jahren mit einer komplett neu besetzten Jury begeistern. Dieter Bohlen übergibt das Kommando am Jurypult nach der aktuellen Staffel an starke Nachfolger, die rechtzeitig zur kommenden Staffel bekanntgegeben werden.

RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm dazu

„Wir bedanken uns ausdrücklich bei der aktuellen Jury und insbesondere bei Dieter Bohlen als langjährigem Chefjuror. Mit klaren Urteilen und feinem Gespür für musikalischen Mainstream im allerbesten Sinne ist er maßgeblich am langjährigen Erfolg beider Shows beteiligt. Nach fast zwei Jahrzehnten gemeinsamer Erfolge ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Veränderung und Weiterentwicklung.“

Henning Tewes, seit 1. März neuer Geschäftsführer von RTL Television und Co-Geschäftsleiter von TVNOW, ergänzt: „DSDS ist eine unglaublich starke Entertainment-Marke, weltweit in fast 60 Ländern gelaufen, mit am längsten davon bei uns in Deutschland. Grund dafür sind neben der Expertise und Akribie unserer Programmmacher auch ihr ausgeprägter Wille, die Show immer wieder neu zu erfinden. Mit einer komplett neuen Jury wird DSDS frische Impulse setzen, um musikalische Talente und Millionen Zuschauer neu zu inspirieren und zu begeistern. Gleichzeitig möchte auch ich mich herzlich bei Dieter Bohlen und allen Juroren für ihren Einsatz bedanken.“

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US-Kampfhubschrauber über Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim

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Nachrichten Groß-Gerau | Sie sind laut und bieten heutzutage ein eher ungewohntes Bild. Das war früher anders. Hubschrauber der US-Armee, die hin und wieder zur Übung über Wohngebiete flogen, waren vor 30 Jahren noch ganz normal. Heute lösen die großen und lauten Maschinen am Himmel nicht selten Unbehagen aus.


Rund 60 Hubschrauber der US-Armee sind unterwegs

Deshalb informiert die US-Army darüber, dass in den kommenden Tagen verstärkt Kampfhubschrauber über die Wohngebiete im Rhein-Main-Gebiet fliegen werden, unter anderem auch über Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg. Bis einschließlich zum 19. März könne es zu solchen Flügen kommen. Möglich seien auch größere Flugformationen der Hubschrauber, die dann natürlich auch entsprechend lauter sind, heißt es in der Mitteilung der amerikanischen Armee weiter.

Rund 60 Hubschrauber aus dem französischen Dünkirchen nahe der belgischen Grenze fliegen zu unterschiedlichen Trainingsgeländen in Deutschland, Polen und Lettland. Die Flüge der US-Kampfhubschrauber werden ausschließlich tagsüber stattfinden.

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Raubdelikt in Bad Kreuznach – Täter verletzt bei seiner Flucht zwei Angestellte

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Bad Kreuznach.  Am Mittwoch (10. März 2021) kam es zu einem Raubdelikt im Schwabenheimer Weg in Bad Kreuznach. Ein Mann versuchte gegen 21:50 Uhr in einem Supermarkt mit Diebesgut zu flüchten und verletzte dabei zwei Angestellte.


Bei seiner Flucht sprang der Dieb über eine Kassenabsperrung, wobei diese nicht unerheblich beschädigt wurde. Durch mehrere Angestellte konnte der Flüchtige letztendlich festgehalten werden. Dabei schlug er um sich und verletzte zwei Angestellte leicht. In den Jackentaschen des 32-Jährigen konnten USB-Sticks und mehrere, kleine Flaschen Jägermeister im Gesamtwert von etwa 100 EUR aufgefunden werden.

Gegen den Beschuldigten wird ein Strafverfahren wegen eines Räuberischen Diebstahls eingeleitet.

Deutsche Umwelthilfe verklagt Bundesregierung

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Juergen Resch
Juergen Resch

Wirtschaft. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt die Bundesregierung auf Einhaltung der Klimaziele in den Sektoren Energie, Industrie, Gebäude und Landwirtschaft. Im Klimaschutzgesetz hat die Bundesregierung Ende 2019 jährliche Höchstmengen klimaschädlicher Treibhausgase festgelegt. Die bislang vorgesehenen Maßnahmen reichen nicht aus, um diese Höchstmengen in den Sektoren einzuhalten, teilt die Deutsche Umwelthilfe mit.


