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Landkreis Mainz-Bingen appelliert an die Bürger

Aufgrund der anhaltenden Hitze und des ausbleibenden Regens führen die meisten Gewässer im Landkreis Mainz-Bingen zunehmend weniger Wasser. Erste Bäche und Weiher im Kreisgebiet sind bereits komplett ausgetrocknet. Zum Schutz der empfindlichen Gewässerökologie sowie der dort heimischen Tier- und Pflanzenwelt ruft die Kreisverwaltung Mainz-Bingen dazu auf, ab sofort auf jegliche Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern zu verzichten.

Gefährdung der Gewässerökologie – Allgemeinverfügung des Landkreises Mainz-Bingen in Arbeit

Da sich in den Wetterprognosen derzeit keine langanhaltenden Niederschläge abzeichnen, ist mit einer schnellen Erholung der Pegelstände nicht zu rechnen. Wird weiterhin unbegrenzt Wasser aus Bächen und Seen entnommen, droht eine dauerhafte Schädigung des lokalen Naturhaushalts.

Um der Entwicklung entgegenzuwirken, bereitet die Untere Wasserbehörde derzeit eine entsprechende Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern vor.

Appell zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser

Über die Bäche und Seen hinaus appelliert die Wasserbehörde grundsätzlich an alle Bürgerinnen und Bürger, auch mit dem Trinkwasser äußerst sparsam umzugehen. Etwaige konkrete Vorgaben oder Einschränkungen zum Trinkwasserverbrauch obliegen den jeweiligen regionalen Wasserversorgern.

Neues Informationssystem NIWIS gestartet

Wer sich detaillierter über die aktuellen Wasserstände der oberirdischen Gewässer sowie des Grundwassers informieren möchte, kann dafür ein neues Angebot nutzen: Seit dem 15. Juli 2026 steht allen Bürgerinnen und Bürgern das bundesweite Niedrigwasserinformationssystem NIWIS kostenfrei online unter niwis-online.de zur Verfügung. dort lassen sich Daten zur aktuellen Situation im Landkreis Mainz-Bingen sowie in ganz Deutschland abrufen.

Spielplatz in Rüsselsheim mit neuer Kletteranlage wiedereröffnet

Die Bauarbeiten auf dem Spielplatz zwischen der Liebig- und der Robert-Bunsen-Straße sind erfolgreich abgeschlossen. Stadtrat Simon Valerius überzeugte sich bei einem Ortstermin persönlich vom Ergebnis: Der Städteservice hat die neue Kletteranlage montiert, sodass das Areal ab sofort wieder für Kinder freigegeben ist.

Fakten zum neuen Kletterturm: 

      • Was: Kletteranlage aus naturnahem Robinenholz
      • Wo: Auf dem Spielplatz zwischen der Liebigstraße und der Robert-Bunsen-Straße
      • Ausstattung: Spieltürme, Rutsche, Wipptiere, Wackelbrücke, Leiter, Kletternetz

Highlights des neuen Spielplatzes

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Stadt und Städteservice gemeinsam Planungen erstellen und umsetzen. Ziel ist es dabei, abgängige Spielanlagen auszutauschen und die Gestaltung der Spielplätze im Zuge dessen moderat anzupassen“, erläuterte Stadtrat Simon Valerius vor Ort.

Ein wichtiger Aspekt des Konzepts: Noch gut erhaltene Bestandteile alter Anlagen werden gereinigt und häufig am selben oder an einem anderen Spielplatz wieder eingesetzt.

Die neue Kletterlandschaft bietet abwechslungsreiche Bewegungsmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen:

Die Anlage besteht aus naturnahem Robinienholz und umfasst zwei unterschiedlich hohe Spieltürme, die über eine Wackelbrücke miteinander verbunden sind. Kinder können die Türme über eine Schräge, eine Leiter oder ein Kletternetz erklimmen. Für den schnellen Weg nach unten sorgt die Rutsche der vorherigen Spielanlage, die wiederverwendet wurde. Erhalten blieben die bewährte Schaukelanlage für kleine und große Kinder sowie ein Wipptier in Bienenform. Ein zweites Wipptier kehrt in Kürze ebenfalls zurück.

Weitere Arbeiten an Kitas, Schulen und Spielplätzen

Stadtrat Valerius informierte im Rahmen des Termins auch über weitere laufende Baumaßnahmen im Stadtgebiet:

  • Schillerschule: Teile der Außenspielanlage werden erneuert, aufgewertet und mit einem großen Sonnenschirm ausgestattet.
  • Kita Hessenring: Am Rutschenhügel wird ein zusätzlicher Sonnenschutz installiert.
  • Kita Sachsenweg: Hier läuft die Sanierung des Spielhügels, der künftig über eine Treppe oder einen Schrägaufstieg erreichbar ist.

Ausblick: Erneuerung des Spielplatzes am Mozartplatz ab September

Auch für den öffentlichen Bereich steht das nächste Projekt bereits fest: Im September starten die Erneuerungsarbeiten auf dem Spielplatz am Mozartplatz. Dafür muss das Areal bis in den Herbst hinein gesperrt werden.

Nach Fertigstellung erwartet die Kinder dort eine neue Kletterspielanlage mit Rutsche, Kletterwand und Balancierstrecke. Der nördliche Bereich wird zudem mit barrierefreien Geräten ausgestattet – darunter eine Kleinkindspielanlage, ein Tic-Tac-Toe-Spiel, ein Verzerrspiegel und ein Bodentrampolin. Neue Sitz-Tischgruppen sowie aufgearbeitete Bänke runden das Angebot ab.

