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Versorgung sichern und Krankenhausfinanzierung reformieren

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„Nicht erst die Pandemie hat uns allen deutlich gemacht, wie wertvoll unsere Krankenhäuser im Land sind, die eine Krankenhausversorgung auf hohem Niveau ermöglichen, damit die Menschen bedarfsgerecht, schnell und umfassend versorgt werden können“, sagte Gesundheitsminister (Rheinland-Pfalz) Clemens Hoch.


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Landesregierung unterstützt die Forderung der Krankenhäuser

„In einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz gilt es den Herausforderungen einer flächendeckenden, stationären, medizinischen Versorgung gerecht zu werden und den Zugang zur Grund- und Regelversorgung zu sichern“, so Hoch. Deshalb unterstütze die Landesregierung die Forderung der Krankenhäuser nach einer ausgewogenen Krankenhausfinanzierung und einer Reform des aktuellen Diagnosis Related Groups Systems (DRG-System). Zudem sei Rheinland-Pfalz einer der Mitinitiatoren, die sich für die Gründung einer Bund-Länder-AG zur Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierungsstrukturen eingesetzt hätten.

Das Land Niedersachsen hatte im Bundesrat einen Entschließungsantrag gestellt, dem Rheinland-Pfalz unterstützend beigetreten ist, da dieser den Forderungen aus Rheinland-Pfalz entspricht. Der Antrag zielt darauf ab, durch Gesetzesinitiativen das geltende DRG-System weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die unterschiedlichen Kostenstrukturen abzubilden, denen einzelne Krankenhäuser unterliegen. Nur so können zukünftig die unterschiedlichen Vorhaltekosten in den einzelnen Einrichtungen gerecht refinanziert werden. In dem Entschließungsantrag wird die Bundesregierung aufgefordert, durch die Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen eine Vergütungsstruktur zu etablieren, die eine einrichtungsorientierte und behandlungsnotwendige Kostenerstattung ermöglicht. Zudem soll sie dem Umstand entgegentreten, dass Leistungen der Grundversorgung im DRG-System unzureichend abgebildet sind. Ziel sollte ferner sein, das DRG-System von einem komplexen System mit 1.292 Fallpauschalen, hin zu einem effektiven Abrechnungssystem zu entwickeln, das mehr Ressourcen für die Betreuung von Patienten schafft.

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Wer mehr Leistungen erbringt, nimmt mehr Geld ein

Die Fallpauschalen beinhalten ärztliche Leistungen, Sachkosten wie Medikamente, Verbände oder etwa künstliche Gelenke, Aufwendungen für Infrastruktur und Verwaltung. Sie werden vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus aufgrund der Durchschnittskosten von Modellkliniken jährlich berechnet und dann pauschal für alle festgelegt. Die Pflegekosten hingegen verhandeln die Krankenkassen mit den Kliniken individuell, je nach den tatsächlichen Ausgaben der einzelnen Häuser. Fallpauschalen und Pflegekosten sind nicht in der Höhe oder der Menge begrenzt, die Kassen zahlen die Summe, die bei den Krankenhäusern entsteht. Für die Kliniken bedeutet das: Wer mehr Leistungen erbringt, nimmt mehr Geld ein.

„Es ist an der Zeit das DRG (Fallpauschalen)-Systems zu reformieren und die Krankenhausfinanzierung auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten. Es sollte nicht sein, dass Kliniken aus ökonomischen Gründen gezwungen werden, ihre Leistung auszuweiten oder erforderliches Personal abzubauen. Ziel muss eine Vergütungsstruktur sein, die die Leistungserbringer aus diesem Kreislauf löst und eine einrichtungsorientierte und behandlungsnotwendige Kostenerstattung ermöglicht, so dass sowohl kleine Krankenhäuser im ländlichen Raum wie auch die Universitätsmedizin Mainz wirtschaftlich überlebensfähig sind“, sagte Clemens Hoch.

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Feuerwehreinsatz auf der Bahnstrecke zwischen Mainz-Mombach und Budenheim

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Havarie IC Deutsche Bahn
Foto Dennis Weber

Am Sonntagabend (19. Dezember 2021) kam es gegen 21:15 Uhr zu einem Unfall auf der Bahnstrecke zwischen Budenheim und Mainz-Mombach. Der Bahnverkehr war in Folge dessen in beide Fahrtrichtungen stillgelegt. Betroffen war die Strecke zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und Bingen am Rhein. BYC-News war vor Ort


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Unfall ereignete sich auf Höhe der A643

Zunächst war unklar, ob es sich dabei um eine Person handelte, die von dem fahrenden Zug erfasst wurde. Kurz nach Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich jedoch glücklicherweise heraus, dass es sich nicht um einen Menschen, sondern um mehrere Wildschweine gehandelt hatte. Diese wurden von dem IC, der von München nach Dortmund unterwegs war, auf Höhe der Autobahn A643 erfasst. Erst etwa 1,5 Kilometer weiter, bei Budenheim, kam der Zug schließlich zum Stillstand.

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Vollsperrung dauerte länger an

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr gegen 22:40 Uhr vor Ort gegenüber BYC-News mitteilte, fuhr der IC weiter zum Bahnhof Budenheim. Von dort aus wurde dann ein neuer Triebfahrzeugführer eingesetzt, sodass der Zug anschließend weiter fahren konnte. Die Fahrgäste blieben während der gesamten Dauer im Zug. Zudem handelte es sich nicht wie zuvor angenommen um eine Wildschweinrotte, sondern nur um ein Wildschwein.

Der Zugverkehr war noch bis etwa 23:30 Uhr gesperrt, da das Blut von den Gleisen entfernt werden musste. Dadurch wurde verhindert, dass folgende Zugfahrer dies fälschlicherweise für menschliches Blut halten und keine erneute Alarmierung absetzen. Im Anschluss konnte der Verkehr wieder freigegeben werden.

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Im Einsatz waren:

  • Freiwillige Feuerwehr Mainz-Mombach
  • Freiwillige Feuerwehr Budenheim
  • Berufsfeuerwehr Mainz Wache 1 & 2
  • Polizei Mainz mit drei Fahrzeugen
  • Bundespolizei
  • Notfallmanager der Deutschen Bahn
  • Rettungsdienst mit einem Fahrzeug
  • Notarzt
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Wahlergebnis: Thorsten Siehr neuer Bürgermeister von Ginsheim-Gustavsburg

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Siehr
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In Ginsheim-Gustavsburg fand am Sonntag (19. Dezember 2021) die Bürgermeister-Stichwahl statt. Noch bis 18:00 Uhr hatten Bürger die Möglichkeit zu wählen, wer in den kommenden vier Jahren Bürgermeister der Stadt sein soll.


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Aktuelle Zahlen:

Für die SPD trat der 46-jährige Thorsten Siehr an, der zum zweiten Mal zur Wahl antrat. Für die CDU kandidiert der 49-jährige Matthias Zimmerer, der seit September Stadtrat im Magistrat der Stadt ist.

Um 18:00 Uhr begann die Stimmauszählung. Um 19:01 Uhr waren alle 16 Wahlbezirke ausgezählt, das Endergebnis steht nun fest: Thorsten Siehr wird der neue Bürgermeister der Stadt Ginsheim-Gustavsburg werden. Er hat sich mit 55,83 Prozent gegen Matthias Zimmerer durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,2 Prozent.

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Wasserrettung auf dem Rhein bei Nierstein – Rettungshubschrauber und Drohne im Einsatz

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Am Samstagmittag (18. Dezember 2021) wurde die Feuerwehr Bodenheim / Nackenheim gegen 12:50 Uhr mit dem Stichwort „Bootsunfall“ auf den Rhein zwischen Nierstein und der Weisenauer Brücke alarmiert.


