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Mehrere verstümmelte Katzenbabys in Plastiktüten entsorgt

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Katzentuete kadaver
Katzentuete kadaver

Seit dem 2. Oktober 2021 wurden nahe der Gemeinde Ankum bei Osnabrück (Niedersachsen) in drei Fällen Kadaver von Katzenbabys gefunden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen.

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Die Tiere wurden in Maisfeldern entsorgt

Die verstümmelten Tiere waren jeweils in transparente Kunststofftüten verpackt und in Maisfeldern deponiert worden. Zwei Tüten wurden in Feldern am Loxter Ort aufgefunden, eine dritte am Windmühlenweg.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Straftaten im Bereich des Tierschutzgesetzes aufgenommen. Zeugen, die Angaben zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder aber zu den verwendeten Kunststofftüten machen kann wird gebeten, sich unter der Rufnummer 05462 – 962500 oder 05439 – 9690 bei der Polizei zu melden.

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Vermisste Jugendliche aus Mainz wohlbehalten zurück

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Vermisstensuche beendet
Vermisstensuche beendet

Update – 11. Oktober 2021: Die seit dem Samstag (9. Oktober 2021) vermisste Jugendliche Luna R. ist wohlbehalten zurück. Die Polizei bedankt sich für die Mithilfe bei der Suche nach der 16-Jährigen.


Erstmeldung vom9. Oktober 2021: Seit dem Samstagmorgen (09. Oktober 2021) wird die 16-jährige Luna R. aus der Landeshauptstadt Mainz vermisst. Wahrscheinlich ist die Vermisste mit ihrem schwarzen Fahrrad im Bereich Mainz unterwegs. Die Polizei bittet um Ihre Mithilfe.

Falls Sie die junge Frau gesehen haben oder ihren Aufenthaltsort kennen, wenden Sie sich bitte an die Notrufnummer 110, an den Kriminaldauerdienst Mainz (Tel.: 06131 653630) oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Warum wurde kein Bild veröffentlicht?

Einige Leser haben sich an unsere Redaktion gewandt und nachgefragt, warum kein Bild der Vermissten veröffentlicht wurde. Die Polizei teilte hierzu auf Anfrage von BYC-News mit, dass bei Vermisstenfällen immer Einzelfallentscheidungen darüber getroffen werden, ob ein Bild veröffentlicht wird. Es gibt diverse Gründe, weshalb die Polizei sich dafür entscheidet, kein Bild zu veröffentlichen. Beispielsweise um das persönliche Recht der Vermissten zu schützen oder weil es die Gesamtumstände des Falls zunächst nicht notwendig machen. Im Fall der Vermissten Luna R. sei die Personenbeschreibung aussagekräftiger als ein Bild, da hier nur ein veraltetes Bild vorliegt, berichtet ein Sprecher der Polizei Mainz.

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Beratungsangebot in der Kita “Schatzinsel“ Gustavsburg

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Ginsheim Gustavsburg 18
Ginsheim Gustavsburg 18

Das Familienzentrum Kita II „Schatzinsel“ bietet gemeinsam mit der Frühförder- und Beratungsstelle der Werkstätten für Behinderte Rhein-Main e.V. (WfB) erneut ein Beratungsangebot an. Es richtet sich an Eltern von Kindern bis sechs Jahren, die in Ginsheim-Gustavsburg wohnen und Fragen zur Entwicklung ihres Kindes haben. Die Beratungen können unter Corona-Bedingungen entweder im Familienzentrum, während eines Spaziergangs, als Video-Call online oder auch telefonisch stattfinden.

Die nächsten Termine sind Montagvormittags am 25.10.2021, am 15.11.2021 und 13.12.2021. Die Terminvergabe und Einzelheiten können die Eltern unter der Telefonnummer 06134/565989 mit der Koordinatorin des Familienzentrums, Martina Rück, klären

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Steinmeier: Von liebgewonnenen Konsumgewohnheiten verabschieden

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UWP2021 Familienfoto ©Himsel
UWP2021 Familienfoto ©Himsel

Mit einem Appell an den Gemeinsinn aller hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntag im Kongresszentrum in Darmstadt zu einem Umsteuern aufgerufen, um biologische Vielfalt zu erhalten und die Erderwärmung zu stoppen. Beim Festakt zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von 500.000 Euro zu gleichen Teilen an Ökologin Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese und Moorforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten sagte der Bundespräsident, dass „nur aus Gemeinsamkeit Veränderung entstehen kann“. Und: „Der ökologische Wandel verschafft uns mehr Lebensqualität.“


