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Interview: „Jean Pierre Kraemer und JP Performance veränderten sich“

Ehemaliger Mitarbeiter spricht mit BYC-News über die Veränderungen bei JP Performance

Ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter erklärte sich gegenüber BYC-News bereit, über seine Zeit bei JP Performance zu berichten. Nach dem Interview mit Thomas Stobinski (Gurke_r32) möchte der Ex-Angestellte von einem Unternehmen von Jean Pierre Kraemer berichten. Er berichtet von einem sehr positiven Arbeitsverhältnis, das sich nach dem Weggang von Fabian Kubik bei JP Performance über die Zeit jedoch spürbar veränderte. Er berichtet, dass sich auch Jean Pierre Kraemer veränderte.

Hinweis der Redaktion: Aufgrund der aktuellen Situation möchte der Mitarbeiter anonym bleiben. Es besteht die Befürchtung, dass rechtliche Probleme durch aktuelle Führungskräfte von JP Performance entstehen könnten. Die Redaktion versichert, dass es sich um einen realen Ex-Mitarbeitenden von JP Performance handelt. Der Kontakt wurde über Instagram, E-Mail und abschließend telefonisch verifiziert.

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Wie lange haben Sie bei JP Performance gearbeitet?

Ich habe bis 2025 bei dem Unternehmen von Jean Pierre gearbeitet, und unsere Wege trennten sich dann. Zu den Kündigungsgründen möchte ich hier im Detail nichts sagen. Ich sage es mal so: Es war nicht mehr das Unternehmen, bei dem ich mich einst beworben und mit Herzblut lange Zeit gearbeitet hatte. Es fiel mir nicht leicht, jedoch war es die richtige Entscheidung. Das sage ich jetzt nicht aufgrund der aktuellen Situation rund um die Probleme des Unternehmens und vor allem um Jean Pierre und seine Noch-Ehefrau.

Sie sprechen von einer Veränderung im Unternehmen, können Sie das genauer beschreiben?

Es war eine menschliche Veränderung bei Jean Pierre und auch die Unternehmensführung war nicht mehr die menschliche und familiäre. Nach dem Abgang von Fabian Kubik herrschte nach und nach ein anderer Wind im Betrieb. Das Klima veränderte sich und es war, je mehr Zeit verging, eine angespannte Stimmung. Man wurde mehrfach kontrolliert von Führungskräften und die eigene Tätigkeit und das Engagement wurden in Frage gestellt.

Bei Fabian hatte man immer ein offenes Ohr und er agierte mit dem ganzen Team menschlich. Er hatte zwar auch eine harte Führung, und die brauchte man auch bei so vielen Menschen, aber er fand immer die richtige Mischung. Das war nach seinem Weggang von JP nicht mehr da. Auch Jean Pierre veränderte sich danach. Er war nicht mehr der Chef, der er vorher war. Er war dauerhaft angespannt und das spürbar. Es gab so starke Schwankungen in seiner Stimmung, und wenn man ihn etwas fragte, bekam man mit viel Glück eine Antwort. Es gab nicht mehr die Gespräche auf Augenhöhe. Es war anders und man fühlte sich plötzlich wie ein Fremdkörper im Unternehmen. Ich kann es nur aus meiner Wahrnehmung sagen. Die Leute, die vorher Kollegen waren, waren plötzlich „Führungskräfte“, und man vergaß anscheinend, dass man noch vor ein paar Monaten zusammen Spaß hatte.

Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem ich zuhause nach längeren Gesprächen die Entscheidung getroffen und mich dazu entschlossen hatte, dem Unternehmen den Rücken zu kehren. Ich hatte die Probleme von JP Performance zu oft mit nach Hause gebracht. Und bevor mein Privatleben zerstört wird, beende ich lieber das berufliche und gehe neue Wege. Ich denke gerne an die Zeit bei JP zurück, jedoch nicht an die Zeit nach Kubik. Ich kann es nur nochmal sagen, mit dem Weggang von Fabian ging auch das menschliche in der Führungsebene und Jean Pierre verlor seine Stärke und Bodenständigkeit.

Sie sprachen von verstärkter Kontrolle. Wie genau sah diese Kontrolle durch die neuen Führungskräfte aus?

Es gab vorher schon Kritik, wenn man etwas nicht so gemacht hatte, wie es vorgegeben wurde. Es wurde jedoch respektiert, dass man seinen Weg zum Ziel gefunden hatte. Es wurde auch respektiert, wenn man sich engagiert und Ideen eingebracht hatte. Das war dann nicht mehr so. Ideen wurden abgeschmettert, beziehungsweise man bekam durch die Blume mitgeteilt, dass man das anderen überlassen solle und man bitte seine Arbeit weitermachen solle. Ich vermute mal, dass die Ideen nicht einmal zu Jean Pierre kamen und man sie vorher schon abgeschmettert hatte. Es gab Situationen, in denen von Kollegen Verbesserungen kamen. Die wurden dann auch umgesetzt, aber anderen zugeschrieben, die angeblich die Idee vorgebracht hatten. So bekam der ein oder andere einen guten Aufstieg im Unternehmen. Es bringt ja dann auch nichts, dagegen anzugehen. Man war dann einfach müde und hat nur noch funktioniert.

