Start Blog Seite 892

Versuchte Tötung in Wiesbaden – Polizei fahndet nach den flüchtigen Tätern

0
Symbolbild Polizeiabsperrung
Symbolbild Polizeiabsperrung

Bei einer Auseinandersetzung am Freitagabend (10. Juni 2022) ist in der Wiesbadener Innenstadt ein 44 Jahre alter Mann von mindestens zwei Personen angegriffen und verletzt worden. Die Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes übernommen und sucht weitere Zeugen.


-Werbeanzeige-

Die Fahndung nach den Tätern blieb bislang erfolglos

Wie die Polizei mitteilt, hielt sich der 44-Jährige gegen 20:25 Uhr im Bereich der Ecke Schwalbacher Straße / Coulinstraße auf, als er aus bisher unbekannten Gründen von zwei Männern mit Schlagwerkzeugen angegriffen wurde. Das Opfer flüchtete, wobei es seitens einer weiteren Person zu einer Schussabgabe gekommen sein soll. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.

Der durch die Schläge leichtverletzte Geschädigte wurde zur weiteren Befragung auf das 1. Polizeirevier verbracht. Gleichzeitig liefen intensive Fahndungsmaßnahmen nach den flüchtigen Tatverdächtigen. Nach Informationen der Polizei dürften sich das Opfer und die Täter vermutlich gekannt haben.

Der Tatortbereich wurde für die Spurensuche durch Experten der Kriminalpolizei abgesperrt. Bis dato dauern die Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen an.

-Werbeanzeige-

Personenbeschreibung eines Täters:

  • etwa 25 bis 45 Jahre alt
  • kräftig und muskulös
  • dunkle Hautfarbe
  • kurze Haare oder Glatze
  • Er soll nach der Tat in einem dunklen BMW geflüchtet sein

Die Kriminalpolizei in Wiesbaden ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes und erbittet weitere Hinweise zu dem Vorfall unter der Telefonnummer 0611 – 3450.

-Werbeanzeige-

Flucht vor Polizei endet mit Unfall in Zornheim

0

Zu einer Verfolgungsfahrt mit einem Skoda Kombi kam es in der Nacht von Freitag (10. Juni 2022) auf Samstag (11. Juni 2022) in Zornheim. Der Fahrer verunfallte letztendlich mit seinem Fahrzeug, sodass die Polizei den Mann festnehmen konnte.


-Werbeanzeige-

Fahrer versuchte sich Kontrolle zu entziehen

Gegen 02:00 Uhr fiel einer Streife der Polizeiinspektion 3 in Zornheim ein schwarzer Skoda Superb Kombi auf, welcher eine auffällige Fahrweise an den Tag oder besser gesagt die Nacht legte. Die Beamten entschlossen sich nach kurzer Verfolgung des dunklen Kombis das Fahrzeug zu kontrollieren. Dies kam dem 51-jährigen aus Selzen jedoch nicht in den Sinn, er missachtete die Anhaltezeichen der Beamten, sowie die geltenden Verkehrsregeln und trat aufs Gas. Er flüchtete in Richtung Ortskern im Schlepptau die Polizei mit Blaulicht und Martinshorn.

-Werbeanzeige-

Fahrzeug verunfallt bei der Flucht vor der Polizei

Nachdem der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit mehrfach versuchte durch Abbiegemanöver die Polizei abzuhängen, krachte der Fahrer mit seinem Skoda bei der Flucht letztendlich in der Breitestraße in Zornheim auf einem Wirtschaftsweg nahe der Hans-Steib-Halle in einen Zaun. Das Fahrzeug war nach dem Crash nicht mehr fahrbereit. Der 51-jährige aus Selzen blieb nach der Kollision mit dem Zaun im Fahrzeug sitzen und lies sich auch nach mehrfacher Aufforderung durch die Beamten, nicht dazu bewegen aus dem Fahrzeug zu steigen. Die Beamten halfen dem ganzen nach und zogen den 51-Jährigen aus dem Fahrzeug. Bei dieser Maßnahme kam nach Informationen die BYC-News vorliegen auch Pfefferspray zum Einsatz.

-Werbeanzeige-

Mehrere Verfahren gegen Fahrer eingeleitet

Die Polizei konnte bei dem Fahrer deutlichen Alkoholgeruch feststellen. Damit war klar, wieso sich der Fahrer der Kontrolle entziehen wollte. Er musste die Beamten mit auf die Dienststelle begleiten, auf der Dienststelle der Polizei auf dem Lerchenberg wurde ihm anschließend eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein konnte nicht sichergestellt werden, er hatte nämlich keinen. Auf den Selzener kommen im Anschluss gleich mehrere Verfahren wegen Trunkenheit am Steuer, Straßenverkehrsgefährdung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu. Der Skoda musste von einem Mainzer Abschleppunternehmen abgeschleppt werden. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die genaue Schadenshöhe ist aktuell unbekannt.

-Werbeanzeige-

Dramatischer Zugunfall in Mainz-Kastel

0
Unfall auf der A671
Unfall

In der Nacht von Freitag auf Samstag (11. Juni 2022) kam es gegen 00:30 Uhr zu einem tragischen Unfall an der Bahnstrecke in Mainz-Kastel. Eine 21 Jahre alte Frau wurde dort von einem Güterzug erfasst.


-Werbeanzeige-

Die Kriminalpolizei war ebenfalls kurzzeitig vor Ort

Wie die Bundespolizei auf Anfrage von BYC-News mitteilte, war die junge Frau mit ihrem Freund an der Bahnstrecke unterwegs. Die beiden waren stark betrunken und sind in einen Streit geraten. Als die 21-Jährige die Örtlichkeit verlassen wollte, sei sie „sturztrunken ins Gleis gefallen“ und wurde dort von dem Güterzug erfasst.

Wie der Sprecher weiter mitteilte, hatte die Frau großes Glück. Sie zog sich bei dem Unfall lediglich eine Beckenfraktur zu und schwebt glücklicherweise nicht in Lebensgefahr. Die Kripo sei zwischenzeitlich ebenfalls vor Ort gewesen, beendete jedoch ihre Ermittlungen, als feststand, dass es sich eindeutig um einen Unfall und keine Straftat handelte. Die weitere Bearbeitung des Falls hat schließlich die Bundespolizei übernommen.

-Werbeanzeige-

780 neue Wohnungen im Landkreis Mainz-Bingen

0
Bauarbeiter Eisenflechter
Bauarbeiter Eisenflechter

Vom Eigenheim bis zum Mehrfamilienhaus: Im Landkreis Mainz-Bingen wurden im vergangenen Jahr 780 neue Wohnungen gebaut. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Danach flossen in den Neubau Investitionen in Höhe von rund 269 Millionen Euro. „Zusätzliche Wohnungen sind ein wichtiger Beitrag gegen steigende Mieten. Wichtig ist dabei das bezahlbare Segment. Und es kommt vor allem darauf an, dass im sozialen Wohnungsbau noch mehr getan wird“, sagt Rüdiger Wunderlich.