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Sportboot konnte nicht mehr manövrieren

Es stellte sich heraus, dass ein 12 Meter langes Sportboot nicht mehr manövrieren konnte. Sofort machten sich mehrere Boote der verschiedenen Feuerwehr- und DLRG-Einheiten auf den Weg zur Einsatzstelle. Gleichzeitig wurde der Luftraum von einem Rettungshubschrauber und einer Drohne der Feuerwehr kontrolliert. Für den Fall, dass Personen im Wasser festgestellt würden, wurde die Drohne mit vier ResTube Schwimmhilfen bestückt, um im Ernstfall schnellstmöglich Hilfe leisten zu können. Diese wurden zum Glück nicht benötigt.

Es musste lediglich das Sportboot abgeschleppt werden, was von der Wasserschutzpolizei übernommen wurde. Nachdem das Boot gesichert wurde, konnte der Einsatz gegen 14:00 Uhr beendet werden.

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Feuerwehreinsatz in der Elsa-Brändström-Straße in Mainz-Gonsenheim

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Am Samstagabend (18. Dezember 2021) wurde die Leitstelle der Feuerwehr Mainz über einen Notruf auf einen Brand im 21. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Elsa-Brändström-Straße aufmerksam gemacht.


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Feuerwerkskörper landete auf dem Balkon

Die Disponenten der Leitstelle schickten gegen 21:25 Uhr kurzerhand eine Vielzahl an Einsatzkräften zum Einsatzort. Auch der Direktionsdienst der Feuerwehr Mainz wurde alarmiert. Grund für den Großalarm war, dass unbekannte Personen Feuerwerkskörper in der Elsa-Brändström-Straße abfeuerten, die unglücklicherweise auf einem Balkon im 21. Obergeschoss in einem der Mehrfamilienhäuser landeten. Dadurch wurde auf dem Balkon ein Feuer entfacht. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr konnte das Feuer jedoch von Anwohnern gelöscht werden.

Die Feuerwehr kontrollierte lediglich die Brandstelle und wurde nicht weiter tätig. Im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr der Wachen 1 und 2, auch die Feuerwehr Mainz-Gonsenheim, der Regelrettungsdienst und die Polizei Mainz.

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Erfolgreiche Weihnachtswunsch-Aktion im Kreis Groß-Gerau

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Dutzende liebevoll verpackte Geschenke unter dem Weihnachtsbaum: Dieses schöne Bild bot sich am Donnerstagmittag (16. Dezember 2021) für kurze Zeit im Foyer des Groß-Gerauer Landratsamts. Dort überreichten Landrat Thomas Will und Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer die Gaben, die bei der fünften „Aktion Weihnachtswunsch“ des Kreises zusammengekommen waren, an Ursula Will und Katja Ehrlich. Die beiden Frauen und weitere ehrenamtliche Helfer der Tafel werden am Freitag (17. Dezember 2021) die Geschenke bei der letzten Lebensmittelausgabe des Jahres in der Ausgabestelle Kelsterbach der Tafel Rüsselsheim verteilen.

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Kindern und Jugendlichen Freude bereiten

70 Wunschkärtchen von Kindern im Alter bis zu 15 Jahren waren zu Beginn der Adventszeit an den Weihnachtsbaum im Landratsamt gehängt worden. Alle fanden auch in diesem Jahr wieder großzügige Spender, die die gewünschten Dinge – vom Ball über Lego bis zu Kleidungsstücken –  besorgten und so den Kindern und Jugendlichen Freude bereiten werden.

Sowohl die beiden Tafel-Vertreterinnen als auch Landrat und Erster Kreisbeigeordneter dankten allen herzlich, die sich an der Aktion beteiligt haben. „Wir überreichen die Geschenke am Freitag und haben unsererseits für die Familien noch kleine Tüten mit ein paar Überraschungen darin vorbereitet“, sagte Ursula Will.

Rund 60 Haushalte in Kelsterbach nutzen derzeit das Angebot der Tafel, die nach der Weihnachtspause dann im neuen Jahr erstmals am 7. Januar öffnet.

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Mann in Wiesbaden angeschossen – Täter auf der Flucht

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Polizei Symbolbild
Polizei Symbolbild

Am späten Samstagabend (18. Dezember 2021) wurde ein Mann im Bereich der Kreuzung Dolomitenstraße / Schönbergstraße in Wiesbaden-Dotzheim durch Schüsse schwer verletzt. Der Täter befindet sich derzeit auf der Flucht.


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Mehrere Schüsse abgefeuert

Gegen 22:20 Uhr hielten sich ein 34-jähriger Wiesbadener und sein 30 Jahre alter Begleiter an der genannten Örtlichkeit auf. Hier habe sich ein bislang unbekannter Mann den beiden genähert und Schüsse in ihre Richtung abgegeben. Der 34-Jährige wurde getroffen und schwer verletzt. Er musste im weiteren Verlauf in ein Krankenhaus gebracht werden.

Fahndungsmaßnahmen der Polizei verliefen erfolglos

Der dunkel gekleidete Täter flüchtete daraufhin über die Schönbergstraße in Richtung der Kohlheckstraße. Im Rahmen der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen konnte der Täter bislang nicht festgenommen werden.

Die Hintergründe des Vorfalls sind derzeit noch unklar und werden von der Polizei ermittelt. Zeugen werden gebeten, sich mit der Wiesbadener Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0611 – 3450 in Verbindung zu setzen.

 

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Janina Steinkrüger blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück

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Janina Steinkrueger 2021 c Carsten Costard 5
Janina Steinkrueger 2021 c Carsten Costard 5

Zum mittlerweile neunten Mal zieht Oberbürgermeister Michael Ebling gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck sowie den Beigeordneten Manuela Matz, Dr. Eckart Lensch, Janina Steinkrüger, Marianne Grosse und Volker Hans Jahresbilanz. Die Bürger der Landeshauptstadt Mainz erhalten im Jahresbericht des Stadtvorstandes einen umfassenden Einblick in die Arbeit der einzelnen Ämter und kommunalen Betriebe.


Janina Steinkrüger, Dezernat für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr

Starkregen, Tropennächte, Artensterben. Klima-, Umwelt- und Artenschutz bestimmen die öffentliche Debatte. „Umso gewichtiger sind die Ziele und Wege, die der Masterplan 100 % Klimaschutz vorgibt“, betont Umweltdezernentin Janina Steinkrüger. „Unser Masterplan ist Klimaschutzkonzept, Zielstellung und gleichzeitig Maßnahmenkatalog – sowohl für die Stadt aber auch die Verwaltung selbst.“ In seiner Fortschreibung, die im November 2021 gestartet ist, bringen auch Bürgern und Wirtschaft Ideen für ein klimaneutrales Mainz ein. Die besten Ideen werden zudem durch die Verwaltung unterstützt. „Gelebte Bürgerbeteiligung und aktive Einbindung der Stadtgesellschaft“, so die Dezernentin. Die 1. Fortschreibung nimmt zudem Anpassungen auf inzwischen erfolgte Beschlüsse vor, wird im Hinblick auf neue Gesetzgebung aktualisiert und priorisiert die Maßnahmen neu.

