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Stadt Oppenheim: „Kinderwünsche zu Spielplätzen erbeten“

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Die Stadt Oppenheim hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Angebot für Kinder und Jugendliche in der Stadt zu verbessern. Damit folgt sie auch einem Antrag der AL-Fraktion aus dem vergangenen Jahr 2021, der zahlreiche Verbesserungsvorschläge zu den Spielplätzen nennt. Seit März verantwortet die neue Erste Beigeordnete der Stadt, Helga Schmadel (WfO), den Geschäftsbereich Soziales. Im Rahmen ihrer Bestandsaufnahme hat sie dazu den städtischen Hort besucht, um auch die Kinder selbst dazu zu hören. Etwa 20 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren haben das Gesprächsangebot gerne genutzt und ihre persönlichen Wünsche zu den Spielplätzen vorgetragen.


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„Mehr Angebote zum Klettern“

„Auf der Wunschliste der Kleinen stehen einen Matsch-Spielplatz, ein Barfußpfad, mehr Angebote zum Klettern, Netze mit Feuerwehr- und Reckstangen“, fasst Schmadel zusammen. Wichtig sei den Kindern zudem die Reparatur der Seilbahn am Spielplatz am Martin-Luther-Ring. Auch ganz konkrete praktische Hinweise haben die Kinder gegeben: So sei etwa die Feuerwehrstange am Hasenbrunnengasse für Kinderarme zu weit weg.

„Viele größere Kinder fahren gerne Mountainbike und werden wohl auch die Pumptrack-Bahn hinter den Tennisplätzen nutzen, wenn sie fertig ist“, ergänzt Schmadel ihre Erkenntnisse aus den Gesprächen. Noch attraktiver wäre für viele jedoch eine neue Skaterbahn, deren Umsetzungsmöglichkeit derzeit von der Stadt geprüft wird. Für Beigeordnete Helga Schmadel war der Hortbesuch ein gelungener Auftakt: „Die Kinder waren sich sicher, die Wünsche an der richtigen Stelle zu äußern. Dazu haben die Erzieher, die das Gespräch mit den Kindern im Hort vorbereitet haben, einen wesentlichen Beitrag geleistet“.

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Weitere Meinungen von Kinder und Jugendlichen erbeten

Alle Kinder und Jugendlichen in Oppenheim sind aufgerufen, ihre Wünsche und Anregungen zu den Spielplätzen oder anderen Themen in Oppenheim Helga Schmadel mitzuteilen. Am besten per E-Mail an schmadel@stadt-oppenheim.de oder telefonisch unter 06133-4909-28.

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Evakuierung am Bristol Hotel in Mainz-Weisenau

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Feuerwehr1
Feuerwehr1

Am Donnerstagnachmittag (14. April 2022) kam es gegen 14:00 Uhr zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in der Friedrich-Ebert-Straße im Mainzer Stadtteil Weisenau. Im Bristol Tagungshotel soll es zu einem Chlorgasaustritt im Schwimmbadbereich gekommen sein. Das Hotel wurde evakuiert. BYC-News war vor Ort.


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Vollsperrung der Friedrich-Ebert-Straße

Die Friedrich-Ebert-Straße musste aufgrund des Einsatzes komplett gesperrt werden. Das Gewerbeaufsichtsamt wurde zum Unfallort bestellt. Der in direkter Nähe befindliche Parkplatz vom SVW Mainz wurde ebenfalls abgesperrt und diente als Einsatzleitstelle für die Rettungskräfte. Am Volkspark wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet.

Axel Kiesewalter, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Weisenau, teilte gegenüber dieser Online-Zeitung mit: „Es ist aufgrund eines technischen Fehlers einer Anlage und einer chemischen Reaktion zu einem Chlorgasaustritt gekommen. Es ist also mehr Chlor gestanden, als hätte entstehen sollen. Da Chlor ein sehr geruchsintensiver Stoff ist, hat das gleich durchgeschlagen und es kam zu dem großen Einsatz. Wir hatten den Kanister dann zeitnah gefunden, in dem es zu der chemischen Reaktion kam und diesen nach draußen gebracht. Damit war die Gefahr auch schon gebannt. Anschließend haben wir die Räumlichkeiten noch maschinell und natürlich gelüftet. Der Kanister wird nun der Entsorgung zugeführt“

Chlorgas sei ein hochreizendes Gas, welches in sehr hohen Konzentrationen die Atemwege verletzten kann. „Augenscheinlich wurde zunächst eine Person verletzt, die aber noch vor Ort entlassen werden konnte“, so Kiesewalter weiter.

Im Einsatz waren:

  • die Polizei Mainz
  • ein Notarzt
  • das Deutsche Rote Kreuz
  • die Johanniter Unfallhilfe
  • der Malteser Rettungsdienst
  • der ASB Rettungsdienst
  • die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Weisenau
  • die Berufsfeuerwehr Mainz
  • die DLRG Ortsgruppe Mainz
  • Technischer Berater Chemie vom Technischen Hilfswerk (THW)

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Die Freiwillige-Feuerwehr Biebesheim als passives Mitglied unterstützen

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Feuerwehr Biebesheim am Rhein22
Feuerwehr Biebesheim am Rhein22

Teil 4 der Interview-Reihe mit der Freiwilligen Feuerwehr Biebesheim | Muss man sich aktiv engagieren, um die Freiwillige Feuerwehr Biebesheim zu unterstützen? Nein, denn jeder der möchte, kann dem Feuerwehrverein beitreten und so einen Teil für die Sicherheit der Bürger beitragen, ohne selbst in der Feuerwehr aktiv zu sein. BYC-News sprach mit Gunther Wienold, dem Gemeindebrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Biebesheim, und mit Andreas Wondra, Gruppenführer und Medienbeauftragter der Freiwilligen Feuerwehr Biebesheim.

