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Das Saarland wird zum Testlabor für Lockerungen

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Im Saarland gibt es nach Ostern weitreichendere Lockerungen als im restlichen Deutschland. Als „Modellregion“ soll das Land testen, wie sich Öffnungen auf die Entwicklung der Pandemie auswirken.


Angesichts der „Osterruhe“ ging in der Nacht zum Dienstag unter, dass die Ministerpräsidentenkonferenz sich auch darauf geeinigt hat, solche „Modellregionen“ zu ermöglichen. In diesen sollen Lockerungen getestet werden. Dafür muss aber die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche bei unter 100 pro 100 000 Einwohner liegen – am Mittwoch waren es im Saarland 70,8. In Rheinland-Pfalz bewirbt sich Zweibrücken darum, eine solche Modellregion zu werden.

Private Treffen sind im Saarland nach Ostern wieder möglich. Aber nur draußen und wenn alle Gäste einen negativen Corona-Test haben. Restaurants dürfen Gäste draußen auch ohne Test bewirten. Allerdings nur mit Termin und wenn die Kontakte nachverfolgt werden können. Auch dürfen sich nur fünf Personen aus zwei Haushalten einen Tisch teilen – Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Sinneswandel bei Tobias Hans

Fitnessstudios dürfen öffnen, Tennishallen auch. Kontaktsport wie Fußball bleibt drinnen verboten – ist aber draußen möglich. Der Besuch von Opern, Konzerten und Theateraufführungen ist möglich – allerdings nur mit einem negativen Test und der Angabe der Kontaktdaten. Für alle Tests gilt grundsätzlich, dass sie von einem Arzt oder einem Testzentrum bescheinigt sein müssen und nicht älter als 24 Stunden sein dürfen.

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach bei der Vorstellung davon, dass Kontaktbeschränkungen nicht allein der Königsweg sein könnten. Es gelte, neue Wege in der Pandemiebekämpfung zu beschreiten. Das ist ein interessanter Sinneswandel. Im ersten Lockdown 2020 galt der Merkel-Anhänger Hans als Hardliner – im Saarland waren die Kontaktbeschränkungen härter und wurden konsequenter verfolgt als zum Beispiel in Rheinland-Pfalz.

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Verein demonstriert gegen Abbau des Container-Dorfs für Obdachlose in Mainz

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Demo Mainz 2
Demo Mainz 2

Die Stadt baut zum Monatswechsel die Schlafcontainer für Obdachlose trotz Pandemie ab, wie Boostyourcity berichtet hat. Zu einer Demonstration gegen diesen Schritt ruft nun der Verein zur Förderung sozial und gesundheitlich benachteiligter Menschen in Mainz und Umgebung auf. Am Freitag geht es um 16 Uhr auf dem Schillerplatz los. Die Demonstration ist von der Stadt genehmigt.


„Wohnen darf kein Luxus sein“, fordert der Verein über seinen Facebook-Account. Zwar ist es Routine der Stadt, Ende März das Programm für Obdachlose zu beenden. Doch die Pandemie ändere die Situation: „Um auch obdachlosen Menschen Corona-Schutzimpfungen anbieten zu können und bis dahin eine geschützte Unterkunft zu gewährleisten, ist es elementar, die Container am Fort Hauptstein länger in Betrieb zu nehmen als ursprünglich geplant.“

Wegen dieser Pandemie ist die Demonstration auf 30 Teilnehmer begrenzt. Trotzdem sagt Verein: „Über jede/n Teilnehmer/in freuen wir uns sehr.“ Allerdings werden Interessierte gebeten, sich anzumelden. Das ist unter anderem über den Facebook-Account möglich.

Hygieneregeln gelten

Die Demonstration startet vor dem Osteiner Hof am Schillerplatz. Von dort geht es über Große Langgasse und Große Bleiche zum Binger Schlag und von dort über die Wallstraße zum Fort Hauptstein – dem Platz des Container-Dorfes. Der Verein begleitet den Zug mit Fahrzeugen. Kundgebungen gibt es am Schillerplatz und am Fort Hauptstein.

Der Verein legt Wert darauf, dass auf der Demo die gängigen Regeln eingehalten werden: So gilt die Maskenpflicht. Der Verein bringt neue Masken mit. Auch müssen die Teilnehmer anderthalb Meter Abstand zueinander einhalten. Das gilt sowohl für die Kundgebungen als auch für den Zug durch die Stadt. Menschen mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion dürfen nicht mit demonstrieren.

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Dramatische Rettungsaktion bei Gebäudebrand in Budenheim – Person stirbt in den Flammen

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Am späten Mittwochabend kam es in Budenheim zu einem Gebäudevollbrand mit Menschenrettung. In der Straße Am Reiterweg / Uhlerborner Weg stand ein Wohnhaus in Vollbrand. Die Flammen schlugen bereits aus den Fenstern und die Rauchsäule sowie der Feuerschein waren kilometerweit zu sehen. Die Feuerwehr wurde gegen 22:00 Uhr alarmiert. BYC-News war bei dem Einsatz vor Ort.


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Die Anruferin war in den Flammen eingeschlossen

Nach Informationen von BYC-News befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehr noch mehrere Personen im Gebäude. Trupps der Feuerwehr hatten das Gebäude unter Atemschutz betreten, um den Löschangriff zu starten und die eingeschlossenen Personen zu befreien.

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort gegenüber BYC-News um 23:40 Uhr mitteilte, handelte es sich dabei um einen Wohnungsbrand im Erdgeschoss im hinteren Teil des Gebäudes. Als das Feuer ausbrach, befanden sich vier Personen in dem Wohnhaus. Davon hatte eine Person bis zum Eintreffen der Feuerwehr telefonischen Kontakt mit der Leitstelle. Die Anruferin konnte aufgrund der Flammen nicht das Wohnhaus verlassen.

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Eine Person stirbt in den Flammen

Drei Personen inklusive der Anruferin konnten durch die Feuerwehr Budenheim aus dem Gebäude gerettet werden. Eine Person davon wurde gemeinsam mit einem Hund von der Feuerwehr über eine Drehleiter aus dem Gebäude gerettet. Zudem wurde ein weiterer Hund im späteren Verlauf noch von den Einsatzkräften aus dem Haus gerettet.

Eine ältere Frau im Erdgeschoss konnte nicht mehr gerettet werden, sie verstarb im brennenden Wohnhaus. Augenzeugen hörten die dramatischen Hilferufe der Frau aus dem Erdgeschoss.

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Feuerwehrmann bei Einsatz leicht verletzt

Eine der drei geretteten Personen wurde mit einer schweren Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Die anderen beiden erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden auf eigenen Wunsch nicht in ein Krankenhaus gebracht. Zudem wurde auch ein Feuerwehrmann bei dem Einsatz leicht verletzt. Dieser wurde vom Rettungsdienst vor Ort behandelt und konnte den Einsatz dann aber fortführen.

Das Feuer hatte sich teilweise im Erdgeschoss ausgebreitet, der Rauch im gesamten Gebäude. Um das Gebäude von dem Rauch zu befreien und zu belüften, hatte die Feuerwehr im ersten Obergeschoss einige Fenster eingeschlagen.

Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die betroffenen Bewohner werden zunächst bei Freunden und Bekannten unterkommen. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nacht hinein. Das gesamte Dach musste geöffnet werden, um dieses auf mögliche weitere Glutnester zu überprüfen.



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Baufachberater vor Ort

Wie der Einsatzleiter gegenüber BYC-NEWS um 00:40 Uhr mitteilte, ist ein Baufachberater vom THW an der Einsatzstelle. Die Feuerwehr hat die Trümmer im Wohnhaus mit Schaum gelöscht um auch die letzten Glutnester unter dem meterhohen Schutt löschen zu können. Gegen 01:00 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Brandermittler übernehemn die weiteren Ermittlungen.

Die Beamten der Mainzer Kriminalpolizei haben noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit liegen keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung vor. Nach den ersten Erkenntnissen dürfte der Brand im Erdgeschoss ausgebrochen sein. Unter Hinzuziehung eines Brandsachverständigen des Landeskriminalamts, werden die Ermittler den Brandort im Laufe der nächsten Tage nochmals genau untersuchen. Das betroffene Haus ist derzeit unbewohnbar, der Sachschaden wird auf mindestens 400.000EUR geschätzt.

