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Rheinland-Pfalz kündigt Vertrag mit der „Luca-App“

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Nachdem die Pflicht zur Kontakterfassung in weiten Teilen des alltäglichen Lebens bereits mit der Verkündung der 30. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes aufgehoben wurde, hat nun das Land – vertreten durch den Landesbetrieb Daten und Information (LDI) – den Vertrag mit den Betreibern der „Luca-App“ fristgerecht gekündigt. Er endet damit zum 31. März 2022. Das Land hat für den Einsatz des Luca-Systems und für die Anbindung aller Gesundheitsämter für ein Jahr rund 1,7 Millionen Euro bezahlt; der Bund hat bei der Einführung die Kostenübernahme dafür zugesichert.


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Gesundheitsminister (Rheinland-Pfalz) Clemens Hoch

„Wir haben schon in der vergangenen Verordnung entschieden, dass wir auf die Kontaktdatenerfassung in der Gastronomie, beim Sport und im Freizeit- und Kulturbereich verzichten können, weil auch nach unseren immer noch strengen Zugangsregelungen eben die meisten Kontaktpersonen geimpft oder geboostert, somit viel besser geschützt und gleichzeitig selbst als enge Kontaktpersonen nicht mehr zur Quarantäne verpflichtet sind. Nach Abwägung haben wir daher entschieden, den Vertrag mit den Betreibern der Luca-App über März 2022 hinaus nicht zu verlängern“. Sollte eine neue Phase in der Pandemie eintreten, in der die Kontaktdatenerfassung wieder an Bedeutung gewinnen würde, so bedeute dies nicht die Rückkehr zur analogen Datenerfassung. „Auch die Corona-Warn-App des Bundes steht flächendeckend und kostenfrei zur Verfügung. Wir sind davon überzeugt, dass die Schwarmintelligenz der Corona-Warn-App besser in die aktuelle Lage passt und allen Bedürfnissen der Verfolgung von möglichen Risikokontakten Rechnung trägt“, so der Minister.

Der Unterschied zur Luca-App ist, dass die Corona-Warn-App (CWA) eine anonyme Information einzelner Bürgerinnen und Bürger über Risikokontakte im Alltag ermöglicht. Hat sich eine Person in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten, so „ploppt“ dies in der CWA als Warnung auf. Die betroffene Person kann entsprechend reagieren und sich testen sowie gleichzeitig die eigenen Kontakte reduzieren. Voraussetzung für die Warnung ist, dass die positive Person ihr Testergebnis in die CWA lädt und teilt. Dabei werden mit der CWA keine personenbezogenen Kontakt-daten erhoben.

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Förderung über 100.000 Euro für den Kreis Groß-Gerau

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Einen Bescheid in Höhe von 100.000 Euro zur Förderung der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) im Bereich Landschaftspflege hat Staatssekretär Stefan Sauer in Trebur dem Vorstandsvorsitzenden des Landschaftspflegeverband Kreis Groß-Gerau (LPV), Riedstadts Bürgermeister Marcus Kretschmann überreicht. Anwesend waren weitere Mitglieder des LPV wie der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer, Stockstadts Bürgermeister Thomas Raschel und der Bürgermeister von Mörfelden-Walldorf Thomas Winkler, außerdem die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Ines Claus und der Geschäftsführer des LPV Martin Kreuels sowie Mitglieder der IKZ-Arbeitsgruppe, die die Vereinsgründung vorbereitet hatten.


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Jochen Engel dazu

Einen großen Dank sprach Bürgermeister Jochen Engel den „Damen und Herren der Arbeitsgruppe“ aus: „Sie sind das Herzstück, durch Ihre gute Vorbereitung gelang die Vereinsgründung.“ Dem schloss sich Vorstandsvorsitzender Kretschmann an, dankte für die gute Startarbeit und freute sich, dass die Projektgruppe auch nach der offiziellen Auflösung im Hintergrund weiter vernetzt bleibt.

Die interkommunale Arbeitsgruppe traf sich regelmäßig über etwa zwei Jahre unter der Projektleitung von Anne Koszszela von der Gemeinde Trebur  und bereitete akribisch die komplexe Vereinsgründung vor. Sie leistete dabei Pionierarbeit, wie Sauer betonte. Schließlich ist der LPV Kreis Groß-Gerau nach der Landschaftspflegevereinigung Lahn-Dill-Kreis erst der zweite im Land, der im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit gebildet wurde.

Im November 2020 fand dann die Gründungsveranstaltung des LPV in Riedstadt statt. Dem traten zunächst sieben Kommunen (Biebesheim, Büttelborn, Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf, Riedstadt, Stockstadt, Trebur) und der Kreis sowie zahlreiche Naturschutzvereinigungen, Landwirte und Jäger bei. Mittlerweile gehören ihm weitere Mitglieder an.

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Förderung der biologischen Vielfalt

Erklärtes Ziel des LPV ist die Verbesserung der Pflege wertvoller Flächen im Kreisgebiet und die Förderung der biologischen Vielfalt durch eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz sowie die Wissensvermittlung.

„Das ist gut investiertes Geld. Denn es ist gut und schön, dass wir Artenvielfalt haben. Aber wenn wir nichts dafür tun, wird es nicht dabei bleiben“, befand Sauer zu dem Förderbescheid. „“Herausforderungen nicht alleine angehen zu müssen, sondern sich gemeinsam für die Region oder den Landkreis stark zu machen, dafür steht die Interkommunale Zusammenarbeit. Eine wichtige Herausforderung ist der Naturschutz, der bereits auf kommunaler Ebene beginnt. Durch den neu gegründeten Landschaftspflegeverband werden hohe fachliche Qualitätsstandards in der Landschaftspflege etabliert, während einzelne Kommunen von diesen Arbeiten entlastet werden“, sagte der Staatssekretär. „Es ist ein gutes Signal, dass auch die Landwirtschaft vertreten ist“, betonte er. Denn nur im Miteinander der verschiedenen Akteure könne Landschaftspflege gelingen.

