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Kundgebung am Winterhafen in Mainz gegen die Verbotszone

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Kundgebung Winterhafen1
Kundgebung Winterhafen1

Die Wut war groß im Mainzer Winterhafen: Rund 60 meist jüngere Menschen waren am Donnerstagabend (31. März 2022) auf die Wiesen am Rhein gekommen, um gegen die geplanten Verbote der Stadt Mainz zu protestieren. Jusos Mainz, Grüne Jugend und Junge Liberale wollen nicht hinnehmen, dass die Stadt Mainz das Freizeittreiben auf den Wiesen durch rigorose Verbote gegen Glasflaschen und Musik-Lautsprecher einschränken will. BYC-News war vor Ort.


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„Plätze sollen zu Prestigeobjekten ohne Seele werden“

„Mainz lebt auf seinen Plätzen? Offensichtlich scheint man sich daran zu stören“, kritisierte Jonas Wittner von den Mainzer Jusos. Er warf der Stadt Mainz vor, junge Erwachsene von den Plätzen der Stadt zu vertreiben, und zwar, ohne ihnen Alternativen zu bieten.  „Plätze sollen zu Prestigeobjekten ohne Seele werden“, sagte Wittner, „am besten ohne Menschen, die diese Plätze nutzen.“

Die Stadt Mainz hatte überraschend Anfang März Verbote für die Wiesen am Winterhafen angekündigt: Zwischen 18:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens soll auf den Wiesen am Mainzer Winterhafen Glasbehältnisse jeder Art verboten werden, ebenso alle Geräte, „die der Erzeugung oder Wiedergabe von Schall“ dienen – also vor allem Lautsprecher oder Bluetooth-Boxen. Auch Spiele wie Bier-Pong auf Tischen will die Stadt untersagen, Verstöße sollen mit Strafzahlungen in Höhe von 50 Euro geahndet werden.

Die Stadt Mainz argumentiert, die Regelungen seien nötig, weil gerade während der Corona-Pandemie die Treffen am Mainzer Winterhafen ausgeartet seien: Es würden enorme Mengen an Müll und vor allem auch an Glas hinterlassen, Anwohner durch Lärm bis in die frühen Morgenstunden gestört.

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„Wo sollen die Menschen denn hingehen?“

Die Verbote würden die Probleme doch gar nicht lösen, schimpfte Wittner, denn: „Wo sollen die Menschen denn hingehen?“ Nirgends in Mainz gebe es doch alternative Flächen zum Abhängen und Feiern. „Will man so lange Verbote aussprechen, bis die Menschen da sind, wo man sie haben will“, empörte sich der Juso. Die Stadtoberen wollten „eine sterile Stadt“, in der sich nichts mehr bewege. Unterhaltung zum Selbstkostenpreis werde zunehmend ungern gesehen. „Man will Studentenstadt sein, aber wo diese Studierenden hinsollen, dafür hat man dann weder Plan noch Idee“, kritisierte er. Es sei ein Unding, wenn Menschen mit Haus am Stadtrand und Garten jetzt mit solchen Gesetzen „die Freiheit einschränken“ wollten.

„Wir wollen die Maßnahmen so nicht hinnehmen“, unterstrich auch Katharina Kuhn für die Jungen Liberalen. Der Winterhafen sei ein Treffpunkt auch für den Austausch von Menschen, das dürfe nicht eingeschränkt werden. Das bestätigte denn auch gleich ein Mitglied des Rudervereins, der sein Bootshaus auf der Winterhafen-Mole hat: „Es ist so schön, wenn man von einer Paddeltour zurückkommt und sieht, wie das hier lebt“, sagte der Paddler, der sich selbst al Till vorstellte: „Wir haben hier so was Schönes am Rhein, es wäre echt Scheiße, wenn das kaputt gemacht wird.“


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„Lärmproblem? Nie gehört!“

„Wir haben mal Passanten und Anwohner gefragt: wie finden Sie das Verbot“, berichtete Till Walter von der Grünen Jugend von einer kleinen und spontanen Straßenumfrage am Winterhafen. Zu seinem Erstaunen hätten viele Leute, die hier wohnten, gesagt: „Lärmproblem? Nie gehört! Wieso gibt es dann eine so radikale Linie der Stadt?“, fragte Walter. „Wir behaupten nicht, dass es nicht auch mal lauter wird“, sagte er weiter: „Aber wir behaupten, dass die Lösungen nicht helfen, die man uns präsentiert.“

Die jungen Parteivertreter forderten alle gemeinsam, die Stadt müsse die jungen Menschen einbeziehen und anhören. Die Stadtverwaltung will aber schon kommenden Mittwoch einen Teil der Verbote über eine Änderung der Grünsatzung im Mainzer Stadtrat abstimmen lassen. „Wenn Sie uns einbeziehen wollen – wieso wird dann nächste Woche schon abgestimmt“, kritisierte die Mainzer Juso-Vorsitzende Antonia Rosskopp.

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Die Stadt habe sehr viel versucht in den vergangenen zwei Jahren

Die Verbote waren von Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), Gründezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) und Ordnungsdezernentin Manuela Matz (CDU) gemeinsam auf den Weg gebracht worden, nur Matz allerdings stellte sich den Protestierenden im Winterhafen zum Dialog. Die Stadt habe sehr viel versucht in den vergangenen zwei Jahren, um die Situation am Winterhafen zu entschärfen, sagte Matz: „Wir haben Grillscouts, Müllscouts und Sommernachtsscouts ins Leben gerufen, die Reinigungsintervalle verkürzt, größere Müllbehälter aufgestellt – es hat alles nichts geholfen.“ Die neuen Maßnahmen seien geeignet, ein Stück weit das Lärmlevel zu reduzieren.

Die Anwohner klagten noch immer über erhebliche Lärmbelästigung, „über Party bis morgens um 4:00 Uhr“, berichtete Matz. Und jetzt würden die Anwohner mit Klagen drohen. Dann aber drohten noch ganz andere Maßnahmen, etwa ein komplettes Verweilverbot für alle und für die ganze Nacht. „Wir wollen, dass Mainz auf seinen Plätzen lebt, aber dazu gehören auch Spielregeln“, betonte die Dezernentin. Spaß sei okay, „aber Spaß mit Maß wäre gut.“

Im Interview mit BYC-News bekannt Matz dann aber auch, es handele sich nur um einige wenige Anwohner, die sich massiv beschwerten. Einen Runden Tisch gebe es auch, an dem würden die Anwohner gemeinsam mit dem Hyatt Hotel sowie verschiedenen Ämtern der Stadt zusammensitzen. Erst kürzlich sei auch der Ortsvorsteher der Mainzer Altstadt dazu gebeten worden.

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„Wenn wir hier mit Verboten anfangen, dann müssten wir für die gesamte Altstadt Verbote verhängen.“

Der Ortsbeirat Mainz-Altstadt sei zu den Sitzungen aber nicht zugelassen, kritisierte der Mainzer Stadtratsmitglied Andreas Behringer (SPD) – und auch junge Leute seien in dem Gremium gar nicht vertreten. „Wir setzen uns seit Jahrzehnten für Lärmschutz ein und gegen Vermüllung“, betonte Behringer. Mit den neuen Verboten drohe nun aber eine Verlagerung der Probleme in die Altstadt.

