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Vor 40 Jahren zog das alte Stadtkrankenhaus in Worms auf die Herrnsheimer Höhe um

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Pressebild Altes Stadtkrankenhaus edb05b9f 924f645a@1100w
Pressebild Altes Stadtkrankenhaus edb05b9f 924f645a@1100w

Seitdem hat sich vieles getan: Nicht nur der medizinische Fortschritt hat sich in den letzten 40 Jahren rasant entwickelt, sondern auch das bauliche Erscheinungsbild der Klinik ist im Laufe der Jahre ein anderes geworden. Aber der Reihe nach.

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Aufbruchstimmung

Wir schreiben den 3. Juni 1981. Es herrscht Aufbruchstimmung in der Mainzer Straße. An diesem Tag ist es sowohl für das Krankenhauspersonal als auch die Patientinnen und Patienten soweit: Der Umzug des Stadtkrankenhauses in den Neubau auf der Herrnsheimer Höhe steht an. Durch tatkräftige Unterstützung des Roten Kreuzes wird der Transport aller Patientinnen und Patienten, darunter auch der intensiv zu betreuenden Schwerkranken, in nur viereinhalb Stunden bewältigt. Das erste Baby dieses Tages wurde noch im alten Stadtkrankenhaus geboren, das nächste Neugeborene erblickte bereits am neuen Standort das Licht der Welt. Der Umzug an nur einem Tag ohne eine Unterbrechung in der medizinischen Versorgung war eine logistische Meisterleistung, an die sich alle Beteiligte immer wieder gerne zurückerinnert haben.

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1888 eröffnete Hospital

Bis es soweit kam, vergingen mehrere Jahrzehnte voller Überlegungen und Planungen. Das 1888 in der Mainzer Straße eröffnete Hospital stieß aufgrund der stetig steigenden Patientenzahlen immer wieder an seine Kapazitätsgrenzen. Zwar erfuhr das Stadtkrankenhaus im Laufe der Jahre immer wieder bauliche Erweiterungen, zusätzlich zu den räumlichen Problemen machten sich erste technische Mängel bemerkbar. Die Forderungen nach einem Neubau wurden bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts laut, dessen Umsetzung kam in den folgenden Jahrzehnten aber nicht über eine Vorplanungsphase heraus. Die ersten Bauarbeiten begannen schließlich Ende 1974. Die Rohbauarbeiten am eigentlichen Krankenhausbau – Parkdecks und Personalwohnhäuser befanden sich bereits im Bau – starteten im Oktober 1975.

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1976 Grundsteinlegung für neues Krankenhaus

Nur kurze Zeit später, am 23. Juni 1976, konnte der Grundstein auf der Herrnsheimer Höhe gelegt werden. An diesem ungewöhnlich heißen Sommertag verschwand bei flotter Musik und kühlen Getränken ein Metallkasten im Grundstein. Dieser enthielt neben diversen Urkunden auch Wormser Wein, die gängigen Scheidemünzen, eine silberne Kompassnadel sowie eine tagesaktuelle Ausgabe der Wormser Zeitung. Bereits 15 Monate später, am 28. September 1979, konnte Richtfest gefeiert werden, wobei die Baumasse des neu entstehenden Krankenhauskomplexes immer deutlicher Gestalt annahm. Der Innenausbau dauerte gut drei Jahre. Im Juni 1981 war das Mammut-Projekt Krankenhausneubau mit dem Bezug des Gebäudekomplexes schließlich geschafft. Die offizielle Einweihung fand am 22. September 1981 statt.

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MutterKindZentrum prägt Erscheinungsbild

Es sollte nicht lange dauern, bis es auch in den neuen Räumlichkeiten auf der Herrnsheimer Höhe allmählich enger wurde. Neben der Erweiterung des Klinikkomplexes um ein neues Parkhaus und Verwaltungsgebäude prägt mittlerweile auch das neue MutterKindZentrum das bauliche Erscheinungsbild des Krankenhauses. Auch im Inneren des Klinikums hat heute, stolze vier Jahrzehnte nach seinem Bezug, modernste High-Tech-Medizin Einzug gehalten. Von Innovationen, wie etwa dem computergestützen Operations-Roboter Da Vinci, konnte man an besagtem 3. Junitag 1981 sicherlich nur träumen.

Eigentlich sollte das Jubiläum mit einem Tag der Offenen Tür gebührend begangen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte dieser leider nicht wie ursprünglich geplant stattfinden.

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KULTURSTROM in Bingen erstmals wieder mit Publikum

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Topthema 20210601 KULTURSTROM Frame Morgenstern Trio
Topthema 20210601 KULTURSTROM Frame Morgenstern Trio

Am Sonntag (30. Mai 2021) konnte man endlich wieder Live-Musik erleben, mit Ausblick auf der Elisenhöhe. Auf der eigenen Picknick-Decke oder doch lieber dem Mietstuhl konnten Klassikfans Musik und Aussicht gleichermaßen genießen. Für das leibliche Wohl sorgten Picknick-Pakete vom GenussGarten und das Weingut Hemmes. Als Special guests waren die Binger Weinmajestäten Annalena, Hanna-Marie und Melina anwesend.

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Blick auf die Ehrenfels

Das Morgenstern Trio wird bei Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert. Sie faszinieren mit ihrer Ausarbeitung und ihrem gemeinsamen Ausdruck. Die drei Musiker:innen in der Besetzung Klavier, Violine und Cello ziehen ihr Publikum in den Bann. Robert Schumann mit dem Blick auf die Ehrenfels. Franz Schubert mit den Rheingauer Weinlagen im Hintergrund und natürlich der Blick auf den Mäuseturm. Ein ganz besonderes Konzert-Erlebnis.

Das Konzert wurde im Rahmen der KULTURSTROM Reihe aufgezeichnet. Ab Donnerstag, den 03. Juni 2021 20:15 Uhr gibt es das Konzert von der Elisenhöhe auf  youtube.com/KULTURSTROMBingen. Die Videos sind kostenlos. Auf paypal.me/KULTURSTROM kann jede:r das Projekt unterstützen. Daher: YouTube-Kanal abonnieren, Glocke aktivieren und keinen Stream verpassen. Die bisherigen Folgen sind weiter verfügbar.

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Klassische Klänge und Electro Beats

KULTURSTROM bringt Abwechslung ans Rhein-Nahe-Eck. Klassische Klänge und Electro Beats. Die Elisenhöhe wird zur Naturbühne. Der Burgturm zur Location. Wöchentlich werden die neuen Folgen online gestreamt. Lokale und überregionale Künstler:innen bekommen eine digitale Bühne. Bereits mit dabei waren: Menna Mulugeta und der GenussGarten.

Nina Dullecks Kinderlesung im Alten Kran. Rheinromantik im Museum am Strom. Back at Mama’s auf der Dachterrasse des Papa Rhein. Shira Majoni in der Villa Sachsen. Poetry Slam in der Steckeschlääferklamm. Quadro Nuevo mit MARE im rheinhessischen Rebenmeer. Bis zum Sommer sind 13 Folgen geplant.