Die Wertschätzung und das Bewusstsein für städtische Biodiversitäts- und Lebensräume wächst zunehmend. So konnte zu Beginn des Jahres eine ursprünglich für Bebauung gedachte Fläche unter Schutz gestellt werden. Durch natürliche Entwicklung hat sich auf einer Obstbaumbrache ein Gehölzbestand aus Bäumen und Sträuchern entwickelt. Der Gehölzbestand umfasst ein ca. 9300 m² großes, im städtischen Eigentum befindliches Areal, das einen vielfältigen und durch Siedlungsentwicklung gefährdeten Lebens- und Rückzugsraum u. a. für die Vogelwelt bietet. Zudem ist er ein wichtiges Trittsteinbiotop zwischen dem Landschaftsschutzgebiet „Gonsbachtal“ und den Grünverbindungen im Münchfeld. „Wir sollten Klimaschutz nicht immer mit Verzicht und Verboten in Verbindung bringen“, wirbt die Umweltdezernentin. „Klimaschutz kann wie in diesem Fall auch saubere Atemluft, weniger Lärm oder mehr Grün bedeuten. Also einfach mehr Lebensqualität.“

Die naturschutzfachliche Bedeutung und Schutzwürdigkeit sowie Gefährdung der Fläche durch Wohnbebauung und als Kita-Standort wurde vom Stadtrat erkannt. Für die geplante Kita konnte in der Folge ein Alternativstandort gefunden werden. Der Gehölzbestand „Am Heiligenhaus“ soll gemäß Ratsbeschluss im Laufe des Jahres 2022 als geschützter Landschaftsbestandteil unter Schutz gestellt werden, wofür die Aufhebung des bestehenden Baurechtes eingeleitet wurde.

Erweiterung der Fahrradstraßenachse

Im Sinne der Verkehrswende und der Förderung des Umweltverbundes konnten in 2021 weitere Maßnahmen realisiert und neue Projekte auf den Weg gebracht werden. So wurde mit der Erweiterung der Fahrradstraßenachse in der Oberstadt die Stadtteilradroute optimiert und gestärkt. „Insbesondere durch die rad- und fußverkehrsfreundliche Umgestaltung der Querung Drususwall/Windmühlenstraße konnten auch wichtige Synergien zur Schulwegsicherheit und Barrierefreiheit geschaffen werden“ unterstreicht Janina Steinkrüger. Durch die Unterstützung der Wärmebilderfassung an den Ampeln, wird der Radverkehr automatisch erkannt und kann entsprechend beschleunigt die Straßenseite wechseln. Ein weiterer wichtiger Baustein für eine verbesserte Radinfrastruktur war die Eröffnung des Fahrradparkhauses am Mainzer Hauptbahnhof in diesem Jahr.

Mit Blick auf das bevorstehende Jahr erläutert die Dezernentin „Die Erarbeitung dieser Radvorrangrouten wird im kommenden Jahr im Rahmen des „Radnetz Mainz“ weiterentwickelt und um Qualitäten für den Fußverkehr ergänzt“. Neben Sicherheit und Komfort in der Fortbewegung steht dabei auch das Ziel des Konfliktabbaus im Fokus. Diese Standards finden auch bei der Planung für den Lückenschluss der Straßenbahn durch die Binger Straße Berücksichtigung. Erste Ideen zur Umgestaltung des Straßenraumes wurden in diesem Jahr bereits skizziert und werden in den nächsten Monaten und die Bürgerbeteiligung für den Straßenbahnausbau in der Innenstadt erweitert.


Das Rheinufer hat vielfältige Bedeutung als Naherholungsfläche

Es ist gleichzeitig Tourismusmagnet, Standort für Feste und Märkte und Möglichkeit des Naturerlebens. Daher gliedert der Rahmenplan des Rheinuferforums die unterschiedlichen Nutzungsformen entlang der Wasserkante. So werden unmittelbar am Rhein sowohl naturnahe Freizeitflächen südlich der NATO-Rampe in Mainz-Laubenheim, die Fortführung des Modellprojektes „Ufer und Auenrenaturierung Laubenheim“ (Blaues Band) als auch urbane Grünflächen im Bereich der Mainzer Neustadt (Caponniere, Nordmole Zollhafen) umgesetzt. In 2022 wird das Rheinufer im Abschnitt der Innenstadt zwischen Brücken- und Kaisertor im Sinne der Naherholung und zur Erhöhung von innerstädtischen Grünflächen aufgewertet.

Biologische Vielfalt in der Stadt

Im Januar 2022 geht mit dem Antrag auf Bundesfördermittel „Maßnahmen im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt – Schwerpunkt Stadtnatur“ der Startschuss für ein 5-jähriges Projekt ab Herbst 2022 mit jährlich wechselnden Schwerpunkten los: Im Fokus stehen die Vernetzung der Biotope hinein in die Stadtteile sowie die Vernetzung der in diesem Bereich tätigen Akteure untereinander. Schulen, Kitas, städtische sowie private Grünflächen werden mit den Themenbereichen Freiflächen-, Gebäude- und Dachbegrünung, Gebäudebrüter, smarte Beleuchtung und Bewusstseinsbildung der Kinder über die Bedeutung der Biologischen Vielfalt, deren Erhaltung und nachhaltige Nutzung einbezogen.

Der Schutz von „Offenlandarten“ wie Feldlerche, Rebhuhn oder Feldhamster sowie von Arten des strukturangereicherten Offenlandes wie Grauammer oder Bluthänfling im Bereich der landwirtschaftlich genutzten Flächen durch Extensivierung städtischer Ackerflächen bei gleichzeitiger Einbeziehung der Landwirte ist weiterhin wichtiger Bestandteil der Bemühungen des Grün- und Umweltamtes. Hierzu ist bereits bei der Stiftung Natur und Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz die Verwendung von Ersatzzahlungen für ein Projekt mit einer 15-jähriger Laufzeit beantragt. Der Projektstart ist für das Jahr 2022 geplant und beinhaltet die Einbringung und Durchsetzung der jeweiligen Artenschutzbelange in alle Planungen und Maßnahmenanträge, die in den Lebensraum dieser Tiere eingreifen.

Weitere Berichte zur Jahresbilanz:

  • Teil 1: Günter Beck blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück
  • Teil 2: Manuela Matz blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück
  • Teil 3: Dr. Eckart Lensch blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück
  • Teil 4: Marianne Grosse blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück

In den folgenden Tagen werden bei BYC-News auch die Jahresbilanzen von dem Oberbürgermeister Michael Ebling und dem Beigeordneten Volker Hans veröffentlicht werden. 

61-Jährige mit Pfefferspray und Messer in Wiesbaden attackiert

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Polizei Hessen
Symbolbild

Am Donnerstagabend (16. Dezember 2021) wurde gegen 19:45 Uhr eine 61 Jahre alte Frau im Klagenfurter Ring in Wiesbaden-Biebrich mit Pfefferspray und einem Messer angegriffen und verletzt.


Die Angreiferinnen kannten ihr Opfer

Die Frau besuchte eine Bekannte in Wiesbaden, als sie vor dem Haus in der Nähe eines Getränkemarktes von drei Frauen attackiert wurde. Die Angreiferinnen besprühten die Geschädigte zunächst mit einem Pfefferspray und fügten ihr anschließend mit einem Messer Verletzungen zu. Als eine Zeugin auf das Geschehen aufmerksam wurde, ließen die Frauen von der Geschädigten ab und flüchteten zu Fuß.

Die Identität zweier Angreiferinnen konnten bereits ermittelt werden. Es handelt sich vermutlich um zwei 77 und 53 Jahre alte Frauen aus dem Kreis Alzey-Worms. Hintergrund der Tat sind nach aktuellem Stand private Streitigkeiten zwischen den Beteiligten.

Ginsheim-Gustavsburg: Interview mit Bürgermeisterkandidat Matthias Zimmerer

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Am 19. Dezember 2021 steht die Bürgermeister-Stichwahl in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg an. Für die CDU GiGu kandidiert Matthias Zimmerer. BYC-News sprach mit ihm über seine Kandidatur und darüber, was ihm wichtig ist.