„Wir haben immer gesagt, der Lärm muss aus den Wohnquartieren raus – geht doch bitte an den Rhein“, sagte Behringer. Mit den Verboten würde der Lärm „direkt vor die Schlafzimmer“ der Menschen getragen. „Hier an der Mole wird die Musik verboten, an der Wohnbebauung aber nicht, das finden wir absurd“, kritisierte Behringer: „Wenn wir hier mit Verboten anfangen, dann müssten wir für die gesamte Altstadt Verbote verhängen.“

„Die Idioten“, die sich nicht benehmen könnten, die wolle hier am Winterhafen keiner, sagte Behringer noch. „Aber wir wollen hier auch mal Streetworker, und warum stellen wir nicht auch Glastonnen auf?“, fragte er. Auch andere Vorschläge kamen auf, so seien etwa die Müllscouts nur bis 20.00 Uhr unterwegs – die Probleme fingen aber erst danach an, sagte Till Walter. „Das hier darf nicht am 6.4. entschieden werden, ohne dass wir geredet haben“, forderte er: „Wer diese Debatte ignoriert, ignoriert die Stimme der jungen Leute insgesamt. Und das gilt für den gesamten Stadtrat.“

Jusos, JuLis und Grüne Jugend wollen kommenden Mittwoch (6. April 2022) noch einmal protestieren: Um 14:00 Uhr vor der Stadtratssitzung in der Rheingoldhalle.

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Wie man einen Garten kindgerecht gestaltet

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Ein eigener Garten zum Spielen und Toben ist ein Paradies für Kinder. Aber natürlich muss auch auf einige Dinge geachtet werden, damit sich die Kinder dort nicht verletzen und unbeschwerte Sommertage im Freien verbringen können. So müssen Wasserstellen wie Pools oder Teiche in jedem Fall unzugänglich für Kinder sein. Wenn man Spielgeräte im Garten aufstellt, sollte man nur zu Produkten greifen, die auch geprüft sind. So sollte man beispielsweise nur ein hochwertiges Trampolin kaufen, auf dem die Kinder nach Herzenslust springen können.

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Hochwertige Spielgeräte

Hat man genügend Platz, werden sich Kinder sicher über Schaukel, Rutsche oder Ähnliches freuen. Dabei muss man jedoch immer darauf achten, dass diese auch auf Sicherheit geprüft sind und regelmäßig gewartet werden. Rostige Schrauben oder Holzsplitter haben an Spielgeräten für Kinder nichts zu suchen. Etantrampolines bietet hochwertige Trampoline, an denen die Kinder sicher jahrelang Freude haben. Greift man zu einem eingegrabenen Modell, ist nicht nur die Verletzungsgefahr geringer, sondern auch die Sicht auf den Garten noch frei. Denn diese Trampoline werden in den Boden eingelassen und sind somit ebenerdig. Hat man nicht viel Platz im Garten können Sandkasten oder Rutsche auch in die Terrasse integriert werden. Das ist vor allem bei kleineren Kindern wichtig, da man sie so immer gut im Sichtbereich hat, wenn man auf der Terrasse sitzt.

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Unzugängliche Wasserstellen

Bereits seichte Plantschbecken können für Babys und Kleinkinder zur Gefahr werden. Deshalb sollte man diese nur dann aufstellen, wenn man die Kinder nie aus den Augen lässt. Da Pools oder Teiche natürlich nicht so einfach abgebaut werden könne, müssen diese immer mit einem Zaun abgesichert werden. Darauf ist zu achten, dass dieser auch in jedem Fall hoch genug ist, um die Kinder wirklich vom Wasser fernzuhalten. Außerdem muss er stabil und fachgerecht montiert werden. Wenn man überlegt sich einen Pool anzuschaffen, sollte man darüber nachdenken, ob man nicht doch noch so lange warten kann, bis die Kinder größer sind und schwimmen können. So kann man ihn auch unbeschwert genießen.

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Auf Giftpflanzen verzichten

Auch wenn Engelstrompete und Herbstzeitlose wunderschöne Pflanzen sind, sollte man darauf verzichten, wenn Kinder im Haushalt leben. Besonders Kleinkinder entdecken die Welt vor allem mit dem Mund. Deshalb ist es besser keine giftigen Pflanzen in den Garten zu setzen oder diese zu entfernen. Vor allem Giftpflanzen, die Beeren tragen, sind einladend für Kinder. Oft ähneln diese auch essbaren Beeren und können von Kindern gar nicht unterschieden werden. Lieber zu Erdbeeren oder Himbeeren greifen. Diese schmecken selbst gepflückt sicher am besten.

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Schatten schaffen

Zu viel Sonne schadet auch Erwachsenen, aber besonders die empfindliche Kinderhaut ist besonders gefährdet. Am besten ist es, die Mittagssonne zu meiden und eher am Vormittag oder späteren Nachmittag draußen zu spielen. Zudem sollten Spielgeräte im Garten so platziert werden, dass diese nicht der prallen Sonne ausgesetzt sind. Große Bäume sind ideale Schattenspender, aber brauchen natürlich auch Zeit, um zu wachsen. Bis sie groß genug sind, kann man sich auch mit Sonnenschirmen oder Sonnensegeln helfen. Dabei sollte auch zu hochwertigen Materialien gegriffen werden, da sonst oftmals kein ausreichender Schutz vor schädlicher UV-Strahlung gegeben ist. Passende Produkte finden Sie mit dem manomano gutscheincode. Außerdem muss der Sonnenschutz immer gut befestigt werden, sodass er nicht umfallen kann. Dann kann man auch die heißen Sommertage im eigenen Garten so richtig genießen.

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Gründungszentrum TIGZ in Ginsheim-Gustavsburg als moderner und attraktiver Arbeitgeber

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Ein weiteres Element der Attraktivitätssteigerung hat im Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum (TIGZ) in Ginsheim-Gustavsburg Einzug gehalten: ein Fitnessraum für die rund 200 Mieter. Anfang dieser Woche wurde der Raum in Anwesenheit von Landrat Thomas Will, dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der TIGZ GmbH, und TIGZ-Geschäftsführerin Dr. Petruta Tatulescu eröffnet.


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Dr. Tatulescu bei der Einweihung

Vom Crosstrainer über ein Fahrrad, Rudergerät, Laufband bis zu Gewichten, einem Boxsack und einer Kletterwand reichen die Angebote, sich vor oder nach der Arbeit bzw. in einer Pause fit zu halten und dabei extrem kurze Wege zu haben. Eine Dusche gibt es schon länger im Haus, so dass man nach der Trainingseinheit wieder frisch an seine Arbeit zurückkehren kann. „Die Dusche hat uns mit auf die Idee gebracht, diesen Raum einzurichten“, erzählte Dr. Tatulescu bei der Einweihung.

Duschen gibt es auch seit einiger Zeit im Landratsamt, berichtete Landrat Will – für all jene, die mit dem Rad zur Arbeit fahren und nicht verschwitzt im Büro sitzen möchten. „Wir fördern umweltbewusste Mobilität genauso wie sportliche Betätigung. Es gibt einige Betriebssportgruppen und unser Betriebliches Gesundheitsmanagement“, sagte Thomas Will. Wenn diese Haltung nun auch im TIGZ gelebt werde, freue ihn das umso mehr.

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Die Sportgeräte wurden alle gespendet

Den Hauptanteil stiftete Alexander Huse von Schneidhofer search and connect e.K., ein Gerät stammt von Axel Schiel (Showpaket GbR). Beide sind im TIGZ ansässig, das nun also sein eigenes, internes Sportstudio samt Spiegelwand hat. „Solche weichen Standortfaktoren sind heutzutage sehr wichtig“, waren sich Landrat und Geschäftsführerin einig. Das TIGZ präsentiert sich als moderner Arbeitgeber, der sich stetig weiterentwickelt.