Im Einsatz waren:

  • die Polizei
  • die Kriminalpolizei
  • der ASB mit zwei Rettungswagen
  • die Johanniter Unfallhilfe mit einem Rettungswagen
  • das DRK Nieder-Olm
  • die Abschnittsleitung Gesundheit
  • zwei Notärzte
  • die Berufsfeuerwehr Mainz
  • die Freiwillige Feuerwehr Budenheim
  • die Freiwillige Feuerwehr Ingelheim mit der Einheit Heidesheim
  • die Notfallseelsorge
  • der Energieversorger
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Hier geht es zum Einsatzvideo und zur Bildergalerie:

 


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Schlange bei einer Kindertagesstätte in Mörfelden-Walldorf unterwegs

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Nachrichten Mörfelden-Walldorf | An diesem Mittwochnachmittag (24. März 2021) gegen 15:30 Uhr wurde die Feuerwehr Mörfelden-Walldorf zu einem tierischen Einsatz alarmiert. Bei der Kita 6 Parkstraße in Mörfelden-Walldorf wurde eine Schlange entdeckt.


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Die Feuerwehr konnte die Schlange sichern

Ein Angehöriger der Kindertagesstätte hatte die Feuerwehr darüber informiert, dass sich bei der Kita eine Schlange befindet. Diese war wie die Feuerwehr berichtet, scheinbar gerade vor der Garage der Kita und nahm ein „Sonnenbad“.

Im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr bereits zwei Mal zu einem Einsatz wegen der Schlange im Kindergarten aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich das Tier aber in beiden Fällen wieder verkrochen. Der Melder hatte dieses Mal deshalb umgehend einen Eimer über das Tier gestülpt, um ein erneutes Verschwinden der Schlange zu verhindern. Der Feuerwehr gelang es also dieses Mal, das Reptil unter dem Eimer hervor zu holen und es in einen dafür vorgesehenen Stoffbeutel zu setzen. Bei der Schlange handelte es sich um eine ungefährliche amerikanische Kornnatter, die anschließend ins Tierheim nach Rüsselheim verbracht wurde. Vor Ort im Einsatz waren drei Einsatzkräfte der Feuerwehr mit einem Fahrzeug.

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Schlange in Mörfelden-Walldorf | Quelle: Feuerwehr Mörfelden-Walldorf
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Update zur Vogelgrippe im Kreis Groß-Gerau

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Nachrichten Groß-Gerau | Seit dem 02. März 2021 wurden vermehrt tote Schwäne in Biebesheim am Wechselsee aufgefunden. Die Laboruntersuchungen ergaben Aviäres Influenzavirus HPAI H5N8. Kurz gesagt: die Vogelgrippe.


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Betretungsverbot wurde aufgehoben

Das ausgesprochene Betretungsverbot für die drei Seen in Biebesheim wurde mit der Allgemeinverfügung vom 24. März 2021 wieder aufgehoben, weil letztmalig positive Tiere am 11. März gefunden wurden. Der letzte Totfund eines Wildvogels in diesem Gebiet war am 16.03.2021, dieser wurde allerdings negativ auf die Vogelgrippe untersucht.

Zwei weitere Tiere im Kreis Groß-Gerau wurden ebenfalls positiv auf das Virus untersucht. Dabei handelt es sich jeweils um einen Höckerschwan am Lercher Loch auf der Hessenaue und am Altrhein in Erfelden. Bei beiden Ausbrüchen wurden jedoch keine Restriktionszonen festgelegt, da es sich jeweils um Einzeltierfunde handelt.

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Übersicht über die tot aufgefundenen und untersuchten Wildvögel im Kreis Groß-Gerau | Quelle: Kreisverwaltung Groß-Gerau

Vogelgrippe auch im Kreis Bergstraße nachgewiesen

Zusätzlich hat der Kreis Bergstraße bei drei toten Schwänen das Virus und somit den Ausbruch der Vogelgrippe amtlich festgestellt. Daraufhin wurde ein Beobachtungsgebiet durch den Kreis Bergstraße festgelegt, der bis in den Kreis Groß-Gerau reicht. Das Beobachtungsgebiet in Teilen der Gemeinde Gernsheim wird mit Allgemeinverfügung vom 24. März öffentlich bekannt gemacht und gilt vorläufig bis zum 13. April.

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Die Situation im Kreis Groß-Gerau entspannt sich

Momentan scheint sich die Situation im Kreis Groß-Gerau zu entspannen, es sind schon deutlich weniger Zugvögel auf den Äckern und Wiesen des Kreises zu sehen. Sollten keine weiteren Vögel mehr mit der Vogelgrippe aufgefunden werden, könnten auch die restlichen Restriktionsgebiete bis Mitte April aufgehoben werden. Die Aufstallpflicht gilt jedoch momentan uneingeschränkt weiter.

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Die Digitalisierung der Ausbildung

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Lehrmaterialien bedürfen regelmäßiger Aktualisierungen. Man muss die Daten aktualisieren, neue Ausbildungsstandards und Methodik integrieren, die Lehrmaterialien mit den Bedürfnissen der Lehrer und Schüler in Einklang bringen. Die Erneuerung der Papierbücher ist dabei eine lange Sache. Man muss nicht nur die neue Version herausgeben, sondern auch die Lizenz bekommen und Bücher in die Schulen bringen.


Die Herausforderungen für die moderne Schule

Es ist einfacher, die Änderungen in die digitalen Ressourcen einzutragen. Außerdem können die Experten an den Materialien dank den Big Data weiter arbeiten. Zum Beispiel, wenn eine Aufgabe laut Statistik die meisten Schwierigkeiten für Schüler bereithält, kann man die Aufgabenstellung ändern oder in das Kapitel mehr Vorbereitungsaufgaben hinzufügen. Die regelmäßige und operative Analyse ist der große Vorteil der Digitaltechnologie, die es ermöglicht, den Content qualitativer zu gestalten.

Die Forschungsmotivation der Schüler fördern

Das Interesse am Studium soll man nicht durch die Förderung der äußeren, sondern der inneren Motivation erhöhen. Wichtig ist dabei, die Schüler zu motivieren, sich zu entwickeln und Neues zu erfahren, nicht bloß das Material für die guten Noten zu pauken.

Die Kinder heutzutage sind daran gewöhnt, aus dem Online-Umfeld den Content mit Spielbestandteilen zu bekommen, die gerade auf der äußeren Motivation gründen: Auszeichnungen, Ratings, Wettbewerb mit den anderen Spielern. Man muss aber in der Ausbildung die Strategien nicht duplizieren, die gut im Bereich der Spiele arbeiten. Im Studium soll das Kind in Wettbewerb mit sich selbst stehen und auf die Zusammenarbeit mit anderen gezielt sein, d. h. es soll in erster Linie danach streben, seine eigenen Ergebnisse zu verbessern, nicht die Mitschüler im Rating zu überholen.

Die Funktionale Kompetenz der Schüler entwickeln

Die moderne Ausbildung soll das Kind lehren, die Kenntnisse im Leben einzusetzen. Dafür soll man die funktionale Kompetenz der Schüler entwickeln, sie lehren, Texte zu analysieren, mit der mathematischen und anderer Information zu arbeiten, das Wissen für die Lösung der praktischen Aufgaben einzusetzen.

Gerade hier hat die Digitaltechnologie große Vorteile: interaktive Werkzeuge und hohe Anschaulichkeit. Man kann zum Beispiel die Situationen aus dem realen Leben inszenieren, wo das Kind seine Kenntnisse einsetzen kann. Man kann auch damit viel einfacher die komplizierten fachübergreifenden Konzepte modellieren. Die Digitalisierung der Ausbildung ruft viele nützliche Services zum Leben auf, wie z. B. https://www.masterpapers.com, den Service, der Sie mit verschiedenen Texten für Ihr Studium, Business-Ideen oder Ihren Blog im Internet versorgen kann.