Parkplatz an der B9 bei Nierstein wird ab August überwacht

Zur Bekämpfung wiederkehrender illegaler Müllablagerungen auf dem Parkplatz an der Bundesstraße 9 (B9) nördlich von Nierstein startet im August ein sechsmonatiger Pilotversuch: Das Areal wird künftig mit einer mobilen Videoüberwachung ausgestattet.

Fakten zur Videoüberwachung: 

      • Warum: Massive illegale Müllentsorgung
      • Dauer: zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten
      • Datenschutz: Gemäß den Bestimmungen von RLP

Kameras erfassen den gesamten Parkplatz an der B9 bei Nierstein

Anlass für die Testphase sind regelmäßige wilde Müllkippen auf dem Rastplatz. Trotz ständiger Kontrollen und Säuberungsaktionen durch die Straßenmeisterei Mainz wird das Gelände immer wieder missbraucht. Neben Haus- und Sperrmüll werden dort regelmäßig Bauschutt, Lösungsmittel, Öle und andere undefinierbare Abfälle entsorgt. Dies bedeutet nicht nur eine erhebliche Umweltbelastung, sondern erfordert auch hohe Beseitigungskosten.

Um die Böschung zur Rheinseite hin zu sichern, wurde bereits im Mai dieses Jahres ein 150 Meter langer Zaun aufgestellt, der die schwer zugängliche Uferregion schützt. Nun folgt der nächste Schritt zur Überwachung der gesamten Fläche:

  • Rund-um-die-Uhr-Erfassung: Die installierte Anlage arbeitet mit hochauflösenden Kameras, die den gesamten Parkplatz sowie die Ein- und Ausfahrt erfassen.

  • Direkte Übermittlung: Die Aufnahmen werden an den Landesbetrieb Mobilität (LBM) Worms übermittelt, um bei Verdachtsfällen schnell Ermittlungen einleiten zu können.

  • Warnbeschilderung: Entsprechende Schilder informieren Besucher vor Ort über die Überwachung und weisen auf die rechtlichen Konsequenzen hin.

Die Kosten für den sechsmonatigen Praxistest belaufen sich auf rund 15.000 Euro. Nach Ablauf der Testphase entscheidet der LBM Worms im kommenden Jahr über eine mögliche dauerhafte Installation.

Datenschutz und rechtliche Grundlagen

Die Überwachung erfolgt in Übereinstimmung mit den Datenschutzbestimmungen von Rheinland-Pfalz. Die Bildaufnahmen dienen ausschließlich der Aufklärung von Straftaten sowie Ordnungswidrigkeiten und werden entsprechend verarbeitet, um die Persönlichkeitsrechte zu wahren.

Gewaltige Müllmengen an Rheinland-Pfalz‘ Straßen

Der Fall in Nierstein steht stellvertretend für ein flächendeckendes Problem: Allein an den Rändern der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz sammeln die Straßenwärter des LBM jährlich rund 5.500 Tonnen illegalen Müll ein – das entspricht etwa 550 Müllwagenladungen.

Zum Vergleich: In die dafür vorgesehenen Abfallbehälter an den Rastplätzen werden pro Jahr nur etwa halb so viel Müll (ca. 2.750 Tonnen) eingeworfen. Die Abfallbehälter auf den Rastplätzen werden im Rahmen der täglichen Kontrollen zweimal wöchentlich geleert.

Mehr Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler in Rheinland-Pfalz

Wenn bei Operationen, Behandlungen oder in der Pflege etwas schiefgeht, hat das für Betroffene oft schwerwiegende Folgen. Wie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse mitteilt, sind die gemeldeten Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler in Rheinland-Pfalz spürbar gestiegen. Für das Jahr 2025 registrierte die Kasse landesweit 321 Verdachtsfälle, welches einen Zuwachs von 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (286 Fälle) bedeutet, da viele Patientinnen und Patienten Unsicherheiten haben oder Fehler gar nicht erst erkennen, geht die Krankenkasse aber noch von einer höheren Dunkelziffer aus.

Jeder dritte Verdacht auf einen Behandlungsfehler bestätigt sich

Ein Verdacht bedeutet zwar noch keine bewiesene schuldhafte Pflichtverletzung, doch die Statistik zeigt die Relevanz: Erfahrungsgemäß bestätigt sich die Vermutung einer fehlerhaften Behandlung bei etwa jedem dritten überprüften Fall.

Besonders häufig treten vermutete Fehler in folgenden medizinischen Disziplinen auf:

  • Chirurgie: 31 Prozent (mit Abstand der größte Anteil)
  • Zahnmedizin: 14 Prozent
  • Geburtshilfe/Gynäkologie: 10 Prozent
  • Pflegefehler: 8 Prozent
  • Orthopädie: 6 Prozent

„Wer einen Behandlungsfehler vermutet, darf mit den Folgen nicht allein dastehen“, betont Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz. Die Verfahren seien oft extrem komplex und langwierig, insbesondere wenn es um hohe Schadenssummen oder gesundheitliche Spätfolgen geht.