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Rheinland-Pfalz startet mit weiteren Öffnungsschritten in den Sommermonat Juni

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Malu Dreyer
Malu Dreyer

Rheinland-Pfalz kann aufgrund der anhaltend niedrigen Infektionszahlen umfangreichere Öffnungsschritte gehen als geplant. Das hat der Ministerrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen. „Diese guten Entwicklungen haben wir vor allem dem sehr umsichtigen und disziplinierten Verhalten der Menschen in Rheinland-Pfalz zu verdanken. Die sich jetzt bietende Öffnungsperspektive ist zuallererst ein Erfolg der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen.“

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Konsequentes Testen und Impfungen

„Der zügige Fortschritt bei den Impfungen, konsequentes Testen und vorsichtige Öffnungsschritte in der Vergangenheit haben ebenfalls zu den positiven Entwicklungen beigetragen. Da in den vergangenen Tagen die Inzidenzen in Rheinland-Pfalz signifikant gesunken sind, können wir diesen Weg weiter mit Vorsicht, aber auch mit Zuversicht voranschreiten. Wir alle können uns nun auf bessere Tage freuen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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Echte Perspektiven

Auch wenn das Virus noch nicht besiegt sei, so gebe es jetzt echte Perspektiven, so Dreyer. „Die harte Arbeit und Kraftanstrengungen tragen Früchte. Mit unserer ausgewogenen Balance zwischen dem Möglichen und dem Nötigen haben wir allein die Dynamik dieser Pandemie entscheidend beeinflussen und abmildern können. Wir können uns auf den Sommer freuen, auch wenn noch nicht alles uneingeschränkt möglich sein wird“, betonte die Ministerpräsidentin.

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Änderungen ab 2. Juni 2021 in Rheinland-Pfalz

Kontaktbeschränkung fünf Personen aus fünf Hausständen zzgl. Kinder bis einschl. 14 und Geimpfte/Genesene

Grundsätzlich entfällt bei Außenaktivitäten die Testpflicht bei möglichst digitaler Kontakterfassung.

In der Gastronomie: Auch bei Inzidenz zwischen 50 und 100 im Innenbereich geöffnet; Wegfall der Testpflicht im Freien, Möglichkeit der Abholung von Speisen/Getränken an der Theke

Öffnung von Freizeiteinrichtungen (z.B. Minigolfplätze) und Freizeitparks im Freien (mit Maske, wo immer möglich sowie Kontakterfassung; zusätzlich Vorausbuchungspflicht im Freizeitpark)

Im Sport: Bei Inzidenz unter 100: Training (inklusive Kontaktsport) im Freien in der 10er Gruppe mit Trainer plus Geimpfte und Genesene, für Kinder bis 14 Jahre auch Kontaktsport draußen mit bis zu 25 Kindern,

bei Inzidenz unter 50: Training inklusive Kontaktsport im Freien mit 20 Personen nebst Trainer plus Geimpfte und Genesene, innen mit zehn Personen (kontaktfrei und mit Trainer plus Geimpfte und Genesene) und 25 Kinder mit Kontakt auch innen;

Zuschauerinnen und Zuschauer beim Sport: bei Inzidenz unter 50 250 (statt 100) Zuschauerinnen und Zuschauer im Außenbereich möglich;

Öffnung der Freibäder und Badeseen mit Kapazitätsbeschränkung auf 50 Prozent und weiteren Schutzmaßnahmen;

Saunen können öffnen mit Test und maximal 50 Prozent Belegung;

In den Hotels: Bewirtung der Gäste innen und außen, Frühstück auch als Buffet zulässig; Saunaöffnung zulässig, Wellnessangebote – auch Kosmetikanwendungen – und Hallenbadnutzung unter Auflagen für die Hotelgäste möglich im Rahmen der Kontaktbeschränkung.

In der Kirche: Gemeindegesang im Freien möglich, Musik/Gesang in der Kirche durch kleinere Ensembles möglich, Kommunion-/Konfirmations-/Firmunterricht zulässig

Im Bereich außerschulische Bildung jetzt Angebote mit einer Person pro angefangene 10 qm (statt 20), ebenso im Bereich des Musik- und Kunstunterricht; weitere Erleichterung für Musik- und Kunstunterricht für Kinder in Gruppen bis zu 25 Kindern

Kultureinrichtungen (Theater, Kino etc.) innen und im Freien für 100 Zuschauer und Zuschauerinnen, bei Inzidenz unter 50 sind im Freien 250 Zuschauerinnen und Zuschauer möglich;

Proben in der Laienkultur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen nebst Anleitungsperson, wobei Geimpfte und Genese nicht zählen, innen mit Testpflicht; im Freien mit bis zu zehn Personen nebst Anleitungsperson, wobei Geimpfte und Genese nicht zählen; Kinder draußen in Gruppen mit 25 Kindern;

Weitere mögliche Schritte Mitte Juni und Anfang Juli

Die Ministerpräsidentin stellte zudem weitere Öffnungsschritte in Aussicht: „Wenn sich diese positive Entwicklung fortsetzt, dann werden wir Mitte Juni und Anfang Juli weitere Perspektiven, insbesondere für private und öffentliche Veranstaltungen mit noch mehr teilnehmenden Menschen ermöglichen können. Darüber wird der Ministerrat in der kommenden Woche beraten. Die Brautpaare im Land beispielsweise verdienen es genauso wie die Veranstaltungsbranche, an den Öffnungsschritten im Sommer teilhaben zu können“, so Dreyer. Gleiches werde dann unter anderem auch für Kontaktsport, Fachmessen und Flohmärkte sowie Bus- und Schiffsreisen in Erwägung gezogen.

Gesundheitsminister Clemens Hoch hob den Fortschritt bei der Impfkampagne im Land hervor. So seien mittlerweile rund 20 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern vollständig geimpft. „Mit dieser Quote liegt Rheinland-Pfalz weiter über dem Bundesschnitt – insgesamt wurden mehr als 800.000 Zweitimpfungen durchgeführt. Hinzu kommen mehr als 1,65 Millionen Erstimpfungen“, sagte Hoch. Die guten Zahlen und das damit verbundene Abarbeiten der Priogruppen 1 und 2 führten dazu, dass sehr bald auch in der Priogruppe 3 mehr Tempo in die Terminvergabe kommen könne. „So sollen alle Personen über 60 Jahre, die sich vor dem 18. April registriert haben, bis Anfang nächster Woche einen Termin mitgeteilt bekommen“, erläuterte der Gesundheitsminister.

Bund bleibt in der Pflicht

„Klar ist leider, dass wir mit den zugesagten Impfstoffmengen nicht alle Personen der Priogruppe 3 bis zum 7. Juni mit einem Impfangebot versehen werden können“, sagte Hoch. „Der limitierende Faktor für Menge und Tempo der Impfungen ist der vom Bund gelieferte Impfstoff. Hier bleibt der Bund in der Pflicht, seine Ankündigungen in die Tat umzusetzen.“ Hoch legte daher erneut allen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern, die aktuell für eine Impfung priorisiert sind, nahe, die Möglichkeit zu nutzen, sich bis zum 7. Juni im Rahmen der Priorisierung zu registrieren. „Diese Registrierten werden dann auch nach dem 7. Juni ihren Impftermin prioritär gegenüber den Personen erhalten, die sich erst nach dem 7. Juni registriert haben“, sagte Hoch. In Rheinland-Pfalz bleibe der Platz im Wartepool bei Aufhebung der Priorisierung durch den Bund gesichert. Zugleich erläuterte Hoch, dass der im Juni gelieferte Impfstoff zu 2/3 an die niedergelassenen Ärzte und die Betriebsärzte gehe. Dort sei die Wahrscheinlichkeit einen Termin zu bekommen also höher als beim Land.