Die digitalen Fertigkeiten der Schüler entwickeln

Die Ausbildung soll die Kenntnisse geben, die im realen Leben nützlich sind. Die Digitaltechnologie kann dem Kind die digitale Kompetenz und den richtigen Umgang mit den Interfaces beibringen. Das passt besonders gut, weil sich das Kind in der sicheren Online-Umgebung befindet und die Tipps vom Lehren bekommen kann.

Wichtig ist es, die Besonderheiten der kindlichen Wahrnehmung zu berücksichtigen. Deswegen soll das Interface des Online-Lehrbuches intuitiv verständlich sein und die Grundfertigkeiten des Umgangs mit dem Computer lehren.

Den gleichwertigen Zugang zur Ausbildung für alle gewährleisten

Die Digitalisierung ist einer der Wege, um die Ausbildung für alle gleich qualitativ zu machen. Mit der Digitaltechnologie ist es viel leichter, das personenbezogene Studium für Schüler zu organisieren, das differenzierte Studium, das die Bedürfnisse von jedem berücksichtigt, zu implementieren. Das digitale Umfeld ermöglicht es auch, die gleichwertigen Möglichkeiten für Kinder mit Besonderheiten in der Entwicklung zu schaffen.

Man muss aber verstehen, dass momentan die moderne Technik und die Online-Werkzeuge nicht für alle und nicht überall gleich zugänglich sind. Die Digitaltechnologie kann nur in dem Fall effizient sein, wenn sie die globale Verbreitung erlebt. Das ist aber eine separate und komplizierte Aufgabe.

Feuerwehreinsatz und Evakuierung im Kindergarten in Mainz-Bretzenheim

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Nachrichten Mainz | An diesem Mittwochmittag (24. März 2021) gegen 15:00 Uhr kam es zu einem Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst in einer Kindertagesstätte in der Albert-Stohr-Straße im Mainzer Stadtteil Bretzenheim. Dort war Salpetersäure ausgelaufen.


Der Hausmeister hatte die ausgelaufene Säure entdeckt

Wie Christian Kleinschmidt, der Einsatzleiter der Feuerwehr, vor Ort gegenüber BYC-News mitteilte, wurden die Einsatzkräfte um 14:47 Uhr vom Hausmeister der Kita alarmiert. Dieser teilte mit, dass aus einem Kessel im Technikraum Salpetersäure auslaufen würde.

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, wurde die Kita zunächst evakuiert. Anschließend betrat ein Trupp der Feuerwehr mit Schutzanzügen das Gebäude und sammelte die kleinen Fässer auf und entfernte die ausgelaufene Salpetersäure. Seitdem wird die Kita belüftet, sodass die Kinder bereits morgen wieder in den Kindergarten können.

Glücklicherweise kam niemand mit der Säure in Kontakt, sodass es keine Verletzten gab. Der Hausmeister wurde vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht. Gegen 17:30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Vor Ort waren rund 25 Einsatzkräfte der beiden Berufsfeuerwehren sowie der Johanniter Rettungsdienst und die Polizei.

Manche tragen in der Pandemie mehr Last als andere

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Kommentar: Das Hin und Her um die „Osterruhe“ wirft den Scheinwerfer auf die beiden Grundprobleme der deutschen Pandemiepolitik: Das erste ist bekannt. Entscheidungsträger handeln dilettantisch. Die Pandemiepolitik ist aber auch nicht entschlossen. Dieser zweite Punkt steht deshalb nicht im Licht, weil von manchen Teile der Bevölkerung viel bis alles abverlangt wird – aber bei anderen Teilen auch zumutbare Zumutungen unterbleiben.


Die Lockdowns haben bisher unterschiedliche Namen getragen „Wellenbrecher“, „harter Lockdown“, „Super-Lockdown“ – alles Gedöhns, letztlich nur Ablenkungsmanöver: Seit fünf Monaten ist das Land im Lockdown. Ein Ende ist nicht in Sicht. Und wie erfolgreich ist das? Innerhalb des Dauer-Lockdowns beginnt die „dritte Welle“ der Infektionen.

Unverständliche Regelungen

An der Stelle werfen die Befürworter der bisherigen Pandemiepolitik ein, dass die dritte Welle von den Anfang März beschlossen Öffnungen her käme. Doch zum einen gingen die Zahlen schon zur Zeit der Beschlüsse wieder hoch. Und zum anderen: Was von diesen Änderungen ist denn bisher umgesetzt? Öffnungen im Einzelhandel. Wieso sollte den die dritte Welle in Schuhgeschäften losgetreten werden, in denen Abstände eingehalten werden – aber nicht in Supermärkten, in denen diese Abstände eben nicht immer respektiert werden?

Das ist aber der entscheidende Punkt: Während in Einzelhandel und Gastronomie der Lockdown gilt, bleiben Supermärkte und Industrie außen vor.

Das Ergebnis: Übernachtungen in Hotels sind für Geschäftsreisende erlaubt, aber nicht für Privatreisende. An Ufern und in Parks gelten „Verweilverbote“, aber Busse und Bahnen fahren genau so voll weiter wie vorher. Menschen müssen in Büros und Fabriken eng zusammenarbeiten, dürfen aber am Feierabend nicht in der selben Wohnung sein. Warum der Virus in dem einen Fall gefährlich ist, in den anderen aber ignoriert werden kann? Das lässt sich nicht vernünftig beantworten.

Industrie bleibt außen vor

Es ist nicht vernünftig zu beantworten, warum der Virus an der einen Stelle beachtet wird, an der anderen Stelle indes nicht. Aber es ist leicht zu erklären: Es ist eine Abwägung der Kosten und Nutzen. Die Industrie bringt die Wertschöpfung. Deswegen halten Bundesregierung und Ministerpräsidenten diese am Laufen. Trotz Corona.

Keine 80 Millionen Bürger hätten die „Osterruhe“ kippen können. Die Automobilindustrie brauchte nur 30 Stunden. Egal wie lange der Lockdown für manche dauern wird, auch das hat die Kanzlerin deutlich gemacht, für alle wird es diesen Lockdown nicht geben.

Nicht mal Auflagen ist diese Regierung bereit, der Wirtschaft zu machen. Home Office, Tests in Betrieben – in nichts gibt es eine Verpflichtung, in allem nur Solls, Kanns und Bittes.

Merkel sollte mal was richtig machen

In vielen Punkten hat diese Regierung brutal versagt: Impfen, Testen, Warn-App oder Hilfen-Auszahlen. Dazu kommt die Ungerechtigkeit, dass manche viele Lasten dieser Politik tragen müssen und andere kaum welche. So ist denn die Unzufriedenheit mit dieser Politik eben keine Müdigkeit und auch kein Gemecker – sondern einfach nur der verdiente Lohn für Politikversagen.

Fünf Monate dauert der Lockdown. Ein weiterer ist angesetzt. Dass es im April vorbei ist, glauben nur die wenigsten. Der Kanzlerin wird angerechnet, dass sie Fehler eingesteht und berichtigt. Besser wäre es indes, wenn sie mal anfinge, etwas richtig zu machen.

Bundeskanzlerin bittet um Verzeihung: „Osterruhe“ wird gestrichen

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Die „Osterruhe“ wird gestrichen. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegenüber der Presse bestätigt. Sie bittet um Verzeihung und übernimmt die Schuld. Der Gedanke eines harten Lockdowns über Ostern sei richtig gewesen, aber in der Kürze der Zeit nicht umsetzbar.


Nur 34 Stunden nach der letzten Konferenz rief die Kanzlerin die Ministerpräsidenten erneut zusammen. Schon im Vorfeld ging die Nachricht um: Die „Osterruhe“ werde nicht zu halten sein. Der harte Lockdown über die Feiertage ist nicht möglich. Vor allem die Automobilindustrie hatte sich beschwert, dass die Abläufe nicht komplett stillstehen könnten.

„Es war einzig und allein mein Fehler“, sagte Merkel vor der Presse. Durch ihr Amt trage sie die letzte Verantwortung für den Beschluss und übernehme jetzt auch die Schuld. Die Bürger bitte sie um Verzeihung. Es tue ihr leid, für „zusätzliche Verunsicherung“ in der Pandemie beigetragen zu haben.

Was bedeutet die Rücknahme?