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Abbau fossiler Brennstoffe

Gewiss sei es unbequem und anstrengend, sich von liebgewonnenen Konsum- und Ernährungsgewohnheiten zu verabschieden. Doch müsse man „mit dem Irrtum aufräumen, Klima-, Arten- und Umweltschutz hätten vor allem mit Verzicht, Enthaltsamkeit und Freudlosigkeit zu tun“. Im Gegenteil: Der ökologische Wandel ermögliche mehr Freiheit durch Mobilität, die keine Umweltressourcen verbraucht, und mache unabhängig vom konfliktträchtigen Abbau fossiler Brennstoffe. „Er erspart uns Umweltkrankheiten und lässt uns gesünder und länger leben; er öffnet uns und denen, die nach uns kommen, eine gute Zukunft“, so der Bundespräsident. Er freue sich, „dass wir heute eine Wissenschaftlerin und einen Wissenschaftler auszeichnen, die auf dem weiten Feld des Klima- und Artenschutzes Herausragendes geleistet haben. Beide wecken Bewusstsein dafür, was alles nötig ist, um die biologische Vielfalt zu erhalten und die Erderwärmung zu stoppen.“

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„Wir Menschen betreiben Raubbau an der Natur“

Böhning-Gaese hat laut Steinmeier dazu beigetragen, die Ursachen des Artensterbens genauer zu verstehen und was dagegen zu tun ist. Etwa eine Million Tier- und Pflanzenarten seien vom Aussterben bedroht, „weil wir Menschen Raubbau an der Natur betreiben. Wir roden Wälder im Übermaß, beuten Böden aus, setzen giftige Pflanzenschutzmittel ein, fangen zu viele Fische, verschmutzen die Meere mit Plastikmüll“, so der Bundespräsident. Joosten wiederum sei „ein großartiger Moorforscher“, der als einer der Ersten darauf hingewiesen habe, „wie wichtig gesunde, nasse Moore für den Klimaschutz sind, weil sie der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen und es dauerhaft im Boden binden“. Er habe erkannt, wie schädlich Moor-Entwässerung etwa durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung für Klima und Biodiversität sei. Bei Warnungen habe Joosten es nicht belassen, sondern vielmehr wegweisende Ideen für die landwirtschaftliche Nutzung von Mooren entwickelt, ohne deren Schutz aufs Spiel zu setzen – und dafür den Begriff „Paludikultur“ geprägt.

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Große Transformation aller Lebensbereiche

Der Bundespräsident schwor in seiner Festrede Bürgerinnen und Bürger darauf ein, Veränderungen gemeinsam in Angriff zu nehmen. „Was wir vor uns haben, ist ein gesamtgesellschaftlicher Wandel, eine große Transformationsaufgabe, die alle Bereiche unseres Lebens betrifft: die Art, wie wir Energie erzeugen, Mobilität gestalten, Landwirtschaft betreiben, industrielle Güter produzieren, Wohnungen bauen, Abfall entsorgen, wie wir reisen, einkaufen und uns ernähren.“ Sich als Gesellschaft gemeinsam auf den Weg in eine klimaneutrale Zukunft zu machen, „ohne Zusammenhalt als Voraussetzung für Freiheit und Demokratie zu gefährden“, sei „eine der größten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre“. Es gelte, sich dabei besonders denen zuzuwenden, „die mit dem Wandel nicht so leicht Schritt halten können“.


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Konferenzen zum Schutz von Biodiversität und Klima in Kunming und Glasgow

Auch global sind Steinmeier zufolge „Zusammenarbeit und Solidarität über Grenzen hinweg“ unabdingbar, um Klimakrise und Artenrückgang zu bewältigen. Auf der morgen (Montag) im chinesischen Kunming beginnenden Biodiversitätskonferenz sowie der Weltklimakonferenz in Glasgow (Schottland) im November könne Politik zeigen, dass sie aus der Pandemie gelernt habe und nicht zurückfalle „in nationale Egoismen. Das ist die historische Aufgabe von Glasgow.“ Zum Hinweis des Bundespräsidenten auf Kunming und Glasgow und den engen Zusammenhang von Klima und Biodiversität sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Kampf gegen Erderwärmung und verstärkter Artenschutz müssen Hand in Hand gehen. Das ist eine Zukunfts- und Menschheitsfrage – und eine Lebensversicherung für uns und den Planeten.“ Darauf haben Böhning-Gaese und Joosten laut Bonde „unermüdlich“ aufmerksam gemacht. „Diese Impulse der Wissenschaft müssen wir zügig wahr- und vor allem ernst nehmen.“ Bonde: „Damit Glasgow gelingt, müssen in Greifswald, Gladbach, Glückstadt und anderswo die angepeilten Gigatonnen an Treibhausgas-Emissionen eingespart werden.“ Und mehr Artenschutz durch die Kunming-Konferenz „klappt nur, wenn auch in Kulmbach, Kuppenheim und Kusel Biodiversität erhalten wird“.