Auf die vielen Vorteile des Landschaftspflegeverbands verwies auch Barbara Stowasser, Leiterin der Fachgruppe Umwelt in Riedstadt und Mitglied der Projektgruppe: Die Akteure aus den verschiedenen Bereichen vernetzen sich enger, der Qualitätsstandard verbessert sich und Projekte können nun besser über Gemarkungsgrenzen hinweg angegangen werden.

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Feuerwehr auf der Autobahn A61 im Einsatz – Alarmierung „LKW im Vollbrand“

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Am Donnerstagabend (10. Februar 2022) kam es gegen 19:00 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz auf der Autobahn A61 bei Armsheim (Kreis Alzey-Worms). Über den Notruf wurde von Augenzeugen ein Lastwagen im Vollbrand gemeldet. Mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Rettungsdienst machten sich umgehend auf den Weg zum Einsatzort.


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Vollsperrung der Autobahn

Wie ein Feuerwehrsprecher vor Ort mitteilte, kam es an einem Autotransporter auf Höhe des Parkplatzes Wiesbach zu einer starken Rauchentwicklung und einem kleinen Brand im Bereich der Hydraulik am Auflieger. Während der Löscharbeiten musste die Autobahn A61 in Fahrtrichtung Alzey vollgesperrt werden. Bei dem Feuer am Lastwagen wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Der Lastwagen war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Im Einsatz waren die Feuerwehr mit 17 Einsatzkräften und 5 Fahrzeugen, der Rettungsdienst, die Autobahnpolizei Gau-Bickelheim und der Abschleppdienst.

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Vollsperrung zwischen Saulheim und Wörrstadt

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Am Donnerstagabend (10. Februar 2022) kam es gegen 19:20 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Landstraße L401 zwischen Wörrstadt und Saulheim. Dort war ein LKW verunfallt und der Anhänger umgekippt. BYC-News war vor Ort.


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Der LKW-Anhänger kippte auf die Seite

Der LKW-Fahrer war auf der Bundesstraße B420 unterwegs und bog auf die L401 ab. Vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug und geriet ins Schleudern. Der LKW streifte einen am Fahrbahnrand stehenden Baum bevor der LKW-Anhänger schließlich zur Seite kippte und der Lastwagen quer über die Fahrbahn zum stehen kam.

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Die Fahrbahn war mehrere Stunden vollgesperrt

Der LKW, der zum Unfallzeitpunkt Rollcontainer mit Toilettenpapier, Papierhandtüchern und Paketen für das Postzentrum in Saulheim geladen hatte musste zunächst ausgeräumt und aufgestellt werden.

Im Anschluss daran konnte der LKW, unter Begleitung der Polizei, noch bis zum Paketzentrum in Saulheim gefahren werden. Die Vollsperrung der Fahrbahn konnte gegen 22:40 Uhr aufgehoben werden.

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Feuerwehreinsatz in Mommenheim: Einsatzkräfte zu Gebäudebrand alarmiert

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In die Niersteiner Straße nach Mommenheim sind Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei am Donnerstag (10. Februar 2022) gegen 12:40 Uhr ausgerückt. Dort drang starker Rauch aus dem Erdgeschoss eines Einfamilienhauses. BYC-News war vor Ort.


Rauch drang aus dem Erdgeschoss

Aus noch ungeklärter Ursache geriet die Dunstabzugshaube in der Küche des Einfamilienhauses in Brand. Die Bewohner retteten sich selbstständig ins Freie. Die Feuerwehr löschte den Brand unter Atemschutz. Anschließen demontieren die Feuerwehrkräfte die Dunstabzugshaube, um auch letzte Glutnester im Abzugsrohr zu ersticken. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Nachdem „Feuer aus“ vermeldet werden konnte, wurde das Haus maschinell belüftet. Anschließend konnten die Anwohner zurück in ihr Haus. Im Einsatz waren neben den Freiwilligen Feuerwehren Mommenheim, Hahnheim, Selzen und Oppenheim auch der Regelrettungsdienst und die Polizei.

 

Die spanischen Inseln – ein beliebtes Urlaubsziel

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Gerade die kalte Jahreszeit lässt mit einer besonderen Vorfreude den nächsten Urlaub planen. Zu den beliebtesten Reisezielen von Touristen aus Rheinland-Pfalz und Hessen zählen die spanischen Inseln, die jeweils mit einem eigenen Charme sowie Angebot zu überzeugen wissen. Mitunter sind die nachfolgenden Inseln eine Reise wert.

Fuerteventura – das besondere Biosphärenreservat

Fuerteventura ist ein Biosphärenreservat mit beeindruckender Vulkanlandschaft und bietet darüber hinaus mehr als 150 km weißen Sand zum Spazierengehen, Spielen und Faulenzen. Touristen jeden Alters werden auf der Kanareninsel fündig, sodass dort auch ein unvergesslicher Fuerteventura Urlaub mit Kind möglich ist.

Wer ein Käse-Fan ist, sollte eine der berühmten Käsereien aufsuchen und die lokalen Produkte probieren. Einer der schönsten Orte dafür ist der Strand La Concha im Dorf El Cotillo. Felsige Riffe direkt vor der Küste schaffen ein Zuhause für bunte Fische, die beim Schnorcheln näher erkundet werden können.