Grundsätzlich bleiben die Beschlüsse gültig, die am Anfang des Monats von der Ministerpräsidentenkonferenz vorgestellt wurden: Je nachdem wie viele Neuinfektionen es gibt, können Städte und Kreise Öffnungen ermöglichen oder müssen sie zurücknehmen. Gibt es innerhalb von sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner, sind in den betroffenen Städten und Kreisen auch härtere Maßnahmen möglich: etwa nächtliche Ausgangssperren oder Ausweitungen der Maskenpflicht.

Über Ostern gelten die bisher gültigen Beschränkungen. Einkaufen am Gründonnerstag bleibt aber möglich und auch Unternehmen werden den Tag grundsätzlich nicht als Feiertag behandeln.

Eine Kehrtwende in der Pandemie-Politik ist vorerst nicht in Sicht. Merkel wies in ihrem Statement drauf hin, dass die Zahlen sich in einer Art entwickeln, die Anlass zur Sorge geben. Planmäßig treffen sich die Ministerpräsidenten erst Mitte April wieder. Ob sich aber in der Zeit nichts Weiteres ändert, ist fraglich.

Kommentar

Eilmeldung: Merkel stoppt die „Osterruhe“ und rudert zurück

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Eilmeldung BYC News
Eilmeldung BYC News

In den Bund-Länder-Beratungen an diesem Montagabend (22. März 2021) wurde die Verlängerung des Lockdowns und ein „Super-Lockdown“ über Ostern beschlossen. Für die getroffenen Beschlüsse erntete die Regierung starke Kritik.


Update 11:20 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach massiver Kritik entschieden, den Bund-Länder-Entscheid zur „Osterruhe“ zu stoppen. Das teilte Merkel am Mittwoch in einer kurzfristig einberufenen Schalte mit den Ministerpräsidenten der Länder mit, wie das RND erfuhr. Merkel hat demnach gesagt: „War ein Fehler, ich trage dafür die Verantwortung.“

Bereits zum Start der Konferenz soll die Bundekanzlerin die Teilnehmer über ihre Entscheidung informiert haben. Sie habe erklärt, dass sie am Vormittag entschieden habe, die Verordnungen zum Super-Lockdown über Ostern nicht auf den Weg zu bringen, sondern zu stoppen.

„Wir sind bis auf die Knochen blamiert“, heißt aus Unionsfraktionskreisen, wir der RND berichtet. Das Problem sei aber nicht der verschärfte Lockdown über Ostern, sondern die schlechte Vorbereitung für den Beschluss.

Der Bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) soll hinter der Entscheidung der Kanzlerin stehen „Ich habe persönlichen Respekt vor der Erklärung der Kanzlerin. Es ist am Ende besser jetzt abräumen, wenn es rechtlich nicht geht“, soll Söder gesagt haben.

Gegen 12:30 Uhr am heutigen Mittwoch will Angela Merkel eine Regierungserklärung abgeben. Im Anschluss daran, um 13:05 Uhr will sie sich im Kanzleramt den Fragen der Bundestagsabgeordneten stellen.

Erstmeldung 10:40 Uhr: Nach der massiven Kritik an den Oster-Beschlüssen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch (24. März 2021) kurzfristig erneut mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten. Bereits für 11:00 Uhr soll die Schalte der Kanzlerin mit den Regierungschefs festgesetzt worden sein. Dabei werde es um den Umgang mit der anhaltenden Kritik gehen, heißt es in Medienberichten.

Die Einladung zu der Konferenz sollen die Ministerpräsidenten erst heute Morgen gegen 10:00 Uhr erreicht haben. Einige der Minister hätten bereits mitgeteilt, dass sie den Termin nicht wahrnehmen können.

Die im Bundestag für heute um 13:00 Uhr geplante Regierungsbefragung mit Angela Merkel soll scheinbar trotzdem wie geplant stattfinden. Der Termin wurde zumindest bislang noch nicht verschoben. 

Stadt Mainz will Obdachlosenunterkunft am Fort Hauptstein abbauen

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Ende März 2021 sollen die Schlafcontainer für obdachlose Menschen am Fort Hauptstein in der Landeshauptstadt Mainz wieder abgebaut werden. BYC-News hat die Stadt Mainz zu diesem Thema befragt und ein Interview mit Marcio Demel, dem 1. Vorsitzenden vom Verein #Rheinhessenhilft geführt.


Warum wurde für den Abbau der Container explizit der letzte Tag im März gewählt, obwohl es auch im April noch sehr kalt ist?

Stadt Mainz: Die Containeranlage wird seit Jahren bis Ende März betrieben. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre waren die Temperaturen im März nicht mehr im kritischen Bereich. Die mittelfristigen Wettervorhersagen davon aus, dass nicht mit einem problematischen Kälteeinbruch zu rechnen ist.

Soweit die Stadt der Auffassung ist, dass die Temperaturen nach Ende März nicht mehr im kritischen Bereich sind, ist darauf hinzuweisen, dass Menschen auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt unterkühlen und sterben können, z.B. wenn diese auf der Straße mit nicht angepasster Kleidung, minderwertigen Schlafsäcken o.ä. einschlafen. Nun zu sagen, dass es zu keinem problematischen Kälteeinbruch mehr kommt, ist sehr mutig.

Wie steht die Verwaltung zu der Idee, die Schlafcontainer ganzjährig in Mainz aufzustellen?

Stadt Mainz: Das Konzept der Schlafcontainer ist als niedrigschwelliges Angebot in den Wintermonaten ausgelegt. Der Standort ist für eine Dauereinrichtung nicht geeignet. Aus diesen Gründen ist die Stadt intensiv auf der Suche nach einer Liegenschaft für eine ganzjährige Übernachtungseinrichtung.

Marcio Demel: Soweit der Standort am Fort Hauptstein nicht als Dauerstandort geeignet ist, hatte die Verwaltung in den vergangenen Jahren genug Zeit, einen passenden Standort zu wählen. Die Stadt gibt selbst zu, auf der Suche nach einer weiteren Liegenschaft zum Zwecke einer dauerhaften niederschwelligen Einrichtung zu sein. Die Antwort gibt klar zu erkennen, dass diese Suche bislang nicht den gewünschten Erfolg brachte. Nach unseren Informationen sucht die Stadt bereits seit Jahren nach einer passenden Liegenschaft. Es ist ein Armutszeugnis, dass dies bislang nicht gelungen ist, denn passende Alternativen hätten in Mainz bestimmt schon zur Verfügung gestanden. Die Suche zeigt auch, dass die Stadt zugibt, dass es zu wenige stationäre Einrichtungen in Mainz gibt. Dass trotz fehlender Liegenschaft die Container nunmehr abgebaut und die Menschen zurück auf die Straße geschickt werden, ist meiner Meinung nach menschenunwürdig und unter der Gürtellinie für eine SPD-geführte Stadtspitze. Das Handeln der Stadt wird einem Rechts- und Sozialstaat in dieser Hinsicht nicht gerecht.

Was passiert mit den Menschen, die sich zurzeit am Fort Hauptstein in den Containern befinden, wenn die Container abgebaut sind? Mit wie vielen dieser Personen wurden konkrete Gespräche geführt und Perspektiven gesucht, damit diese nicht wieder in die Obdachlosigkeit geraten?

Stadt Mainz: Mit allen Bewohnern/innen wurde, bzw. wird seitens der Betreuungsorganisation Stiftung Juvente in Abstimmung mit den anderen Übernachtungseinrichtungen gesprochen. Mit der vorübergehenden Aufnahme in die Mobile Schlafstelle ist keine Behebung der Obdachlosigkeit verbunden.

Marcio Demel: Die Bewohnerinnen und Bewohner der Container haben meinen Kollegen und mir berichtet, dass mit ihnen fast gar nicht gesprochen wurde. Soweit die Stadt mitteilt, dass mit der vorübergehenden Aufnahme in die Schlafcontainer eine Behebung der Obdachlosigkeit nicht verbunden ist, zeigt dies, dass die Stadtspitze nicht in der Lage ist, ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Wäre der Stadt daran gelegen, den obdachlosen Menschen zu helfen, so hätte man ihnen wie in anderen Städten Wohnungen als Modellprojekt angeboten. Der Mainzer Sozialdezernent Dr. Lensch tut meiner Meinung nach nur das nötigste in Sachen der Obdachlosenhilfe.