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Besuch bei den Betroffenen der Flutkatastrophe: „Ihr seid nicht vergessen!“

Es sei notwendig, schneller und entschlossener zu handeln, betonte Steinmeier. „Wenn wir nicht konsequent umsteuern, würden wir die Lebensbedingungen auf unserem Planeten unwiederbringlich zerstören.“ Der Bundespräsident erinnerte an die Flutkatastrophe im Sommer dieses Jahres. Er werde am Nachmittag die Betroffenen besuchen. „Ihr seid nicht vergessen!“, sagte er an deren Adresse. Die Folgen des Klimawandels seien „auch bei uns in Europa angekommen“. Doch sie träfen Menschen in den ärmeren Ländern des Südens schon jetzt weitaus härter. „Und sie werden zukünftige Generationen umso brutaler treffen, je weniger wir jetzt tun“, so der Bundespräsident.

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Steinmeier machte den Festakt-Gästen Mut für die Zukunft

„Wir haben allen Grund zur Zuversicht“, so der Bundespräsident. Gerade in der Corona-Pandemie habe die Gesellschaft die Kraft zum Umsteuern bewiesen. „Und wir haben erfahren, wie viel Gemeinsinn in uns steckt.“ Böhning-Gaese und Joosten hätten eines allen vor Augen geführt: „Es gibt keinen Grund, in Angst zu erstarren und auf die Apokalypse zu warten. Klimawandel und Artensterben sind nicht unser Schicksal.“ Preisträgerin und Preisträger zeigen nach Steinmeiers Worten, „dass wir Lust auf Zukunft haben dürfen, wenn wir jetzt mit neuer Anstrengung fortsetzen, was wir begonnen haben, wenn wir entschiedener und rascher handeln, wenn wir in den kommenden Jahren die Wende schaffen“. Dank wissenschaftlicher Forschung, technologischer und wirtschaftlicher Innovationen und „unserer Fähigkeit, umzulernen und unser Leben zu ändern“, stehe der gemeinsame Weg in eine klimaneutrale und artenreiche Zukunft offen.

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Hintergrund:

Mit dem 2021 zum 29. Mal verliehenen Deutschen Umweltpreis der DBU werden Leistungen von Menschen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der Umwelt beitragen. Prämiert werden Projekte, Maßnahmen und Lebensleistungen. Kandidatinnen und Kandidaten werden der DBU vorgeschlagen. Berechtigt dazu sind etwa Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Kirchen, Umwelt- und Naturschutzverbände, wissenschaftliche Vereinigungen und Forschungsgemeinschaften, Medien, das Handwerk und Wirtschaftsverbände. Selbstvorschläge sind nicht möglich. Eine vom DBU-Kuratorium ernannte Jury unabhängiger Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und gesellschaftlichen Gruppen empfiehlt dem DBU-Kuratorium Preisträgerinnen und Preisträger für das jeweilige Jahr. Das DBU-Kuratorium fällt die Entscheidung.

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Mainz: Flink liefert Lebensmittel & Co. innerhalb von 10 Minuten

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Flink Mainz0
Flink Mainz0

10Seit April 2021 gibt es in der Großen Langgasse in Mainz einen neuen Lieferservice. Beim Vorbeilaufen fällt zunächst das magentafarbene Logo mit der Aufschrift „Flink“ auf. Bei zweitem Hinsehen, erklärt sich auch der Firmenname, denn das Unternehmen wirbt mit einer Lieferzeit von nur 10 Minuten. BYC-News hat bei Flink nachgefragt, was es damit auf sich hat.


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So funktioniert es:

Egal ob Obst und Gemüse, Backwaren, Tiefkühlprodukte, Snacks, Getränke, Hygieneprodukte oder Tiernahrung – die Auswahl bei Flink ist enorm vielfältig. In der App oder auf der Homepage des Unternehmens kann man die gewünschte Lieferadresse auswählen und bekommt direkt die geschätzte Lieferzeit angezeigt. Anschließend kann man aus hunderten von Produkten seinen Warenkorb zusammenstellen. Nach der Bestellung erfolgt dann die Lieferung, die in der Regel in unter 10 Minuten eintrifft. Am Rande des Liefergebiets könne es aber auch einige Minuten länger dauern, teilte Flink mit. Die Lieferkosten betragen 1,80 Euro, unabhängig vom Bestellwert.

Die Zahlung erfolgt ausschließlich über die App oder Homepage, Barzahlung bei Lieferung ist nicht möglich.

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Mindestbestellwert von einem Euro

Auf Anfrage von BYC-News teilte ein Sprecher des Unternehmen mit: „Die Lieferung an unsere Kunden geschieht innerhalb von 10 Minuten und der Mindestbestellwert liegt bei einem Euro. Durch einen Lieferradius aus unserem Hub (Lager) von ungefähr 2km, optimiertes Picking im Lager und Auslieferungen mit Elektro-Fahrrädern können wir eben diese Lieferzeiten von 10 Minuten realisieren. Unsere Kunden können so auf ein breites Sortiment an sorgsam ausgewählten und qualitativ hochwertigen Produkten des täglichen Bedarfs zugreifen.“

Mainz: flink liefert lebensmittel & co. Innerhalb von 10 minuten
Flink in Mainz | Foto: BYC-News
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Regionale Produkte im Angebot

Das Unternehmen wirbt unter anderem auch damit, viel Wert auf Regionalität zu legen und lokale Lieferanten zu unterstützen. „In Mainz haben wir unter anderem die in Wiesbaden ansässige Kaffeerösterei Maldaner, den Bäcker Biokaiser oder Apfelwein aus der Region im Angebot. Unser Sortiment wird fortlaufend erweitert.“, schreibt Flink dazu.