Die spanische Urlaubsinsel zieht Wind- und Kitesurfer aus der ganzen Welt an. Hervorragende Bedingungen sind unter anderem im beliebten Ferienort Corralejo anzutreffen.

Formentera – die kleine und beschauliche Insel

Die kleinste der bewohnten Baleareninseln Spaniens ist nur eine kurze Fahrt mit der Fähre von ihrem lauten Nachbarn Ibiza entfernt. Einst ein beliebtes Hippie-Reiseziel, hat sich die Manhattan-große Insel Formentera diese entspannte Atmosphäre bewahrt.

Traumhafte Buchten wie Caló d’Es Morts und Cala Saona sowie große Strände wie Ses Illetes und Es Migjorn gehören zu den Hauptattraktionen von Formentera. Der Leuchtturm von La Mola offenbart eine der schönsten Landschaften der Insel. Auf dem höchsten Punkt Formenteras im Westen gelegen, ist La Mola für viele Segler ein wertvoller Orientierungspunkt.

Lanzarote – von künstlerischer Hand geformt

Mit Vulkanlandschaften, die an so manchen Science-Fiction-Film erinnern, und dem Vermächtnis eines berühmten Künstlers ist Lanzarote als wahres Unikat zu bezeichnen. Der Architekt, Bildhauer und Aktivist César Manrique verwandelte seinen Heimatboden, indem er einzigartige Touristenattraktionen entwarf. Er sorgte dafür, dass die Zersiedelung auf ein absolutes Minimum beschränkt wurde. Im nördlichen Teil von Lanzarote, in der Nähe des Vulkans Monte de la Corona, befindet sich ein spektakuläres System unterirdischer Grotten, die als La Cueva de los Verdes bekannt sind. Diese ist eine der größten vulkanischen Galerien der Welt mit einer Länge von rund 6 km

Diejenigen, die mit Kindern auf Lanzerote reisen, sollten den Aquapark am Stadtrand von Costa Teguise besuchen, um lustige Wasserrutschen und Fahrgeschäfte zu genießen. Der Guinate Tropical Park an der Nordspitze der Insel in der Nähe des Dorfes Maguez bietet eine unglaubliche Vogelwelt und Wasserspiele.

Ibiza – mehr als eine Partyinsel

Ibiza hat einen verdienten Ruf als die berühmteste Partyinsel Spaniens und wahrscheinlich der ganzen Welt. Allerdings gibt es auch jenseits der Partybereiche viel zu entdecken. Alleine Ibiza-Stadt weiß mit einer Vielzahl von Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu begeistern. Der höchste und älteste Teil von Ibiza-Stadt wird von starken Renaissance-Befestigungen bewacht, die im 16. Jahrhundert von Karl V. erbaut wurden. Ein kleiner Rundgang durch die Befestigungsanlagen ist mehr als lohnenswert. Sieben Bastionen warten darauf, erkundet zu werden und ihre eigene Geschichte zu erzählen. Beispielhaft ist die Bastion Santa Lucía zu nennen, die ein Pulvermagazin aus dem 18. Jahrhundert beherbergt. Von hier aus kann ein fabelhafter Blick über das alte Fischerviertel und den Hafen genossen werden.

Ibiza ist für seine ganzheitliche Spa- und Entspannungsszene fast ebenso bekannt wie für elektronische Musik und Nachtclubs. Es gibt 15 Spas auf der ganzen Insel, von denen viele an Hotels und Apartmentkomplexe angeschlossen sind.

Müll am Ippesheimer See in Bad Kreuznach – Eigentümer um Stellungnahme gebeten

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Der Müll am Ippesheimer See ist seit langem ein ärgerlicher und mit großen Emotionen verbundener Umstand. Auf einem ehemals gewerblich genutzten Grundstück lagern zahlreiche Gegenstände, die Gefahren für die Umwelt darstellen können. Um für Klarheit vor Ort zu sorgen, hat sich die zuständige Untere Abfallbehörde der Kreisverwaltung Bad Kreuznach mit einem Schreiben an den Grundstückeigentümer gewandt.


Stellungnahme bis 1. März erwartet

Der Eigentümer soll bis spätestens 1. März eine Stellungnahme abgeben, zu welchem Zweck die Maschinen, Elektrogeräte, Baumaterialien und sonstigen Gegenstände dort lagern, was damit geschehen soll und wann mit einer Entsorgung zu rechnen ist. Darüber hinaus ist ein Ortstermin zusammen mit der Stadtverwaltung und dem Eigentümer geplant. Gemeinsames Ziel ist es, möglichst schnell für eine ordnungsgemäße Situation vor Ort zu sorgen.

Bei einer Ortsbesichtigung im Dezember hatte die Untere Abfallbehörde insgesamt zirka 700 Kubikmeter abgelagerte Gegenstände in den frei zugänglichen Hallen, die auf dem Gelände stehen, sowie auf den angrenzenden Grünstreifen vorgefunden. Aufgrund der Sach- und Rechtslage ist der Grundstückseigentümer als Abfallbesitzer anzusehen und für deren ordnungsgemäße Entsorgung verantwortlich. Stadt- und Kreisverwaltung machen zudem darauf aufmerksam, dass das widerrechtliche Ablagern von Abfällen eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die mit einer Geldbuße bis zu 100.000 Euro geahndet werden kann.

„Ich freue mich sehr, dass neue Bewegung in die Sache kommt und hoffe, dass die Untere Abfallbehörde mit dem Eigentümer zu einer einvernehmlichen Lösung kommen kann. Ansonsten sieht sich der Kreis gezwungen, im Rahmen der Ersatzvornahme auf dessen Kosten tätig zu werden“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer.