 

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Feuerwehrverein

„Der Feuerwehrverein besteht aus passiven Mitgliedern, wie bei jedem Fußballverein auch, die einfach ihren Mitgliedsbeitrag zahlen und uns dadurch unterstützen. Bei uns sind das mindestens 13 Euro im Jahr, wer möchte darf natürlich auch mehr zahlen“, erklärt Andreas Wondra. Der Verein dient der Förderung des örtlichen Brandschutzes. Die finanziellen Mittel zu Finanzierung des Vereinszweckes werden durch die jährlichen Mitgliedsbeiträge, freiwillige Zuwendungen oder Veranstaltungen, wie beispielsweise die Weihnachtsbausammelaktion, das Sommernachtsfest und Schlachtfest sowie durch Spenden aufgebracht.

„Im Vorstand entscheiden wir dann, wofür das Geld genutzt wird, zuletzt beispielsweise für die Anschaffung eines Staplers. Das Geld wird also für all das genutzt, was über die gemeindliche Pflicht für die Feuerwehr hinaus geht“, ergänzt Gunther Wienold. Die Anschaffungen kommen direkt den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Biebesheim und unseren Einsatzkräften sowie der Jugendfeuerwehr zu Gute

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Alters- und Ehrenabteilung

Neben dem Feuerwehrverein erhalten die Aktiven auch wertvolle Unterstützung aus der Alters- und Ehrenabteilung, die bei der Feuerwehr Biebesheim zur Zeit aus 14 Personen besteht. Sie setzt sich aus ehemaligen Einsatzkräften zusammen, welche auf Grund der gesetzlichen Altersgrenze, gesundheitlicher oder andere wichtiger Gründe, aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr ausgeschiedenen sind.

Obwohl sich die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung nicht mehr im aktiven Einsatzdienst befinden, sind sie weiterhin voll im gesellschaftlichen Leben der Feuerwehr eingebunden und stehen den Aktiven gerne mit Rat und Tat zu Seite

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Weitere Teile der BYC-News Serie

BYC-News hat in dem Interview mit der Freiwilligen Feuerwehr Biebesheim noch über weitere Themen gesprochen, welche die Arbeit der Einsatzkräfte betreffen. Die Berichte werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.

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Weitere Teile der BYC-News Serie

BYC-News hat in dem Interview mit der Freiwilligen Feuerwehr Biebesheim noch über weitere Themen gesprochen, welche die Arbeit der Einsatzkräfte betreffen. Die Berichte werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Teil 1: Die Freiwillige Feuerwehr Biebesheim am Rhein besteht seit 1936

Teil 2: Freiwillige Feuerwehr Biebesheim – Es werden immer weniger Aktive

Teil 3: Sich engagieren und Großartiges erleben bei der Jugendfeuerwehr Biebesheim

Teil 4: Die Freiwillige-Feuerwehr Biebesheim als passives Mitglied unterstützen

Teil 5: Freiwillige Feuerwehr Biebesheim: Einsätze die im Gedächtnis bleiben

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Mehrere Fahrzeuge in Worms aufgebrochen

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (13. April 2022) wurden insgesamt drei Fahrzeuge in der Stadt Worms aufgebrochen. Die Polizei sucht nach den bislang unbekannten Tätern und bittet um Zeugenhinweise.


Die Beute der Täter fiel gering aus

In allen Fällen wurde zunächst eine der Seitenscheiben eingeschlagen, um anschließend die Fahrzeugtür entriegeln zu können. Die aufgebrochenen Fahrzeuge befanden sich im Ahornweg, Lutherring sowie Am Bergkloster in Worms. Aus den Innenräumen der Autos konnte Münzgeld im einstelligen Bereich und Zigaretten erbeutet werden. Anschließend flüchteten die Täter unerkannt.

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Die Wormser Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer sachdienliche Hinweise zu den genannten Fällen geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalinspektion Worms unter der Rufnummer 06241/852-0 in Verbindung zu setzen.

Das Impfzentrum in Ingelheim wird geschlossen

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Das Mainz-Binger Impfzentrum mit Sitz in Ingelheim schließt zum 30. April seine Pforten, der Rückbau findet bereits sukzessive nach den Osterferien statt. Die letzten Impfungen werden dort am 25. April durchgeführt. Impfwillige Bürgerinnen und Bürger können sich dann künftig an das Impfzentrum der Stadt Mainz, An der Bruchspitze 50 (Mainz-Gonsenheim), wenden. Auch ohne Terminbuchung können dort Impfungen erfolgen – montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, donnerstags auch bis 19 Uhr. Impfungen von Kindern unter 12 Jahren sind immer mittwochs und donnerstags möglich.


Kreisbeigeordneter Erwin Malkmus

„Unser Impfzentrum in Ingelheim wird nur noch schwach besucht. Deswegen haben wir uns gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz dazu entschieden, das Zentrum in Ingelheim zum Ende des Monats zu schließen und uns in einer interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum in Mainz zusammenzuschließen“, so der zuständige Kreisbeigeordnete Erwin Malkmus.

Das bedeutet konkret:

Ab dem 1. Mai wird der Impfbetrieb des Landkreises offiziell an das Impfzentrum der Stadt Mainz angegliedert – ein lückenloses öffentliches Impfangebot ab dem 26. April ist gewährleistet. Das städtische Impfzentrum erfüllt die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen zum Betrieb als interkommunales Impfzentrum und soll planmäßig bis zum Jahresende aufrechterhalten werden. Das Land hat den Kommunen die Finanzierung der Impfzentren bis Jahresende zugesagt, damit eine Grundstruktur für eine mögliche neue Welle im Herbst beibehalten werden kann. „Mit den Mainzer Kollegen organisieren wir darüber hinaus, dass mögliche Restmengen von Impfstoff nach der Schließung in den Bestand des städtischen Impfzentrums übergehen“, erklärt der Mainz-Binger Zentrumsleiter Mathias Hirsch. Auch die Impfungen ukrainischer Geflüchteter werden dort fortgesetzt.

