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Mit trendiger Deko-Leiter ein Statement setzen

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Holzleiter, Dekoleiter, Leiter, Quelle: unsplash.com

Trittleitern sind in vielen Haushalten ein praktisches Werkzeug für Arbeiten in der Höhe. Doch heutzutage, gibt es auch eine andere Arte von Leitern, die allen voran im dekorativen Sektor glänzen.

Wir sprechen hierbei von einem begehrten Trend im Innendesign – die Dekoleiter Holz. Ob als Mittelpunkt eines Raumes oder als dezentes Akzentstück – diese Deko-Allrounder bringt Charakter in ihr Einrichtungskonzept. Vor allem für Liebhaber des rustikalen Bauernhaus-Stils oder des modernen Designs eröffnen solche Leitern unzählige Gestaltungswege.

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Warum eine professionelle dekorative Leiter bevorzugen

Beim Kauf einer dekorativen Leiter profitieren Sie von der Wertigkeit und Handwerkskunst professioneller Handwerker. Diese Leitern sind stattlich, nicht kaputtzukriegen und zudem auch sorgfältig in Bezug auf Design und Stil gestaltet. Überdies erübrigt sich die Notwendigkeit von Werkzeugen oder zusätzlichen Materialien, die bei einem do-it-yourself-Projekt benötigt werden.

Dekoleiter in Aktion

Dem Einsatz von Deko-Leitern sind keine Grenzen gesetzt. Sie können in fast jedem Raum als i-Tüpfelchen das besondere Etwas verkörpern. Einige Beispiele hier:

· Wohnzimmer – Hier könnten Sie farbenfrohe Decken oder spezielle Textilien als Wandkunst an der Deko Leiter anbringen.

· Eingangsbereich – Nutzen Sie sie ggf. als stylische Aufbewahrungsmöglichkeit für Hüte, Taschen und Schals.

· Küche – Eine Möglichkeit die Deko-Leiter in der Küche in Szene zu setzen, wäre unter anderem sie an die Wand zu hängen, um Töpfe und Pfannen daran aufzuhängen oder einzulagern. Besonders praktisch, wenn der Stauraum knapp ist.

· Badezimmer – Hier wird die Dekoleiter oft als zusätzliches Regal um gleichzeitig Handtücher zu lagern und schnell zu trocknen.

· Garten oder Balkon – Verwandeln Sie Ihre Leiter zum Beispiel in einen vertikalen Garten, indem Sie Pflanzen darauf platzieren oder daran hängen.

Jahreszeitliche Akzente setzen

Mit jeder Jahreszeit können Sie Ihrer Leiter ein neues Aussehen verleihen.
Herbst – Verwenden Sie kuschelige Decken mit Texturen wie Strick oder Kunstfell. Das Hinzufügen von Körben mit Kürbissen oder etwas Herbstlaub setzt in dieser kuschligen Jahreszeit den gewünschten herbstlichen Effekt.

Winter – Dekorieren Sie Ihre Leiter hierbei mittels festlichen Girlanden, Weihnachtsdecken und anderen saisonalen Dekorationen. Ist ein Kamin vorhanden, kann die  Deko-Leiter  sogar als kreativer Strumpfhalter dienen. Aber Vorsicht – nicht zu nahe ans Feuer.

Frühling und Sommer – Nutzen Sie Ihre Leiter, um frische Blumen oder grüne Pflanzen zu präsentieren. So bringen Sie das Gefühl von Frische und Erneuerung in Ihr Zuhause.

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Fazit

Die Möglichkeit, Stil und Funktionsmerkmale zu kombinieren, macht dekorative Leitern zu einem wertvollen Detail jedes Interieurs. Ihre Vielseitigkeit erlaubt es, mit verschiedenen Designs zu experimentieren und den Raum je nach Bedarf oder Jahreszeit neu zu gestalten. Deko-Leitern sind ein dekoratives Element und ein Zeugnis für Kreativität im zeitgenössischen Design.

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Rettungshubschrauber: 6-jähriges Kind bei Unfall auf B9 verletzt

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B9 zw. Bingerbrück/Trechtingshausen

Am 16.09.2023 gegen 16:20 Uhr kam es auf dem Fahrradweg entlang der B9 zwischen Bingerbrück und Trechtingshausen, Höhe Am Kreuzbach, zu einem Unfall mit einem verletzten 6-jährigen Kind aus Bingen. Der 6-jährige Junge befährt hier in Begleitung seiner Eltern und dem älteren Bruder den Radweg in Trechtingshausen.

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Über den Lenker geflogen

Hier beginnt der Junge während des Fahrens herumzualbern und gerät mit einer Fußspitze in die Speichen des Vorderrades. Hierdurch fällt der 6-jährige ruckartig vorne über die Lenkstange zu Boden und wird hierbei verletzt. Eine nachträglich hinzukommende Ersthelferin kann den Rettungsdienst verständigen und verbringt die Mutter und den 6-Jährigen zum Anfahrpunkt für den Rettungsdienst. Auf Grund zeitweise bestehenden Bewusstseinseintrübungen wird der Rettungshubschrauber hinzugezogen. Hierfür muss die B 9 zeitweise für 30 Minuten vollgesperrt werden. Eine Lebensgefahr für den 6-Jährigen aus Bingen bestand zu keinem Zeitpunkt.

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Mainz: Neues Hightech-Rechenzentrum auf 25.000 Quadratmetern

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Im Rahmen der Mainzer SPD-Woche fand am Freitag, den 15. September 2023, ein Besuch bei der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) statt. Dr. Oliver Malerius, der Vorstandsvorsitzende der KMW und Vorstandsmitglied, Stephan Krome, sowie Markus Blüm, Geschäftsführer der Green Mountain KMW Data Center GmbH, stellten die Pläne und Vorhaben für das zukünftige Rechenzentrum der KMW vor. BYC-News war bei der Präsentation vor Ort.

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Das Projekt Rechenzentrum auf der Ingelheimer Aue

Am 30. März 2023 haben der Energieerzeuger KMW (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG) und das norwegische Data-Center-Unternehmen Green Mountain den Gesellschaftervertrag zum Bau eines Rechenzentrums auf der Ingelheimer Aue unterschrieben. In der neuen Rechenzentrumsgesellschaft Green Mountain KMW Data Center GmbH sind beide Unternehmen jeweils mit 50 Prozent beteiligt.

Gemeinsam mit dem Partner, dem norwegischen Rechenzentrums-Unternehmen Green Mountain, wird auf dem Betriebsgelände der KMW auf der Ingelheimer Aue ein Rechenzentrum errichtet. Auf einer Grundstücksfläche von 25.000 Quadratmetern entstehen drei Gebäude, die zukünftig auf 18.000 Quadratmetern Whitespace 80 Megawatt Gesamtleistung beherbergen. Sicherheit und Ökologie stehen dabei absolut im Vordergrund. So wird ausschließlich nach Level 3 Standards (alle Systeme sind redundant vorhanden und gewährleisten damit eine extrem hohe Verfügbarkeit) gebaut.

Die Standortvorteile sind zum einen die strategische Nähe zum Frankfurter Internetknoten DE – CIX (Deutsche Commercial Internet Exchange) und zum anderen die optimale Lage auf der Ingelheimer Aue, wo die Kraftwerke zur Sicherung der Strom- und Notstromversorgung dienen.

Mainz: neues hightech-rechenzentrum auf 25. 000 quadratmetern

Eine Partnerschaft mit Perspektive

KMW nutzt Synergien am Standort zur nachhaltigen Versorgung der Gebäude und verantwortet die spätere Instandhaltung. Dafür stellt das Unternehmen Fachpersonal. „Uns war es wichtig, einen Partner zu finden, der über ausreichend Erfahrung beim Bau und Betrieb von Rechenzentren sowie im Bereich der Kundenakquise verfügt. Green Mountain ergänzt uns optimal“, erklärt Dr. Oliver Malerius, Vorstandsvorsitzender der KMW.

Green Mountain betreibt hochsichere und nachhaltige Rechenzentren in Norwegen und England. Das norwegische Unternehmen wird die Rechenzentrums-Flächen vermarkten und bringt die Kunden auf die Ingelheimer Aue.