Das Ziel der Klage

Ziel der Klage ist ein Programm, das mit seinen darin enthaltenen Maßnahmen die Ziele des Klimaschutzgesetzes einhält und die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 senkt. Die Klageschrift wurde am 9. März 2021 beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Bereits im September 2020 hatte die DUH die Bundesregierung auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehr verklagt.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH

„Es gibt sektorenübergreifend eklatante Lücken bei der CO2-Minderung. Der Einmal-Effekt durch die Corona-Pandemie wird die Bundesregierung dabei nicht retten. Genau wie im Verkehrsbereich mit einem generellen Tempolimit gibt es auch in anderen Sektoren kurzfristige Maßnahmen für weniger klimaschädliche Emissionen. Gerade in der Industriepolitik muss der Umbau der Autohersteller weg vom Verbrenner und hin zur emissionsfreien Mobilität massiv beschleunigt werden. Selbst die Gutachten der Bundesregierung attestieren dem eigenen Klimaschutzgesetz mangelnde Wirkung in fast allen Bereichen. Diese Baustellen muss die Bundesregierung noch im Wahljahr angehen, um nicht völlig ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren“.

Zahlreiche Gutachten – unter anderem erstellt für das Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium – bestätigen, dass die Maßnahmen der Bundesregierung nicht ausreichen, um die eigenen Vorgaben zu erfüllen. Laut Berechnungen des Öko-Instituts verfehlen die adressierten Sektoren die Klimaziele wie folgt: Die Sektoren Landwirtschaft und Verkehr erreichen nur 82 Prozent beziehungsweise 56 Prozent, der Gebäudesektor lediglich 94 Prozent, die Energiewirtschaft nur 97 Prozent und der Sektor Industrie erreicht nur 98 Prozent der im Klimaschutzgesetz vorgegebenen Einsparung. Zusätzlich wird Deutschland auch die EU-Minderungsvorgaben bis 2030 verfehlen.

„Deutschland tut zu wenig für den Klimaschutz“

In der Landwirtschaft muss es mehr Ökolandbau geben und die Zahl an Tieren pro Fläche muss sinken für weniger Klimagase und mehr Tierwohl. Im Energie- und Gebäudesektor muss die Bundesregierung die Wärmewende endlich voranbringen. Dafür braucht es höhere Effizienzstandards im Gebäudebereich und mehr Fördermittel, die es anders zu verteilen gilt. Fossile Gasheizungen dürfen überhaupt keine Fördermittel mehr erhalten, sie müssen ab 2025 verboten werden. Neue Ölheizungen muss die Bundesregierung ab sofort verbieten. Bei der Fernwärme braucht es mehr Anreize zur Nutzung Erneuerbarer Energien und die Förderung von fossiler Kraftwärmekopplung muss eingestellt werden. Im Sektor Industrie müssen Vorhaben, die für den Klimaschutz vorteilhaft sind, deutlich schneller genehmigt werden können.

„Deutschland tut zu wenig für den Klimaschutz. Schon die im Klimaschutzgesetz genannten Ziele bleiben extrem hinter dem zurück, was als Beitrag zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels erforderlich ist. Angesichts dessen ist es umso dramatischer, dass Deutschland nach Gutachten, die die Regierung selbst eingeholt hat, nicht einmal die Ziele des Klimaschutzgesetzes und der EU-Klimaschutzverordnung einhalten wird. Das Klimaschutzprogramm ist dringend zu überarbeiten“, so Remo Klinger, der die DUH in dem Verfahren vertritt.

Die DUH setzt damit die Reihe ihrer Klimaklagen fort. Sie unterstützt bereits zwei Verfassungsbeschwerden gegen das unzureichende Klimaschutzgesetz, für die nach der Terminvorschau des Bundesverfassungsgerichts noch in diesem Jahr Entscheidungen angekündigt sind. Außerdem klagt sie gegen die Bundesregierung auf Einhaltung der Klimaziele im Verkehrssektor und verklagt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen auf Fortschreibung ihres Klimaschutzplanes.

