Am Freitagmorgen, 28. August 2026, kam es gegen 9 Uhr in der Nahestraße in Rüdesheim (Nahe) im Landkreis Bad Kreuznach zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Menschen leicht verletzt wurden. Ein Fahrzeug war dabei zur Seite gekippt, die Insassen mussten aus dem Wagen befreit werden.
Ersthelfer sichern umgekipptes Fahrzeug
Ein Skoda war aus bislang ungeklärter Ursache mit der rechten Fahrzeugseite gegen einen auf der Busspur abgestellten Tandemtieflade-Anhänger geprallt und anschließend auf die Fahrerseite gekippt. Fahrer und Beifahrerin konnten sich zunächst nicht selbst aus dem Fahrzeug befreien.
Die Feuerwehr Rüdesheim wurde zunächst gegen 9:07 Uhr zur Absicherung der Unfallstelle alarmiert. Nachdem bekannt geworden war, dass sich die beiden Insassen nicht eigenständig aus dem Fahrzeug befreien konnten, wurde das Alarmstichwort auf „Verkehrsunfall, eingeschlossene Person“ erhöht. Zusätzlich wurden die Feuerwehr Hargesheim-Roxheim sowie die Führungsstaffel alarmiert.
Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte leisteten Mitarbeiter der Baufirma Gellweiler aus Wallhausen sowie drei zufällig vorbeikommende Feuerwehrleute aus Hüffelsheim, Norheim und Hennweiler Erste Hilfe. Sie sicherten das umgekippte Fahrzeug zunächst mit mehreren Warnbaken-Fußplatten gegen ein weiteres Umkippen.
Über eine Leiter verschafften sich die Ersthelfer anschließend Zugang zum Fahrzeug. Sie konnten die Beifahrertür öffnen und mit einem Spanngurt sichern. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreuten sie die beiden Fahrzeuginsassen.

Feuerwehr ermöglicht Ausstieg über Rettungsplattform
Die Feuerwehr stellte nach ihrem Eintreffen eine Rettungsplattform am Dach des Unfallfahrzeugs auf. Darüber konnten Fahrer und Beifahrerin selbstständig aus dem Skoda aussteigen.
Der Rettungsdienst übernahm anschließend die medizinische Versorgung. Beide Insassen wurden mit leichten Verletzungen in eine Klinik nach Bad Kreuznach gebracht.
Die Polizei aus Bad Kreuznach war mit zwei Streifenwagen vor Ort und nahm den Unfall auf. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen wurde die Rüdesheimer Nahestraße gesperrt. Insgesamt waren 14 Einsatzkräfte der Feuerwehr Rüdesheim unter der Leitung von Niklas Köller vor Ort. Nach rund 30 Minuten war der Feuerwehreinsatz beendet.
Feuerwehr kritisiert Verhalten einzelner Autofahrer
Durch den Unfall bildete sich in der Nahestraße schnell ein Rückstau. Nach Angaben der Feuerwehr kam es dabei zu Problemen bei der Anfahrt weiterer Einsatzkräfte, da einige Autofahrer trotz herannahender Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sondersignal ihre Fahrzeuge wendeten.
Feuerwehr-Pressesprecher Rouven Ginz kritisierte dieses Verhalten und verwies auf die Bedeutung einer ungehinderten Zufahrt für Rettungskräfte.
„Wenn jeder an sich denkt, ist zwar an alle gedacht. Aber hier wünsche ich mir von manchem Autofahrer ein Quäntchen mehr gesunden Menschenverstand und Geduld. Schließlich könnte man selbst in die Verlegenheit kommen und die schnelle Hilfe der Einsatzkräfte benötigen. Umso hervoragender war die Arbeit der couragierten Ersthelfer. Vielen Dank dafür!“, so Ginz.