Das Gelände der ehemaligen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber, auf dem sich derzeit das Mainz-Binger Impfzentrum befindet, ist Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz. Dieses plant, die Liegenschaft wieder in seine ursprüngliche Nutzung zurückzuführen. „Unser bisheriges Impfzentrum in Ingelheim wird für eine andere Aufgabe benötigt, wofür wir Verständnis haben. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns für die kooperative Zusammenarbeit mit dem Ministerium und der Landeshauptstadt für diese neue Lösung“, so Landrätin Dorothea Schäfer.

Rheinhessen: Im Wald spiele sich seit Jahren ein „regelrechtes Drama“ ab

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Stürme, Trockenheit und Schädlinge machen nicht nur den Bäumen in der Region extrem zu schaffen, sondern führen auch zu einer Überlastung derer, die in der Forstwirtschaft arbeiten. Darauf macht die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Rheinhessen-Vorderpfalz aufmerksam – und fordert deutlich mehr Personal für die Branche. „Vom Forstwirt bis zur Revierleiterin – die Beschäftigten haben in Rheinland-Pfalz alle Hände voll zu tun, um die massiven Schäden der letzten Jahre zu beseitigen. Gleichzeitig kümmern sie sich darum, die Wälder der Zukunft anzulegen, damit sie für den Klimawandel gewappnet sind“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Rüdiger Wunderlich.


Im Wald spiele sich seit Jahren ein „regelrechtes Drama“ ab

„An den Bäumen zeigt sich schon jetzt, welche Folgen extreme Wetterereignisse und damit der Klimawandel haben“, so Wunderlich. Der Gewerkschafter verweist auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Danach mussten allein im Jahr 2020 rund sechs Millionen Kubikmeter Schadholz aus den rheinland-pfälzischen Wäldern geholt werden – 30 Mal mehr als noch fünf Jahre zuvor. Dabei entfielen 98 Prozent aller Schäden auf Nadelhölzer wie Fichten und Kiefern, die besonders anfällig für Hitze und Insektenbefall sind.

Der Forst sei eine Schlüsselbranche in puncto Klimaschutz. „Nachhaltig angelegte Wälder – mit gemischten Baumarten statt Monokulturen – kompensieren Millionen Tonnen CO2. Außerdem liefern sie Holz, das als klimafreundlicher Rohstoff gerade auf dem Bau immer stärker gefragt ist. Und schließlich sind die Wälder auch Erholungsorte für die Menschen“, betont Wunderlich.

Doch ohne zusätzliches Personal dürfte sich die Lage in den kommenden Jahren weiter zuspitzen, warnt die IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz

Die Gewerkschaft ruft die Waldbesitzer in der Region dazu auf, sich dringend um mehr Fachleute zu kümmern: „Egal ob im Privatwald, im kommunalen Forst oder im Landesbetrieb – nur mit deutlich mehr qualifizierten Beschäftigten wird die Mammutaufgabe Waldumbau zu schaffen sein“, macht Wunderlich deutlich. Entscheidend seien hierbei faire Einkommen und gute Arbeitsbedingungen. Azubis müssten nach ihrer Ausbildung übernommen werden. „Gerade junge Menschen gehen fürs Klima auf die Straße. Demos sind wichtig, aber es braucht auch Menschen, die Bäume pflanzen und Wälder pflegen“, so Wunderlich weiter.

In einer Umfrage der Forstgewerkschaft unter bundesweit 1.300 Beschäftigten der Branche gaben fast neun von zehn Befragten an, dass es im Betrieb nicht genügend Mitarbeiter gebe, um die anfallende Arbeit zu schaffen. 70 Prozent berichteten davon, durch die Arbeit „emotional ausgelaugt“ zu sein. „Hinzu kommt, dass ein großer Teil der Beschäftigten in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheidet, ohne dass ausreichend Nachwuchskräfte in Sicht sind“, sagt Wunderlich.

Nach Einschätzung der IG BAU sind bundesweit 11.000 Forstbeschäftigte zusätzlich nötig, um die aktuellen Aufgaben zu bewältigen. Das entspricht einer Erhöhung des aktuellen Personalschlüssels um einen Beschäftigten pro 1.000 Hektar Wald. Insgesamt gibt es in Deutschland 11,4 Millionen Hektar Wald.

Flutkatastrophe: Kommunaler Wiederaufbau wird rund vier Milliarden Euro kosten

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Final 43
Final 43

Das Innenministerium hat die Maßnahmenpläne der von der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffenen Landkreise und der kreisfreien Stadt Trier festgestellt. Damit erfolgte zugleich die Festlegung der jeweiligen Schadensbudgets. In Summe werden den Landkreisen, Städten und Gemeinden bis zu rund vier Milliarden Euro alleine an kommunalen Aufbauhilfen in Aussicht gestellt.


Davon entfallen knapp 3,8 Milliarden Euro auf den Landkreis Ahrweiler

Die Maßnahmenpläne stellen eine Übersicht der gemeindlichen Infrastrukturprojekte beim Wiederaufbau dar. Dabei handelt es sich beispielsweise um Straßen, Radwege, Brücken, Kindergärten, Schulen, Bürgerhäuser, Sportplätze oder Rathäuser. Die vorgelegten Maßnahmenpläne bilden die Grundlage für die spätere Antragstellung auf Aufbauhilfe durch die Gemeinden.