Hier geht es zur Klageschrift der DUH: Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg

Wissenschaftlicher Beitrag: „Cannabis ist kein Wundermittel!“

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cannabis report 2020 wissenschaftlicher beitrag zu mehr transparenz cannabis ist kein wundermittel
cannabis report 2020 wissenschaftlicher beitrag zu mehr transparenz cannabis ist kein wundermittel

Gesundheit. Zum Einsatz medizinischer Cannabinoide in der Therapie hat die BKK Mobil Oil gemeinsam mit dem Forschungszentrum SOCIUM der Universität Bremen unter Leitung von Prof. Dr. Gerd Glaeske eine Studie initiiert – den Cannabis-Report 2020.


Aufgrund der steigenden Verordnungen von Cannabis-basierten Arzneimitteln hat die BKK Mobil Oil eine wissenschaftliche Einschätzung zu Therapiesicherheit und Patientennutzen gefördert. Hintergrund: Seit dem Inkrafttreten der Verschreibungsmöglichkeit von Cannabis im März 2017 haben die gesetzlichen Krankenversicherungen einen sprunghaften Ausgabenanstieg in Millionenhöhe verzeichnet: Studienleiter Professor Dr. Glaeske vom SOCIUM in Bremen: „Im Jahre 2017 lagen die Ausgaben in der GKV bei 27 Millionen Euro, im Jahre 2018 schon bei 73,5 Mio. EUR, im Jahre 2019 bei 123 Mio. EUR und für 2020 kann man aus den ersten drei Quartalen Ausgaben in Höhe von 151 Mio. EUR prognostizieren – in vier Jahren also ein Zuwachs von mehr als 500 Prozent.“

Sinnvolle Ergänzung und Therapieoption

Auch die BKK Mobil Oil ist davon betroffen, wenngleich sie neuen Therapieoptionen grundsätzlich positiv gegenübersteht: „Wir sehen für manche Patientinnen und Patienten durchaus ein Potenzial in der therapeutischen Anwendung von Cannabinoiden – als sinnvolle Ergänzung der Basistherapie und sofern sie von Fachärzten bei schwerwiegenden Erkrankungen verschrieben werden“, bekräftigt Mario Heise, Vorstandsvorsitzender der BKK Mobil Oil. Aber aufgrund kontroverser Diskussionen gäbe es auch ein großes Interesse daran, das Thema aus wissenschaftlicher Sicht näher zu durchleuchten, so der Vorstandsvorsitzende.

Verordnung außerhalb der geprüften Anwendungsgebiete

Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Professor Glaeske aus dem SOCIUM der Universität Bremen hat die BKK Mobil Oil die Arzneimittelabrechnungen für Cannabis-Verordnungen von 2017 bis Oktober 2019 unter Einhaltung aller gebotenen Datenschutzauflagen analysiert. Ergebnis: Lediglich ein Fünftel der Antragsteller, also nur 173 Patienten, erhielt Cannabis-basierte Arzneimittel im Rahmen gut geprüfter und zugelassener Anwendungsgebiete. Dazu gehört vor allem die spezialisierte ambulante Palliativversorgung von Krebspatienten sowie Anträge von Versicherten mit neurologischen Leiden oder Anorexie. Hier wurden überwiegend Dronabinoltropfen mit einer Versorgungsdauer von bis zu zwei Monaten eingesetzt.

Für viele Indikationen keine relevante Therapieoption

Ein Großteil der Patienten erhielt Cannabinoide jedoch außerhalb der in klinischen Studien geprüften Indikation – zum Beispiel aufgrund eines chronischen Schmerzsyndroms (27%), wegen anhaltender Rückenschmerzen (7%), wegen Spastik (6%) oder wegen Polyneuropathie (5%). „Also überwiegend für Indikationen, in denen eine Reihe von Studien gezeigt haben, dass THC-haltige Medikamente im Mittel keine relevante Schmerzlinderung erzeugt“, kommentiert Schmerzmediziner Prof. Dr. Christoph Maier, ehemaliger Chefarzt der Schmerzklinik an der Universität Bochum.

