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Unfall auf der A63 zwischen Nieder-Olm und Klein-Winternheim

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Am Mittwochabend (17. November 2021) kam es gegen 19:40 Uhr auf der Autobahn A63 zwischen Nieder-Olm und Klein Winternheim zu einem Verkehrsunfall, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Die Autobahn wurde in Richtung Mainz voll gesperrt. BYC-News war vor Ort.


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Verkehrsunfall zwischen zwei Fahrzeugen

Aus noch ungeklärter Ursache fuhr auf Höhe der Ortschaften Klein-Winternheim und Ober-Olm ein Mercedes Sprinter aus Bayern einem Renault Twingo aus Mainz auf. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass der Twingo mehrere Hundert Meter über die Fahrbahn geschleudert wurde.

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Eine Person ins Krankenhaus transportiert

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen vor Ort. Eine Person wurde glücklicherweise nur leichtverletzt zur weiteren Untersuchung in die Mainzer Universitätsmedizin transportiert.

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Feuerwehr Nieder-Olm im Einsatz

Da der zuerst eingetroffene Rettungsdienst zurückmeldete, dass eine Person noch im Fahrzeug eingeklemmt sei, wurde die Feuerwehr der Stadt Nieder-Olm zu diesem Einsatz alarmiert. Erfreulicherweise bestätigte sich diese Meldung bei Eintreffen der Feuerwehr nicht. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz an den verunfallten Fahrzeugen sicher, klemmte die Fahrzeugbatterien ab und reinigte die Fahrbahn. Zuletzt wurde von den Wehrleuten, damit der Verkehr wieder rollen konnte, das Unfallwrack von der Überholspur auf die Standspur geschoben. Der Verkehr staute sich durch die Vollsperrung auf drei Kilometer.

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Johanniter Unfallhilfe reagiert auf Forderung von Horst Seehofer

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Seit Beginn der Pandemie unterstützt die Johanniter-Unfall-Hilfe die Länder und Kommunen bei der Bewältigung der Corona-Krise. „Die derzeitige Entwicklung macht uns große Sorge, vor allem mit Blick auf die Belastung für das Gesundheits- und Sozialsystem. Die Johanniter sind kontinuierlich und intensiv im Gespräch mit den zuständigen Behörden in den Ländern und Kommunen und stehen selbstverständlich bereit, die Pandemiebekämpfung weiterhin mit aller Kraft, ihrem haupt- und ehrenamtlichen Personal und ihren materiellen Ressourcen zu unterstützen“, so Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe.


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Die Bevölkerungsschutzeinheiten sind seit Monaten in unterschiedlichsten Formaten in die Pandemiebekämpfung eingebunden

Damit antworten die Johanniter auf die Forderung des geschäftsführenden Innenministers Horst Seehofer, im Kampf gegen die Pandemie den Katastrophenschutz einzusetzen. „Die Aussage von Bundesminister Seehofer greift dabei die Praxis der vergangenen Monate bereits auf. Die Bevölkerungsschutzeinheiten sind seit Monaten in unterschiedlichsten Formaten in die Pandemiebekämpfung eingebunden. Der Aufbau der Impfzentren, die damit verbundene Logistik, die kurzfristig zu organisierenden Testaktivitäten in Alten- und Pflegeheimen sowie letztlich auch die Ressourcenverstärkung bei der Verlegung von infizierten Patienten wären ohne die engagierten Einheiten des Bevölkerungsschutzes gar nicht zu bewerkstelligen gewesen.“

Derzeit unterstützen die Johanniter bundesweit vor allem die Test- und Impfaktivitäten, häufig in Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen. Die Verbände vor Ort sind derzeit in 37 Impfzentren und mit 72 mobilen Impfteams aktiv. Mit den Ländern und Kommunen werden aktuell Maßnahmen zur Ausweitung der Impfkampagne vereinbart und umgesetzt. Mit Blick auf die Wiedereinführung der kostenfreien Bürgertests und der geplanten Testpflicht z.B. in Pflegeheimen bauen die Johanniter zudem derzeit ihre Testkapazitäten bundesweit wieder aus. Aktuell betreiben die Johanniter 210 Teststationen sowie 94 mobile Testteams, weitere 40 weitere Stationen sind gegenwärtig im Aufbau. Ziel ist es, schnell und professionell auf die jeweiligen Bedarfe zu reagieren und der Bevölkerung entsprechende Testangebote zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus stehen die Johanniter weiterhin bereit, mit ihrer Expertise und den umfangreichen Erfahrungen in den Bereichen Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz auf zusätzlich aufkommende Bedarfe der Länder und Kommunen einzugehen. Mit der bereits funktionierenden, tagtäglich gelebten Einbindung in die Gefahrenabwehrstrukturen können die Johanniter auf Anforderung der Länder und Gemeinden weitere pandemiebezogene Unterstützung leisten und stehen für Patiententransporte mit Rettungsfahrzeugen und Intensivtransporthubschraubern, für logistische Aufgaben und für die Beratung der Krisenstäbe vor Ort zur Verfügung.

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Über die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 43.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

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Informationen zum Impfzentrum Ingelheim – Personen ab 12 Jahren werden geimpft

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Das Impfzentrum in Ingelheim wird aus dem Stand-by-Modus geholt und öffnet erneut seine Pforten. Ab Mittwoch (24. November 2021) wird zunächst an Werktagen von 8:00 bis 16:00 Uhr geimpft – hauptsächlich Biontech, auf Nachfrage auch Moderna.


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Geimpft werden Personen ab 12 Jahren

Geimpft werden können dann Personen ab 12 Jahren, die sowohl ihre Erst- als auch ihre Zweitimpfung haben wollen. Aber auch Auffrischungen, die sogenannten Booster-Impfungen, werden verabreicht, wenn die Grundimmunisierung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Das Anmeldverfahren läuft wieder online über die Seite impftermin.rlp.de. Geplant ist aber ein vereinfachtes Verfahren, bei dem die Impfwilligen zwar zunächst ein Impfzentrum zugewiesen bekommen, dieses dann aber auch umwählen dürfen. Einfach vorbeikommen und impfen lassen ist zumindest in den Anfangstagen nicht möglich: „Wir planen aber, einen Tag pro Woche zum terminfreien Impfen anzubieten“, sagte der Leiter des Mainz-Binger Impfzentrums, Mathias Hirsch.

„Der Auftrag des Landes zur Öffnung des Zentrums kam sehr kurzfristig. Es ist jetzt eine Herkulesaufgabe, innerhalb weniger Tage das Zentrum wieder zu aktivieren. Aber selbstverständlich stellen wir uns dieser Aufgabe“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer, die Mathias Hirsch bereits am vergangenen Wochenende wieder in Dienst gesetzt hat. Er arbeitet seitdem auf Hochtouren daran, die Voraussetzungen zur Wiedereröffnung zu schaffen.

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Als wichtigster Punkt ist dabei das Personal zu nennen

„Wir brauchen zunächst etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Verwaltungspersonal, medizinische Fachangestellte, Apotheker und Ärzte“, informierte Hirsch. Dieses Personal ist zum großen Teil auch bereits gefunden, im Wesentlichen aus dem Pool der ehemaligen Impfzentrumsbelegschaft. Dabei sind im ersten Anlauf bis zu 800 Impfungen täglich geplant. Aber dem Leiter des Zentrums ist klar: „Wir werden das schnell weiter hochfahren müssen.“ Die weitere Personalakquise läuft, die Personalabteilung der Kreisverwaltung arbeitet auf Hochtouren. Auch ein Amtshilfeantrag wird abgestimmt.

Der Aufbau der Impfstraße, die Anbringung der Beschilderung, die Bestückung der Impfplätze sind dann der nächste Schritt: „Das werden wir aber in ein, zwei Tagen schaffen“, ist sich Hirsch sicher. Schließlich sind alle Materialien noch im Zentrum eingelagert und alle wissen noch genau, was wo hingehört. Geplant ist der Betrieb des Zentrums bis ins Frühjahr hinein.

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Die Landrätin hofft nun darauf, dass auch dank des Impfzentrums die Impfquote – auch bei den Boosterimpfungen – möglichst zügig deutlich nach oben gefahren werden kann

„Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. Spätestens mit der jetzigen Entwicklung wird klar: Um diese Pandemie endlich hinter uns lassen können, ist dies ein erfolgversprechende Weg.“ Bis dahin appelliert Dorothea Schäfer, im Rahmen des Erlaubten möglichst vorsichtig zu sein, Masken zu tragen und Abstand zu wahren, damit die Ansteckungszahlen und damit die Situation in den Krankenhäusern nicht weiter explodieren.