Er ist Filialleiter der Wiesbadener Volksbank

Matthias Zimmerer wurde 1972 in Rüsselsheim geboren und lebt seitdem in Ginsheim-Gustavsburg. Der 49-Jährige ist seit über 20 Jahren mit seiner Frau Judy Zimmerer verheiratet und hat mit ihr eine Tochter und einen Sohn. Auch der Hund Karcsi gehört ebenfalls mit zur Familie.

Er hat sein Abitur an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Mainz-Kastel gemacht und anschließend eine Ausbildung begonnen. Zudem ist er seit 1999 Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK Wiesbaden. Dort wirkt er noch bis heute bei den Ausbildereignungsprüfungen mit.

Seit 2003 ist er als Filialleiter der Wiesbadener Volksbank tätig. Im Jahr 2010 hat er seinen Abschluss als Bankbetriebswirt an der GenoAkademie gemacht.

Als Parteiloser über Dämmerschoppen der CDU zur Politik

„Ich war schon immer politisch interessiert. Private Themen und Vorhaben ließen mir bis 2015 noch nicht die Zeit, mich politisch zu engagieren. Eben in diesem Jahr bin ich zu den Dämmerschoppen der CDU Ginsheim-Gustavsburg gegangen, weil mich die Themen sehr interessiert haben und ich als parteiloser Bürger offen aufgenommen wurde, auf Augenhöhe mitreden und mich einbringen konnte. Danach ging es Schritt für Schritt bei meinem Engagement. Zunächst die Unterstützung des aktuellen Bürgermeisters bei seinem damaligen Wahlkampf, danach wurde ich Mitglied in der CDU und arbeite heute im Vorstand mit. Mit der Zeit bin ich immer tiefer in die Themen eingestiegen, sodass ich heute im Magistrat als Stadtrat mitarbeite und als Bürgermeister kandidiere“, berichtet Matthias Zimmerer.

Er erklärt, wie es zu seiner Kandidatur als Bürgermeister kam: „Vor einiger Zeit hatte mich der damalige Bundestagsabgeordnete, Stefan Sauer, angerufen. Er hatte mich zum Geheimnisträger gemacht und hatte mir offenbart, dass unser jetziger Bürgermeister, Thies Puttnins-von Trotha, als Landrat kandidieren wird und somit das Amt des Bürgermeisters dann nicht weiter ausführen wird. Unter anderem war da auch mein Name gefallen als möglicher  Kandidat für die Bürgermeisterwahl. So kam dann eins zum anderen und ich habe mich schließlich dazu entschlossen, mich als Person zur Wahl zu stellen, denn die Bürgermeisterwahl ist eine Personenwahl und keine Parteiwahl“.

Zimmerer legt großen Wert auf die Finanzen

„Alle Kommunen, auch Ginsheim-Gustavsburg, müssen ihre Finanzen im Griff haben, denn ohne gesunde Finanzen keine ausreichende Handlungsspielräume“, betont Zimmerer. Sein beruflicher Hintergrund als Finanzexperte und seine Verbundenheit mit der Stadt waren zwei der Hauptgründe, warum er sich dazu entschied, als Bürgermeister zu kandidieren. Ihm ist wichtig, dass die Stadt ihre Werte, ihr verbliebenes Tafelsilber, ihre Beteiligungen und Immobilien behält und zum Vorteil der Einwohner aufstellt und nutzt. Er will Lösungen voranbringen, die Belastungen für die Einwohner vermeiden.

Zimmerer betont: „Meine Erfahrungen aus dem Beruf und dem Ehrenamt sind auch, dass man es nie allen recht machen kann, dennoch müssen gute, faire und gerechte Lösungswege gefunden werden. Dafür setze ich mich ein“.

Auf die Frage, weshalb die Bürger ihn als Bürgermeister wählen sollen, erklärt Zimmerer: „Ich bin jemand, der transparent und offen mit allen Themen umgehen kann. Ich packe Projekte an und mäkel nicht gerne an der Vergangenheit herum, sondern schaue lieber auf die Zukunft unserer schönen Stadt und arbeite an guten Lösungen. Denn Ginsheim-Gustavsburg ist definitiv lebens- und liebenswert. Deshalb möchte ich das bislang erreichte erhalten und ausbauen. Wunschprojekte sollten dann angegangen werden, wenn diese wirtschaftlich darstellbar und sinnvoll sind. Entscheidungen der Stadtverordneten zu jeglichen Projekten sind vom Magistrat und der Verwaltung ohne unnötigen Zeitverzug mit wirtschaftlichem Fingerspitzengefühl anzugehen und umzusetzen“.


Matthias Zimmerer: „Ich lege viel Wert auf eine gute finanzielle Situation der Stadt“

Die Haushaltsverhandlungen waren nicht einfach

Matthias Zimmerer legt nach eigenen Angaben sehr viel Wert auf stabile Finanzen der Stadt Ginsheim-Gustavsburg. Er selbst ist seit vielen Jahren Filialleiter der Wiesbadener Volksbank, wodurch er natürlich einiges an Erfahrung in diesem Bereich hat.

Zimmerer erklärt dazu: „Die Verhandlungen über den städtischen Haushalt 2022 habe ich als Bürger intensiv verfolgt, da ich kein Stadtverordneter bin und noch nicht stimmberechtigtes Magistratsmitglied war. Anfangs war es für mich schwer nachvollziehbar, wie ausgeprägt das politische Hin und Her und die gegenseitigen Vorwürfe zwischen den Fraktionen waren. Letztendlich haben der Magistrat mit dem Bürgermeister an der Spitze und die Stadtverordneten Kompromisse und Mehrheiten für Lösungen finden müssen, die dennoch für den ein oder anderen sehr schmerzhaft sind. Ich denke hier beispielsweise an die Beteiligung und Belastung von Vereinen aus Sport und Kultur an den Kosten für die Nutzung städtischer Einrichtungen. Diesem Antrag aller Fraktionen haben auch meine beiden Mitbewerber Ende September persönlich zugestimmt.“

„Ich hoffe, dass wir künftig früher mit den Verhandlungen auf stabiler Basis anfangen und diese besser für die Bürger und Vereine laufen, wenn ich als Bürgermeister die Moderation übernehmen kann.“, erklärt Zimmerer.

„Mehrbelastungen für die Bürger zukünftig vermeiden“

Bei dem jetzt beschlossenen Haushalt gebe es viele Punkte, wo sich der Bürgermeisterkandidat eine andere Lösung gewünscht hätte. Als Beispiel hierfür nennt er neben der geplanten Belastung der Vereine den Hebesatz der Grundsteuer B.

„Die 42 Hebesatzpunkte werden die Bürger in zwei Jahren belasten, wenn wir bis dahin finanziell nicht besser dastehen. Und ich möchte auf jeden Fall vermeiden, dass die Bürger da zur Kasse gebeten werden. Deshalb werde ich daran arbeiten, Wege aufzeigen und den Stadtverordneten Vorschläge zu unterbreiten, dass der Hebesatz nicht anfassen werden muss.“, sagt er. Aber auch die im Haushalt beschlossenen Kürzungen, vor allem im sozialen Bereich, seien für Zimmerer zukünftig bestmöglich zu vermeiden. Hier wolle er gegensteuern, wenn er als Bürgermeister gewählt wird.