Impfung von Kindern und Jugendlichen

Mit Blick auf die noch ausstehende Empfehlung der Stiko zu den Impfungen von Jugendlichen über 12 Jahren erläuterte Hoch erneut die angedachte Impfstrategie des Landes für diese Gruppe. „Eine Registrierung über die Impfzentren wird ab dem 7. Juni nur möglich sein, wenn eine Empfehlung der Stiko bis dahin mit dem nötigen zeitlichen Vorlauf vorliegt und diese Empfehlung uneingeschränkt ist. Sollte die Stiko die Impfungen nur bei speziellen Indikationen empfehlen, setzen wir in Absprache mit der Ärzteschaft auf Impfungen grundsätzlich über die Haus-, Kinder- und Jugendärzte, die die Kinder oftmals schon über Jahre kennen“, sagte Hoch. Lediglich bei Bedarf könnte es darüber hinaus dann Sondertermine bei den Impfzentren geben.

Aktionsprogramms Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche

Der Ministerrat hat darüber hinaus in seiner Sitzung das Ministerium für Bildung und das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration gebeten, gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, dem Ministerium des Innern und für Sport, dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten bis zur Sitzung des Ministerrats am 8. Juni 2021 eine Konzeption für konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des „Aktionsprogramms Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ in Rheinland-Pfalz vorzulegen.

„Die Corona-Pandemie hat in den zurückliegenden Monaten in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen Einschränkungen erforderlich gemacht, von denen gerade auch Kinder, Jugendliche und Familien betroffen sind. Unter den Folgen der Pandemie leiden diejenigen jungen Menschen, die schon zuvor sozial benachteiligt waren, noch einmal besonders stark“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Dabei würden in arbeitsmarktpolitischer Hinsicht die Folgen für die jüngeren Jahrgänge vielfach erst in einigen Jahren sichtbar werden. Das Aktionsprogramm sei ein wichtiger Baustein, weil es bereits bei den jüngeren Jugendlichen sowie bei Kindern und damit frühzeitig präventiv ansetze, so die Ministerpräsidentin.

Zusätzliche Chancen für Kinder und Jugendliche eröffnen

Der Bund und die Länder haben im Rahmen des „Aktionsprogramms Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ das gemeinsame Ziel, möglichen Belastungen für die Bildungsbiografie und für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen entgegenzutreten und allen Schülern und Schülerinnen zusätzliche Zukunftschancen zu eröffnen. Die Vereinbarung des Bundes und der Länder sieht unter anderem vor, dass jedes Land Übersichten erstellt, in denen dargestellt wird, für welche konkreten Zwecke die vom Bund zusätzlich zur Verfügung gestellten Mittel verwendet werden sollen und welche Ausgaben es dafür eingeplant hat. Über die Details wird die Landesregierung in der kommenden Woche in einer Pressekonferenz informieren.

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Erleichterungen bei der Maskenpflicht in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

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Rheinland-Pfalz. Die „Landesverordnung zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Einrichtungen der Eingliederungshilfe nach den §§4 und 5 des Landesgesetzes über Wohnformen und Teilhabe sowie in Wohnangeboten über Tag und Nacht für minderjährige Menschen mit Behinderungen“ sowie die „Zweite Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung über den Betrieb anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen und anderer Angebote für Menschen mit Behinderungen“ wurde verkündet.

So sind Erleichterungen beim Tragen von Masken und Abstandsregelungen möglich

Gegenstand der „Landesverordnung zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Einrichtungen der Eingliederungshilfe nach den §§4 und 5 des Landesgesetzes über Wohnformen und Teilhabe sowie in Wohnangeboten über Tag und Nacht für minderjährige Menschen mit Behinderungen“ sind Änderungen im Anwendungsbereich So werden selbständige kleine Einrichtungsformen nach § 4 LWTG mit nicht mehr als 16 Plätzen zu den Einrichtungen nach § 5 LWTG gezählt, wenn sie weitere folgende Kriterien erfüllen: die Einrichtungen müssen eigenständig organisiert sein und ein ausgelagertes von der Haupteinrichtung räumlich getrenntes Wohnangebot haben. So sind Erleichterungen beim Tragen von Masken und Abstandsregelungen möglich.

Auch können aufgrund der steigenden Immunisierungsrate in der Eingliederungshilfe die Besuchsregelungen an die allgemeinen Regelungen aus der einundzwanzigsten Coronabekämpfungsverordnung angepasst werden. Es gilt nunmehr auch in Einrichtungen der Eingliederungshilfe das, was für jeden anderen Haushalt im Land Rheinland-Pfalz gilt. Die regelmäßigen Testungen insbesondere der Mitarbeiter wurden den neuen Gegebenheiten ebenfalls angepasst. Die neue Verordnung tritt heute am 31. Mai 2021 in Kraft und mit Ablauf des 30. Juni 2021 außer Kraft.

Die „Zweite Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung über den Betrieb anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen und anderer Angebote für Menschen mit Behinderungen“ sieht die Aufhebung der begrenzten Anzahl von Begleitpersonen bei dem Besuch der Sozialpädiatrischen Zentren und der angeschlossenen Frühförderstellen vor. Bisher war die Begleitung auf eine Person begrenzt. In bestimmten Situationen ist jedoch aus medizinischer Sicht die Anwesenheit weiterer Personen wie z. B. der eines Dolmetschers oder einer Dolmetscherin notwendig. Im Falle einer therapeutischen Notwendigkeit können zukünftig neben der Begleitperson weitere Personen anwesend sein. Die Verordnung ist am 30. Mai 2021 in Kraft getreten.

LKW-Fahrer stark alkoholisiert auf der Autobahn A61 unterwegs

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Polizei1
Polizei1

Am Samstagabend (29. Mai 2021) wurde gegen 18:50 Uhr der Autobahnpolizei Gau-Bickelheim ein Lastwagen mit slowakischem Kennzeichen gemeldet, welcher auf der Autobahn A61 in Fahrtrichtung Ludwigshafen in Schlangenlinien fahre würde.

Über 2 Promille beim Atemalkoholtest

Gemeinsam mit der Polizei Alzey konnten die Autobahnpolizisten den Trucker auf dem Rasthof Wonnegau-West einer Verkehrskontrolle unterziehen. Da der männliche, slowakische Fahrer augenscheinlich Schwierigkeiten hatte sein Fahrerhaus zu verlassen und das Gleichgewicht zu halten, wurde ihm ein freiwilliger Atemalkoholtest angeboten. Dieser ergab einen Wert von 2,38 Promille.

