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Klimaliste Rheinland-Pfalz fordert Tempolimit auf Autobahnen

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Ob fürs Klima, den Geldbeutel, für die Gesundheit oder gegen den Krieg – ein Tempolimit hat viele Vorteile. Schon seit mehreren Jahren fordern Umweltverbände die Bundesregierung dazu auf, ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen. Mit dem Krieg gegen die Ukraine werden diese Stimmen immer lauter.


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Prof. Dr. Sebastian Seiffert: „Ein sehr wichtiger Baustein auf dem Weg, unsere Klimaziele doch noch zu erreichen“

“Deutschland ist europaweit das einzige Land, das kein Tempolimit auf Autobahnen hat. Doch schon bei einem Tempolimit von 130 km/h, könnten wir pro Jahr 1,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente sparen. Bei einem Tempolimit von 100 km/h wären es sogar 5,4 Millionen Tonnen, die wir einsparen”, sagt Prof. Dr. Sebastian Seiffert, zweiter Vorsitzender der Klimaliste RLP und fährt fort: “Damit ist ein Tempolimit ein sehr wichtiger Baustein auf dem Weg, unsere Klimaziele doch noch zu erreichen. Es gibt zwar noch andere, nochmals deutlich mächtigere Bausteine, aber keiner davon ist so leicht und direkt umsetzbar wie ein Tempolimit. Wir bräuchten dafür noch nicht einmal Schilder.”

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Langsamer fahren – weniger Geld für Putins Kriegskasse

Wer langsamer fährt, verbraucht weniger Benzin, Diesel oder Gas. Das schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern reduziert auch die Abhängigkeit von russischen Öl- und Gaslieferungen. “Deutschland könnte durch ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen zwei Millionen Tonnen Sprit sparen, was etwa 2 % unserer Mineralölimporte darstellt”, sagt Prof. Dr. Sebastian Seiffert und ergänzt: “Damit werden wir weniger abhängig von den Importen autokratischer Regierungen und zahlen zumindest weniger in Putins Kriegskasse. Mit diesem einfachen und für alle ohne wirkliche Nachteile zu realisierenden Schritt, zeigen wir unsere Solidarität für die Ukraine.”

Darüber hinaus bietet ein Tempolimit viele weitere Vorteile, wie zum Beispiel weniger Verkehrstote und stressfreieres Fahren. “Trotz aller positiven Effekten wehrt sich die Autolobby seit Jahren gegen ein Tempolimit. Deswegen fordern wir noch einmal mit aller Deutlichkeit: Von Lobbyismus beeinflusste Entscheidungen müssen endlich ein Ende haben. Der vielfältige Nutzen eines Tempolimits ist mehr als ausreichend belegt und deswegen sollte die Bundesregierung und Verkehrsminister Wissing von der FDP endlich den Tatsachen ins Auge blicken – und ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einführen!”

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Mehr über die Klimaliste Rheinland-Pfalz

Die Klimaliste RLP e.V. ist ein Zusammenschluss aus Klimaschützern und Wissenschaftlern, die sich für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, also für die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C, einsetzen. Wir wollen Rheinland-Pfalz in eine saubere, nachhaltige und sozial gerechte Zukunft führen.

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Vermisste Frau aus Raunheim wohlbehalten angetroffen

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Vermisstensuche beendet
Vermisstensuche beendet

Update vom 30. April 2022: Wie die Polizei am Samstagmorgen (30. April 2022) mitteilt, konnte die vermisste 31 Jahre alte Frau wurde wohlbehalten angetroffen werden. Sie wurde in die Obhut ihrer Eltern übergeben.


Erstmeldung vom 29. April 2022: Seit Donnerstag (28. April 2022) wird die 31-jährige S. K. aus Raunheim vermisst. Aktuell sucht die Polizei nach der jungen Frau. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll die Vermisste gegen 11:00 Uhr ihre elterliche Wohnung in der Hans-Sachs-Straße in unbekannte Richtung verlassen haben.

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Die Vermisste könnte sich in einer hilflosen Lage befinden

Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Vermisste in einer hilflosen Lage befindet, ihren Weg nicht selbstständig nach Hause findet und auf ärztliche Hilfe angewiesen ist. Erste umfangreiche Suchmaßnahmen, die nach Eingang der Vermisstenanzeige veranlasst wurden verliefen bislang ergebnislos.

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Personenbeschreibung der Vermissten:

  • circa 1,63 Meter groß
  • etwa 50 Kilogramm schwer
  • weinrotes Kleid
  • grüne Jacke mit Fellkragen von der Marke „Esprit“
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Zeugen bitte bei der Polizei melden

Wer Hinweise zum Aufenthalt der Vermissten geben kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim unter der Telefonnummer 06142 – 6960 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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Schwerer Unfall auf der A63 bei Klein-Winternheim – Rettungshubschrauber im Einsatz

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Am Donnerstagmorgen (28. April 2022) kam es zu einem Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf der Autobahn A63 bei Klein-Winternheim in Fahrtrichtung Mainz. Dort war es gegen 8:15 Uhr kurz vor der Ausfahrt Klein-Winternheim zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. BYC-News war vor Ort.


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Eine Person im Fahrzeug eingeklemmt

Aufgrund eines Staus im morgendlichen Berufsverkehr in Fahrtrichtung Mainz, welcher bis zur Anschlussstelle Klein-Winternheim reichte, mussten ein polnischer Tanklaster sowie ein dahinter fahrender 40-Jähriger mit seinem Audi A6 Avant aus dem Kreis Koblenz abbremsen und anhalten. Der darauffolgende 26-jährige Fahrer eines Renault Transporters aus Polen erkannte das Stauende nicht rechtzeitig und fuhr auf den vor ihm stehenden Audi auf, wodurch der Kombi nach vorne geschoben wurde und gegen den Tank-LKW krachte.

Der Audifahrer wurde bei dem Unfall mittelschwer verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr Nieder-Olm aus dem Wagen befreit und anschließend vom Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden. Auch der Fahrer des Transporters erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde ebenfalls vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der 56-jährige Fahrer des Tanklasters blieb unverletzt.