Kritik an Zersplitterung und strengem Datenschutz

Um aus Fehlern systematisch zu lernen und die Behandlungsqualität im Land zu verbessern, fordert die TK deutliche Reformen im System. Bislang erfassen Ärztekammern, der Medizinische Dienst und die einzelnen Krankenkassen Fälle jeweils in eigenen Listen. Es fehlt ein einheitliches, zentrales Melderegister für ganz Deutschland.

Zudem sieht die Kasse Hürden beim Patientenschutz: Nach aktueller Datenschutzlage ist es Krankenkassen verboten, Versicherte aktiv anzusprechen – selbst wenn Auffälligkeiten in den Abrechnungsdaten deutliche Hinweise auf einen Behandlungsfehler liefern. Hier fordert die TK den Gesetzgeber auf, die Rechte der Patientinnen und Patienten zu stärken, um eine frühzeitige Aufklärung zu ermöglichen.

Was Betroffene bei einem Verdacht tun können

Patientinnen und Patienten, die den Verdacht haben, Opfer eines Behandlungs- oder Pflegefehlers geworden zu sein, müssen derzeit selbst aktiv werden.

Krankenkassen bieten dazu kostenfreie Beratung und Unterstützung bei der Beweissicherung an, oftmals gibt es hierfür unter anderem eine Beratungshotline sowie einen digitale Wegweiser, um Betroffenen rechtliche und medizinische Orientierung zu bieten.

Lokführergewerkschaft fordert Reformen statt Personaldebatten

Das politische Personalkarussell in der Bundesregierung dreht sich weiter: Bundeskanzler Friedrich Merz trennt sich von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Grund für die Demission sind anhaltende Unzufriedenheiten in der Regierungsspitze mit den schleppenden Fortschritten bei der Schienensanierung und der Infrastrukturfinanzierung. Doch der angekündigte Wechsel an der Spitze des Ministeriums darf nach Ansicht von Mario Reiß, dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), keinesfalls zur Ausrede für anhaltenden Stillstand werden.

​GDL: „Lage der Bahn nicht nur durch Fehler einzelner Personen zu erklären“

​In einer Stellungnahme am Freitag (24. Juli 2026) machte die GDL deutlich, dass ein bloßer Tausch des Türschilds am Bundesverkehrsministerium keines der strukturellen Probleme löse. ​„Patrick Schnieder hat Fehler gemacht. Aber wer die Krise der Schiene auf eine einzelne Personalie reduziert, macht es sich zu einfach“, betonte Mario Reiß. Das eigentliche Problem liege tiefer: Die Politik versage seit Jahren darin, der bundeseigenen Bahn klare Ziele, verbindliche Vorgaben und eine konsequente Steuerung zu geben.

​„Die DB AG liegt operativ auf dem Rücken“

​Die Gewerkschaft zeichnet ein düsteres Bild vom Zustand des Konzerns und der Schieneninfrastruktur:

  • ​DB Cargo befinde sich in einer „existenziellen Dauerkrise“.
  • ​Der Fernverkehr stecke im Dauer-Spannungsfeld aus Infrastrukturmängeln, Kapazitätsengpässen und Qualitätsproblemen.
  • ​Die Infrastruktursparte DB InfraGO wirke bei der Koordination tausender Baustellen vielerorts „organisatorisch überfordert“.

​Gleichzeitig unterstreicht die GDL, dass Geld alleine keine Medizin sei, wenn politische Zielvorgaben fehlen, Verantwortlichkeiten im Konzern verwischt werden und Sanierungsprogramme nicht konsequent gesteuert werden.

​Konkrete Forderungen an die Bundesregierung

​Anstatt weiterer politischer Rochaden fordert die Lokführergewerkschaft von der Bundesregierung:

  1. ​Verlässliche Infrastruktur: Das Schienennetz muss Schritt für Schritt ausgebaut, modernisiert und zum stabilen Fundament gemacht werden – unabhängig von parteipolitischen Einzelinteressen.
  2. ​Klares Baustellenmanagement: Eine professionelle Baustellenkoordination und eine verlässliche Fernverkehrsstrategie, die sich an der realen Netzkapazität orientiert.
  3. ​Ende der Quersubventionierung: Die Infrastruktur dürfe nicht länger als Flaschenhals und Finanzierungsanker für unternehmensfremde Probleme im Konzern missbraucht werden.

​Blick nach vorne: Gesprächsbereitschaft signalisiert

​Für Pendler und die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz und bundesweit bleibt entscheidend, ob die Bundesregierung nun endlich begreift, dass die Eisenbahn nicht mit Ankündigungen und Zuständigkeitsrhetorik saniert werden kann.

Batteriehersteller Varta meldet Insolvenz an

Der schwäbische Batteriehersteller Varta hat nach eigenen Angaben einen Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Ziel dieses rechtlichen Schrittes sei es, die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens zu sichern und eine nachhaltige Fortführung des laufenden Geschäftsbetriebs zu ermöglichen.

Fakten zur Insolvenz in Eigenregie:

    • Geschäftsführung: Bleibt im Amt
    • Verfahrenskontrolle: Durch den Sachwalter
    • Ziel: Sanierung des Unternehmens

Nicht nur die Konzernmuttergesellschaft Varta AG ist betroffen

Nach Unternehmensangaben sind neben der Aktiengesellschaft als Konzernmuttergesellschaft mit Sitz in Ellwangen auch die wesentlichen operativen Einheiten von der Antragstellung betroffen:

  • Varta Microbattery GmbH

  • Varta Micro Production GmbH

  • Varta Storage GmbH

Das Amtsgericht Stuttgart prüft die eingereichten Anträge. Im Gegensatz zu einem Regelinsolvenzverfahren bleibt die Unternehmensführung bei der Eigenverwaltung in der Hand des Vorstands, wird jedoch von einem gerichtlich bestellten Sachwalter überwacht.