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Feuer und Chaos am Impfbus in Mainz – Warteschlange halben Kilometer lang

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In der Landeshauptstadt Mainz gastiert der Impfbus seit den frühen Morgenstunden (17. November 2021) am Karmeliterplatz. Eine Warteschlange von über einem halben Kilometerlänge zieht sich durch mehrere Straßen in Mainz. Ein Zelt fing Feuer und konnte durch die Anwesenden mit einem Feuerlöscher gelöscht werden. BYC-News ist vor Ort.


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Zeltplane an der Anmeldung fängt Feuer

Auf dem Karmeliterplatz in Mainz können Mainzer und Mainzerinnen impfen lassen. Ein Anmeldezelt wurde aufgebaut und mit einem Gasheizstrahler ausgestattet. Gegen 9:15 Uhr kam es dann zu einem Feuer an dem Zelt. Der Gasstrahler wurde zu dicht an die Polyesterplane vom Pavillonzelt gestellt und die Plane fing Feuer. Anwesende Personen konnten den Brand schnell mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle bringen und ablöschen.

Feuer und chaos am impfbus in mainz - warteschlange halben kilometer lang

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 Die Warteschlange wird immer länger

Die Warteschlange am Impfbus geht vom Karmeliterplatz hoch zum Kaufhof, entlang der Bushaltestelle, wieder runter bis Karmeliterschule, um die Ecke und gleich dann wieder hoch bis zum Karmeliterplatz. Die Schlange ist in der Zwischenzeit über 500 Meter lang, hunderte Personen warten auf ihre Impfung. Ein älteres Paar hat sich Klappstühle mitgebracht, sitzen geduldig in der Schlange und warten, bis sie endlich dran kommen. Kurzzeitig musste das Ordnungamt eingreifen, da es zwischen den Wartenden zu Streitigkeiten ums Anstehen kam.

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Es geht langsam vorwärts

„Wir stehen hier seit etwa 90 Minuten hier und sind gerade mal knapp 150 Meter weiter gekommen. Als wir her kamen haben wir uns bereits gedacht, dass wir etwas anstehen müssen. Dass es aber so extrem wird, hätten wir nicht gedacht. Es geht nur sehr langsam vorwärts“, berichtet eine Wartende gegenüber BYC-News.

Geimpft wird seit 9:10 Uhr. Das Personal ist sehr bemüht aber auch überfordert. Eigentlich sollte die Anmeldung in einem Zelt stattfinden. In der Zwischenzeit wurden allerdings schon Klemmbretter an die ersten in der Schlange verteilt, damit diese während sie warten schon das Formular ausfüllen können. So muss im Zelt nur noch das Arztgespräch stattfinden.

Ob Personen, die sich jetzt noch anstellen noch geimpft werden können, ist unklar.

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Neuer „Junger Rat Wackernheim“ wird verpflichtet

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Seit 2010 gibt es im Ortsteil Wackernheim eine unabhängige und überparteiliche Jugendvertretung. Die damalige Ortsgemeinde Wackernheim verfolgte das Ziel, die Teilhabe der jungen Menschen an der politischen Willensbildung zu stärken und für die Mitgestaltung des Gemeinwesens zu gewinnen.


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Unterschiedliche Projekte für Kinder und Jugendliche

Seitdem wurden unterschiedliche Veranstaltungen und verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche auf Anregung des Jungen Rates durchgeführt. Der Junge Rat wird seit seinem Bestehen an Planungen und Vorhaben, die die Interessen seiner Altersgruppe berühren, einbezogen. Auf diese Weise hat insbesondere der Dialog zwischen den jungen Menschen, der Politik und der Verwaltung ein festes Forum erhalten.

Seit der Fusion der Stadt Ingelheim am Rhein mit der Ortsgemeinde Wackernheim am 1. Juli 2019 bringt sich der Junge Rat in die politische Arbeit durch Teilnahme an Ortsbeiratssitzungen und Sitzungen des Jugend- und Sozialausschusses, sowie durch Anträge und Anregungen zu allen Angelegenheiten, die die Belange der von ihm vertretenen Gruppen betreffen, ein.

Nun geht die dritte Wahlperiode zu Ende

Bis 4. November 2021 gab es den öffentlichen Aufruf, sich für den „neuen“ Jungen Rat Wackernheim zu bewerben. Bis zum angegebenen Datum haben sich acht interessierte Wackernheimerinnen und Wackernheimer im vorgegebenen Alter beworben. Die Bewerbungen wurden vom Wahlausschuss geprüft und zugelassen. Da weniger als neun Bewerbungen eingegangen sind, werden die acht Kandidaten gemäß Paragraph 5 Absatz 4 der Satzung des Jungen Rates zu neuen Mitgliedern des Jungen Rates verpflichtet und eine Wahl entfällt.

Die Verpflichtung der acht Bewerberinnen und Bewerber durch Oberbürgermeister Ralf Claus findet am 3. Dezember 2021 im Jugend- und Kulturzentrum Yellow statt. Die Mitglieder des „alten“ Jungen Rates werden in der Ortsbeiratssitzung Wackernheim am 8. Dezember 2021 offiziell verabschiedet. In dieser Sitzung wird auch der künftige Junge Rat Wackernheim vorgestellt.

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Alle Informationen zur neuen Corona-Verordnung vom Land Rheinland-Pfalz

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Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat am 16. November beschlossen, das Warnstufenkonzept des Landes enger zu fassen. In der kommenden 28. Corona-Bekämpfungsverordnung wird es weniger Teilhabemöglichkeiten für ungeimpfte Menschen am gesellschaftlichen Leben geben. Zudem wird der Warnstufen-Leitindikator „Anteil Intensivbetten“ sich künftig nicht mehr nach dem prozentualen Anteil der mit COVID-19-Erkrankten belegten Intensivbetten an der Intensivbettenkapazität innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz richten, sondern die entsprechenden Werte in absoluten Zahlen, also den tatsächlich belegten Betten, angeben.


Ab kommenden Montag trifft die Verordnung in Kraft

„Die Lage bleibt dynamisch und ernst. Ich kann verstehen, wenn Menschen sich Sorgen machen und Angst haben vor erneuten Infektionen, Verlusten und Beschränkungen. Viele in diesem Land arbeiten rund um die Uhr sehr hart dafür, dass diese Bugwelle gebrochen wird. Wir danken unseren Ärztinnen und Ärzten, die täglich impfen, um noch mehr Menschen zu schützen. Wir sind einmal mehr in der Situation, dass wir das Gesundheitssystem vor einer Überlastung bewahren müssen. Deshalb schärfen wir nun unser Warnkonzept nach“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch. Die neue Verordnung soll nach der Bund-Länder-Schalte am Donnerstag über die heutigen Beschlüsse hinaus angepasst und dann zum Ende Woche veröffentlicht werden, damit sie am kommenden Montag in Kraft treten kann.

Geplante Änderungen der 28. Corona-Bekämpfungsverordnung:

An den Schulen in Rheinland-Pfalz wird weiter engmaschig getestet. Die Zahl der regelmäßigen anlasslosen Tests orientiert sich dabei an der aktuellen Infektionslage, wie sie im Warnstufenplan des Rheinland-Pfalz definiert ist: in Warnstufe 1 ein Test pro Woche, jeweils am Montag oder am ersten Tag des Schulbesuchs, in Warnstufe 2 zwei Tests pro Woche, in Warnstufe 3 drei Tests pro Woche. Zudem müssen sich im Falle einer Infektion auch weiterhin alle Mitglieder derselben Lerngruppe sofort täglich und zwar fünf Tage lang testen und im selben Zeitraum auch im Unterricht Masken tragen. Um die Schutzwirkung in den besonders kritischen Phasen nach den Ferien zu verstärken, werden nach den Weihnachts- und Winterferien erneut „Präventionswochen“ abgehalten. Das bedeutet konkret: In den beiden Wochen ab dem 3. Januar wird auch in Warnstufe 1 zweimal pro Woche anlasslos getestet. Nach den Winterferien gibt es in der kurzen Schulwoche nach Aschermittwoch (2. März) einen Test, in der folgenden Woche ab dem 7. März noch einmal zwei anlasslose Tests – auch das alles in der Warnstufe 1.