Wird die Stadt hier nahtlos in eigene Wohnungen oder andere Angebote vermitteln?

Stadt Mainz: Eine Vermittlung in Wohnungen wird nicht erfolgen. Eine Unterbringung in den anderen Übernachtungseinrichtungen ist jedoch möglich. Deshalb erfolgen die Gespräche in Abstimmung mit den anderen Trägern der Obdachloseneinrichtungen.

Marcio Demel: Soweit die Stadt mitteilt, dass eine Vermittlung in Wohnungen nicht erfolgen wird, bestätigt sie selbst, wie unfähig sie ist, obdachlosen Menschen – den Ärmsten der Armen – zu helfen und einen Weg aus der Obdachlosigkeit zu finden. Eine solche klare Aussage erschüttert mich wirklich zutiefst. Soweit die Stadt darauf hinweist, dass eine Unterbringung in den anderen Übernachtungseinrichtungen möglich ist, heißt dies im Umkehrschluss doch nur, dass die Menschen eine Möglichkeit haben, nach Abbau der Container weiter dahin zu vegetieren. Das hat mit sozialer und verantwortungsvoller Stadtpolitik nichts zu tun. Bereits im Mai 2020 mussten sich viele Bewohnerinnen und Bewohner nach Abbau der Container (damals verlängert wegen der anfänglichen Pandemie) eine ordnungsrechtliche Unterbringung erstreiten, da alle Übernachtungsmöglichkeiten völlig erschöpft waren. Dies ist heute nicht anders.



Wie viele Menschen befinden sich aktuell in den Containern?

Stadt Mainz: aktuell: 19 männlich und 4 weibliche Personen

Stimmt es, dass sich in den Containern eine junge Frau befindet, die schwanger ist und was geschieht mit ihr ab April?

Stadt Mainz: Nein. Die schwangere Frau befindet sich in der Housing Area. Die schwangere Frau verbleibt zunächst in der Housing Area. Auch für die Zeit nach der Geburt steht die Verwaltung in engem Austausch mit der Betreuungsorganisation, die sich um die Frau kümmert.

Marcio Demel: Nach den uns vorliegenden Informationen vom Sicherheitsdienst befand sich eine rumänische junge Frau in den Containern, die im dritten oder vierten Monat schwanger war. Wir haben diese Frau selbst kennengelernt und mit dem Kältebus mit Lebensmitteln versorgt. Vielleicht ist es die Frau, die nun in der Housing Area ist. Laut unseren Informationen ist die Frau jedoch nach Rumänien abgereist.

Ist es zu verantworten, dass gerade aufgrund der vorherrschenden Pandemie die Container wieder abgebaut werden und Obdachlose Menschen dann schutzlos sind?

Stadt Mainz: Bislang gab es in Mainz keinen Fall einer infizierten Person aus dem Kreis der Menschen ohne festen Wohnsitz. Die Gefährdungslage wird durch die Schließung der Containeranlage als nicht höher eingeschätzt als bei einer Weiterführung der Einrichtung.

Marcio Demel: Die Verwaltung sagt, dass es bislang in Mainz keinen Fall einer obdachlosen infizierten Person gab. Dass dies nicht der Fall war, ist nur völliges Glück. Soweit die Gefährdungslage bei Schließen der Container als nicht höher eingeschätzt wird, fehlt der Stadt hier die wissenschaftliche Kompetenz, dies zu beurteilen. Obdachlose Menschen sind auf der Straße schutzlos ausgeliefert, auch vor Corona. Nach den uns vorliegenden Informationen sind die stationären Einrichtungen sehr wohl überfüllt.

Stimmt es, dass alle anderen stationären (Schlaf-)Angebote für Obdachlose Menschen restlos überfüllt sind?

Stadt Mainz: Nein, unseren Informationen zufolge sind diese nicht überfüllt.

Wie viele Obdachlose Menschen gibt es in Mainz, differenziert zwischen denen, die auf der Straße leben und denen, die unterkommen, beispielsweise in der Housing-Area, den Containern am Fort Hauptstein usw.?

Stadt Mainz: Diesbezüglich gibt es keine verlässlichen Zahlen. Menschen ohne festen Wohnsitz, auch „Obdachlose / Durchwanderer /Nichtsesshafte“ genannt: Mit dem vom Amt für soziale Leistungen der Landeshauptstadt Mainz sowie dem Jobcenter Mainz verwendeten Begriff: Menschen ohne festen Wohnsitz sind Menschen gemeint, die sich in der Regel bewusst oder unterschiedlichsten Lebenssituationen geschuldet zumindest zur Zeit für ein Leben auf der Straße entschieden haben. Dies kann mit ständigem Aufenthalt an einem Ort, oder als vorübergehender Aufenthalt als s.g. Durchwanderer wahrgenommen werden. Diese Personen sind nur schwer statistisch zu erfassen, weshalb der Verwaltung der Landeshauptstadt Mainz keine verlässlichen Zahlen zu diesem Personenkreis vorliegen.

Welche stationären Schlafangebote gibt es in Mainz für Obdachlose Menschen? In welcher Anzahl sind diese aktuell belegt?

Stadt Mainz: In der Stadt Mainz bestehen in den Einrichtungen des Thaddäus-Heimes (53 Plätze), Egli-Hauses (20 Plätze) sowie des Wendepunktes (4 Plätze) Übernachtungsangebote. Darüber hinaus richtet die Stadt Mainz über die Wintermonate, d. h. beginnend vom 30.November bis 31. März des Folgejahres, ergänzend eine Mobile Schlafstelle Am Fort Hauptstein ein. Die Mobile Schlafstelle verfügt über insgesamt 21 Schlafplätze. Auf Grund der Corona-Pandemie sind die einzelnen Container in diesem Winter mit jeweils drei statt bisher vier Schlafplätzen ausgestattet. Es stehen bei Bedarf je ein Container für Frauen als auch für erkrankte Personen (keine Covid-19-Fälle) zur Verfügung.

Aufgrund der aktuellen Gesundheitsproblematik wurde darüber hinaus für besondere Risikofälle ein Gebäude für die vorübergehende Aufnahme als Alternative zu den im Frühjahr vorgenommenen Hoteleinweisungen eingerichtet, und zwar in der Housing  Area in Gonsenheim. Die Belegung erfolgt in Absprache mit dem Verein „Armut und Gesundheit“ und der „Starthilfe“. Damit soll besonders gefährdeten Menschen ein geschützter Raum angeboten werden. Das Gebäude wurde zum 30. November mit 25 Plätzen in Betrieb genommen.

Wie viele und welche ehrenamtliche Vereine und Organisationen sind in Mainz im Bereich der Obdachlosenhilfe – auch ehrenamtlich – tätig?

Stadt Mainz:

  • Stiftung Juvente
  • Caritas
  • Evangelische Wohnungslosenhilfe Armut und Gesundheit e.V.
  • Pfarrer-Landvogt-Hilfe
  • Rheinhessen hilft e.V.
  • Wohnsitzlos in Mainz e.V.

Könnte die Stadt das aktuelle Angebot für Obdachlose Menschen in dieser Form auch ohne die vielen Träger und ehrenamtlichen Helfer durchführen?

Stadt Mainz: Das Hilfesystem ist darauf ausgerichtet, dass die Institutionen der Obdachlosenhilfe und die Verwaltung die Hilfen gemeinsam anbieten und organisieren. Die Organisationen, Vereine und auch einzelne Ehrenamtliche übernehmen hier eine wichtige Funktion. Das Hilfesystem funktioniert in Mainz, weil alle Beteiligten wichtige Rollen einnehmen. Glücklicherweise ist die Frage nach einer Versorgung der obdachlosen Menschen ohne Träger und Ehrenamtliche in Mainz hypothetisch.