Unverarbeitete Blüten auf der Liste ganz oben

Für die Experten erstaunlichstes Ergebnis der Studie: 62% der Leistungsausgaben entfielen 2019 auf unverarbeitete Cannabisblüten und Blüten in Zubereitungen. „Archaisch anmutende Therapien in Zeiten der Verfügbarkeit von standardisiert hergestellten und im Markt verfügbaren zugelassenen Cannabis-Produkten und vor allem gut geprüften, wirksamen und vielfach erprobten Schmerzmitteln“, urteilt Studienleiter Glaeske. In diesen Bereich fielen auch die Hochkostenfälle mit Ausgaben von mehr als 15.000 Euro im Analysezeitraum von 34 Monaten. Auffällig sei in diesem Zusammenhang, dass vor allem männliche Patienten im Alter von 20 bis 29 Jahren zu den Antragstellern gehörten. Auffälligkeiten auch bei den Tagesdosen: Diese würden mitunter um ein Vielfaches über denen des staatlichen Cannabisprogrammes der Niederlande liegen. Dies ließe auch die Frage aufkommen, ob diese Dosierungen noch mit einer verantwortungsvollen Versorgung in Einklang zu bringen seien oder ob getrocknete Cannabisblüten auch als Rauschmittel „auf Rezept“ missbraucht oder sogar weiterverkauft werden, so der Experte.

Vor diesem Hintergrund wird die Forderung nach gesetzlichen Rahmenbedingungen, Darreichungsformen und Dosierungen sowie einer Nutzenbewertung der gesamten Cannabis-Anwendungspalette immer lauter. „Cannabis ist schließlich kein Wundermittel!“, fasst Prof. Gerd Glaeske zusammen: „Evidenz, Therapiesicherheit und Patientennutzen sollten bei der Entscheidung über die Anwendung von Cannabisprodukten im Vordergrund stehen. Daher ist wie bei allen neuen Arzneimitteltherapien eine AMNOG-Prüfung beim gemeinsamen Bundesausschuss schnellstens nachzuholen.“ Doch davon seien wir, so der Experte, auch nach vier Jahren Cannabis-Verordnungen noch weit entfernt.

Vorläufiges Obduktionsergebnis der Opfer von Weilerbach

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shutterstock 1742918783 | Großeinsatz in Mainz
Polizei | shutterstock 1742918783

Die Polizei hat am Dienstag in einem Gehöft die Leichen einer 60-jährigen Frau und eines 65 Jahre alten Mannes aufgefunden. Nach ersten Ermittlungen ergibt sich ein Tatverdacht gegen den 38-jährigen Sohn der Frau, Daniel Mentel. Die Öffentlichkeitsfahndung nach dem Verdächtigen läuft. Er ist flüchtig.


Staatsanwaltschaft und Polizei bitten deshalb die Öffentlichkeit um Mithilfe

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion steht nun fest, dass der Tod der beiden Opfer durch Gewalteinwirkung – nicht aber durch Schussverletzungen – eingetreten ist.

Der Aufenthaltsort des 38-Jährigen ist weiterhin nicht bekannt. Die Einsatzkräfte setzen die Fahndungsmaßnahmen im Bereich Rodenbach fort. Dabei ist neben Personenspürhunden auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Wer weiß, wo sich der Gesuchte aufhält oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369-2999 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. Hier geht es zur Fahndung und zum Bildmaterial

Verkehrsunfall auf der Autobahn A60 bei Ginsheim-Gustavsburg

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Nachrichten Bischofsheim | An diesem Mittwochabend (10. März 2021) gegen 20:40 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A60 bei Ginsheim-Gustavsburg kurz vor der Abfahrt zur A671 in Fahrtrichtung Mainz. An dem Unfall beteiligt waren ein Peugeot 206 und ein Mercedes Benz A-Klasse.


Zwei Personen wurden leicht verletzt

Wie die Polizei gegenüber BYC-News mitteilte, befuhr der Mercedes-Fahrer die mittlere der drei Fahrspuren auf der Autobahn A60 in Fahrtrichtung Mainz. Hinter ihm fuhr ein Mann in dem Peugeot 206. Der Peugeot-Fahrer wollte das vor ihm fahrende Auto überholen, wobei er aus bislang noch ungeklärten Gründen von hinten in den Mercedes fuhr. Der Mercedes-Fahrer verlor daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte gegen die rechte Leitplanke. Auch der Peugeot kam ins Schleudern und krachte gegen die linke Leitplanke.

Bei dem Unfall wurden die beiden Fahrer leicht verletzt. Einer der beiden wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der andere Fahrer begab sich eigenständig zur Untersuchung in ein Krankenhaus. An beiden Fahrzeugen entstand ein Totalschaden, weshalb beide von der Unfallstelle abgeschleppt wurden.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Abschleppmaßnahmen mussten die Autobahn für rund 1,5 Stunden vollgesperrt werden, wodurch es zu einem kilometerlangen Rückstau kam.