„Wir richten unsere Teststrategie ebenso wie die Maskenpflicht am Warnstufenplan des Landes Rheinland-Pfalz aus und können damit flexibel und angemessen auf Veränderungen der Infektionslage reagieren“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD). „Schon bisher haben wir durch intensives anlassbezogenes Testen dafür gesorgt, dass unsere Schulen in der Pandemie sichere Lernorte bleiben. Mit der Anpassung der anlasslosen Testungen an die Warnstufen schaffen wir Klarheit für die Schulen und können je nach örtlicher Lage das Infektionsgeschehen genau im Blick behalten. Durch zusätzliche anlasslose Tests in den jeweils zwei Präventionswochen nach den Weihnachts- und Winterferien werden wir Infektionsrisiken durch das Einschleppen von Corona frühzeitig erkennen und darauf reagieren können. Teststrategie, Maskenpflicht und alle weiteren bekannten und gut eingeübten Hygienemaßnahmen werden ihren Betrag dazu leisten, dass wir möglichst ohne Schulschließungen durch den Winter kommen. Mit diesen Weichenstellungen erfüllen wir unseren stets formulierten Anspruch: So viel Präsenzunterricht wie möglich bei so viel Gesundheitsschutz wie notwendig.“

  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind in Warnstufe 2 nur noch 50 (statt bisher 100) nicht-immunisierte Personen zugelassen. In Warnstufe 3 wird 2G gelten, es sind also keine nicht-immunisierten Personen mehr zulässig (zuvor 50 Personen). Das betrifft alle Veranstaltungen im Innenbereich, die Familienfeier ebenso wie Konzerte oder der Besuch eines Handballspiels. Mit der neuen Verordnung entfällt die Wahlfreiheit, Veranstaltungen in Innenräumen mit Maske oder mit Abstand zu besetzen. Nun muss sowohl Abstand eingehalten und eine Maske am Platz getragen werden.
  • Im Innenbereich gastronomischer Einrichtungen dürfen nur noch höchstens 25 nicht-immunisierte Personen und im Übrigen nur genesene, geimpfte oder diesen gleichgestellte Personen gleichzeitig anwesend sein. Bei Erreichen der Warnstufe 2 reduziert sich die Personenzahl auf fünf Personen, bei Erreichen der Warnstufe 3 gilt die 2G-Regel: Es dürfen ausschließlich genesene, geimpfte oder diesen gleichgestellte Personen anwesend sein (Diese Regelung ist auch in Spielhallen/Spielbanken/Wettstellen vorgesehen.)
  • Bei Sport und Laienkultur dürfen in Warnstufe 2 nur noch 5 nicht-immunisierte Personen teilnehmen. In Warnstufe 3 gilt 2G. Die Sonderregelung für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre gilt auch jedenfalls in der Warnstufe 2 weiter. Dort dürfen auch weiterhin bis zu 25 Kinder zum Sport zusammenkommen.
  • In Schwimm- und Spaßbädern, Thermen und Saunen ist die Höchstzahl der Personen, die sich zeitgleich in geschlossenen Räumen einer solchen Einrichtung aufhalten dürfen, nun stets auf die Hälfte der sonst dort üblichen Besucherhöchstzahl beschränkt und zwar unabhängig davon, wie viele nicht-immunisierte Personen vor Ort sind.
  • Für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religions- oder Glaubensgemeinschaften in geschlossenen Räumen gilt nun die Testpflicht für ungeimpfte Personen.
  • Bei außerschulischen Bildungsangeboten gelten nun Maskenpflicht, Abstandsgebot und Testpflicht verpflichtend (zuvor konnte man zwischen verschiedenen Schutzmaßnahmen wählen).

Tagesaktueller Test und Maske

Die Möglichkeit, mit tagesaktuellem Test auf die Maske zu verzichten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Beispiel gewerblicher Einrichtungen mit Kundenkontakt, wird eingeschränkt. Das betrifft beispielsweise Bäckereien, Supermärkte, den Einzelhandel und Teile der öffentlichen Verwaltung. In Warnstufe 2 entfällt in diesen Einrichtungen die Maskenpflicht nur noch für Immunisierte. In Warnstufe 3 entfällt sie überhaupt nicht.

An fast allen Stellen der Verordnung gilt die dort angeordnete Testpflicht nun mit der Maßgabe, dass nur noch ein professioneller Schnelltest (und kein unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest) zulässig ist.

Zum Schutz der besonders vulnerablen Personen sieht die neue Verordnung ab Warnstufe 3 vor, das nur noch Immunisierte ein Krankenhaus zum Besuch von Angehörigen betreten dürfen. Diese benötigen zusätzlich einen Test. Für Pflegeheime, die in einer separaten Verordnung geregelt sind, wird eine entsprechende Anpassung ebenfalls erfolgen.

„Rheinland-Pfalz macht sich auf den Weg zu 2G. Für jene, die sich nicht impfen lassen wollen, wird weniger gesellschaftliche Teilhabe möglich. Das ist keine Spaltung der Gesellschaft, sondern Ausdruck der Verantwortung gegenüber jenen, die sich nicht selbst schützen können sowie gegenüber jenen, die bereits Verantwortung übernommen haben und gesagt haben: Ja, ich lasse mich impfen um mich und andere zu schützen und meinen Beitrag raus aus der Pandemie zu leisten“, so Minister Hoch.

Impfzentren ergänzen Impfangebot im Land

„Der Bedarf an Auffrischungsimpfungen wird bis Ende des Jahres stark ansteigen und dann bis zum Ende des ersten Quartals 2022 stark sinken. Die Entwicklung wird insbesondere auch durch den großen Andrang bei den Impfbussen bestätigt. Ende letzter Woche haben wir gemeinsame mit den Kommunen und den Ärzten im Land eine neue Lagebewertung getroffen. Hier gab es auch das Signal aus der Ärzteschaft, dass Ergänzungsangebote die Praxen entlasten könnten. Deshalb werden acht der neun Impfzentren im Standby-Betrieb ab der kommenden Woche (24.11.) wieder ihren Betrieb aufnehmen“, sagte Daniel Stich, Impfkoordinator des Landes. Reaktiviert werden die ehemaligen Zentren im Landkreis Mainz-Bingen, in Neustadt an der Weinstraße, in Trier, in Koblenz, in Ludwigshafen, in Germersheim, im Rhein-Lahn-Kreis und in Kaiserslautern. Die Stadt Mainz werde ihr Impfzentrum voraussichtlich erst zu einem späteren Zeitpunkt reaktivieren. Geplant sei ein einfaches Verfahren der Terminanmeldung über das Portal auf www.impftermin.rlp.de. Anmeldungen sollen ab dem 18. November 2021 zur Verfügung stehen. „Nach Änderung der kurzfristigen Coronavirus-Impfverordnung vom gestrigen Tag können notwendige Betriebskosten bis 30. April 2022 abgerechnet werden. Das gilt für alle acht Standorte. Das ist ein gutes Signal über den Winter hinweg“, so Stich. Darüber hinaus würden mit einem verstärkten Einsatz von Impfbussen in den Einzugsgebieten der 23 Kommunen, deren Impfzentrum nicht mehr bestehen, möglichen Lücken geschlossen. „Voraussichtlich zum 1. Dezember 2021 werden insgesamt zwölf Impfbusse eingesetzt sein. Auch hier erweitern wir die Impfangebote im Land“, sagte Impfkoordinator Daniel Stich.

Verkehrsunfall am Chausseehaus in Wiesbaden – Fahrer musste aus Fahrzeug befreit werden

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Am Dienstagmittag (16. November 2021) kam es gegen kurz vor 12:00 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Landstraße zwischen Georgenborn und Wiesbaden. Ein Fahrzeug hatte sich dort zwischen drei Bäumen verkeilt.


Der Fahrer wurde in seinem Wagen eingeklemmt

Wie die Feuerwehr Wiesbaden mitteilt, war der Fahrer mit seinem Peugeot von der Straße abgekommen. Das Fahrzeug geriet in Seitenlage und blieb zwischen drei Bäumen stecken. Der Fahrer wurde durch den Unfall in seinem Auto eingeschlossen, weshalb die Feuerwehr alarmiert wurde. Als die ersten Kräfte der Berufsfeuerwehr eintrafen, stellte sich heraus, dass der Fahrer aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr eigenständig aus dem Fahrzeug heraus konnte.

Während Maßnahmen zur Befreiung von der Feuerwehr vorbereitet wurden, betreute ein Notarzt den Fahrer. Mit Spanngurten wurde der PKW an den Baumstämmen fixiert, sodass ein Wegrutschen oder Umkippen ausgeschlossen werden konnte und die Einsatzkräfte sicher ihre Arbeiten durchführen konnten. Gleichzeitig wurde der Brandschutz sichergestellt. Um den Fahrer schonend aus dem Fahrzeug befreien zu können, wurde das Fahrzeugdach abgetrennt und nach hinten weggeklappt. Mittels Spineboard konnte der Fahrer nach rund 30 Minuten aus dem Wagen befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Er wurde in ein Krankenhaus nach Wiesbaden gebracht.

Gegen 13:00 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. An der Rettung waren neben dem Rüstzug der Wiesbadener Berufsfeuerwehr, zwei Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug beteiligt. Auch die Freiwillige Feuerwehr Schlangenbad-Georgenborn sowie die Polizei waren vor Ort.