„Green Mountain hat die Vision, in der Rechenzentrumsbranche den grünen Standard zu setzen. Deshalb hat uns der umweltfreundliche Ansatz der KMW für den Betrieb des Rechenzentrums besonders gut gefallen,“ begründet Svein Atle Hagaseth, CEO von Green Mountain.

„Uns war es wichtig, dass der zukünftige Partner gut zur Kultur der KMW passt. Schließlich handelt es sich um ein großes und langfristig angelegtes Projekt in Mainz,“ meint Jörg Höhler, Vorstandsmitglied der KMW. „Wir sind überzeugt davon, dass Green Mountain nicht nur das notwendige Know-how mitbringt, sondern auch die Wertvorstellungen der KMW und ihrer Anteilseigner teilt,“ ergänzt Stephan Krome, ebenfalls KMW-Vorstandsmitglied.

Gute Standortfaktoren für ein grünes Rechenzentrum

Das Betriebsgelände der KMW auf der Ingelheimer Aue bietet einige Vorteile, die für den Betrieb des Vorzeige-Rechenzentrums besonders günstig sind – beispielsweise die Stromversorgung durch Erneuerbare Energien Portfolio der KMW sowie die gute Netzanbindung.

Die umliegenden Kraftwerke der KMW sichern die Notstromversorgung. Dadurch ist es nicht notwendig, teure und klimabelastende Notstromdiesel-Aggregate einzusetzen und das Rechenzentrum kann emissionsarm betrieben werden.

Die im Endausbau bis zu 60 MW entstehende Abwärme wird über Großwärmepumpen klimabewusst ins Mainzer Fernwärmenetz gespeist. Kühlwasser bezieht das Rechenzentrum aus dem Rhein.

„Es handelt sich um ein Leuchtturmprojekt der Branche, da die Kombination aus sicherer, emissionsfreier Stromversorgung, nachhaltiger Wärmenutzung und effizienter Kühlung einzigartig für ein Rechenzentrum dieser Größe ist, “ erklärt Markus Blüm, Geschäftsführer der Green Mountain KMW Data Center GmbH.

„Das Gelände eignet sich optimal für den Bau eines Rechenzentrums. Die Fläche liegt weder in einem Naturschutzgebiet noch müssen für den Bau freie Flächen versiegelt werden. Eine bestehende Industriefläche auf Mainzer Boden wird somit bestmöglich genutzt,“ so Tobias Junglas, ebenfalls Geschäftsführer Green Mountain KMW Data Center.

An dem Projekt ist die TTSP HWP Planungsgesellschaft mbH aus Frankfurt beteiligt, die auf die Generalplanung von Rechenzentren spezialisiert ist. Hierbei hatte diese zusätzliche Unterstützung vom Planungsbüro GePlan Ingenieure GmbH & Co.KG aus Hennef. Über einen Fassadenwettbewerb konnte das Architekturbüro Kölling aus Bad Vilbel zudem mit einer gelungenen Fassade überzeugen.

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Technische Eckdaten im Überblick

  • Geplanter Start: 1. Bauabschnitt im Herbst 2023
  • Geplante Fertigstellung: 1. Bauabschnitt Ende 2024
  • Größe: 3 Gebäude mit je 6.000 m² IT-Fläche
  • Leistung: 80 MW Gesamtleistung
  • Betrieb: mit Ökostrom aus unseren Anlagen der Erneuerbaren Energien
  • Notstromversorgung: unsere Kraftwerke, daher kein Notstromdiesel erforderlich und somit emissionsfrei
  • Kühlung: Rheinwasser
  • Abwärme: wird mit einer Leistung von 60 MW ins Mainzer Fernwärmenetz eingespeist

Für die SPD waren vor Ort:

Bei dem Besuch des neuen Rechenzentrums der KMW und Green Mountain waren auch Vertreter der SPD vor Ort, darunter:

  • Doris Ahnen, Finanzministerin des Landes Rheinland-Pfalz
  • Daniel Baldy, SPD-Bundestagsabgeordneter für Mainz und Mainz-Bingen
  • Christian Kanka, Ortsvorsteher von Mainz-Mombach
  • Martin Kinzelbach, Vorsitzender der SPD Mainz-Gonsenheim
  • Daniel Reissmann, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPD RLP
  • Christian Lips, Geschäftsführer der SPD-Mainz
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Über Green Mountain

Green Mountain entwirft, baut und betreibt hochsichere, innovative und nachhaltige Rechenzentren in Norwegen und England. Die Rechenzentren werden mit kostengünstigem, zu 100 Prozent erneuerbarem Strom betrieben, und der Einsatz von Fjordwasser-Kühlung in den norwegischen Rechenzentren sorgt für eine hohe Energieeffizienz.

Das Unternehmen wurde 2021 von der israelischen Azrieli Group übernommen und betreibt derzeit die folgenden Rechenzentrumsstandorte: Das SVG1-Rennesøy in der Nähe von Stavanger, das RJU1-Rjukan in Telemark und das Rechenzentrum OSL1-Enebakk circa 20 km außerhalb von Olso. Darüber hinaus wurde kürzlich durch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens ein Rechenzentrum in London (LON1-Ost) errichtet, dass sich in einem der wichtigsten Rechenzentrumsknoten der Welt befindet. Alle Rechenzentren werden zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben. Zu den bestehenden Kunden gehören große internationale Unternehmen u. a. aus den Bereichen Cloud, Banken/Finanzen, HPC oder der Automobilbranche. Die Sicherheit der Rechenzentren ist auf höchstem Niveau und Green Mountain verfügt über mehrere ISO-Zertifizierungen.

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Drees & Sommer: Nachhaltige Stadtentwicklung und Klimaschutz

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Starkregen, Hitzewellen, Gewitterstürme und extremer Schneefall: In Städten ist der Klimawandel vor allem durch Extremwetterereignisse spürbar. Schwere Verwüstungen und enorme Gesundheitsrisiken sind die Folgen. Mit Klimaschutz alleine ist es nicht mehr getan – Städte müssen sich schon jetzt an das veränderte Klima anpassen. Welche Maßnahmen sich dazu eignen, zeigen zum Beispiel die baden-württembergische Stadt Rastatt oder die Quartiersentwicklung Berlin TXL. Weitere Lösungsansätze präsentieren Städte und Kommunen im Rahmen der bundesweiten Woche der Klimaanpassung vom 18. bis 22. September 2023, die das auf Bau und Immobilien spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE als Partner unterstützt.

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Gregor Grassl, Associate Partner und Experte für nachhaltige Stadtentwicklung bei Drees & Sommer

„Unsere Städte sind nicht für extreme Hitze oder tropische Regengüsse gebaut. Das größte Problem ist die hohe Versiegelung mit wärmespeichernden Materialien, wie Beton, Asphalt oder Glas. Dadurch kann es in Städten um bis zu 10 Grad wärmer als im Umland sein, es bilden sich sogenannte urbane Hitzeinseln“, erklärt Gregor Grassl, Associate Partner und Experte für nachhaltige Stadtentwicklung bei Drees & Sommer. Hinzu kommen vermehrt auftretende Starkregenereignisse. Laut des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben diese zwischen 2002 und 2021 alleine an Wohngebäuden einen Schaden von rund 12,6 Millionen Euro verursacht.[1] „Neben Klimaschutz und der damit verbundenen CO2-Reduktion müssen wir unsere gebaute Umwelt an die klimatischen Veränderungen anpassen, um Schäden zu vermeiden und lebenswerte Städte zu erhalten“, so Grassl.

Klimaschutz und Klimaanpassung: Zwei Seiten einer Medaille

Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung gehen häufig Hand in Hand – sie können in der Umsetzung jedoch auch mit gegensätzlichen Interessen verbunden sein und dadurch kollidieren. Ein Beispiel dafür ist die Diskussion darüber, Dächer entweder zu begrünen oder mit Photovoltaikanlagen auszustatten. „Ersteres ist eine Maßnahme der Klimaanpassung, zweiteres des Klimaschutzes. Dabei legen zahlreiche Studien nahe, dass sich beides kombinieren lässt und daraus sogar Synergien entstehen. Photovoltaik-Module auf Gründächern erzielen demnach einen höheren Ertrag, weil sie durch die Kühlung des Gründaches besser arbeiten“, berichtet Grassl. Ein weiteres Beispiel sind Solarsiedlungen, deren strenge Südausrichtung im Einzelfall dazu führen kann, dass sie dadurch die wichtige Stadtdurchlüftung stören. Sämtliche Baumaßnahmen gilt es somit stets aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, um Potenziale sowohl für den Klimaschutz als auch für die Klimaanpassung bestmöglich zu nutzen.