„Die Flutkatastrophe hat auch erhebliche Schäden an öffentlicher Infrastruktur verursacht. Deren Wiederaufbau wird voraussichtlich rund vier Milliarden Euro kosten. Die nun erfolgte Feststellung der Maßnahmenpläne stellt einen weiteren Meilenstein beim Wiederaufbau dar“, so Innenminister Roger Lewentz. Die in den Maßnahmenplänen enthaltenen Infrastrukturprojekte müssen fortan von Architektinnen und Ingenieuren geplant und bei den zuständigen Stellen beantragt werden. „Klar ist, dass die Umsetzung der Maßnahmenpläne noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Bis alle Projekte tatsächlich gebaut sind, werden in den meisten Fällen wohl mehrere Jahre vergehen. Die Kommunen können sich dabei auf die engagierte Unterstützung des Landes verlassen“, sagte Lewentz.

Der Minister sicherte den Kommunen zu, dass die vorgelegten Maßnahmenpläne fortgeschrieben werden können

„Der Wiederaufbau ist in an vielen Stellen ein sehr komplexes Unterfangen. Daher muss es möglich sein, die Maßnahmenpläne auch zu einem späteren Zeitpunkt noch anzupassen oder zu ergänzen.“ Die betroffenen Landkreise und die Stadt Trier werden vor diesem Hintergrund zu einer nächsten Fortschreibungsrunde im Herbst aufgerufen.

Im Rahmen der vorzeitigen Antragstellung wurde bereits vor Feststellung der Maßnahmenpläne mit der Beantragung und Umsetzung von Wiederaufbaumaßnahmen begonnen. Bis heute wurden bereits Maßnahmen der gemeindlichen Infrastruktur mit einem Volumen von insgesamt rund 136 Millionen Euro bewilligt.

Im Zuge des Maßnahmenplanverfahrens hatten die von der Flutkatastrophe betroffenen Gemeinden für ihr jeweiliges Gebiet eine Übersicht über die notwendigen Wiederaufbauprojekte im Bereich der öffentlichen Infrastruktur erstellt. Diese Übersichten wurden bei der jewei­li­gen Kreisverwaltung gesammelt, auf Plausibilität und Schlüssigkeit geprüft, priorisiert und zu einem Maßnahmenplan je Landkreis zusammengeführt. Die Landkreise und die kreisfreie Stadt Trier legten ihren jeweiligen Maßnahmenplan dann bis Februar 2022 dem Innenministerium vor. Dort wurden die Maßnahmenpläne nun festgestellt. Entscheidend ist, dass die Kommunen für alle aufgeführten Maßnahmen jeweils einzelne Anträge auf Wiederaufbauhilfe stellen.

Neue Leiterin bei der Volkshochschule in Bodenheim

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VHS Bodenheim
VHS Bodenheim

35.000 Unterrichtsstunden und 18.500 Teilnehmende: In insgesamt zwölf Jahren hat die Leiterin der Volkshochschule (VHS) Bodenheim Birgit Meyer-Linke vieles erlebt. Acht Jahre davon arbeitete sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Marion Pardal und sechs mit Nadja Kaufmann eng zusammen. Ein anspruchsvolles Ehrenamt, das viel Zeit und Engagement erfordert, erklärt die Leiterin der Kreisvolkshochschule (KVHS) Monika Nickels nun bei deren Verabschiedung.


Was bleibt: eine stolze Bilanz

Viel Planungs- und Verwaltungsarbeit, die Beratung der Interessenten und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie der Zentrale der KVHS standen in den vergangenen Jahren an. Das Programm der VHS versuche immer am Puls der Zeit zu bleiben, so Birgit Meyer Linke. Neben Sprachen, Kursen zur Gesundheitsprävention und Online-Lernen spielen auch die Lernprojekte für Kinder in den Schulen eine immer wichtigere Rolle. Politische Bildung zur Europapolitik und die Teilnahme am Jubiläumsprogramm „1700 Jahre jüdisches Leben“ seien gut angekommen. Und jedes Jahr im November beteiligt sich die vhs Bodenheim zudem an der Lesereihe „Rheinhessen liest“.

Bürgermeister Thomas Becker-Theilig unterstrich in seiner Rede den großen Stellenwert der VHS in der Gemeinde

Sie sei dort nicht mehr wegzudenken und garantiere Weiterbildung für alle Alters- und Zielgruppen. Dem Team dankte er für das überaus große Engagement. Monika Nickels dankte auch Bürgermeister Becker-Theilig und den Beigeordneten für die weitsichtige Entscheidung der VHS, das Haus Friesenecker für die Bildungsarbeit zur Verfügung zu stellen. Die rege Inanspruchnahme der Menschen aus der Gemeinde zeige, dass diese Entscheidung richtig gewesen sei.

Zur neuen Leiterin wurde Wencke Schmidt mit vielen guten Wünschen bestellt.

Der Mainzer Rhein-Frühling geht weiter – Familientag wird nachgeholt

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Mainzer Rheinfrühling
Mainzer Rheinfrühling

Nachdem der Rhein-Frühling am Mittwochabend (13. April 2022) wegen eines schweren Unfalls frühzeitig bereits um 18:00 Uhr geschlossen wurde, gibt es nun gleich mehrere gute Neuigkeiten. BYC-News sprach am Donnerstagmorgen (14. April 2022) mit Marco Sottile, dem 1. Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker darüber.


Dem Mitarbeiter geht es besser

„Der verletzte Mitarbeiter wurde in der Zwischenzeit operiert. Die Verletzungen sind schwer, aber nicht so schwerwiegend, wie es zu Beginn schien. Wir sind alle sehr erleichtert darüber, dass er wieder gesund werden wird und hoffen auf eine schnelle Genesung“, betont Marco Sottile.