Mobiles Impfteam in Groß-Gerau wechselt den Standort

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Bei den mobilen Impfteams des Kreises steht ein Ortswechsel an: Ab Samstag (20.) wird in Groß-Gerau nicht mehr am Landratsamt gegen Covid-19 geimpft, sondern auf dem Gelände des Helvetia Parcs. Dort wird zunächst samstags und sonntags jeweils von 10.30 bis 17.30 Uhr geimpft sowie mittwochs von 9.30 bis 16.30 Uhr. Zusätzlich gibt es weitere Impfangebote der mobilen Teams in anderen Orten des Kreises Groß-Gerau. Welche Termine in naher Zukunft anstehen, wird regelmäßig auf der Internetseite des Kreises unter www.kreisgg.de veröffentlicht.


Im nun genutzten Gebäude gibt es geschützte Wartezonen

„Wir sind froh, dass wir im Helvetia Parc gut geeignete Räume für das Impfen in Groß-Gerau gefunden haben und danken dem Center-Management für sein Entgegenkommen“, sagt Joachim Hammann von der Stabsstelle Corona des Kreises. Im nun genutzten Gebäude gibt es geschützte Wartezonen. Jedes Team kann in drei Kabinen impfen, so dass mehr Impfungen als bislang möglich sein werden. Nur Besuchertoiletten gibt es nicht, ergänzt Apotheker Fritz Klink vorsorglich.

Zur Impfung – für die man keinen Termin ausmachen muss – mitgebracht werden sollten: Personalausweis, Impfpass (falls zur Hand), Versichertenkarte (nicht zwingend erforderlich, erleichtert jedoch die Erfassung der persönlichen Daten). COVID-Genesene sollten PCR-Befund oder Genesenen-Nachweis dabeihaben. Weitere erforderliche Unterlagen werden vor Ort ausgegeben. Die Teams verabreichen Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen.

Es ist geplant, die Angebotszeiten im Helvetia Parc kurzfristig auszuweiten – sobald der beauftragte Dienstleister, die CoroVak UG, das dafür nötige Personal eingearbeitet hat. Dann wird dort jeden Tag geimpft werden. Auch im Nordkreis soll es möglichst bald weitere regelmäßige Angebote der Impfteams geben.

Dr. Angela Carstens, die Leiterin des Kreisgesundheitsamts

„Das Interesse an Corona-Impfungen steigt wieder deutlich an. Das ist gut so, denn unser Ziel ist es, die Impfquote nochmals deutlich zu erhöhen und damit auch den Gesundheitsschutz der Bevölkerung“, sagt Dr. Angela Carstens, die Leiterin des Kreisgesundheitsamts. Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist bei der laufenden Impfkampagne allerdings nur ein Baustein von mehreren. Er unterstützt die Haus- und Betriebsärzte beim Kampf gegen die Pandemie. Arbeitsteilung ist das passende Stichwort dazu, nicht Konkurrenz. Schon gar nicht können die vom ÖGD beauftragten mobilen Teams das Ende September geschlossene Impfzentrum komplett ersetzen.

„Wir bitten um Verständnis, wenn wir an einer Stelle in der Warteschlange einen Schnitt machen müssen, weil wir aufgrund der Erfahrungswerte wissen, dass wir an diesem Tag dann keine weiteren Menschen mehr werden impfen können“, sagt Arzt Mehmet Cakmak. Allerdings, so betont er, haben die mobilen Teams schon jetzt mehrfach die angegebenen Impfzeiten um ein, zwei Stunden überzogen, um möglichst viele Menschen mit dem Impfschutz zu versorgen. Impfstoff jedenfalls ist ausreichend vorhanden.

Hotline für weitere Informationen

Beim Impfen richten sich die mobilen Teams grundsätzlich nach den jeweils geltenden Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) – die sich aktuell gerade sehr dynamisch ändern. Daher empfiehlt der Kreis, sich übers Internet zu informieren. Von der Kreisseite führen mehrere Links zu den aktuellen Informationen, etwa von Land und RKI. Zudem gibt es die Möglichkeit, die hessenweiten Hotlines zu nutzen: 0800 5554666 oder 0611 32111000 (bei Anrufen aus dem Ausland statt der 0 bitte 0049 vorwählen). Die Rufnummern sind montags von 8 bis 18 Uhr sowie dienstags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Die Corona-Hotline des Kreises (06152 989213) ist montags bis freitags von 8 bis 16.30 Uhr besetzt.

Kinderonkologisches Zentrum der Universitätsmedizin Mainz erstrahlt in neuem Licht

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Zimmer Bild Moeller fuer Pressemitteilung
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Nach einigen Monaten auf Behelfsstationen konnten jetzt die Räumlichkeiten des Kinderonkologischen Zentrums der Universitätsmedizin Mainz wieder bezogen werden. Optisch erstrahlt das gesamte Zentrum in neuem Glanz, medizinisch wurden zahlreiche Innovationen umgesetzt. Eine breit angelegte Spendenaktion der Kinderkrebshilfe Mainz e.V. und des Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz sicherte die Finanzierung der Maßnahmen mit einer Unterstützung von insgesamt fast € 200.000,00 Euro. Dank der großartigen Unterstützung von Faerber Architekten aus Mainz konnten die Ideen und Vorstellungen aus den verschiedenen Bereichen auf den Weg gebracht und realisiert werden.

Angenehme Atmosphäre geschaffen

Um für die an Krebs erkrankten Kinder und Jugendlichen und ihre Familien eine Atmosphäre zu schaffen, die das Krankenhausgeschehen ein Stück weit in den Hintergrund treten lässt, wurden im Zuge des Umbaus zahlreiche Änderungen vorgenommen. Diese beginnen bei einem offen und einladend gestalteten Empfangsbereich, der den Kindern und Familien von Anfang an das Gefühl vermittelt, dass sie sich hier in den besten Händen befinden. „Ohne die zahlreichen Spenderinnen und Spender wären die verschiedenen Maßnahmen nicht möglich gewesen. Daher möchten wir uns bei ihnen ganz ausdrücklich bedanken“, betont Eric Schierholz, Vorstandsmitglied der Kinderkrebshilfe Mainz.

Farbenfroh gestaltete Flure

Mit Hilfe der Spenden konnten moderne Infotainmentsysteme in den Fluren und Behandlungszimmern installiert werden, die den Informationsfluss innerhalb der Station verbessern und gleichzeitig verhindern, dass während des Wartens Langeweile aufkommt. Farbenfroh gestaltete Flure, ein neues Lichtkonzept, das sich dem Tag-Nacht-Rhythmus anpassen lässt, und verbesserte Schallschutzmaßnahmen sorgen für eine Atmosphäre, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientiert.

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Neugestaltung des Krankenhausflurs durch eine farbige Wandgestaltung und die Anbringung von Infotainmentsystemen. | Foto: Annika Wilzeck

Liebevolle Neugestaltung des Spielzimmers

Das Spielzimmer der Station liegt dem Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz besonders am Herzen. Die liebevolle Neugestaltung des Raumes lädt die Patientinnen und Patienten ein, mit Unterstützung der durch den Förderverein finanzierten Erzieherin einfach einmal „Kind sein zu dürfen“ und die schwere Erkrankung sowie den belastenden Krankenhausalltag für eine Zeit zu vergessen.

Kai Leimig, Vorstand des Fördervereins, ist sehr dankbar, „dass neben der Neugestaltung des Spielzimmers nun auch die gesamte Kinderkrebsstation mit einbezogen werden konnte. Wir sind uns sicher, dass die neu geschaffene Atmosphäre dem Heilungsprozess und dem Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten dient.“

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(v.l.n.r.) Prof. Dr. Jörg Faber (Leiter des Kinderonkologischen Zentrums Mainz), Harald Faerber (Architekt Faerber Architekten), Frank Wenner (Architekt Faerber Architekten), Jasmin Lange (Kinderkrebshilfe e.V. Mainz, Öffentlichkeitsarbeit), Simone Bausch (Innenarchitektin Faerber Architekten), Kai Leimig (Vorstand Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz) | Foto: Andrea Grimme

Medizinische Innovationen

Eine entscheidende Rolle bei den Umbaumaßnahmen spielen die medizinischen Innovationen, die dazu beitragen, dass sich das Kinderonkologische Zentrum auch künftig in die Reihe der großen pädiatrischen Krebszentren in Deutschland einordnen darf.

„Unser Ziel ist es, Fortschritte und innovative Entwicklungen in der Medizin für die Patientinnen und Patienten so früh wie möglich verfügbar zu machen und ihnen immer die aktuell bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Dank der im Zuge des Umbaus ergriffenen Innovationsmaßnahmen sind wir diesem Ziel ein großes Stück nähergekommen“, freut sich Prof. Dr. Jörg Faber, Leiter des Kinderonkologischen Zentrums Mainz.