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Chefarzt der Asklepios Klinik Wiesbaden gibt Tipps gegen Rückenschmerzen

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Prof. Thomas Niemeyer Asklepios Paulinen Klinik CA 900x600 1
Prof. Thomas Niemeyer Asklepios Paulinen Klinik CA 900x600 1

Nachrichten Wiesbaden | Viele Menschen sitzen in Coronazeiten im Homeoffice, weit entfernt von den optimalen Arbeitsbedingungen, wie sie normalerweise im Büro herrschen. So werden im Homeoffice schnell ein einfacher Küchenstuhl zum „Bürosessel“ und der Küchentisch zum Schreibtisch. Darüber hinaus fehlt auch noch die Bewegung vom und zum Arbeitsplatz und in der Firma selbst. All das kann schnell zu Fehlhaltungen und so zu Verspannungen, Rücken- und Kopfschmerzen führen – im schlimmsten Fall sogar zu Bandscheibenvorfällen. Was man aktiv dagegen im Alltag tun kann, verrät Prof. Dr. med. Thomas Niemeyer. Er leitet als Chefarzt das Wirbelsäulen- und Skoliosezentrum an der Asklepios Paulinen Klinik (APK).


„Arbeitsbedingungen im Homeoffice sind unteroptimal“

Rückenschmerzen gehören mittlerweile zu den Volkskrankheiten. Fast jeder zweite Bundesbürger leidet immer mal wieder darunter. In Zeiten von Corona und dem damit verbundenen Arbeiten von Zuhause aus ist die Tendenz sogar steigend. „Wir stellen fest, dass mehr Patienten als noch vor einem Jahr mit Rückenschmerzen zu uns kommen. Das hat auch damit zu tun, dass die Arbeitsbedingungen im Homeoffice unteroptimal sind. Nicht höhenverstellbare Stühle und Tische gepaart mit weniger Bewegung führen auf Dauer fast zwangsläufig zu Rückenschmerzen. Die gute Nachricht jedoch ist, jeder kann etwas dagegen tun. Nach dem Motto ‚Der Rücken lebt von der Bewegung‘ wirken schon wenige Übungen täglich konsequent durchgeführt, Rückenschmerzen und den Folgen entgegen“, so Prof. Niemeyer.

Kleine Verhaltensänderungen mit großer Wirkung

Damit ein Bewegungsprogramm auch wirklich kontinuierlich über längere Zeit durchgehalten wird, muss es einfach und schnell durchführbar sein. Dabei spielen häufig durchgeführte Haltungs- und Belastungswechsel eine zentrale Rolle. „Ändern Sie immer wieder Ihre Sitzposition. So bleiben Sie nicht verkrampft in einer Haltung vor dem Bildschirm. Stehen Sie auch immer wieder auf und gehen Sie durch die Wohnung. Gelegentlich durchs Treppenhaus zu huschen, verhindert Verspannungen und regt den Kreislauf an. So wird man nicht so schnell müde und tankt neue Energie. Zusätzlich lassen sich gerade zuhause problemlos kleinere Bewegungseinheiten in den Alltag einbauen. Dazu können Übungen wie Liegestützen, Kniebeugen, Unterarmstütz über eine Minute, Rumpfdehnungen und Dehnungen der Oberschenkel-Muskeln gehören. Auch Ausfallschritte im Wechsel oder aus der Bauchlage heraus den Rückenstrecker anspannen können ‚kleine Wunder‘ bewirken“, sagt Prof. Niemeyer.

Darüber hinaus ist ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung grundsätzlich wichtig bei der Bekämpfung von Rückenschmerzen. Der positive Effekt von Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen, Laufen, Klettern, Aqua-Jogging oder Walking sollte nicht unterschätzt werden. Rund 80 Prozent aller Rückenbeschwerden sind muskulär bedingt und verschwinden schon nach leichter Aktivität wieder von alleine.

Kostenfreie Corona-Teststationen vom DRK im Kreis Groß-Gerau

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DRK Mainspitze
DRK Mainspitze

Kreis Groß-Gerau. Das Angebot von Deutschem Rotem Kreuz und Kreis Groß-Gerau, sich kostenfrei einem Corona-Schnelltest zu unterziehen, wird weiterhin gut angenommen. Darum hat sich der Kreisverband des DRK entschlossen, nun auch am Standort Mörfelden nicht nur sonntags, sondern auch unter der Woche an allen vier Standorten ehrenamtliche Teams bereitzuhalten.


