StartVG Sprendlingen-GensingenWarum hat es bei Remondis in Welgesheim gebrannt?

Warum hat es bei Remondis in Welgesheim gebrannt?

Dichte Rauchwolken über dem Entsorgungsbetrieb

Am 23.06.2026 erfolgten die Brandursachenermittlungen auf dem Firmengelände des müllverarbeitenden Betriebes in Welgesheim. Der Brand entstand in einem unzugänglich gelegenen Müllberg von Industrieabfällen. Eine vorsätzliche Inbrandsetzung oder technische Brandursachen können ausgeschlossen werden. Es erscheint sehr wahrscheinlich, dass eine Zündquelle über den Müllkreislauf in den Müllberg gelangte und zu dem Brand führte. Die Zündquelle sowie ein möglicher Verursacher lassen sich aufgrund des Vollbrandes und der großen Menge an Müll nicht mehr ermitteln. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 200.000 Euro.

Meldung vom 20. Juni 2026: Auf einem Wertstoffhof des Entsorgungsunternehmens Remondis in Welgesheim (Kreis Mainz-Bingen) kommt es seit den Nachmittagsstunden zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Über der Gemeinde stehen dichte Rauchwolken, die kilometerweit zu sehen sind. BYC-News ist vor Ort.

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Warnung an die Bevölkerung wegen Brand in Welgesheim: Fenster und Türen schließen

Die Feuerwehren wurden um 16:30 Uhr alarmiert und rückten mit einem Großaufgebot an, um das Feuer zu bekämpfen.

Aufgrund der massiven Rauchentwicklung wurde gegen 17:20 Uhr eine offizielle Warnung über die Notfall-Apps Katwarn und NINA herausgegeben. Anwohner werden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Welgesheim remondis
Brand auf Wertstoffhof in Welgesheim | Foto: BYC-News | Marc Märker

Ursache des Feuers noch unklar

Weitere Details zur Ursache des Feuers oder zum genauen Ausmaß des Feuers liegen aktuell noch nicht vor. Die Löscharbeiten der regionalen Feuerwehren dauern an und werden voraussichtlich noch bis in die Nacht hinein andauern.

Auf dem Gelände des Wertstoffhofes hatte es erst Anfang Juni bereits einen Großbrand gegeben.

Update, 21. Juni – 08:00 Uhr:

Die Einsatzkräfte des Brand- und Katastrophenschutzes konnten in der Nacht das Feuer auf dem Betriebsgelände des Recycling-Betriebes in Welgesheim löschen. Die umfassenden Einsatzmaßnahmen dauern jedoch weiterhin an.

Betroffen war eine Lagerhalle, in der rund 100 Tonnen Gewerberestmüll in Brand geraten waren. Um die Flammen zu ersticken, wurde das Brandgut mit technischem Gerät aus dem betroffenen Bereich herausgezogen, auf einer Freifläche verteilt und dort gezielt abgelöscht. Der offene Brand ist somit gelöscht. Derzeit laufen die Nachlöscharbeiten, Kontrollen auf mögliche Glutnester sowie weitere Sicherungsmaßnahmen.

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13 Feuerwehrleute verletzt – Überregionale Hilfe vor Ort

Der stundenlange Einsatz unter extremen Bedingungen stellte die Rettungskräfte vor erhebliche körperliche Herausforderungen. Grund hierfür waren die lange Einsatzdauer, die starke Rauchentwicklung, die Arbeit unter schwerem Atemschutz sowie die hohe Belastung im direkten Einsatzbereich.

Im bisherigen Einsatzverlauf mussten insgesamt 13 Einsatzkräfte medizinisch versorgt werden. Neun von ihnen wurden zur weiteren Abklärung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht keine Lebensgefahr. Die Einsatzleitung achtet weiterhin streng auf regelmäßige Ablösung, Ruhezeiten, Verpflegung, Flüssigkeitsversorgung und hygienische Maßnahmen für die eingesetzten Kräfte.

Die Gesamteinsatzleitung liegt inzwischen wieder bei der Kommune. Unterstützt werden die Maßnahmen unter anderem durch Kräfte aus Mainz, den Landkreisen Alzey-Worms und Bad Kreuznach, das Technische Hilfswerk (THW), den Rettungsdienst sowie weitere Hilfsorganisationen. Der Grundschutz für die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen war und ist weiterhin sichergestellt.

Bevölkerungswarnung aufgehoben – Keine Gefahr in der Luft

Die akute Warnung für die Bevölkerung wurde nach einer Neubewertung der Lage und den vorliegenden Messergebnissen zurückgenommen. Die zuvor über Warn-Apps wie NINA und Katwarn verbreiteten Verhaltensempfehlungen gelten damit nicht mehr. Die Umgebungsluft wurde im Einsatzverlauf fortlaufend durch spezialisierte Messkräfte und Fachberater überwacht. Nach aktuellem Stand liegen außerhalb des unmittelbaren Einsatzbereichs keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen vor.

Im direkten Umfeld der Einsatzstelle kann es dennoch weiterhin vereinzelt zu Geruchsbelästigungen kommen, insbesondere durch die Nachlöscharbeiten und das Bewegen von Brandgut. Rauch ist grundsätzlich weiterhin zu meiden. Bürgerinnen und Bürger werden dringend gebeten, den Bereich um die Einsatzstelle weiterhin nicht aufzusuchen, um die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Bahnstrecke Bingen–Worms gesperrt

Die wichtige Bahnstrecke Bingen–Worms musste aufgrund der massiven Rauchentwicklung und der damit verbundenen Sichtbehinderungen zeitweise komplett gesperrt werden. Reisende werden weiterhin gebeten, sich vor Fahrtantritt direkt bei der Deutschen Bahn und den Verkehrsunternehmen über mögliche Einschränkungen zu informieren.

Nach dem Löschen des Feuers geht der Einsatz nun in die Phase der Nachlöscharbeiten, Kontrolle und des schrittweisen Rückbaus über. Das anfallende Löschwasser wird umweltschonend zurückgehalten. Die weiteren Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit den zuständigen Fachstellen. Zur Brandursache können weiterhin keine Angaben gemacht werden. Ermittlungen der Polizei sind erst möglich, wenn der betroffene Bereich sicher betreten werden kann.

 

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