Ursachen für die erneute Krise

Als wesentliche Gründe für die zugespitzte finanzielle Lage nennt das Unternehmen eine Kombination aus mehreren Faktoren. Neben deutlich verschlechterten Marktbedingungen und einer generell schwächeren Nachfrage setzten negative Währungskurseffekte den Konzern unter Druck. Zudem wog die jüngste Entscheidung eines wichtigen Ankerkunden schwer, die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen zu beenden.

Diese Entwicklungen trafen das Unternehmen in einer ohnehin sensiblen Phase: Bereits in den Vorjahren hatte der Konzern mit einem Umsatzrückgang im Bereich der Lithium-Ionen-Knopfzellen zu kämpfen, woraufhin bestehende Sanierungskonzepte angepasst werden mussten.

Verkehrsminister Patrick Schnieder muss gehen

Die Kabinettsumbildung von Bundeskanzler Friedrich Merz gerät bei der Besetzung des Bundesverkehrsministeriums deutlich ins Stocken. Wie am Freitag (24. Juli 2026) bekannt wurde, muss Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Bruder des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder, sein Amt nach nur gut einem Jahr wieder räumen. Grund für die Demission sei die tiefe und anhaltende Unzufriedenheit des Kanzlers mit der Bewältigung der Dauerkrisen auf der Schiene und bei der Infrastrukturfinanzierung. Doch die geplante Verkündung des Nachfolgers endete für den Kanzler in einer peinlichen Absage.

Wunsch-Kandidat für die Nachfolge von Patrick Schnieder erteilt Merz Absage per SMS

Ursprünglich sollte der CDU-Finanzexperte Fritz Güntzler noch am Freitagmorgen als neuer Verkehrsminister präsentiert werden. Doch dieser sagte dem Kanzler kurzfristig ab und begründete seinen Schritt damit, dass seine Fachkompetenz rein bei Steuern und Finanzen liege und er sich für die komplexe Verkehrspolitik schlicht unzuständig fühle.

Bei der frühen Pressekonferenz musste der Kanzler die Personalie Schnieder daher ausklammern und auf spätere Verkündungen verweisen.

Schnieder selbst hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Fakten geschaffen: Er verschickte eine Abschieds-SMS an die Verkehrspolitiker der Unionsfraktion, dankte für die Zusammenarbeit und bestätigte damit seine Entlassung noch vor der offiziellen Mitteilung aus dem Kanzleramt.

Scharfe Kritik aus der Opposition: „Handwerklich katastrophal“

Die Opposition übte unverzüglich scharfe Kritik am Berliner Führungschaos. Tarek Al-Wazir, Vorsitzender des Bundestags-Verkehrsausschusses (Grüne), bezeichnete das Vorgehen des Kanzlers als handwerklich katastrophal. Al-Wazir betonte, dass ein reiner Personenwechsel die tiefen Probleme des Verkehrssektors nicht lösen könne.

Mammutaufgabe für die Neubesetzung

Wer auch immer die Nachfolge von Patrick Schnieder anfangen wird, übernimmt ein hochgradig krisenbehaftetes Ressort. Die Bahn-Sanierung gerät wegen Milliardenlücken beim Neu- und Ausbau von Strecken immer weiter ins Stocken, während tausende veraltete Brücken und Straßenprojekte bundesweit auf Baufreigaben warten.

Aus rheinland-pfälzischer Sicht wiegt die Entlassung von Patrick Schnieder doppelt schwer, dann mit ihm verliert das Land seinen direkten Draht an die Spitze des Verkehrsressorts in Berlin.

Warum sich Paige in der AEW nie zu Hause fühlte

WWE-News: Paige hat ungewohnt offen über ihre Zeit bei All Elite Wrestling gesprochen und dabei ehrlich eingeräumt, dass sie sich der Promotion trotz vieler positiver Erfahrungen nie vollständig verbunden fühlte. Zu Gast im Podcast „The Nikki & Brie Show“ erklärte die frühere Women’s Tag Team Champion ausführlich, weshalb ihr Herz auch während ihres AEW-Engagements weiterhin ununterbrochen für die WWE schlug. Auf ihre Jahre außerhalb der Company angesprochen, machte Paige zunächst deutlich, dass sie ihre Zeit bei AEW absolut nicht bereue. Sie habe dort viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und die Zusammenarbeit mit der Liga sehr genossen.