Zentrale Monitoring-Einheit

Ab sofort garantiert eine zentrale Monitoring-Einheit die Dokumentation der Vitalzeichen und die engmaschige Betreuung der Kinder, ohne dass dafür die Patientenzimmer betreten werden müssen. Modernste Technik wie digitale Patientenakten ermöglichen den schnellen Austausch zentraler Informationen und eine qualitätsgesicherte Dokumentation unter Einhaltung aller DSGVO-Standards. Ein nahtloses Tracking von Medikamentenströmen und die Optimierung einer patientennahen Labordiagnostik sorgen für mehr Sicherheit in der Behandlung. Der Ausbau der Tagesklinik schließlich und die kontinuierliche Erweiterung modernster Telemedizin-Elemente tragen zu einer Reduzierung der Klinikaufenthalte bei und sorgen für eine intensive Betreuung der Patientinnen und Patienten auch außerhalb der Klinik.

Verkehrsbehinderung wegen Verkehrsunfall auf der Rheinachse in Mainz

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Verkehrsteilnehmer, die am Dienstagfrüh (16. November 2021) mit dem Auto auf der Rheinstraße in Richtung Mainz-Mombach unterwegs waren, mussten Duldsamkeit und ein starkes Nervenkostüm mitbringen. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich bis zum Fischtor. BYC-News war vor Ort.

Kein gewöhnlicher Auffahrunfall

Gegen 10:00 Uhr fuhr ein Fahrer eines roten Skoda Octavia aus Mainz im Stop-and-Go Verkehr an der Kreuzung Rheinstraße / Kaiserstraße, dem Vordermann, ebenfalls Fahrer eines Skoda Octavia aus ungeklärter Ursache auf. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Jedoch waren die Fahrzeuge nach dem Zusammenstoß ineinander verkeilt, weil die Anhängerkupplung des dunkelblauen Skoda, sich in die Front des roten Kombis gebohrt hatte. Der Abschleppdienst wurde alarmiert.

Abschleppdienst konnte Fahrzeuge nicht trennen

Der hin zugerufene Abschleppdienst aus Mainz-Hechtsheim begann nach dem Eintreffen seine Arbeit. Er rüstete den dunkelblauen Skoda mit jeweils einem Gurt an jeder Felge aus, um das Fahrzeug anschließend von seinem Hintermann zu trennen, dies gelang nach mehreren Versuchen leider nicht. Die Feuerwehr der Feuerwache 2 wurde alarmiert.

Feuerwehr trennte beide Unfallfahrzeuge

Die Feuerwehr rückte mit zwei Einsatzfahrzeugen und 10 Mann an. Nach kurzer Erkundung der Einsatzstelle und Erläuterung des Problems trennte die Feuerwehr die beiden Unfallwagen. Mit einer Flex wurde die Anhängerkupplung kurzerhand abgetrennt. Der Einsatz konnte für die Feuerwehr nach 30 Minuten beendet werden. Neben der Feuerwehr war die Polizei Mainz mit zwei Einsatzkräften im Einsatz.

Aggressiver Mann im Elektro-Rollstuhl will Polizisten in der Mainzer Altstadt umfahren

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Auseinandersetzung in Mainz-Mombach
Polizei Mainz

„Scheiß Kanacke“ und „Heil Hitler“ schreit ein 48-jähriger Mann Polizisten entgegen, als sie ihn wegen extremer Ruhestörung einer Kontrolle unterziehen wollen.

Laute Musik über Bluetoothbox

Der in einem elektrischen Rollstuhl sitzende Mann befuhr am gestrigen späten Montagabend gegen 23:00 Uhr das Rheinufer in der Mainzer Altstadt und spielte dabei sehr laute Musik auf einer sehr großen Bluetoothbox ab. Die Radstreife der Polizei Mainz hörte diese Musik und folgt dieser bis zu dem Verursacher, um diesen in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke zu kontrollieren. Dieser weigert sich jedoch anzuhalten und ignoriert alle Aufforderungen dazu.

Rollstuhlfahrer versucht Polizisten umzufahren

Um ihn zum Stehen zu bringen, stellt sich ein Polizist mit seinem Dienstfahrrad quer vor den Rollstuhl was den Mann jedoch nicht davon abhält in das Fahrrad zu fahren. Der Polizist springt kurz zuvor zur Seite, der Rollstuhlfahrer jedoch stürzt dabei um und bleibt seitlich liegen.

Mittlerweile, wegen der gemeldeten Ruhestörungen, eingetroffene Einsatzkräfte des Rechts- und Ordnungsamtes und die beiden Polzisten versuchen den Mann in seinem Rollstuhl wieder aufzurichten, was jedoch erst unter großer Kraftanstrengung gelingt, weil er sich dagegen erheblich sperrt.

Aggressive Grundhaltung zwingt Polizei zu härteren Maßnahmen

Als er seinen Oberkörper selbst aufrichtet, hebt er seinen rechten Arm, ruft „Heil Hitler“ aus und beleidigt einen Polizeibeamten als „Scheiß Kanacke“. Seine aggressive Grundhaltung hält dabei weiterhin an. Zum Schutz der Einsatzkräfte muss der Mann gefesselt werden und eine Spuckschutzhaube tragen.

Alkoholisiert mit 1,29 Promille

Später wird ein Alkoholisierungsgrad in Höhe von 1,29 Promille festgestellt. Den Beschuldigten erwarten Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, dem Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole und eines Verkehrsunfalles, da der Aufprall auf das Dienstrad als Unfall gewertet werden muss.

Pflegekräfte aus Mainz: „Sagt den Leuten endlich die Wahrheit und steht zu euren Fehlern“

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Die Inzidenzen steigen und die Intensivbetten in der Bundesrepublik Deutschland sind knapp. Immer mehr Pflegekräfte und Intensivmediziner fordern klare Aussagen von der Bundesregierung und endlich den Mut zur Wahrheit. BYC-News hat mit vier Pflegekräften der Unimedizin Mainz und dem Marienhaus Klinikum Mainz (MKM) gesprochen.

„Die Lage ist ruhig was Corona angeht, aber uns fehlen Pflegekräfte und Kapazitäten“

In einem Gespräch äußerten sich Pflegekräfte der Unimedizin Mainz und dem MKM gegenüber BYC-News. Die ungenauen Zahlen und Umfragen passen seit Wochen nicht mehr zu den Erlebnissen des medizinischen Personals und auch die Statistiken der Corona-Zahlen werden immer ungenauer. Das Fachpersonal der Mainzer Kliniken möchte nun endlich klare Worte aus der Politik.

„Wir haben seit Monaten eigentlich eine ruhige Lage was die Covid-19-Patienten angeht, nur sind wir unterbesetzt und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Wir kommen schon an unsere Grenzen mit den Patienten ohne Covid-19 und da ist jeder neue Intensivpatient, egal mit welcher Erkrankung, einer zu viel. Wir können das nicht mehr stemmen und wollen es auch nicht mehr. Das Problem ist nicht Corona, sondern die fehlerhafte Politik der letzten Jahre und die Einsparungen im Gesundheitswesen. Es kündigen immer mehr Menschen ihren Job im Bereich der Intensivmedizin und Pflege. Die Menschen werden älter und es bedarf somit auch einer längeren Pflege. Man kann nur hoffen, dass die neue Regierung das geregelt bekommt und endlich Nägel mit Köpfen macht. Es ist bereits zwölf Uhr“, teilte uns eine der Pflegerinnen in einem telefonischen Meeting mit.

Lange Wartezeiten und kein Personal

„Man muss nur auf den Fall in Alzey schauen, da stehen 20 Betten leer, weil kein Personal vorhanden ist. Die Betten sind abgeschrieben und sind nicht nutzbar. In der Stadt Ingelheim ist eine ganze Klinik geschlossen worden. Es bekommt doch jeder in der Notaufnahme schon mit, lange Wartezeiten und kein Personal da. Unsere Politik sollte endlich klare Worte finden und offen mit den Problemen umgehen. Von Geklatsche und ständig neuen Zahlen, die nichts aussagen, bekommen wir nicht mehr Geld oder Ausstattungen. Sagt den Leuten endlich die Wahrheit und steht zu euren Fehlern“, fordert eine weitere Pflegerin.

