Auf den ersten Blick erinnert der Muse Charm an ein bekanntes Spielzeug aus den 90er-Jahren: das Tamagotchi. Meta setzt bei seinem neuen Gadget allerdings nicht auf ein virtuelles Haustier, sondern auf künstliche Intelligenz. Das kleine Gerät soll einen digitalen Begleiter direkt in den Alltag bringen und dabei ohne ständige Nutzung eines Smartphones auskommen.
Der Meta Muse Charm: Ein Tamagotchi für das KI-Zeitalter
Der Muse Charm ist kaum größer als eine Uhr und verfügt über einen rund fünf Zentimeter großen OLED-Touchscreen. Auf dem Display wird der virtuelle KI-Begleiter Muse dargestellt, der über ein eigenes Betriebssystem auf dem Gerät verfügbar sein soll.
Nutzer können ihren digitalen Begleiter nach den vorliegenden Angaben individuell gestalten. Dazu gehören unter anderem Stimme, Kleidung und Aussehen. Der Charm lässt sich am Handgelenk, an einer Tasche oder in der Hosentasche tragen.
Meta bezeichnet das Gerät dabei nicht als klassisches „Wearable“, sondern als „Holdable“. Gemeint ist damit ein Gerät, das nicht dauerhaft am Körper getragen werden soll, sondern immer wieder in die Hand genommen wird, um mit der KI zu interagieren.
Eine weitere Besonderheit soll die Interaktion zwischen mehreren Geräten sein. Treffen zwei Besitzer eines Muse Charm aufeinander, sollen sich die jeweiligen digitalen Figuren erkennen und miteinander interagieren können.
Kamera, 5G und KI im Alltag
Trotz seiner kompakten Größe soll der Muse Charm mit einer Reihe technischer Funktionen ausgestattet sein. Dazu gehören ein 5G-Modem, Kameras auf der Vorder- und Rückseite, Lautsprecher und Mikrofone. Außerdem verfügt das Gerät über einen USB-C-Anschluss und einen Fingerabdrucksensor zum Entsperren.
Über die 5G-Verbindung soll die KI auch ohne WLAN online bleiben können. Der Charm kann nach den vorliegenden Angaben zwar nicht zum Telefonieren verwendet werden, mit den integrierten Kameras lassen sich jedoch Fotos und Videos aufnehmen und anschließend auf dem Gerät ansehen.
Die Kameras sollen darüber hinaus als eine Art Augen für den KI-Begleiter dienen. Muse kann damit Gegenstände erkennen, Situationen analysieren und Nutzer im Alltag mit Informationen oder Tipps unterstützen.
Einrichtung über Smartphone
Für die erstmalige Einrichtung des Muse Charm wird weiterhin ein Smartphone benötigt. Sowohl Android-Geräte als auch iPhones sollen unterstützt werden.
Die Verbindung zum Smartphone erfolgt über die Muse-App. Über diese Anwendung werden die Daten des kleinen KI-Gadgets synchronisiert. Der Muse Charm soll damit zwar möglichst eigenständig im Alltag eingesetzt werden können, bleibt bei der Einrichtung und Verwaltung aber zunächst an ein Smartphone angebunden.
Meta will den Muse Charm noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Weitere Einzelheiten zu Preis, Verfügbarkeit und dem genauen Funktionsumfang sollen noch folgen.