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Kurzzeitige Vollsperrung der Autobahn

Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Mainz zunächst für rund 45 Minuten voll gesperrt werden. Die Vollsperrung konnte gegen 9:00 Uhr aufgehoben werden, der Verkehr wurde dann zunächst einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Es kam zu einem Rückstau bis zu 12 Kilometern. Gegen 12:15 Uhr wurde die Fahrbahn durch die Polizei wieder auf allen Spuren freigegeben. Der Transporter und der Audi waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten von einem ortsansässigen Abschleppdienst abgeschleppt werden. Der Sattelzug mit Tank-Anhänger konnte seine Fahrt jedoch fortsetzen. Die Beamten der Polizeiautobahnstation Heidesheim konnten den Sachschaden nicht genau beziffern.

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Im Einsatz waren:

  • die Autobahnpolizei Heidesheim
  • das Deutsche Rote Kreuz
  • der Johanniter Rettungsdienst
  • ein Rettungshubschrauber mit Notarzt
  • die Feuerwehr Nieder-Olm
  • die Feuerwehr Klein-Winternheim

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Notarzt Ingelheim: Bedarfsanalyse soll erst im Sommer 2022 vorliegen

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ASB Rettungswagen
Symbolbild Notarzt

Ein ergänzender Ergebnisbericht soll mehr Klarheit über die Notarztsituation im Rettungsdienstbereich Rheinhessen bringen und aufzeigen, wo weitere Schritte zur Optimierung notwendig sein könnten. „Gemeinsam mit dem Kreisvorstand habe ich beschlossen, dass eine ergänzende Auswertung der Notarztversorgung für die Jahre 2019, 2020 und 2021 für den gesamten Rettungsdienstbereich erstellt wird“, sagte die Landrätin Dorothea Schäfer im Kreisausschuss.


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Projektgruppe „OnePlan“ der Technischen Universität Kaiserslautern

Detailliert wird hier untersucht, wie viele Einsatzfahrten es in allen Gemeinden und Städten im Landkreis in dem betreffenden Jahr gegeben hat. Aus Gründen der statistischen Aussagekräftigkeit, werden hier aber nur Gebietskörperschaften mit mehr als 15 Einsatzfahrten im Jahr untersucht. Dem bisher vorliegenden Ergebnisbericht der Projektgruppe „OnePlan“ der Technischen Universität Kaiserslautern lagen nur die Zahlen aus 2020 zu Grunde. „Damit wird nun dem vielfach geäußerten Wunsch Rechnung getragen, sich nicht nur auf Daten aus dem Jahr 2020 zu stützen.“

Von dieser weitergehenden Auswertung verspricht sich die Landrätin „ein detaillierteres Bild über die regionalen Unterschiede in der notärztlichen Versorgung, um möglichen Handlungsbedarf zu ermitteln.“ Der Bericht wird erneut von den Experten der Projektgruppe „OnePlan“ der Technischen Universität Kaiserslautern vorgelegt, die für das Land das innovative Software-Tool zur strategischen Planung und Analyse im Rettungsdienst entwickelt haben. Durch einen weiteren unabhängigen Gutachter soll die Auswertung dann analysiert und eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen abgegeben werden.

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Vorliegen sollen die Ergebnisse bis zum Sommer

Bis dahin wird auch die bereits Ende 2020 beauftragte Bedarfs- und Standortanalyse von Rettungswachen im Rettungsdienstbereich Rheinhessen durch das Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik vorliegen. „Damit haben wir dann eine umfassende Entscheidungsgrundlage für die Bedarfsplanung im gesamten Rettungsdienstbereich“, beschreibt Dorothea Schäfer ihre Erwartung.

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20. Ball des Weines im Kurhaus in Wiesbaden

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kurhaus Wiesbaden
kurhaus Wiesbaden

Am 14. Mai 2022 erstrahlt das Wiesbadener Kurhaus in festlichem Glanz. Nach zwei außergewöhnlichen Jahren freut sich der Verband Deutscher Prädikatsweingüter e.V. (VDP) den 20. „Ball des Weines“ in Wiesbaden zu feiern.


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Diesmal auch im Zeichen der Hilfsbereitschaft

Zwanzig Jahre „Ball des Weines“ – das steht für eine Veranstaltung, die aus Liebe zum Wein in Freundschaft mit all‘ ihren Partnern, Freundinnen und Freunden zu einer ganz besonderen Ball-Familie zusammengewachsen ist. Und genau deshalb steht der 20. „Ball des Weines“ diesmal auch im Zeichen der Hilfsbereitschaft. Aus Überzeugung nutzt man die Gelegenheit, um Spenden zu sammeln und diese über die „Csilla von Boeselager Stiftung Osteuropa Hilfe e. V.“ an die Menschen aus der Ukraine zu bringen, die fliehen mussten und nun vor dem Nichts stehen.

Viele langjährige Partner aber auch einige Neuzugänge aus der des Genusses sind mit dabei. Für Genüsse auf den Tellern sorgen zum Beispiel Ingo Holland vom „Alten Gewürzamt“ und Kurhaus-Nachbar Michael Kammermeier aus der „Ente“. Bereits eine Institution ist die Austernbar des „Frische Paradies“ im Foyer. Kleine Köstlichkeiten und spannende Überraschungen für den Gaumen halten „Flach Service-Bund“ und „Koppert Cress“, die Aroma Architekten, für die Gäste bereit. Als Neuer im Bunde wird das Hohensteiner „Hofgut Georgenthal“ sich in die Herzen der Ballgäste kochen. Doch die absoluten Superstars des Abends sind die Weine der VDP.Winzerinnen und Winzer, ausgewählt mit Bedacht, und mit viel Sachverstand zusammen gestellt für diesen einmaligen Abend. Aus gegebenem Anlass werden Weine aus 20 Jahrgängen zu verkosten sein.

20. Ball des weines im kurhaus in wiesbaden
Foto: Ball des Weines

Der Erlös der Jubiläums-Tombola geht an die „Csilla von Boeselager Stiftung Osteuropa Hilfe e. V.“

Eröffnet wird die Gala im Ballsaal um 19.00 Uhr mit einem feinen Menü von „BENNER’s Bistronomie“, Weinen der VDP.Prädikatsweingüter und einem vielseitigem Bühnenprogramm. Der Erlös der Jubiläums-Tombola geht zu 100 Prozent an die „Csilla von Boeselager Stiftung Osteuropa Hilfe e. V.“. Das gilt auch für die Spenden, die zum Beispiel beim Diamantenschürfen eingesammelt werden. Und auch der Rheingauer Künstler Michael Apitz hat aktive Hilfe zugesagt. Er wird ein Bild stiften, das für den guten Zweck verkauft werden soll.