„Bundesweit kündigen immer mehr ihren Job in der Pflege. In Mainz und im gesamten Rhein-Main-Gebiet wird das in Zukunft der Fall sein. Das in den Medien oder in der Politik anzusprechen, ist natürlich ein Problem. Stattdessen wird lieber eine Pandemie vorgeschoben und vom eigenen Versagen abgelenkt. Liebe Politik stellt euch hin und sagt klar und deutlich, dass ihr uns die letzten Jahre sitzen gelassen habt. Das Problem besteht schon seit Jahren und nicht erst seit kurzem. Wenn das nächste Virus oder eine andere Katastrophe kommt, sind wir vollkommen aufgeschmissen. Wir, die Pflegekräfte, sind auch nicht länger der Prellbock für euch. Denn schließlich sind wir und alle anderen Beschäftigten im Krankenhauses, die den Druck von Patienten und Angehörigen abbekommen. Nicht ihr. Erklärt doch mal dem Patienten, warum er mehrere Stunden in einer Notaufnahme warten muss. Erklärt doch mal, warum immer mehr Intensivbetten wegfallen. Wir möchten endlich Antworten! Der Druck in den Kliniken steigt auch. Wir bekommen teilweise einen regelrechten Maulkorb verpasst von oben und wir wissen nicht mehr was wir noch sagen dürfen.“

 

Gesundheitsamt Mainz-Bingen total überfordert

Zudem teilte uns ein Pfleger in dem Interview mit: „Schaut euch alleine das Vorgehen beim Gesundheitsamt Mainz-Bingen an und die publizierten Corona-Inzidenzen. Wenn sich ein Ungeimpfter als Verdachtsfall beim Gesundheitsamt meldet, wird ein PCR-Test gemacht und der Fall registriert. Meldet sich aber ein Geimpfter als Verdachtsfall beim Gesundheitsamt, bekommt er gesagt, dass das nicht so schlimm sei und weder ein Test noch eine Quarantäne notwendig sei. Diese Personen landen nicht einmal in der Statistik. Wenn man dann nachfragt, ob man als positiv registriert wird, bekommt man nur gesagt, dass es nicht genug Kapazitäten gebe und man als Geimpfter ja nur ein geringes Risiko sei. Die Statistiken von den registrierten Corona-Fällen stimmen vorne und hinten nicht.“

„Es steht außer Frage, dass Ungeimpfte ein wesentlich höheres Risiko haben, aber vermittelt doch keine unvollständigen Zahlen und Statistiken. Es wird noch der Nährboden für Verschwörungen gedüngt und es werden Fake-News verbreitet.“ Der Fokus müsse auf den Intensivbetten liegen und nicht auf den Inzidenzen, die täglich präsentiert werden von Politik und Medien. Uns bringen auch Statistiken, was Ungeimpfte oder Geimpfte gewählt haben, nichts. Dass 50 Prozent der ungeimpften Menschen die AFD wählen, bringt uns sicherlich nicht weiter. Oder gibt es auch Statistiken, dass SPD-Wähler ein Alkoholproblem haben oder CDU-Politiker Fleisch essen? Nein, weil es völlig irrelevant ist. Wir brauchen Personal und eine ordentliche Bezahlung, das ist das Wichtige“

Großveranstaltungen müssen abgesagt werden aus verschiedenen Gründen

„Ja, die Großveranstaltungen müssen abgesagt werden, aber nicht alleine wegen Corona. Jeder Notfall bringt das Gesundheitssystem an seine Grenzen und die kalte Winterzeit bringt weitere Krankheiten oder Unfälle mit sich. Auch die 2G-Regelung bringt nachweislich nicht den erwünschten Erfolg, sie fördert nur, dass Geimpfte sich trotz der Pandemie noch lockerer verhalten. Das bedeutet nicht, dass man sich nicht impfen lassen soll, es kann nur Vorteile haben und es mindert das Risiko von einem schweren Verlauf sehr stark. Aber wir haben bald ein noch größeres Problem. Die psychischen Erkrankungen und Depressionen steigen rasant an und das wird unser Gesundheitssystem in Zukunft noch mehr strapazieren. An Fastnacht sind die Notaufnahmen voll aufgrund von Verletzungen und Alkohol und weiteren Notfällen. Das interessiert jedoch die Spaßgesellschaft dem Anschein nach sehr wenig.“ Auch der Bundestagsabgeordnete der SPD, Dr. Joe Weingarten fordert die Absage von Großveranstaltungen.

Psychische Erkrankungen nehmen zu

„Wir fordern auch eine Statistik über die Zunahme der psychischen Erkrankungen, die aufgrund der Pandemie und den Einschränkungen entstanden sind. Wir erleben selbst, dass die Fälle sich mehren und wir damit mehr zu tun haben als mit dem Virus selbst. Wir erleben Menschen, die aufgrund fehlender sozialer Kontakte psychisch krank werden. Wegen dem sozialen Druck von außen, wirtschaftlicher Ängste und vielem mehr. Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder anderen Umständen nicht geimpft werden können, werden ausgeschlossen. Es gibt auch in der Psychotherapie keine Kapazitäten mehr. Wir haben Fälle, da muss ein Patient mehrere Monate auf einen Termin warten, um Hilfe zu erhalten. Die Suizide haben ebenfalls zugenommen, darauf möchten wir aber nicht weiter eingehen. Die Zunahme von kranken Kindern wächst und der Druck im Elternhaus steigt stetig.“

 

Diskussion: Ungeimpfte nicht oder zweitrangig behandeln

„Die aktuelle Diskussion und die Einstellung, dass man Personen ohne Impfung erst zweitrangig behandeln sollte, dass ist das menschenverachtendste, was wir in den letzten Jahrzehnten erlebt haben. Wir könnten das gar nicht mit unserem Gewissen vereinbaren. Wenn wir uns vorstellen, dass diese Vorgabe eintreffen würde, dann werden wir dazu gezwungen, Menschen liegen bzw. leiden zu lassen. Es ist wohl kaum einem bewusst was er da fordert von uns und unseren Kollegen“.

„Denn auch im Medizinbereich gibt es genügend Menschen, die nicht geimpft sind. Wir sind fest der Überzeugung, dass wenn es ein Ernstfall am eigenen Leib gibt oder im Umfeld, dass dann der „Impfstatus“ vom Lebensretter keine Rolle spielt. Es werden leichtsinnig Forderungen gestellt und nicht zu Ende gedacht. Es bilden sich Gruppen, die keine andere Meinung zulassen. Man möchte sich nicht vorstellen, dass ein Ungeimpfter nicht mehr dein Leben retten darf, denn es wird umgedreht genauso gefordert. Ein Teil der Gesellschaft sollte dringend nachdenken was sie fordert. Fordert eine gute Bezahlung für Lebensretter und das bezieht sich auf alle Bereiche von der Feuerwehr bis hin zum Pflegepersonal. Setzt das Wichtige in den Fokus und stellt diese Forderungen. Dann kann man das Problem in den Griff bekommen! Mit dem nächsten Lockdown in Rheinland-Pfalz bekommen wir keine zusätzlichen Kapazitäten auf den Stationen, sondern wir holen uns in Zukunft noch mehr Patienten ins Haus, die wir nicht intensiv betreuen können, weil weitere Kollegen und Kolleginnen ihren Beruf an den Nagel hängen“

Appell der Pflegekräfte

„Deshalb unser persönlicher, gemeinsamer Appell an die Menschen: Geht wenigstens untereinander vernünftig miteinander um. Wir erleben jeden Tag wie schnell das Leben zu Ende sein kann. Wir sind 24 Stunden für euch da, macht es uns nicht noch schwerer als es ohnehin schon ist. Irgendwann bricht auch die stärkste Pflegekraft unter dem Druck von allen Seiten zusammen.“

Hinweis der Redaktion: BYC-News hat mit den Beteiligten gesprochen und gibt in dem obenstehenden Interview deren Erfahrungen wieder. Der Redaktion ist bewusst, dass es hierzu auch andere Ansichten gibt, welche wir natürlich in weiteren Interviews mit anderen Beteiligten ebenfalls aufgreifen werden. Selbstverständlich wurde im Rahmen des Interviews auch überprüft, dass es sich bei den Gesprächspartnern tatsächlich um Angestellte der Krankenhäuser handelt.