Unfall mit verletztem Motorradfahrer in Worms-Horchheim

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Am Mittwochnachmittag (9. Februar 2022) kam es in Worms-Horchheim zu einem Unfall zwischen einem Motorrad und einem PKW der Marke Porsche. Der 48-jährige Porsche-Fahrer befuhr gegen 16:45 Uhr die Hausmühlstraße. An der Kreuzung zur Höhlchenstraße übersah er einen von links kommenden 18-jährigen Motorradfahrer und nahm diesem die Vorfahrt. Der 18-Jährige wurde mit einem Rettungswagen leicht verletzt in ein Krankenhaus nach Worms gebracht. Die Höhlchenstraße musste für die Unfallaufnahme kurzzeitig gesperrt werden.

69-Jähriger aus dem Kreis Groß-Gerau seit mehreren Tagen vermisst

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Vermisst Symbolbild 1
Vermisst Symbolbild 1

Bereits seit Dienstagabend (1. Februar 2022) wird der 69 Jahre alte Yashar Yuseinov aus Raunheim vermisst. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Mithilfe und wendet sich an die Öffentlichkeit.


Möglicherweise befindet sich der Vermisste in einer hilflosen Situation

Der 69-Jährige wurde zuletzt gegen 20:30 Uhr am 1. Februar vor seiner Wohnanschrift in der Kelsterbacher Straße in Raunheim gesehen. Weil seitdem sein Aufenthaltsort bislang nicht bekannt ist, alarmierten seine Angehörigen die Polizei. Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich der 69-Jährige in einer hilflosen Lage befindet.

Vermisster | Foto: Polizei

Personenbeschreibung:

  • trug eine schwarze Mütze
  • eine schwarze Jacke
  • eine schwarze Hose
  • ist nicht gut zu Fuß
  • kann sich nur schwer orientieren
  • spricht lediglich bulgarisch und türkisch

Wer den Vermissten gesehen hat oder Hinweise zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich mit der Rüsselsheimer Kriminalpolizei unter der Rufnummer 06142/696-0 in Verbindung zu setzen. Hinweise nimmt alternativ auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Neuer Direktor des Gutenberg-Museums in Mainz

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Ebling Soelter Grosse e1644427601973
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Dr. Ulf Sölter wird ab 1. April 2022 neuer Direktor des Gutenberg-Museums und tritt damit die Nachfolge von Dr. Anette Ludwig an, die ab Mitte März zur Klassik Stiftung Weimar wechselt. Der Stadtrat folgte in seiner Entscheidung dem einstimmigen Votum des Kultur- und Hauptausschusses und stimmte der Einstellung des promovierten Kunsthistorikers am 9. Februar 2022 zu. Die Entscheidung des Stadtrates stand am Ende eines mehrstufigen Auswahlprozesses.


Dr. Ulf Sölter bringt viel Erfahrung mit

Der 49-Jährige Sölter war, nach verschiedenen Stationen im Museums- und Wissenschaftsbereich, von 2014 bis 2019 als stellvertretender Direktors des Clemens Sels Museums in Neuss tätig. Seit Sommer 2019 war Dr. Sölter Direktor des Gustav-Lübcke- Museum der Stadt Hamm. Er hat vielfältige Kooperationsprojekte gestaltet und zahlreiche Ausstellungen verantwortet.

Der derzeitige Direktor des Gustav-Lübcke-Museums in Hamm konnte die hochkarätig besetzte Findungskommission sowie den Haupt- und Kulturausschuss der Landeshauptstadt Mainz davon überzeugen, der Richtige zu sein, um das Gutenberg-Museum durch die wichtige und herausfordernde Interims- und Neubauphase und in die Zukunft zu führen. „Wir freuen uns sehr, mit Dr. Sölter eine so versierte und für die Stadt Mainz und das Gutenberg- Museum brennende Persönlichkeit gewonnen zu haben. Besonders freut uns, dass wir die Vakanz in der Direktion des Gutenberg-Museums mit nur zwei Wochen so kurz halten können“, so Oberbürgermeister Michael Ebling.

Dr. Sölter selbst hat vielfältige Ideen für den zukünftigen Betrieb des Gutenberg-Museums:

Insbesondere ist es ihm ein Anliegen, das Haus als „Dritten Ort“ zu etablieren. Die Verankerung des Museums in der Stadtgesellschaft ist für ihn ebenso zentral wie die Ansprache eines überregionalen und internationalen Publikums. „Das Gutenberg-Museum verstehe ich als Haus, das die Bedeutung und die Aura von Exponaten herausarbeitet und einzigartige Originale einer Öffentlichkeit zugänglich macht. Darüber hinaus ist es ein Museum, das Prozesse – insbesondere das Drucken – sinnlich erlebbar macht. Die Partizipation der Besucherinnen und Besucher, sowie die lebendige Vermittlung von Inhalten sind wesentliche Erfolgsfaktoren des Gutenberg-Museums, die ich stärken und ausbauen möchte“, so Dr. Sölter. Einen besonders hohen Stellenwert hat für ihn die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen. Sie möchte er einerseits in der Ausstellung erreichen, andererseits will er in einen engen Kontakt zu den Schulen treten.