„Zum Wohl auf 20 Jahre Ballgeschichte!“

Für die Besucherinnen und Besucher mit Flanierkarten öffnen sich um 20.30 Uhr die Tore zu einer kulinarisch-kommunikativen Entdeckungsreise. Alle Räume stehen im Zeichen einer Blume und laden als ein bunter Strauß auf die weinfrohe, genussvolle Flaniermeile ein. Wo schon zu Kaisers Zeiten großartige Feste gefeiert wurden, heißt es dann „Zum Wohl auf 20 Jahre Ballgeschichte!“.

Zwanzig Jahre Ball des Weines – das ist eine Ballgeschichte, die Menschen zusammengebracht hat. Unvergesslich auch die mit viel Liebe und Kreativität ausgewählten Motti, unter die die Veranstaltungen gestellt waren. Ob „Dolce Vita“ oder „Glücksgefühle“, „Hollywood Moments“, „Manege frei“ oder „Der Traubenadler auf Reisen“ …  stets trafen die Inszenierungen mitten ins Herz hinein. Diesmal braucht es kein besonderes Motto, denn „20 Jahre Ball des Weines“ sind Grund genug, zum Feiern.

Weitere Informationen zum Event

Alle Gäste werden gebeten, sich eigenverantwortlich vor dem Ballbesuch zu Hause oder in einem Testzentrum testen zu lassen. So ist sichergestellt, dass auch vor dem aktuellen Hintergrund unbeschwert gefeiert werden kann.

  • Informationen zum „Ball des Weines“ unter balldesweines.de
  • Restliche Flanierkarten über die Tourist Information Wiesbaden: Tel. 0611 17 29 930
  • Einzelne Galakarten: Projektbüro: info@balldesweines.de; Tel. 06722 75 05 215.
  • Alle Preiskategorien beinhalten neben dem Eintritt auch alle Genüsse des Abends

 

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Restart: Ilka Waßmann über Veränderungen in der Veranstaltungsbranche

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Ilka Wassmann Profilbild e1646051916908
Ilka Wassmann Profilbild e1646051916908

Zukunftsfähig durchstarten, das haben viele Unternehmerinnen und Unternehmer pandemiebedingt getan oder tun müssen. Entstanden sind zukunftsweisende Ansätze, was aus Krisen entstehen kann. Das macht Hoffnung, auch wenn wir aktuell in eine neue Krise geraten sind, die uns allen bewusst macht, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Wir können dennoch gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und Gutes voranbringen – hier vor Ort, in Europa und darüber hinaus.

In unserer mehrteiligen Serie „Zukunftspotenziale von Unternehmen in unserer Region“ zeigen die Interviewpartnerinnen und -partner wie sie trotz aller Herausforderungen, mit Tatkraft –immer wieder- zukunftsfähig durchstarten.

In dieser Folge haben wir mit Ilka Waßmann über die Veränderungen in der Veranstaltungsbranche gesprochen.

Ilka Waßmann ist seit dem Jahr 2016 bei der Halle 45 beschäftigt. Dort übernahm sie die Leitung Kommunikation & Marketing, wo schließlich auch die Idee der Unternehmer-Netzwerkmesse KONEKT entstand, bei der sie als Prokuristin ebenfalls den Bereich Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

Was verändert sich aktuell für Unternehmen in unserer Region?

Ich glaube, grundsätzlich mussten Anfang 2020 nahezu alle Betriebe feststellen, dass die digitale Transformation mit riesigen Sprüngen auf uns zukam. Wir sprechen schließlich schon lange in der deutschen Wirtschaft darüber, dass in diesem Bereich Nachholbedarf besteht. Mit Beginn der Pandemie 2020 standen dann alle plötzlich vor genau diesem Problem. Ich denke, dass genau das für viele ein Antrieb war. Man hat sich durch Corona plötzlich damit auseinandersetzen müssen und sich gefragt, was für eine erfolgreiche Digitalisierung im eigenen Unternehmen notwendig ist.

Vorgesetzte und Mitarbeiter mussten sich dafür natürlich überlegen, wie man Prozesse möglichst schnell und effektiv verändern kann. Wen man dafür braucht und wer der richtige Ansprechpartner ist. Ich glaube, hier hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, die passenden Dienstleister und Partner mit der entsprechenden Expertise zu finden. Wenn man es dann noch schafft, regionale Partner an seiner Seite zu haben, können solche, für viele einfach hoch komplexen Prozesse sehr viel einfacher erfolgreich umgesetzt werden. Schließlich ist es immer eine Vertrauensbasis und durch die regionale Verbundenheit entsteht oft auch eine ganz besondere Dynamik.

Aufgrund der Rückmeldungen, die ich zu diesem Thema bekommen habe, glaube ich aber, dass das bei vielen Unternehmen sehr gut funktioniert hat. Natürlich auch deshalb, weil beispielsweise die IHK sehr gute Angebote hat, um Firmen den Zugang zur Digitalisierung zu erleichtern. Und das schon ganz früh als der Lockdown begann.

An welchen Stellen wurden für Sie die Veränderungen besonders deutlich?

Für uns selbst war es mit Beginn der Pandemie im März 2020 so, dass die 5. KONEKT, das Jubiläum unserer Netzwerkmesse, am 2. April ins Haus stand. Plötzlich kam dann der Lockdown. Aufgrund des Veranstaltungsverbotes war es also völlig klar, dass die KONEKT nicht stattfinden konnte, weshalb wir die Veranstaltung erstmal auf unbestimmte Zeit verschieben mussten. Zeitgleich kam es auch bei den anderen Events, die in der Halle 45 geplanten waren, zu zahlreichen Verschiebungen oder auch Absagen.