-Werbeanzeige-

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz sieht insbesondere die Politik in der Pflicht

Der Wohnungsbau in der Region könne nur dann Power zeigen, wenn in Berlin und Mainz die richtigen Weichen gestellt würden. „Die Bundesregierung hat 400.000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen. Ein Viertel davon sollen Sozialwohnungen sein. Von diesem Ziel ist die Ampel-Koalition noch weit entfernt. Hier ist aber auch die Landespolitik gefordert“, so Wunderlich. Im vergangenen Jahr sind laut Statistik bundesweit lediglich 293.400 neue Wohnungen entstanden – 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem erschweren knappe Baumaterialien, steigende Energiepreise, Inflation und steigende Bauzinsen derzeit den Neubau, so die Gewerkschaft. Hinzu kämen ein hoher Fachkräftebedarf und unzureichende staatliche Förderungen.

Um vor allem „den lahmenden Bau von Sozialwohnungen voranzubringen“, schlägt die IG BAU ein „Sonderpaket sozialer Wohnungsbau“ vor. Die Mehrwertsteuer auf Sozialwohnungen solle von 19 auf sieben Prozent abgesenkt werden. Der Bau einer staatlich geförderten Wohnung würde nach Angaben der Gewerkschaft so um zehn Prozent günstiger. „Außerdem müssen Bund und Länder dringend das Baurecht vereinfachen. Es wird höchste Zeit, dass Genehmigungsverfahren schlanker und schneller werden. Zwischen Bauantrag und Baubeginn geht oft wertvolle Zeit verloren“, betont Wunderlich.

-Werbeanzeige-

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende verweist auf eine enorme Chance, um zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen: den Umbau bereits bestehender Gebäude

„Im Kreis Mainz-Bingen schlummert ein großes Potential in der Umnutzung von Altbauten. So lassen sich bei vielen Wohngebäuden, Büro-, Geschäfts- und Parkhäusern Dachetagen aufstocken. Dazu kommt – durch mehr Homeoffice – der Umbau von Büros zu Wohnungen.“ Gerade auch mit Blick auf den steigenden Wohnraumbedarf für die Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet sind, müssten alle Möglichkeiten genutzt werden.

An die Adresse der heimischen Baubranche macht der Gewerkschafter deutlich: „Viele Firmen suchen dringend Fachkräfte, um die Aufträge bewältigen zu können. Aber qualifizierte Maurer und Zimmerleute gewinnt nur, wer anständige Löhne zahlt und gute Arbeitsbedingungen bietet.“ Baubeschäftigte sollten sich nicht unter Wert verkaufen und auf einer tariflichen Bezahlung bestehen. Genug zu tun gebe es allemal, so Wunderlich.

-Werbeanzeige-

Skywalk: Den Wald vom Gipfel der Bäume aus betrachten

0
p 69118bild3Foto djdskywalk allgaeu
p 69118bild3Foto djdskywalk allgaeu

Entspannen, staunen und lernen zugleich – kaum ein Ort hält eine solche Vielfalt an positiven Wirkungen und Eindrücken bereit wie der Wald. Er ist Raum für Ruhe und Erholung und er fördert die Gesundheit. Ein Waldspaziergang von nur 15 Minuten reduziert nachweislich das Stressempfinden, senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz. Neben diesen gesundheitlichen Aspekten bietet der Wald immer neue Möglichkeiten, die Natur aus der Nähe zu betrachten und Abenteuer zu erleben. Gleichzeitig gibt es viel Leben im Wald, das dem menschlichen Auge weitgehend verborgen bleibt, weil es sich tief im Boden oder in luftiger Höhe abspielt. Für alle, die ihr Wissen rund um diesen faszinierenden Lebensraum erweitern möchten, empfiehlt sich der Besuch in einem Naturerlebnispark wie dem Naturpark Skywalk in Scheidegg im Allgäu. Hier haben Groß und Klein die Möglichkeit, ebenso fundiert wie spielerisch neue Facetten des Waldes kennenzulernen und sich für seine Wandlungsfähigkeit zu begeistern.


-Werbeanzeige-

540 Meter langer Spaziergang entlang der Baumwipfel

Im Naturpark kann man die Welt des Waldes mit allen Sinnen erfahren. Und dies aus ungewöhnlicher Perspektive: Denn die Hauptattraktion des Parks ist ein barrierefreier Baumwipfelpfad mit 540 Metern Länge. Der 40 Meter hohe Aussichtsturm sorgt für beeindruckende Ausblicke auf den Wald und in die Voralpenlandschaft bis hin zum Bodensee und zu den Allgäuer Alpen. Aktuelle Informationen sowie Veranstaltungshinweise für den auf 1.000 Höhenmetern gelegenen Naturerlebnispark findet man unter www.skywalk-allgaeu.de. Als Ergänzung gibt es für das vor allem bei Familien und Paaren beliebte Ausflugsziel ein generationsübergreifendes Begleitangebot.

-Werbeanzeige-

Viele Attraktionen in der neuen Saison

Ende Mai 2022 wird ein Naturerlebnisgarten eröffnet, der Einblicke in den Jahresverlauf der Bienen und Blüten ermöglichen soll. Für Aktive stehen ein großer Geschicklichkeitsparcours und ein Barfußpfad bereit. Entspannungssuchende können auf Relaxliegen den Bergblick genießen, während sich Kinder auf dem Abenteuerspielplatz oder im Streichelzoo vergnügen. Und nicht zuletzt lädt das das Restaurant mit ausgewählten Speisen und Getränken sowie einem Biergarten mit traumhaftem Bergblick ein. Zu den geplanten Highlights der Saison zählen zudem der sogenannte Skywalk-Lauf im April sowie das Maifest, ein Wiesen-Open-Air im Juni und ein Waldkonzert im Juli. Für Oktober sind ein Waldkräuterfest und eine Waldgeisterparty geplant. Die beliebte Waldweihnacht im Dezember beschließt das Veranstaltungsjahr. Besucher sollten ihre Tickets möglichst bereits im Voraus online erwerben. Denn die Gästezahl pro Tag ist aktuell begrenzt. Für Informationen empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf die Website des Naturerlebnisparks.


-Werbeanzeige-

Kinder der Kita „Regenbogen“ sorgten für mehr Sauberkeit in Ginsheim

0
Kurzmeldung Ginsheim-Gustavsburg

Im Rahmen der Umweltkampagne der Hessischen Landesregierung „Sauberhaftes Hessen“ haben Kinder der Kita VI Regenbogen den Stadtteil Ginsheim ein bisschen sauberer werden lassen. Bepackt mit Mülltüten, Handschuhen und Greifzangen machten sich die Kinder auf den Weg und säuberten mit großem Eifer das Areal rund um die Kita. Für die Aktion stattete das örtliche Abfallunternehmen Meinhardt die Kinder mit Handschuhen und Greifzangen aus. Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für eine intakte Umwelt, den Wert von Ressourcen und die Wichtigkeit von Abfallvermeidung zu schärfen.

-Werbeanzeige-

Beratungsangebot für Eltern in der Kita „Schatzinsel“ in Gustavsburg

0
Ginsheim Gustavsburg 18
Ginsheim Gustavsburg 18

Das Familienzentrum Kita II „Schatzinsel“ , Bebelstraße 21 in Gustavsburg, bietet gemeinsam mit der Frühförder- und Beratungsstelle der WfB Rhein-Main e.V. am Montag, 27. Juni, um 8.30 und 9.45 Uhr Beratungstermine an. Es richtet sich an Eltern von Kindern bis sechs Jahren, die in Ginsheim-Gustavsburg wohnen und Fragen zur Entwicklung ihres Kindes haben. Anmeldungen nimmt die Koordinatorin des Familienzentrums, Martina Rück, unter der Rufnummer 06134/565989 entgegen.