Der Familientag wird nachgeholt

Weiter erklärt er: „Weil wir gestern den Familientag abbrechen mussten, werden wir diesen heute, am Donnerstag, nachholen. Um 11:00 Uhr findet also wie geplant der Gottesdienst für den verletzten Mitarbeiter statt. Wir würden uns darüber freuen, viele Menschen dazu begrüßen zu können. Im Anschluss wird dann ab 12:00 Uhr der Familientag mit stark vergünstigten Preisen nachgeholt.“

Am „stillen Feiertag“ Karfreitag wäre der Rhein-Frühling ohnehin geschlossen geblieben. Ab Samstag (16. April 2022) findet der Mainzer Rhein-Frühling dann wieder wie geplant statt. Das Hochfahrgeschäft „Intoxx“ werde wahrscheinlich ab Samstag wieder für die Besucher zur Verfügung stehen, erklärt Marco Sottile.

Öffnungszeiten:

  • Donnerstag (14. April)
    12:00 – 22:00 Uhr
  • Karfreitag (15. April)
    geschlossen
  • Samstag (16. April) bis Donnerstag (21. April)
    12:00 – 22:00 Uhr
  • Freitag (22. April) und Samstag (23. April)
    12:00 – 24:00 Uhr
  • Sonntag (24. April)
    12:00 – 21:00 Uhr

Gottesdienst nach schwerem Arbeitsunfall auf dem Mainzer Rhein-Frühling

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Gottesdienst, Mainzer Rhein-Frühling

Nach dem tragischen Unfall, bei dem ein Mitarbeiter eines Schaustellerbetriebes auf dem Mainzer Rhein-Frühling am Mittwoch schwer verletzt wurde, soll nun am Donnerstag (14. April 2022) ein Gottesdienst stattfinden. „Wir werden am Donnerstag um 11:00 Uhr einen Gottesdienst für unseren verletzten Kollegen veranstalten. Die Schausteller-Pfarrerin Christine Beutler-Lotz wird am Autoscooter der Familie Barth für den Verletzten beten. Wer Anteil nehmen möchte, ist herzlich willkommen. Am Freitag ist der Rheinfrühling aufgrund des „stillen Feiertags“ Karfreitag ohnehin geschlossen und wir benötigen nach diesem Vorfall auch etwas Ruhe“, sagte Marco Sottile, 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker, gegenüber BYC-News.

Update Donnerstag (14. April 2022): Nachdem der Rhein-Frühling am Mittwoch wegen eines schweren Unfalls geschlossen wurde, gibt es nun gleich mehrere gute Neuigkeiten. Mehr dazu im Artikel: Der Mainzer Rhein-Frühling geht weiter – Familientag wird nachgeholt

Tragischer Unfall am Kirmes-Fahrgeschäft „Intoxx“ auf dem Rhein-Frühling in Mainz

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Am Mittwochnachmittag (13. April 2022) kam es gegen 14:45 Uhr zu einem Unfall auf dem Mainzer Rhein-Frühling. Dabei wurde eine männliche Person verletzt. Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. BYC-News war vor Ort.


Mehrere Meter durch die Luft geschleudert

Nach Informationen von dieser Online-Zeitung war es zu einem Unfall mit Personenschaden an dem Fahrgeschäft „Intoxx“ gekommen. Die Person soll bei dem Unfall mehrere Meter durch die Luft geschleudert und auf einem Absperrzaun gelandet sein. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Notarzt war ebenfalls vor Ort im Einsatz gewesen.

Die Unfallstelle wurde umgehend abgesperrt, um den Einsatzkräften ein störungsfreies Arbeiten zu ermöglichen. Da mehrere Augenzeugen den Unfall beobachtet hatten, wurden diese vor Ort durch die alarmierten Polizeibeamten befragt und deren Personalien festgestellt. Ebenfalls vor Ort war die Marktleitung und das Gewerbeaufsichtsamt.

Unfallhergang muss genau geprüft werden

Bei dem Unfallopfer soll es sich um einen Mitarbeiter des Fahrgeschäfts handeln. Dieser soll nach Informationen der Redaktion von der Gondel im Fahrbetrieb erfasst worden sein. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er von dem Podest geschleudert. Weshalb sich der Mitarbeiter auf dem Podest befand, ist bislang unklar. Zum genauen Unfallhergang konnte die Feuerwehr und die Polizei bislang noch keine Angaben machen. Hierfür sei das Gewerbeaufsichtsamt zuständig, teilte die Polizei auf Anfrage von BYC-News mit. Das Fahrgeschäft Intoxx bleibt vorerst geschlossen.

„Wir waren zum Zeitpunkt des Unfalls auch dort. Er hat pfiff zu der Frau, die im Häuschen saß, dass es los gehen kann. Da stand er aber noch in dem Bereich wo die Gondel ist… unvorsichtig. Ich hatte auch den Eindruck das er sehr unruhig war. Ich hoffe er kommt durch und ihm geht es bald wieder besser“, berichtete eine Augenzeugin gegenüber BYC-News


Gottesdienst für das Unfallopfer am Donnerstag

Marco Sottile, 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker, teilte dazu gegenüber BYC-News mit: „Wir sind alle sehr betroffen und können es noch gar nicht richtig fassen. Es war ein schrecklicher Arbeitsunfall an dem beliebten Fahrgeschäft und wir müssen jetzt genau prüfen, wie es dazu kam. Wir haben aufgrund des Vorfalls beschlossen, dass der Rhein-Frühling heute ab 18:00 Uhr schließen wird. Morgen um 11:00 Uhr wird ein Gottesdienst am Autoscooter der Familie Barth stattfinden, um den Vorfall aufzuarbeiten. Wir sind in Gedanken bei unserem jungen Kollegen und seinen Angehörigen und wir hoffen auf eine schnelle Genesung.“

