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Am Mittwoch findet wieder der bundesweite Blitzermarathon statt

Es ist wieder so weit. Am 3. April dieses Jahres wird im Zuge des europaweiten Blitzermarathons bundesweit justiert, gemessen und geblitzt. Die Messstellen gibt die Polizei im Vorfeld wie gewohnt bekannt. Bei vergangenen Blitzermarathons wurden in der Regel trotzdem zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße registriert.

Doch was hält eigentlich die Bevölkerung von der Großoffensive der Polizei? Die Berliner Coduka GmbH hat das Marktforschungsinstitut INSA-Consulere beauftragt, um insgesamt 1018 Personen in Sachen „Blitzen“ auf den Zahn zu fühlen.

Über 80 % pro Geschwindigkeitsmessung

Das relevanteste Ergebnis vorne weg: Über 80 % der Befragten sprechen sich für Geschwindigkeitsmessungen im Allgemeinen aus, aber nur knapp die Hälfte hält den Blitzermarathon für sinnvoll. Geschwindigkeitsüberwachungen seien wichtig, um Autofahrer zur Einhaltung des Tempolimits zu bewegen, sagen fast drei Viertel derer, die generell für das Blitzen sind.

Rund 70 % meinen zudem, dass die Kontrollen mehr Sicherheit im Straßenverkehr herbeiführen würden. Wieso aber steht der Blitzermarathon als besondere Maßnahme der Verkehrsüberwachung weniger hoch im Kurs?

Sinnvoll mit verkehrspädagogischen Maßnahmen

Jan Ginhold, Geschäftsführer der Coduka GmbH, hat eine Antwort: „Das großflächige Blitzen innerhalb von vierundzwanzig Stunden wäre nur dann nachhaltig, wenn man das Event mit verkehrspädagogischen Maßnahmen im Sinne einer besseren Aufklärung kombinieren würde. Zudem – und das sagen ja auch gut ein Viertel der Befragten – müssten die Einnahmen für passende Zwecke wie Straßenbau- und Sanierung verwendet werden.“

Wenn in kurzer Zeit so oft geblitzt wird, bleiben Messfehler nicht aus. Diesbezüglich verweist Jan Ginhold auf Geblitzt.de, den Online-Service der Coduka: „Hier können Betroffene ihren Anhörungsbogen und Bußgeldbescheid zwecks kostenfreier Prüfung einreichen.“

2/3 sind schon mal geblitzt worden

Die Frage, ob man überhaupt schon mal geblitzt wurde, beantworten fast zwei Drittel der Befragten mit ja – bei den über 60-Jährigen sind es sogar mehr als 70 %. Ein Beleg dafür, dass kaum jemand im Laufe seines Autofahrerlebens vor Post von der Bußgeldstelle gefeilt ist.

Von den 493 interviewten Männern sind übrigens über zwei Drittel bereits geblitzt worden, bei den 525 weiblichen Befragten fällt dieser Anteil mit circa 60 % etwas geringer aus. In Bezug auf die Härte der Strafen für Tempoverstöße sehen weniger als die Hälfte der Befragten Anlass zur Nachjustierung.

Strengere Sanktionen?

Allerdings variiert diese Meinung stark nach Alter der Befragten. Während von den 18- bis 29-Jährigen nur knapp über ein Drittel strengere Sanktionen fordert, spricht sich unter den 50- bis 59-Jährigen gut die Hälfte dafür aus.

Was die Antworten der Befragten aus den alten und neuen Bundesländern betrifft, herrscht in der Regel Übereinstimmung. Abgesehen von kleinen Nuancen, wie zum Beispiel bei der Frage nach der Notwendigkeit von Geschwindigkeitsüberwachungen: Ein Zehntel der Ostdeutschen ist nämlich der Meinung, die Polizei sollte sich auf wichtigere Aufgaben konzentrieren. Von den Westdeutschen denken das nur sieben Prozent. Auch den Blitzermarathon sehen ca. sechs Prozent mehr Menschen in Ost- als in Westdeutschland kritisch.

geblitzt.de hilft

Wer geblitzt wird kann sich also von der Coduka GmbH helfen lassen. Diese arbeitet für die Überprüfung der Vorwürfe eng zusammen mit zwei großen Anwaltskanzleien, deren Verkehrsrechtsanwälte bundesweit vertreten sind. Die Zahlen können sich sehen lassen. Täglich erreicht das Geblitzt.de-Team eine Flut von Anfragen.

12 % der betreuten Fälle werden eingestellt, bei weiteren 35 % besteht die Möglichkeit einer Strafreduzierung. Und wie finanziert sich das kostenfreie Geschäftsmodell? Durch die Erlöse aus Lizenzen einer selbst entwickelten Software, mit der die Anwälte ihre Fälle deutlich effizienter bearbeiten können. Somit leistet die Coduka GmbH aufgrund des Einsatzes von Legal-Tech-Lösungen Pionierarbeit auf dem Gebiet der Prozessfinanzierung.

Intensiv-Fahndung nach ausgebrochenem Totschläger

Das Landeskriminalamt (LKA) Berlin fandet intensiv nach dem 34-jährigen Hendrik Schalski. Der wegen Tatschlag verurteilte Schalski, ist am Donnesrtag, 14.03.2019 während eines begleiteten Ausgangs aus dem Maßregelvollzug geflohen

Wie die Polizei am heutigen Freitag mitteilte, war der 34-Jährige seit August 2007 im Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebracht. So wie die Polizei es einschätzt, braucht er regelmäßig Medikamente. Weiter geht die Polizei davon aus, dass Hendrik Schalski ein Messer mit sich führt.