Opel Insignia überschlägt sich und geht vollständig in Flammen auf

0

Am Freitagabend (10. Juni 2022) kam es gegen 18:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall zwischen Schellroda und Egstedt bei Erfurt. Ersthelfer retteten die beiden Fahrzeuginsassen bevor der Wagen vollends in Flammen aufging.


Der Fahrer driftete und verlor die Kontrolle

Ein 34 Jahre alter Mann aus Erfurt befuhr mit dem hochmotorisierten Opel Insignia OPC die Landstraße L2155 zwischen Schellroda und Egstedt. Der Fahrer driftete mit seinem Auto, verlor dabei die Kontrolle über den Boliden, kam von der Straße ab und krachte gegen ein Verkehrsschild. Im Straßengraben der Gegenfahrbahn überschlug sich das Fahrzeug und fing Feuer.

Ersthelfer, die glücklicherweise zur richtigen Zeit vor Ort waren, konnten den Fahrer und seinen 32 Jahre alten Beifahrer gerade noch rechtzeitig aus dem Wrack befreien bevor dieses vollständig in Flammen aufging. Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt, sein Beifahrer erlitt leichte Verletzungen. Zur medizinischen Versorgung wurden beide vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht.

Für die Dauer der Löscharbeiten und der Unfallaufnahme musste die Landstraße voll gesperrt werden. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Zudem wird sich der Fahrer wegen des verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der fahrlässigen Körperverletzung verantworten müssen.


Stadt Mörfelden-Walldorf geht gegen Ratten vor und bittet Bürger um Mithilfe

0
animal world 3552300 960 720 e1654846033774
animal world 3552300 960 720 e1654846033774

Die Stadt Mörfelden-Walldorf wird wieder in der Schädlingsbekämpfung aktiv. Zwischen dem 20. und 23. Juni 2022 werden erste Köder in der Kanalisation ausgelegt, um die Rattenpopulation einzudämmen.


Stadtverwaltung bittet Bürger um Mithilfe

Fahrzeuge sollten in diesem Zeitraum nicht auf Gully-Deckeln abgestellt werden. Für eventuelle kurzfristige Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs durch die Einsatzfahrzeuge bittet die Stadt um Verständnis.

Damit sich die Ratten nicht unkontrolliert vermehren, dürfen Speisereste nicht über die Kanalisation entsorgt werden. „Kanalratten ernähren sich gerne von Essensresten, die über die Toilette herunter gespült werden. Wohlgenährt können sie sich schnell vermehren und zur Plage werden. Wenn die gewohnte Fütterung durch das Toilettenrohr plötzlich ausfällt, kann es sogar vorkommen, dass hungrige Nager in der Toilettenschüssel wieder auftauchen“, gibt Erster Stadtrat und Stadtwerke-Dezernent Karsten Groß zu bedenken.

Auch bei einer Kompostierung auf Privatgrundstücken können Probleme mit Schädlingsbefall entstehen. Für eine ordnungsgemäße Entsorgung von Speiseresten steht die Biotonne zur Verfügung.

Für Rückfragen zur Schädlingsbekämpfung bitte an die Stadtwerke Mörfelden-Walldorf unter der Telefonnummer 06105-938877 wenden.

Geplante Termine zur Schädlingsbekämpfung:

  • 20. – 23. Juni 2022
  • 04. – 07. Juli 2022
  • Nach Bedarf in Kalenderwoche: 29, 31, 33

Das Hoffest für die ganze Familie auf dem Weingut Klostermühlenhof in Hahnheim

0
klostermuehlenhof6 e1654759877904
klostermuehlenhof6 e1654759877904

Am verlängerten Wochenende vom 16. Juni bis zum 19. Juni 2022 gibt es beim Sommer-Hoffest auf dem Weingut Klostermühlenhof viel zu Erleben. Dort können die Gäste guten Wein, leckeres Essen und Musik in einer tollen Atmosphäre gemeinsam mit Freunden und Familie genießen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Traditionell findet das Hoffest immer am langen Wochenende über Fronleichnam statt

Idyllisch gelegen, direkt an der Selz zwischen Sörgenloch und Hahnheim auf dem Wahlheimer Hof werden die Gäste von Familie Ruzycki begrüßt, deren Hof bereits seit dem Jahr 1899 im Familienbesitz ist. „Wir freuen uns riesig, nach zweijähriger Corona-Pause viele unserer Weinkunden, Freunde, Bekannte und neue Gäste begrüßen zu können. Es ist tolles, hochsommerliches Wetter gemeldet, was uns natürlich auch besonders freut“, sagt Simone Ruzycki gegenüber BYC-News.

Viele Highlights warten auf die großen und kleinen Gäste

Auf der groß angelegten Wiese ist Platz für Sonnenanbeter oder Schattenliebhaber, die herzlich eingeladen sind, es sich auf dem Loungemöbeln, am Biertisch oder mit eigenen Picknickdecken auf der Wiese gemütlich zu machen und den Tag zu genießen.

„Auf die Besucher wartet eine große Wiesen-Bar, an der die Gäste unsere Weine aber auch die beliebten Rheinhessen-Caipis bestellen können. Der Rheinhessen Caipi wird im Schoppe-Glas serviert. Als Basis nutzen wir dafür unseren roséfarbenen Perlwein, in den frische Limetten und Limettensaft sowie brauner Zucker rein kommen. Zusätzlich geben wir noch etwas Beerenauslese und Crushed Ice hinzu. Der Rheinhessen Caipi ist sehr fruchtig und passt super in den Sommer“, erklärt Simone Ruzycki weiter.

Auf die großen und kleinen Kinder warten ein toller Spielplatz und eine Hüpfburg, auf der sie sich austoben können. Auch die Minitraktoren sorgen bei den Kindern immer wieder für viel Begeisterung. In dem weitläufigen Garten, der trotzdem gut für die Eltern zu überblicken ist, wird den kleinen Gästen bestimmt nicht langweilig.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt

Neben frischen Getränken gibt es auch eine tolle Auswahl an Speisen. Für das leibliche Wohl sorgt Micha Hess von Mainburger, nicht nur seine leckeren Burger (ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan) sind empfehlenswert, auch die frisch zubereiteten Salate, Flammkuchen oder Potato Wedges erfreuen die kleinen und großen Gäste.

Donnerstags und Sonntags gibt es außerdem neben Kaffee und Kuchen auch selbstgemachte Waffeln.

An allen Tagen können die Weine und Sekte in der neuen Vinothek probiert werden. Die Gäste können sich natürlich auch direkt Weine für Zuhause kaufen. Während des Hoffestes gibt es 10% Rabatt auf alle Flaschenweine aus dem Hause Ruzycki.