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10-Punkte-Plan der Stadt Rastatt: Mehr grün, mehr Schatten, weniger Beton

Die Stadt Rastatt hat gemeinsam mit Drees & Sommer und dem Beratungsunternehmen alpS ein Klimaanpassungskonzept entwickelt. Rastatt liegt inmitten des Oberrheingrabens in einer der wärmsten Regionen Deutschlands. Klimadaten aus den Jahren 1960 bis 2020 zeigen, dass die Temperaturen in Rastatt im Sommer wie im Winter um rund drei Grad angestiegen sind. „Die Anzahl heißer Tage und warmer Nächte hat zugenommen, während die Niederschläge in den Sommermonaten zurückgehen“, berichtet Martin Schursch, Klimaschutzmanager der Stadt Rastatt. „Um unsere Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner gegen die klimatischen Veränderungen zu wappnen, haben wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung zehn übergeordnete Maßnahmen zur Klimaanpassung priorisiert, die in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden sollen. Da Rastatt bereits 1994 als eine der ersten deutschen Städte ein Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht hat und wir als Stadt bis 2035 klimaneutral sein wollen, sind zahlreiche Einzelmaßnahmen auch bereits begonnen.“

Dazu zählt beispielsweise die Begrünungs- und Verschattungsinitiative, im Rahmen derer seit 2020 insgesamt 1.000 neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden. Zudem setzt das Maßnahmenpaket auf eine verstärkte Fassadenbegrünung für Verdunstungskühle. Martin Schursch ergänzt: „Für die Durchlüftung der Stadt und um Hitze und Schadstoffe auszuleiten, brauchen wir Frischluftschneisen sowie Grünflächen und Wälder als Kalt- und Frischluftproduzenten. Zu deren Schutz geht seit 2017 jedem Bauvorhaben eine Klimaanalyse voraus.“ Zur Verbesserung der Wasserverfügbarkeit will die Stadt nach dem Prinzip der Schwammstadt mehr Wasser dezentral speichern und bei Bedarf abrufen, beispielsweise mittels Baumrigolen, Tiefbeeten und Zisternen. Entlang von Rhein und Murg sollen neue Retentionsflächen zum Überflutungs- und Hochwasserschutz geschaffen werden.

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Städte als Schwämme

Wie ein Schwamm können auch begrünte Flachdächer in innerstädtischen Gebieten wirken, allerdings muss die Statik der Gebäude auf diese Zusatzbelastung ausgelegt sein. An die Stelle versiegelnder Materialien wie Asphalt oder Pflastersteinen können wasserdurchlässige Rasengittersteine treten, wobei zu berücksichtigen ist, dass diese die Barrierefreiheit einschränken. Große Plätze oder auch Skaterparks lassen sich in Muldenform als multifunktionale Retentionsflächen anlegen, so dass sich dort Regenwasser sammeln und dieses später dosiert an das Kanalnetz abgeführt werden kann.

In Berlin hat Drees & Sommer für das Stadtentwicklungsprojekt Berlin TXL auf dem Areal des ehemaligen Flughafens Tegel ein Biodiversitätskonzept mit Regenwassermanagement für eine nachhaltige Wasserversorgung bei gleichzeitigem Starkregenschutz entwickelt. So sind die Gebäude und Freiflächen nach dem Prinzip der Schwammstadt geplant, Flächen wurden entsiegelt und ein naturnahes Regenwasserbecken eingeplant. Aufgefangenes Regenwasser kann teilweise als Brauchwasser verwendet werden.

Helle Oberflächen und Nachtkühlung statt Klimaanlage

In Städten gehen heiße Tage mit mehr als 30 Grad aufgrund des Hitzeinsel-Effekts häufig mit Tropennächten einher, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad absinkt. Das bedeutet Dauerstress für den Körper und ein gesundheitliches Risiko vor allem für ältere Menschen, Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kleinkinder. Damit sich Gebäude und Innenstädte weniger stark aufheizen, setzen Städteplaner vermehrt auf den sogenannten Albedo-Effekt – so auch beim Schumacher Quartier, dem Wohnquartier innerhalb des Entwicklungsprojekts Berlin TXL. Helle und reflektierende Oberflächenmaterialien mit geringer Wärmespeicherfähigkeit (Albedo) können die starke Wärmeabsorption in Städten an heißen Tagen verringern. Es gilt: Je heller die Gebäude und Oberflächen in einer Stadt sind, desto geringer ist die Aufheizung, weil kurzwellige Strahlung reflektiert wird und das Material sich nicht erwärmen kann. „Auch heller Straßenbelag ist vereinzelt bereits im Einsatz“, weiß Gregor Grassl.

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Ganz ohne eine Kühlung des Innenraums geht es in vielen Fällen trotzdem nicht

„In Summe stehen ausreichend viele CO2-neutrale Lösungen zur Bewältigung von Hitzestress in Städten zur Verfügung. Klimaanlagen wie Splitgeräte hingegen kühlen zwar den Innenraum, heizen jedoch gleichzeitig durch die Abwärme den Außenraum noch weiter auf. Zudem sind sie enorme Stromfresser“, gibt Grassl zu bedenken. Auf Gebäudeebene kommen deshalb als Alternative verstärkt Low-Tech-Systeme zum Einsatz. Dabei wird viel Speichermasse in das Gebäude eingebaut, die den Innenraum nachts durch die kühlere Außenluft kühlt. „In Tropennächten ist es nachts jedoch zu warm, dann funktioniert das Prinzip nicht mehr. In die Zukunft gedacht, müssen deshalb sogar aus heutiger Sicht nachhaltige Gebäude auf Grund des Klimawandels saniert werden“, sagt Grassl.

Während Grünfassaden die Temperatur an der Fassade und damit den Kühlbedarf senken, können Fußbodenheizungen im Sommer zum Kühlboden werden und Decken im Rahmen der Bauteilaktivierung als Kühlflächen dienen. Auch Geothermie lässt sich nicht nur zum Heizen, sondern ebenso zum Kühlen einsetzen. Gleiches gilt für Niedrig-Energie-Systeme (LowEx-Systeme): Dabei entsteht ein kleinräumiger Quartierskreislauf mit niedriger Vorlauftemperatur, der angeschlossenen Gebäuden beim gegenseitigen Austausch von Wärme und Kälte unterstützt und verschiedene regenerative Wärmequellen einbindet. Ebenso können saisonale Speicher integriert werden, die im Erdreich überschüssige Wärme aus dem Sommer speichern und im Winter abgeben – und umgekehrt. Diese zukunftsorientierten Lösungen sind resilient und auch bei tropischen Nächten funktionsfähig.

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Der Kampf gegen Geldautomatensprenger in Hessen

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GeldautomatBingen Dietersheim e1625126595377
GeldautomatBingen Dietersheim e1625126595377

Aufgrund der jüngsten Vorfälle von Geldautomatensprengungen in Frankfurt am Main lud die Frankfurter Sparkasse in ihre Hauptniederlassung zu einer gemeinsamen Pressekonferenz ein, an der auch das Hessische Landeskriminalamt, das Polizeipräsidium Frankfurt am Main und der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen teilnahmen. Die gemeinsame Botschaft der Sicherheitsbehörden und Finanzinstitute ist eindeutig: Die Täter sollen gestoppt werden.

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In den letzten Monaten wurden Filialen der Frankfurter Sparkasse in Frankfurt gleich fünfmal ins Visier der Täter genommen

Bereits vor dem ersten Vorfall ergriff die Frankfurter Sparkasse umfangreiche Maßnahmen, um die Sicherheit ihrer Filialen und Geldautomaten zu erhöhen. Diese Maßnahmen basieren auf einer gründlichen Risikoanalyse der Standorte, die in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landeskriminalamt durchgeführt wurde. Eine der ersten Maßnahmen war die Schließung der meisten Filialen während der Nachtstunden. Darüber hinaus wurden alle Standorte rund um die Uhr über eine Sicherheitsleitstelle alarmiert und videoüberwacht. Filialen mit nächtlichem Zugang erhielten zusätzlich Sicherheitspersonal. Die Selbstbedienungsgeräte, die besonders im Fokus der Angreifer stehen, wurden mechanisch verstärkt und aufwändig gesichert. Als Sofortmaßnahme nach den ersten Sprengungen wurde beschlossen, alle Filialen flächendeckend mit Vernebelungstechnologie auszustatten. Zudem wurde die Färbetechnologie in den Selbstbedienungsgeräten installiert, und diese Technologie ist nun in allen neuen Automaten der Frankfurter Sparkasse verfügbar.

