Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach haben ihre Zertifizierungen im Bereich der onkologischen und operativen Versorgung erfolgreich erneuert. Mit der Rezertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) werden das Darmkrebszentrum und das Pankreaskrebs-Zentrum bestätigt. Gleichzeitig steigt der Standort offiziell zum Viszeralonkologischen Zentrum der DKG auf.
Damit wird die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen der Bauchorgane an den Diakonie Kliniken als gemeinsames Behandlungskonzept weitergeführt. Dieses umfasst die Diagnostik, operative Behandlung und anschließende Begleitung der Betroffenen.
„Die Auszeichnung bestätigt eine eng abgestimmte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen der Bauchorgane, von der Diagnostik über die operative Behandlung bis zur weiteren Begleitung“, sagt Dr. Gunnar Proff, Leiter des Zentrums.
Auch minimalinvasive Chirurgie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zertifiziert
Neben der onkologischen Zertifizierung wurde auch die operative Expertise der Diakonie Kliniken erneut bestätigt. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifizierte die Klinik als Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie.
Bei der sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie werden operative Eingriffe über möglichst kleine Schnitte durchgeführt. Mit der Zertifizierung wird die entsprechende operative Kompetenz der Klinik anerkannt.
Land weist spezialisierte Leistungen zu
Auch das Land Rheinland-Pfalz stärkt den medizinischen Schwerpunkt des Standorts. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach erhalten die spezialisierten Leistungsgruppen Pankreaschirurgie, Leberchirurgie und tiefe Rektumchirurgie.
Dabei handelt es sich um operative Leistungen, die besondere fachliche und strukturelle Voraussetzungen erfordern. Mit der Zuweisung werden diese Leistungen dem Standort Bad Kreuznach zugeordnet.
Zwei Standorte arbeiten nach gemeinsamem Konzept
Die Versorgung des Viszeralonkologischen Zentrums verteilt sich auf die beiden Standorte der Diakonie Kliniken. In der Mühlenstraße liegt der Schwerpunkt auf der gastroenterologischen Diagnostik und der ambulanten Versorgung. Dort werden unter anderem ERCP, Endosonografien, Gastroskopien und Koloskopien durchgeführt. Auch die Sprechstunden der Viszeralchirurgie finden dort statt.
Die größeren operativen Eingriffe sowie die intensivmedizinische Betreuung von Krebspatienten erfolgen dagegen in der Ringstraße. Beide Standorte sind miteinander vernetzt und arbeiten nach einem gemeinsamen Behandlungskonzept.
„Die Zusammenarbeit über die Gebäude hinweg funktioniert hervorragend“, sagt Dr. Arnold Nissen, der gemeinsam mit Dr. Marcus Dahlem das Viszeralonkologische Zentrum Nahe koordiniert.
Dies gelte nach Angaben der Klinik auch für die Versorgung von Palliativpatienten. An beiden Standorten stehe dafür ein koordiniertes Betreuungsnetzwerk zur Verfügung.
Operative Kompetenz soll langfristig gesichert werden
Geschäftsführer Manuel Seidel sieht in der Bündelung der operativen Kompetenzen einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Standorts.
„Durch die Zusammenlegung der Kernkompetenzen unserer operativen Kliniken konnten wir einen großen Schritt zur langfristigen Sicherstellung der herausragenden operativen onkologischen Kompetenz für die gesamte Region gehen“, betont Seidel.
Mit der DKG-Rezertifizierung, der DGAV-Zertifizierung und der Zuweisung der spezialisierten Leistungsgruppen sollen die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach als Standort für die operative und onkologische Versorgung in der Region weiter gestärkt werden.