Fakten zu Paige:

Wer: Saraya-Jade Bevis (Ringname Paige bzw. Saraya) ist eine britische Wrestlerin aus einer etablierten Wrestling-Familie

Was: Blickt auf ihre Zeit bei All Elite Wrestling (AEW) zurück und erklärt ihre emotionale Verbundenheit zur WWE

Erfolge: Sie gewann 2014 bei ihrem Hauptkader-Debüt im Alter von 21 Jahren als jüngste Athletin die WWE Divas Championship und war die erste NXT Women’s Champion

Hintergrund: Ihre Lebens- und Familiengeschichte diente als Vorlage für den 2019 erschienenen Spielfilm „Fighting with My Family“

Eine gute Zeit ohne die allerletzte Hingabe

Während ihrer Zeit bei der AEW habe etwas ganz Entscheidendes gefehlt. Rückblickend sei ihr klar geworden, dass sie emotional nie vollständig bei angekommen sei. Nach ihrer eigenen Einschätzung konnten auch die Fans in den Arenen genau erkennen, dass sie sich dort nicht so extrem wohlfühlte wie in all den Jahren zuvor bei der WWE. Dieses Gefühl der inneren Distanz habe sich spürbar auf ihre Leistungen im Ring sowie auf die Entwicklung ihres Charakters vor den Kameras ausgewirkt. Sie stellte im Gespräch unmissverständlich klar, dass sie schlichtweg ein echtes WWE-Girl sei und die Company von ganzem Herzen liebe.

Voller Respekt für Tony Khan und sein Team

Ihre außergewöhnlich offenen Aussagen wollte Paige jedoch ausdrücklich nicht als harte Kritik an AEW verstanden wissen. Sie betonte vielmehr, dass die Zusammenarbeit mit der Promotion und insbesondere mit dem Firmenpräsidenten Tony Khan stets positiv und hochprofessionell verlaufen sei. Auch die letztliche Trennung habe ohne jegliche Probleme oder böses Blut stattgefunden. Beide Seiten seien am Ende einfach getrennte Wege gegangen, wobei das Verhältnis bis heute extrem gut geblieben sei.

Paige hegt deshalb ausschließlich positive Gefühle, wenn sie auf ihren Run bei AEW zurückblickt, und hat laut eigener Aussage nichts als Liebe für das Unternehmen und Tony Khan übrig. Sie ist unendlich dankbar für die enormen Möglichkeiten, die ihr All Elite Wrestling während dieser schwierigen Phase ihrer Karriere geboten hat. Schließlich war es diese Promotion, die ihr nach der jahrelangen, verletzungsbedingten Leidenszeit das absolute Vertrauen schenkte und ihr die lang ersehnte Rückkehr in das Seilgeviert ermöglichte.

Die WWE als echtes Zuhause und prägende Familie

Trotz all dieser ehrlichen Wertschätzung für die Konkurrenz ist die WWE für Paige schlichtweg immer viel mehr als lediglich ein weiterer Arbeitgeber gewesen. Sie stieß bereits im zarten Alter von 18 Jahren zum Branchenprimus und verbrachte dort einen massiven, prägenden Teil ihres gesamten Lebens. Bei der WWE hat sie sich nicht nur als herausragende Wrestlerin entwickelt, sondern ist dort auch abseits des Rampenlichts persönlich erwachsen geworden. Da ihre komplette öffentliche Karriere extrem eng mit der Promotion verbunden ist, fühlt sie sich der WWE bis heute auf eine ganz besondere Art verpflichtet.

Sie betonte im Podcast emotional, dass dies der Ort sei, an dem sie immer sein wollte. Sie habe buchstäblich ihren Nacken für dieses Unternehmen gegeben und sei dort groß geworden. Diese Aussage ist eine bewusste Anspielung auf ihre folgenschwere Nackenverletzung, die ihre aktive Karriere über mehrere Jahre hinweg schmerzhaft unterbrach und zeitweise sogar wie ein endgültiges, erzwungenes Karriereende wirkte. Der emotionale Kreis schloss sich schließlich bei WrestleMania 42, als Paige völlig sensationell zur WWE zurückkehrte, kurzfristig die verletzte Nikki Bella ersetzte und Seite an Seite mit Brie Bella im mit Spannung erwarteten Match um die Women’s Tag Team Championship antrat.

Lufthansa eröffnet den „Hangar One“ am Flughafen Frankfurt

Das neue Besucher- und Konferenzzentrum Lufthansa Group Hangar One am Frankfurter Flughafen öffnet zum 1. August 2026 seine Türen für die breite Öffentlichkeit. Nachdem die Location in den vergangenen Wochen bereits inoffiziell für erste Events genutzt wurde, startet nun der reguläre Besucherverkehr.

Der Hangar One liegt zentral am Flughafen Frankfurt direkt an der A3 (Airportring, Gebäude 367). Die Öffnungszeiten sind jeweils donnerstags und freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr (vorbehaltlich exklusiver Veranstaltungstermine).

Eröffnungs-Aktionen der Lufthansa für den Hangar One am 1. August

Zur offiziellen Eröffnung erwartet Besucherinnen und Besucher ein buntes Rahmenprogramm:

  • Aktionen & Unterhaltung: Glücks-Rabatte im Worldshop, Maskottchen „Lu“ zum Anfassen und die Chance auf Testflüge im Flugsimulator (begrenztes Kontingent).

  • Exklusive Doku-Premiere: Vor Ort wird die Jubiläums-Dokumentation „We are the Journey“ gezeigt, bevor sie ab dem 1. September auch im Inflight Entertainment auf Langstreckenflügen verfügbar ist.

  • Wichtiger Hinweis: Der Zutritt am Eröffnungstag ist nur mit einem im Voraus erworbenen, gültigen Online-Ticket möglich.

Tickets sind im Vorfeld online über den Ticketshop erhältlich. Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene liegt bei acht Euro.