Dr. Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse, äußerte sich dazu: „Wir sind darauf vorbereitet, den Kampf gegen Geldautomatensprenger noch eine Weile fortzusetzen, da sowohl unsere Kunden als auch wir auf unser umfangreiches Filial- und Geldautomatennetz angewiesen sind. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir mit den ergriffenen Maßnahmen, insbesondere der Verwendung von Vernebelungsanlagen in Kombination mit der kontinuierlichen Anwendung der Färbetechnik, zukünftige Angreifer noch effektiver abwehren können.“

Stefan G. Reuß, Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, erklärte: „Bei den Sicherheitsmaßnahmen treffen wir stets eine Abwägung zwischen dem Erhalt einer flächendeckenden Bargeldversorgung und der Notwendigkeit, das Leben und die Gesundheit unbeteiligter Dritter zu schützen. In Einzelfällen kann dies zur Schließung von Geldautomatenstandorten führen. Dies ist jedoch nur als letztes Mittel zu sehen, da wir eine Verantwortung für die Sicherheit der Menschen im Umfeld der Automaten tragen.“

Gemeinsame Maßnahmen und Prävention

Die hessische Polizei arbeitet intensiv mit Privat- und Genossenschaftsbanken sowie Sparkassen zusammen, um schwerwiegende Geldautomatensprengungen zu bekämpfen. Im Rahmen der bundesweit einzigartigen Präventionsoffensive „ALLIANZ GELDAUTOMATEN“ ergreifen immer mehr Banken und Sparkassen Präventionsmaßnahmen und rüsten ihre Geldautomaten auf, um sie vor möglichen Sprengversuchen besser zu schützen. Ziel ist es, Geldautomatensprengungen für die Täter unattraktiv zu machen und vor allem Menschen zu schützen sowie Sachschäden zu minimieren.

Die Zusammenarbeit basiert auf dem vom Hessischen Landeskriminalamt entwickelten Risiko-Analyse-Tool „GLB-operativ“, das den Raum und den Standort eines Geldautomaten hinsichtlich möglicher Gefahren bewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Risikokonferenzen zwischen den Banken und der Polizei diskutiert, um individuelle Präventionsmaßnahmen der Geldinstitute sowie Einsatz- und Fahndungskonzepte der Polizei gezielt anzupassen und umzusetzen.

Andreas Röhrig, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts, erklärte: „Die hessische Polizei betrachtet das Phänomen ganzheitlich und geht weiterhin konsequent gegen Geldautomatensprenger vor, die ohne Rücksicht auf Verluste in ganz Hessen ihre Taten begehen. Die polizeilichen Konzepte vereinen Strafverfolgung und Prävention. Sie werden fortlaufend überprüft und angesichts anhaltender Sprengungen angepasst, um langfristig Wirkung zu entfalten. Daher setzen wir mit der Allianz Geldautomaten weiterhin auf eine enge Zusammenarbeit mit den Banken und erhöhen gleichzeitig den Fahndungsdruck durch regelmäßige überregionale Kontrollaktionen.“

Stefan Müller, Polizeipräsident Frankfurt, betonte die Wertigkeit solcher Sicherheitsvorkehrungen

„Unsere oberste Priorität ist der Schutz von Leben, Eigentum und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Täter gehen bei Geldautomatensprengungen skrupellos vor und setzen unkalkulierbare Risiken ein. Dies zeigt sich in den erheblichen Schäden, die in Frankfurt durch die Sprengungen verursacht wurden. Die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie die Täter länger an der Tatausführung hindern. Dies verschafft der Polizei wertvolle Zeit und kann entscheidend für den Erfolg von Fahndung und Ermittlungen sein.“

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Richtfest für die neue Autopflege und Radwerkstatt in Ingelheim

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Richtfest bei der in.betrieb Radwerkstatt und Autopflege Ingelheim | Foto: BYC-News

Am Freitag, 15. September 2023, hat die in.betrieb gGmbH Gesellschaft für Teilhabe und Integration zu einer Baustellenführung eingeladen. in.betrieb errichtet derzeit in Ingelheim eine für die Region einmalige inklusive Autopflege und Radwerkstatt. Der Inklusionsbetrieb mit dem Namen „wasch.werk & rad.werk“ in der Binger Straße 216 wird 14 neue Arbeitsplätze schaffen, davon 7 Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung. BYC-News war vor Ort.

Bis Mitte September wurde ein großer Teil der grundlegenden und unterirdischen Arbeiten erledigt

Unter anderem steht die große Halle für die Waschstraße. Oberbürgermeister Ralf Claus und in.betrieb-Geschäftsführer Michael Huber haben bei einem Baustellenrundgang und Richtfest die Idee und Ziele des Inklusionsprojektes erläutert und gemeinsam mit den Fachleuten über den Baufortschritt und den künftigen Betrieb informiert.

„Das Unternehmen in.betrieb leistet seit Beginn seines Engagements in Ingelheim einen wichtigen Beitrag zu dem gelungenen, vielfältigen Miteinander in unserer Stadt, indem Inklusion vorbildlich in die Tat umgesetzt wird. Deshalb freue ich mich sehr, dass mit der künftigen Inklusionswerkstatt für Autos und Fahrräder das Engagement noch weiter ausgebaut wird. Ich wünsche für die weiteren Bauarbeiten und die Eröffnung alles Gute und hoffe, dem fertiggestellten Betrieb schon bald einen persönlichen Besuch abstatten zu können“, sagt Oberbürgermeister Claus. Die Eröffnung des Betriebs ist für Januar 2024 geplant.

Attraktive Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen

„Für uns ist der entstehende Inklusionsbetrieb ein Leuchtturm-Projekt und eine logische Weiterentwicklung unserer Unternehmensstrategie. Wir danken allen Partnern dafür, dass das Projekt und der Bau so gut voranschreiten. Wir freuen uns darauf, durch den Inklusionsbetrieb die Teilhabe aller Menschen am Arbeitsleben hier bei uns in der Region noch besser zu fördern. Wir bieten Menschen mit und ohne Behinderungen moderne und attraktive Arbeitsplätze und den Ingelheimer Privatpersonen und Unternehmen ebenso attraktive Dienstleistungen. Wir freuen uns jetzt schon auf die Eröffnung, die wir sicher im Rahmen eines großen Festes feiern werden“, ergänzt in.betrieb-Geschäftsführer Huber.

Anschließend sprach Gerd Diehl, Geschäftsführer des Bauunternehmens Karl Gemünden GmbH & Co. KG den Richtspruch für die beiden neuen Gebäude, mit dem er den Beteiligten für die Arbeit dankte und für die Zukunft viel Erfolg wünschte. Auch Melanie Krisam vom Integrationsamt Rheinland-Pfalz sprach ihre Glückwünsche aus und betonte die wichtige Arbeit der in.Betrieb gGmbH.

Besonders macht das Projekt zudem die damit verbundene Kooperation mit Boehringer Ingelheim. Das Projekt wird vom Integrationsamt des Landes Rheinland-Pfalz und der Aktion Mensch gefördert. Der entstehende Inklusionsbetrieb soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Inklusion von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen in Ingelheim und der gesamten Region zu fördern.

Die in.Betrieb konnte für die neue Autopflege und Fahrradwerkstatt bereits sieben Menschen unter Vertrag bringen. Sieben weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden aktuell noch gesucht. Weitere Informationen dazu sind auf der Homepage von „wasch.werk & rad.werk“ zu finden.