Auch Kulturdezernentin Marianne Grosse zeigt sich ob des Wechsels an der Spitze des Gutenberg-Museums hochzufrieden: „Mit Dr. Sölter gewinnen wir einen echten Museumsexperten, der unser Gutenberg-Museum in dieser besonderen Zeit hervorragend begleiten und gestalten wird. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm viel Erfolg für die neuen Aufgaben.“

Zeugen gesucht nach tödlichem Unfall im Kreis Groß-Gerau

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Zeugen Polizei Blaulicht
Zeugen Polizei Blaulicht

Update vom 10. Februar 2022: Die Polizei wendete sich am Donnerstag (10.2.2022) mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit und bittet um Hinweise zu dem Verkehrsunfall am Freitag (4. Februar 2022) gegen 12:00 Uhr auf der B44 zwischen Biebesheim und Gernsheim. Hierbei hatte ein Pkw einen Lkw überholt und war dabei mit einem weiteren Lkw im Gegenverkehr frontal zusammengestoßen. Die Autofahrerin verstarb noch an der Unfallstelle. Zeugen, die Auskunft über den überholten Lkw machen können, werden gebeten sich bei der Polizeistation Gernsheim zu melden. Laut ersten Aussagen soll es sich um einen dunklen Lkw mit heller Aufschrift gehandelt haben.


Erstmeldung vom 4. Februar um 14:40 Uhr:

Am Freitag (4. Februar 2022) kam es gegen 12:00 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B44. Eine 63-jährige Autofahrerin erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Im Einsatz war die Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt und die Polizei.

Autofahrerin krachte frontal in einem Sattelschlepper

Wie die Polizei mitteilt, befuhr die Frau die B44 in Fahrtrichtung Gernsheim und überholte in Höhe eines Entsorgungsunternehmens einen vor ihr befindlichen Lastwagen. Bei dem Überholvorgang übersah sie offenbar einen entgegenkommenden Sattelzug und krachte frontal mit diesem zusammen. Die 63-Jährige konnte anschließend von Einsatzkräften der Feuerwehr nur noch tot aus ihrem Fahrzeug geborgen werden. Der 41-Jährige LKW-Fahrer wurde bei dem Zusammenstoß ebenfalls verletzt und kam in ein Krankenhaus.

Zur Klärung der Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Darmstadt ein Unfallgutachter hinzugezogen. Beide Unfallfahrzeuge wurden durch die Staatsanwaltschaft sichergestellt. Die Bundesstraße 44 ist im Bereich der Unfallstelle derzeit noch vollgesperrt (14:40 Uhr)

Feuerwehreinsatz mit Menschenrettung in Mainz-Bretzenheim

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Am Mittwochnachmittag (09. Februar 2022) musste die Feuerwehr gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Polizei gegen 15:50 Uhr nach Mainz-Bretzenheim ausrücken. Dort wurde von einem aufmerksamen Nachbarn gemeldet, dass seit einiger Zeit ein Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus piepsen würde. BYC-News war vor Ort.


Schrillender Rauchmelder und Brandrauch aus dem zweiten Stock

Der Melder, der zudem auch Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Bretzenheim war, wies die eintreffenden Kameraden der Feuerwehr umgehend in die Lage ein. Als die Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1 in der Willi-Wolf-Straße ankam, war der Rauchmelder aus der Wohnung noch immer zu hören. Auch eine Rauchentwicklung aus dem Fenster des zweiten Stockwerkes war zu sehen, sodass der Einsatzleiter René Adler das Alarmstichwort erhöhte und weitere Kräfte zur Einsatzstelle nachalarmieren ließ. Auf Klopfen und Klingeln öffnete niemand die Wohnungstür. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob sich Personen in der Wohnung befinden. Die Feuerwehrleute stellten nach kurzer Erkundung fest, dass ein Fenster der Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses gekippt war, es war geplant, sich mit einer Steckleiter Zugang zu diesem Fenster zu verschaffen und so in die Wohnung zu gelangen. Während die Feuerwehr den Brandangriff vorbereitete, kam die Enkelin der Wohnungsinhaberin vorbei und gab bekannt, dass die 87-Jährige Großmutter definitiv in der Wohnung sein muss. Jedoch hatte sie keinen Schlüssel für die Räumlichkeiten.

Angehörige eilte mit Schlüssel zur Hilfe

Gerade als die Feuerwehr mit der Steckleiter an das gekippte Fenster Anleitern wollte, kam die zweite Enkelin vorbei und übergab der Feuerwehr den Schlüssel zur Wohnung. „Die Feuerwehr betrat unter Atemschutz die Wohnung und stellte angebranntes Kochgut auf dem Herd als Ursache für den Brandgeruch und den starken Rauch fest. Dieses wurde mit Wasser durch die Feuerwehr abgelöscht. In einem weiteren Zimmer schlief die 87-jährige Dame tief und fest.“ berichtete der Einsatzleiter gegenüber dieser Online-Zeitung. Da die Tür des Zimmers geschlossen war, wurde verhindert, dass nicht allzu viel Rauch in das Wohnzimmer der schlafenden Dame drang. Sie wurde durch die Feuerwehr geweckt, mit einer Fluchthaube aus der Wohnung geführt und dem bereitstehenden Rettungsdienst übergeben. 

Hörgeräte nicht eingesetzt

Der Grund, wieso die Dame den Rauchmelder, das Klingeln und auch nicht das Klopfen gehört hatte, war nicht etwa zu tiefer Schlaf, sondern die Tatsache, dass die ältere Dame schlecht hörte und ihre Hörgeräte nicht eingesetzt hatte. Die 87-Jährige wurde glücklicherweise nicht verletzt. Sie wurde nach ambulanter Behandlung durch den Rettungsdienst an die Enkeltöchter übergeben. Währenddessen wurde ihre Wohnung mit einem Überdrucklüfter durch die Feuerwehr maschinell belüftet und entraucht. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1, die freiwillige Feuerwehr Mainz Bretzenheim, die Polizei Mainz und der Regelrettungsdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Immobilienpreise sind 2021 um mehr als zehn Prozent gestiegen

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Hauskauf
Bildquelle: unsplash.com

Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie hat die hohe Nachfrage nach Häusern und Wohnungen die Kosten für den Immobilienerwerb wie bereits 2020 erneut um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigen lassen. Das belegt eine Auswertung von rund 800.000 Finanzierungen aus den Jahren 2011 bis 2021 von Interhyp. Das Unternehmen ist mit einem Finanzierungsvolumen von insgesamt 34,2 Milliarden in 2021 Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen.


Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe dazu

„Die Immobilienpreise sind in den beiden Corona-Jahren so stark gestiegen wie in keinem anderen Jahr der vergangenen Dekade“, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. Zum einen habe der Wunsch nach Sicherheit und das Home-Office bei anhaltend niedrigen Bauzinsen die Immobilie für Eigennutzer stärker in den Fokus gerückt. Zum anderen seien Kapitalanleger ein zusätzlicher Treiber von Nachfrage und Preisen, vor allem in den Metropolen. „Mangelnde Anlagealternativen, niedrige Bauzinsen und die Angst vor Inflation sprechen für die Immobilie als Kapitalanlage“, so Utecht. Die Preisentwicklung habe bisher nicht zu riskanteren Finanzierungen geführt. Die gestiegenen Preise und die damit verbundenen hohen Eigenkapitalanforderungen seien aber zunehmend ein Problem für die Leistbarkeit. „Ohne Hilfe der Familie oder hohe Ersparnisse ist ein Immobilienkauf heute kaum noch möglich“, sagt Utecht. Interhyp erwartet im laufenden Jahr zwar weiter steigende Preise, aber mit abnehmender Dynamik. Momentan bewirke der Anstieg bei den Bauzinsen einen gewissen Druck im Markt. Das Preisniveau und weiter steigende Bauzinsen könnten den Nachfrageboom in 2022 leicht abbremsen. „Wir erwarten für 2022 im Vergleich zu 2021 einen leicht abgebremsten Anstieg der Kosten für den Immobilienerwerb, in etwa im Bereich von rund sechs bis sieben Prozent. Wie hoch der Preisanstieg genau ausfällt, hängt auch vom Angebot und den politischen Weichenstellungen für mehr Wohnungsbau ab. Ein Ersatz für die gestoppten KfW-Programme für den Neubau sollte baldmöglich geschaffen werden.“

Der durchschnittliche Preis für eine finanzierte Immobilie inklusive Nebenkosten liegt laut Interhyp 2021 bei 494.000 Euro und damit 10,5 Prozent über den Vorjahreskosten. Bereits 2020 waren die Preise gegenüber 2019 um etwas mehr als zehn Prozent gestiegen. In den Vorjahren waren die Steigerungen jeweils einstellig. Insgesamt sind die Kosten für den Bau oder Kauf von 2011 bis 2021 um 70 Prozent gestiegen. Die Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt führen zu Diskussionen um mögliche Risiken. Die Finanzaufsicht BaFin will Banken ab Februar 2023 wegen der stark gestiegenen Immobilienpreise anhalten, Immobiliendarlehen durch Kapitalpuffer besser abzusichern.

Finanzierungen nicht riskanter

Die Auswertung der Interhyp-Daten zeigt, dass die Preise zwar gestiegen sind, das genutzte Eigenkapital aber ebenfalls. 2021 brachten Bauleute sowie Käuferinnen und Käufer im Durchschnitt 132.000 Euro Eigenkapital ein, 13,8 Prozent mehr als 2020. Die Beleihung, also der Anteil der Finanzierung am Kaufpreis, ist leicht gesunken: von 82 Prozent in 2020 auf 81 Prozent in 2021. Jörg Utecht: „Banken und Immobilienkäuferinnen und -käufer achten weiterhin auf solide Finanzierungen, mit viel Eigenkapital, langen Zinsbindungen und hoher Tilgung. Die Banken verlangen häufig eine Mindesttilgung von zwei Prozent und achten zunehmend genauer auf die Höhe der Beleihung.“ Die durchschnittliche Zinsbindung liegt mit 13,3 Jahren leicht unter dem Vorjahr (13,6 Jahre), ebenso die durchschnittliche Tilgung mit drei Prozent gegenüber 3,3 Prozent in 2020.


Steigender Zins führt zu höheren Raten – und macht sicherheitsbewusst

„In den letzten Monaten des vergangenen Jahres haben Immobilienkäufer und Bauleute, auch bedingt durch den Zinsanstieg, die Angst vor Inflation und den auch für die Zukunft erwarteten steigenden Zinstrend wieder vermehrt längere Zinsbindungen gewählt. Die durchschnittliche Zinsbindung lag in den letzten drei Monaten im Jahr 2021 wieder bei 13,5 Jahren“, so Utecht. Die Zinsen haben im Vergleich zu 2020 in 2021 schon leicht angezogen, vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2021. Die durchschnittliche monatliche Rate ist von 1.070 in 2020 auf 1.150 Euro in 2021 gestiegen. Der Trend zu mehr Sicherheit gegen Jahresende zeige sich auch bei den Anschlussfinanzierungen, die Interhyp ebenfalls betrachtet hat. Die Zahl der Forward-Darlehen, über die sich Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer schon Jahre im Voraus günstige Zinsen sichern, steigt. Im Jahr 2020 haben 40 Prozent der Anschlussfinanzierenden ein Forward-Darlehen abgeschlossen, in 2021 45 Prozent. Besonders im zweiten Halbjahr 2021 hat Interhyp eine starke Nachfrage nach Forward-Darlehen verzeichnet. Die durchschnittliche monatliche Rate bei Anschlussfinanzierungen 2021 beträgt 840 Euro, bei einer anfänglichen Tilgung von durchschnittlich 5,8 Prozent.