Marcio Demel: Die Antwort der Stadt zeigt, dass sie sich überwiegend auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Vereine und Organisationen verlässt. Die Stadt wälzt somit wichtige staatliche Aufgaben auf diese Personen und Organisationen ab, ohne diese finanziell auch nur annähernd zu fördern. Hier führt die Stadt nämlich an, dass nur die Kosten in den Übernachtungseinrichtungen erstattet werden. Die sonstigen Vereine und Organisationen, die keine Übernachtungseinrichtungen sind, bekommen von der Stadt für deren wichtige Arbeit keinen Cent, obwohl die Stadt in ihrer Antwort und Stellungnahme die Arbeit dieser Vereine und Organisationen als sehr wertvoll erachtet – ein Widerspruch in sich, wie ich finde.

Wie werden die jeweiligen Vereine, Träger und Organisationen im Bereich der Obdachlosenhilfe regelmäßig und einmalig finanziell von der Stadt unterstützt und in welcher Höhe?

Stadt Mainz: Die Kosten in den Übernachtungseinrichtungen werden über Tagessätze vergütet. Zusätzliche Leistungen werden nicht erbracht.

Wie wird der Einsatz des ehrenamtlichen Kältebus seit Oktober 2020 durch den Verein Rheinhessen hilft seitens der Stadt bewertet?

Stadt Mainz: Der Kältebus ist eine sehr gute und sinnvolle Ergänzung des Angebotes, insbesondere in Bezug auf die Menschen, die in keine Einrichtung gehen wollen.

Marcio Demel: Soweit die Stadt sagt, dass der Kältebus eine sehr gute und sinnvolle Ergänzung des Angebots ist, insbesondere für diejenigen Menschen, die in keine Einrichtung gehen wollen, fühlen wir uns in unserem Handeln bestätigt, aber auch nicht mehr und nicht weniger. Die Stadt muss den Kältebus dringend finanziell fördern, da wir lediglich von Spenden leben.

Hat sich durch den Kältebus etwas verändert (gibt es zum Beispiel weniger Anrufe von besorgten Bürgern bei dem Ordnungsamt, weil der Kältebus aktiv ist und das Ordnungsamt somit auch weniger Arbeit hat?)

Stadt Mainz: Eine Änderung in der beschriebenen Art ist bei der Verwaltung nicht bekannt. Über die Anzahl der Anrufe wird keine Statistik geführt. Mit dem Verein Rheinhessen hilft e.V. ist ein weiterer Ansprechpartner im Hilfesystem vorhanden. Durch das Angebot des Kältebusses haben sich möglicherweise besorgte Bürgerinnen und Bürger auch unmittelbar an den Verein gewandt.



Marcio Demel teilte weiter mit:

Ende März möchte die Stadt Mainz die Schlafcontainer für Obdachlose Menschen, die bis zu 28 Personen aufnehmen können, wieder abbauen. Denn dann endet wie jedes Jahr das städtische Winterprogramm für Obdachlose.

Um auch obdachlosen Menschen Corona-Schutzimpfungen anbieten zu können und bis dahin eine geschützte Unterkunft zu gewährleisten, ist es elementar, die Container am Fort Hauptstein länger in Betrieb zu nehmen, als ursprünglich geplant. Wegen des nur in geringer Menge zur Verfügung stehenden Corona-Impfstoffs ist heute wohl noch nicht klar, wann alle Obdachlose ein Impfangebot erhalten. Menschen in öffentlichen Unterkünften – und zwar nur in solchen Unterkünften wie die Container am Fort Hauptstein – erhalten bevorzugt ein Angebot, weil sie der zweiten Priorisierungsgruppe gemäß Impfverordnung angehören. Das gilt wohl nicht für Menschen auf der Straße, da diese in keiner „Unterkunft“ ansässig sind, sondern eben auf der Straße leben.

Forderung von Rheinhessen hilft

Die Forderung des Vereins zur Förderung sozial und gesundheitlich benachteiligter Menschen in Mainz und Umgebung e.V. („Rheinhessen hilft!“) geht sogar noch weiter: Die Container müssen so lange am Fort Hauptstein stehen, bis die Stadt Mainz endlich eine Liegenschaft gefunden hat, die geeigneten obdachlosen Menschen, die zugänglich sind und dies auch wollen, zusätzlich und niederschwellig zur Verfügung gestellt wird. Von den Menschen, die dies annehmen würden, gibt es in unserer Stadt genug. Durch Corona, Gehaltseinbußen, Mietausfälle, Kündigungen und Kurzarbeit wird das Thema der (drohenden) Obdachlosigkeit in Zukunft auf jeden Fall nicht weniger werden. Viele Menschen werden wegen der aktuellen Situation auch in den kommenden Monaten massiv abrutschen und sogar ihre Wohnung verlieren – die Zahlen werden also mit Sicherheit nicht sinken.

Nachdem wir bereits im vergangenen Frühjahr/Sommer im Rahmen einer Kundgebung gefordert haben, dass die Container stehen bleiben, bewegte sich der Stadtrat ein kleines bisschen, in dem er dem Mainzer Sozialdezernenten Dr. Eckart Lensch (SPD) einen runden Tisch auferlegte, an dem auch wir regelmäßig teilnehmen. Dieser politisch auferlegte runde Tisch ist zwar positiv und informativ, tagt aber nicht regelmäßig genug und entpuppt sich für uns am Ende als Art „Seifenblase“.

Kaum Veränderungen in den letzten 10 Monaten

Aufgrund der anfänglichen Pandemie Ende Februar / Anfang März 2020 verlängerte die Stadt Mainz die Standzeit der Schlafcontainer am Fort Hauptstein bis Ende Mai 2020. Damals wurde den Bewohnerinnen und Bewohnern – die sich in Sicherheit dachten – nur wenige Tage vorher unvermittelt bekanntgegeben, dass die Container abgebaut werden, obwohl die Aussage der Stadtspitze im Raum stand, dass aufgrund der Corona-Pandemie ein Abbau erst einmal nicht erfolgen wird. Das Ganze war damals ein Skandal, weil die Menschen von heute auf morgen wieder auf die Straße mussten. Heute, zehn Monate später, sind erneut keine wesentlichen Änderungen seitens der Politik und der Verwaltung herbeigeführt worden. Es gibt nur wenig, was sich in den vergangenen zehn Monaten positiv für Obdachlose Menschen verändert hat – hier ist anzuführen, dass ehrenamtliche Vereine und Organisationen viele Aufgaben übernehmen und auffangen, die eigentlich der Staat übernehmen müsste. So zum Beispiel auch unser Kältebus, betrieben von unserem Verein, der nahezu täglich in den Abend- und Nachtstunden Obdachlose sowie sozial und gesundheitlich benachteiligte Menschen aufsucht und versorgt. Fast alles ist ehrenamtlich und spendenfinanziert. An alle Kolleginnen und Kollegen der Stiftung Juvente, der Caritas, der Evangelischen Wohnungslosenhilfe, des Vereins Armut und Gesundheit e.V., der Pfarrer-Landvogt-Hilfe und von Wohnsitzlos in Mainz e.V. von unserer Seite ein herzliches Danke für das tägliche Engagement und die Hoffnung, die Sie Obdachlosen und sozial und gesundheitlich benachteiligten Menschen geben.

Die Verwaltung setzt den runden Tisch nur insoweit um, wie sie es muss, um die nötigsten Vorgaben zu erfüllen. Das ist unserer Meinung nach menschenunwürdig. Die Container sind keine Dauerlösung, aber eine Alternative und eben besser als nichts. Ende März sollen die Container nun auf ausdrückliche Weisung der Stadt wieder abgebaut werden, wahrscheinlich am Montag, den 29. März 2021. Dann werden 20-25 Menschen ihren festen und lieb gewonnenen Schlafplatz verlieren. Es ist bekannt, dass alle stationären Angebote für obdachlose Menschen in Mainz nahezu überfüllt sind – die Stadt bestreitet dies gerne pauschal. Laut dem Mainzer Sozialdezernenten Dr. Eckart Lensch (SPD) wird schon lange nach einer Liegenschaft gesucht. Da die angebliche intensive Suche der Stadt den gewünschten Erfolg nicht brachte, muss nun zumindest nach an einer kurz- oder langfristigen Zwischenlösung gearbeitet werden. Auf jeden Fall ist es menschlich unwürdig, die Schlafcontainer am Fort Hauptstein, in denen auch mehrere Frauen unterkommen, in wenigen Tagen vollständig abzubauen, obwohl es noch immer kalt ist.