Gründungszentrum tigz in ginsheim-gustavsburg als moderner und attraktiver arbeitgeber

Feierliche Eröffnung: Landrat Thomas Will (Mitte), TIGZ-Geschäftsführerin Petruta Tatulescu und Alexander Huse durchschneiden das rote Band, assistiert von Marc Günther (links) und Dennis Curic (rechts) von der Immobilienverwaltung des TIGZ, die bei der Einrichtung des Fitnessraums tatkräftig geholfen haben.

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Die neuen Corona-Regelungen in RLP und Hessen in der Übersicht

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In Rheinland-Pfalz wird es ab dem 2. April keine Hotspotregelung geben. Das hat der rheinland-pfälzische Ministerrat in seiner Sitzung am 29. März 2022 beschlossen. Hintergrund ist die vom Bundeskabinett beschlossene Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Danach entfallen die meisten verpflichtenden Corona-Regeln. Es bleiben aber noch die Basis-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in Krankenhäusern, in Arztpraxen, in Pflegeeinrichtungen oder im ÖPNV. Damit die Landesparlamente die nun geltenden Regelungen abändern könnten, müsste eine konkrete Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems drohen. „Das ist im Hinblick auf die Krankheitslast bei uns bisher nicht der Fall; aber die Lage ist in unseren Krankenhäusern vor allem im Hinblick auf den Ausfall von Mitarbeitenden ernster als sie jemals war“, so Gesundheitsminister Clemens Hoch. Das Bundesgesetz nehme den Ländern aber jede Möglichkeit flexibler Schutzmaßnahmen.


Fallzahlen bewegen sich nach wie vor auf höchstem Niveau

„Das Infektionsgeschehen bleibt weiterhin dynamisch. Die Fallzahlen bewegen sich nach wie vor auf höchstem Niveau. Eine echte krankheitsbedingte Notlage ist trotzdem bisher nicht eingetreten. Zwar werden aktuell viele Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern behandelt. Viele von ihnen sind jedoch nicht wegen Corona, sondern mit Corona auf den Stationen. Die Krankheitslast ist dabei immer noch bei den Ungeimpften signifikant höher als bei Geimpften. Hinzu kommt ein hoher Krankenstand beim behandelnden Personal. Das bleibt eine dramatische Belastung in den Einrichtungen, ist aber auch darauf zurückzuführen, dass vor allem bisher die Pflichtzeiten zur Absonderung einzuhalten sind“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch.

Der Bund habe in der gestrigen Gesundheitsministerkonferenz angekündigt, die Absonderungsregelungen anzupassen und hier eine Entlastung zu schaffen

Rheinland-Pfalz habe dazu die Erwartung geäußert, dass bundeseinheitliche Aussagen getroffen würden, damit Menschen mit einer asymptomatischen Infektion sich nicht mehr in die Absonderung begeben müssten. Bis dahin werde Rheinland-Pfalz das, was selbst geregelt werden könne, nun vorbehaltlich weiterer Änderungen durch das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut (RKI) mit einer eigenen Absonderungsverordnung anpassen, so der Minister. „Unser Ziel ist es, dass wir einen Umgang mit dem Virus finden, der sich in die Richtung entwickelt, dass Menschen mit Symptomen möglichst Begegnungen vermeiden und jene, die symptomfrei sind wieder an die Arbeitsstätte zurückkehren können“, sagte Clemens Hoch.

Dazu werden wir in Rheinland-Pfalz eine sogenannte Arbeitsquarantäne ermöglichen

Das Instrument der Arbeitsquarantäne kann nach Absprache zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern vereinbart werden. Es gelten strenge Maßnahmen wie eine FFP2-Maskenpflicht. Kontakte sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Zudem kann so leichter auch die Versorgung von infizierten Patientinnen und Patienten durch infiziertes, aber nicht erkranktes Personal sichergestellt werden. Eine bisher erforderliche Genehmigung durch die Gesundheitsämter wird zudem entfallen.

Für die Schulen kündigte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig folgende Regelungen an:

„Ab dem 4. April wird es zwei Mal pro Woche ein anlassloses Testangebot für die Schülerinnen und Schüler sowie das schulische Personal geben. Auch nach den Osterferien wird diese Regelung noch eine Woche weitergeführt. Wie es danach weitergeht, werden wir mit Blick auf die Gesamtsituation entscheiden und frühzeitig informieren. Es bleibt weiterhin dabei, dass sich eine Lerngruppe nach Auftreten eines Infektionsfalls für fünf aufeinanderfolgende Schultage selbst testen muss. Auch im Bereich der Kitas wird die anlassbezogene Testpflicht fortgesetzt. Das bedeutet, dass nach einem Infektionsfall für alle Kontaktpersonen eine Absonderungspflicht besteht. Die betroffenen Kinder und die Beschäftigten können erst dann wieder in die Kita zurückkehren, wenn sie sich mit einem Antigen-Schnelltest einer zertifizierten Teststelle (sog. PoC-Antigentest) freigetestet oder sich zehn Tage abgesondert haben.“

Mit dem Auslaufen der bisherigen Maßnahmen gilt ab der kommenden Woche die Maskenpflicht nur noch dort, wo vulnerable Gruppen besonders geschützt werden müssen. Die Maskenpflicht im Einzelhandel entfällt. „Jedem steht es nicht nur frei, dennoch überall dort Maske zu tragen, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, sondern in der aktuellen Lage ist es sogar dringend geboten, wo sich Menschen spontan begegnen oder sich nicht kennen. Sich selbst und andere zu schützen bleibt sehr wichtig und liegt jetzt noch mehr in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Die Maske bleibt ein gutes Mittel, die Verbreitung von Viruserkrankungen einzudämmen. Ich bin sicher, dass wir uns für künftige Erkrankungswellen gut auf diese Form des Schutzes eingestellt haben. Es ist ratsam, dass wir das Gelernte auch in der Zukunft weiter üben“, appellierte der Gesundheitsminister.


Die Hessische Landesregierung hat notwendige Anpassungen der Corona-Regeln beschlossen. Ab dem Wochenende ermöglicht das Bundesinfektionsschutzgesetz nur noch so genannte Basisschutzmaßnahmen.

Die Basisschutzmaßnahmen sehen Maskenpflicht und Testvorgaben nur noch in eng begrenzten Bereichen vor

Für die meisten Übergangsregeln, die seit dem 19. März 2022 in Hessen gelten, gibt es dann keine Rechtsgrundlage mehr. Sie laufen entsprechend in weiten Teilen aus. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Das Coronavirus wird uns auch noch weiter beschäftigen. Umso wichtiger ist es, dass nun jeder und jede Einzelne darauf achtet, unnötige Infektionsrisiken zu vermeiden und sich selbst und andere bestmöglich zu schützen. Die neuen Regeln bedeuten mehr Freiheiten, aber somit auch mehr Eigenverantwortung in der Hand unserer Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Die Basisschutzmaßnahmen sehen Maskenpflicht und Testvorgaben nur noch in eng begrenzten Bereichen vor

„Die Schutzmaßnahmen, die das Bundesgesetz noch ermöglicht, nutzen wir bestmöglich aus. Masken sind und bleiben das beste Mittel, um die Zahl der Neuinfektionen zu verringern: Vor allem in Innenräumen ist es weiter sinnvoll, bei Begegnungen Maske zu tragen und sich vorher zu testen. Das gilt ganz besonders, wenn man ältere oder vorerkrankte Personen trifft, die bei einer Infektion mit einem schweren Verlauf rechnen müssen“, so Klose. Auch das regelmäßige Lüften von Innenräumen bleibe eine einfache und effektive Maßnahme, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Die im Bundesgesetz beschriebenen Hotspot-Regelungen sind nach Auffassung der Landesregierung derzeit nicht umsetzbar. „Die Vorgaben sind so hoch bzw. diffus, dass sie faktisch ins Leere laufen. Eine rechtssichere Regelung ist nicht möglich. Wir beobachten deshalb intensiv den weiteren Verlauf der Pandemie, um soweit möglich und notwendig weitere Regelungen zu treffen“, so der Ministerpräsident und der Gesundheitsminister.