Da hat sich dann auch für uns zum ersten Mal gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk an Geschäftspartnern und Dienstleistern ist. Wir haben eigentlich sofort gemeinsam mit unserem Technikdienstleister, der Firma Soundline aus Mainz, beschlossen, nicht tatenlos bleiben zu wollen. Und wir hatten die besten Voraussetzungen. Wir haben eine tolle Location und Soundline sind die Experten in Sachen Veranstaltungstechnik. Das war die Geburtsstunde unserer Streamingplattform H45.TV – Das Kulturwohnzimmer. Noch vor Mitte April 2020 sind wir gestartet und wollten so einen kleinen Beitrag liefern, um das kulturelle Leben aufrecht zu erhalten. Das Ziel: Ein kostenfreies Kulturprogramm auf die heimischen Bildschirme zu transportieren und den Menschen zuhause ein bisschen Freude und Abwechslung zu bieten.

Insgesamt haben wir 35 Shows produziert, immer live aus der HALLE 45 – zumindest was die Protagonisten angeht. Die Zuschauer konnten bequem auf dem heimischen Balkon einschalten. Es stand fest, dass es ein kostenfreies Angebot sein sollte, unsere Künstler aber natürlich auch in einer schwierigen Situation waren. Also beschlossen wir, es spendenbasiert anzubieten. Und hier hat sich gezeigt, dass das geht. Die eingegangenen Spenden der jeweiligen Show wurden dann zu gleichen Teilen zwischen den Künstlern, Soundline und uns aufgeteilt. Ich glaube, wir waren damals die ersten Anbieter solch einer Plattform, nach und nach kamen weitere Kollegen hinzu.

Diese Kombi aus live und digital hatte natürlich nicht nur Vorteile. Für uns aber ohne jeden Zweifel, weil wir unsere Partnerschaft mit Soundline noch weiter intensiviert haben. Dies führte dazu, dass wir jetzt auch noch eine zusätzliche Location direkt gegenüber der Halle 45 dazu genommen haben, in der sich nun ein festes Streaming-Studio befindet. Das war gerade in der letzten Zeit ein großer Vorteil, so konnten wir unseren Kunden komplette Streaming-Pakete anbieten. Das ging allerdings nur, weil wir mit Soundline auch den passenden Partner an unserer Seite wissen.

Durch H45tv kamen wir außerdem auf die Idee, unsere verschobene Netzwerkmesse KONEKT zumindest in abgeschwächter Form online stattfinden zu lassen. Eine Diskussionsrunde, in der wir unsere Aussteller gefragt haben, wie sie die KONEKT und deren Weiterentwicklung zukünftig sehen. Zum Hintergrund, wir haben langfristig immer geplant, die Live-Veranstaltung digital zu verlängern. Eine Art Unternehmerplattform, auf der jede Firma ihr eigenes Profil besitzt und dies pflegen kann. Nennen wir es regionales Google, denn natürlich sollen die Unternehmen mit Ihren Dienstleistungen auch gefunden werden. Und auch hier ging es schneller als geplant, wir haben die passenden IT-Agentur gefunden und mittlerweile stehen 50% des Vorhabens. Vor allem ist dies aber der Vorbau für die Unternehmensplattform. Ohne Corona wären wir jetzt noch nicht in diesem Stadium. Ich freu mich, wenn es so weit ist und dann der KONEKT-Live-Spirit auch digital erlebbar wird und überregionales Netzwerken ermöglicht.

Wie schätzen Sie die Situation der Künstler aktuell ein?

Die Künstler haben es während der Pandemie sehr schwer gehabt. Natürlich nehmen vor allem größere Musiker, die nochmal ganz andere Möglichkeiten haben, auch weiterhin Alben auf. Das machen sie normalerweise auch aus dem Grund, weil man dann anschließend auf Tour geht und nach Möglichkeit Geld verdient. In Zeiten von Spotify und Napster ist das nur allzu verständlich.

Ich will mir gar nicht ausmalen, wie es für kleinere Bands oder Unterhaltungskünstler sein muss. Wenn man ohnehin schon zu kämpfen hatte, um Auftritte zu bekommen, wurde das während Corona noch viel schwieriger. Das macht viel mit den Menschen und muss einen immensen Druck aufbauen, ob es jetzt die Künstler, die Einzelunternehmer als Freelancer, die Agenturen oder die Rowdys auf Konzerten sind. Das ist Wahnsinn, wie viele Schicksale da dranhängen. Ich bin gespannt, wo wir in vier Jahren stehen, wie viele Künstler noch da sind, wie viele Menschen noch in dieser Branche tätig sind oder wie viele sich umorientiert haben, weil sie in der Pandemie dazu gezwungen wurden.

Welche Entwicklungen sehen Sie kurz- und langfristig?

Wir, als Team der HALLE 45 glauben nicht, dass die Veranstaltungsbranche nach Corona die gleiche sein wird, wie davor. Das ist aber in gewisser Weise auch gut so. Denn besonders in der Veranstaltungsbranche ist Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein großes Thema. Das fängt schon beim Catering und dem Einweggeschirr an und setzt sich mit teilweise sehr langen Anreisewegen fort. Ich glaube in dieser Branche wird künftig vor allem bei großen Konferenzen, bei denen viel internationales Publikum zusammengezogen wird, öfter die Frage gestellt, ob das wirklich sein muss. Dank der, plötzlich dann doch sehr schnellen, technischen Entwicklung im Bereich Streaming, werden internationale Teilnehmer sicher vermehrt digital dazugeschaltet. Ich denke, das wird ein riesen Trend und das ist gut und vernünftig.

Für uns als Veranstalter ist es aber genauso toll zu sehen, dass der Wunsch nach Live-Events weiterhin ungebrochen ist. Denn bei Events geht es vor allem auch um das persönliche Zusammentreffen von Menschen und genau das kann man einfach nicht digitalisieren. Es ist daher auch ein persönlicher Wunsch von mir, dass sich das so schnell nicht ändert. Ich mag echte Begegnungen lieber, echte Mimik und Reaktionsfähigkeit

Welche Prozesse werden Sie auch künftig beibehalten?