Öffnungszeiten Hoffest:

  • Donnerstag ab 11:00 Uhr
  • Freitag und Samstag ab 18:00 Uhr
  • Sonntag ab 11:00 Uhr

Programmpunkte beim Hoffest:

  • Donnerstag ab 18 Uhr „Herz über Kopf“ eine Reise back to the Fifties – Die beiden Musiker sorgen für eine musikalische Zeitreise in die 50er Jahre: BigBand, Oldies, Rock’Roll werden munter kombiniert mit alten Schlagern und auch manch aktueller Titel kommt im stilistisch passenden Gewand daher.
  • Freitag ab 19:30 Uhr, Rock bis BossaNova von unserem geliebten Stammmusiker Frank Diefenbach alias „FunkyFrank“ – Sein Repertoire umfasst hunderte Songs, von Rock bis Irish Folk, von Blues bis Bossa Nova, von der Ballade bis zum Rock ’n‘ Roll
  • Samstag ab 19:30 Uhr, Einzigartige akustische Rock-& Popcoversongs von „Calm after the storm“ – Die Musiker spielen Rock & Pop Songs zwischen „nahe dem Original“ und „die Seele des Songs erfassen“
  • Sonntag ab 11 Uhr Relaxing Sunday

Adresse:

Klostermühlenhof Ruzycki
Wahlheimer Hof 8
55278 Hahnheim

Homepage: Klostermühlenhof Ruzycki
Veranstaltung auf Facebook: Hoffest im Klostermühlenhof
Facebook-Seite: Klostermühlenhof Ruzycki

Alexander Schweitzer über die Veränderungen bei Unternehmen in Rheinland-Pfalz

0
Alexander Schweitzer
Alexander Schweitzer

Zukunftsfähig durchstarten, das haben viele Unternehmerinnen und Unternehmer pandemiebedingt getan oder tun müssen. Entstanden sind zukunftsweisende Ansätze, was aus Krisen entstehen kann. Das macht Hoffnung, auch wenn wir aktuell in eine neue Krise geraten sind, die uns allen bewusst macht, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Wir können dennoch gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und Gutes voranbringen – hier vor Ort, in Europa und darüber hinaus.

In unserer mehrteiligen Serie „Zukunftspotenziale von Unternehmen in unserer Region“ zeigen die Interviewpartnerinnen und -partner wie sie trotz aller Herausforderungen, mit Tatkraft –immer wieder- zukunftsfähig durchstarten.

In unserer letzten Folge haben wir mit dem rheinland-pfälzischen Arbeitsminister, Alexander Schweitzer, über die Veränderungen bei Unternehmen in Rheinland-Pfalz gesprochen.

Alexander Schweitzer ist seit 1989 Mitglied bei der SPD Rheinland-Pfalz. Seit 2013 ist Schweitzer Mitglied des Landtages und seit dem Jahr 2021 hat er das Amt des Staatsministers im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz inne.

Wie haben Sie die vergangenen zwei Jahren bei den Unternehmen in der Region erlebt? 

Wenn man sich die Lebenszeit aller Unternehmen anschaut, besonders im kleinen und mittleren Unternehmensbereich, dann war die Pandemie wohl die dramatischste Entwicklung, die sie erlebt haben. Noch dramatischer als die Gründungsphase, die von Umbrüchen und Herausforderungen geprägt ist und noch dramatischer als Refinanzierungsphasen und Umbruchphasen. Die Pandemie war etwas, das über die Unternehmen gekommen ist wie ein Betonsturz, denn sie haben nicht selbst dazu beigetragen, dass sich ihre wirtschaftliche Situation verschlechtert hat. Das konnte also nicht ihrem eigenen Tun angelastet werden. Vielleicht waren sie sogar mit viel Tempo und voller Kraft am Markt unterwegs und ganz plötzlich kam das Wirtschaftsleben in ihrem Bereich zum Stillstand. Das ist etwas, das für die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer viel schwerer zu verstehen und anzunehmen war, als für viele andere. Denn vor allem der Typus Unternehmer krempelt oft die Ärmel hoch, organisiert seine eigene Perspektive und nimmt Herausforderungen an. Und genau an dieser Stelle waren die klassischen Möglichkeiten von Unternehmern, sich selbst aus eigener Kraft heraus zu entwickeln, einfach limitiert.

Deshalb war es gut, dass Politik und Staat die Aufgabe angenommen haben, diese Unternehmen zu unterstützen, beispielsweise durch unmittelbare Hilfen von Bund und Ländern, durch Finanzierungsunterstützung aber auch durch das gute Coaching, das wir als Arbeitsministerium auf den Weg gebracht haben.

Als Arbeitsministerium war es uns wichtig, dazu beizutragen, die Menschen zu unterstützen. Dabei haben wir einerseits die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Blick gehabt, aber auch die Unternehmerinnen und Unternehmer, deren Interessen und persönliche Lebensrealität gar nicht weit entfernt ist von denen ihrer Beschäftigten. Auch sie müssen sich mit dem was sie können und ihren Qualifikationen jeden Tag neu beweisen. In Rheinland-Pfalz haben wir daher den ESF-Förderansatz „ReStart – Coaching für Selbständige“ auf den Weg gebracht, um die Menschen zu unterstützen. Insgesamt sind das 13 einzelne Projekte, die wir mit einem Gesamtvolumen von fast 4 Millionen Euro landesweit ermöglicht haben. Ziel ist es, dass insbesondere Selbstständige neue Perspektiven bekommen, ihre Skills verbessern, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit ihren Angestellten, Partnerinnen und Partnern sowie Kundinnen und Kunden entwickeln und neue Technologien für sich entdecken. Das bedeutet, dass sie fast schon in eine neue Gründungssituation kommen und am Ende im Idealfall sogar gestärkt aus der Krise hervorkommen.

An welchen Stellen wurden die Veränderungen ganz besonders deutlich? 

Das habe ich persönlich genauso gemerkt wie alle anderen auch, wenn man plötzlich in seiner eigenen Lebensführung eingeschränkt ist, weil ein Kontaktverbot das Gebot der Stunde ist. Das ist mit dem privaten Leben schon kaum vereinbar, aber für viele Unternehmen ist das eine Existenzfrage, weil sie darauf angewiesen sind, dass Menschen in Kontakt kommen. Beispielsweise in der Gastronomie oder auch bei vielen Dienstleistungen kann man das Geschäft kaum bis gar nicht virtuell abwickeln. Das war eine Herausforderung, vor der viele Unternehmerinnen und Unternehmer sehr schnell standen. Je nachdem in welcher Branche man tätig ist, waren da einige besser und einige schlechter vorbereitet, aber alles in allem war das wirklich eine dramatische Herausforderung.

Gleichzeitig erlebe ich, dass viele Unternehmerinnen und Unternehmer mit der gleichen Motivation, mit der sie ihr Unternehmen bislang geführt haben, auch diese Herausforderung angenommen haben. Viele haben improvisiert, organisiert, die Kompetenzen ihrer Beschäftigten genutzt und diese Herausforderung gemeistert. Das Spannende ist, dass auch viele Unternehmen einmal mehr gemerkt haben, wie stark sie sind und wie viel Potential in ihnen steckt. Dadurch sind zum Teil neue Geschäftsfelder entstanden und man hat neue Wege gefunden, die Kundschaft an sich zu binden.

Welche Entwicklungen sehen Sie kurzfristig in den kommenden Monaten? 

