StartBad KreuznachFeuerwehr und Forstamt üben für Vegetationsbrände im Kreis Bad Kreuznach

Feuerwehr und Forstamt üben für Vegetationsbrände im Kreis Bad Kreuznach

Rund 40 Teilnehmer von Forstamt und Feuerwehren haben die Zusammenarbeit bei Wald- und Vegetationsbränden trainiert.

Wenn Wald und Vegetation brennen, müssen Feuerwehr und Forst eng zusammenarbeiten. Welche Aufgaben die jeweiligen Einsatzkräfte übernehmen, welche Gefahren bei Vegetationsbränden bestehen und welche Einsatzmittel zur Verfügung stehen, haben rund 40 Teilnehmer bei einer gemeinsamen Ausbildungsveranstaltung im Gerätehaus in Rüdesheim praktisch und theoretisch kennengelernt.

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Austausch zwischen Forstamt und Feuerwehren

Nach der Begrüßung durch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Alexander Roßkopf erhielten die Teilnehmer zunächst einen Einblick in die Struktur der Feuerwehren im Landkreis Bad Kreuznach.

Referent Maik Pleines, der früher beim Forstamt Soonwald ausgebildet wurde und heute bei der Berufsfeuerwehr Mainz sowie ehrenamtlich bei einer Feuerwehr im Landkreis Bad Kreuznach tätig ist, erläuterte anschließend die Besonderheiten von Vegetationsbränden. Dabei ging es unter anderem um die damit verbundenen Gefahren und Herausforderungen für die Einsatzkräfte sowie um grundlegende Begriffe und Vorgehensweisen bei der Vegetationsbrandbekämpfung.

Im Anschluss stellten Martin Barth, Tim Pleines und Maik Pleines die Tanklöschfahrzeuge der Wehren in Rüdesheim und Waldböckelheim vor, die auch für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden eingesetzt werden können.

Ergänzend wurden besonders wendige Allradfahrzeuge präsentiert. Dazu gehörten ein UTV der Feuerwehr Bad Kreuznach und ein Ford Ranger der Wehr in Niederhausen. Die Forstleute konnten außerdem spezielle Handwerkzeuge, Löschrucksäcke und geeignete persönliche Schutzausrüstung kennenlernen.

Forst gibt Einblick in seine Aufgaben

Auch die andere Seite stellte ihre Arbeit vor. Forstamtsleiter Konrad Leicht informierte die Wehrleitungen der Verbandsgemeinden im Landkreis sowie der Stadt Bad Kreuznach über das Tätigkeitsfeld und das Zuständigkeitsgebiet des Forstamts Soonwald.

Bürgermeister Markus Lüttger richtete ebenfalls ein Grußwort an die Teilnehmer.

Bei einer anschließenden Realbrandsimulation konnten die Gefahren eines Flächenbrandes anschaulich dargestellt werden. Gleichzeitig beobachteten die Forstleute das Vorgehen der Einsatzkräfte und hatten die Möglichkeit, einzelne Arbeitsschritte selbst praktisch zu trainieren.

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Spezialwerkzeuge und Löschmittel im Praxiseinsatz

Parallel beziehungsweise im Anschluss an den fachlichen Austausch fand das Vegetationsbrandbekämpfungsseminar des Landkreises Bad Kreuznach statt. Am Freitagabend stand zunächst ein zweistündiger Theorieblock auf dem Programm.

Lehrgangsleiter Maik Pleines vermittelte dabei Grundlagen der Vegetationsbrandbekämpfung, wichtige Sicherheitsregeln und Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung.

Am Samstag folgte die praktische Ausbildung. In verschiedenen Stationen übten die Teilnehmer den Umgang mit Spezialwerkzeugen und unterschiedlichen Löschmitteln. Dazu gehörten unter anderem die Wiedehopfhacke und das Gorgui Tool sowie die Brandbekämpfung mit der Brandpatsche und dem Löschrucksack.

Den Abschluss bildeten Übungen, bei denen mehrere dieser Einsatzmittel miteinander kombiniert wurden. Die Teilnehmer setzten unter anderem Löschrucksack und Gorgui Tool sowie die Brandpatsche gemeinsam ein und konnten die zuvor vermittelten Grundlagen unter realitätsnahen Bedingungen anwenden.

Gemeinsame Vorbereitung auf Einsätze

Die Beteiligten zogen anschließend ein positives Fazit der Veranstaltung. Der Austausch sollte vor allem das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Aufgaben, Einsatzmittel und Arbeitsweisen verbessern und damit die Zusammenarbeit bei künftigen Wald- und Vegetationsbränden stärken.

Neben Lehrgangsleiter Maik Pleines waren Tim Pleines, Niklas Köller und Martin Barth von der Feuerwehr Rüdesheim sowie Johannes Grünewald von der Wehr in Winterbach als Ausbilder beteiligt.

Eine enge Abstimmung ist insbesondere bei Wald- und Vegetationsbränden von Bedeutung. Gemeinsame Übungen können dazu beitragen, Zuständigkeiten und taktische Möglichkeiten besser kennenzulernen und die Zusammenarbeit für den Einsatzfall vorzubereiten.