Zinsanstieg zum Jahresstart: Viele wollen handeln

Der Zinsanstieg zum Jahresstart 2022 hat die Nachfrage nach Anschlussfinanzierungen und Forward-Darlehen noch befeuert, berichtet Interhyp. Der Anteil der Forward-Darlehen unter den Anschlussfinanzierungen stieg in den ersten Wochen des Jahres auf 46 Prozent. „Wir raten allen, die vor sieben Jahren oder früher einen Kredit abgeschlossen haben, die Zinsoptionen für den Anschlusskredit jetzt zu prüfen“, sagt Jörg Utecht. Auch bei den Bauleuten sowie Käuferinnen und Käufern wirke sich der aktuelle Zinsanstieg aus. „Wir sehen einen gewissen Druck durch den Zinsanstieg: Viele Kundinnen und Kunden möchten jetzt schnell handeln, um sich günstige Zinsen zu sichern“, sagt Jörg Utecht. „Wir raten dennoch dazu, die Finanzierung nicht zu überstürzen und wohlüberlegt anzugehen. Wichtiger als der Zinsunterschied, ist, dass die Immobilie und die Finanzierung jetzt und in Zukunft zum Leben passen.“ Wichtig sei zum Beispiel eine lange Zinssicherung, was viele beherzigen. In den ersten Jahreswochen sei die Zinsbindung wieder auf durchschnittlich 13,8 Jahre gestiegen.

Blick auf sieben Städte: Münchens Immobilienpreise seit 2011 mehr als verdoppelt

Besonders hohe Preissteigerungen seit 2011 beobachtet Interhyp in den Metropolen. Das Unternehmen hat sieben Städte genauer betrachtet. Die größte Steigerung seit 2011 registriert Interhyp in München, wo beispielsweise die Immobilienmakler München tätig sind: Dort hat sich der Durchschnittspreis für eine Immobilie inklusive Nebenkosten auf 878.000 Euro in 2021 mehr als verdoppelt (plus 108 Prozent). In Köln sind die Kosten um 90 Prozent auf 577.000 Euro gestiegen, in Stuttgart um 88 Prozent auf 605.000 Euro, in Frankfurt am Main um 89 Prozent auf 702.000 Euro und in Berlin um 81 Prozent auf 551.000 Euro. In Hamburg beträgt die Preissteigerung 72 Prozent auf 683.000 Euro. In Leipzig machte die Preissteigerung immerhin noch 46 Prozent aus (2021: 341.000 Euro). Damit liegen die Preise in den Metropolen in der Regel über der Steigerung im Bundesdurchschnitt von rund 70 Prozent, außer in Leipzig. Dort sind die Preise in 2021 gegenüber dem Vorjahr aber mit plus 12 Prozent auch stärker gestiegen als im gesamtdeutschen Durchschnitt von 10,5 Prozent.

 

Kapitalanleger: 43 Prozent in München, 70 Prozent in Leipzig

Interhyp führt die gestiegenen Preise in den Metropolen auch auf eine gestiegene Nachfrage durch Kapitalanleger zurück. Der Anteil der Kapitalanlegerinnen und Kapitalanleger an allen Finanzierungen für einen Bau oder Kauf hat sich seit 2011 mehr als verdoppelt, von 13 Prozent auf 27 Prozent in 2021. In den sieben großen Metropolen liegt der Anteil von Kapitalanlegern jeweils höher als im Bundesdurchschnitt: In Hamburg sind es 29 Prozent Kapitalanleger, in Berlin 33 Prozent, in Stuttgart 35 Prozent, in Frankfurt am Main 37 Prozent, in Köln 38 Prozent, in München 43 und in Leipzig sogar 70 Prozent. Der genaue Blick auf die Kapitalanleger in Leipzig zeigt, dass private Anleger aus vielen Teilen Deutschlands, häufig aus Berlin, Hamburg und München, in Leipziger Wohnungen investieren, nur ein Fünftel der Kapitalanleger in Leipzig wohnen in Leipzig.

Eigennutzer bringen im Schnitt 144.000 Euro Eigenkapital ein

Interhyp hat Eigennutzer und Kapitalanleger getrennt voneinander noch einmal genauer betrachtet. Eigennutzer machen bezogen auf Gesamtdeutschland rund 68 Prozent aller Finanzierungen eines Baus oder Kaufs aus, fünf Prozent vermieten teilweise. Die Eigennutzer achten der Auswertung zufolge besonders auf hohe Eigenkapitalanteile: Sie bringen im Schnitt 144.000 Euro Eigenkapital ein. Im Durchschnitt liegt die Beleihung bei Eigennutzern bei 80 Prozent, also noch einen Prozentpunkt niedriger als im Durchschnitt aller Erstfinanzierungen. Die Tilgung beträgt drei Prozent und die Zinsbindung 13,9 Jahre – also länger als im Durchschnitt über alle Erstfinanzierungen. „Unsere Zahlen zeigen: Wer eine Immobilie selbst bewohnt, achtet besonders auf eine zukunftssichere Finanzierung, damit nach Ablauf der Zinsbindung schon ein sehr großer Teil des Kaufpreises abbezahlt ist“, sagt Jörg Utecht. Im Durchschnitt sind Eigennutzer 38 Jahre alt und haben im Schnitt ein Haushaltsnettoeinkommen von 4.900 Euro (Median). Kapitalanleger bringen in der Regel weniger Eigenkapital ein (94.000 Euro) und weisen im Durchschnitt eine höhere Beleihung als Eigennutzer auf (83 Prozent). Kapitalanleger haben aufgrund einer anderen steuerlichen Betrachtung ein anderes Interesse als Eigennutzer. Sie können die Mieten, auf der einen Seite und Belastungen aus der Finanzierung auf der anderen Seite miteinander verrechnen. Häufig orientieren Kapitalanleger ihre Rate auf Basis der Mieten. Zusätzlich sollte ein Sicherheitspuffer eingeplant werden, damit auch Mietausfälle aufgefangen werden können. Die Kaufpreise und Darlehenssummen bei Kapitalanlegern sind im Durchschnitt geringer als bei Eigennutzern, vermietete Eigentumswohnungen haben im Durchschnitt weniger Quadratmeter als die zur Eigennutzung gekauften Objekte. Kapitalanlegerinnen und Kapitalanleger sind im Durchschnitt 43 Jahre alt und verfügen über ein hohes Haushaltsnettoeinkommen, im Schnitt von 6.000 Euro (Median).