100 Jahre Luftfahrtgeschichte auf 6.000 Quadratmetern

In Zusammenarbeit mit der Agentur Atelier Brückner entstand auf über 6.000 Quadratmetern eine interaktive Ausstellung, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Luftfahrt verbindet. Sie gibt Einblicke in die verschiedenen Facetten der heutigen Lufthansa Group – von den Airline-Marken über Technik bis zur Logistik – und beleuchtet künftige Innovationen der Branche. Zum ersten Mal werden dabei ausgewählte Exponate der Unternehmensgeschichte öffentlich gezeigt. Auch die aktive Rolle und Verantwortung von Lufthansa im Nationalsozialismus wird thematisiert.

Für die Vertiefung der Inhalte steht ein per QR-Code abrufbarer Audio-Guide für das eigene Smartphone bereit. Ein speziell konzipierter Kinder-Audio-Guide führt jüngere Gäste spielerisch durch die Ausstellung.

Die Highlights: Historische Flugzeuge und Flugsimulator

Das Herzstück der Halle bilden zwei Luftfahrt-Ikonen.

Junkers Ju 52 („D-AQUI“): Das legendäre Flugzeug aus den Pionierjahren der ersten Lufthansa (Öffnung der Kabine bei ausgewählten Events).

Lockheed Super Star („D-ALAN“): Symbol für den wirtschaftlichen Neubeginn in den 1950er-Jahren. Eine Begehung des Innenraums soll voraussichtlich ab Ende des Jahres möglich sein.

Zusätzlich bietet der Hangar One einen Flugsimulator im Original-Cockpit eines Schulungsflugzeugs vom Typ Diamond DA42 für authentische Flugerlebnisse.

Gastronomie, Shop und Tagungsmöglichkeiten

Ergänzt wird das Angebot durch die Follow-me Bar für kulinarische Pausen sowie einen Fan-Shop mit Sammlerstücken und Design-Objekten rund um die Ju 52 und Super Star. Für Firmen- und Privatevents stehen sieben exklusive Meeting-Räume und Event-Flächen zur Verfügung. Ab voraussichtlich 2027 soll sogar die Bordanlage der Super Star für Veranstaltungen gebucht werden können.

Alle Infos zum CSD in Mainz am Samstag

Am Samstag, den 25. Juli 2026, findet der Christopher Street Day (CSD) in Mainz unter dem Motto „Vielfalt leben – Demokratie verteidigen – Menschenrechte sichern“ statt. Nach dem Teilnehmerrekord mit über 10.000 Menschen im vergangenen Jahr rechnen die Veranstalter erneut mit großem Zulauf. Der CSD in der Landeshauptstadt zählt inzwischen zu den größten Demonstrationen im Bundesland.

Fakten zum CSD:

    • Woher kommt der Christopher Street Day: Er geht auf die Proteste nach einer Polizeirazzia im Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street 1969 zurück
    • Was ist der Christopher Street Day: Neben Musik und bunten Umzügen ist der CSD vor allem eine politische Demonstration
    • Seit wann gibt es den Christopher Street Day: Der erste CSD in Deutschland fand 1979 statt

Route und Ablauf des CSD in Mainz

Die Demonstration startet um 13:00 Uhr am Fischtorplatz und führt über den Gutenbergplatz, wo eine Zwischenkundgebung am Staatstheater stattfindet, weiter zu den Malakoff-Terrassen. Dort schließt sich das politische Straßenfest als Abschlusskundgebung an.

Der Christopher Street Day versteht sich explizit als politische Demonstration. Das Erscheinungsbild wird von einem Demonstrationszug zu Fuß geprägt. Auf dem Straßenfest an den Malakoff-Terrassen stehen politische Redebeiträge, Podiumsdiskussionen, Informationsstände sowie Live-Musik und Showacts im Mittelpunkt.

Tipps für Teilnehmer bei heißen Temperaturen

Da für Samstag sommerliche Temperaturen von über 30 Grad vorhergesagt sind, bittet das Orgateam alle Teilnehmenden, ausreichend Wasser mitzuführen, an Sonnenschutz sowie Kopfbedeckungen zu denken und im Getümmel aufeinander zu achten.

Willkommen sind selbstgestaltete Schilder, Banner, kreative Outfits sowie Musikboxen. Die Veranstalter rufen zudem alle Mainzer dazu auf, durch Regenbogenflaggen und bunte Dekoration an Fenstern, Balkonen oder Geschäften Solidarität mit der queeren Community zu zeigen.

Rahmenprogramm: Dragshow, Party und Stadtführung

Das Christopher Street Day-Wochenende umfasst neben der Demonstration ein mehrtägiges Rahmenprogramm:

  • Freitag: Auftakt im Alten Postlager mit der größten Dragshow der Region.

  • Samstagabend: Ab 22:00 Uhr findet das Post Pride Clubbing auf drei Floors im Alten Postlager statt. Tickets für beide Abende sind online erhältlich sowie an der Abendkass.

  • Sonntag: Zum Abschluss der Veranstaltungsserie „Sommerschwüle“ stehen eine queere Stadtführung sowie das „Sommerschwüle Chill Out“ bei Kaffee und Kuchen in der Kulturei auf dem Programm.

Kommentar: Der Systemwechsel im Kabinett Merz

Kommentar von Stefan Heyde: Die Nachricht klingt nach einem parteipolitischen Befreiungsschlag, doch wenn in der Regierungszentrale Positionen neu abgesteckt werden, muss ausgerechnet das Bundesgesundheitsministerium als Verschiebebahnhof herhalten.