„Das Fahrgeschäft hat gerade die neue TÜV-Prüfung bestanden aber wir lassen es morgen nochmal von einem TÜV-Prüfer kontrollieren. Wir können jetzt aber schon sagen, dass es kein technischer Fehler am Fahrgeschäft war sondern ein tragischer Arbeitsunfall. Es handelt sich bei dem Unfallopfer nicht um einen Fahrgast sondern um einen Mitarbeiter des Fahrgeschäfts“

Die zuständige Beigeordnete Manuela Matz

„Das ist ein sehr trauriges und tragisches Geschehen, das uns alle sehr schockiert. Zum möglichen Unfallgeschehen vor Ort führen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit detaillierte Untersuchungen und Zeugenbefragungen durch. Die Messe wird daher von städtischer Seite für den heutigen Tag geschlossen“

Im Einsatz waren:

  • die Polizei Mainz
  • die Berufsfeuerwehr Mainz
  • das Deutsche Rote Kreuz
  • das Ordnungsamt
  • das Gewerbeaufsichtsamt

Update Donnerstag (14. April 2022): Nachdem der Rhein-Frühling am Mittwoch wegen eines schweren Unfalls geschlossen wurde, gibt es nun gleich mehrere gute Neuigkeiten. Mehr dazu im Artikel: Der Mainzer Rhein-Frühling geht weiter – Familientag wird nachgeholt


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Versuchte Geldautomatensprengung in Trebur-Geinsheim

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Trebur1
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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (13. April 2022) geriet ein Bankautomat in der Oppenheimer Straße im Stadtteil Trebur-Geinsheim in das Visier von Kriminellen. Diese hatten gegen 2:15 Uhr versucht, den Automaten zu sprengen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.


Täter wurden vermutlich aufgeschreckt

Wie die Polizei mitteilt, hatten die Täter Gas in den Geldautomaten eingebracht und so versucht, eine Explosion herbeizuführen. Dieses Vorhaben hatten sie jedoch vorzeitig abgebrochen und waren vom Tatort geflohen. Grund dafür könnte nach Angaben der Polizei ein bislang nicht bekannter SUV-Fahrer gewesen sein, der zur Tatzeitpunkt mit seinem Fahrzeug vor dem Bank-Gebäude anhielt und dadurch die Täter aufschreckte.

Die Ermittler des Rüsselsheimer Kriminalpolizei suchen den SUV-Fahrer nun als wichtigen Zeugen. Er sowie weitere Personen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 06142 – 6960 zu melden.

Mitteilung der Bank:

An der Bankfiliale ist zur Zeit ein Zettel ausgehängt. Darauf wird mitgeteilt: „Aufgrund von Vandalismusschäden müssen wir den Geldautomat austauschen. Ein Ersatzgerät wird schnellstmöglich aufgestellt. Gerne können Sie unsere Geldautomaten in der Nähe nutzen:

Leeheim, Hauptstraße 42
Trebur, Hauptstraße 12
Wallerstädten, Am Schlag 3

Die Geldautomaten können ebenfalls von Kundinnen und Kunden der Volksbank genutzt werden“

Stadt beendet Projekt Mülldeponie im Steinbruch in Mainz-Laubenheim

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Die Stadt Mainz wird eine Bauschuttdeponie in Steinbruch in Mainz-Laubenheim nicht weiterverfolgen. Das gab Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) überraschend am Mittwoch (13. April 2022) in Mainz bekannt. Die Rahmenbedingungen hätten sich geändert, dazu drohten hohe Investitionskosten, sagte Steinkrüger; Die Deponie wäre dann wirtschaftlich nicht mehr zu betreiben. „Ich werde dem Stadtrat den Vorschlag machen, den Beschluss für die Deponie aufzuheben und nicht weiter zu verfolgen“, kündigte die Dezernentin an.


Katrin Eder wollte in dem alten Steinbruch eine Schuttdeponie der Klassen I und II einrichten

Seit 2010 hatte die Stadt Mainz das Ziel verfolgt, in dem ehemaligen Kalksteinbruch der Firma Heidelberg Cement eine Bauschuttdeponie einzurichten. Die frühere Mainzer Umweltdezernentin und heutige Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) hatte das Projekt stets als notwendig verteidigt: Es gebe nicht genügend Bauschutt-Deponiekapazitäten im Raum Mainz, eine solche Deponie sei dringend notwendig und für Mainz finanziell attraktiv.

Doch Eder wollte in dem alten Steinbruch eine Schuttdeponie der Klassen I und II einrichten, damit hätten dort aber auch Asbesthaltige Baustoffe, Krebserzeugende Schwermetalle und Dioxinhaltige Filterstäube gelagert werden dürfen. Die Bürgerinitiative Mainz 21 lief dagegen Sturm und protestierte, die Deponie wäre zudem nur ganze 350 Meter weit von einem neuen Wohngebiet auf der Hechtsheimer Höhe entstanden.

Nun die Kehrtwende:

Es gebe inzwischen mit der neuen Deponie in Framersheim sowie mit der Erweiterung der Dyckerhoff-Deponie in Wiesbaden genügend Ablagerungskapazitäten im Raum Mainz, räumte Steinkrüger am Mittwoch ein. Die Stadt Wiesbaden habe noch 2015 die Annahme der mineralischen Abfälle aus Mainz auf Anfrage des Entsorgungsbetriebes abgelehnt, betonte die Stadt Mainz.