Folgendes gilt in Hessen ab dem 2. April     

Maskenpflicht:

  • in Arztpraxen und Krankenhäusern (nicht für stationäre Krankenhauspatienten)
  • in Alten- und Pflegeheimen
  • bei Pflege- und Rettungsdiensten
  • in Bussen und Bahnen (ÖPNV und Fernverkehr)
  • in Sammelunterkünften wie bspw. Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften.

Testpflichten:

  • für Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Sammelunterkünften.
  • Ausnahmen durch Einrichtungsleitung für Geimpfte, Genesene sowie aus sozialethischen Gründen möglich.
  • Bewohnertestungen (insbes. in Pflegeheimen) können bei einem Ausbruchsgeschehen ggf. anlassbezogen vom zuständigen Gesundheitsamt angeordnet werden
  • In Schulen werden Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler weiterhin dreimal wöchentlich getestet.
  • Justizvollzugs- und Abschiebehaftanstalten etc. können selbst über die Anordnung von Testpflichten entscheiden.

Die bisherigen Verpflichtungen zur Isolation bzw. Quarantäne bleiben auf Basis der RKI-Empfehlungen bestehen.

Inkrafttreten am 2. April 2022 (Samstag). Außerkrafttreten am 29. April 2022

Die Hospitalisierungsinzidenz liegt am 28. März 2022 bei 6,61; 181 Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten (inkl. 12 Verdachtsfälle) belegt. Auch beim Infektionsgeschehen bewegt sich Hessen deutlich unterhalb des Bundesschnitts (Sieben-Tage-Inzidenz von 1.533 in Hessen gegenüber 1700 bundesweit am 28. März 2022).

Ukraine-Hotline der Kreisverwaltung Mainz-Bingen

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Fragen rund um das Vorgehen mit aus der Ukraine geflüchteten Menschen, Unterkünfte und Wohnungen, Angebot und Vermittlung von Sachspenden oder Hilfsangeboten im Landkreis Mainz-Bingen

Um all das kümmert sich die Ukraine-Hotline der Kreisverwaltung. Diese ist per E-Mail unter ukraine-hilfe@mainz-bingen.de oder der zentralen Telefonnummer 06132/787-3456 (Montag bis Freitag 8 bis 16.30 Uhr) erreichbar. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich mit Fragen oder Anliegen an diese Kontaktadressen zu wenden, jedoch nach Möglichkeit nicht an die Telefonzentrale der Kreisverwaltung.

Mainz: Werner & Mertz-Inhaber „Nachhaltigkeit lebt nicht von der Ankündigung

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Werner Mertz Inhaber ist Mitglied im Zukunftsrat fuer nachhaltige Entwicklung   Print
Werner Mertz Inhaber ist Mitglied im Zukunftsrat fuer nachhaltige Entwicklung Print

Für eine nachhaltige Zukunft: Reinhard Schneider, Inhaber des Mainzer Reinigungsmittelunternehmens Werner & Mertz, berät ab sofort die rheinland-pfälzische Landesregierung im Rahmen des neu gegründeten Zukunftsrats für nachhaltige Entwicklung.

Insgesamt 21 Experten und Expertinnen sind von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer zur kritischen Begleitung der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundeslandes für die Dauer der Legislaturperiode berufen worden. Vorsitzende des Zukunftsrats ist Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.


Werner & Mertz-Inhaber Reinhard Schneider

„Nachhaltigkeit lebt nicht von der Ankündigung, sondern von ihrer Umsetzung im täglichen Verhalten. Gerade unter den aktuellen Bedingungen in Europa ist es unser Antrieb, dauerhafte, ökologisch wirksame Veränderungen der Verbrauchergewohnheiten mehrheitsfähig zu machen“, sagt Werner & Mertz-Inhaber Reinhard Schneider, der 2019 für seine unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wurde. Das Unternehmen mit der bekannten Marke Frosch gilt als ein Pionier für ökologische Reinigungsmittel und weit über die eigene Branche hinaus als Vorbild für eine ganzheitlich-nachhaltige Firmenphilosophie.

Fachwissen mit Anliegen der Bürger verbinden

Das Beratungsgremium soll Beiträge zur Fortentwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeiten, die Landesregierung beraten, aber auch den gesellschaftlichen Dialog fördern. Dreyer betonte, dass die Aufgabe des Zukunftsrats darin bestehe, Expertenwissen um künftige Herausforderungen mit den aktuellen Interessen der Bürger*innen zu verbinden und in politische Empfehlungen zu übersetzen. Der Zukunftsrat arbeitet unabhängig von der Landesregierung und soll die Öffentlichkeit über eine eigene Website über seine Arbeit informieren.

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass soziale Gerechtigkeit, Ökologie und Ökonomie im Einklang gestaltet werden müssen“, so Dreyer, und weiter: „Die Mitglieder des Zukunftsrates stehen für ein hohes Maß an Erfahrung und Expertise in diesem Bereich. Der Zukunftsrat soll auch für einen stärkeren Austausch mit den Bürgern und Bürgerinnen zu diesem Thema sorgen, er soll auch die Anliegen und die Sorgen der Menschen im Land aufnehmen.“

Einsatz für die Feuerwehr in Wackernheim – Bagger ging in Flammen auf

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Wackernheim2 1
Wackernheim2 1

Am Donnerstagnachmittag (31. März 2022) kam es gegen 14:40 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz im Mainzer Weg in Wackernheim. Dort stand ein Bagger in Flammen. BYC-News war vor Ort.


Der Brand konnte zeitnah gelöscht werden

Durch den Brand entstand eine große Rauchwolke, die sich im ganzen Ort verteilte. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort gegenüber dieser Online-Zeitung mitteilte, wurden die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „Fahrzeugbrand“ alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen kleinen Bagger handelte.

Nach Eintreffen der Feuerwehr wurden umgehend die Löschmaßnahmen mittels Löschschaum eingeleitet, sodass der Brand nach kurzer Zeit unter Kontrolle war. Mit einer Wärmebildkamera wurde das Fahrzeug anschließend kontrolliert, um mögliche weitere Glutnester ausschließen zu können. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand.

Polizei wird die Brandursache ermitteln

Die Brandursache ist bislang noch unklar und wird von der Polizei ermittelt. Der Halter des Fahrzeugs wird sich zudem darum kümmern, dass der Bagger fachgerecht abgeschleppt wird. Die Kleine Hohl war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt.

Im Einsatz waren 23 Kräfte der:

  • Freiwilligen Feuerwehr Ingelheim-Stadtmitte
  • Freiwilligen Feuerwehr Stadtteil Wackernheim
  • Freiwilligen Feuerwehr Stadtteil Heidesheim

Mainz: Teilsperrung in der Mombacher Straße

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Baustelle

Aufgrund eines Wasserschadens in Höhe der Hausnummer 75 muss in der Mombacher Straße ab Dienstag, 05.04.2022 die bestehende Wasserleitung – in offener Bauweise – erneuert werden. Hierzu ist es notwendig, abschnittsweise jeweils eine Fahrspur der Mombacher Straße zu sperren. Damit steht immer eine Fahrspur in jeder Fahrtrichtung zur Verfügung. Die Maßnahme wird mit einer Bauzeit von rund drei Wochen veranschlagt eingeplant und wird im Auftrag der Mainzer Netze ausgeführt. Fußgänger und Radfahrende können die Baustelle während der Bauphase über Notwege passieren.