Auch größere Lieferungen sind möglich

Auch auf größere Lieferungen ist Flink nach eigenen Angaben vorbereitet: „Sollten sich unsere Kunden für größere Bestellungen entscheiden, schicken wir auch gerne mehrere Fahrer los.“

„Wir sind seit April in Mainz aktiv und freuen uns über das bisherige überragend positive Kundenfeedback vor Ort und in der Region. Es bestätigt uns, dass wir genau den Service anbieten, den sich Kunden wünschen.“, teilte Flink weiter mit. Man möchte nach eigenen Angaben den Service so flächendeckend wie möglich anbieten. Erweiterungen vor Ort und in der Region seien daher nicht ausgeschlossen.

Adresse:
Flink
Große Langgasse 1
55116 Mainz

Öffnungszeiten: 
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 23:00 Uhr
Freitag bis Samstag von 8:00 bis 00:00 Uhr

Hier geht es zur Homepage von Flink
Hier geht es zur Android App von Flink
Hier geht es zur IOS App von Flink

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Tierrettung: Zutrauliche Hirsche in Andernach unterwegs

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Hirsch e1633874084854
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Seit mehreren Tagen laufen im Andernacher Ortsteil Namedy mehrere Hirsche im Ortskern herum. Die Tiere sind ungewöhnlich zutraulich den Menschen gegenüber. Am Freitag (8. Oktober 2021) wurde die Polizei Andernach darüber informiert, dass sich ein Junghirsch in einem Garten der Hauptstraße verirrt habe.

Tierrettung: zutrauliche hirsche in andernach unterwegs 1
Hirsch mit Zaun im Geweih

Ungewöhnlich sei, dass das Tier eine Art Netz oder ähnliches im Geweih hängen habe. Vor Ort konnte tatsächlich ein Hirsch mit einem Gewebegartenzaun im Geweih angetroffen werden. Nachdem durch die Polizei der Jagdausübungsberechtigte informiert wurde übernahm dieser die weiteren Maßnahmen. Das Tier wurde ordnungsgemäß betäubt und anschließend versorgt.

Abflämmen von Unkraut gerät außer Kontrolle

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Mit dem Klassiker der häuslichen Unkrautvernichtung hatten es die Einsatzkräfte der Feuerwehr Rüdesheim an der Nahe abermals am Samstagnachmittag gegen 13:20 Uhr zu tun. Beim Abflämmen von Unkraut geriet in der Rüdesheimer Keltenstraße eine Thujahecke in Brand.


Dicke schwarze Rauchwolke

Weithin sichtbar waberten die Rauchschwaden über der Rüdesheimer Ortslage. Wie wichtig die Vorhaltung funktionstüchtiger Feuerlöscher in privaten Haushalten ist, zeigte sich beim schnellen Eingreifen des Eigentümers und seiner Nachbarn: Noch vor Eintreffen der Feuerwehr setzten sie insgesamt sechs Feuerlöscher ein und konnten dadurch eine weitere Brandausbreitung auf das nahestehende Einfamilienhaus verhindern.

Von der wenige Minuten nach dem Alarm eintreffenden Rüdesheimer Wehr um Einsatzleiter Maik Pleines wurde die Hecke durch einen Atemschutztrupp mit einem Schnellangriffsrohr endgültig gelöscht und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Da einige Fenster des Hauses gekippt waren, überprüfte die Feuerwehr auch das Gebäudeinnere auf einen Raucheintritt. Hier entstand zum Glück kein Rauchschaden. Die Thujahecke und ein Holzzaun wurden auf einer Länge von rund zehn Metern beschädigt. Die Polizei nahm den Vorfall auf. Gegen 14 Uhr war der Einsatz beendet.

Frau wird bei Verkehrsunfall in Worms schwer verletzt

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Am Freitag (08. Oktober 2021) kam es gegen 14:30 Uhr zu einem Verkehrsunfall in der Mainzer Straße in Worms. Ein 31-jähriger Mercedes-Fahrer wollte mit seinem PKW vom NETTO-Parkplatz auf die Mainzer Straße einbiegen und übersah bei der Ausfahrt den Toyota einer 71-jährigen Frau. Die Fahrerin des Toyota wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Die Mainzer Straße musste in diesem Bereich teilweise gesperrt werden.

Verkehrsunfallflucht in Oppenheim – Wer hat etwas beobachtet?

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Im Zeitraum vom Freitag (08. Oktober) bis Samstag (9. Oktober 2021) kam es im Kautzbrunnenweg in Oppenheim zu einem Verkehrsunfall mit anschließender Unfallflucht. . Bei dem Unfall wurde ein weißer Mitsubishi Lancer, der an der Straße abgestellt war, an der hinteren Stoßstange beschädigt. Die Schadenshöhe beträgt ca. 1000 Euro. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Oppenheim unter der Telefonnummer 06133/9330 entgegen.