Inzwischen aber seien in Wiesbaden drei Planfeststellungsverfahren zur Schaffung zusätzlicher Entsorgungskapazitäten durchgeführt worden. Aktuell habe der Entsorgungsbetrieb ELW erklärt, dass die Erweiterung der Dyckerhoff-Deponie genehmigt worden sei. „Dadurch stehen regional neue Entsorgungskapazitäten zur Verfügung“, sagte Steinkrüger. Deshalb sei die Stadt Mainz nun erneut auf den ELW zugegangen und habe Verhandlungen über eine interkommunale Zusammenarbeit aufgenommen.


Stadt hatte Lagerung von Asbesthaltigen Abfällen ausgeschlossen

Dazu kam: Der Mainzer Stadtrat hatte zuletzt in seinem Beschluss pro Deponie aufgrund des öffentlichen Drucks die Lagerung von Asbesthaltigen Abfällen ausgeschlossen. Die Stadt Mainz wollte auf der Deponie unter anderem aber die Reste der stillgelegten und Abbruch-reifen Mombacher Hochbrücke entsorgen. Doch in der Hochbrücke sei „inzwischen Asbest nachgewiesen worden“, sagte Steinkrüger am Mittwoch. Damit sei eine Ablagerung im Laubenheimer Steinbruch durch den Stadtratsbeschluss ausgeschlossen.

Dazu kam aber auch noch ein dritter K.O.-Faktor für die Deponie:

Im Laufe des Bebauungsplanverfahrens für ein neues Wohngebiet auf der Hechtsheimer Höhe ergaben neue Gutachten, dass der Hang zur Deponie instabil sein könnte. Für das Wohngebiet hätte wohl eine neue Entwässerung durch den Hang gelegt werden müssen, die womöglich die Stabilität des Hanges und damit auch die Sicherheit der Deponie in Frage gestellt hätte.

Die weiteren notwendigen Untersuchungen dazu wären „sehr zeitintensiv“ geworden, heißt es bei der Stadt Mainz weiter, und damit wären wohl hohe Investitionskosten auf die Stadt zugekommen. Steinkrüger sagte weiter, sie wolle nun den neuen Beschluss dem Stadtrat voraussichtlich im Juli vorlegen.

„An der Neugestaltung des Geländes müssen die Bürger jetzt unbedingt beteiligt werden“

Die Mainzer SPD begrüßte die neue Entwicklung, die Mainzer Co-Vorsitzende der SPD, Mareike von Jungenfeld, räumte aber auch ein: „Es gab immer kritische Stimmen in der Partei zu der geplanten Bauschutt-Deponie in Laubenheim, diese Stimmen dürfen sich bestätigt sehen.“ Jetzt stehe aber eine neue Frage im Vordergrund: „Wie soll das Areal für die Zukunft weiterentwickelt werden“, fragte von Jungenfeld und forderte, an der Neugestaltung des Geländes müssten die Bürger jetzt unbedingt beteiligt werden.


CDU begrüßt die Beendigung des Projekts und fordert Alternativen ernsthaft zu prüfen

Wie die Stadt mitteilte, wird es im Steinbruch Laubenheim nun doch keine Deponie geben, da sich die Rahmenbedingungen geändert hätten. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig begrüßt diesen Schritt. Die CDU hatte das Projekt nur mit großen Bedenken mitgetragen, da es nicht unumstritten war, aber für die CDU die Entsorgungssicherheit auch ein wesentliches Argument darstellt, erklärt Schönig. Immer wieder seien kritische Stimmen laut geworden, insbesondere im Hinblick auf die bestehende und zukünftige Wohnbebauung in der Nachbarschaft. Diese Bedenken habe die Stadt nie ausräumen können.

Auch der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Gerster zeigt sich zufrieden, dass es keine Deponie in Laubenheim geben soll

Die Stadt hat sich mit dem Projekt verrannt, so Gerster. Im Hinblick auf die Schadstoffbelastung der Hochbrücke und die Ausweitung der Entsorgungskapazitäten in der Deponie in Wiesbaden sei der Stopp des Vorhabens nur folgerichtig. Die CDU ist froh, dass die Entsorgungssituation regional gesichert ist, sagt Gerster. Jetzt könnten Alternativen, die zunächst vorschnell abgelehnt worden waren, ernsthaft geprüft werden. Beispielsweise sei hier der Vorschlag eines Badesees zu nennen. Das ursprüngliche Argument, dass ein Badesee aus Sicht des Grundwasserschutzes nicht umsetzbar sei, klinge wenig überzeugend. Schließlich werde in der Region rund um die Gemeinde Eich bei Worms trotz vieler Badeseen in der Nähe Trinkwasser gefördert auch durch die Mainzer Stadtwerke. Es ist zwar ärgerlich, dass für die Planungen der Deponie bereits Geld ausgegeben wurde, aber nun ergeben sich neue Möglichkeiten für die Stadt Mainz und für die Bürgerinnen und Bürger von Laubenheim, Hechtsheim und Weisenau, so Gerster abschließend.

Deponie in Laubenheim – SPD Mainz begrüßt neue Entwicklung

Die Mainzer SPD begrüßt die neue Entwicklung zum Steinbruch in Laubenheim. „Neue Erkenntnisse erfordern neues Nachdenken und neue Entscheidungen“, erklärte die Co-Vorsitzende der Mainzer SPD Mareike von Jungenfeld. „Es gab immer kritische Stimmen in der Partei zu der geplanten Bauschutt-Deponie in Laubenheim. Diese Stimmen dürfen sich bestätigt sehen. Sie waren Teil des bürgerschaftlichen Engagements in dieser Diskussion. Viele werden jetzt erleichtert sein.“

„Jetzt stehe eine neue Frage im Vordergrund: Wie soll das Areal für die Zukunft weiterentwickelt werden?“ erklärte von Jungenfeld weiter. „Die Antwort bedarf eingehender Überlegungen und einem offenen Beteiligungsprozess. Auch müssen neue Gutachten abgewartet werden. Auf jeden Fall bieten sich jetzt neue Möglichkeiten. Dies gilt es als Chance für das Areal und die Umgebung zu begreifen. Es ist an uns, die umsetzbaren Möglichkeiten mit zu bestimmen und dann auch eine zu verwirklichen“.