Finanzierung für Normalverdiener ohne Ersparnisse zunehmend schwieriger

Problematisch an den gestiegenen Immobilienpreisen sind laut Interhyp nicht die Finanzierungsstrukturen, sondern vielmehr die hohen Summen an Eigenkapital, die erforderlich sind, um Wohneigentum zu bilden. „Rund 100.000 bis 150.000 Euro Eigenkapital für die eigene Wohnimmobilie aufzubringen, schaffen Menschen zwischen Mitte Zwanzig und Ende Dreißig meist nur, wenn die Familie hilft oder beide Partner schon lange Zeit ein hohes Gehalt bezogen haben“, sagt Jörg Utecht. „Für Normalverdiener ist das eigene Haus zunehmend schwieriger zu finanzieren.“ Ein Stopp von Fördermitteln sei da kontraproduktiv. Die eingestellten BEG-Fördermittel der KfW müssten schnell geeignet ersetzt werden. Sinnvoll seien die laut Koalitionsvertrag geplanten eigenkapitalersetzenden Darlehen ebenso wie Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer. Die geteilten Maklergebühren, die seit Ende 2020 gelten, haben laut Interhyp einen kleinen Effekt gezeigt: Die Kaufpreise ohne Nebenkosten sind um elf Prozent gestiegen, also um 0,5 Prozentpunkte stärker als die Kaufpreise mit Nebenkosten. Utecht: „Die eigene Immobilie ist wertvoll für die Altersvorsorge und die Absicherung der Angehörigen. Breite Bevölkerungskreise sollten die Möglichkeit haben, Wohneigentum zu bilden. Hier muss die Politik handeln und die Erwerbsnebenkosten reduzieren und mit Fördermitteln Normalverdiener beim Immobilienkauf unterstützen.“

Fahndung Mainz: 88-Jährige niedergeschlagen und ausgeraubt

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Fahndung Polizei
Fahndung Polizei

Am Dienstagnachmittag (8. Februar 2022) wurde gegen 16:05 Uhr eine 88 Jahre alte Frau vor einer Arztpraxis in der Neubrunnenstraße in Mainz niedergeschlagen und ausgeraubt. Die Polizei sucht dringend nach Zeugen.


Der Täter schlug der Frau ohne Vorwarnung auf den Kopf

Im Treppenhaus eines Mehrparteienhauses begegnete die Seniorin aus Mainz einem unbekannten Mann. Ohne Vorwarnung oder etwas zu sagen, schlug der Täter der ahnungslosen Seniorin auf den Kopf. Diese stürzte dadurch und schlug mit dem Kopf auf den Boden auf. Der Mann nutzte den Moment, griff sich die mitgeführte Handtasche der wehrlosen Frau, entnahm daraus ihre Geldbörse und flüchtete vom Tatort.

Die 88-Jährige erlitt durch den Angriff schmerzhafte Prellungen. Sie wurde durch Rettungskräfte erstversorgt und für weitere Untersuchungen in ein Mainzer Krankenhaus gebracht.

Personenbeschreibung des Täters:

  • ca. 20-25 Jahre alt
  • ca. 1,80 m groß
  • dunkle, leicht lockige, kurzgeschnittene Haare
  • trug weiße FFP2-Maske

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131 – 653633 in Verbindung zu setzen.

Grün- und Gehölzschnittarbeiten im Stadtgebiet Mainz

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Ab kommenden Montag (14.02.2022) werden die Grün- und Gehölzschnittarbeiten im Mainzer Stadtgebiet an verschiedenen Ingenieursbauwerken wie Lärmschutzwänden, Brückenbauwerken und Stützbauwerken fortgeführt. Den Hintergrund dieser Arbeiten ist die Verpflichtung der Landeshauptstadt Mainz zur Gewährleistung der Sicherheit der Bauwerke. Dazu müssen alle drei Jahre Bauwerksprüfungen stattfinden. Um diese durchführen zu können und Schäden an den Bauwerken zu verhindern, muss der zwischenzeitlich entstandene Bewuchs zurückgeschnitten werden. Die Stadt Mainz bittet um Beachtung, dass es während der Arbeiten zu Einschränkungen im Bereich der Fuß- und Fahrradwege kommen kann.

Gonsenheim

  • Lärmschutzwand entlang der Erzbergerstraße im Bereich Spielplatz an der „Maria-Sybilla-Merian-Straße“
  • Lärmschutzwand entlang der Weserstraße zwischen den Straßen „An der Krimm“ und „Canisiusstraße“

Hartenberg/Münchfeld

  • Fußgängerbrücke Koblenzer Straße auf Höhe der „Richard-Schirrmann-Straße“

Hechtsheim

  • Lärmschutzwand entlang der Rheinhessenstraße zwischen den Straßen „Neue Mainzer Straße“ und „An den Mühlwegen“

Oberstadt

  • Stützwände entlang der Saarstraße auf Höhe der Straßen „An der Allee“ und „Albert-Schweitzer-Straße“