Der Fahrer wurde für weitere Maßnahmen auf die Autobahnpolizeistation Gau-Bickelheim verbracht. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen, der Führerschein und die Fahrzeugschlüssel wurden durch die Beamten sichergestellt. Den Fahrer erwartet nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Italienische Opernacht in Oppenheim erneut verschoben

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Die Stadt Oppenheim verschiebt die für den 26. Juni 2021 geplante „Italienische Opernnacht“ auf dem Marktplatz coronabedingt ins kommende Jahr.

Veranstaltung mit mehr als 200 Besuchern

Das ist das einmütige Ergebnis von Abstimmungen mit Familie Fritsch vom Veranstalter „Opera Consulting“. „Die aktuellen Zahlen und Entwicklungen im Land und im Kreis lassen aufatmen und sehr positiv in die Zukunft schauen, jedoch schien uns die Frage nach einer Veranstaltung mit mehr als 200 Zuschauern auf dem Marktplatz Ende Juni noch mit zu vielen Fragzeichen versehen.

Auf Nummer sicher gehen

Daher gehen wir auf Nummer sicher und freuen uns auf eine erneute Kooperation in 2022“, so die zuständige Beigeordnete Susanne Pohl mit Hinblick auf die bereits absolvierten Gala-Events mit „Opera Consulting“ in den vergangenen Jahren auf dem Marktplatz und in der Burgruine „Landskron“.

Neuer Termin im Juni 2022

Nach Absprache wird die erneut verschobene Veranstaltung am Samstag, 25. Juni 2022, auf dem Marktplatz nachgeholt. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wer zum angegebenen Termin nicht kann, wendet sich an die jeweilige Vorverkaufsstelle, bei der die Tickets gekauft wurden:

Urlaub in Malta: Der Geheimtipp für den Sommer 2021?

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Valetta Malta
Valetta Malta

Marvin Aloys. Im Juni möchte Malta die Grenzen öffnen und Touristen auf die Insel locken. Ein Party-Sommer, keine Maskenpflicht an den Stränden, geöffnete Bars und Restaurants – mit einem verlockenden Programm erweckt Malta für Touristen die Sehnsucht nach einem sorglosen Urlaub. Doch lebt die Partyszene auf Malta tatsächlich wieder auf? Marvin Aloys ist DJ und Musiker, seit einiger Zeit ist er nun gerade auf der Insel um als DJ diverse Gigs zu performen. Er kennt die aktuelle Lage und weiß, welche verheißungsvollen Prognosen Malta diesen Sommer für Touristen bereithält. Warum Marvin Aloys dem Sommer optimistisch entgegenblickt und wieso Malta gerade sein persönlicher Geheimtipp ist, verrät Marvin Aloys in diesem Artikel.

Malta is the new Ibiza

Bereits seit einigen Jahren entwickelt sich die Insel im Mittelmeer zur neuen DJ- und Party-Metropole, bezeichnete bereits 2016 ein Disco Magazin Malta als „das neue Ibiza“. Immer mehr Festivals mit renommierten Artists finden hier jährlich statt und der Tourismus steigt. Denn auf Malta trifft Kultur auf Party, alte Traditionen vermischen sich mit modernen Klängen. Der Charme der Altstadt schafft es, Touristen mit seiner Historie zu verzaubern, für partybegeisterte Gäste finden in traditionsgeladenen Lokalitäten neuartige Events statt. Die Insel zeigt enorme Bereitschaft und Bemühungen, sich den neuaufkommenden Möglichkeiten und stattfindenden Festivals anzunehmen, um hier für die Musikkultur ein neues Zuhause zu schaffen. So plant der legendäre Beach Club Ibizas BoraBora im nächsten Jahr ein neues Resort auf Malta zu eröffnen, um auch hier Liebhaber der Partykultur abholen zu können.

Kultur zum Entspannen

Doch auch für all jene, denen Urlaub auf Ibiza oder Mallorca in den letzten Jahren zu turbulent war, bietet Malta eine echte Alternative. Insbesondere in Valletta, der Hauptstadt von Malta, laden kleine Gassen und unzählige Restaurants und Bars zum Verweilen, Genießen und Entspannen ein. Die perfekte Auszeit nach einer Partynacht finden Urlauber genau hier, wo sie außerdem die beeindruckende Architektur der Insel bestaunen können. Während auf anderen Touristen-Hotspots jährlich riesengroße Events veranstaltet werden und tausende von Touristen auf die Insel strömen, punktet Malta hier mit Ruhe und Gelassenheit. Auch für Urlauber, die sich an Mallorca und Ibiza sattgesehen haben, deren Strände, Clubs und Restaurants bereits auswendig kennen, bietet Malta eine echte Alternative. Die Insel hält ein modernes Programm gepaart mit kulturellen Highlights parat, sodass jeder hier auf seine Kosten kommen kann.

Sicherheit während der Pandemie

Auch wenn ein Urlaub im Sommer 2021, der nicht im Schatten der Pandemie steht, fast unmöglich erscheint, schafft es Malta als erstes EU-Land die Herdenimmunität zu erreichen und kann Lockerungen und Schritte in Richtung Normalität wagen. Aktuell haben 70% der erwachsenen Bevölkerung mindestens eine Impfdosis bereits erhalten, Sicherheitsvorkehrungen und Achtsamkeit bleiben dennoch bestehen, um die Kontrolle über die Situation bewahren zu können und keine Fehler zu begehen. Mit sinkenden Zahlen und steigenden Temperaturen möchte die Regierung ab 1. Juni die Maskenpflicht an Stränden aufheben, damit einem entspannten Tag am Strand nichts mehr im Wege steht. Eine sichere Infrastruktur und gute Prognosen, die eine Post-Pandemic-Party diesen Sommer wohl möglich machen werden. Tanzen bis in die Morgenstunden, Umarmen wenn der Beat droppt – auf Malta kann es eventuell wieder machbar sein.

Malta verwandelt sich zunehmend zu einer Musical Island, die auf den besten Weg dahin ist, die legendäre Geschichte Ibizas für sich neu zu schreiben. Wer auf der Suche nach Alternativen zu Mallorca, Ibiza und Co ist, wird auf Malta nicht enttäuscht werden. Italienische Restaurants, vielversprechende Events und neue Strände warten auf ihre Besucher – ein Paradies für Raver und Genießer. Malta, ein bislang unentdeckter Juwel des Mittelmeers. Denn Malta is the new Ibiza!

Über den Autor:

Urlaub in malta: der geheimtipp für den sommer 2021?Marvin Aloys ist gebürtiger Tiroler, DJ und Produzent sowie Geschäftsführer seiner Agentur Addicted Media. Als Enkel des Pacha-Gründers in Ischgl wurde Aloys selbst mit der Party-Kultur groß und fasste bereits früh Fuß im alpinen und internationalen Nachtleben. Um die Musikszene unkonventioneller zu gestalten, tritt Marvin Aloys selbst als Veranstalter und DJ von House-Partys in den angesagten Clubs und Bars auf. Derzeit befindet sich Marvin Aloys auf Malta, wo er Gigs spielt und an neuer Musik arbeitet.