Polizeihubschrauber und Höhenretter in Wiesbaden im Einsatz

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Drehleitereinsatz Feuerwehr Wiesbaden

Am Mittwochvormittag (13. April 2022) kam es gegen 11:00 Uhr zu einem Großeinsatz in der Stegerwaldstraße in Wiesbaden-Dotzheim. Dort war ein Kranführer auf einer Baustelle verunfallt. Zur Rettung des Patienten war auch ein Polizeihubschrauber sowie Höhenretter im Einsatz.


Hand im Drahtseil eingeklemmt

Wie die Berufsfeuerwehr Wiesbaden mitteilt, hatte der Kranführer seine Hand im Drahtseil einer Umlenkrolle des Krans eingeklemmt und konnte sich nicht mehr eigenständig befreien. Während sich die Höhenrettung auf ihren Einsatz vorbereitete, wurde der Patient bereits auf dem Kran durch den Rettungsdienst betreut.

Um die Hand des Kranführers befreien zu können, musste die Last von dem Drahtseil genommen werden. Dazu wurden Holzbohlen am Drehleiterkorb der Feuerwehr befestigt und dort anschließend die Kranflasche, die am Drahtseil hing, aufgelegt.

Zusammenarbeit zwischen Polizei und Höhenretter

Mit Hilfe des Polizeihubschraubers und einem Höhenretter der Feuerwehr Wiesbaden konnte der Patient schließlich mittels Luftrettungssack liegend von dem Kran gerettet werden. Am Boden angekommen wurde der Kranführer gegen 13:00 Uhr an den Rettungsdienst übergeben, der den Patienten in ein Krankenhaus brachte.

Anschließend konnten die Einsatzkräfte mit dem Rückbau der Einsatzstelle beginnen und schließlich den Rückweg antreten.

Im Einsatz waren:

  • die Berufsfeuerwehr Wiesbaden
  • Höhenretter
  • ein Polizeihubschrauber
  • der Rettungsdienst

Benefizspiel in Ingelheim lockte Tausende in das Stadion Im Blumengarten

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Das Benefiz-Fußballspiel zugunsten der Opfer des Krieges in der Ukraine lockte am vergangenen Sonntag über 3.700 Zuschauerinnen und Zuschauer zum Familienfest in den Blumengarten. Fabrizio Hayer, auf dessen Idee die Veranstaltung beruhte, die Stadt Ingelheim und die Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH (IKuM) hatten einen bunten Nachmittag organisiert, bei dem die Erlöse aus dem Getränke- und Essensverkauf Geflüchteten und Kriegsopfern aus der Ukraine zugutekommen sollten. Und die Spendensumme von rund 42.000 Euro kann sich wirklich sehen lassen. Das Geld kommt teilweise Hilfsprojekten in der Ukraine zugute, soll aber auch direkt in Ingelheim und der Region eingesetzt werden, um beispielsweise eine umfangreiche Kinderbetreuung samt Deutschunterricht für geflüchtete Familien anbieten zu können.


Im Sportpark Im Blumengarten sorgte ein vielfältiges Programm mit Infoständen, einem Familienbewegungspark und kulinarischem Angebot für Abwechslung

Der Höhepunkt des Tages war das um 15.01 Uhr angepfiffene Prominenten-Benefizspiel „Fabrizio Hayer and Friends“ gegen „Allstars: Together for Peace & Freedom“. Hierbei gaben sich weithin bekannte Namen die Ehre, unter anderem Stefan Hofmann, Mario Basler, Markus Kreuz, Ikke Hüftgold und Ailton traten unter den Augen von Ex-FIFA-Schiedsrichter Dr. Markus Merk gegen den Ball.

Auch der Stadtverwaltung war die Unterstützung der Benefizaktion ein großes Anliegen

„Die Stadt Ingelheim hat das Spendenturnier zugunsten von Geflüchteten aus der Ukraine sehr gerne unterstützt. Die Ingelheimer Gesellschaft steht für Vielfalt und Toleranz. Gerade die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass die Spendenbereitschaft sehr groß ist“, erklärte Oberbürgermeister Ralf Claus. „Gemeinsam konnten wir an dem Tag für die Geflüchteten etwas Gutes tun. Jeder eingenommene Euro wird gespendet. Darüber hinaus ist es Fabrizio Hayer gelungen, sämtliche Teilnehmer und Anbieter ehrenamtlich zu gewinnen“, so die Bürgermeisterin und Sportdezernentin Eveline Breyer.

Deshalb gilt den Sponsoren und Ehrenamtlichen Helfern ein großes Dankesschön:

  • Getränke Stumpf
  • Boehringer Ingelheim
  • Edeka Engelhard
  • Maya Café
  • Bruno Centro
  • Porsche Mainz
  • Deutsche Post
  • Mainz 05
  • Südwestdeutscher Fußball Verband
  • Sportbund Rheinhessen
  • Rhoihesse on Tour
  • MB Events
  • Sound Line
  • Weinhotel Wasem

Unterstützt wurde der Tag ehrenamtlich durch die Ingelheimer Fußballvereine, die Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit, den Beirat für Migration und Integration und die Montessori-Schule Ingelheim.