Leistungsumfang:

Innerhalb des wasch.werks werden folgende Dienstleistungsportfolios angeboten:

  • Portalwaschanlage mit Vorwäsche
  • Fahrzeuginnenpflege mit Polster- und Lederpflege
  • Lackpflege (inkl. Nano-Lackpflege)

Die Dienstleistungen in der Fahrradwerkstatt sind:

  • Inspektionen
  • Zubehör-Montage
  • Reparaturen jeglicher Art wie beispielsweise an den Bremsen, am Rahmen etc.
  • E-Bike Service und Zubehör-Verkauf

Es entstehen zwei erdgeschossige Leichtbauhallen in Stahlkonstruktion

Das internationale Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim AG & Co. KG stellt das notwendige Grundstück in zentraler Lage an einem Haupt-Verkehrsknotenpunkt in Erbpacht zur Verfügung. Der Erbbaurechtsvertrag läuft über 20 Jahre.

Die Fahrradwerkstatt- und Autopflege haben rund 320 Quadratmeter Nutzfläche, die Portalwaschanlage hat etwa 85 Quadratmeter Nutzfläche, der Bruttorauminhalt der Fahrradwerkstatt und Autopflege beträgt rund 1.800 Kubikmeter, der Bruttorauminhalt der Portalwaschanlage etwa 475 Kubikmeter. Es entsteht eine topmoderne Werkstatthalle für Fahrradreparatur und die Autoinnenpflege und eine zeitgemäße Autowaschanlage mit Vor- und Ausfahrtplatz zur Vor- und Nachreinigung, die allen aktuellen Umweltstandards entspricht. Zudem wird es neben dem Gebäude drei Staubsaugerplätze geben. Die Gebäude und Arbeitsplätze sind barrierefrei und werden den Anforderungen von Menschen mit Behinderungen gerecht.

Bisher wurden folgende Arbeiten erbracht: Die Baustelle wurde im Februar 2023 feierlich eröffnet. Alle Grundleitungen sind in der Zwischenzeit verlegt. Die Bodenplatten des Werkstattgebäudes und der Waschhalle wurden einschließlich Aufkantung betoniert. Der Stahlbau der Hallenkonstruktionen wurde errichtet und mit wärmegedämmten Paneelen verkleidet. Das Dach wurde abgedichtet und die Fenster, Türen und Tore eingebaut.

Folgende Arbeiten stehen noch aus: Die Dächer erhalten noch eine Dachbegrünung und eine PVAnlage. Der komplette Innenausbau einschließlich der technischen Gebäudeausstattung ist noch auszuführen ebenso wie der Einbau der eigentlichen PortalWaschanlage. Es werden noch errichtet die kompletten Außenanlagen mit der gepflasterten Umfahrt, dem gepflasterten Waschplatz und Saugplätzen. Der Kanalanschluss durch die Stadt Ingelheim und die Elektroeinspeisung durch die Rheinhessische Energie und Wasserversorgungs GmbH sind ebenfalls noch herzustellen.

Die Wasseraufbereitungsanlage kann eine große Menge des benutzten Wassers der Portalwaschanlage (85%) wiederverwerten und gibt dabei nur minimale Mengen (15%) in den Kanal ab. So erfüllt die Anlage alle nachhaltigen und ökologischen Aspekte nach dem heutigen Stand bestmöglich. Neben dem Wasserverbrauch stellt der Stromverbrauch für die Portalwaschstraße einen enormen Faktor dar. Um hier nachhaltig und ökologisch verantwortungsbewusst zu arbeiten, wird die komplette Dachfläche mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. So kann der größte Anteil des benötigten Stroms durch Sonnenkraft produziert werden.

Die prognostizierten Netto-Investitionskosten belaufen sich auf knapp 2,4 Millionen Euro. Das Integrationsamt des Landes Rheinland-Pfalz und die Aktion Mensch bezuschussen das Vorhaben.

Förderung:

  • Zuschuss Integrationsamt (für 7 Vollzeitstellen): 210.000 Euro
  • Aktion Mensch Investitionsförderung: 300.000 Euro + 20.000 Euro (für
    Inflationsausgleich)

  • In den ersten 6 Jahren werden jährlich zwischen 190.000 Euro und 150.000 Euro
    Personalkostenzuschüsse (unter anderem Aktion Mensch) für die Schaffung von 7
    neuen Stellen für Menschen mit Schwerbehinderung ausbezahlt.

Gewalt gegen Polizei und ihre Ursachen – Deutschland trägt zur Eskalation bei

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Bodycam Rheinland-Pfalz

Die Zunahme von Angriffen auf Polizeibeamte und der allgemeine Mangel an Respekt gegenüber der Polizei sind ernsthafte Probleme, die unsere Gesellschaft in Zukunft herausfordern wird. Diese Probleme haben viele Ursachen, darunter langanhaltende negative Kampagnen gegen Polizeieinsätze und die Polizei als Institution. Diese Entwicklungen hinterlassen tiefe Spuren und tragen dazu bei, dass Personen bei kleinen Anlässen ausrasten und die Konfrontation suchen.

Besorgniserregende Entwicklung

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hat darauf hingewiesen, dass sogar 12-Jährige Polizeibeamte beleidigen und als „Nazis in Uniform“ bezeichnen. Diese Respektlosigkeit gegenüber den Einsatzkräften ist alarmierend und zeigt, dass die Angriffe auf die Polizei weit über die Grenzen der Erwachsenenwelt hinausgehen.

Ein besorgniserregender Aspekt ist, dass diese negativen Einstellungen und Vorurteile nicht aus dem Nichts entstehen. Jahrelange Negativkampagnen, teilweise sogar aus Ministerien, Parteizentralen und Parlamenten heraus, haben dazu beigetragen, das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit zu trüben. Solche Kampagnen schüren Misstrauen und führen dazu, dass immer mehr Menschen die Polizei pauschal verurteilen.

Ein weiterer Faktor, der zur Krise beiträgt, ist die chronische Unterfinanzierung der Polizei. Diese langanhaltende finanzielle Benachteiligung hat zu einer strukturellen Schwäche geführt, die die Autorität des Staates als Ganzes in Frage stellt. Wenn der Staat nicht in der Lage ist, seine Bürger zu schützen und für Ordnung zu sorgen, verlieren die Bürger das Vertrauen in die staatlichen Institutionen. Dies erklärt auch, warum in vielen Ländern staatlich Beschäftigte vermehrt angegriffen werden.

Rainer Wendt betont, dass der Staat selbst einen erheblichen Beitrag zur Eskalation leistet

Die Politik wird oft als schwach und unentschlossen wahrgenommen, während Straftaten verharmlost und relativiert werden. Dies führt dazu, dass staatliches Handeln grundsätzlich verdächtig erscheint. Die Konsequenz ist eine Spirale der Gewalt, die noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hat.

Es ist an der Zeit, eine gesellschaftliche Zeitenwende einzuleiten. Staatlich Beschäftigte, einschließlich der Polizei, sollten stolz darauf sein, für ihr Land und ihre Mitbürger da zu sein. Im Moment sorgt die Politik jedoch oft für das Gegenteil und trägt zur Krise des Vertrauens bei. Es ist entscheidend, dass die Gesellschaft, die Medien und die politischen Entscheidungsträger zusammenarbeiten, um das Vertrauen in die Polizei wiederherzustellen und die Sicherheit für alle Bürger zu gewährleisten.

Deutsche Toleranz im Wandel: Gendersternchen, Frauenquote und Meinungsfreiheit

 

Innenstadt beleben: Einzelhandel in Bad Kreuznach auf Ideensuche

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Hobbylabor Bad Kreuznach

Nicht erst seit der Corona-Zeit ist es für den Einzelhandel in den Innenstädten eine Herausforderung, sich gegen den Onlinehandel zu behaupten. Es bleibt ständige Aufgabe, gerade die Stärken des stationären Einzelhandels herauszuarbeiten: die fachliche Beratung im Geschäft zu oft den gleichen oder sogar günstigeren Preisen als im Onlinehandel. Das Einkaufserlebnis „Innenstadt“ statt „Sofa“.

Die Einzelhändler in Bad Kreuznach stehen vor einer gemeinsamen Herausforderung

Wie können sie sich in einer Zeit des stetig wachsenden Onlinehandels behaupten und ihre Innenstadt attraktiv gestalten? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Händler selbst, sondern auch die Stadtverwaltung und andere Akteure in der Stadt. Um gemeinsam nach Lösungen zu suchen und konkrete Ideen zu entwickeln, findet am Dienstag, den 19. September, von 19 bis 21 Uhr ein Ideenworkshop der städtischen Wirtschaftsförderung statt. Ursprünglich im Else-Liebler-Haus geplant, wurde der Ort der Veranstaltung aufgrund der hohen Anmeldezahlen nun auf das Dehoga-Gebäude in der John-F.-Kennedy-Straße 15 verlegt.