Auch wir haben während der Pandemie zahlreiche Prozesse vereinfacht und nachhaltiger gestaltet. Wenn beispielsweise eine Hamburger Agentur bei uns ein Event plant, dann müssen die Verantwortlichen vorab nicht zwingend nach Mainz reisen, um die Räumlichkeiten zu besichtigen. Dafür haben wir auf unserer Webseite einen digitalen 360 Grad-Rundgang installiert, so kann man die Halle 45 besichtigen ohne sich aus dem Büro zu bewegen. Das Schöne ist, dass es echte Aufnahmen sind, die echten Räumen, die ich durchlaufen kann und nicht einfach nur ein computeranimiertes Modell. Hier sieht man alle Macken, alle nicht so schönen Ecken, was unsere Locations aber auch ausmacht. Nicht zuletzt war seit unserem Start 2016 unser Mottospruch „The worst crime is faking it“, den uns Kurt Cobain vermacht hat.

Insgesamt versuchen wir so gut es geht nachhaltig zu arbeiten. Das Video-Calls mittlerweile voll akzeptiert sind, ist eine tolle Entwicklung, denn auch das geht schneller, einfacher und schont die Umwelt. Umso schöner, wenn man dann auch noch in der Umsetzung der Events auf Regionalität setzt. Bei einer Großveranstaltung kommen derart viele Gewerke zusammen und mit unseren Preferred Partnern im Bereich Catering und Technik versuchen wir genau das zu unterstreichen. Messerich Catering und Soundline sind sozusagen direkte Nachbarn, näher dran ist fast nicht möglich.

Und ich bin sicher, dass es noch viel besser gemacht werden kann. Es gibt immer Dinge zu optimieren, aber dieser Prozess macht total Spaß und ich weiß, dass es meinen Kollegen da nicht anders geht und so freue ich mich sehr auf unseren weiteren Weg bei der Halle 45.


Kommentar von Anke Schiffer-Chollet

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Anke Schiffer-Chollet, Coach bei Restart

„Ilka Waßmann sieht die „Pandemie als Beschleuniger“ für manche Trends wie Digitalisierung, (und daran gekoppelt) Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Durch die Corona Pandemie und das damit verordnete Veranstaltungsverbot entstand gemeinsam mit der Mainzer Veranstaltungstechnikfirma Soundline die Idee, Künstlern über eine Streaming-Plattform eine Bühne zu geben und somit ein Kulturangebot aufrecht zu erhalten.

Trotz vielseitiger und sinnvoller neuer Möglichkeiten steht eins für Ilka Waßmann im Mittelpunkt: Eine gute regionale Zusammenarbeit und ein vertrauensvolles Netzwerk an Partnern.“

 


Über Restart

Sie sind selbständig oder haben ein kleines Unternehmen und stecken gerade auch mitten in Veränderungen oder Schwierigkeiten? Gerne sortieren wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Fragen, Ideen und Themen und erarbeiten Wege, damit Sie (wieder) zukunftsfähig durchstarten können. Möchten Sie mitmachen? Sie erreichen das Team unter www.restart.vision, per Mail an restart@mki-ev.de oder telefonisch unter 06131 217 11 92.

Die Teilnahme an „Restart – zukunftsfähig durchstarten“ ist für Selbständige, Freiberufler/-innen und Kleinstunternehmen in Rheinland-Pfalz kostenfrei. Dies wird ermöglicht durch die Förderung im Rahmen der Arbeitsmarkt­initiative #rechargeRLP. Sie wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des EU-Hilfsprogramms REACT-EU über den Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt.

 

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Vollsperrung bei Waldböckelheim für mehrere Wochen

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Vollsperrung in Mainz
Baustelle Symbolbild

Ab dem 2. Mai 2022 bis voraussichtlich Ende Juli 2022 wird der Knotenpunkt „Hauptstraße, Meisenheimer Straße, Steinhardter Straße in Waldböckelheim zu einem Mini-Kreisverkehrsplatz im Rahmen der bereits laufenden Baumaßnahmen der Landstraße  L234 umgebaut. Auch diese Arbeiten können nur unter Vollsperrung für den Durchgangsverkehr ausgeführt werden.


Die Bauarbeiten dauern weiter an

Die Umleitungsstrecke bleibt im Wesentlichen unverändert und führt über die L 234 in Richtung Staudernheim. weiter über die L 232 in Richtung Bad Sobernheim, über die L 233 in Richtung Steinhardt und über die B 41 in Richtung Bad Kreuznach, und umgekehrt. Die Bauarbeiten in diesem Abschnitt dauern an.

Im Anschluss daran erfolgt noch eine Asphaltdeckschichterneuerung und der barrierefreie Umbau zweier Bushaltestellen im Zuge der L234 „Kreuznacher Straße“. Über diese Arbeiten werden wir zu gegebener Zeit eine gesonderte Pressemitteilung herausgeben.

Der LBM Bad Kreuznach bittet die Verkehrsteilnehmer und vor allem die Anlieger weiterhin um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen.

Feuerwehr im Einsatz in Eich – Zwei Bewohner aus dem Haus gerettet

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Am Donnerstagmorgen (28. April 2022) kam es gegen 8:00 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz im Alsheimer Weg in Eich (Landkreis Alzey-Worms). Dort war im Keller eines Wohnhauses ein Feuer ausgebrochen. BYC-News war vor Ort.


Feuerwehr rettete die Bewohner

Wie der stellvertretende Wehrleiter der Feuerwehr vor Ort gegenüber dieser Online-Zeitung mitteilte, war das Feuer im Keller durch einen technischen Defekt an einer Wasseraufbereitsunganlage ausgebrochen.

Beide Hausbewohner mussten von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden. Anschließend wurden die beiden Personen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Räume nicht mehr bewohnbar

Nachdem die Feuerwehr den Brand zeitnah löschen könnte, wurden die verrauchten Räumlichkeiten belüftet. Das Erdgeschoss des Wohnhauses ist zunächst nicht mehr bewohnbar.

Im Einsatz waren:

  • die Feuerwehr Hamm
  • die Feuerwehr Eich
  • der Rettungsdienst
  • die Polizei

Boehringer Ingelheim versorgte täglich 100 Flüchtlinge aus der Ukraine

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Boehringer Ingelheim
Boehringer Ingelheim

Anfang März musste alles schnell gehen: Bereits zu Beginn des Krieges in der Ukraine bereitete sich der Landkreis darauf vor, dass Geflüchtete auch ihren Weg nach Mainz-Bingen finden könnten. Deshalb wurde sofort gehandelt und zwischenzeitlich die Turnhalle des Sebastian-Münster-Gymnasiums (SMG) in Ingelheim als Notunterkunft für das Wochenende und die Nacht ausgestattet. Neben Feldbetten wurde auch die Verpflegung der Geflüchteten sichergestellt. Hier unterstützte das Unternehmen Boehringer Ingelheim in großem Maße.