Kontrollen gab es sporadisch: Plötzlich stand jemand neben einem, schaute, was man machte, und kritisierte schon vieles, ohne nachzufragen. Das fand nur statt, wenn Jean-Pierre nicht im Betrieb war. Sie waren plötzlich Experten für alles.

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Sie sprechen davon, dass Jean Pierre seine Bodenständigkeit verlor, können Sie das genauer erläutern?

Da muss ich mich korrigieren, Bodenständigkeit war vielleicht das falsche Wort. Ich meine damit eher, dass er nicht mehr der Jean Pierre war wie vorher. Er entwickelte eher die Kultur eines Konzernleiters, das trifft es besser. Das war schon eine krasse Verwandlung innerhalb weniger Wochen, und das spürte man meiner Meinung nach auch bei den Videos. Er war im Unternehmen nicht mehr so locker, aber dann gab es wieder Momente, wo man ihm anmerkte, dass er selbst feststellte, dass es gerade zu weit ging. Der Ton macht die Musik, finde ich. Es wurden auch Dinge von Dritten aus der Führungsebene dramatisiert und es kam öfter zu stressigen Situationen. Ich glaube, er ließ sich indirekt zu viel negativ beeinflussen. Ich verstehe, dass bei einem wachsenden Unternehmen auch die Führung angepasst werden muss, aber das war keine Führung, das war schon eine harte Zeit. Man merkte, dass ihm der Mensch fehlte im Unternehmen, der ihn zu 100 % kannte beziehungsweise der ihm den Weg zeigte. Das klingt jetzt vielleicht wie eine Lobeshymne auf Kubik, aber ich kann nur meine persönlichen Eindrücke beschreiben.

Welche Personen meinen Sie da konkret aus der Führungsebene?

Ich möchte und darf da keine Namen nennen. Ich möchte aber klarstellen, dass ich die Tat beziehungsweise die Taten von Jean Pierre nicht gut finde und ich stelle mich klar gegen Gewalt, egal gegen wen. Ich kann nur wiedergeben, dass es eine enorme Verwandlung im Unternehmen und bei ihm gab. Selbst wenn das Unternehmen wieder so wäre wie früher, würde ich da nie wieder anfangen zu arbeiten. Das, was passiert war, war zu viel. Und das, was gerade auf Jean Pierre einprasselt, ist auch zu viel.

Hatten Sie je das Gefühl, dass Jean Pierre Kraemer überhaupt mitbekommen hat, wie sehr sich die Stimmung im Team durch die neue Führungsebene verschlechtert hat?

Ich kann es nicht genau sagen, ich vermute, er hat es mitbekommen, aber warum er nichts unternommen hat, weiß ich nicht. Ich kann halt nur für mich sprechen, es waren zu viele neue Gesichter im Mittelpunkt. Die taten ihm einerseits gut, andererseits wieder nicht. Ich sage es mal etwas konkreter: Hol keine Familie ins Unternehmen. Dann hast du je nach Entscheidung ein Problem auf der Arbeit oder privat. Es war ein scheußlicher Kreislauf. Jean Pierre war ja viel unterwegs und da konnten sich einige Personen neue Freunde schaffen. *

*Hinweis der Redaktion: Weitere Teile aus der Antwort sollten ursprünglich zuerst veröffentlicht werden. Bei der Freigabe des Artikels war dies jedoch nicht mehr erwünscht.

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Haben Sie nach Ihrem Weggang noch Kontakt zu Jean Pierre oder anderen im Unternehmen gehabt?

Nein, es gab keinerlei Kontakt mehr zu ihm. Ich habe noch sporadisch Kontakt zu aktuellen Mitarbeitenden und zu Ex-Kollegen. Auch da ist die Stimmung, wie ich mitbekommen habe, in den letzten Monaten nicht mehr so prickelnd gewesen. Mit Gurke hatte ich ein paar Mal geschrieben, und wie er über Jean Pierre spricht in seinem Interview, das war der Jean Pierre, den ich auch kannte und dann nicht mehr erkannte.

Wenn Sie Jean Pierre heute noch eine einzige Sache persönlich sagen könnten, was wäre das?

Wenn es der Jean Pierre von früher wäre, würde ich ihm sagen: Danke für die tolle Zeit und du hast Scheiße gebaut!
Und dem Jean Pierre von heute würde ich sagen: Du hast zu viel auf interne PR-Berater und Führungskräfte aus deinem Unternehmen gehört und Respekt verloren.