Das erwartet die Besucher beim Mainzer Rhein-Frühling ab dem 9. April

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Tolle Attraktionen, viele Leckereien und jede Menge Spaß – Das erwartet die Besucher beim Mainzer Rhein-Frühling, der in diesem Frühjahr vom 9. April bis zum 24. April 2022 endlich wieder stattfindet. Gemeinsam mit der Stadt Mainz lädt die Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker (IMSM) Jung und Alt zum Vergnügen an den Rhein ein. Der Eintritt ist kostenfrei.


Zahlreiche Fahrgeschäfte sollen für Spaß und Freude sorgen

Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Fahrgeschäfte für Spaß und strahlende Augen bei den Besuchern sorgen. Sowohl für die kleinen, aber auch für die großen Gäste werden eine Menge Fahrgeschäfte zur Verfügung stehen.

Die kleinen Besucher können sich auf eine Kinderachterbahn, ein Kinderkarussell und die Kinderschleife „Eurocar“ freuen. Natürlich werden wieder das beliebte Riesenrad, der Autoscooter, der BreakDancer und das Riesenkarussell mit von der Partie sein.

Zudem wird das Hochfahrgeschäft „Intoxx“ die Besucher in schwindelerregende Höhen befördern. Im mehrstöckigen Laufgeschäft „Jumanji“ warten auf die Besucher verschiedene Stationen, die man absolvieren muss, um seine persönliche „Dschungelprüfung“ zu meistern. Wer sich gerne gruselt, sollte auf jeden Fall die Geisterbahn besuchen, die für den ein oder anderen Schrecken sorgen kann.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt

Neben den vielen Attraktionen ist auf dem Rhein-Frühling natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Kirmes-Klassiker wie Currywurst mit Pommes, Nierenspieße und andere Grillgerichte dürfen dabei nicht fehlen. Auch Paninis, Pizzabrötchen und Crepes werden in zahlreichen Variationen angeboten und damit bestimmt jeder Geschmack getroffen. Auch ein Süßwarenstand wird wieder vor Ort sein, wo Besucher zwischen Popcorn, Zuckerwatte, gebrannten Mandeln und vielen anderen Leckereien wählen können.

Gegen den kleinen oder großen Durst gibt es natürlich auch etwas. Im Weinstand werden unterschiedliche Weine aus Rheinhessen ausgeschenkt. Auch ein Bierstand wird vor Ort sein, an dem die Gäste erfrischendes Bier vom Kasteller Brauhaus erhalten. Anti-alkoholische Getränke und Softdrinks gibt es selbstverständlich auch.

Bekannte Highlights werden nicht stattfinden

Besucherinnen und Besucher müssen in diesem Jahr aber auch einige kleine Abstriche machen. Denn um sehr große Besucheranstürme zu vermeiden, haben sich die Schausteller dazu entschieden, das Traktorentreffen, den Kirmes-Gottesdienst und auch das große Feuerwerk ausfallen zu lassen.

Der Familientag mittwochs findet aber wie gewohnt statt. An diesen beiden Tagen können die kleinen und großen Besucher sich auf stark ermäßigte Preise für die Attraktionen freuen und natürlich auf einen tollen Tag mit der ganzen Familie.

Hygienemaßnahmen beim Rhein-Frühling

Für den Besuch beim Mainzer Rhein-Frühling ist kein Test und kein 2G- oder 3G-Nachweis erforderlich. Inwiefern die Maskenpflicht und die Abstandsregelungen gelten wird je nach Situation und Besucheransturm entschieden. Auch wenn keine grundsätzliche Maskenpflicht besteht, werden Besucher darum gebeten, eine Maske mitzubringen.

Die Schausteller werden trotzdem auch weiterhin Desinfektionsmittelspender aufstellen, um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich bei Bedarf die Hände zu desinfizieren. Auch die Fahrgeschäfte werden zwischendrin immer wieder desinfiziert, um einen möglichst sicheren Ablauf zu ermöglichen.

Öffnungszeiten:

  • Samstag (9. April)
    12:00 – 24:00 Uhr
  • Sonntag (10. April)
    12:00 – 22:00 Uhr
  • Montag (11. April) bis Donnerstag (14. April)
    14:00 – 22:00 Uhr
  • Karfreitag (15. April)
    geschlossen
  • Samstag (16. April) und Sonntag (17. April)
    12:00 – 22:00 Uhr
  • Montag (18. April)
    12:00 – 22:00 Uhr
  • Dienstag (19. April) bis Donnerstag (21. April)
    14:00 – 22:00 Uhr
  • Freitag (22. April) und Samstag (23. April)
    14:00 – 24:00 Uhr
  • Sonntag (24. April)
    14:00 – 21:00 Uhr

Neues Verfahren in der Unfallchirurgie und Orthopädie in Bad Kreuznach

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In der ersten Märzwoche dieses Jahres wurde erstmals im Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach in der Sektion Unfallchirurgie und Orthopädie eine Operation mit zementfreier Hüfttotal-Individualprothese durchgeführt. Der Patient Freimut Hexamer aus Meddersheim hatte sich nach eingehender Beratung mit dem leitenden Arzt der Sektion, Dr. med. Peter Garay, dazu entschlossen.


Bereits als Jugendlicher wurde er aufgrund einer Hüftfehlstellung behandelt

Seit Jahren hat er immer mehr Beschwerden an der linken Hüfte. Der 62-jährige Mann ist schlank, sportlich und bewegt sich gerne. Seine Gehfähigkeit hat sich schmerzbedingt nach und nach reduziert auf unter 3 km vor der Operation. „Die starken Schmerzen des in Fehlbildung verheilten Hüftgelenkes mit zunehmender Reduktion der Beweglichkeit war die Indikation zur Operation mit einer zementfreien Hüfttotal-Individualprothese,“ so Dr. med. Peter Garay.

Neues verfahren in der unfallchirurgie und orthopädie in bad kreuznach 1Anfang des Jahres wurden zur Herstellung des individuellen Hüftschaftes die benötigten anatomischen Daten des Patienten mittels Computer-Tomographie (CT) ausgemessen. Die exakten Daten waren die Basis zur 3D-Rekonstruktion des Gelenks.

Der Operateur Garay erläutert: „Diese Individualprothese ist konzipiert, um sich an die Hüftanatomie jedes einzelnen Patienten anzupassen. Dies ermöglicht die Angleichung der Beinlänge sowie eine Optimierung der Stabilität und Muskelfunktion.“

 

Freimut Hexamer ist froh über seine Entscheidung

Freimut Hexamer ist sehr zufrieden, dass die Planung und Durchführung in einem zeitlich überschaubaren Rahmen ablief. Nach CT, Absprachen mit Ärzten und dem Schweizer Hersteller Symbios wurde der individuelle Oberschenkelschaft innerhalb von sechs Wochen hergestellt. Die einstündige Operation erfolgte am 3. März und die Erstmobilisation bereits an diesem Tag. In den folgenden Tagen konnte der Patient unter Anleitung eines Physiotherapeuten den sogenannten „Zweipunktgang“ unter Vollbelastung des betroffenen Beins durchführen, also mit Stützen spazieren gehen.

Freimut Hexamer ist froh über seine Entscheidung zur Operation und erstaunt über die jetzt schon spürbare Schmerzreduzierung im Hüftbereich: „Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus werde ich in eine Rehamaßnahme gehen und bin sehr optimistisch, bald wieder deutlich mehr als 3 km und vor allem schmerzfrei im schönen Naheland spazieren gehen zu können.