Täglich sorgte das Unternehmen dafür, dass mindestens 100 Personen mit Frühstück und Abendessen sowie einem warmen Mittagessen versorgt werden konnten

Zusätzlich gab es Obst und warme Getränke für die Geflüchteten und Helfer. „Wir sind sehr dankbar, dass Boehringer Ingelheim warme Mahlzeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner der  SMG-Halle lieferte, alles lief reibungslos“, bedankt sich Landrätin Dorothea Schäfer. Weiterhin hatte das Unternehmen auch Kühlschränke sowie Küchenmöbel und -utensilien bereitgestellt. „Das macht es einfacher für uns, uns auf die ebenfalls wichtigen Aufgaben zu konzentrieren, wie etwa die Anmeldung oder die Verteilung der Geflüchteten“, führt die Kreisbeigeordnete Almut Schultheiß-Lehn weiter aus. Zusätzlich sorgte das Unternehmen dafür, dass der anfallende Müll abtransportiert werden konnte. Dies alles hat das Unternehmen nun gespendet – anfallende Kosten wurden der Kreisverwaltung nicht in Rechnung gestellt.

Die Turnhalle am SMG war als Not- und Durchgangsquartier genutzt worden. Seit dem 31. März steht sie wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Wie berichtet, hat der Landkreis mittlerweile die sogenannten Holzhäuser als Notunterkunft hergerichtet. Auch dort wird derzeit die Verpflegung der Geflüchteten von Boehringer Ingelheim sichergestellt.

Autodiebe klauen BMW 5er in Kriftel

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Autoknacker

In der Nacht zum Mittwoch (27. April 2022) haben bislang unbekannte Autodiebe einen weißen BMW der 5er Reihe im Wert von etwa 37.000 Euro in der Sittigstraße in Kriftel gestohlen. An dem entwendeten Fahrzeug waren zuletzt die amtlichen Kennzeichen MTK-K 543 angebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer (06192) 2079-0 entgegen.

Festnahme nach Raubüberfällen in Ginsheim-Gustavsburg und Mörfelden-Walldorf

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Im Zeitraum zwischen dem 4. März 2022 und dem 12. März 2022 kam es in Mörfelden-Walldorf und Ginsheim-Gustavsburg zu insgesamt drei Raubüberfallen. Wie die Polizei nun mitteilt, konnten zwei Personen festgenommen werden, die im Verdacht stehen, diese drei Überfälle begangen zu haben.


Was war geschehen?

Am Freitagabend (4. März 2022) kam es zu einem Raubüberfall in Mörfelden-Walldorf. Eine 74-jährige Kioskmitarbeiterin in der Langstraße (Stadtteil Walldorf) wurde gegen 20.30 Uhr, von zwei Tätern mit Messern bedroht und zur Herausgabe von Geld aufgefordert.

Am Freitagabend (11. März 2022) kam es gegen 21:00 Uhr zu einem Einsatz von Polizei und Rettungsdienst in der Darmstädter Landstraße im Stadtteil Gustavsburg. Mehrere Streifenwagen der Polizei waren in Gustavsburg unterwegs und suchten das Gebiet ab.

Am Samstagabend (12. März 2022) kam es erneut zu einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Internet-Cafe mit einem angegliedertem Kiosk in der Langener Straße in Mörfelden-Walldorf.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei vermelden Ermittlungserfolg

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen und nach Auswertung von Spuren und Videoaufzeichnungen von den Tatorten, ergab sich anschließend ein Tatverdacht gegen zwei 17 und 19 Jahre alte Männer aus Rüsselsheim. Im Rahmen von auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt beantragten richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen wurden die beiden Tatverdächtigen am Dienstag (26. April 2022) von der Kriminalpolizei festgenommen und anschließend beim Amtsgericht vorgeführt. Der Richter erließ gegen beide Haftbefehl wegen des Verdachts des schweren Raubes. Die Männer wurden anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Sommerreifen kaufen – darauf kommt es an

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An dem Zustand der Winter- / oder Sommerreifen hängt die Sicherheit beim Autofahren. Wird aufgrund der Jahreszeit ein Reifenwechsel notwendig, müssen die bisher gefahrenen Winter- oder Sommerreifen auf Defekte untersucht werden. Nicht nur ein abgefahrenes Profil macht einen Reifentausch erforderlich.

Worauf es beim Sommerreifen kaufen ankommt

Nachfolgend erfahren Sie, was Sie beim „Sommerreifen kaufen“ beachten müssen.

Wie unterscheiden sich Winter- und Sommerreifen?

Sommer- und Winterreifen haben nicht nur ein unterschiedliches Profil, sondern auch eine andere Gummimischung. In den kalten Wintermonaten brauchen Reifen bei Eis und Schnee einen besonders guten Grip. Die Profilrillen bei Winterreifen sind daher bedeutend breiter, als bei den Reifen für den Sommer. In den breiten Rillen wird Schnee eingeschlossen, der beim Fahren den Grip erhöht, weil die Haftung der mit Schnee gefüllten Rillen auf einer Schneefläche besonders gut ist. Bei starken Regen mindern breite Profilrillen die Gefahr von Aquaplaning.

Winterreifen verfügen zudem über eine weichere Gummimischung als Sommerreifen. Dadurch soll verhindert werden, dass sich die Reifen aufgrund der niedrigen Temperaturen verhärten. Wer Winterreifen im Sommer fährt, muss daher mit einem verstärkten Abrieb rechnen. Aufgrund der weichen Gummimischung fährt sich an heißen Tagen das Profil schneller ab. Hinzu kommt dabei noch ein erhöhter Spritverbrauch. Die härtere Gummimischung der Sommerreifen verhärtet bei tiefen Temperaturen noch mehr, daher kommt das Fahrzeug schneller ins Rutschen.

Welche Profiltiefe in mm ein Sommerreifen haben?