 

Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz teilt mit:

Flächendeckende Krankenhausversorgung erheblich gefährdet – Weitere Belastung nicht verkraftbar. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland bei einem Wert von über 300. Zudem verzeichnet das RKI 43 weitere Todesfälle. Dementsprechend spitzt sich die Situation in Kliniken und Einrichtungen weiter zu. Noch in dieser Woche will der Bundestag unter anderem über Regelungen zur Sicherung in der Krankenhausversorgung entscheiden. Dazu erklärt Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz:

„Die Lage ist in diesem Moment bereits deutlich angespannt und wird sich weiter zuspitzen, sodass wir erneut mit einem sehr harten Winter rechnen müssen. Das zeigt sich insbesondere in der beruflichen Pflege. Im formaljuristisch und ökonomisch total verkorksten Krankenhauswesen soll jetzt auch noch die Einführung einer Versorgungspauschale für die Versorgung von an Covid-19 erkrankten Patienten primär für eine Sicherung der Liquidität sorgen. Offensichtlich hat man in Berlin das Augenmaß für eine verantwortliche Finanzierung der Betriebskosten von Krankenhäusern verloren. Bei derartigen gesetzlichen Regelungen wird die mittlerweile bedrohliche Belastungssituation verkannt. Die angedachte Versorgungspauschale ist dabei nicht das Problem. Sie ist hilfreich zur Abfederung der Kosten bei der umfassenden Versorgung von Covid-Patienten. Sie reicht aber in keinem Fall aus, um der Belastung im Pflegeberuf entgegenzusteuern, die trotz der Ausgliederung in ein Pflegebudget bei anhaltendem Personalmangel weiter vorhanden ist.“

Krankenhäuser können nicht einfach heute Personal entlassen und morgen wiedereinstellen

„Es muss jetzt dafür gesorgt werden, dass auch für die Corona-Versorgung freigehaltene Kapazitäten ausreichend finanziert werden, damit auch die Löhne überall gezahlt werden können. Wir sprechen uns in diesem Zusammenhang für eine zusätzliche Finanzierung – beispielsweise über eine deutliche Anhebung des Pflegeentgeltwertes – aus, weil nur dadurch die Leistungsdynamik begrenzt werden kann und die Einrichtungen auch sinnvoll Ressourcen für die Versorgung der zunehmenden Covid-Patienten vorhalten und auch bezahlen können. Krankenhäuser können nicht einfach heute Personal entlassen und morgen wiedereinstellen. Letztlich fordern wir von der Politik die Überwindung des unsäglichen auf mengenorientierte Leistung bezogenen DRG-Systems zugunsten eines Systems, das Krankenhäuser und das bestehende Versorgungsumfeld als Einheit betrachtet“, so Mai.

 

Jedes fünfte Pflegeheim in Deutschland steht kurz vor der Insolvenz

Die wirtschaftliche Lage deutscher Pflegeheime hat sich seit dem Jahr 2016 stetig verschlechtert. Rund 20 Prozent lagen 2019 im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr, gut 26 Prozent schrieben einen Jahresverlust. Die Trends zur Ambulantisierung und Privatisierung hielten an, die Personalknappheit ist gestiegen. Durch die Alterung der Gesellschaft ist bis 2030 in Deutschland mit 4,9 Millionen Pflegebedürftigen zu rechnen, das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Damit verbunden steigt der Bedarf an Pflegepersonal und Kapital. Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt der „Pflegeheim Rating Report 2022“. Er wurde gemeinsam vom RWI und der hcb GmbH in Kooperation mit der Evangelischen Bank eG und der Curacon GmbH sowie mit Unterstützung der Terranus GmbH erstellt.

Insolvenzwahrscheinlichkeit steigt stark an

Die wirtschaftliche Lage deutscher Pflegeheime ist angespannt, sie hat sich seit dem Jahr 2016 kontinuierlich verschlechtert. Grund dafür ist der zunehmende Kostendruck der Heime. Im Jahr 2019 befanden sich ca. 20 Prozent im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr, 38 Prozent im „grünen Bereich“ mit geringer Insolvenzgefahr und 42 Prozent dazwischen im „gelben Bereich“. Ihre durchschnittliche Insolvenzwahrscheinlichkeit lag mit 2 Prozent etwas höher als bei Krankenhäusern. Verschlechtert hat sich auch die Ertragslage: Schrieben 2016 nur rund 10 Prozent der Pflegeheime einen Jahresverlust, waren es im Jahr 2019 bereits 26,5 Prozent. Hier geht es zum Gesamtreport vom November 2021.


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Intensivbetten-Bericht vom 21. November 2021: Erneut massiver Wegfall von Intensivbetten – Operationen mussten bereits 2018 verschoben werden

Rettung bei schweren Unfällen: Ausbildungstag der Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg

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Die Stadtteilfeuerwehr Gustavsburg hat am Samstag (13. November 2021) einen Ausbildungstag mit dem Schwerpunkt der Technischen Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen durchgeführt.


Theoretische und praktische Schulung

Im Rahmen des Ausbildungstages wurden die Grundlagen der patientengerechten Unfallrettung in Verbindung mit einsatztaktischen Möglichkeiten theoretisch und praktisch geschult. Über zwanzig Einsatzkräfte aus den beiden Stadtteilfeuerwehren trafen sich bereits um 7:45 Uhr im Feuerwehrhaus in Gustavsburg. Um gut gestärkt in den Tag zu starten, hatten die Organisatoren des Ausbildungstages, Kai Siemon, Matthias Mayer und Tobias Behringer zunächst ein reichhaltiges Frühstück eingeplant.

Der Ausbildungstag begann mit theoretischen Einheiten, denn nach dem Frühstück stand ein einstündiger Vortag über die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst bei Verkehrsunfällen auf der Tagesordnung. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor, René Gitter, konnte als Rettungssanitäter und Berufsfeuerwehrmann hier aus der täglichen Erfahrung wichtiges rettungsdienstspezifisches Wissen vermitteln.

Fünf Unfallautos wurden für die Übungen genutzt

Nach der Theorie folgte die Praxis bei der Firma TSR Recycling. Wie bereits in der Vergangenheit konnte die Feuerwehr auch dieses mal wieder auf die Unterstützung des Recyclingsbetriebs aus dem Stadtteil Gustavsburg bauen. Insgesamt wurden fünf Unfallautos für Übungen und die praktische Ausbildung zur Verfügung gestellt.

Zunächst wurden die Teilnehmer in drei Kleingruppen aufgeteilt und auf die drei vorbereiteten Übungsstationen verteilt. Bei Verkehrsunfällen kommen am häufigsten diese drei Unfallsituationen vor: PKW auf den Rädern stehend, PKW auf der Seite und PKW auf dem Dach liegend. An allen Stationen wurde die patientengerechte Unfallrettung in Verbindung mit der richtigen Schnitttechnik und der Anwendung von verschiedenen Gerätschaften in der technischen Hilfeleistung besprochen. Es wurden die Themen Erstöffnung, Versorgungsöffnung und Befreiungsöffnung durchgegangen. Die Teilnehmer wechselten nach dem erfolgreichen Öffnen der Fahrzeuge an die nächste Station.

Rettung bei schweren unfällen: ausbildungstag der feuerwehr ginsheim-gustavsburg 3
Übung der Feiwilligen Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg

Gegen Mittag hatten wie geplant alle Teilnehmer die drei Stationen durchlaufen. Die Ausbilder aus der Stadtteilfeuerwehr Gustavsburg erarbeiteten gemeinsam an jeder Station den nächsten Schritt und es wurden Vor- und Nachteile direkt besprochen. An der Station „PKW auf den Rädern stehend“ wurde eine große Seitenöffnung geschaffen. An der Station „PKW auf der Seite liegend“ wurde die verunfallte Person stabilisiert und gerettet, indem das Dach teilweise aufgeklappt wurde. An der dritten Station wurde mit der angenommenen Lage nach einem Überschlag mit PKW auf Dach wurde der Fahrer zunächst aus der lebensbedrohlichen Lage kopfüber befreit und anschließend eine Verklemmung im Fußbereich gelöst. Schließlich wurde das Unfallopfer zusammen mit dem abgetrennten Dach wie auf einem Schlitten unter dem Auto herausrausgezogen.


Nach dem Mittagsessen ging es weiter

Nach einem Erkenntnisreichen Vormittag stand als nächstes ein gemeinsames Mittagessen auf der Tagesordnung. Doch lange konnten sich die Einsatzkräfte nicht ausruhen. Nun stand eine Einsatzübung mit dem Schwerpunkt Verkehrsunfall auf der Agenda. Wieder diente das Firmengeländer der TSR Recycling als Übungsort.

Ein schwerer Verkehrsunfall wurde dargestellt

Die Organisatoren hatten einen Verkehrsunfall im hinteren Bereich des Firmengeländes vorbereitet. Mit drei Einsatzfahrzeugen, in sogenannter Zugstärke, wurde die Unfallstelle erreicht. In der Erkundungsphase stellte sich ein dramatisches Bild dar: Ein LKW hatte Stahlstangen geladen und diese aufgrund mangelnder Ladungssicherung während der Fahrt verloren. Die verlorene Stahlstange traf den nachfahrenden PKW einer jungen Frau und durchbohrte diesen samt der Fahrerin. Die Fahrerin konnte anschließend einen Aufprall auf ein von der Seite kommenden PKW nicht mehr verhindern.