Frühlingsfest in Hochheim – Abwechslungsreiches Angebot für die ganze Familie

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Die Stadt Hochheim wird am Sonntag (3. April 2022) von 11:00 bis 18:00 Uhr erstmals ein Frühlingsfest veranstalten und damit in ein veranstaltungsreiches Jahr starten. Der Hochheimer Frühling wird im Vergleich zu den gewohnt großen Hochheimer Festen zwar im kleineren Rahmen stattfinden, verspricht aber dennoch ein großes und abwechslungsreiches Angebot für die ganze Familie.


Kunsthandwerk, Genuss und Unterhaltung für die ganze Familie

Im Bereich Alte Malzfabrik werden mehrere Kunsthandwerkerstände und ein Blumen und Pflanzenstand zu finden sein, weiterhin wird ein Kinderkarussell seine Runden drehen oder die DRK Ortsvereinigung Hochheim mit einem Einsatzfahrzeug teilnehmen und über die wichtige Arbeit Ihres Vereins informieren.

Clown Filou wird im etwas kleineren und für den Straßenverkehr gesperrten Veranstaltungsbereich Am Plan, um 14:00 Uhr für lachende Kinderaugen sorgen und mit seinem Programm bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das im Juli in Hochheim stattfindende Festival4Family geben. Ebenso ganztägig Am Plan vertreten, die Hochheimer Weinbergschule, die mit gebastelten Osterdekorationen und frisch gebackenen Waffeln das Frühlingsfest bereichert.

Selbstverständlich wird in beiden Veranstaltungsbereichen ein umfangreiches gastronomisches Angebot vom Hochheimer Wein bis zur Bratwurst und von Kaffee bis zum leckeren Crêpe zu finden sein.

Im Rahmen der Veranstaltung wird durch das Hochheimer Blasorchester ein Open-Air Benefizkonzert zu Gunsten der Ukrainehilfe ausgerichtet, das um 16.00 Uhr an der Alten Malzfabrik beginnt.

Drei Kunsträume werden geöffnet

Abgerundet wird das vielseitige Angebot zu guter Letzt von der Öffnung dreier Hochheimer Kunsträume. In der Kirchstraße 4 ist der Projektraum der Kostheimer Galerie Davis-Klemm ebenso geöffnet, wie die Galerie Jäger in der Wintergasse 13 oder die Hochheimer Kunstsammlung in der Mainzer Straße 35. Alle drei Institutionen öffnen erstmals im Rahmen einer gemeinsamen Aktion ab 15.00 Uhr.

Bürgermeister Dirk Westedt freut sich auf den Jahresauftakt der Hochheimer Feste und rechnet mit einem guten Besuch, der sich trotz aller Lockerungen aufgrund von weiteren in Hochheim stattfindenden Veranstaltungen so auch gut verteilen kann.

Schwerer Unfall auf der Autobahn A63 in Fahrtrichtung Mainz

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Unfall Autobahn
Unfall Autobahn

Glück im Unglück hatte ein Skoda-Fahrer am Mittwoch (30. März 2022) auf der Autobahn A63 in Fahrtrichtung Mainz. Kurz nach dem Parkplatz „Donnersberg“ scherte eine Autofahrerin mit ihrem Opel zum Überholen eines Lastwagens aus. Wenige Sekunden später kam es zum schweren Unfall.


Der Fahrer konnte sich aus dem Fahrzeug befreien

Bei dem Überholvorgang achtete die Opel-Fahrerin nicht auf den herannahenden Fahrer in dem silbernen Skoda. Um einen Unfall mit der Opel-Fahrerin zu vermeiden, scherte der Mann nach rechts aus und fuhr mit der kompletten rechten Fahrzeugseite gegen den LKW. Zum Glück befanden sich keine weiteren Personen im Fahrzeug. Der Fahrer konnte sich wie durch ein Wunder noch selbst aus dem Unfallwrack befreien. Er wurde schwerverletzt mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

An dem Skoda entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden. Der Gesamtschaden dürfte sich auf ca. 50.000 Euro belaufen. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Rettungsmaßnahmen, war der rechte Fahrstreifen der A63 in Richtung Mainz gesperrt.

Cybersicherheit für Unternehmen: wichtiger denn je

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Menschen wünschen sich immer Sicherheit im Leben, sodass selbst Notsituationen gut enden. In Deutschland wird diese Sicherheit in den unterschiedlichsten Bereichen gewährleistet, wie es beispielsweise in der Medizin der Fall ist. Jeder Mensch in Deutschland ist gesetzlich krankenversichert, welche im Falle von medizinischen Problemen eingreift. Kosten von fast allen Behandlungen werden von dieser Versicherung übernommen und Menschen müssen sich keinerlei Sorgen darüber machen, dass sie ihre medizinische Therapie nicht bezahlen können. Diese Sicherheit sorgt dafür, dass sich Menschen in Deutschland wohlfühlen und immer wissen, dass sie im Falle einer Erkrankung auf jeden Fall behandelt werden.

Sicherheit begrenzt sich aber nicht nur auf den medizinischen Bereich, sondern ist auch ein Thema in vielen anderen Bereichen. Beispielsweise Sicherheit im Netz, im eigenen Haus, beim Autofahren oder Ähnliches.

Sicherheit im Internet

Viele Menschen unterschätzen die Gefahren, die im Internet lauern. Die Kriminalitätsrate im Internet ist enorm und Kriminelle nutzen vor allem Menschen aus, die sich damit nicht gut auskennen. Dazu gehören meist junge Kinder und alte Erwachsene, die noch nicht viel Erfahrung mit dem Internet gemacht haben.

Typische Maschen sind, dass nach Geldsummen gefragt oder Zahlungen angefordert werden, die in Form von Bedrohungen kommen. Beispielsweise wird behauptet, dass private Fotos von der Person veröffentlicht werden, wenn sie nicht die Geldsumme bezahlt oder Ähnliches. In vielen Fällen wirkt diese Drohung auch glaubwürdig und kommt authentisch rüber, wobei es fast immer fake ist. Trotzdem führt es im ersten Moment zum Schock, selbst wenn Gewissheit darüber besteht, dass es sehr wahrscheinlich fake ist.

Solche Bedrohungen sind aber nicht die einzigen kriminellen Taten, die von Leuten im Internet ausgeführt werden. Viele Menschen werden von Hackern angegriffen, die Datendiebstahl begehen. Dieser Datendiebstahl kann verheerende Folgen nach sich ziehen, vor allem wenn die Daten privat oder wichtig waren. Darunter befinden sich oft Kreditkarteninformationen oder private Bilder, die zu hohen Verlusten an Geld oder an dem Ruf führen können. Deshalb ist es wichtig, dass solche wichtigen Daten effektiv geschützt werden. Fortinet sind Experten in diesem Gebiet und sorgen dafür, dass die Daten abgesichert werden.

Ein guter Weg, um sich selbst zu schützen, ist durch regelmäßige Veränderungen von Passwörtern. Zudem sollten Passwörter immer kompliziert und nicht offensichtlich sein, da diese sehr einfach zu knacken sind. Das wichtigste Passwort ist meist das Passwort zum E-Mailpostfach, da darüber alle anderen Passwörter ermittelt werden können. Wenn jemals die E-Mailadresse gehacked wird, sollten unbedingt direkt alle Passwörter verändert werden, weil der Hacker somit Zugriff auf alle anderen Logins besitzt.