Abgefahrene Reifen sind unsicher und verursachen schnell einen Unfall. Aus dem Grund schreibt der Gesetzgeber eine Mindestprofitiefe vor, die nicht unterschritten werden darf. Mindestens 1,6 mm Profil müssen Reifen haben. Wird dieses Minimum unterschritten, muss ein Bußgeld von 120 Euro gezahlt werden. Hinzu kommt noch ein Punkt. Neue Reifen verfügen über eine Profiltiefe zwischen 8 und 9 mm. Die Profiltiefe sollte in unterschiedlichen Bereichen der Lauffläche des Reifens gemessen werden, da sich Reifen manchmal ungleichmäßig abfahren. Damit die Autofahrten wirklich sicher sind, sollte die Profiltiefe in allen Bereichen mindestens 1,6 mm betragen. Zum Messen der Profiltiefe kann ein einfacher Tiefenmesser verwendet werden. Alternativ, wenn Sie keinen Tiefenmesser besitzen, kann die Profiltiefe mit einer 1-Euro-Münze gemessen werden. Der äußere Goldrand der Münze ist 3 mm breit. Wird die Münze in eine Profilrille gesteckt und der goldene Rand ist nicht zusehen, dann ist das Profil noch mindestens 3 mm tief.

Wann sollten die Winterreifen gegen Sommerreifen getauscht werden?

In vielen Ländern wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben, wann die Sommer- oder Winterreifen gewechselt werden sollen. An diese Daten sollte sich jeder Autofahrer halten. Dennoch ist es wichtig, dass die Reifen immer der Witterung angepasst gefahren werden. In manchen Jahren hat es noch April bis Anfang Mai geschneit. Jeder verantwortungsvolle Autofahrer sollte daher stets vor dem Reifenwechsel einen Blick auf die Wettervorhersage werfen. Nicht nur Schnee kann den Reifenwechsel hinauszögern, sondern auch Frost. Die Nachttemperaturen sollten nicht mehr unter 7 Grad Celsius fallen, wenn die Reifen gewechselt werden sollen. Frost kann sehr gefährlich werden. Vor allem dann, wenn überfrierender Nebel aufkommt und die Gummilegierung des Reifen sich aufgrund der Kälte noch mehr verfestigt. Ein Auto kommt dadurch bei einer Vollbremsung oder in Kurven schneller ins Schleudern und ist nicht mehr so gut unter Kontrolle zu bekommen, wie z. B. mit Winterreifen.

Wie viele Jahre dürfen Sommerreifen maximal gefahren werden?

In der Regel werden Autos so häufig gefahren, dass das Alter von Reifen keine Rolle spielt, weil vorher die Profiltiefe zu gering wird. Dennoch gibt es Ausnahmen. Wird ein Anhänger, der eine Sonderzulassung für eine Maximalgeschwindigkeit bis 100 km/h hat, nur selten gefahren, fährt sich das Profil kaum ab. In dem Fall gilt § 3 der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO. Dieser besagt, dass die Reifen nicht älter als 6 Jahre sein dürfen. Für andere Fahrzeuge und Nutzungsarten von Reifen ist vom Gesetzgeber kein Höchstalter angegeben. Es ist daher stets wichtig, dass Sie sich beim Reifenwechsel den Zustand aller Reifen genau anschauen. Hierbei geht es nicht nur um die Profiltiefe. Beulen, Dellen oder Abschürfungen können das Platzen von einem Reifen verursachen.

In dem Fall sollte der Reifen ersetzt werden, auch dann, wenn er nicht, zu alt ist und die Profiltiefe passt. Reifen sollten immer Achsweise von gleicher Bauart sein. Muss ein Reifen ausgetauscht werden, sollten daher immer gleich beide Reifen der Achse gewechselt werden. Bevor beide Reifen (auch der, der keinen Schaden aufweist) entsorgt werden, sollten Sie einen Blick auf das Reserverad werfen. Das Reserverad wird oft vernachlässigt und nur selten überprüft. Sie könnten den Reifen vom Reserverad mit dem intakten 2. Reifen der Achse tauschen, wenn dieser in einem besseren Zustand ist, als der Reifen vom Reserverad. Vergessen Sie dabei nicht auf das Herstellungsdatum der beiden Reifen zu schauen.

Blaulichtgewitter am Fastnachtsbrunnen in der Altstadt von Mainz

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Am Schillerplatz in der Landeshauptstadt Mainz, unweit des berühmten Fastnachtbrunnens kam es am späten Mittwochabend (27. April 2022) zu einem Einsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Durch den Einsatz wurde sogar kurzzeitig der Bahn- und Busverkehr eingestellt. BYC-News war vor Ort.


Anruferin meldet Feuer im Dachgeschoss

Eine Passantin, welche auf dem Schillerplatz unterwegs war, meldete gegen 22:10 Uhr über Notruf, dass aus den Fenstern im Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses am Schillerplatz Feuer und Rauch dringen würde. Umgehend lösten die Disponenten der Feuerwehrleitstelle Alarm aus. Gleich beide Feuerwachen, sowie die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Stadt wurden alarmiert. Auch der Rettungsdienst des ASB Mainz, sowie mehrere Funkstreifenwagen der Polizei eilten zur Einsatzstelle.

Drehleiter im Einsatz

Vor Ort angekommen, konnten die Einsatzkräfte keine Feststellungen machen. Es war kein Rauch und kein Feuer sichtbar. Der Einsatzleiter Michael Engelhardt ließ die Drehleiter in Stellung bringen, um das Dach des Hauses, in dem auch das Café Extrablatt untergebracht ist, zu kontrollieren. Die Kontrolle brachte jedoch auch kein Feuer und kein Rauch zum Vorschein, sodass der Einsatz gegen 22:40 Uhr beendet werden konnte.

ÖPNV durch Einsatz stark eingeschränkt

Durch den Einsatz sperrte die Polizei den Schillerplatz für den Verkehr großräumig ab. So wurde die Schillerstraße ab der Kleinen Langgasse gesperrt. Dies hatte zufolge, dass die Straßenbahn der Mainzer Mobilität ungewollt eine Zwangspause machen musste. Der Busverkehr, welcher sonst über den Schillerplatz und die Schillerstraße verläuft, wurde ab der Großen Langgasse umgeleitet.