„Auf die Kehrwende aufbauen“

Zimmerer weiß aber auch, dass es nicht einfach ist, die finanzielle Situation einer Stadt stabil zu gestalten und stabil zu halten. Er lobt daher auch die Arbeit des aktuellen Bürgermeisters, Thies Puttnins-von Trotha: „Er hat damals, als er das Bürgermeisteramt übernahm, eine katastrophale finanzielle Situation der Stadt vorgefunden. Keine Rücklagen und 30 Mio. Minus auf dem Girokonto der Stadt. In den ersten Tagen seiner Amtszeit musste er weiteren Kredit aufzunehmen, damit den städtischen Mitarbeitern ihre Gehälter gezahlt werden konnten. Er hat es danach geschafft, Reserven aufzubauen, mit denen man tolle Projekte hätte finanzieren können. Die Corona-Pandemie hat leider auch unserer Stadt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Uns sind Einnahmen, wie beispielsweise die Gewerbesteuer, weggebrochen.“, so Zimmerer

„Gleichzeitig sind die Ausgaben der Stadt in verschiedenen Bereichen gestiegen, zum Beispiel durch notwendige technische Ausstattungen um die Arbeit der Mitarbeiter im Homeoffice zu organisieren. Durch Mindereinnahmen und Mehrausgaben wurden aufgebaute Reserven aufgebraucht, was jetzt zu dem aktuellen Haushalt und den damit verbundenen Kürzungen geführt hat. Auf die Kehrtwende, die Thies Puttnins-von Trotha damals mit der Verwaltung und dem Magistrat geschafft hat, möchte ich weiter aufbauen, sodass die Stadt in Zukunft wieder finanziell besser aufgestellt ist.“, erklärt der Bürgermeisterkandidat. Das bedeute aber natürlich auch, dass man nicht gleich alle Projekte umsetzen könne. Zunächst müsse man erstmal die wichtigsten Themen in Angriff nehmen, bevor Wunschprojekte umgesetzt werden.

Matthias Zimmerer: Verkehrssituation in Ginsheim-Gustavsburg muss verbessert werden

Seit Jahren ist die Ortsentlastungsstraße in Ginsheim geplant. Diese Planung verschiebt sich allerdings immer und immer wieder nach hinten. Dabei soll die Straße den alten Ortskern in Ginsheim entlasten und den Verkehr aus dem Ort herauszuhalten.

„Die Ortsentlastungsstraße ist von den Stadtverordneten schon lange beschlossen. Auch ich bin für den Bau der Ortsentlastungsstraße und werde mich, wenn ich gewählt werde, für die Umsetzung des Baubeschlusses der Stadtverordneten einsetzen. Der Umsetzungsprozess ist leider ins Stocken geraten und verzögert sich. Wenn man die Vor- und Nachteile der Straße gegeneinander abwägt, ist es ganz deutlich, dass sie wesentlich mehr Vorteile mit sich bringt. So wird sie die Lärmbelastung durch Durchgangsverkehre von PKW und LKW reduzieren. Ich verstehe all diejenigen nicht, die Tempo 30 fordern, die Unterführung für LKW sperren wollen, um die Bürger von Lärm zu entlasten und gleichzeitig die Ortsentlastung ablehnen“, sagt Zimmerer.

Verkehrsprobleme in Gustavsburg

Der Bürgermeisterkandidat sieht den Schwerlastverkehr, der zurzeit so zahlreich durch den Stadtteil Gustavsburg rollt, als Problem an und erklärt: „Ich bin dafür, dass der Schwerlastverkehr aus der Bahnunterführung und von der Mainbrücke herausgenommen wird. Anders als von anderer Seite immer wieder behauptet, kann der Bürgermeister eine Sperrung für den LKW nicht einfach auf eigene Faust veranlassen. Man muss da vernünftig ran gehen, denn ansonsten ist die Unterführung schneller wieder freigegeben als sie gesperrt war.“ Gemeinsam mit den zuständigen Stellen habe man aber die Möglichkeit, das Ganze aus Sicherheits- und Lärmgründen zu sperren. Da es sich dabei jedoch um Bundes- und Landesstraßen handele, brauche man dafür die Zustimmung übergeordneter Behörden wie etwa Hessen Mobil.

Zudem ist es Matthias Zimmerer ein wichtiges Anliegen, die Darmstädter Landstraße auch Tagsüber zur 30er-Zone zu machen. Aktuell kann dort am Tag 50 gefahren werden. In der Zeit von 22:00 bis 6:00 Uhr morgens gilt dort bereits die 30er-Regelung.


Matthias Zimmerer: „Die Umgestaltung des Altrheinufers müssen wir uns leisten können“

„Das Altrheinufer stelle ich mir irgendwann als Flaniermeile vor, ohne den Verkehr aber mit entsprechenden Anbindungen für Parkmöglichkeiten. Auch ein Radnetz ist wichtig, das nicht immer wieder die Fußgängerwege kreuzt. Denn aktuell teilen sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer den Platz. Dadurch kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, die eigentlich vermieden werden könnten. Durchaus kann das Altrheinufer dann auch für kleinere und größere Veranstaltungen genutzt werden,“ erklärt Zimmerer. Die Planung für ein schöneres Altrheinufer unterstütze er.

„Das Altrheinufer ist heute schon ein sehr schöner Platz, der natürlich weiter entwickelt werden muss. Die Sperrung für die Fahrzeuge war da ein guter erster Schritt, jetzt muss es aber auch weiter gehen. Für die Umsetzung von Plänen ist der richtige Zeitpunkt gekommen, wenn wir uns das als Stadt auch leisten können oder wenn es finanzielle Unterstützung aus Fördertöpfen gibt. Bis dahin müssen wir weiter im Austausch mit allen Interessenträgern an der Planung arbeiten und parallel unsere aktuellen Großprojekte abschließen und zusehen, dass wir Geld für das Altrheinufer übrig haben“, sagt er.

Beim Klimaschutz Konzepte auf Bundesebene nutzen

Matthias Zimmerer erklärt, dass er sich für den Klimaschutz einsetzen möchte und dies für ein wichtiges Thema hält: „Ich bin deshalb sehr gespannt auf die Ergebnisse des Klimamanagers, den die Stadt Ginsheim-Gustavsburg kürzlich angestellt hat. Der Klimamanager arbeitet aktuell an einem Konzept, um die Möglichkeiten der Stadt zum Klimaschutz aufzuzeigen. Sobald das geschehen ist, bin ich der erste der dabei ist, sinnvolle Projekte anzupacken und umzusetzen.“

Natürlich werde zur Zeit auch auf Bundesebene die Solarenergie mit Förderprogrammen in den Vordergrund gestellt. Das solle dann auch in Ginsheim-Gustavsburg mit aufgegriffen und genutzt werden. Dazu gehöre es auch, dass man die Bürger entsprechend darüber informiere und sie bei der Umsetzung unterstütze. „Ich halte die Förderkonzepte auf Bundesebene für sehr sinnvoll. Wenn es solche Konzepte schon gibt, dann sollt man diese nutzen und nicht noch parallel andere Konzepte auf eigene Kosten entwickeln,“ erklärt Zimmerer.

„Ich bin auf jeden Fall ein großer Befürworter der neuen Sport- und Kulturhalle. Da sind wir in der Zwischenzeit auch schon ein gutes Stück weiter, denn die Ausschreibungen sind draußen. Das Projekt wurde lange gut geplant und auch mit einigen Einsparungen. Wenn die Ausschreibungen durch sind, dann kann es direkt los gehen. Es würde mich daher sehr freuen das Projekt zu forcieren, sodass das möglichst schnell voran geht“, sagt Zimmerer. Er möchte außerdem die Bürger mitnehmen und offen und transparent mitteilen, wo man beim Bau der Halle gerade stehe. Auch wenn es Verzögerungen gebe, sollen das die Bürger erfahren. Wann genau der Baustart sei, komme aber auch etwas auf die Rückmeldung der Ausschreibungen an. „Ich hoffe aber, dass wir in 2 ½ oder 3 Jahren schon einen konkreten Eröffnungstermin haben“, erklärt der Kandidat.