Wirtschaftsdezernent Markus Schlosser betont die Bedeutung der Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien

„Es ist eine gemeinsame Aufgabe der Händler, der Gastronomie, der gewerblichen Vermieter, der Eventplaner und natürlich der Stadt, nach Lösungen zu suchen. Der vom Land Rheinland-Pfalz geförderte Ideenworkshop bietet den Raum für alle Akteure sich auszutauschen und diese Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten.“

Ein Schlüssel zum Erfolg dieses Workshops liegt darin, möglichst konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die die Attraktivität der Innenstadt steigern können. Hierbei wird eine breite Beteiligung der Innenstadtgesellschaft angestrebt, da die Innenstadt ein multifunktionaler Ort für verschiedene Ziel- und Nutzergruppen ist. „Die Gestaltung einer zukünftigen Innenstadt gelingt nur gemeinsam“, betont Schlosser.

Netzwerken

Neben den inhaltlichen Ergebnissen des Workshops liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Austausch und dem Netzwerken der beteiligten Akteure. Die Stärkung des Netzwerkgedankens kann dazu beitragen, dass die entwickelten Ideen erfolgreich in die Tat umgesetzt werden.

In einer Zeit, in der der Einzelhandel vor großen Herausforderungen steht, ist die Zusammenarbeit und der gemeinsame Einsatz für eine lebendige Innenstadt von entscheidender Bedeutung. Der Ideenworkshop in Bad Kreuznach am 19. September bietet die Gelegenheit, diese Zusammenarbeit zu stärken und konkrete Schritte für eine erfolgreiche Zukunft des Einzelhandels in der Stadt zu entwickeln.

Illegale Müllentsorgung in Bingen – Appell von Oberbürgermeister Thomas Feser

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Nachrichten Bingen
Nachrichten Bingen

In den vergangenen Monaten hat die illegale Müllentsorgung in der Stadt Bingen bedauerlicherweise zugenommen. Immer häufiger wird Sperrmüll in der Gemarkung widerrechtlich abgeladen, und selbst gefährlicher Sondermüll findet seinen Weg auf die Straßen und in die Natur. Dieser besorgniserregende Trend hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Umwelt, sondern belastet auch die finanziellen Ressourcen der Stadtverwaltung erheblich.

Oberbürgermeister Thomas Feser appelliert an die Bürgerinnen und Bürger

In dieser Angelegenheit hat sich Oberbürgermeister Thomas Feser zu Wort gemeldet und appelliert eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger von Bingen. „Es kann nicht sein, dass einzelne Mitbürger ihren Sperrmüll illegal in die Gemarkung werfen und die Allgemeinheit am Ende die Kosten dafür tragen muss“, so Feser. Er weist darauf hin, dass es im Kreis ausreichend funktionierende Wertstoffhöfe und eine zuverlässige Sperrmüllabholung gibt. Die Bürgerinnen und Bürger haben somit die Möglichkeit, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, ohne auf illegale Methoden zurückzugreifen.

Thomas Feser betont die Wichtigkeit der gemeinsamen Verantwortung für die Sauberkeit der Stadt und ihrer Umgebung. Er ruft dazu auf, aktiv an der Lösung dieses Problems mitzuwirken und unnötige Mehrausgaben zu verhindern. Jeder kann seinen Beitrag leisten, indem er sicherstellt, dass Müll ordnungsgemäß entsorgt wird und andere darauf hinweist, die dies nicht tun.

Ein dringender Appell an Zeugen

Der Oberbürgermeister richtet auch einen dringenden Appell an alle, die illegale Müllentsorgungen beobachten. Sollten Sie Zeuge einer solchen illegalen Handlung werden, zögern Sie bitte nicht, sachdienliche Hinweise zu geben. Diese können helfen, die Verursacher zur Verantwortung zu ziehen und weitere illegale Müllablagerungen zu verhindern. Sie können sich an das Amt für öffentliche Ordnung unter der E-Mail-Adresse ordnungsamt@bingen.de wenden.

Die illegale Müllentsorgung ist nicht nur ein Verstoß gegen geltendes Recht, sondern schadet auch unserer Umwelt und belastet die Gemeinschaft finanziell. Es liegt in unserer Verantwortung als Bürgerinnen und Bürger von Bingen, für eine saubere und lebenswerte Stadt zu sorgen. Indem wir Müll ordnungsgemäß entsorgen und illegale Ablagerungen melden, können wir alle dazu beitragen, Bingen noch schöner und nachhaltiger zu gestalten.

Erik Donner und Kathleen Herr zu der Bürgerbeteiligung „Mombacher Straße“

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Die Mombacher Straße in Mainz steht vor einer umfassenden Neugestaltung, die sowohl die Anliegen der Bürger als auch die Zukunftsfähigkeit der Verkehrsführung und des Straßenraums berücksichtigt. Nach einer erfolgreichen Online-Bürgerinformation und einer Vielzahl von Rückmeldungen und Vorschlägen von Anwohnern befindet sich die Verkehrsverwaltung derzeit in der Phase der sorgfältigen Prüfung der gesammelten Hinweise zum aktuellen Planungsentwurf, darüber berichtete BYC-News am 8. September 2023.

Erik Donner und Kathleen Herr (SPD-Stadtratsfraktion) zu der Bürgerbeteiligung

„Es gibt in Mainz keinen Dissens darüber, dass die Mombacher Straße eine umfassende Umgestaltung benötigt“, stellen Erik Donner, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, und Kathleen Herr, stellvertretende Vorsitzende der SPD Mainz und Mitglied im Verkehrsausschuss fest. „Fußgängerinnen und Fußgänger, die sich viel zu enge, oft nicht barrierefreie Wege mit Radfahrenden teilen, Radfahrerinnen und Radfahrer, die auf der Straße gefährdet sind, ein ungeordneter Parkverkehr und einige Missstände mehr sind wichtige Gründe, warum die Stadt an eine Überplanung der Straße gegangen ist.“

„Auch der erste Entwurf der Verwaltung bietet gute Ansätze, allerdings war bereits in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses deutlich geworden, dass es noch eine Reihe offener Fragen gibt“, so Donner und Herr weiter. Deswegen sei es richtig gewesen, dass wir im Verkehrsausschuss beschlossen haben, den Plan zunächst in die Bürgerbeteiligung zu geben. „Bei einer solch komplexen Planung braucht es mehr als eine Online-Veranstaltung als Bürgerbeteiligung und es muss bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern ein Zettel im Briefkasten liegen.“

Die Soziale Stadt zeigt regelmäßig, dass die Verwaltung auch Bürgerbeteiligung kann

Es ist das richtige Signal, jetzt noch einmal zurück auf Los zu gehen und bezüglich Beschlussfassung und Baubeginn nichts zu überstürzen, sondern die Anwohnerinnen und Anwohner mitzunehmen. „Wir freuen uns, dass die hiesige Bürgerinitiative (BI) mit großem Engagement viele sinnvolle und konstruktive Vorschläge für das zukünftige Bild der Mombacher Straße entwickelt hat“, heben Erik Donner und Kathleen Herr hervor.
Dass der Baumbestand größtenteils erhalten werden muss, steht für die SPD außer Frage. Ebenso, dass die Mombacher Straße auch gut ein Tempolimit von 30 km/h vertragen könnte – in der Boppstraße hat das schließlich auch gut funktioniert.

Unverständnis äußern Erik Donner und Kathleen Herr bezüglich der Kritik aus der Mainzer CDU. Deren Fraktionsvorsitzender hatte behauptet, die Ampel hätte die Bürgerbeteiligung verhindert. „Richtig ist, dass der Verkehrsausschuss einstimmig beschlossen hat, die vorliegenden Planungen in die Bürgerbeteiligung zu geben. Wir sind zuversichtlich, dass die Verwaltung auch genau das in der weiteren Planung umsetzen wird“, schließen Erik Donner, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, und Kathleen Herr, stellvertretende Vorsitzende der SPD Mainz und Mitglied im Verkehrsausschuss.