In die Zukunft zu blicken, ist immer schwer, aber ich nehme schon jetzt wahr, dass wir eine Veränderung in Unternehmensstrukturen haben. Viele Unternehmen haben es nicht geschafft, sich am Markt zu behaupten. Viele andere haben aber neue Kraft geschöpft und Ideen sowie Perspektiven entwickelt. Die klassischen Kompetenzen von Gründerinnen und Gründern, nämlich Einsatz, Kreativität und Kundennähe, setzen sich weiterhin durch. Ebenfalls positiv sehe ich, dass es in der Politik eine stärkere Wahrnehmung für die Bedürfnisse von Unternehmenden gibt. Ich würde mir wünschen, dass das noch verstärkt wird, denn die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer sind in einer täglichen Balance zwischen Existenzkampf und Engagement. Ich hoffe, dass Unternehmen und Politik diese Nähe, die sie zueinander entwickelt haben, nach der Pandemie nicht verlieren.

Auf der technologischen Seite denke ich, dass wir durch die Pandemie in eine neue, sehr dynamische Lernerfahrung geworfen wurden, was die Digitalisierung angeht. Und als Digitalisierungsminister kann ich natürlich nicht unglücklich darüber sein, dass die Unternehmenden festgestellt haben, dass die Digitalisierung vieles erleichtert, wie beispielsweise die Kommunikation. Viele möchten diese Entwicklung auch nicht mehr missen.

Die Unternehmen erleben in den letzten zwei Jahren auch eine starke Transformation. Viele haben sich neu aufgestellt und verändert und haben damit eine unfreiwillige Transformation erlebt, in der sie sich aber oftmals bewährt haben. Wir haben als Transformationsministerium ein großes Interesse daran, dass die Menschen, sowohl Angestellte als auch Unternehmer, diesen Wandel für sich so erleben, dass sie immer wieder neue persönliche Chancen zur Entfaltung am Arbeitsmarkt wahrnehmen. Wir wollen die Menschen mit Hilfe von Qualifizierungen ertüchtigen, sich selbst zu organisieren. Unternehmenden geben wir die Möglichkeit, sich durch ReStart und durch andere Programme in dieser neuen Welt zu behaupten. Denn am Ende wollen wir, dass in Rheinland-Pfalz alle Gewinner der Transformation werden. Für mich ist die Transformation ein weiteres Kapitel, in dem wir am Ende zeigen werden, dass wir aus einer Herausforderung stärker herausgehen, als wir hineingegangen sind.

Würden Sie sagen, dass die Flüchtlinge, die aktuell aus der Ukraine kommen auch eine Chance sind, den aktuellen Fachkräftemangel in Deutschland in den Griff zu bekommen?

Ich glaube nicht, dass die Menschen, die hier mit einer Decke um die Schultern und Kindern an der Hand ankommen dazu da sind, unsere Fachkräfteengpässe der letzten Jahre zu beseitigen. Das ist mir immer wichtig zu sagen, denn die Menschen, die kommen, mussten aus ihrer Heimat fliehen – vor Bomben, aus Angst um ihre Kinder und ihre eigene Existenz.

Gleichwohl fürchte ich, dass viele Menschen länger bleiben müssen, als sie sich das selbst vorstellen können. Und dann sollten sie auch Chancen auf unserem Arbeitsmarkt haben. Das hat Auswirkungen, auf die wir uns gut vorbereiten müssen. Ich habe deshalb als Arbeitsminister früh zu einem „Arbeitsmarktgipfel Ukraine“ eingeladen. Dabei waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen, Gewerkschaften, Kirchen und Weiterbildungsträger und natürlich von der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter. Gemeinsam haben wir eine „Chancengarantie“ vereinbart. Dahinter steht das Bekenntnis der Partnerinnen und Partner, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle Geflüchteten, die bereit sind den Schritt in die Arbeitsmarktintegration zu tun, auch jede Chance und Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Das geht beispielsweise über eine Qualifikation, berufliche Anerkennung, eine Sprachzertifizierung, qualifizierte Praktika oder eine Ausbildung. Der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz ist extrem stark, sodass wir die Menschen aufnehmen und ihnen eine Chance geben können, sich selbst zu entwickeln.

Mir ist aber auch wichtig, dass die Menschen hier erstmal gut ankommen und Unterstützung erhalten. Wenn es dann so weit ist, müssen wir Jobperspektiven für die Menschen entwickeln. Denn niemand braucht einen Job, wo es vorne und hinten nicht passt, sowohl für das Unternehmen, als auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wenn jemand beispielsweise in seinem Land Chirurg war und dann hier in Deutschland Taxi fährt, dann passt das nicht. Taxifahrer ist ohne Frage ein ehrbarer Beruf, aber Ärzte können wir in Deutschland auch gut gebrauchen. Deshalb ist mir wichtig, dass das gut organisiert wird und am Ende die Jobs zu den Menschen und die Menschen zu den Jobs passen.


Kommentar von Anke Schiffer-Chollet

Alexander schweitzer über die veränderungen bei unternehmen in rheinland-pfalz
Anke Schiffer-Chollet, Coach bei Restart

„Arbeitsminister Alexander Schweitzer attestiert Unternehmerinnen und Unternehmern nicht nur Einsatzbereitschaft, Kreativität und Kundennähe, sondern auch die Stärke, Veränderungen tatkräftig anzugehen, gerade auch wenn es schwierig wird. Dieser Einschätzung können wir uns nur anschließen!

Wir danken allen Interviewpartnern und -Partnerinnen für die vielseitigen Einblicke und Ausblicke in unsere gemeinsame Zukunft.“

 


Über Restart

Sie sind selbständig oder haben ein kleines Unternehmen und stecken gerade auch mitten in Veränderungen oder Schwierigkeiten? Gerne sortieren wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Fragen, Ideen und Themen und erarbeiten Wege, damit Sie (wieder) zukunftsfähig durchstarten können. Möchten Sie mitmachen? Sie erreichen das Team unter www.restart.vision, per Mail an restart@mki-ev.de oder telefonisch unter 06131 217 11 92.

Die Teilnahme an „Restart – zukunftsfähig durchstarten“ ist für Selbständige, Freiberufler/-innen und Kleinstunternehmen in Rheinland-Pfalz kostenfrei. Dies wird ermöglicht durch die Förderung im Rahmen der Arbeitsmarkt­initiative #rechargeRLP. Sie wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des EU-Hilfsprogramms REACT-EU über den Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt.

 

Alexander schweitzer über die veränderungen bei unternehmen in rheinland-pfalz 1Alexander schweitzer über die veränderungen bei unternehmen in rheinland-pfalz 2Alexander schweitzer über die veränderungen bei unternehmen in rheinland-pfalz 3Alexander schweitzer über die veränderungen bei unternehmen in rheinland-pfalz 4


 

David Dietz zur Problematik mit E-Scootern in Mainz – Gefahr für Bürger könnte gemindert werden

0
David Dietz1
David Dietz1

Seit einigen Jahren sind sie auf den Straßen von Mainz zu finden: Die E-Scooter. Für manche ein echter Mehrwert was die Fortbewegung in Mainz angeht, für andere eher ein Ärgernis und zum Teil sogar gefährlich. Die Ampel-Koalition hat nun einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, um dieses Problem zu beheben. BYC-News sprach mit dem Fraktionsvorsitzenden der Mainzer FDP im Rat, David Dietz, darüber.