Standorte und Öffnungszeiten

  • Groß-Gerau am All-in-one-Center (Container-Anlage auf dem bisherigen Parkplatz des Landratsamts), Wilhelm-Seipp-Straße 4, Zufahrt über den Europaring;
  • Rüsselsheim an der alten Zulassungsstelle in der Hans-Sachs-Straße;
  • Riedstadt-Goddelau an der Sporthalle der Martin-Niemöller-Schule, Freiherr-vom-Stein-Straße 5;
  • Mörfelden am DRK-Heim, Annastraße 27.

Öffnungszeiten: Dienstags und Donnerstags von 17:00 bis 20:00 Uhr und jeden Sonntag von 10:00 bis 13:00 Uhr da

Beim jüngsten Termin am Dienstagabend kamen zu den bisherigen drei Standorten 317 Menschen – vier von ihnen wurden per Antigen-Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet und mussten sich deshalb noch einem PCR-Test unterziehen.

Hier geht es zum Video: BYC-News zu Besuch im Test-Zentrum vom DRK in Groß-Gerau

Wie schlimm wird der Sturm in Mainz, Wiesbaden und Rheinhessen?

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Auf Deutschland rollt der erste Sturm des Jahres zu. Die Meteorologen sagen ihn für den morgigen Donnerstag voraus. Die Region Mainz, Wiesbaden und Rheinhessen muss sich auf Gewitter und Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 80 Stundenkilometern einstellen. Das ist Anlass für leichte Vorsichtsmaßnahmen.


Der erste Regen kommt noch vor Mitternacht in der Region an. Eine zweite Regenwelle sagt Wetter.de für den Vor- bis Nachmittag voraus. Am Nachmittag und am Abend sei mit den schwersten Sturmböen zu rechnen, prognostiziert der Deutsche Wetterdienst. Dann seien auch Gewitter in der Region möglich.

Der Wind erreicht Geschwindigkeiten zwischen 70 und 80 Stundenkilometer. Wobei Wetter.de für Bingen niedrigere Werte voraussagt als für Mainz und Wiesbaden. Besonders hart treffen wird den Sturm demnach die norddeutsche Küste und die Höhenzüge im Westen Deutschlands.

Erste Böen in der Nacht

Laut dem Deutschen Wetterdienst kommen in der Nacht die ersten Windböen in der Eifel an. Sie erreichen dann schon bis zu 60 Stundenkilometern. Im Laufe des Tages steigert sich dann das Geschehen – jeweils von Nord nach Süd – und erreicht am späten Nachmittag seinen Höhepunkt. Wo Gewitter auftreten, sind sogar bis zu 100 Stundenkilometer möglich, teilt der Deutsche Wetterdienste mit.

In Hessen erreicht der Sturm zuerst das Rothaargebirge. Wobei der Verlauf ähnlich dem in Rheinland-Pfalz ist: Der Sturm bewegt sich von Nord nach Süd und soll nach Angaben der Meteorologen den Höhepunkt am späten Nachmittag erreichen.

ADAC mahnt zur Vorsicht

Der ADAC mahnt bereits ab Windgeschwindigkeiten zwischen 29 und 38 Stundenkilometer zum vorsichtigen Fahren. Ab Geschwindigkeiten über 90 Stundenkilometer sei es besser, ganz auf das Fahren zu verzichten. Das gelte vor allem für Motorräder.

Langsamer zu fahren, mache die Tour sicherer, teilt der ADAC mit. Erfasse eine Böe das Auto, könne der Fahrer bei niedriger Geschwindigkeit deutlich besser gegensteuern. Brücken, Waldschneisen oder die Ausfahrten von Tunneln seien besonders gefährlich, da Auto seitlich von Böen erfasst werden können. Ähnliches gelte, wenn Autos nach dem Überholen den Windschatten von LKW verlassen.

Nach der Beaufortskala ist bei Windgeschwindigkeiten, wie sie in Mainz, Wiesbaden und Rheinhessen erwartet werden, mit Folgendem zu rechnen: Zweige brechen, beim Gehen gibt es erhebliche Behinderungen, Ziegel können herunterfallen und Gartenmöbel werden umgeworfen.