7-köpfige Familie aus Bad Schwalbach verzweifelt wegen Zwangsvollstreckung

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Bettina H. ist in Privatinsolvenz und hat seit Jahren Probleme mit ihrer Insolvenzverwalterin. Diese hat das Auto ihres Mannes zwangsvollstreckt, sodass die beiden samt der fünf gemeinsamen Kinder seit rund zwei Jahren ohne Auto dastehen. Nun droht der endgültige Verlust des Familienfahrzeugs. BYC-News sprach mit Bettina H. darüber.

Bettina H. lebte kurze Zeit auf der Straße

Die 47 Jahre alte Bettina H. und ihr Mann Uwe wohnen mit ihren fünf gemeinsamen Kindern in Bad Schwalbach. Sie war zuvor schon einmal verheiratet und hat aus erster Ehe noch vier weitere Kinder, die allerdings bereits ausgezogen sind und nicht mehr zuhause leben.

Bettina H. erklärt: „Ich war schon mal verheiratet und habe aus dieser ersten Ehe bereits große Schulden durch den Hausbau und andere Dinge, die mein Mann verbockt hat. Nach der Scheidung von meinem damaligen Mann habe ich ein dreiviertel Jahr auf der Straße gelebt und habe dann meinen jetzigen Mann, Uwe H., kennengelernt. Im Jahr 2005 haben wir dann geheiratet.“

Privatinsolvenz wegen hoher Schulden

Im Jahr 2010 und den folgenden Jahren verstarben dann einige Verwandte von Bettina H. In diesem Zuge erfuhr sie, dass man auch Schulden vererben kann. Sie entschied daher, dass sie ihren Kindern später mal keine Schulden vererben möchte und hat sich mit Schuldnerberatern unterhalten. Sie entschloss sich schließlich dazu, in Privatinsolvenz zu gehen. „Mir wurde damals von dem Schuldenberater bereits gesagt, dass das kein Problem sei und jedem bewusst sei, dass ich ohne Ausbildung und als Mutter von insgesamt neun Kindern nie in der Lage sein werde, die Schulden in Höhe von rund 200.000 Euro zurückzuzahlen.“ Allerdings musste der Schuldenberater den Gläubigern trotzdem ein Angebot machen. Da dieses anhand des Vermögens und des Einkommens von Bettina H. errechnet wurde, fiel das Angebot entsprechend gering aus und die Gläubiger lehnten das Angebot wie erwartet ab. Ende 2017 sei dann das Insolvenzverfahren eröffnet worden. „Nachdem ich die ganzen Unterlagen ausgefüllt hatte, war das Ganze für mich auch erstmal erledigt“, sagt Bettina H.



Termin mit der Insolvenzverwalterin

„Ich hatte dann kurze Zeit später ein Termin mit der Insolvenzverwalterin in Wiesbaden. Zu diesem Termin hatte mein Mann mich mit seinem Auto, dem Opel Vivaro, gefahren. Die Kinder und mein Mann haben draußen in dem Auto auf mich gewartet. Während dem Gespräch hat die Insolvenzverwalterin immer wieder aus dem Fenster geschaut und mich sehr viel über das Auto gefragt. Ich habe ihr dann erklärt, dass es das Auto meines Mannes sei. Die sagte dann, dass sie die Unterlagen von dem Auto bräuchte nur um sicher zu gehen, dass es wirklich das Auto meines Mannes sei. Ich habe ihr die Unterlagen dann zukommen lassen. Anfang 2018 kam dann ein Brief der Insolvenzverwalterin. Darin stand, dass in den Unterlagen eindeutig ersichtlich sei, dass ich Eigentümerin des Fahrzeuges sei. Ich wurde in dem Brief also aufgefordert, umgehend die Schlüssel und die Papiere von dem Fahrzeug an sie zu übergeben. Ich war zunächst total perplex und habe erstmal die Unterlagen vom Auto raus gesucht. Da habe ich zum ersten mal gesehen, dass auf dem Kaufvertrag tatsächlich mein Name steht. Das war uns all die Jahre nicht aufgefallen, zumal mein Mann den Vertrag unterschrieben hat, das Auto bar bezahlt hat und es auch an ihn übergeben wurde. Er hat das Auto auch zugelassen“, sagte Bettina H.

Sie und ihr Mann hätten dann versucht genau das der Insolvenzverwalterin zu erklären. Gleichzeitig hätten sie eine Anwältin bezüglich dieser Angelegenheit kontaktiert. Diese hätte ihnen mitgeteilt, dass es darauf ankäme, wer im Kaufvertrag stünde, wer diesen unterschrieben hat und wem das Auto ausgehändigt wurde vom Autohaus.

Uwe und Bettina H. benötigen das Auto dringend

„Wir haben das dann der Insolvenzverwalterin mitgeteilt und haben ihr auch gesagt, dass mein Mann das Auto zwingend für seine Arbeit braucht. Denn ein eigenes Auto war Voraussetzung für den Job. Er arbeitete zu dem für ein Krankentransportunternehmen, das Patienten von A nach B gefahren hat. Mein Mann musste mit seinem eigenen Auto immer zu den entsprechenden Standorten der unterschiedlichen Krankentransportfahrzeuge fahren. Dass das Auto benötigt wird, hatten wir von dem Chef auch schriftlich“, sagte Bettina H.

Auch sie benötige das Fahrzeug, da sie immer mal wieder an einem Verkaufsstand für Spargel und Kirschen arbeitet und das Fahrzeug für den Transport der Ware benötigt. Dieser Tätigkeit geht Bettina H. meist von April bis August nach.

„Ich hatte das Auto nur reserviert“

Bettina H. erklärt, wie es dazu kam, dass ihr Name auf dem Kaufvertrag steht: „Ich war damals im Jahr 2014 in Mainz eine Freundin besuchen. Zu dem Zeitpunkt war mein Mann auf der Suche nach einem Auto, weil sein damaliges Auto kaputt war. Ein Autohaus in der Nähe meiner Freundin hatte zu diesem Zeitpunkt eine Sonderaktion. Weil ich sowieso in der Nähe war, fuhr ich hin und habe mich erkundigt, ob es auch große Autos dort gibt, schließlich muss auch mal die ganze Familie in das Auto passen. Vor Ort habe ich dann den Opel Vivaro gesehen. Man hat mir angeboten, dass ich das Auto reservieren kann für maximal zwei Wochen, sodass mein Mann Zeit hat vorbei zu fahren und sich das Auto anzuschauen. Ich habe daraufhin zwei Autos reserviert, damit mein Mann sich die beiden Fahrzeuge, es waren beides Opel Vivaros, anschauen kann. Für die Reservierung musste ich natürlich meine Daten hinterlegen. Mein Mann fuhr dann hin und kaufte schließlich das Auto für rund 25.000 Euro. Wir wussten aber nicht, dass alle weiteren Papiere auf meinen Namen ausgestellt wurden, weil ich zu Beginn das Auto für meinen Mann habe reservieren lassen. Leider haben wir da auch nicht drauf geachtet, der Verkäufer des Autohauses aber auch nicht. Aufgefallen ist uns das wie gesagt erst, als der Brief der Insolvenzverwalterin kam“, so Bettina H.

