Ein vermeintlich günstiges Handwerkerangebot ist in Bad Münster am Stein-Ebernburg, einem Stadtteil von Bad Kreuznach, beinahe teuer geworden. Zwei Männer klingelten am Freitag (16. Oktober 2026) bei einem Ehepaar und boten an, die Dachrinne zu erneuern.
Betrüger in Bad Kreuznach fordern statt 270 Euro plötzlich 5.000 Euro
Der Vorfall ereignete sich gegen 16.15 Uhr in der Straße „Am Felseneck“. Die beiden 34 und 42 Jahre alten Männer gaben sich als Dachdecker aus und überredeten das Ehepaar, die Dachrinne erneuern zu lassen. Als Preis vereinbarten die Beteiligten zunächst 270 Euro.
Nach Abschluss der Arbeiten verlangten die Männer laut Polizei jedoch 5.000 Euro. Da dem Ehepaar die Forderung verdächtig vorkam, verständigte es die Polizei und verweigerte die Zahlung. Eine eintreffende Streife konnte die beiden Männer noch vor Ort antreffen.
Gegen die Verdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs sowie wegen des Verdachts der Schwarzarbeit eingeleitet. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Polizei warnt vor sogenannten „Dachhaien“
Die Polizei Bad Kreuznach warnt in diesem Zusammenhang vor sogenannten „Dachhaien“. Damit sind betrügerische Handwerker gemeint, die unangekündigt an Haustüren klingeln und Bewohner zu vermeintlich dringend notwendigen Reparatur- oder Sanierungsarbeiten überreden wollen.
Nach Angaben der Polizei geraten dabei häufig ältere Menschen ins Visier. Die Täter würden die Gutgläubigkeit der Betroffenen ausnutzen. Auch hohe Vorauszahlungen seien bei solchen Fällen nicht unüblich. Zudem seien die ausgeführten Arbeiten häufig mangelhaft.
Diese Tipps gibt die Polizei
- Keine unangekündigten Handwerker beauftragen: Lassen Sie nur Personen Arbeiten durchführen, die Sie selbst bestellt haben oder deren Besuch durch die Hausverwaltung angekündigt wurde.
- Nichts an der Haustür überstürzt unterschreiben: Kaufen oder beauftragen Sie keine Dienstleistungen unter Zeitdruck.
- Nicht unter Druck setzen lassen: Lassen Sie sich nicht durch angebliche Dringlichkeit zu einer Unterschrift oder mündlichen Vereinbarung bewegen.
- Vertragsunterlagen verlangen: Lassen Sie sich eine Vertragsdurchschrift aushändigen, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners gut lesbar stehen.
- Bei Verdacht die Polizei verständigen: Wenn Ihnen ein Angebot oder die Forderung verdächtig vorkommt, wählen Sie den Polizeinotruf 110.