Teilweise wurde bereits die Kritik geäußert, dass die wahrscheinliche Auslastung der Sport- und Kulturhalle zu gering sei. Hierzu erklärt er: „Ganz aktuell kenne ich die Auslastung der Bürgerhäuser, weil ich mich natürlich dort um Termine bemüht habe. Da ist es zur Zeit schwierig Termine zu bekommen, es ist also eine sehr hohe Auslastung da. Das aktuelle Bürgerhaus, wo so lange nichts gemacht wurde, wäre auch schon früher mehr genutzt worden, wenn es besser instand gehalten worden wäre. Wenn wir das bei der Sport- und Kulturhalle von Anfang an nicht vernachlässigen, bin ich guter Dinge, dass diese dann auch rege genutzt wird.“

„Beim Neubau der Feuerwache auf das Notwendige konzentrieren“

Ein weiteres großes Projekt wird der Neubau für die Stadtteilfeuerwehr Gustavsburg werden. Zimmerer betont, dass es sich dabei um eine Pflichtaufgabe handele, die umgesetzt werde. Die Standortfrage sei zunächst zu lösen. „Der Neubau ist keine Frage des Wollens. Vielmehr muss man sich hier mit Fach- und Sachverständigen der Feuerwehr überlegen, in welchem Umfang der Neubau erfolgen soll. Aufgrund der finanziellen Lage wird es nicht so sein, dass man sich da alle Wünsche erfüllen kann aber das Notwendige wird auf jeden Fall kommen“, erklärt er.

„Der neue Standort auf dem Parkplatz des aktuellen Bürgerhauses ist meines Wissens nach noch nicht in Stein gemeißelt. Aber es ist für mich ein realistischer Standort. Doch zuerst muss mit den Verantwortlichen bei der Feuerwehr über deren Vorstellungen gesprochen werden“, so Zimmerer. Einige Anwohner haben bereits Bedenken bezüglich der Lautstärke geäußert, die die Feuerwehr zum Teil bei Alarmierungen und bei Fahrten mit dem Martinshorn verursacht. Der Bürgermeisterkandidat erklärt: „Der Lärm von der Feuerwehr muss von den Bürgern letztendlich hingenommen werden. Das ist ja auch nicht dauerhaft der Fall, sondern nur wenn die Feuerwehr ausrückt oder es einen Probealarm gibt. Das hört man aber auch, wenn man fünf Straßen weiter wohnt. Da sehe ich also absolut kein Problem“

Die Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg, insbesondere der Stadtteil Gustavsburg, hat dauerhaft mit Personalmangel zu kämpfen. Immer weniger Menschen entscheiden sich dafür, Teil der Freiwilligen Feuerwehr zu werden. „Die Bürger müssen erkennen, was da für unser Allgemeinwohl und unsere Sicherheit getan wird und das alles auch noch ehrenamtlich. Ich denke wenn man das den Bürgern deutlich macht, entscheiden sich auch wieder mehr Menschen, ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätig zu werden“, sagt Zimmerer.

„Für die Bauernbrücke brauchen wir eine andere Lösung“

Die Bauernbrücke ist aktuell durch einen Pfosten gesperrt, sodass niemand über die Brücke fahren kann. Anwohnern und Landwirten ist der Pfosten daher ein Dorn im Auge. „Es gibt da ein Gutachten von einer Firma, das die Zulässigkeit von Fahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen für die Bauernbrücke bestätigt. Da kann ich nicht verstehen und nachvollziehen, warum man die Brücke nicht wieder für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen freigibt. Damit könnte man viel erreichen. Eine einfache und kostengünstige Lösung wäre zum Beispiel, dass man da mit einer Schranke und einem Schlüssel arbeitet, sodass zumindest die Berechtigten über die Brücke fahren können“, so Zimmerer.

Dass die Bauernbrücke nun aber dauerhaft gesperrt bleiben soll, könne er nicht nachvollziehen: „Die Aussage des Bürgermeisters, dass auch andere schwerere Fahrzeuge darüber fahren würden, wenn die Brücke für 3,5 Tonnen freigegeben wäre, erschließt sich mir nicht. Dann müsste man ja jegliches Verbotsschild in Frage stellen – von der Geschwindigkeitsbegrenzung bis zum Parkverbotsschild. Wenn ein Schild die Brücke für 3,5 Tonnen begrenzt und jemand mit schwereren Fahrzeugen drüber fährt, muss derjenige dann eben dafür in Haftung genommen werden. So wie es bei jedem anderen Verbotsschild auch der Fall ist“

Ein Neubau der Brücke sei hingegen nicht so einfach. Das seien Summen bei denen man ganz schnell erkenne, dass die Betriebswirtschaftlichkeit nicht gegeben sei. Zudem gehöre die Brücke der Stadt Mainz und sei damit nicht Eigentum der Stadt Ginsheim-Gustavsburg.

SCHOTT Mitarbeiter beschenken Kinder und Wohnungslose zu Weihnachten

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SCHOTT Weihnachtsaktion 2021 e1639823150879
SCHOTT Weihnachtsaktion 2021 e1639823150879

In den letzten Wochen fand bei der SCHOTT AG wieder eine große Weihnachtsaktion statt. Diesmal erfüllten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mainzer Spezialglasherstellers Wünsche von Jungen und Mädchen aus Kinderhäusern und Jugendwohngruppen der Sozialorganisation Stiftung Juvente und von Wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Männern aus dem Thaddäusheim in Mainz.


Die Schottianer sammelten die selbstgebastelten Wunschzettel ein und besorgten die Geschenke auf privater Basis

Insgesamt erfüllten sie so 150 Einzel- und Gruppenwünsche. Bei den Jugendlichen standen vor allem Bücher, Spielsachen und ein gemeinsamer Schwimmbadbesuch ganz oben auf der Wunschliste. Die Bewohner des Thaddäusheims wünschten sich insbesondere Gebrauchsgegenstände für die Küche ihres Heims sowie Gutscheine von Pizzerien und Bäckereien.

Pioneering – responsibly – together

Diese Attribute charakterisieren SCHOTT als Hersteller von High-Tech-Werkstoffen
rund um Spezialglas. Gründer Otto Schott gilt als dessen Erfinder und wurde
Wegbereiter einer ganzen Industrie. Mit Pioniergeist und Leidenschaft immer neue
Märkte und Anwendungen zu erschließen – das treibt die #glasslovers von SCHOTT
seit über 130 Jahren an. Präsent in 34 Ländern ist das Unternehmen kompetenter
Partner für Hightech-Branchen: Gesundheit, Hausgeräte & Wohnen, Consumer
Electronics, Halbleiter & Datacom, Optik, Industrie & Energie, Automotive, Astronomie, Luft- und Raumfahrt. Im Geschäftsjahr 2020 erzielten die 16.500 Mitarbeiter einen Umsatz von 2,24 Milliarden Euro.

Mit den besten Teams, unterstützt durch die besten
digitalen Tools, will der Konzern weiter wachsen. Die SCHOTT AG gehört der Carl-
Zeiss-Stiftung, einer der ältesten Stiftungen in Deutschland. Mit der Dividende des
Konzerns fördert sie die Wissenschaft. Als Stiftungsunternehmen hat SCHOTT die
Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt tief in seiner DNA verankert.
Ziel ist es, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden.