Wild abgestellte E-Scooter stellen aktuell zu oft eine Gefahr dar

In den vergangenen Jahren hätten die Beschwerden bezüglich unachtsam abgestellter E-Scooter in Mainz immer mehr zugenommen, berichtet David Dietz. Die Gefährte werden achtlos auf den Bürgersteig gestellt, liegen auf den Straßen und Gehwegen herum. Das Alles ist nicht nur ärgerlich, sondern stellt auch eine Gefahr dar, betont er. „Besonders für sehbehinderte oder gehbehinderte Menschen ist das gefährlich. Aber auch für Menschen, die beispielsweise mit einem Kinderwagen unterwegs sind, stellt dieser Wildwuchs eine Gefahr dar“, so der FDP-Vorsitzende.

Auch die Beschwerden diesbezüglich hätten immer mehr zugenommen. Diese erreichen sowohl die Stadtverwaltung, als auch die Ortsvorsteher und die Ratsmitglieder. Dietz erklärt: „Aufgrund der Systematik bei der Ausleihe und dem Abrechnen der Fahrtzeit greifen technische Lösungen bei diesem Problem leider nicht. Da sind jetzt die Politik und die Verwaltung gefordert einen Rahmen zu setzen und genau das wollten wir tun“

In der vergangenen Woche habe die Ampelkoalition daher einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, um diesem Problem Herr zu werden. Der Antrag zielt darauf ab, das feste Stellplätze für die E-Scooter an den MeinRad-Stationen etabliert werden sollen. Wer sich dann also mit einem E-Scooter von A nach B bewegen möchte, müsste diesen dann im Anschluss wieder an einer Station andocken. Andernfalls würde der E-Scooter weiter bezahlt, bis er zu einer entsprechenden Station gebracht werden würde. „Das muss natürlich dann mit den Anbietern entsprechend abgestimmt werden. Eine Möglichkeit wäre es auch, das Ganze mit einer Konzession zu verbinden, dass nur diejenigen Anbieter tatsächlich dann auch in Mainz aktiv sein dürfen, die eine Genehmigung dafür bekommen haben“, so Dietz.

In anderen Städten hat sich das System bereits bewährt

Eine solche Regelung gebe es bereits in Städten wie beispielsweise Frankfurt und Bremen. „Das funktioniert dort wirklich hervorragend und auch in Mainz soll das System ebenso geordneter verlaufen. Den natürlich sind wir als FDP erstmal froh, dass es die E-Scooter gibt aber es muss etwas gegen diesen Wildwuchs beim Abstellen getan werden“, erklärt er. Die FPD sei außerdem davon überzeugt, dass das Angebot für die Bürger auch weiterhin attraktiv bleibe und sie weiterhin genutzt werden, auch wenn die Menschen die E-Scooter nicht mehr „einfach so vor der Haustür fallen lassen können“

Da die neugestalteten MeinRad-Stationen ohnehin kleiner und kompakter ausfallen sollen, sei auch ausreichend Platz vorhanden, um die E-Scooter an den entsprechenden Stationen zu platzieren. Ob und inwiefern es auch Sinn machen würde, neue Stationen allein für E-Scooter zu etablieren, müsse sich dann im weiteren Verlauf noch herausstellen. Hierfür seien natürlich auch entsprechende Gespräche mit den drei in Mainz tätigen Anbietern, „lime“, „Tier“ und „Bolt“ notwendig.


Vielfalt der öffentlichen Verkehrsmittel muss erhalten bleiben

„Wenn wir eine autoärmere Innenstadt möchten, müssen wir einfach entsprechende attraktive Alternativen schaffen. Da gehören der ÖPNV, das Fahrradverleih-System und die E-Scooter einfach dazu. Die Wirtschaftlichkeit, die aktuell von einer Oppositionsfraktion beim Fahrradverleihsystem thematisiert wird, kann dabei nicht alleiniges Kriterium sein. Wenn wir danach gehen würden dürften wir uns auch keine Universitätsmedizin und keine Schwimmbäder in Mainz leisten. Natürlich ist die FDP auch immer dafür, wirtschaftlich zu denken aber ich glaube solche Mobilitätsangebote gehören einfach zur kommunalen Daseinsvorsorge im Bereich Verkehr dazu. Dass viele Fraktionen den E-Scootern so negativ gegenüberstehen, kann ich deshalb in keiner Weisenachvollziehen“, sagt Dietz.

Der Wildwuchs sei natürlich ein Thema, welches die Gemüter schon seit längerer Zeit erhitze. Dietz gehe daher davon aus, dass es dazu bereits Überlegungen in der Verwaltung gibt. „Eine weitere Idee konnten wir jetzt vielleicht dazu geben“, erklärt er. Wann dann dazu eine Entscheidung getroffen werde, sei aber noch nicht klar.

Das Programm der Johannisnacht in Mainz

0

Die Mainzer Johannisnacht kehrt endlich zurück – vom 24. bis 27. Juni 2022 ist die ganze Landeshauptstadt wieder in Feierlaune! Zehntausende Gäste aus nah und fern werden zur Großveranstaltung in der Innenstadt und am Rhein erwartet. „Das gutenbergische Sommervergnügen hat seit über 50 Jahren große Tradition“, freut sich Festdezernentin Marianne Grosse. „Gefeiert wird – endlich wieder – zu Ehren von Johannes Gutenberg, dem größten Sohn der Stadt und Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern.“


Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause bietet die beliebte Großveranstaltung bewährte, aber auch neue Angebote für alle Generationen

Auf den Straßen, Plätzen und am Rheinufer geht es lebhaft und bunt zu an den Festtagen. Auf den Bühnen wird ein vielfältiges Musikprogramm präsentiert, mit jungen Talenten und langjährigen Publikumslieblingen, Mainzer Musiker und Bands aus ganz Deutschland. Hinzu kommen Aktionen zum Mitmachen, Fahrgeschäfte und Feuerwerk, Sportliches und Segelregatta, Kreatives und Kulinarisches.

1968 wurde das Volksfest aus Anlass des Todestages des „Man of the Millenium“ ins Leben gerufen. Überaus beliebt und mit dem Gutenberg‘schen Erbe fest verbundene Tradition ist das „Gautschen“ am Samstag (16.00 Uhr) auf der SWR-Bühne am Dom – stets ein Höhepunkt mit wahrlich großem Unterhaltungswert. „Mit dem alten Zunftbrauch werden symbolisch die Sünden der Lehrjahre und der Bleistaub abgewaschen“, erklärt Marianne Grosse. Auch die Festdezernentin selbst hatte bereits das feuchtfröhliche Vergnügen und wurde vor Jahren unter dem Johlen der Zuschauermenge in das große, mit Wasser gefüllte Holzfass getaucht.

Ein weiteres historisches Element ist das Preisquadräteln, ein mittelalterliches Würfelspiel der Drucker. Das Gutenberg-Museum, in dem auch die berühmten Gutenberg-Bibeln ausgestellt werden, lädt ebenfalls wieder ein.