Landeswahlleiter: Zwei von drei Stimmen werden per Briefwahl abgegeben

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Symbolbild Wahlen
Symbolbild Wahlen

Bereits am Mittwochmorgen hatten 44 Prozent aller in Rheinland-Pfalz Stimmberechtigten die Unterlagen für die Briefwahl zur Landtagswahl beantragt. Das hat Landeswahlleiter Marcel Hürter mitgeteilt. Gehe man von einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent aus, entspricht das 63 Prozent der Stimmen, die insgesamt abgegeben werden. Noch bis Freitag, 18 Uhr, können Stimmberechtigte laut Hürter die Briefwahl beantragen.

Bei der vergangenen Landtagswahl vor fünf Jahren habe der Anteil der Briefwähler noch bei 31 Prozent gelegen, teilt der Landeswahlleiter mit. Der Anstieg jetzt zeige, dass den Wählern „die Teilnahme an demokratischen Wahlen auch in Pandemiezeiten sehr wichtig ist“. Allerdings zeige es auch, dass der Anteil derer, die ihre Stimme in einem Wahllokal abgeben wollten, auch noch hoch sei.

Die Wahllokale haben am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. „Eine Wahlteilnahme ist auch ohne Wahlbenachrichtigung möglich“, sagt Hürter. Fehle die Benachrichtigung, genüge es für Wahlberechtigte, einen Ausweis oder einen Reisepass ins Wahllokal mitzunehmen.

„Ein Kraftakt“

Diese Wahl sei schwer zu organisieren gewesen, sagt Hürter. Er danke daher den Kommunen: „Sie haben in der Abwicklung des großen Briefwahlaufkommens und vor allem in der Organisation der pandemiekonformen Urnenwahl große Herausforderungen zu meistern.“

Die Kommunen statten am Sonntag die Wahllokale mit Markierungen aus. Diese zeigen den Wählern auf, wie sie den notwendigen Abstand zueinander halten können. Auch gebe es Scheiben aus Plexiglas, Desinfektionsspender und weitere Hygienemaßnahmen. Das alles war laut Hürter „ein Kraftakt“.

Nun fehlt nur noch eins – die Wähler. Sie ruft der Landeswahlleiter auf: „Nehmen Sie bitte an der Wahl teil!“

Fußball-Funktionäre dürfen Schraube nicht überdrehen

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Kommentar: Für Fans ist der Deal zwischen Telekom, RTL sowie ARD und ZDF noch kein Grund zum Kummer. Von den nächsten drei großen Turnieren werden sie viel zu sehen bekommen, auch wenn sie nicht bereit sind, für Bezahldienste zu blechen. Die Verantwortlichen des Fußballs wären aber gut beraten, ab und an drüber nachzudenken, wo ihr Sport hingeht.

Ein schlechtes Beispiel ist das Tennis. Die Älteren werden sich erinnern: Tennis – Ball wird übers Netz geschlagen – muss einmal im gegnerischen Feld aufkommen. In den 80ern hat das jeder geguckt. Davis Cup, monumentale Duelle gegen die USA, Boris Becker gegen John McEnroe, Michael Westphal, der Belag, der sich permanent löste.

Doch als der Davis Cup hinter der Bezahlschranke verschwand, ging es mit der Liebe der Fans rasch bergab. Das hatte auch damit zu tun, dass die großen Zugpferde sich nach und nach verabschiedeten. Doch vor sportlichem Misserfolg ist der deutsche Fußball ebenso wenig gesichert wie davor, beliebte Spieler zu verlieren und weniger charismatische Akteure nachkommen zu sehen.

Nicht alles wird mehr geschaut

Wer sich die Einschaltquoten der jüngsten Pokalrunde anschaut, wird merken, dass die Zuschauer nicht mehr bei allem zusehen, was mit Rundem ins Eckige zu tun hat. Nicht mal in einer Zeit, in der eigene Freizeitaktivitäten gesetzlich eingeschränkt sind.

Der Fußball hat in den vergangenen Jahren vieles getan – und noch mehr unterlassen – um den Sport weniger attraktiv zu machen. Das fängt mit Banalem an. Im American Football unterlegten die Macher die leeren Stadien mit Sound aus der Dose. Das gab wenigstens dem TV-Zuschauer halbwegs das Gefühl, sich Sport unter normalen Bedingungen anzusehen. Daran scheitert die Bundesliga. Bis heute klingen Fußball-Übertragungen so, als ob man sich die Partie der Alten Herren von Wackernheim gegen Heidesheim anschauen würde.

