Nachrichten Mainz – Ein versuchter Raub hat sich am Dienstagnachmittag (09.06.2026) in der Innenstadt von Mainz ereignet. Gegen 16:30 Uhr wartete ein Mann an einer Bushaltestelle in der Rheinstraße und blickte auf die elektronische Anzeigetafel. Plötzlich trat ein bislang unbekannter Täter unvermittelt hinter der Konstruktion hervor und versuchte mit erheblichem Kraftaufwand, dem wartenden Fahrgast die mitgeführte Aktentasche aus der Hand zu reißen. Das Opfer reagierte jedoch geistesgegenwärtig, hielt die Tasche konsequent fest und sprach den Angreifer lautstark an.
Faustschläge gegen das Opfer und Flucht
Durch die Gegenwehr zeigte sich der Tatverdächtige sofort äußerst aggressiv. Er attackierte den Geschädigten physisch und schlug ihm mehrfach mit der Faust gezielt gegen den Oberarm. Die Situation entspannte sich erst, als eine aufmerksame Zeugin die körperliche Auseinandersetzung bemerkte und verbal intervenierend hinzutrat. Daraufhin ließ der Räuber von seinem Opfer ab und ergriff die Flucht in Richtung der Fußgängerzone.
Auf seinem Fluchtweg durch die Mainzer City setzte der Mann sein hochgradig aggressives Verhalten fort. Er lief mit geballten Fäusten durch die Einkaufsstraßen und rempelte dabei mehrere unbeteiligte Passanten mutwillig an. Die umgehend alarmierte Polizei leitete eine großangelegte Nahbereichsfahndung ein. Wenig später gelang es den Einsatzkräften, den Flüchtigen in einem Drogeriemarkt am Höfchen zu lokalisieren und vorläufig festzunehmen.
Psychischer Ausnahmezustand und Einweisung
Auch nach der Festnahme beruhigte sich der Tatverdächtige nicht. Er verhielt sich gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten weiterhin massiv unkooperativ und feindselig. Da sich der Mann offensichtlich in einem schweren psychischen Ausnahmezustand befand und der dringende Verdacht auf den vorherigen Konsum von Betäubungsmitteln im Raum stand, wurde auf der Dienststelle die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. In Absprache mit dem zuständigen Ordnungsamt der Stadt Mainz wurde der Randalierer im Anschluss in ein psychiatrisches Krankenhaus zwangseingewiesen.
Zeugenaufruf der Polizeiinspektion
Die Polizeiinspektion Mainz 1 hat die weiteren Ermittlungen zu dem versuchten Raub und den anschließenden Körperverletzungen aufgenommen. Die Beamten bitten Zeugen, die den Vorfall an der Bushaltestelle in der Rheinstraße beobachtet haben oder auf dem Fluchtweg in der Innenstadt von dem Mann angerempelt wurden, sich dringend zu melden. Hinweise werden telefonisch unter der Rufnummer 06131/65-34150 oder per E-Mail unter pimainz1@polizei.rlp.de entgegengenommen.