Fahrgeschäfte und 160 Stände locken beim Künstlermarkt

Auf den Straßen, Plätzen sowie am und auf dem Rhein geht es über vier Tage lebhaft und bunt zu. Der Volksfestbereich mit vielen Fahrgeschäften – „Klassikern“, aber auch neuen Attraktionen-, Marktständen und viel leckerem Essen erstreckt sich vom Kaisertor bis zur Theodor-Heuss-Brücke sowie vom Fischtorplatz über den Liebfrauenplatz, die Ludwigstraße bis hin zum Schillerplatz. Eine Kreativstrecke entlang des Rheinufers ist der Künstlermarkt
vom Kurfürstenbrunnen bis zum Fischtorplatz. An über 160 Ständen wird eine große Bandbreite an originellen, oft liebevoll handgefertigten Dingen angeboten. Vielfältig sind die verwendeten Materialien und Ideen zur Gestaltung von Schmuck, Kleidung, Dekoration oder Geschenkideen.


Veränderte Bühnenanordnungen wegen „Baustelle Ballplatz“

„Umsonst und draußen“ laden die vielen Bühnen mit Live-Konzerten, Kabarett und Kinderprogramm ein. Ob rockig oder romantisch, Salsa, Swing, Soul oder Satire: breit ist das Spektrum der Musikfarben und Stile. Mitsingen und tanzen, ob bei Rock oder Reggae, ist ausdrücklich erwünscht.

Die Verteilung der Bühnen gestaltet sich im Jahr 2022 zwangsweise neu, da der Ballplatz  baustellenbedingt in diesem Jahr nicht zur Verfügung steht. Auf dem Schillerplatz lockt nun das Gorth-Ambiente, auf dem Bischofsplatz finden der Gutenberg-Büchermarkt und die Kabarettbühne vorübergehend ihren neuen Standort. Hier geben sich Christian Schier, Senay Duzcu, Nikita Miller oder die Indie-Kultband der 1980er Jahre „Poems for Laila“ und viele weitere Gäste ein Stelldichein. Das Programm auf der Gutenbergbühne am Liebfrauenplatz wird gemeinsam präsentiert von SWR1, SWR3 und SWR4 (vgl. Presse-Info SWR).

Auch die Mainzer Winzer auf dem Marktplatz und das Mainzer Culinarium am Rheinufer bieten gesonderte Programmpunkte auf ihren Bühnen. Hinzu kommen zwei Kinder-Kreativ-Nachmittage und weitere Aktionen zum Mitmachen.

Auch die traditionelle Segelregatta trifft am Samstagnachmittag (Ankunft gegen 16.30 Uhr) wieder in Mainz ein. Entlang des Rheins via Kostheim startet zudem am Sonntag früh um 10.00 Uhr der nunmehr 30. Drei-Brücken-Lauf mit Blick auf das Festufer.

Kulinarische Köstlichkeiten warten auf die Besucher

Zur Stärkung gibt es an den Ständen kulinarische Köstlichkeiten, rheinhessischen Wein, Winzersekt und mehr. Im Culinarium werden Speisen von Mainzer Spitzengastronomien angeboten. Zum Finale am Montagabend gibt es das traditionelle Feuerwerk über dem Rhein, in diesem Jahr vor dem Festbereich der Schausteller nördlich der Theodor-Heuss-Brücke. Um 22.30 Uhr beginnt das farbenfrohe Spektakel auf Höhe des Kurfürstlichen
Schlosses.

Die Johannisnacht-Kollektion, T-Shirts und Stoffturnbeutel mit Letternsternchen, ist erhältlich im mainz STORE am Markt. Dort und im Landesmuseum, in den Stadthäusern Große Bleiche und Kaiserstraße, den Mainzer Ortsverwaltungen, an weiteren öffentlichen Stellen sowie an den Bühnen und einigen Ständen zum Fest liegen auch die Programm-Faltblätter aus.


Öffentliche Verkehrsmittel und Parkhäuser

Die Mainzer Johannisnacht findet in der gesamten Mainzer Innenstadt statt, vor allem in den Bereichen Schillerplatz, Bischofsplatz, Gutenbergplatz, Marktplatz, Liebfrauenplatz, Leichhof, Ludwigsstraße, Rheinufer vom Kaisertor bis zum Fort Malakoff und Fischtorplatz.
Sicher und bequem können Festbesucher die Mainzer Johannisnacht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. In unmittelbarer Nähe des Festgeländes befinden sich die Haltestellen Schillerplatz, Fischtor, Rheingoldhalle/Rathaus, Brückenplatz und Höfchen. Aktuelle Fahrzeiten mit Sonderfahrplänen und erweitertem Angebot im Stadtverkehr an allen vier Tagen gibt es online auf www.mainzer-mobilität.de.

Achtung: Vor und während des Feuerwerks wird die Theodor-Heuss-Brücke gesperrt sein.
Infos und Fahrpläne von Zügen und Buslinien in Rheinhessen erhalten Sie unter: www.rnn.info

Begrenzte Parkgelegenheiten in der Innenstadt gibt es in den folgenden Tiefgaragen und Parkhäusern:

  • Rheinufer
  • Brand
  • Löhrstraße
  • Kronberger Hof
  • Theater
  • Römerpassage
  • Schillerplatz
  • Kaufhof
  • Karstadt

In der Nähe der Altstadt bieten sich weitere Alternativen an, unter anderem Römisches Theater und Fort Malakoff, oder im City Port und weiteren Parkhäusern in Bahnhofnähe. Hier gilt: Parkschein ist gleich Fahrschein.

  • Service-Nummer für Fragen während der Mainzer Johannisnacht: 06131 12-49333
  • Aktuelle Informationen zum Programm im Internet: www.mainzer-johannisnacht.de

Sexuelle Belästigung – Kreis Groß-Gerau geht verschärft gegen „Catcalling“ vor

0
shutterstock 407207251
shutterstock 407207251

Pfeif- oder Kussgeräusche, aufdringliche Blicke, anzügliche Sprüche auf offener Straße oder übergriffige Nachrichten auf Social Media wie „Hey, geiler Arsch“ oder „Komm doch mal rüber, mit mir ist es nachts immer lustig“: Dies sind noch eher harmlose Beispiele für die recht niedliche Bezeichnung „Catcalling“.


Der Begriff stammt aus der englischen Umgangssprache und bedeutet in etwa „Katzen-Rufen“

Der Ausdruck kann auch als das unerträgliche Geschrei verliebter Kater verstanden werden. Darunter werden alle sexuell konnotierten Verhaltensweisen bzw. verschiedene Arten der sexuellen Belästigung ohne Körperkontakt im öffentlichen Raum zusammengefasst.

Catcalling richtet sich vornehmlich gegen Frauen und Personen aus der LSGBTIQ*-Community

Belästigungen auf der Straße wirken sich bei Betroffenen körperlich und emotional aus: Sie berichten von körperlichen Symptomen wie Muskelverspannungen, Atembeschwerden, Schwindel und Übelkeit sowie starker Angst, zum Beispiel vor Vergewaltigung, oder davor, die eigene Privatsphäre nicht schützen zu können. Es sorgt dafür, dass besonders Frauen und Mädchen beginnen, Bereiche im öffentlichen Raum zu meiden und sich nicht mehr unbefangen in der Öffentlichkeit zu bewegen.