Kosten sollen eingespart werden

Laut Sozialdezernat endet jährlich Ende März das Winterprogramm der Stadt – für uns eher ein „politisches Winterende“, um Kosten einzusparen. Wer bestimmt, wann der Winter vorbei ist oder wann es nicht mehr kalt ist? Mutter Natur oder die Politik? Zeitweise befand sich sogar eine schwangere rumänische Staatsbürgerin in den Containern, was sehr tragisch ist. Eigentlich müssten alle Bewohnerinnen und Bewohner der Container nun eine ordnungsrechtliche Unterbringung vor dem Verwaltungsgericht erstreiten, begleitet durch Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Doch nur die wenigsten Obdachlosen haben neben Sucht, Verzweifelung und psychischen Problemen die Muße und Geduld, ein solches Verfahren durchzuziehen, was gut für die Verwaltung ist. Auch in Hamburg hat man nun Konsequenzen gezogen und das Winternotprogramm um zwei zusätzliche Monate verlängert. Der SPD-geführten Stadtspitze in Mainz würde es gut tun und gut stehen, diese Vorgehensweise aus Hamburg zu übernehmen und die Container am Fort Hauptstein stehen zu lassen – und nicht herzlos zu agieren.

Umfassende Beratungsangebote müssen immer das Ziel haben, dass nach dem Abbau der Container möglichst keine Rückkehr der Bewohnerinnen und Bewohner auf die Straße erforderlich ist – dass das Sozialdezernat in Mainz hier nicht genug bis gar nichts getan hat, liegt auf der Hand. Immer wieder werden staatliche Aufgaben im Ergebnis auf Vereine und ehrenamtliche Organisationen und Einrichtungen abgewälzt. Klar ist aber auch: Wohnen darf auf keinen Fall Luxus sein, wobei dieser Zustand bereits eingetreten ist. Die Stadt muss dafür Sorge tragen, dass obdachlosen Menschen, die es wollen, eine Rückkehr in eine eigene Wohnung, engmaschig begleitet, oder im Einzelfall in eine Wohngruppe möglich ist. Jeder muss das Recht auf Wohnen haben. Dieses Recht ist schleunigst und dringender denn je in das Grundgesetz zu verankern, vor allem für Randgruppen wie Obdachlose, sozial oder gesundheitlich benachteiligte Menschen, die sich ohnehin bereits am Boden der Gesellschaft befinden.

Leipzig als Vorbild nehmen

In Leipzig sagte der Sozialbürgermeister Prof. Dr. Thomas Fabian (wie der Mainzer Sozialdezernent Dr. Lensch ebenfalls Mitglied der SPD) vor kurzem dem MDR: „Wir wollen obdachlosen Frauen und Männern die Möglichkeit eröffnen, eine eigene Wohnung zu beziehen. Sie erhalten dabei auch die Unterstützung, die sie brauchen, damit ein Neuanfang gelingt.“ Prof. Dr. Fabian hat es auf den Punkt gebracht. Der Mainzer Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) sollte sich von seinem Parteikollegen Fabian eine Scheibe abschneiden.

Nach Gefahrstoffeinsatz in Sulzheim Ursache geklärt

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Am Dienstagnachmittag (23.03.2021) kam es zu einem Gefahrstoffeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst in Sulzheim. Gegen 16.45 Uhr wurde der Polizeiwache Wörrstadt gemeldet, dass zwei 12-jährige Mädchen einen ungewöhnlichen Fund in Sulzheim gemacht hätten.


Gefährliche Stoffe waren in den Bach gelangt

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort gegenüber BYC-News mitteilte, lagen am Rand des Baches mehrere unterschiedliche Verpackungen mit unklarem Inhalt. Diese wurden zunächst analysiert, ob es sich tatsächlich wie auf den Verpackungen angegeben um E605 und Kupferstoff handelte. Diese Stoffe werden als hochgefährlich eingestuft, sodass diese von Einsatzkräften in Schutzanzügen gesichert wurden. Da auch ein Teil der Stoffe in das Wasser gelangt war, wurde eine Probe zur Analyse entnommen. Weiterhin wurde eine Wassersperre installiert, wodurch Giftreste geborgen werden konnten.

Die Polizei Alzey teilte am Mittwoch (24.03.2021) mit, dass des sich bei den beiden aufgerissenen Gebinde, die von den Mädchen am Böschungshang gefunden wurden, tatsächlich um das Insektizid und E605, bei dem anderen um das Herbizid Dithane-Ultra handelte. In den 40-er Jahren wurde dieses gefährliche Insektizid hergestellt und gelangte 1948 in den Handel. Aufgrund seiner extremen Gefährlichkeit wurde es im Januar 2002 in Deutschland verboten.

Da die Kinder die Gebinde berührt hatten, wurden sie nach Abklärung mit der Giftnotrufzentrale vorsorglich von ihren Eltern in ein Krankenhaus gebracht. Bei beiden lagen keine Symptome für eine Vergiftung vor.

Der Bereich war während des Einsatzes durch die Feuerwehr abgesperrt. Vor Ort im Einsatz waren die Feuerwehren Wörrstadt, Rommersheim, Sulzheim, Saulheim und der Gefahrstoffzug Süd mit ca. 50 Einsatzkräften.

Die Kriminalpolizei Alzey bittet um Zeugenhinweise bezüglich der illegalen Entsorgung der Stoffe und verdächtiger Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang unter 06731/9110.

Fraport AG machte über 650 Millionen Euro Verlust

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Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben das abgelaufene Geschäftsjahr des Flughafenbetreibers Fraport stark belastet. Angesichts des Einbruchs des Passagieraufkommens in Frankfurt und an den internationalen Konzernflughäfen reduzierte sich der Konzern-Umsatz um mehr als die Hälfte. Das Konzern-Ergebnis war trotz umfassender Einsparmaßnahmen erstmals seit fast 20 Jahren negativ und lag bei –690,4 Millionen Euro.


Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG dazu

„Wir blicken auf ein extrem herausforderndes Jahr zurück. Der Luftverkehr war und ist von der COVID-19-Pandemie betroffen wie kaum eine andere Branche. Doch wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Mit dem Fortschreiten der Impfprogramme und den mittlerweile vorhandenen Testmöglichkeiten kann der Luftverkehr spätestens ab dem Sommer wieder anlaufen. Die Menschen wollen wieder verreisen, und die Airlines stehen bereit, ihre Kapazitäten hochzufahren. Gleichzeitig haben wir unser Unternehmen schlanker und effizienter aufgestellt. Wir werden gestärkt aus dieser historischen Krise hervorgehen. Mit unserem Drehkreuz in Frankfurt und unseren weltweiten Standorten sind wir sehr gut aufgestellt, um vom Wiederanlaufen des Luftverkehrs und den weiterhin intakten, langfristigen Wachstumsperspektiven zu profitieren“, sagt Dr. Stefan Schulte.

Verkehrseinbruch führt zu negativem Konzernergebnis

Das Passagieraufkommen in Frankfurt ging gegenüber dem Vorjahr um 73,4 Prozent auf 18,8 Millionen Reisende zurück. Auch an allen internationalen Beteiligungsflughäfen waren die Passagierzahlen deutlich rückläufig. Die Rückgänge gegenüber dem Vorjahr lagen zwischen 34 Prozent in Xi’an und 83 Prozent in Ljubljana. Der Konzern-Umsatz ging entsprechend gegenüber dem Vorjahr um 54,7 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen in den internationalen Konzerngesellschaften stehen (nach IFRIC 12), verringerte sich der Umsatz um 55,4 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro.

Der operative Aufwand (Material- und Personalaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen) konnte – bereinigt um Aufwendungen für personalwirtschaftliche Maßnahmen – deutlich um knapp ein Drittel reduziert werden. So konnte Fraport mit 48,4 Millionen Euro ein leicht positives Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen erzielen (– 95,9 Prozent). Unter Berücksichtigung der Aufwendungen für personalwirtschaftliche Maßnahmen in Höhe von 299 Millionen Euro lag das Konzern-EBITDA bei –250,6 Millionen Euro (2019: 1,18 Milliarden Euro). Das EBIT lag bei –708,1 Millionen Euro (2019: 705,0 Millionen Euro) und das Konzern-Ergebnis belief sich auf –690,4 Millionen Euro (2019: 454,3 Millionen Euro).