Erneute Auszeichnung für die Stadt Mainz

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Symbolbild Mainz
Symbolbild Mainz

Mainz ist in diesem Jahr seit 10 Jahren Fair Trade-Stadt und trägt den Titel nun für weitere zwei Jahre. Fairtrade Deutschland überreicht die Urkunde hierzu an Oberbürgermeister Nino Haase beim Jubiläumsfest am Karmeliterplatz und dankte allen Mainzer Fair-Handels-Akteuren für ihr Engagement.

Oberbürgermeister Nino Haase dazu:

„Mit Sicherheit hat die Fair Trade-Kampagne in Mainz erreicht, dass nicht nur mehr Menschen als zuvor etwas mit dem Begriff fairer Handel anfangen können, sondern dass sie auch verstärkt faire Produkte nachfragen.“

Der Oberbürgermeister freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Mainz. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng zusammen für das gemeinsame Ziel. Ich bin stolz, dass Mainz dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört und auch Sitz des Weltladen-Dachverbandes ist. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet der Stadt Mainz auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs), welche die Vereinten Nationen 2015 verabschiedet haben. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet die Stadt mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag.

Am Samstag, 16.09.2023 wird von 11.00 bis 15.00 Uhr auf dem Karmeliterplatz vor dem Weltladen gefeiert.

Jubiläen gibt es gleich in dreifacher Prägung:

  • 10 Jahre Fair Trade Stadt Mainz
  • 35 Jahre Weltladen unterwegs
  • 50 Jahre Weltläden in Deutschland

Aufgebaut wird die längste faire Frühstückstafel in Mainz. Eingeladen sind alle, die bei fairem Kaffee, Tee, Saft und Köstlichkeiten aus dem Angebot des Weltladens in netter Gesellschaft frühstücken möchten.

Daneben bieten Vertreter verschiedener Initiativen ein Glücksrad zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, ein WeltFairteilungsspiel, den Parcours „Mein ökologischer Fußabdruck“, Kinderschminken und eine Buttonmaschine an.

„Die Weltladen-Bewegung hat den Fairen Handel inhaltlich in die Mitte der Gesellschaft getragen, wirtschaftlich wird er inzwischen auch von anderen mitgetragen

Aber die Weltläden sind ein besonderer Ort, der neben dem Verkauf fair gehandelter Produkte auch entwicklungspolitische Bildungsarbeit leistet und Menschen zusammenbringt. Wir freuen uns sehr, dass der Weltladen Unterwegs seit 35 Jahren eine wichtige Institution des Fairen Handels in Mainz ist, und hoffen, dass noch viele weitere Jahre folgen“, betont die Geschäftsführerin des Weltladens Mainz, Gifty Rosetta Amo Antwi.

Zugleich findet das Fest im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche statt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Fair. Und kein Grad mehr! – Klimagerechtigkeit und fairer Handel“ steht. „Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit“ – mit diesem Slogan machen Fair-Handels-Akteure bei rund 2.000 Veranstaltungen bundesweit vom 15. bis zum 29.09. darauf aufmerksam, dass der Faire Handel Teil der Lösung der Klimakrise ist.
„Die Klimakrise ist ungerecht“, erklärt Christoph Albuschkat vom Weltladen-Dachverband. „Während der Globale Norden für hohe historische und aktuelle Emissionen verantwortlich ist, leiden vor allem die Menschen im Globalen Süden unter den Auswirkungen der Klimakrise.“ Die Weltladen-Bewegung setzt sich seit 50 Jahren für mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel ein und macht mit dem Verkauf von fair gehandelten Produkten, Bildungsarbeit und politischen Kampagnen auf ungerechte Wirtschaftsstrukturen aufmerksam.

Ablauf Jubiläumsfest am Karmeliterplatz :

Um 11.00 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Nino Haase mit einem Grußwort. Dann spricht ein Vertreter des Weltladen-Dachverbandes zum 50-jährigen Bestehen der Weltladen-Bewegung. Anschließend überreicht der ehemalige Vorstandsvorsitzender Dieter Overath von Fairtrade Deutschland die Urkunde für die Fair Trade Stadt Mainz. Danach wird Oberbürgermeister Haase die Frühstückstafel eröffnen und die ersten Tassen Kaffee ausschenken.

Zum Hintergrund: Mainz ist eine von über 700 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.

Ein kurzer Rückblick: Der Mainzer Stadtrat hatte im April 2011 beschlossen, dass sich die Stadt Mainz an dieser weltweiten Kampagne beteiligt. Spricht man von „fair gehandelten Produkten“, so ist nicht nur Kaffee oder Tee gemeint. Die Produktpalette reicht von Blumen, Fußbällen, Bekleidung, Natursteinen über Teppiche bis hin zu Süßwaren, Säften und Zucker.

Ziel der Kampagne ist es, den Fairen Handel alltagstauglich zu machen und zu etablieren, das heißt das Angebot an fair gehandelten Produkten in der Stadt auszuweiten, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu motivieren, vermehrt fair gehandelte Produkte zu kaufen. Dazu hat sich in Mainz ein Fair Trade-Lenkungskreis gegründet.

Der Faire Handel ist zu Beginn der 1970er Jahre entstanden

Der gemeinnützige Verein Fairtrade Deutschland e.V. vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und vermittelt Marktzugänge zu fairen Bedingungen für Produzentengruppen und Arbeiter aus Regionen des Südens, die durch politische und ökonomische Strukturen des Welthandels benachteiligt werden. Der Faire Handel ist zu Beginn der 1970er Jahre entstanden aus Protest gegen ungerechte Strukturen im Welthandel.

1973 hat sich der erste Weltladen in Stuttgart gegründet – heute tragen rund 900 Weltläden in ganz Deutschland mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte, mit Bildungsarbeit und politischen Kampagnen zu mehr Gerechtigkeit im Welthandel bei. Und: Der Weltladen-Dachverband, der die zumeist ehrenamtlich arbeitenden Weltläden bei ihrer Arbeit unterstützt, hat seinen Sitz in Mainz.

Mit verschiedenen Instrumenten trägt der Faire Handel zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzenten im Globalen Süden bei. Dazu zählen z.B. langfristige Handelsbeziehungen, höhere Erlöse sowie Beratung bei der Produktentwicklung mit dem Ziel, die Wertschöpfung vor Ort zu erhöhen.

„Es gibt durchaus ein breites öffentliches Interesse an fair gehandelten Produkten. Wir wollen diesem immer stärker wachsenden Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin nachkommen“, stellt Dr. Sabine Gresch, Koordinatorin der Fair Trade Kampagne in Mainz, fest.

Der Mainzer Lenkungskreis ist eine sehr interessante Runde kompetenter, motivierter und engagierter Menschen

So sind Schulen, die Kirchen, das Land, der Weltladen, die Werbegemeinschaft des Mainzer Einzelhandels, die Verbraucherzentrale, die Stadtverwaltung, die Volkshochschule, das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz und viele weitere Akteure vertreten.

Und stolz kann der Lenkungskreis auf seine Erfolge zurückblicken: drei Fair Trade Schulen, eine Faire Kita, „Mainz kocht global“ – das Kochbuch zum bewussten Konsum, „Ja, ich will – der Faire Hochzeitsführer“, „MeenzGlobal“ – die Stadtrallye zu nachhaltigen Orten in der Stadt, die Mainzer Stadtschokolade (und eine faire Fastnachtsschokolade) wurden eingeführt, der Textilführer „öko fair shoppen“ liegt in dritter Auflage vor, Faire Tramfahrten „Auf den Spuren des Fairen Handels in Mainz“ wurden und werden durchgeführt, das Thema Nachhaltige Beschaffung wird intensiv verfolgt… Für die kommenden Jahre hat man sich weitere Projekte vorgenommen. Der Lenkungskreis ist offen für alle, die Interesse haben, mitzumachen.

Neue Polizei-Hubschrauber für Rheinland-Pfalz in Produktion

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Staatssekretärin Nicole Steingaß informiert sich über den Produktionsstand des neuen Polizei-Hubschraubers. Bildquelle: Airbus Helicopters / Cara Irina Wagner

Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß hat sich bei Airbus Helicopters in Donauwörth in Bayern über den aktuellen Produktionsstand der beiden neuen rheinland-pfälzischen Polizei-Hubschrauber informiert. Die Auslieferung der Maschinen vom Typ H145 ist für 2024 vorgesehen, die Produktion liegt im Zeitplan.