Nach einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erleben 44 Prozent der Frauen, aber auch 32 Prozent der Männer in Deutschland Situationen, in denen sexistische Zeichen und Übergriffe an sie adressiert sind. Darauf weist das Büro für Frauen und Chancengleichheit der Kreisverwaltung hin. Als meist berührungslose, aber unzumutbar aufgedrängte Sexualität ist Catcalling derzeit noch kein eigener Straftatbestand bzw. keine Ordnungswidrigkeit. Aber jeder kann überall davon betroffen sein, auch in der persönlichen Nachbarschaft. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das davon betroffene Personen einschränkt, sich frei und unbehelligt zu bewegen.

Dies soll nicht so bleiben und so hat bereits die „#Me-Too“- Bewegung das Problem sexueller Belästigungen im Alltag, überwiegend durch Männer, in den Blick der internationalen Öffentlichkeit gerückt. Die erste Petition zum Catcalling kam von Antonia Quell: „Es ist 2020. Verbale sexuelle Belästigung sollte strafbar sein“. Sie wurde von knapp 70.000 Personen unterstützt, und auch der Deutsche Juristinnenbund forderte bereits eine rechtliche Normierung berührungsloser sexueller Belästigung (DJB, 2021). Das Engagement der Gesetzgebung lässt indes noch auf sich warten.


Sexuelle Belästigung ist kein Kompliment

Nun machen die Gleichstellungsbeauftragten auf kommunaler Ebene mit dem nationalen Anti-Catcall-Tag am zweiten Freitag im Juni (10.6.22) auf diese Vergehen aufmerksam. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen und Mädchen sich nicht unbefangen im öffentlichen Raum bewegen können, ohne Belästigungen ausgesetzt zu sein. Der gutmeinende Hinweis mancher Männer ,Nimm’s doch als Kompliment‘, führt leider nicht weiter. Sexuelle Belästigung ist #keinKompliment“, so Simone Semmler, Gleichstellungsbeauftragte aus Salzgitter, die Initiatorin des nationalen Anti-Catcall-Tages „#keinKompliment“.

Um das Thema mehr in den Fokus zu rücken, werden im Zeitraum Juni 2022 bis Mai 2023 Betroffene aus der Region dazu aufgerufen, ihre erlebten Delikte über die Mailadresse bfc@kreisgg.de zu melden. Dort werden die Meldungen gesammelt, dokumentiert, kartographiert und für die Weiterarbeit vorbereitet.

Am zweiten Aktionstag, dem 9. Juni 2023, werden dann regional organisierte Aktionsgruppen diese Übergriffe mit Kreide an dem Ort sichtbar machen, an dem sie stattgefunden haben.

Kreisverwaltung bittet um Hinweise und Unterstützung

So soll nicht nur die Sensibilität für das Thema erhöht und die Zivilcourage gestärkt werden, dagegen vorzugehen, sondern damit sollen auch kommunale Entscheidungsträger (z.B. im Bauamt, im Ordnungsamt oder bei der Polizei) darauf aufmerksam gemacht werden, an welchen Stellen in ihrer Kommune sogenannte „Angsträume“ sind. Ansprechpartnerinnen für den Landkreis Groß-Gerau sind die Frauen im Büro des Kreises Groß-Gerau, die auch für Nachfragen zur Verfügung stehen.

Alle Personen, die in der Region von „Catcalling“ betroffen sind oder dies bei einer anderen Person miterlebt haben, können über die genannte Mailadresse die begangenen Delikte in anonymisierter Form melden – am besten mit Angabe der Art des Übergriffs sowie der möglichst konkreten Angabe von Ort, Datum und Uhrzeit. Selbstverständlich sind auch Menschen willkommen, die diese Aktion tatkräftig unterstützen wollen und zum Beispiel zum zweiten Aktionstag im Juni 2023 einen Teil der Catcalls „ankreiden“ oder auch – besonders die Männer – die „Catcaller“ sofort darauf hinweisen, dass ihr Verhalten kein Kompliment ist.

Kreis Groß-Gerau sucht Teilnehmer für Mobilitätsexperiment

0
Groß Gerau
Groß Gerau

Stau, Stress und lange Parkplatzsuche prägen den Alltag vieler Menschen, die regelmäßig zur Arbeit pendeln. Aber wie lässt sich der Weg zur Arbeit und zur Ausbildung verträglicher gestalten? Um diese Frage zu beantworten, bereitet ein Forschungsteam in einem Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein Realexperiment in den Landkreisen Groß-Gerau und Hochtaunus vor. Hierfür werden Personen gesucht, die sich an dem Mobilitätsexperiment beteiligen. Sie bekommen die Möglichkeit, Alternativen zu ihrem gewohnten Pendelweg – kostenlos – auszuprobieren.


Das Pendleraufkommen ist in Deutschland in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen

Allein in der Region Frankfurt Rhein-Main pendeln täglich mehr als eine halbe Million Menschen, überwiegend mit dem Auto. Das hat nicht nur Folgen für die Umwelt und für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen, die pendeln, sondern auch für die Bewohner in den sogenannten Einpendlerstädten. Im BMBF-Forschungsprojekt „PendelLabor“ unter der Leitung des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) suchen Wissenschaftler gemeinsam mit Praxisakteuren nach tragfähigen Alternativen zu gängigen Pendelroutinen.

Dafür sind auch Experimente in den beiden hessischen Landkreisen Groß-Gerau und Hochtaunus geplant. „Wir wollen neue Lösungen entwickeln, die an den Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler ansetzen und eine nachhaltige Pendelmobilität fördern“, sagt Projektleiterin und Mobilitätsforscherin Jutta Deffner vom ISOE. „Wir suchen deshalb Personen, die regelmäßig zum Arbeits- oder Ausbildungsort fahren müssen und offen dafür sind, über einen Zeitraum von mehreren Monaten, zwischen Juli und Dezember 2022, Alternativen zu ihren bisherigen Pendelpraktiken auszuprobieren.“

Wer kann teilnehmen?

Interessierte ab 18 Jahren mit einem Wohnort im Hochtaunuskreis oder dem Landkreis Groß-Gerau müssen ihren Arbeitsplatz entweder in Frankfurt, im Hochtaunuskreis, im Kreis Groß-Gerau oder in einer an Frankfurt angrenzenden Kommune haben, dort studieren oder ihre Ausbildung machen. Der gesamte oder überwiegende Teil des Pendelwegs muss bisher regelmäßig mit dem Auto zurückgelegt worden sein und einfach mindestens drei Kilometer betragen. Dieser Weg muss mindestens zwei Mal in der Woche zurückgelegt werden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kommt die Teilnahme infrage. Weitere Informationen dazu unter www.pendellabor.de/experiment

Wer Fragen zum Projekt hat, kann sich an Dr. Luca Nitschke wenden (Telefon 069 7076919-20) oder an Dr. Jutta Deffner (069 7076919-38) sowie per Mail an pendellabor@isoe.de.

Zum Hintergrund:

Das Projekt „PendelLabor – Wege zu einer nachhaltigen Stadt-Umland-Mobilität am Beispiel der Region Frankfurt Rhein-Main“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung im Förderbereich MobilitätsZukunftsLabor 2050 gefördert. Forschungs- und Praxispartner sind das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung (Verbundleitung), TU Dortmund (Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung), ivm GmbH, Hochschule Rhein-Main (Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen) sowie die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain. Internet: www.pendellabor.de