Demo der NPD und Kameradschaft Rheinhessen in Bingen

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Demo Polizei
Demo Polizei

Am Samstagnachmittag (9. Oktober 2021) fanden mehrere Versammlungen in der Binger Innenstadt statt. Die Partei „NPD“ und eine „Kameradschaft Rheinhessen“ meldeten eine Versammlung für den Zeitraum von 15:00 bis 22:00 Uhr an. Bereits um 14:00 Uhr fand eine Versammlung als Gegenprotest statt. Diese bewegte sich in Form eines Aufzugs vom Binger Stadtbahnhof zum Fruchtmarkt und löste sich gegen 18:20 Uhr auf.


Platzverweis für einen Teilnehmer

Die Versammlungsteilnehmer dieses Aufzugs verteilten sich im Anschluss an diese Versammlung in der Innenstadt. Im Bereich der Rheinstraße versuchten Personen eine Absperrung der Aufzugsstrecke der „NPD“ zu überwinden und mussten durch Einsatzkräfte der Polizei davon abgehalten werden. In diesem Zusammenhang kam es auch zu Widerstandshandlungen, die strafrechtlich verfolgt werden. Eine Person wurde zu einem späteren Zeitpunkt, nach dem erneuten Versuch eine Absperrung zu überwinden, kurzzeitig, zur Durchsetzung eines Platzverweises, in Gewahrsam genommen.

Aufzug der NPD startete gegen 16:05 Uhr

Gegen 16:05 Uhr startete der Aufzug der „NPD“ und wurde auf seinem Weg mehrfach durch Gegenprotestierende blockiert. Diese Blockaden werden strafrechtlich geprüft. Die Polizei gewährleistete mit starken Einsatzkräften die Versammlungsfreiheit des Aufzugs teilweise über Ausweichstrecken. Gegen 17:00 Uhr stockte der Aufzug der „NPD“ im Bereich „Vorstadt“ und wurde nach einer längeren Unterbrechung über die Hafenstraße fortgeführt, um dort im Bereich des Stadtbahnhofs vom Anmelder gegen 18:42 Uhr beendet zu werden.

Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern war anlässlich der Versammlungslagen mit starken Einsatzkräfte in den Bahnhöfen in und um Bingen präsent. Die Beamtinnen und Beamten trennten hierbei strikt die Versammlungsteilnehmer und ermöglichten eine reibungslose An- und Abreise zu Versammlungsort in Bingen. Hierbei kam es im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern zu keinen Vorkommnissen.

40 neue Winterquartiere für Igel in Nieder-Olm

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Igelhaus Nieder Olm
Igelhaus Nieder Olm

Die Stadt Nieder-Olm setzt die Bürgerbeteiligung im Naturschutz fort und vergibt 40 Igelhäuschen für den Winter. Die Bürgerbeteiligung in Sachen Umwelt- und Naturschutz wird in Nieder-Olm groß geschrieben. Gerade erst hat die Stadt den zweiten Platz im Wettbewerb um den Umwelt- und Klimaschutzpreis des Landkreis Mainz-Bingen belegt.


Der Nieder-Olmer Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuss

Am Montag (11. Oktober 2021) vergibt das Stadtbüro Nieder-Olm 40 Igelschutzhäuschen an Bürgerinnen und Bürger, die sich ab 9 Uhr per Anruf unter 06136 6924401 melden.

„Immer seltener finden Igel in unseren aufgeräumten Gärten ein Quartier für ihre Winterruhe. Es fehlt dort oft an Laubhaufen und Totholz-Ecken. Da können die so genannten Igelhäuser von großem Nutzen sein, um den kleinen Gästen Schutz zu gewähren“, teilte der Stadtbürgermeister in den sozialen Medien mit.

Jetzt sei die beste Zeit sie an einer schattigen, versteckten, ruhigen Stelle unter Büschen oder einer Hecke im Garten aufstellen. Die Tiere beginnen nämlich bald, ihr Winterquartier vorzubereiten beziehungsweise eines zu suchen. Das Häuschen kann mit Blättern und ein wenig Stroh zu einem behaglichen Quartier ausgestattet werden. Der Eingang sollte zur wetterabgewandten Seite ausgerichtet sein, in der Regel nach Südost, so die Tipps von Hans-Jürgen Straub und Dirk Hasenfuss.

Interessenten melden sich im Stadtbüro

Wer sich für ein solches Häuschen bewirbt, solle aber vorher prüfen, ob die stacheligen Gesellen überhaupt einen Zugang zum Garten finden können. Ist er von Mauern, dichten Toren und Zäunen umgeben oder erreicht man ihn nur über Treppen, ist dies natürlich nicht sinnvoll.