Der Wechsel von Nina Warken zu Carsten Linnemann ist jedoch weit mehr als ein klassisches Sesselrücken, er markiert einen fundamentalen Kurs- und Paradigmenwechsel unseres Sozialstaats.

Welchsel im Bundesgesundheitsministerium ein ordnungspolitischer Schock fürs Gesundheitssystem

Mit Carsten Linnemann übernimmt kein Gesundheitspolitiker die Regie, sondern ein ausgewiesener Markt- und Wirtschaftsideologe.

Das mag auf den ersten Blick zur Haushaltslage passen: Die Gesetzliche Krankenversicherung und die Pflegeversicherung stehen vor historischen Milliardendefiziten, die demografische Entwicklung setzt die Kassen unter Dauerstress.

Doch ein Gesundheitssystem folgt nicht den Regeln einer klassischen Bilanzsanierung. Die flächendeckende medizinische Versorgung und eine funktionierende Pflege sind keine bloßen Posten in einem betriebswirtschaftlichen Tableau, sie bilden das Fundament der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer dieses Ressort nur durch die Brille der Konsolidierung und Effizienzmaximierung steuert, verkennt die Realität an der Basis.

Der Abdrall ins Ökonomische droht die Basis zu überfordern

In den Kommunen, den Verbandsgemeinden und auf Landesebene gärt es längst. Die Krankenhausreform, die Schließung kleinerer Standorte, verstopfte Notaufnahmen und der eklatante Mangel an Pflegefachkräften haben das Vertrauen der Menschen in die Verlässlichkeit der staatlichen Infrastruktur schon länger tief erschüttert.

Wenn die Bundespolitik auf diese strukturelle Krise nun mit einer Verengung auf Zahlen, Beitragssätze und Sparvorgaben antwortet, droht eine gefährliche Entfremdung.

Das Vertrauen in den Sozialstaat steht auf dem Spiel

Dass Nina Warken nach ihrer Einarbeitungsphase abgezogen wird, zeigt, wie wenig Kontinuität dem Ressort in Berlin zugestanden wird. Gesundheitspolitik braucht Stehvermögen, tiefes Systemverständnis und den Mut, Versorgungsqualität vor reine Kostendämpfung zu stellen.

Die Berufung eines ausgeprägten Ökonomen an die Spitze des Bundesgesundheitsministeriums sendet nun ein Signal, mit dem die Bundesregierung droht die Daseinsvorsorge endgültig den Gesetzen des Marktes unterzuordnen.

Gelingt es Carsten Linnemann nicht, den Blick für die menschliche und regionale Versorgungsrealität zu bewahren, droht der verbleibende Konsens in einer der wichtigsten Säulen unseres Gemeinwesens vollends wegzubrechen.

Nach Spahn-Rücktritt: Friedrich Merz besetzt Spitzenposten neu

Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef führt Bundeskanzler Friedrich Merz eine umfassende Personalumstrukturierung in der Bundesregierung und an der Parteispitze durch. Was als zügige Nachfolgeregelung an der Fraktionsspitze begann, hat sich zu einer kompletten Neuausrichtung der Ressorts entwickelt.

Fakten zur Umstrukturierung:

    • Grund: Der Rücktritt von Jens Spahn
    • Änderungen:
      • Nina Warken ins Bundeskanzleramt
      • Carsten Linnemann als Gesundheitsminister
      • Franziska Hoppermann als CDU-Generalsekretärin
      • Philipp Amthor ins Bundeskanzleramt

​Warken ins Kanzleramt, Linnemann übernimmt das Gesundheitsressort

​Die bisherige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) übernimmt die Leitung des Bundeskanzleramts. Sie folgt auf Thorsten Frei (CDU), der als Nachfolger von Jens Spahn an die Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wechselt. Warken hatte sich im Gesundheitsressort als durchsetzungsstarke Pragmatikerin profiliert. Im Kanzleramt steuert sie nun die administrative Koordination der Regierungsarbeit.

​Überraschender ist die Besetzung des frei gewordenen Bundesgesundheitsministeriums: Friedrich Merz beruft den bisherigen CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann auf den Ministerposten. Der 48-jährige promovierte Volkswirt gilt als Exponent des Wirtschafts- und Marktflügels der Union. Seine Ernennung unterstreicht die Absicht, die steigenden Kosten im System der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung unter finanzpolitischen Gesichtspunkten zu konsolidieren.

Friedrich Merz mach ​Franziska Hoppermann zur neuen CDU-Generalsekretärin

​Durch Linnemanns Wechsel in die Bundesregierung wird die Spitzenposition in der CDU-Zentrale frei. Die bisherige Bundesschatzmeisterin der CDU, Franziska Hoppermann, übernimmt die Position der Generalsekretärin. Die Bundestagsabgeordnete rückt damit in die parteipolitische Kommunikation der Union auf.

​Philipp Amthor wechselt als Staatsminister ins Kanzleramt

​Auch für Philipp Amthor (CDU) bringt das Personalpaket eine funktionelle Veränderung. Bislang als Parlamentarischer Staatssekretär tätig, wechselt Amthor ins Bundeskanzleramt. Dort übernimmt er die Position des Staatsministers für Bund-Länder-Beziehungen. In diesem Amt fällt ihm die Abstimmung zwischen den Bundesländern und der Bundesregierung zu.