„Bestmögliche Unterstützung aus der Luft“

„Mit der Beschaffung der beiden neuen, größeren und leistungsstärkeren Hubschrauber tragen wir dazu bei, dass unsere Polizei bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Aufgaben auch weiterhin bestmögliche Unterstützung aus der Luft erfährt. Gleichzeitig haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Belange des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes gelegt“, so Staatssekretärin Nicole Steingaß. So werde die Personenrettung mittels Rettungswinde möglich sein.

Neue polizei-hubschrauber für rheinland-pfalz in produktion 25
Foto: Airbus Helicopters / Cara Irina Wagner

„Die neuen Hubschrauber sollen auch die rheinland-pfälzischen Feuerwehren noch effektiver als bislang bei der Waldbrandbekämpfung unterstützen. An der Unterseite der Maschinen kann künftig ein größerer Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von über 800 Litern Löschwasser angebracht werden“, sagte die Staatssekretärin.

Für die Beschaffung der neuen Helikopter waren im Landeshaushalt bereits im Jahr 2022 Mittel in Höhe von 32,5 Millionen Euro vorgesehen. Airbus Helicopters hatte den Zuschlag im Juli 2022 nach einem europaweiten Vergabeverfahren erhalten. Die beiden neuen Maschinen ersetzen die bisher genutzten Hubschraubermodelle EC 135.

Gefahrstoffeinsatz im Rathaus der Verbandsgemeinde Wörrstadt

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Am heutigen Freitagvormittag (15.09.2023) kam es im „Technischen Rathaus“ der Verbandsgemeinde Wörrstadt zu einem mehrstündigen Gefahrstoffeinsatz. Um 09:50 Uhr alarmierte VG-Wehrleiter Alexander Schmitt die Leitstelle darüber, dass es in dem Verwaltungsgebäude stark nach Chlor riechen würde.

20 Menschen aus Gebäude evakuiert

Schmitt, der selbst seinen Arbeitsplatz in dem Gebäude hat, wollte nachdem er den Chlorgeruch bemerkt hat kein Risiko in Eigeninitiative eingehen und ließ umgehend die entsprechenden Einheiten alarmieren. So rückten auch die Komponenten des Gefahrstoffzuges Alzey/Worms mit ihrem gesamten Equipment an.

Noch während sich die Feuerwehren auf Anfahrt befanden, organisierte Schmitt die Evakuierung der 20 Menschen, die sich noch im Gebäude befanden. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte die Quelle des Chlorgasausbruchs in einem der Kellerräume lokalisiert werden. Hier lagerten mehrere Kanister mit Chlor, welches für den Brunnen, der direkt vor dem Eingang des Gebäudes steht, benötigt wird.

Mit spezieller Schutzkleidung Behälter geborgen

Mit besonderer Schutzkleidung und unter Atemschutz drangen die Einsatzkräfte bis in den Keller vor und konnten die dort gelagerten Kanister bergen. Da der Technikraum ein geschlossener Kellerraum ohne Fenster ist, stellte sich die Belüftung als problematisch und auch sehr zeitaufwändig dar. Warum aus einem der Kanister Chlor austreten konnte, ist noch unklar und wird Bestandteil der Ermittlungen der Polizei sein.

Während des Einsatzes war der Bereich rund um das „Technische Rathaus“  abgesperrt und für den Publikumsverkehr geschlossen. Das gegenüberliegende Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeindeverwaltung war nicht betroffen.

Im Einsatz waren 40 Einsatzkräfte der:

  • Freiwillige Feuerwehr Wörrstadt
  • Freiwillige Feuerwehr Wörrstadt-Rommersheim
  • Freiwillige Feuerwehr Sulzheim
  • Führungsunterstützung VG Wörrstadt
  • Gefahrstoffzug Alzey/Worms
  • Regelrettungsdienst
  • Breitschafts Rettungswagen des Landkreis Alzey/Worms
  • Polizei

Vollsperrung in Mainz-Bretzenheim für mehrere Wochen

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Vollsperrung

Ab Montag, dem 18.09.2023, wird im Südring in Mainz-Bretzenheim aufgrund von Bauarbeiten zur Errichtung neuer Haltestellen für den öffentlichen Nahverkehr und Arbeiten der Mainzer Netze eine temporäre Vollsperrung erforderlich sein. Diese Sperrung wird voraussichtlich acht Wochen dauern.

Aufgrund von Schäden, die im Rahmen der vorangegangenen Erneuerung der Schieber und Hydranten im betroffenen Bereich festgestellt wurden, wird Mainzer Netze gleichzeitig die Sanierung der Wasserversorgungsleitung durchführen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Umleitungen sind ausgeschildert

Die Vollsperrung wird vom 18. September bis voraussichtlich zum 10. November 2023 andauern. Sie ist notwendig, um den Bau der neuen Haltestellen „Roter Weg“ und die Fahrbahnerneuerung in diesem Bereich zu ermöglichen. Die Arbeiten der Mainzer Netze werden parallel zum Haltestellenumbau durchgeführt, um die Beeinträchtigungen so kurz wie möglich zu halten. In diesem Zusammenhang wird neben der Vollsperrung im weiteren Straßenverlauf in Richtung Albert-Stohr-Straße eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn und des Parkstreifens erforderlich sein. Die Länge der jeweils gesperrten Abschnitte wird dabei so gering wie möglich gehalten.

Während der Vollsperrung werden Umleitungen über die Albert-Stohr-Straße, Hans-Böckler-Straße und Marienborner Straße eingerichtet, um den Verkehrsfluss so störungsfrei wie möglich aufrechtzuerhalten. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer, die ausgeschilderten Umleitungen zu beachten.

Bitte beachten Sie, dass die Haltestellen „Roter Weg“ und „Hinkelsteiner Straße“ während der Bauarbeiten nicht bedient werden können und es für diesen Zeitraum keine Ersatzhaltestellen gibt. Die Stadtverwaltung Mainz bittet um Verständnis für eventuelle Unannehmlichkeiten und setzt sich dafür ein, die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Lebensmittelrückruf bei Lidl – Kontamination mit Listeria monocytogenes

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Rueckruf Lebensmittel Warnung
Rueckruf Lebensmittel Warnung

Der dänische Hersteller Agustson a/s hat beschlossen, das Produkt „Nautica Regenbogen Forellenfilets, 125g“ in den Varianten „Natur“ und „Pfeffer“ sowie das Produkt „XXL Nautica Regenbogen Forellenfilets Natur, 140g“ mit allen Mindesthaltbarkeitsdaten bis zum 05.10.2023 und der Identifikationsnummer DK 4566 EG zurückzurufen. In diesen Produkten wurde eine Kontamination mit Listeria monocytogenes festgestellt. Listeria monocytogenes kann schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome verursachen. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie ältere und immungeschwächte Personen.

Wir empfehlen dringend, diesen Rückruf zu beachten und die betroffenen Produkte nicht zu verzehren

Die betroffenen Produkte, nämlich „Nautica Regenbogen Forellenfilets, 125g“ in den Sorten „Natur“ und „Pfeffer“ sowie „XXL Nautica Regenbogen Forellenfilets Natur, 140g“ mit der Identifikationsnummer DK 4566 EG, wurden bei Lidl in Deutschland verkauft. Aus Gründen des Verbraucherschutzes hat Lidl in Deutschland sofort reagiert und diese Produkte aus dem Verkauf genommen. Kunden können die Produkte in allen Lidl-Filialen zurückgeben, und der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Lebensmittelrückruf bei lidl - kontamination mit listeria monocytogenes 30

Es ist wichtig zu betonen, dass ausschließlich die oben genannten Produkte, nämlich „Nautica Regenbogen Forellenfilets, 125g“ in den Sorten „Natur“ und „Pfeffer“ sowie „XXL Nautica Regenbogen Forellenfilets Natur, 140g“ mit allen Mindesthaltbarkeitsdaten bis zum 05.10.2023 und der Identifikationsnummer DK 4566 EG von Agustson a/s, von diesem Rückruf betroffen sind. Andere bei Lidl in Deutschland verkaufte Produkte, insbesondere Regenbogen Forellenfilets anderer Hersteller, sind nicht betroffen.

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