Beteiligen auch Sie sich aktiv am Natur- und Umweltschutz und rufen am 11. Oktober 2021 ab 9 Uhr unter 06136 6924401 im Stadtbüro an.

Tierschützer demonstrieren vor dem Circus Alberti in Wiesbaden

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Seit dem 23. Septemer 2021 ist der Circus Alberti auf dem Freudenberg in Wiesbaden-Dotzheim. Am Samstag (9. Oktober 2021) fand gegen 16:30 Uhr eine Demonstration von Tierschützern vor dem Zirkus statt. BYC-News war vor Ort und sprach mit den Tierschützern und der Moderatorin des Circus Alberti darüber.


„Tiere sind keine Entertainer oder Clowns“

„Wir sind hier weil wir gegen Tiere im Zirkus sind. Es ist Ausbeutung und Profit auf Kosten der Tiere und letztlich sind es keine Entertainer oder Clowns. Auch das ganze Drumherum ist nicht artgerecht, die Transportwege, die Auftritte in den Zelten und die Lautstärke. Das ist untypisch für Tiere“, erklärt die Veranstalterin der Demo gegenüber BYC-News.

„Wir möchten hier heute Aufklärungsarbeit betreiben und mit den Besuchern vor Ort ins Gespräch kommen. Wir unterhalten uns gerne mit ihnen darüber, warum das nicht gut ist und möchten aufklären, warum das keine artgerechte Haltung ist. Wir freuen uns natürlich, wenn wir den ein oder anderen Besucher davon abhalten können, die Show zu besuchen“, sagt sie weiter. Kein Zirkus könne dafür garantieren, dass die Tiere artgerecht gehalten werden.

„Unsere Tiere gehören zur Familie“

BYC-News sprach vor Ort auch mit Nadja Frank, der Moderatorin des Zirkus Alberti über die Situation und die Vorwürfe der Tierschützer. „Ich finde die Demonstration unnötig. Als Corona war kam kein Tierschützer vorbei und hat mal eine Karotte oder ein Apfel für die Tiere vorbei gebracht. Jetzt wo wieder Publikumsverkehr ist, wollen sie wieder groß aufschlagen“, kritisiert sie.

„Unsere Tiere gehören zur Familie, die sind bei uns aufgewachsen. Wir haben Pferde, Ponys, Lamas und Kamele, da sind keine Exoten dabei. Ich sehe keinen Grund, hier zu demonstrieren.“ Die Kritik der Tierschützer könne sie nicht nachvollziehen. „Wir haben hier große Koppeln für unsere Tiere, wie es in jedem Reitstall auch der Fall ist. Die haben Auslauf und werden jeden Tag trainiert. Ich sehe hier bei uns deshalb gar keinen Kritikpunkt“, sagt Nadja Frank. Sie hat in den letzten Jahren bemerkt, dass sich das ganze Thema Tierschutz stark gewandelt hat. Es werde nun mehr darauf geachtet und der Tierschutz habe sich modernisiert. Aber auch bei den Circussen habe sich einiges getan in der Zeit, auch diese seien längst moderner und tierfreundlicher.

Kamele sind etwas abseits untergebracht

Die Kamele sind außerhalb der Circus-Vorstellungen auf einer Wiese in einem großen Zeltunterstand untergebracht, wo sie auch versorgt werden. Diese befindet sich rund 50 Meter von dem Gelände entfernt. Erst kurz vor der Show werden die Tiere von dort den kurzen Weg über die Straße „Veilchenweg“ zur Manege gebracht.

Um dies so sicher wie möglich für alle Beteiligten zu gestalten, werden Passanten und Autofahrer von den Circus-Angestellten gebeten, für einen Moment anzuhalten. Anschließend werden die Kamele von ihrem Stellplatz gelassen und in Richtung Circus gelotst, wo sie schließlich von ihrem Tiertrainer empfangen und sicher auf das Gelände gebracht werden. Dort bleiben sie noch einen kurzen Moment in einer Art Paddock, bis ihr Auftritt beginnt. Im Anschluss kommen die Tiere wieder auf die Wiese.

Einer der Circus-Mitarbeiter berichtet gegenüber BYC-News: „Schon als Kind wurde mir beigebracht, dass immer zuerst die Tiere versorgt werden und wir uns dann erst um uns kümmern. Eben, weil die Tiere sich nicht selbst versorgen können. Deshalb gehen wir zum Beispiel morgens erst zu den Tieren und füttern sie, bevor wir selbst frühstücken“

Schock bei der CDU – Kramp-Karrenbauer und Altmaier nehmen Mandate nicht an

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Am Samstag (9. Oktober 2021) haben Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Wirtschaftsminister Altmaier in Saarbrücken überraschend bekanntgegeben, auf ihre Bundestagsmandate zu verzichten. Man wolle einen Generationenwechsel ermöglichen, heißt es. Ihre Ministerposten behalten Altmaier und Kramp-Karrenbauer nach eigenen Angaben bis zur Bildung einer neuen Bundesregierung.