Kosten und Investitionen deutlich reduziert

Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie hat Fraport auf allen Ebenen angesetzt, um Kosten zu reduzieren. Durch die Streichung betrieblich nicht zwingend notwendiger Ausgaben spart das Unternehmen jährlich Sachkosten zwischen 100 und 150 Millionen Euro. Zugleich wurden Investitionen vor allem am Standort Frankfurt reduziert oder gestrichen, wodurch sich die entsprechenden Ausgaben (Capital Expenditure) mittel- bis langfristig um eine Milliarde Euro reduzieren. Am Bau von Terminal 3 hält Fraport aufgrund des langfristig erwarteten Bedarfs fest. Allerdings wurde der Zeitplan gestreckt. Es ist geplant, Terminal 3 mit den Flugsteigen G, H & J  im Jahr 2026 in Betrieb zu nehmen.

Unternehmen schlanker und effizienter aufstellen

Neben den sofort greifenden Sparmaßnahmen hat Fraport umfassende organisatorische und strukturelle Anpassungen vorgenommen und angestoßen, um das Unternehmen schlanker und effizienter aufzustellen. Rund 300 Einzelmaßnahmen tragen dazu bei, Prozesse zu vereinfachen, Aufgaben zu bündeln und Abläufe flexibler zu gestalten. Durch den sozialverträglichen Abbau von rund 4.000 Arbeitsplätzen überwiegend bis Ende 2021 werden die Personalkosten um bis zu 250 Millionen Euro gegenüber 2019 verringert. Rund 2.200 der geplanten Austritte wurden im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres bereits realisiert. Etwa 1.600 Beschäftigte verlassen das Unternehmen durch Abfindungen, Altersteilzeit und weitere Maßnahmen. Darüber hinaus wird weiterhin die natürliche Fluktuation genutzt.

Zur vorübergehenden Senkung der Personalkosten setzt Fraport unverändert auch auf Kurzarbeit. Im vergangenen Jahr waren seit dem zweiten Quartal rund 80 Prozent der Stammbeschäftigten der Fraport AG und der wesentlichen Konzern-Gesellschaften am Standort Frankfurt gemessen an den verfügbaren Stunden zu durchschnittlich etwa 50 Prozent in Kurzarbeit. Hierdurch ist weiterhin die notwendige Flexibilität vorhanden, den Personaleinsatz beim Wiederanlaufen des Verkehrs schnell hochzufahren.

Liquiditätsreserven aufgestockt

Fraport hat im vergangenen Jahr rund 2,9 Milliarden Euro an zusätzlicher Finanzierung aufgenommen. Mit liquiden Mitteln sowie zugesicherten Kreditlinien und Finanzierungen von über drei Milliarden Euro ist das Unternehmen gut aufgestellt, um die aktuelle Krise zu bewältigen und gleichzeitig im notwendigen Umfang in die Zukunft zu investieren. Fraport wird auch weiterhin den Kapitalmarkt nutzen, um das hohe Liquiditätsniveau zu halten.

Ausblick

Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand für den Flughafen Frankfurt mit einem Passagieraufkommen von unter 20 bis 25 Millionen. Der Konzern-Umsatz wird bei rund 2 Milliarden Euro erwartet. Für das Konzern-EBITDA geht das Unternehmen von einer Bandbreite zwischen rund 300 bis 450 Millionen Euro aus. Das EBIT wird leicht negativ erwartet, das Konzern-Ergebnis ebenfalls negativ. Beide Werte werden sich aber gegenüber 2020 deutlich verbessern. Angesichts der weiterhin massiven Folgen der COVID-19-Pandemie und des zu erwartenden Jahresfehlbetrags wird der Vorstand vorschlagen, auch für das aktuelle Geschäftsjahr keine Dividende auszuschütten.

22-Jähriger überschlägt sich mehrfach mit seinem Fahrzeug

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Am Dienstagnachmittag (23. März 2021) kam es gegen 16:20 Uhr auf der Kreisstraße K24 zwischen Pferdsfeld und Daubach, in der Gemarkung Rehbach zu einem Alleinunfall. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt.


Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in eine Klinik

Nach aktuellen Ermittlungen war ein 22-jähriger Mann aus Wiesbaden mit einer Mercedes A-Klasse, die erst vor wenigen Tagen zugelassen wurde, auf der Kreisstraße 24 aus Richtung Pferdsfeld kommend in Fahrtrichtung Daubach unterwegs. Als der junge Mann mit überhöhter Geschwindigkeit auf eine Rechtskurve zufuhr, machte er am Kurveneingang instinktiv eine Vollbremsung. Während des Bremsmanövers versuchte der Mercedes-Fahrer vergeblich, die Kurve zu bekommen. Dabei kam der Mercedes nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach im angrenzenden Feld und blieb anschließend auf dem Dach liegen. Aus eigener Kraft konnte sich der Mann noch über den Kofferraum aus dem Fahrzeugwrack befreien.

Wegen des Verdachts einer schweren Kopfverletzung wurde der Unfallverursacher mit einem Rettungshubschrauber in ein naheliegendes Krankenhaus geflogen. Lebensgefährliche Verletzungen konnten ausgeschlossen werden. Am Fahrzeug entstand ein geschätzter Sachschaden von 30.000EUR.

Mehr Kinder in weiterführenden Schulen im Kreis Mainz-Bingen

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Die Aufnahmen in die fünften Klassen nehmen zu: Die weiterführenden Schulen in Trägerschaft des Kreises Mainz-Bingen nehmen für das Schuljahr 2021/22 insgesamt 1.736 Kinder auf – 161 mehr als im noch laufenden Schuljahr. Vor allem an den Gymnasien spiegelt sich dieser Trend wieder. Dort sind es 123 Neuaufnahmen mehr als noch 2020/2021.


Weniger Aufnahmen am G-8-Gymnasium

931 Kinder und Jugendliche werden kommendes Schuljahr eine fünfte Klasse an einem Gymnasium besuchen. Die Gymnasien in Ingelheim (+27), Nieder-Olm (+61), Oppenheim (+34) und Bingen (+35) verzeichnen mehr Schülerinnen und Schüler als noch im vergangenen Schuljahr. Daneben sinken die Aufnahmezahlen am G-8-Gymnasium Nackenheim (-34).

Die Zahlen an den Realschulen plus im Landkreis nehmen insgesamt leicht zu: 359 Jugendliche streben ab Sommer zunächst die Mittlere Reife an – im Schuljahr 2020/2021 waren es 333. An den Realschulen plus in Gau-Algesheim (+19) und Nierstein (+21) nehmen die Aufnahmen zu. Bingen verliert etwas an Zulauf (-5) ebenso wie Ingelheim (-9).

Insgesamt steigende Tendenz bei den Aufnahmen erkennbar

An den Integrierten Gesamtschulen (IGS) bleiben die Neuaufnahmen, wie in den vergangenen Jahren, mit insgesamt 446 (+12) weitestgehend konstant. Da die IGSen grundsätzlich vierzügig sind, konnten auch dieses Jahr nicht alle eingegangenen Anmeldungen (717) berücksichtigt werden. Die IGSen in Sprendlingen (+5) und Oppenheim (+5) gewinnen Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr dazu. In Nieder-Olm ist die Anzahl von 112 Aufnahmen, im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben, während Ingelheim zwei Kinder hinzugewinnt.

„Wie gewohnt werden unseren Schülerinnen und Schülern wieder beste Voraussetzungen geboten“, so Landrätin Dorothea Schäfer. „Bei den Aufnahmen in die fünften Klassen unserer weiterführenden Schulen ist insgesamt eine steigende Tendenz erkennbar. Dies zeigt sich insbesondere an den Eingangsklassen an den Gymnasien“, so der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf. Wichtigstes Ziel sei es weiterhin, den vorhandenen Schulraum bestmöglich zu nutzen und zu optimieren.