Zusätzlich sollten Passwörter an sicheren Orten aufbewahrt werden, sodass niemand an sie gelangt. Dies gilt insbesondere auch für E-Wallets, die inzwischen vermehrt wegen des steigenden Interesses an Kryptowährungen verwendet werden. Über E-Wallets können schnell Transaktionen getätigt werden, die nicht storniert oder zurückgefordert werden können. Sobald jemand eine Zahlung an ein anderes Konto macht, ist das Geld weg und kann nicht zurückgeholt werden.

Steht das Marktfrühstück in Mainz vor dem Aus?

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Genuss beim Mainzer Marktfruehstueck
Genuss beim Mainzer Marktfruehstueck

Kann das Mainzer Marktfrühstück am 9. April wie geplant starten? Die Mainzer Winzer klagen nun: Die Bedingungen für den Start seien auch elf Tage vor dem Start noch immer unklar. Auch der Weinstand am Rheinufer habe noch keinen Standort. Nach Informationen von BYC-News und der Internetzeitung Mainz& ändert das Ordnungsamt der Stadt Mainz permanent die Bedingungen für das beliebte Kult-Event.


„Uns läuft die Zeit weg“

Zwei Jahre lang konnte das Mainzer Marktfrühstück wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden, am 9. April wollten die Mainzer Winzer endlich wieder Saisoneröffnung feiern. „Wir wollen am 9. April mit dem Marktfrühstück starten“, sagte die Vorsitzende der Mainzer Winzer, Sigrid Lemb-Becker, nun gegenüber der Internetzeitung Mainz&. Doch die genauen Bedingungen für die Winzer seien weiter unklar, klagt Lemb-Becker: „Uns läuft die Zeit weg.“

Nach Informationen von Mainz& und der Online-Zeitung BYC-News schraubt das Ordnungsamt der Stadt Mainz derzeit die Anforderungen für Veranstaltungen in immer neue Höhen – und ändert die Bedingungen ständig. Demnach fordert die Stadt Mainz von den Winzern nun, eine Sicherheitsfirma mit einer größeren Menge von Security-Mitarbeitern zu engagieren – und zwar auf Kosten der Mainzer Winzer. Damit solle auch die Vermüllung gemindert werden, die Stadt hingegen weniger Personal abstellen müssen.

Verantwortlich für die Plätze rund um den Dom sowie für die sichere Durchführung des Wochenmarktes ist eigentlich aber das Ordnungsamt der Stadt Mainz. Seit Jahren verspricht die Stadt in jedem Frühjahr Abhilfe für den Andrang beim Marktfrühstück: Das beliebte Weinevent lockt zu jedem Saisonauftakt Tausende Besucher an. Die Stadt versprach jedes Mal mehr Mülleimer und mehr Ordnung, doch noch immer müssen sich die abfahrenden Lkws des Wochenmarkts durch die Menschenmenge schieben.

So auch vergangenen Samstag:

Bei traumhaftem Frühlingswetter trafen sich auf dem Liebfrauenplatz Hunderte, vielleicht sogar Tausende zu einem spontanen Marktfrühstück. Einen Ausschank der Mainzer Winzer gab es nicht, die Besucher brachte ihre eigene Verpflegung mit und hinterließ eine riesige Müllmenge. Weil es zudem keinerlei Toiletten gab, klagten Anwohner über wildes Pinkeln gleich Dutzendfach. Die abfahrenden Marktbeschicker mussten sich mit ihren Lieferwagen durch die dichte Menschenmenge schieben, Ordnungspersonen waren nirgends zu sehen.

Lemb-Becker betont, für den Wochenmarkt seien die Mainzer Winzer nicht zuständig. Für den Ausschank-Bereich am Römischen Kaiser gebe es ein Sicherheitskonzept und Sicherheitsmitarbeiter. „Wenn unser geordneten Ausschank wieder stattfindet, dürften die Riesenmengen Müll so nicht mehr anfallen“, sagt Lemb-Becker: „Die Mainzer Winzer haben ein Pfandsystem, bei uns wird alles zurückgegeben.“

Verhandlungen gestalten sich schwierig

Die Verhandlungen mit der Stadt Mainz seien schwierig, sagte die Winzerin weiter. So fordere die Stadt Mainz angesichts der Corona-Lage eine Entzerrung der Besucher, die genauen Bedingungen seien dafür aber noch unklar. Die Corona-Einschränkungen sollen am 3. April nahezu komplett wegfallen, auch Maskenpflicht, Abstandsregeln und Höchstgrenzen für Besucher bei Veranstaltungen.

Für eine Entzerrung wollten die Winzer zudem gerne den traditionellen Weinstand am Rheinufer nutzen, bislang habe man aber immer noch keinen Standort: „Wir wissen noch nicht, wo wir hinkönnen“, klagt Lemb-Becker. Bisher hatte der Stand seinen Platz unmittelbar vor dem Rathaus auf der Rheinuferpromenade, dort ist nun aber Großbaustelle wegen der Rathaus-Sanierung. „Langsam wird es knapp“, sagte Lemb-Becker am Mittwoch. Werde nicht bald eine Lösung gefunden, „wird es schwierig mit dem 9. April“, fügte die Winzerin hinzu.


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Landwirte demonstrierten am Gutenbergplatz in Mainz

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LSV1
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Am Mittwoch (30. März 2022) fand um 14:00 Uhr auf dem Gutenbergplatz in Mainz, eine Demonstration mit Infostand statt, welche vom Verein Landwirtschaft verbindet Rheinland-Pfalz e.V. angemeldet wurde. Die Landwirte wollten damit der Politik und der Öffentlichkeit erneut bewusst machen, welche Probleme die aktuellen gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der Erzeugung von Lebensmitteln mit sich bringen. Gleichzeitig wurde das Positionspapier vor Ort an den rheinland-pfälzischen Agrar-Staatssekretär, Andy Becht, übergeben. BYC-News war vor Ort.


Vorhandene Potenzial für die Lebensmittelerzeugung in Europa nutzen

Anlässlich der Agrarministerkonferenz fordert der Deutsche Bauernverband in einem Anliegenpapier die Agrarminister der Länder und Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir dazu auf, kurz- und langfristige Maßnahmen zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung sowie zur Kostendämpfung auf den Weg zu bringen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, fordert, die von Seiten der EU-Kommission vorgegebenen kurzfristigen Anpassungen bei der Gemeinsamen Agrarpolitik in Deutschland vollständig umzusetzen: „Wir müssen das vorhandene Potenzial für die Lebensmittelerzeugung in Europa nutzen, um eine ausreichende Rohstoffverfügbarkeit sicherzustellen.“

Auch die Knappheiten bei Düngemitteln bereiten Sorge:

„Sollte es zu Ausfällen kommen, wären ab 2023 deutlich geringere Ernten vorprogrammiert. Düngemittelherstellung ist systemrelevant. Kurzfristig müssen auch bei Unterbrechungen der russischen Gaslieferungen hinreichende Produktionskapazitäten für Stickstoffdünger erhalten werden. Analog zur nationalen Bevorratung von Erdgas und LNG sollte auch eine Reserve für Düngemittel für das Frühjahr 2023 aufgebaut werden“, erklärt Rukwied. Zur Kostenentlastung erwartet der Deutsche Bauernverband eine vorübergehende Aussetzung der Energiesteuer auf Treibstoffe. Das Entlastungspaket der Ampel-Koalition vom 24. März 2022 sei ein erster wichtiger Schritt für die Entlastung der Landwirtschaft. „Entscheidend ist, dass auch beim Agrardiesel diese Entlastung voll nachvollzogen wird“, so Bauernpräsident Rukwied.