Zwangsvollstreckung des Autos

Das ganze habe sich dann hingezogen bis 2019. In diesem Zeitraum habe die Insolvenzverwalterin ihr immer wieder Fristen gesetzt und ihr angedroht das Auto zwangszuvollstrecken. „Weil unsere Anwältin uns aber gesagt hatte, dass die Insolvenzverwalterin das eigentlich gar nicht darf, haben wir den Schlüssel und die Papiere natürlich trotz Aufforderung nicht heraus gegeben“, so Bettina H. Im April 2019 habe dann eine Gerichtsvollzieherin vor der Tür gestanden und sie zur Herausgabe der Schlüssel und der Papiere aufgefordert. „Ich erklärte ihr dann, dass ich nichts herausgebe, was mir nicht gehört und mein Mann auch gerade unterwegs sei und den Autoschlüssel dabei habe. Sie hatte das Abschleppunternehmen allerdings direkt dabei die dann das Auto auch aufgeladen haben. Ich habe sie gefragt was mit unseren persönlichen Sachen im Fahrzeug sei, woraufhin sie mir sagte, dass man das zu einem späteren Zeitpunkt klären könnte. Dann sind sie gefahren und haben das Auto meines Mannes mitgenommen“, so Bettina H.

Termine beim Amtsgericht und beim Insolvenzgericht

Bettina und Uwe H. seien dann umgehend zum Amtsgericht in Bad Schwalbach gegangen, um sich dort zu erkundigen. Dort habe man ihnen erklärt, dass sie eine sogenannte Erinnerung, quasi ein Widerspruch, gegen die Zwangsvollstreckung einlegen können. Das haben sie dann auch getan, sagte Bettina H.

„Wir haben dann gleichzeitig auch noch beim Insolvenzgericht in Wiesbaden angefragt, weil die zuvor das ganze Hin und Her mit der Insolvenzverwalterin mitbekommen hatten. Das Insolvenzgericht hat uns dann aber schriftlich mitgeteilt, dass sie dafür nicht zuständig sind. Sie teilten mir mit, dass ich mich an das Amtsgericht wenden soll. Das hatte ich ja bereits getan.“, erzählt Bettina H. weiter.

Kurz darauf habe das Amtsgericht entschieden und ihr den Beschluss zukommen lassen. Darin stünde eindeutig, dass das Fahrzeug unabhängig vom Eigentümer nicht hätte gepfändet werden dürfen, weil es für berufliche Zwecke benötigt wird. Die Insolvenzverwalterin habe allerdings gegen diesen Beschluss vom Amtsgericht Widerspruch eingelegt mit der Begründung, dass das Amtsgericht dafür gar nicht zuständig sei, sondern das Insolvenzgericht in Wiesbaden.

„Ich dachte erst ich sei im falschen Film, habe dann aber genau das Gleiche, was ich beim Amtsgericht abgegeben habe auch nochmal beim Insolvenzgericht abgegeben. Die haben sich mit der Bearbeitung aber wochenlang Zeit gelassen.“, sagte Bettina H.

Uwe H. verlor seinen Job

„In der Zwischenzeit während das Insolvenzgericht sich mit der Bearbeitung Zeit ließ, hatte dann auch der Chef meines Mannes genug. Nachdem das Auto  zwangsvollstreckt wurde, war sein Chef wirklich noch mehrere Monate geduldig und hat ihn immer abholen und fahren lassen. Aber nach ein paar Monaten war es ihm dann natürlich auch zu viel sodass er meinem Mann die fristlose Kündigung ausgesprochen hat“, sagte Bettina H.

Beschluss des Insolvenzgerichts

Nachdem der Job ihres Mannes dann weg gewesen sei, habe das Insolvenzgericht den Beschluss gefasst. In diesem stünde drin, dass Uwe H. ja nun kein Auto mehr benötige, weil er ja auch keine Arbeit mehr habe. „Deshalb hatte das Insolvenzgericht die Klage dann abgewiesen. Das wirkte wirklich so als hätten die mich absichtlich erst zum falschen Gericht geschickt und dann so lange gewartet, bis mein Mann den Job verloren hat und die die Klage abweisen können“, sagt Bettina H.



Drittwiderspruchsklage von Uwe H.

Zeitgleich mit den Klagen soll Uwe H. auch noch eine separate Drittwiderspruchsklage eingereicht haben. Damit wollten sie nach eigenen Angaben beweisen, dass die Vollstreckung gar nicht erst hätte vollzogen werden dürfen. „Da hat mein Mann quasi geklagt, dass fälschlicherweise sein Auto abgeschleppt wurde. Bei der Klage hieß es dann aber, dass mein Mann beweisen muss, dass er das Auto tatsächlich damals für sich gekauft hat. Aber wie will man das denn nach so vielen Jahren noch beweisen außer mit den Papieren die wir haben. Er hatte das Fahrzeug auch von Erspartem Bar bezahlt, sodass es keine Kontoauszüge darüber gibt“, erklärt H.

Der Verkäufer will sich nicht erinnern

Die Familie habe dann auch den Verkäufer ausfindig gemacht, der Uwe H. damals das Auto verkauft hatte. Gegenüber Bettina H. soll er zunächst angegeben haben, sich noch an die Familie erinnern zu können. „Ich fragte ihn, ob er das Ganze schriftlich an das Gericht schicken würde und bezeugen würde, dass er das Auto meinem Mann verkauft hat. Er meinte aber er will sich da nicht festnageln lassen und würde das nur machen, wenn das Gericht ihn dazu auffordert. Ich denke das hängt damit zusammen, dass es ja auch ein Fehler von ihm als Verkäufer war damals nicht darauf zu achten, welcher Name im Kaufvertrag drin steht“, erklärt Bettina H. Sie haben den Verkäufer dann beim Gericht als Zeuge benannt, woraufhin das Gericht eine Aussage bei ihm anforderte. Darin soll er allerdings ausgesagt haben, sich nicht an die Familie erinnern zu können und daher auch nichts zur Klärung des Sachverhalts beitragen zu können.

Angst das Auto endgültig zu verlieren

Nun sei in der vergangenen Woche ein Schreiben der Insolvenzverwalterin bei Familie H. eingetroffen, in der Uwe H. letztmalig dazu aufgefordert wird, die Schlüssel und Papiere des Fahrzeugs heraus zu geben. „Sollte das nicht erfolgen, dann würde sie auf seine Kosten neue Fahrzeugpapiere und Schlüssel anfertigen lassen und ihn zusätzlich noch wegen Unterlassung verklagen. Wir haben uns jetzt eben Gedanken, dass das Auto endgültig verloren ist, wenn wir die Papiere und Schlüssel aushändigen. Ich gehe in der Zwischenzeit stark davon aus, dass die Kosten für die Abschleppmaßnahmen und die Unterbringung für zwei Jahre höher sind als der Wert des Autos“, sagt Bettina H. abschließend.

Eine Anfrage bei der Insolvenzverwalterin wurde von der Redaktion gestellt. Wir berichten weiter.

Innenminister Roger Lewentz: Extremisten attackieren Impfkampagne für Kinder

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Innenminister Lewentz warnt vor demokratiefeindlichen Extremisten, die aktuell verstärkt versuchen, Stimmung gegen die Corona-Impfkampagne zu machen. Dabei stehe die Impfung von Kindern und Jugendlichen besonders im Fokus, seit sich Bund und Länder darauf verständigt haben, dass mit dem Ende der Impfpriorisierung am 7. Juni auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geimpft werden können.