„Erneuerung ist möglich, man muss sie nur wollen“

Mit ihrem Verzicht machen sie den Weg frei für Nadine Schön und Markus Uhl. Die beiden kommen nun als Nachrücker von der CDU-Landesliste in den Bundestag. Altmaier erklärte, dass es wichtig sei, jetzt einen Generationswechsel herbeizuführen: „Erneuerung ist möglich, man muss sie nur wollen“.

Kramp-Karrenbauer sagte, es reiche nicht nur zu sagen, das Land und die Partei seien wichtiger als die eigene politische Karriere. Jetzt sei es an der Zeit, „wo man es dann auch tun muss“.

Den Platz frei gemacht

Mit ihrem Verzicht auf das Mandat machen sie in der Unionsfraktion Platz für zwei jüngere Parteimitglieder. Nadine Schön ist 38 Jahre alt. Sie gehört seit dem Jahr 2009 dem Bundestag an. Schön verhandelte mit, als sich die SPD und CDU Ende 2020 grundsätzlich auf eine verbindliche Frauenquote in Vorständen geeinigt hatten.

Markus Uhl ist 41 Jahre alt. Er wurde im Jahr 2017 zum ersten Mal in den Bundestag gewählt. Zuvor hatte der studierte Betriebswirt von 2012 bis 2017 in der Staatskanzlei des Saarlands gearbeitet, zuletzt als Referatsleiter.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans dazu

Der Landesvorsitzende der saarländischen CDU, Ministerpräsident Tobias Hans lobte die beiden Minister für ihren Mandatsverzicht. Zudem kündigte er an, er wolle eine Presseerklärung „zur Lage der CDU in Land und Bund nach der Bundestagswahl“ abgeben.

Mit Blick auf die laufenden Sondierungsgespräche von SPD, FDP und Grünen zur Bildung einer Ampel-Koalition sagte er, auch wenn andere Konstellationen denkbar wären, „die Zeichen, sie stehen auf Ampel“. Diese Tatsache müsse man nun akzeptieren und die Oppositionsrolle annehmen.

Auch der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz trat am Samstag zurück.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz tritt zurück

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Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz tritt zurück. Grund dafür ist der gegen ihn bestehende Korruptionsverdacht. „Ich bin auch nur ein Mensch mit Emotionen und Fehlern“, sagt Kurz dazu.


„Ich möchte Platz machen, um Stabilität zu gewährleisten“

Nachdem er sich mehrere Tage gegen den Schritt gesträubt hatte, verkündete der ÖVP-Politiker seinen Rücktritt am Samstag (9. Oktober 2021) auf einer Pressekonferenz in Wien. Sein Amt soll sein Parteikollege, der bisherige Außenminister Alexander Schallenberg übernehmen. „Ich möchte Platz machen, um Stabilität zu gewährleisten“, erklärte Kurz weiter.

Gegen Sebastian Kurz und einige enge Mitglieder seines Teams ermittelt die Staatsanwaltschaft. Es besteht der Verdacht der Bestechlichkeit und Untreue. Die Ermittlungen gegen ihn hatten eine Regierungskrise ausgelöst, sodass die Grünen als Koalitionspartner schließlich seine Handlungsfähigkeit infrage gestellt hatten.

Textnachricht an Thomas Schmid

Es geht in SMS und Chatverläufen scheinbar um Personalentscheidungen im Aufsichtsrat der Staatsholding Öbag. Bekanntlich soll Kurz an seinen langjährigen Vertrauten Thomas Schmid geschrieben haben: „Kriegst eh alles was du willst“. Anschließend folgten in der Textnachtricht drei Kuss-Emojis.

Kurz bezeichnete die Vorwürfe in seinem Statement als „falsch“. Sie seien mit Berichten über SMS vermischt worden, die er teilweise „in der Hitze des Gefechts“ geschrieben und so nicht wieder verfassen würde, erklärte er. Laut ihm war die Textnachricht an Schmid kein Versprechen, sondern lediglich despektierlich gemeint.

Für den Fall, dass Kurz nicht zurückgetreten wäre, hätten Oppositionsparteien am Dienstag (12. Oktober 2021) ein Misstrauensvotum eingebracht. Einige Stimmen der Grünen wären dann für eine Mehrheit ausreichend gewesen.

Ebenfalls am Samstag hatten Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Wirtschaftsminister Altmaier überraschend bekanntgegeben, auf ihre Mandate zu verzichten

Sorge um Opel – Das Werk in Rüsselsheim soll ausgegliedert werden

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Bilder Chiara Forg5
Bilder Chiara Forg5

Nach Plänen des Mutterkonzerns Stellantis könnte das Opel-Werk in Rüsselsheim eigenständig werden. Das Unternehmen hofft auf eine flexiblere Produktion, Gewerkschaft und Betriebsrat befürchten einen Stellenabbau.