Positionspapier von LSV RLP e.V. (i.G.), anlässlich der Länder AMK im März 2022:

Die Corona Pandemie hat der Bevölkerung bereits aufgezeigt wie instabil globale Lieferketten sein können und welche Folgen es haben kann, wenn diese über einen längeren Zeitraum gestört werden.

Nun zeigt uns erneut die Katastrophe des nicht vorherzusehenden Krieges in der Ukraine, wie wertvoll unsere einheimische Versorgung mit hochwertigen und nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln ist. Der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln ist in Deutschland ist viel zu gering und muss dringend erhöht werden!

Allein durch diese beiden Katastrophen haben sich die Grundlagen, dauerhafter Frieden und stabile Lieferketten, so wie die Voraussetzungen für die Entscheidungen zum „Green-Deal“ aus dem Spätjahr 2020, drastisch verändert. Die Pandemie dauert ungebrochen an und COVID-19 wird uns noch lange begleiten, ebenso wie die Folgen des Krieges in der Ukraine und niemand garantiert, dass dies der letzte Krieg in Europa in den kommenden 20 Jahren ist.

Ziele wie GAP 23, Farm-to-Fork, 50% Pflanzenschutzmittelreduzierung, 30% ökologischer Anbau, 4% Stilllegung, usw. sind Begriffe die für uns Landwirte wie aus einer anderen Zeit stammen.

Dabei geht es für uns Landwirte nicht darum wichtige Ziele einer Biodiversitätsstrategie und weiterer Nachhaltigkeitsziele aufzugeben. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass es in der momentanen Zeit aus humanistischen und ethischen Gründen nicht angezeigt ist die unserer Ansicht nach fachlich falsche EU-Agrarpolitik weiter zu betreiben. Es bahnt sich eine in den letzten Jahren nicht mehr gesehene Hungersnot gerade in den ärmsten Ländern dieser Welt an, der auch die EU-Agrarpolitik jetzt schon entgegenwirken muss. Wir Landwirte sind dazu bereit, wenn man uns lässt und die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür schafft.

Aufgrund dieser komplexen Gesamtthematik fordern wir ein Aussetzen des „Green-Deals“ um mindesten 2 Jahre.

Die dramatischen Preissprünge und jetzt schon abzusehenden knappen Bestände auf den Weltmärken lassen im Nahrungsmittelsegment momentan keine weitere Extensivierungen und Reduzierung von Pflanzenschutz- und Düngemittel oder eine sture Stilllegung von 4% der Ackerfläche zu. Zudem gehen täglich weitere Ackerflächen durch Bebauung verloren. Auch der weitere Ausbau des Ökolandbaus ist vor diesem Hintergrund ethisch und moralisch nicht zu vertreten.

Verantwortungsvolles Handeln in Krisenzeiten bedeutet Gunststandorte, wie die unseren, zu stärken und dafür zu sorgen, dass wichtige Betriebsmittel wie Diesel, Dünger, Saatgut und Pflanzenschutzmittel verfügbar sind und eben nicht, wie geplant, für eine weitere Verknappung auf den Agrarmärkten durch eine Drosselung der Produktion und Fläche zu sorgen!

Der LSV RLP e.V. fordert ein Umdenken in der EU- und Bundesagrarpolitik. Diese wird in weiten Teilen von einem einfachen Narrativ und ideologisch verklärten Ansichten getriebenen. „Wir Landwirte vom LSV RLP e.V. wünschen uns aber eine Politik die nach fachlichen Gesichtspunkten ausgerichtet wird“, erläurtert der 1. Vorsitzende von LSV-RLP e.V. Thilo Ruzycki.

Konkret fordern wir die Politik und allen voran, unsere Landesministerin Daniela Schmitt auf, sich dafür einzusetzen, dass allem voran unsere Agrarminister auf Bundesebene, Cem Özdemir, die jetzt notwendigen Schritte durchführt, praxisnahe sowie ertragssichernde Regelungen deutschlandweit einzuführen.


Unsere Forderungen zur sofortigen Umsetzung:

  • Kraftstoff und Diesel
    • Verfügbarkeit sicherstellen
    • Senkung der Energiesteuerbelastung auf das Niveau unserer europäischen Nachbarn, vgl. Polen, Frankreich (Wettbewerbsnachteile reduzieren!)
  • Düngung
    • Verfügbarkeit sicherstellen, z.B. durch Abnahmegarantien für die Hersteller
    • Temporäre Aussetzung der pauschalen 20% Reduzierung in roten Gebieten
      • um weniger Futtergetreide zu produzieren
    • Ausweitung und Förderung vom Einsatz der Wirtschaftsdünger
      • Gülleseparatoren
      • Pelletierung
      • Transportfähigkeit fördern
    • Pflanzenschutz
      • Ohne Pflanzenschutz keine gesunden Lebensmittel.
      • Sicherstellung der Verfügbarkeit und zu annehmbaren Kosten.
      • Lebensmittelverschwendung dadurch reduzieren
    • Streichung der 4% Zwangsbrachen
    • Sicherstellung der Verfügbarkeit aller Produktionsmittel. Derzeit drohen Engpässe in fast allen Rohstoffkreisläufen. Diese Engpässe müssen sofort behoben werden. Das Fehlen eines einzigen Rohstoffes kann die gesamte Produktion zum erliegen bringen.
    • Abbau von bereits bestehenden bürokratischen und hemmenden Regeln zur Lebensmittelproduktion.
    • Einführung eines Gesellschaftsjahres mit der verpflichtenden, zeitweisen Teilnahme im Landwirtschaftsbereich, 2-3 Monate pro Teilnehmer

Forderungen zur langfristigen Umsetzung :

  • Ernährungssicherheit als Staatsziel definieren
  • Sicherstellung von fairem Handel zwischen Erzeuger – Verarbeiter und LEH. Stärkung des Kartellrechts
  • Dezentrale und grundlastfähige Energieerzeugung in der Landwirtschaft fördern
    • Biogas/Güllekraftwerke
    • Windkraft
    • Photovoltaik auf Dächern und versiegelten Flächen
  • Keine Freiflächen PV- Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen solange noch versiegelte Flächen zur Verfügung stehen
  • Keine pauschalen Reduktionsziele von PSM
  • Erhalt von wertvollen Obst-, Acker- und Weinbauflächen in Naturschutzgebieten, durch Schaffung von praxisnahen und dauerhaften Anwendungsregeln à weg vom Ausnahmezustand.
  • Sonderregelungen für Mindestlohn im Agrarbereich
  • Ausweisung der roten Gebieten auf wissenschaftlich tragfähige Füße stellen
  • 4% Stilllegungen weiterhin flexibel über Greening Regeln gestalten

Erst nach der Bewältigung der akuten Krise können die richtigen Schlüsse gezogen werden um Klima- Umwelt- und Versorgungsziele ganzheitlich betrachtet in Einklang zu bringen. „Schließlich haben wir alle ein ureigenes Interesse an einer umweltbewussten, marktfähigen, zukunftsorientierten und tierwohlgerechten Landwirtschaft, die uns sicher und dauerhaft ernährt. Denn regionales und nachhaltig produziertes Essen wollen wir alle!“ So der 1. Vorsitzende Thilo Ruzycki weiter, „Man muss auch bedenken, alles was wir nicht selbst produzieren, belastet die Ökosysteme anderer Länder doppelt!“ Wir Landwirte leben von und mit der Natur und arbeiten nicht gegen sie! Das dürfen Politik, und Öko-Verbände sich immer vor Augen halten und – wir sind immer gesprächsbereit.