Haltlose Bedrohungsszenarien heraufbeschworen

„Wir beobachten, dass vor allem in den sozialen Medien rund um das Thema haltlose Bedrohungsszenarien heraufbeschworen und Verschwörungstheorien verbreitet werden“, so Lewentz. Das von Hetze und Lüge geprägte Vorgehen der Extremisten ziele in erster Linie darauf ab, Ängste und Misstrauen in der Bevölkerung und gerade bei Eltern zu schüren. Extremisten wollten in dem Zusammenhang verunsichern, aufwiegeln und einen Keil zwischen Staat und Gesellschaft treiben. „Dieses unverantwortliche Handeln torpediert nicht nur die Bemühungen zur Eindämmung der Pandemie, es diskreditiert auch das aufopferungsvolle Wirken der vielen Menschen im Gesundheitswesen“, mahnt Lewentz.

Abstruse Verschwörungstheorien sowie antisemitische Narrative

Bezeichnend für die verbalen Attacken seien die Wortwahl und die Anknüpfung an abstruse Verschwörungstheorien sowie antisemitische Narrative. So werde das demokratische System in Deutschland mit einem Schreckensregime gleichgesetzt, die Hinrichtung aller derzeit politisch Verantwortlichen gefordert oder auf die demokratiefeindliche, antisemitische Verschwörungstheorie „QAnon“ Bezug genommen. Das Impfen von Kindern werde mit einem „Genozid-Versuch“ gleichgesetzt, Pharmaunternehmen als „Judenkonzerne“ diffamiert.

„Diesem ebenso haltlosen wie in höchstem Maße verwerflichen Treiben werden wir entschieden begegnen. Der Verfassungsschutz behält das Geschehen weiter mit Schwerpunkt im Blick“, betonte Lewentz. Rechtsverstöße würden mit Nachdruck verfolgt.

 

Radfahrerin bei Unfall in Oppenheim schwer verletzt

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Bei einem schweren Unfall am späten gestrigen Montagnachmittag (31.05.2021), wurde in Oppenheim eine 63-jährie Radfahrerin saus Eimsheim schwer verletzt.

Die 63-jährige Fahrradfahrerin befuhr gegen 17:30 Uhr die Straße „In den Weingärten“ aus Richtung des Kauflands kommend in Fahrtrichtung Rheinstraße. Währenddessen befährt eine 76-jährige PKW-Fahrerin aus Oppenheim die Straße „Im Herrenweiher“ aus Richtung Stadtbad kommend. An der Kreuzung „In den Weingärten /Im Herrenweiher missachtet die Radfahrerin die Vorfahrt, sodass es im Kreuzungsbereich zur Kollision kommt.

Hierdurch wird die Radfahrerin schwerverletzt und in ein Krankenhaus verbracht. Der zwischenzeitlich auf der B9 gelandete Hubschrauber kommt nicht zum Einsatz.

Neue Lockerungen im Landkreis Mainz-Bingen erwartet

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Ingelheim bei Nacht 2
Ingelheim bei Nacht 2

Am letzten Tag im Mai lag die Inzidenz im Landkreis Mainz-Bingen den fünften Werktag in Folge unter der Marke von 50. Damit wird es ab dem übernächsten Tag, also ab Mittwoch, 2. Juni, weitere Lockerungen der Corona-Regeln geben. Am gleichen Tag tritt die neue Corona-Bekämpfungsverordnung (CoBeLVo) in Kraft. Sie wird neue Lockerungen enthalten, die bei einem Inzidenzwert von unter 100 gelten und dabei auch die Lockerungen für Landkreise und kreisfreie Städte mit einem Wert von unter 50 anpassen. Details zu den kompletten Lockerungen, die ab Mittwoch im Landkreis eintreten, sind deshalb erst nach deren Veröffentlichung absehbar.

Noch gibt es keine Regelungen vom Bundesland Rheinland-Pfalz

Der Landkreis wird informieren, sobald das Land hierfür eine belastbare Grundlage vorgelegt hat. Bis dahin verweisen wir auf die Pressemitteilung des Landes vom 27. Mai 2021, wo es unter anderem heißt:

„Die Ministerpräsidentin beabsichtigt vor diesem Hintergrund, dem Ministerrat für Regionen, in denen die Bundesnotbremse nicht gilt, mit einer Geltung ab kommendem Mittwoch vorzuschlagen:

  • Kontaktbeschränkung lockern auf einheitlich 5 Personen unabhängig von der Anzahl der Haushalte. Kinder bis 14 zählen weiterhin nicht mit
  • Keine Testpflicht mehr beim Besuch der Außengastronomie bei möglichst umfassender digitaler Kontaktnachverfolgung
  • Öffnung von Innengastronomie und Kulturveranstaltungen im Innenbereich mit bis zu 100 Personen sowie Kulturveranstaltungen im Außenbereich mit größerer Personenzahl und Öffnung der Freibäder“

Trotz dickem Fell – Gerade jetzt im Frühsommer haben auch Hunde Hautprobleme

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Hund Allergie
Hund Allergie

Ursachen und Symptome sind vielfältig, die Suche nach den Auslösern und nach Behandlungsmöglichkeiten gestaltet sich oft langwierig. Die Beobachtungsgabe des Tierhalters ist dabei ganz besonders gefragt.

Vielfältige Ursachen für Hauterkrankungen

Die Haut ist das größte Organ des Hundes und nimmt zwischen 12 bis 24 Prozent der gesamten Körpermasse ein. Hauterkrankungen können somit das Wohlbefinden und die Gesundheit des Tieres erheblich beeinträchtigen. Hauterkrankungen sind der zweithäufigste Grund für den Besuch einer Tierarztpraxis, die Ursachen sind vielfältig. Es können Stoffwechselstörungen dahinterstecken, Erkrankungen innerer Organe, hormonelle und sogar psychische Faktoren oder Infektionen. Sehr oft sind Allergien die Auslöser, etwa 10 Prozent aller Hunde leiden unter der fehlgeleiteten Reaktion des Immunsystems. Flohspeichel, Hausstaubmilben, Pollen oder Futterbestandteile können ursächlich für Allergien sein.

Unterschiedliche Symptome

Allergien äußern sich in den unterschiedlichsten Symptomen. Sie reichen von leichten Rötungen über Schuppenbildung bis hin zu Haarausfall. Oft zeigen die Tiere ein auffällig unruhiges Verhalten. Ein gemeinsames Symptom allergischer Hauterkrankungen ist der Juckreiz. Die Folge: Die Tiere lecken die juckenden Stellen und kratzen sich dort. Hierdurch können offene Wunden entstehen.

Beeinträchtigung der Lebensqualität

Eine Sonderform einer Allergie ist die Atopische Dermatitis (AD). Dabei geht man davon aus, dass die Barrierefunktion der Haut gestört ist. In Folge können Umweltallergene oder mikrobielle Substanzen in den Körper eindringen und dort krankmachende Reaktionen auslösen. Futterallergien können den Ausbruch einer Atopischen Dermatitis unterstützen. Auch wenn allergische Hauterkrankungen in der Regel nicht lebensbedrohlich sind, führen sie doch zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität von Hund und Besitzer.