Rettung bei schweren unfällen: ausbildungstag der feuerwehr ginsheim-gustavsburg 4
Übung der Feiwilligen Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg

Rettung der schwerverletzten Fahrerin

Das Hilfeleistungslöschfahrzeug kümmerte sich um die technische Rettung der schwerverletzten Fahrerin, das Tanklöschfahrzeug stellte den Brandschutz sicher und rettete die eingeschlossenen Person im zweiten Unfallfahrzeug. Die Einsatzleitung und somit den Kontakt zur Leitstelle stellte das Mehrzweckfahrzeug sicher. Nach etwa 45 Minuten konnte der Einsatzleiter: „Alle Personen befreit und an den Rettungsdienst übergeben“ melden. Somit war das Übungsziel erreicht, es folgte eine kurze Nachbesprechung vor Ort.

Insgesamt acht Stunden Übungsveranstaltung

Nach der Ankunft im Feuerwehrhaus mussten die Gerätschaften gereinigt werden, der Ausbildungstag wurde bei Kaffee und Kuchen umfangreich nachbesprochen. Alle Teilnehmer waren von diesem intensiven Ausbildungsformat begeistert. Die Organisatoren und Ausbilder zogen ebenfalls ein positives Resümee nach rund acht Stunden Übungsveranstaltung.

Deutsche nehmen 219 Dosen verstecktes Antibiotika durch Fleisch zu sich

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Am Donnerstad (18.11.2021) ist der Europäische Antibiotika-Tag. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf den effektiven Einsatz von Antibiotika zu lenken. Während die verschriebenen Mengen in der Humanmedizin zurückgehen, werden weiterhin enorme Mengen Antibiotika in der Massentierhaltung eingesetzt. Ein neu entwickelter Online-Rechner zeigt die Auswirkungen des eigenen Ernährungsverhaltens auf: Insbesondere versteckte Antibiotika, die über den Verzehr von Fleisch verbraucht werden, werden berechnet. Das Ergebnis überrascht.

Wie viele Antibiotika verbraucht der eigene Konsum?

Der Fleisch-Rechner der Plattform blitzrechner.de ermittelt den aktuellen Fleischkonsum und errechnet, wie viele Antibiotika und Ressourcen durch diesen Konsum verbraucht werden. Die Zahl ist erschreckend. Deshalb erfährt der Nutzer im gleichen Schritt, wie viele Antibiotika und Ressourcen sich einsparen lassen, wenn – zumindest ein Teil des Fleisches – durch eine alternative Proteinquelle ersetzt werden würde.

Wer Fleisch isst, sorgt in 10 Jahren für den Einsatz von durchschnittlich 219 Antibiotika-Dosen

Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der präventive Einsatz von Antibiotika. Da Tiere in Massenhaltung schnell krank werden können, werden sie häufig behandelt bevor sie erkranken. Und: Wenn ein Tier krank wird, wird aufgrund der Ansteckungsgefahr meist gleich die ganze Herde nochmals behandelt.

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Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der hohe Einsatz von Antibiotika. Da Tiere in Massenhaltung schnell krank werden, müssen sie besonders häufig behandelt werden. Und: Wenn ein Tier krank wird, wird aufgrund der Ansteckungsgefahr gleich die ganze Herde vorbeugend behandelt. Im Schnitt bekommt jeder Deutsche innerhalb von 10 Jahren 47 Tagesdosen Antibiotika verschrieben. Die von ihm in dieser Zeit verzehrten Tiere aber 219 Tagesdosen. | Quelle: Blitzrechner.de

„Den meisten Menschen ist nicht klar, auf welche Mengen sich das im Laufe der Zeit summiert.“, sagt Tim Lilling, Projektleiter bei blitzrechner.de. „Im Schnitt bekommt jeder Deutsche innerhalb von 10 Jahren 47 Tagesdosen Antibiotika verschrieben. Die von ihm in dieser Zeit verzehrten Tiere im Durchschnitt aber 219 Tagesdosen.“, so Lilling weiter.

Den individuellen Verbrauch kann jeder Verbraucher mit dem Fleischrechner selbst ausrechnen. Dabei sieht er auch gleich, wie sich eine Einschränkung des eigenen Fleischkonsums auf den Einsatz von Antibiotika auswirken würde.

Hintergrund: Weshalb sind Antibiotika in der Tierhaltung so problematisch?

Antibiotika sind hochwirksam gegen Bakterien und deshalb auch so wichtig in der Medizin. Werden sie aber zu häufig eingesetzt, zu niedrig dosiert oder zu kurz eingenommen, können Krankheitserreger Resistenzen gegen die Antibiotika entwickeln – das jeweilige Antibiotikum ist damit wirkungslos.

Damit dies nicht geschieht, sollten Antibiotika nur dann zum Einsatz kommen, wenn es nicht anders geht. In der Massentierhaltung ist dies heute leider häufig noch nicht der Fall.

Über den Antibiotika-Tag

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft jährlich zur „World Antibiotic Awareness Week“ auf. Ziel ist es, dass Bewusstsein für Antibiotikaresistenzen in der Öffentlichkeit weltweit zu schärfen. Im Rahmen dieser Initiative wurde am 18. November der „Antibiotic-Awareness-Day“ vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) als Europäischer Antibiotikatag eingeführt. Ziel ist, die Aufmerksamkeit auf die Rolle eines effektiven Einsatzes von Antibiotika bei der Prävention und zur Eindämmung antimikrobieller Resistenzen zu lenken.

Mehr Grün durch neue Baumkübel in der Innenstadt von Bad Kreuznach

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baumkuebel innenstadt 12.11.2021 2
baumkuebel innenstadt 12.11.2021 2

Die Bad Kreuznacher Innenstadt wird grüner: In der Mannheimer Straße, der Römerstraße und der Salinenstraße hat die Stadtverwaltung zehn große Pflanzkübel mit jungen Bäumen aufgestellt. Dort können wegen Leitungen im Boden keine Bäume gepflanzt werden. Durch die neuen Baumkübel soll in Zeiten des Klimawandels auch das Mikroklima in der Stadt verbessert werden.

Wohlfühlen beim Bummeln durch die Innenstadt

„Mehr Grün in der Stadt – unter diesem Schlagwort bespielen wir seit einiger Zeit Plätze in der Innenstadt, etwa den Kornmarkt oder die Mühlenteichbrücke, die mit demselben Gestaltungskonzept begrünt wurden“, informiert Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Auch das Thema Aufenthaltsqualität und Schatten in heißer und trockener werdenden Sommern spiele eine wichtige Rolle. „Mir ist es wichtig, dass sich die Menschen beim Bummeln durch die Fußgängerzone wohlfühlen.“

Blumeneschen sind als Klimabäume bekannt

Bei den jungen Bäumen handelt es sich um Blumeneschen. Die als Klimabäume bekannte Art ist genügsam, passt sich gut den Auswirkungen des Klimawandels an und wird nicht so groß – wichtige Vorteile in der Fußgängerzone. Gepflanzt wurden sie in 1,4 auf 1,4 Meter großen, winterfesten Pflanzkübeln mit integriertem Wasserspeicher. Damit müssen sie nicht zu oft gegossen werden. Mit rund einer Tonne Gewicht lassen sie sich ohne Hilfe von Maschinen nicht fortbewegen.

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Foto, v.l. Christoph Nath (Geschäftsführer Kreuznacher Stadtwerke), Hans Sifft (Abteilung Tiefbau und Grünflächen) und OB Dr. Heike Kaster-Meurer präsentieren die neuen Baumkübel in der Mannheimer Straße. | Foto: Stadt Bad Kreuznach

OB hofft auf Unterstützer und Baumpaten

Das Projekt wird von den Kreuznacher Stadtwerken unterstützt, die einen Pflanzkübel und einem Baum spenden. „Wir freuen uns, die Stadt Bad Kreuznach bei der Begrünung der Innenstadt zu unterstützen. Zudem laden wir alle ein, mit uns 600 Bäume im Kreuznacher Stadtwald zu pflanzen. Treffpunkt für die Pflanzaktion ist am Freitag, 3. Dezember, um 13 Uhr auf dem Freizeitgelände Kuhberg. Damit sorgen wir für besseres Klima für unsere Region“, sagt Christoph Nath, Geschäftsführer der Kreuznacher Stadtwerke.

Stattliche Bäume in etwa 3 Jahren

Außerdem hat die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück drei Baumkübel entlang der Salinenstraße aufgestellt. Die Oberbürgermeisterin freut sich auf weitere Unterstützer des Projektes und Baumpaten, die die Eschen gießen oder pflegen wollen. In zwei bis drei Jahren, schätzt Baumexperte Hans Sifft von der Abteilung Tiefbau und Grünflächen, werden sie zu stattlichen Bäumen herangewachsen sein.

Quelle: Stadt Bad Kreuznach / Isabel Gemperlein