Auto und Carport im Vollbrand – Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen

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Am frühen Samstagmorgen (18. Dezember 2021) kam es aus bislang ungeklärter Ursache in Worms-Weinsheim zum Vollbrand von einem Carport und eines abgemeldeten PKW. Der Brand konnte durch die Feuerwehr vollständig gelöscht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 1000 Euro. Eine Brandstiftung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Worms in Verbindung zu setzen.

Männliche Leiche in Wiesbaden aufgefunden

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Polizei
Polizei

Update 18. Dezember 2021 um 14:30 Uhr: Der seit Sonntagabend (12. Dezember 2021) vermisste 84 Jahre alte Mann aus Wiesbaden wurde am Samstag (18. Dezember 2021) tot aufgefunden. Seine Leiche wurde in der Nähe seines letzten bekannten Aufenthaltsortes entdeckt. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nach Angaben der Polizei nicht vor.


Erstmeldung vom 13. Dezember 2021:

Seit Sonntagabend (12. Dezember 2021) wird der 84 Jahre alte M. B. aus Wiesbaden vermisst. Er war zuletzt bei seinem Sohn in Wiesbaden zu Besuch. Von dort aus verließ er gegen 19:20 Uhr unangekündigt die Wohnung und ist seitdem verschwunden.

 

Der Vermisste benötigt Hilfe

Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes kann die Polizei zur Zeit nicht auszuschließen, dass sich der Herr B. in einer hilflosen Lage befindet.

Umfangreiche Suchmaßnahmen der Polizei haben bislang nicht zum Auffinden des Vermissten geführt. Um den Mann schnellstmöglich zu finden, bittet die Polizei nun auch die Öffentlichkeit um Mithilfe.

Personenbeschreibung:

  • ca. 1,75 cm groß
  • schlanke Statur
  • kurze weiße Haare

Personen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Vermissten machen können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611 – 3450 zu melden. Alternativ nimmt auch jede andere Polizeidienststelle Hinweise entgegen.

Marianne Grosse blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück

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Marianne Grosse

Zum mittlerweile neunten Mal zieht Oberbürgermeister Michael Ebling gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck sowie den Beigeordneten Manuela Matz, Dr. Eckart Lensch, Janina Steinkrüger, Marianne Grosse und Volker Hans Jahresbilanz. Die Bürger der Landeshauptstadt Mainz erhalten im Jahresbericht des Stadtvorstandes einen umfassenden Einblick in die Arbeit der einzelnen Ämter und kommunalen Betriebe.


Marianne Grosse, Dezernat für Bauen, Denkmalpflege und Kultur

Auch im Jahr 2021 stand das Thema Wohnraumschaffung im Fokus des Bau- und Kulturdezernats. Mit der Entwicklung und Realisierung des größten Entwicklungsbereiches in Mainz, dem Heiligkreuz-Viertel, geht es weiterhin in großen Schritten voran.

Die neuen Wohnquartiere Rodelberg in der Oberstadt und auf dem Hartenberg mit insgesamt rund 490 Wohneinheiten und einer durchschnittlichen Quote von 25 % gefördertem Wohnraum werden im nächsten Jahr bereits fertiggestellt. Mit dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan ist der Weg für die Entwicklung des Wohnquartiers auf dem Areal der ehemaligen Brauerei in der Wormser Straße in Weisenau frei. Hier entstehen in den nächsten Jahren rund 200 Wohneinheiten (Förderquote: 25 %).

Auch ein ganz neues Wohnquartier wurde in diesem Jahr auf den Weg gebracht: Auf dem Lerchenberg sollen auf der Fläche des so genannten „Spargelacker“ in unmittelbarer Nähe zum Ortszentrum rund 400 neue Wohneinheiten entstehen. Hier steht für das kommende Jahr der städtebauliche Wettbewerb an. „Unsere intensiven planerischen Bemühungen der letzten Jahre zur Wohnraumschaffung zeigen immer mehr Wirkung, wie man überall im Stadtgebiet eindrucksvoll sehen kann“, so Baudezernentin Marianne Grosse. „Die Entwicklung ist sehr dynamisch und wir haben noch jede Menge Projekte in Arbeit und Vorbereitung, was mich sehr freut.“

„Und was mir ganz besonders wichtig ist: Alle genannten Wohnquartiere werden auf einem sehr hohen planerischen und architektonischen Niveau umgesetzt. Denn die Erfahrung zeigt uns, dass die städtebauliche Qualität alles entscheidend dafür ist, dass wir Wohnquartiere mit einer hohen Lebens- und Umfeldqualität schaffen, in denen die Menschen sich wohlfühlen“, unterstreicht Grosse.

Töngeshalle in Ebersheim und das Kulturheim Weisenau fertiggestellt

Auch im Bereich Hochbau konnten im zurückliegenden Jahr einige wichtige Projekte fertig gestellt werden: Die Töngeshalle in Ebersheim und das Kulturheim Weisenau konnten dank umfangreicher Fördermittel saniert und erweitert werden und stehen den Mainzer:innen im nächsten Jahr wieder zur Verfügung. Und auch auf den Schulbaustellen ist viel passiert, wie Baudezernentin Grosse erläutert: „Der zweite Bauabschnitt für die IGS Auguste Cornelius in Hechtsheim für das neue Mensa- und Verwaltungsgebäude ist auf der Zielgeraden und der Neubau für die Grundschule Theodor-Heuss direkt nebenan schreitet ebenfalls in großen Schritten voran.“

Naturverträgliche Mauersanierung an der Zitadelle

Erfreulich ist aus Sicht der Denkmaldezernentin, dass die bereits 2019 begonnen Maßnahmen zur naturverträglichen Mauersanierung an der Zitadelle entlang der Windmühlenstraße fortgesetzt werden konnten. Ein besonderes Augenmerk galt in diesem Jahr auch den römischen Denkmälern in der Stadt. Insbesondere konnte das Römische Bühnentheater durch die Aufstellung der Info-Box wieder mehr in den Fokus gerückt werden. Die Info-Box enthält eine kleine, feine Ausstellung zu Bühnentheater, Drususstein und Zitadelle.

Dezernentin Grosse abschließend: „Wir blicken zurück auf ein arbeitsreiches, aber aus meiner Sicht auch sehr erfolgreiches und produktives Jahr 2021 zurück. Wir konnten viele Projekte abschließen, haben andere neu begonnen, die die nächsten Jahre prägen werden.“


Weiterentwicklung des Gutenberg-Museums

Im Juni 2021 wurde die von Bund, Land und Stadt gemeinsam finanzierte Machbarkeitsstudie vorgestellt, die Weiterentwicklung des Gutenberg-Museums detailliert untersucht und auch eine Kostenprognose enthält. Sie zeigt die Chancen und Möglichkeiten der Neukonzeption auf und bestätigt, dass die bauliche Umsetzung an dem geplanten historischen Standort möglich ist, dass das notwendige Raumprogramm funktional und szenografisch abgebildet werden kann, und dass damit das Projekt, in dem von allen Beteiligten gewünschten Rahmen, realisierbar ist.

Die Landeshauptstadt Mainz hat 2021 das an das Gutenberg-Museum angrenzende und leerstehende Hotel Schwan erworben, um weitere Flächen für die Umsetzung des Raumprogrammes zu schaffen.

„Die Vorbereitung des europaweiten Architektenwettbewerbs und die Erstellung des Auslobungstextes war ebenfalls einer der zentralsten Punkte in diesem Jahr“, unterstreicht Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse. Es ist geplant, den Auslobungstext im ersten Gremienlauf im neuen Jahr 2022 einzubringen und dann final in der Stadtratssitzung am 9. Februar 2022 die Veröffentlichung beschließen lassen. Wie bisher im Projekt, ist auch im Wettbewerbsverfahren die Arbeitswerkstatt „Modernisierung Gutenberg-Museum“ beteiligt.