Akut nässenden Dermatitis

Allergien können sich auch in sogenannten Hot Spots auf der Haut zeigen. Dabei handelt sich um eine punktuelle, oberflächliche Entzündung. Die meist runde Hautstelleist rot und heiß. Der Hund leidet zudem unter starkem Juckreiz oder Schmerzen. Oftmals sondert die Stelle auch ein Wundsekret ab. Man spricht dann von einer „akut nässenden Dermatitis“. Im Prinzip kann sich jede kleine Verletzung bei unzureichender Behandlung zu einem Hot Spot entwickeln. Am häufigsten führt eine Flohspeichelallergie zur Entwicklung eines Hot Spots. Auch eine Futterunverträglichkeit kann zu Juckreiz und Hot Spots führen. Durch intensives Lecken versucht der Hund den Juckreiz zu lindern, verschlimmert die Situation dadurch jedoch weiter. Keime und Schmutz gelangen in die offene Wunde und sorgen für stärkeren Juckreiz. Ein Teufelskreis.

Allergie in der Regel eine chronische, nicht heilbare Krankheit

Die Allergie ist in der Regel eine chronische, nicht heilbare Krankheit, egal was der Auslöser ist. Diagnose und Behandlung erfordern viel Beobachtung und Geduld. Vor der Behandlung müssen gemeinsam mit dem Tierarzt auslösende Faktoren identifiziert werden. Da Flohspeichelallergien häufig auftreten, empfiehlt es sich, mittels einer Flohprophylaxe diese Ursache auszuschließen. Die Futtermittelallergie scheint dagegen mit 10 bis 15 Prozent seltener die Ursache zu sein als angenommen. Haut- und Bluttests können weitere Hinweise liefern. Hilfreich ist ein Juckreiztagebuch, in dem Häufigkeit, Lokalisation, Maßnahmen und Anwendungen eingetragen werden.

Kontrolle des Juckreizes ist essenziell

Ziel ist es, die Allergieauslöser so weit wie möglich zu meiden. Die Kontrolle des Juckreizes ist essenziell, um weitere Schäden und Verletzungen durch übermäßiges Kratzen und Benagen zu vermeiden. Der Tierarzt kann hier geeignete Medikamente verschreiben. Es stehen darüber hinaus Pflegeprodukte zur lokalen Behandlung zur Verfügung, mit denen sich die Beschwerden eindämmen lassen.

Wohnhausbrand in Fürfeld – Ermittler gehen von Brandstiftung aus

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Feuerwehr Ausrüstung
Feuerwehr Ausrüstung

Am Samstagnachmittag (29.05.2021) kam es zu einem Gebäudebrand in Fürfeld. Im dortigen Neubaugebiet wurde durch den Brand ein Einfamilienhaus zerstört und ist unbewohnbar.

Gegen 16:00 Uhr wurden Nachbarn auf das Feuer aufmerksam und setzten einen Notruf ab. Von der Feuerwehr konnten mehrere Brandherde im Gebäude schnell unter Kontrolle gebracht werden. Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers nicht im Haus, für eine Katze kam jede Hilfe zu spät.

Während des Einsatzes ergaben sich erste Anhaltspunkte, die auf eine vorsätzliche Brandlegung hindeuteten. Der Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Mainz hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach, noch am Nachmittag die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung aufgenommen. Es besteht bereits ein erster Tatverdacht gegen eine Person. Weitere Informationen zu Tathergang und Motiv ist derzeit noch unklar und Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

Sechs Kilometer Spargelfeld in Ginsheim illegal abgeerntet

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Zeugenaufruf 1

Ein Spargelfeld im Bereich des Eichenwegs (Stadtteil Ginsheim) geriet in der Nacht zum Samstag (29. Mai 2021) in das Visier von bislang unbekannten Dieben. Die Langfinger entwendeten von dem Spargelfeld rund 300 Kilogramm Spargel. Die Gesamtlänge der abgeernteten Erdhügel beträgt hierbei rund sechs Kilometer. Der Spargel wurde „professionell“ gestochen und die entsprechenden Löcher anschließend wieder geschlossen. Der Schaden beläuft sich auf rund 3000 Euro.

Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Bischofsheim unter der Telefonnummer 06144/9666-0 zu melden.

Einsatzreicher Tag für die Feuerwehr der VG Rüdesheim an der Nahe

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Feuerwehr Ruedesheim am Rhein
Feuerwehr Ruedesheim am Rhein

Zwei Einsätze beschäftigten die Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Rüdesheim an der Nahe. Zur besten Krimi-Primetime am Sonntagabend rief die Leitstelle Bad Kreuznach die Wehren aus Niederhausen, Hüffelsheim und Waldböckelheim sowie die Besatzungen von Feuerwehreinsatzzentrale, Einsatzleitwagen und Gerätewagen-Messtechnik zu einem gemeldeten Gasgeruch nach Niederhausen an der Nahe.

Die Ursache konnte vor Ort durch die Niederhäuser Feuerwehr schnell erkundet werden. Das Überdruckventil eines Außentanks hatte ausgelöst. Durch Schließen des Ventils konnte das ausströmende Gas schnell abgestellt werden. In einem benachbarten Gebäude befand sich eine Mitarbeiterunterkunft. Einsatzleiter Jörn Trautmann veranlasste daher zur Sicherheit eine Messung durch die Gefahrgutstaffel aus Wallhausen. Ergebnis: keine Gefahr für die Bewohner und Einsatzende für die 32 Einsatzkräfte nach einer guten Dreiviertelstunde. Um den Gastank kümmert sich eine Fachfirma.

Zweiter Einsatz der Feuerwehr

Mit Muskelkraft, moderner Technik und Millimeterarbeit halfen Rettungsdienst und Feuerwehr einer erkrankten Person am Montagvormittag im Waldböckelheimer Waldweg. Die baulichen Gegebenheiten im Dachgeschoss ließen den Transport der Patientin durch das Treppenaus nicht zu. Die Besatzung eines Rettungswagens des Arbeiter-Samariter-Bundes bat deshalb die Feuerwehr mit der Drehleiter um Unterstützung. Die Einheiten aus Waldböckelheim und Bad Sobernheim sowie die Feuerwehreinsatzzentrale Rüdesheim rückten gegen neun Uhr aus. Vor Ort zeigte sich einmal mehr, wie beengt und verwinkelt die Straßen in manchen Ortskernen sind.

Das Positionieren der Drehleiter sowie das Manövrieren des Leiterparks zwischen Mauern, Stromleitungen und einer Straßenlaterne konnte durch den Drehleitermaschinisten mit großer Präzision gemeistert werden. Die Person wurde mit einem Tragetuch und Muskelkraft der Waldböckelheimer Wehrleute auf das Flachdach eines unmittelbar angrenzenden Gebäudes gebracht, dort auf eine Trage im Korb des Hubretters umgelagert und nach unten befördert. Die Helfer des ASB übernahmen den Transport in die Klinik. Nach ca. 90 Minuten war der Einsatz der sechzehn Einsatzkräfte unter der Leitung von Christian Burkard beendet.