Im Einsatz waren:

  • Mehrere Streifenwagen der Mainzer Polizei
  • Die Berufsfeuerwehr Mainz Wache 1
  • Die Berufsfeuerwehr Mainz Wache 2
  • Die Freiwillige Feuerwehr Mainz-Stadt
  • Der ASB Rettungsdienst

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Rheingau-Taunus: Warnung der Polizei und dringender Appell

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Warnung Polizei
Warnung Polizei

Im Laufe der letzten Tages erhielten erneut mehrere Bürgerinnen und Bürger aus dem Rheingau-Taunus-Kreis betrügerische Anrufe und Nachrichten, die allesamt dasselbe Ziel hatten, nämlich an das Geld der Angerufenen zu gelangen. Eine Frau und ein Mann aus Geisenheim erhielten jeweils einen ähnlichen Anruf.


Betrüger geben sich als Angehörige aus

Das Gegenüber am Telefon gab sich als nahe Angehörige aus und schilderte von einem schweren Unfall. Man solle die angebliche Verwandte mit einer Geldüberweisung unterstützen, andernfalls warte eine Gefängnisstrafe auf sie. In beiden Fällen wurde kein Geld überwiesen. Eine Walluferin erhielt einen ganz anderen Anruf. Hier wurde ihr von einer unbekannten Frau mitgeteilt, sie habe eine hohe Geldsumme gewonnen. Die Tatsache, dass sie bei keinem entsprechenden Gewinnspiel teilgenommen hatte und dass die Unbekannte als Gegenleistung für den Erhalt des Gewinnes eine vierstellige Geldsumme verlangte, machte die Rheingauerin stutzig und das Gespräch wurde beendet. Auch eine Dame aus Niedernhausen wurde von Betrügern kontaktiert, diesmal über einen Messengerdienst. Hierbei gaben sich die Täter über eine unbekannte Nummer als Tochter der Niedernhausenerin aus und baten um finanzielle Unterstützung per Überweisung. Auch hier kam es zu keiner Überweisung, sodass in allen bekannt gewordenen Fällen kein finanzieller Schaden eintrat.

Gerade die Angst, Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen wird hier auf äußerst niederträchtige Art und Weise ausgenutzt

Die Polizei appelliert daher an die Bevölkerung, bei solchen Anrufen und Textnachrichten äußerst sensibel zu reagieren und sich nicht zu übereilten Geldübergaben überreden zu lassen. Im Zweifelsfall sollte die Polizei unter der 110 verständigt werden. Darüber hinaus wird in den meisten Fällen eine Rückversicherung bei den tatsächlichen Verwandten, Freunden oder Arbeitskollegen Klarheit bringen. Jüngeren Menschen empfiehlt die Polizei, sich mit ihren Eltern und Großeltern über diese perfiden Taten auszutauschen und damit für die notwendige Sensibilität zu sorgen. In jedem Fall können Sie sich sicher sein, dass die Polizei am Telefon niemals Ihre Vermögenswerte erfragen oder Geld bei Ihnen Zuhause abholen wird.

Seien Sie ebenso bei angeblichen Gewinnversprechen äußerst aufmerksam und sensibel. Immer wieder versuchen Betrüger mit dieser Masche an Geld zu gelangen. Es kann jeden als Opfer erwischen; leider ist die Versuchung auf einen großen Gewinn sehr groß. Schnell hat man sich auf die Spielchen der gewissenlosen Abzocker eingelassen. Bearbeitungsgebühr überweisen, Bargeld an der Haustür übergeben, Gutscheincodes telefonisch übermitteln; alles Maschen, um Sie um Ihr Erspartes zu bringen. Lassen Sie sich darauf niemals ein. Für einen Gewinn muss man nichts bezahlen!

Große Foodsharing-Aktion am Samstag in Mainz

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Symbolbild14
Symbolbild14

Stadtverwaltung Mainz: Am Samstag (30. April 2022) findet von 11.00 bis 19.00 Uhr auf dem Gutenbergplatz ein großer Aktionstag zum Lebensmittelretten in Mainz statt. Veranstalter sind foodsharing Mainz und die Psychologists/Psychotherapists for Future Mainz in Kooperation mit dem Agenda-Büro und dem Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz.


Infostände werden vor Ort sein

„Wir hoffen mit dieser Aktion Aufmerksamkeit zu schaffen“, so Denis Biesenbach von foodsharing Mainz. Pro Minute werden in Deutschland eine LKW-Ladung Lebensmittel weggeworfen. Foodsharing Mainz will dazu gemeinsam mit Partnern wie den Psychologists/Psychotherapists for Future Mainz aktiv werden. Daher werden am Samstag auch Alternativen zur Lebensmittelverschwendung über Konzepte wie die Solidarische Landwirtschaft und den Mainzer Mitgliederladen vorgestellt und erläutert. Sie sind mit Infoständen vertreten.

Unter dem Motto „17 Prozent aller Lebensmittel landen in der Tonne – hier können sie gerettet werden“, wird es am Samstag eine beeindruckende Präsentation, eine Sichtbarmachung der Verschwendung geben: die Aktiven sammeln alle „Abfälle“, die innerhalb von 24 Stunden in Mainz weggeschmissen worden wären. Diese essbaren Lebensmittel können dann ab 13.00 Uhr von den Bürger:innen mitgenommen werden. So retten die Mainzer:innen selbst die Lebensmittel. Veranschaulicht wird diese unglaubliche Menge zusätzlich durch die dafür benötigten Bio-Tonnen.

Mainz ist foodsharing Stadt

Neben den acht Fairteiler-Schränken in den Stadtteilen, insgesamt 1700 Aktiven in Mainz, etwa 110 laufenden Kooperationen mit Einzelhandel und Restaurants, gibt es Veranstaltungen und Planungen für konkrete Maßnahmen. Vor allem will foodsharing Mainz aber ein Umdenken bei den Konsumgewohnheiten erreichen. Dabei geht es um sehr viel: Umwelt- und Klimaschutz, natürliche Ressourcen schützen, Nachhaltigkeit fördern, einen Beitrag zur Beendigung des Welthungers leisten.

Die Landeshauptstadt Mainz hat im Februar die foodsharing Resolution unterschrieben, ist bundesweit die zwölfte foodsharing-Stadt und ist Teil der Initiative „Städte gegen Food Waste“.