Kiffender Autofahrer flüchtet vor der Polizei Groß-Gerau

Eine geplante Verkehrskontrolle der Polizeistation Groß-Gerau nahm am Donnerstagnachmittag, den 23. Juli 2026, einen unerwarteten  Verlauf. Ein 28-jähriger Autofahrer versuchte, sich der Überprüfung durch die Beamten zu entziehen, was in einer Verfolgungsfahrt und einem anschließenden Unfall endete.

Einsatz-Fakten:

    • Was: Unfall nach Flucht von der Polizei
    • Wann: Am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr
    • Wo: Zwischen Wolfskehlen und Dornheim
    • Ausgang: Unfall im Neckarring, Fahrer nach Fluchtversuch festgenommen

Anhaltezeichen der Polizei ignoriert und Rotlicht überfahren

Gegen 16:00 Uhr fiel den Polizisten der Autofahrer auf der Strecke zwischen Wolfskehlen und Dornheim auf, als dieser während der Fahrt an einem Cannabis-Joint zog. Als die Beamten den Mann daraufhin kontrollieren wollten, missachtete dieser sämtliche Anhaltezeichen, beschleunigte sein Fahrzeug und ergriff die Flucht.

Auf seiner Flucht fuhr der 28-Jährige unter anderem rücksichtslos über eine rote Ampel und gefährdete dabei den nachfolgenden Verkehr.

Unfall am Neckarring und Festnahme zu Fuß

Die Flucht endete schließlich im Bereich des Neckarrings: Dort verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen und stieß frontal gegen eine Mauer. Nach dem Zusammenstoß stieg der Mann aus und versuchte, die Flucht zu Fuß fortzusetzen. Die nachfolgenden Polizeibeamten konnten den 28-Jährigen jedoch nach kurzer Verfolgung einholen und vorläufig festnehmen.

Da der Mann mutmaßlich unter dem Einfluss von Cannabis stand, ordneten die Beamten eine Blutentnahme an. Gegen den Fahrer wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Lkw bleibt in Oppenheim an Hausdach hängen

Am frühen Donnerstagabend (23. Juli 2026) kam es in der Wormser Straße in Oppenheim zu einem Unfall, bei dem ein Lastwagen an einem Hausdach hängen blieb und dieses beschädigte. BYC-News war vor Ort.

Einsatz-Fakten:

Was: LKW bllieb an einem Hausdach hängen Wann: Am Donnerstagabend gegen kurz nac...


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Pflegekammer RLP verschärft Vorgehen bei Beitragsausfällen

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz gerät finanziell unter Druck und zieht die Zügel an. Wie die Kammer mit Sitz in Mainz mitteilt, fehlen derzeit rund 35 Prozent der einkalkulierten Beitragseinnahmen. Um die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben weiter erfüllen zu können, kündigt die Kammer nun an, offene Beitragsforderungen konsequent einzufordern und unregistrierte Pflegekräfte systematisch zu erfassen.

Widerstand an der Basis: Ein Drittel der Beiträge bleibt aus

Die Zahl von 35 Prozent nicht gezahlter Beiträge verdeutlicht, wie tief der Graben zwischen der Standesvertretung und Teilen der Pflegeberufe nach wie vor ist. Viele Pflegefachkräfte kritisieren seit Jahren die Pflichtmitgliedschaft und den damit verbundenen Kammerbeitrag.

Geschäftsführer Thorsten Müller betont hingegen den Solidaritätsgedanken: „Die Pflegekammer gehört uns allen. Sie setzt sich für die Interessen aller Pflegefachpersonen ein. Deshalb gehört zur Mitgliedschaft auch der Beitrag.“ Als Körperschaft des öffentlichen Rechts sei die Kammer rechtlich verpflichtet, offene Forderungen nicht verfallen zu lassen, sondern durchzusetzen.

Pflegekammer legt den Fokus auf Arztpraxen, Kitas und Schulen

Besondere Brisanz birgt die angekündigte Ausweitung der Mitgliedersuche. Nach Gerichtsurteilen des Verwaltungsgerichts Koblenz und des Oberverwaltungsgerichts RLP richtet die Kammer ihren Blick vermehrt auf Pflegefachpersonen in sogenannten „atypischen Berufsfeldern“.

Wer eine Ausbildung als Pflegefachkraft hat, aber beispielsweise in einer Arztpraxis, Kindertagesstätte oder Bildungseinrichtung arbeitet, fällt unter Umständen ebenfalls unter die Registrierungspflicht, selbst wenn keine direkte Patientenversorgung am Krankenbett stattfindet.

Arbeitgeber werden zur Auskunft verpflichtet

Um Säumige aufzuspüren, kontaktiert die Kammer nun gezielt Betriebe und Einrichtungen. Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, der Pflegekammer Auskunft über beschäftigte Pflegefachkräfte zu erteilen. Zudem ruft die Kammer betroffene Beschäftigte dazu auf, sich eigenständig zu registrieren.

Für tausende Pflegekräfte in der Region Mainz, Mainz-Bingen und ganz Rheinland-Pfalz bedeutet diese Ankündigung: Post von der Kammer oder Zahlungsaufforderungen dürften in den kommenden Wochen in vielen Briefkästen landen.