Dann ist da der Unterhaltungsfaktor. Am 21. Spieltag endeten in der Bundesliga sieben von neun Partien Unentschieden. Drei mal fielen dabei nicht einmal Tore. Und mit der Echtzeit-Wiederholung vom Wochenende – Schalke 04 gegen Mainz 05 – könnte man Strafgefangene foltern. Dürfte sich dabei aber vom Menschenrechtshof nicht erwischen lassen.

Vollgestopfter Terminplan

Die Sportchefin der ARD, Dr. Katja Wildermuth, hat recht, wenn sie dem Fußball eine besondere gesellschaftliche Relevanz zuspricht. Das hat mit der deutschen Geschichte zu tun und geht mindestens bis in das berühmte Finale von Wankdorf im Jahr 1954 zurück. Und wird durch das Interesse an dem Sport immer noch bestätigt.

Doch auch diese Relevanz ist nicht in Stein gemeißelt. Dass Niederlagen wie das Aus bei der Weltmeisterschaft mit Wut und Häme beantwortet werden, ist kein Problem für den Sport. Das zeugt von Liebe und Leidenschaft. Wenn auch von enttäuschter. Eng wird es erst, wenn Fans Niederlagen achselzuckend zur Kenntnis nehmen.

So wie in diesem einen Cup da. Sie wissen schon: Die Nationalmannschaften spielen ihn während den Turnieren aus, keiner versteht die Regeln, aber die Moderatoren erklären einem, dass Deutschland eigentlich abgestiegen wäre, aber dank einer Regeländerung in der obersten Liga bleibt. Der halt.

Ein vollgestopfter Terminplan. Die Nähe zwischen Funktionären und dubiosen Gestalten. Vor allem aber eine immer stärker nachlassende Rücksichtnahme auf die Belange der Fans. Irgendwann könnten die Verantwortlichen im Fußball die Schraube überdreht haben. Beim Tennis fing es an, als der Davis Cup hinter die Bezahlschranke wanderte.

Bei der EM werden nicht alle Spiele frei empfangbar sein

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Vier Wochen auf der Couch. Alle Spiele gucken. Auch solche Highlights wie Albanien gegen die Schweiz oder Nordirland gegen Österreich. Dieses Vergnügen ist für Fußball-Fans vorbei. Zumindest gibt es das nicht mehr kostenlos. Denn einige Spiele werden in Deutschland nur auf MagentaTV zu sehen sein, dem Bezahlsender der Telekom. Für Fans gibt es aber einen Lichtblick.

Die Telekom hatte sich im Herbst 2019 die Rechte an den nächsten drei großen Fußballturnieren gesichert. Für die Europameisterschaft, die in diesem Sommer nachgeholt wird, hat sich das Unternehmen nun mit ARD und ZDF über die Zweitverwertung geeinigt. Das gilt auch für die Weltmeisterschaft, die ein Jahr später in Katar geplant ist.

Bei der anstehenden EM werden zehn Spiele nur auf MagentaTV zu sehen sein – ein Jahr später sind es dann 16 Partien. Darunter fallen dann auch Spiele der KO-Runde.

„Außerordentliche Relevanz“

Die Spiele der deutschen Mannschaft werden auf jeden Fall in ARD und ZDF zu sehen sein. Das gilt ebenso für das Eröffnungsspiel, die Halbfinale und das Finale. Allerdings hätte der Rundfunkstaatsvertrag bei diesen Partien dem Rechteinhaber Telekom ohnehin Grenzen gesetzt. Denn der Vertrag sieht vor, dass diese Partien frei empfangbar sein müssen.

Große Aufmerksamkeit lag auf den Verhandlungen zur Europameisterschaft 2024, die in Deutschland stattfindet. 34 der 51 Spiele laufen in ARD und ZDF, 17 auf RTL, wie die Sender mitgeteilt haben. Wobei bei den öffentlich-rechtlichen Sender noch die Aufsichtsgremien zustimmen müssen.

„Die EURO 24 im eigenen Land hat eine außerordentliche gesellschaftliche Relevanz“, sagt ARD-Sportintendantin Dr. Katja Wildermuth vom Bayerischen Rundfunk. Die öffentlich-rechtlichen Sender könnten nun „sämtliche wichtigen“ Spiele im Fernsehen, Hörfunk und auch online anbieten.

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