Eigenständige Gesellschaften unter dem Dach von Stellantis

Es ist mehr als 120 Jahre her, als Opel in der Stadt Rüsselsheim das erste Auto fertigte. Opel ist seither fest mit der Stadt verbunden. Doch dass Opel ein eigenes Werk am Stammsitz hat, könnte schon bald Geschichte sein. Denn der Autokonzern Stellantis erwägt, seiner deutschen Tochter Opel die Verantwortung über zwei wichtige Werke zu entziehen. Betroffen ist neben dem Werk in Rüsselsheim auch das in Eisenach. Für diese beiden Werke wird nach Angaben eines Sprechers von Stellantis geprüft, ob diese aus dem Opel-Verbund herausgelöst und zu eigenständigen Gesellschaften unter dem Dach von Stellantis gemacht werden können. Nach Aussage eines Stellantis-Sprechers sollen „die mit einer solchen effizienteren und flexibleren Produktionsorganisation verbundenen Vorteile langfristig dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern“.

Der mögliche Plan sieht vor, die beiden Werke zu eigenen Rechts- und Produktionsorganisationen zu entwickeln. Künftig solle jedes Werk für alle Konzernmarken produzieren können. Dadurch wäre es also möglich, dass künftig in Rüsselsheim statt Opel vermehrt beispielsweise Fiats oder Peugeots vom Band laufen.

IG Metall kündigt Demonstrationen an

Damit käme auf die 2.200 Beschäftigten des Opel-Werks in Rüsselsheim eine Veränderung zu. Die Arbeitnehmervertretung reagiert heftig darauf. Sie spricht von Zerschlagung und kündigt Demonstrationen an. „Die IG Metall ist von den Absichten des Stellantis Konzerns Opel zerschlagen zu wollen, völlig überrascht worden und kritisiert das Ansinnen aufs Schärfste. Der Mutterkonzern von Opel gefährdet mit der geplanten Zerschlagung die gesamte Marke, Standorte und Beschäftigung sowie die Mitbestimmungsstrukturen. Das werden die Arbeitnehmervertreter nicht widerstandslos hinnehmen.“, heißt es in einer Mitteilung von IG Metall. Man wolle „im Rahmen des bezirksweiten Aktionstages am 29. Oktober auf die Straße gehen“.

Anstatt mit innovativen Antriebstechniken und Fahrzeugmodellen Schlagzeilen zu produzieren, sei der Automobilhersteller Opel erneut mit unausgegorenen Hinterzimmer-Entscheidungen in der Öffentlichkeit präsent, schreibt die IG Metall weiter. An einer vertrauensvollen Zusammenarbeit sei der Stellantis-Konzern und das Management offensichtlich nicht interessiert.

„Über die Medien angekündigte Kurzarbeit und die Gerüchte über die Zerschlagung von Opel führen erneut zu einer großen Verunsicherung in der Belegschaft und schaffen in der Produktion, der Entwicklung und in den Büros ein Klima von Angst um den Arbeitsplatz. Das werden die Beschäftigten nicht widerstandslos hinnehmen und im Rahmen des bezirksweiten Aktionstages am 29. Oktober auf die Straße gehen. Für die IG Metall und den Betriebsrat sind die Koordinaten klar umrissen: Keine Zerschlagung, Mitbestimmung und Sicherung der Arbeitsplätze an allen drei Opel-Standorten,“ betont Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte.

Wie genau die Umbaupläne für Opel aussehen sollen, sei der IG Metall und den Betriebsräten nicht bekannt. Ob der neue Opel-Chef, Uwe Hochgeschurtz, und das Opel-Management an den aktuellen Überlegungen beteiligt waren, sei für die Arbeitnehmervertreter ebenfalls nicht ersichtlich.

„Versuch einer Flucht aus der Mitbestimmung“

Uwe Baum, Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzender, betont: „Was Opel hier angekündigt hat, folgt keiner wirtschaftlichen Logik. Es ist vielmehr der Versuch einer Flucht aus der Mitbestimmung. Die Zerschlagung dient einzig und allein dem Ziel, die erfolgreiche Mitbestimmung in Deutschland zu schwächen.“

Der langjährige Opel-Betriebsratschef Klaus Franz dazu

„Nach zehn Jahren Abschied von Opel schmerzt die Nachricht von der Zerstückelung des zweitältesten Automobilunternehmens zur Bedeutungslosigkeit immer noch“, sagt der ehemalige Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. Und weiter: „Dieser von Anfang an vorbereiteten Strategie von Stellantis-Chef Carlos Tavares wurde vom Opel-Management und der Interessenvertretung zu wenig entgegengesetzt, teilweise wurde sie sogar bejubelt.“

Die jetzige Entwicklung sei spätestens mit der Fusion von PSA und Fiat-Chrysler Anfang 2021 zu erwarten gewesen. Nun schrumpfe das „einst stolze Unternehmen mit einer herausragenden Belegschaft“ zu einem reinen Markennamen. Die deutsche Gesetzgebung garantiere zwar für die betroffenen Beschäftigten die aktuellen Bedingungen für zumindest noch ein Jahr. „Aber was kommt dann?“, fragt Klaus Franz kritisch.