„Die Erstellung des Auslobungstextes erfolgt durch das externe, sehr erfahrene Architekturbüro Edda Kurz aus Mainz. Die Grundsätze und Inhalte eines Auslobungstextes wurden von Frau Kurz bereits in der Arbeitswerkstatt vorgestellt und sie hat hierzu viel Lob und Akzeptanz erhalten“, so Marianne Grosse. Die wichtigsten Aufgaben und Ziele des Wettbewerbs Gutenberg-Museums seien der Umgang mit dem Römischen Kaiser (in enger Abstimmung mit der Oberen und Unteren Denkmalbehörde), die Schaffung eines „dritten Ortes“ als Plattform und Begegnungsort der Bürger:innen inklusive der Berücksichtigung der Freibereiche und die Umsetzung des maximalen Bauvolumens.

Auswirkungen der Corona-Krise

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben auch 2021 die Kultur wieder fest im Griff gehabt: Das Publikum ebenso wie diejenigen, die auf den Bühnen stehen oder hinter den Kulissen für die Technik, die Verpflegung oder Organisation sorgen. Kulturdezernentin Marianne Grosse: „Auch wenn in den vergangenen Monaten Vieles wieder möglich geworden ist, so sind wir noch weit von einem Normalzustand entfernt und blicken auch jetzt wieder mit gemischten Gefühlen auf das neue Jahr. Trotzdem kann die Krise auch echte Erfolgsgeschichten schreiben und dazu zählt an vorderster Stelle unsere Reihe „Kultur verbindet – Zitadelle live!“. In der zweiten Runde im zweiten Corona-Sommer war unser Open-Air Programm noch größer, noch bunter und noch erfolgreicher.“ Der Startschuss kam am 10. Juni 2021, kurz nachdem Veranstaltungen in Deutschland und Rheinland-Pfalz wieder erlaubt waren. Insgesamt wurden 57 Shows auf dem Zitadellen-Gelände gespielt und knapp 17.000 Menschen waren dabei. Alle Genres von Comedy und Kabarett bis hin zu Klassik und Indie sowie zahlreiche Mainzer Kulturschaffende waren vertreten. „Sowohl das Publikum als auch alle aktiv Mitwirkende waren begeistert. Unser Titel „Kultur verbindet“ hat sich – trotz Abstandsregeln – als absolut treffende Wahl erwiesen“, freut sich Marianne Grosse.

„Auch 2021 konnten wir dank eines großzügigen Hilfsprogramms wieder zahlreichen Kulturschaffenden in der Coronapandemie helfen“, erläutert die Kulturdezernentin. Es konnten neben der institutionellen Förderung und regulären Projektförderung zusätzlich 26 Projekte aus der Mainzer Kultur mit knapp über 116.000 Euro unterstützt werden. 2021 lag der Fokus der Unterstützung auf Corona-konformen Veranstaltungsformaten und insbesondere Veranstaltungsreihen, die ein buntes kulturelles Programm trotz Corona ermöglicht haben.


Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz

„Mit dem ‚Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz‘ haben wir in Mainz eine Einrichtung, die dem Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus ebenso wie der Demokratiebildung verschrieben ist. Diese Themen sind so aktuell wie nie zuvor. Als offizieller Ort des Gedenkens der Landeshauptstadt Mainz hat sich das Haus des Erinnerns mit seinen vielfältigen Aktivitäten inzwischen fest etabliert.“, stellt Marianne Grosse Kulturdezernentin und Mitglied des Stiftungsvorstandes ‚Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz‘ zufrieden fest.

Die Arbeit der Institution unter der Leitung von Dr. Cornelia Dold findet sowohl durch das Publikum, in Fachkreisen als auch durch die Öffentlichkeit einen großen Zuspruch. Auf Grundlage der intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit des Haus des Erinnerns und dem Kulturdezernat ist es 2021 gelungen, die Arbeit auf eine ganz neue finanzielle Grundlage zu stellen: Seit 2019 erhält die Landeshauptstadt Mainz für die Arbeit des Haus des Erinnerns eine jährliche Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Auf Antrag wurde nun eine Förderung über die gesamte derzeitige Laufzeit des Bundesprogramms (2019-2024) bewilligt. Die Finanzierung des Hauses des Erinnerns ist demnach mit einer Gesamtsumme von 607.500 Euro bis 31.Dezember 2024 gesichert.

Marianne Grosse blickt in die Zukunft:

„Zusammen mit dem Haus des Erinnerns werden wir in den kommenden Jahren und auch über 2024 hinaus unsere Gedenkarbeit und Bildungsarbeit gegen Rassismus, Extremismus oder neofaschistische Strömungen konsequent fortsetzen und ausbauen.“

Weitere Berichte zur Jahresbilanz:

  • Teil 1: Günter Beck blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück
  • Teil 2: Manuela Matz blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück
  • Teil 3: Dr. Eckart Lensch blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück

In den folgenden Tagen werden bei BYC-News auch die Jahresbilanzen von Oberbürgermeister Michael Ebling sowie den Beigeordneten Janina Steinkrüger und Volker Hans veröffentlicht werden. 

AWO-Ortsverein Mainz-Neustadt unterstützt Institution für wohnungslose Frauen

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WP Eingang e1639787842736
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Eine wichtige Institution in der Mainzer Neustadt ist bereits seit über 30 Jahren der „Wendepunkt”. Dieser gilt als wichtige Anlaufstelle für Frauen, die sich in sozialen Notlagen befinden und wohnungslos sind. Neben Übernachtungsplätzen bietet der Wendepunkt, der von „Mission Leben” der Evangelischen Kirche unterhalten wird, auch ein umfassendes Beratungsangebot, um den Hilfesuchenden wieder eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.


„Das Angebot wird rege angefragt. So können wir auch durch vielfach ehrenamtlichen Einsatz jährlich 200 Frauen in Not Hilfe zukommen lassen”, unterstreicht Ute Thorwarth, die Leiterin der Einrichtung, die Resonanz des Angebots. „Leider wird Wohnungslosigkeit in einer solch reichen Gesellschaft wie der unsrigen oft unterschätzt. Viele der Frauen, die uns aufsuchen, haben zudem Gewalterfahrungen in Beziehungen erleiden müssen, die sich durch die Corona-Pandemie nochmals verstärkt haben”, so Thorwarth weiter. Die Einrichtung soll, wie der Name schon sagt, einen Wendepunkt im Leben der Betroffenen darstellen und neue Chancen ermöglichen.

Trotz Pandemie wird auch in diesem Jahr der „Wendepunkt” wieder ein besonderes Weihnachtsessen für seine (durchgeimpften) Bewohnerinnen ausrichten. Dieses Miteinander und diese schönen Stunden des Zusammenhalts möchte der AWO-Ortsverein Mainz-Neustadt mit einer Spende von 200 Euro unterstützen, womit die Kosten weitgehend gedeckt werden können. „Uns war es auch in diesem Jahr wichtig, wieder eine Einrichtung zu unterstützen, die bedürftigen und hilfesuchenden Menschen einen Halt gibt und einen wichtigen Ankerpunkt in unserem Stadtteil darstellt”, begründet Alexander Klein, Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Mainz-Neustadt, die Zuwendung.

Dabei dankte er auch nochmals der Einrichtungsleitung, dem Team und den Ehrenamtlern, durch deren Einsatz und Engagement einige Menschen ein schönes Weihnachtsfest verbringen werden können. Weitere Informationen zur Einrichtung und Möglichkeiten zur Spende sind unter der Homepage vorzufinden.