Äußerste Vorsicht !

Die Polizei warnt dringend davor ihn anzusprechen.
Sollte er irgendwo erkannt werden, bitte sofort den Notruf 110 wählen.

Intensivfahndung in Berlin nach diesem Mann

Beschreibung:

  • ca. 34-40 Jahre alt
  • ca. 180 cm groß
  • adipöse Gestalt
  • lange dunkelblonde Haare mit Pferdeschwanz
  • dunkelblonder Vollbart
  • trug eine schwarze Bomberjacke, eine schwarze Jogginghose und festes Schuhwerk
  • hatte einen dunkelblauen Rucksack dabei
  • Raucher

Die Kriminalpolizei fragt:

  1. Wer hat Hendrik SCHALSKI seit seiner Flucht am 14.03.2019 gesehen oder weiß, wo er sich seitdem aufhält?
  2. Wer kann Angaben zu Kontaktpersonen von Hendrik SCHALSKI machen?
  3. Wer kann Angaben zu Orten machen, an denen der Flüchtige verkehrt bzw. verkehrt hat?

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Berlin in der Gothaer Str. 19 in 10823 Berlin-Schöneberg unter der Rufnummer (030) 4664-973305 oder per E-Mail fahndung@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Revolution in der Verhütung – Pille für den Mann in greifbarer Nähe

Viele Frauen haben auf solch eine Meldung gewartet. Die Pille für den Mann ist in greifbarer Nähe, dies gaben Forscher am Montag (25.03.2019) bekannt. Noch müssen zwar umfangreiche Studien durchlaufen werden, aber auf Grund der geringen Nebenwirkungen, scheint die „Pille für den Mann“ in naher Zukunft Realität werden.

Überwiegend lag bisher die Verantwortung der Verhütung bei den Frauen. Auch wenn der männliche Part durch die Benutzung eines Kondoms für Verhütung sorgen kann, wir dieses von der Männerwelt eher als Schutz für Geschlechtskrankheiten angesehen.

Große Fortschritte

Doch jetzt hat die Entwicklung der „Pille für den Mann“ große Fortschritte gemacht und auch die erste Hürde genommen.

Nach Informationen von Christina Wang (Los Angeles Biome Research Institute), die federführend für die Studie verantwortlich ist, sind in der Pille zwei hormonelle Aktivitäten kombiniert. Zum einen wird die Spermienproduktion verringert jedoch bleib gleichzeitig die Libido erhalten.

Libido : Wikipedia
Der Begriff der Libido (lateinisch libido: „Begehren, Begierde“, im engeren Sinne: „Wollust, Trieb, Maßlosigkeit“) stammt aus der Psychoanalyse und bezeichnet jene psychische Energie, die mit den Trieben der Sexualität verknüpft ist.

Kaum Nebenwirkungen

Von 30 Männern, die als Probanden die Pille einnahmen gab es als Nebenwirkungen folgendes Feedback:

  • 4 – 6 Männer klagten über Müdigkeit, Akne oder Kopfschmerzen
  • 5 Männer berichteten über einen leicht verminderten Sexualtrieb
  • 2 Männer hatten leichte Erektionsstörungen
    was aber nicht zu einer verringerten sexuellen Aktivität geführt hätte.

So seien, laut Wang, die Nebenwirkungen vergleichsweise gering ausgefallen.

Hormon täuscht Testosteronproduktion vor

11-Beta-Methyl-19-Nortestosterondodecylcarbonat (11-Beta-MNTDC) ist der Bestandteil dieser Pille. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um ein modifiziertes Testosteron. Dieser Wirkstoff vermindert die körpereigene Testosteronproduktion des Mannes. Da dem Körper vorgetäuscht wird, dass genügend Testosteron vorhanden ist und nicht weiter produziert werden muss, bleibt die vorhandene Konzentration im männlichen Hoden zu gering für die Spermienproduktion.

An der Studie in Seattle (USA) nahmen insgesamt 40 gesunde Männer teil. 30 Männer erhielten den Wirkstoff „11-Beta-MNTDC“ und zwei unterschiedlichen Dosierungen. 10 Männer erhielten nach dem Zufallsprinzip ein Placebo oder Scheinmedikament. Bei den Probanden mit dem Wirkstoff, sank die Spermienproduktion im Vergleich zu den Männern die das Placebo einnahmen, stark. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei, dass nach Ende der Behandlung die Wirkung revisibel (umkehrbar) war. (Anm. d. Red. In der Medizin bezeichnet man mit dem Begriff, Beeinträchtigungen die ohne bleibende Zeichen abheilen.)

Pille auf Verhütungseffizienz testen

Der nächste Schritt wird nun sein, dass die Pille auf ihre Verhütungseffizienz getestet werden muss. 60 bis 90 Tage, werden nach Auskunft der Forscher benötigt, um die Spermienproduktion optimal beeinflussen zu können. So sei der erste auf 28 Tage ausgelegte Test zu kurz gewesen. Geplant seien jetzt längere Studien.

Sollten diese „Langzeittest“ ebenso positiv ausfallen, werden die Studien auf sexuell aktive Paare ausgeweitet. Ziel sei es, eine reversible hormonelle Verhütung in etwa 10 Jahren auf den Markt bringen zu können.

Bauarbeiter stürzte in die Tiefe und wurde von Treppenelementen eingeklemmt

Als „kritisch“ bezeichnet die Polizei den Zustand einen 54-jährgen Bauarbeiters, der am gestrigen Donnerstagnachmittag bei einem Arbeitsunfall in einem Treppenhaus in die Tiefe stürzte.

Auf einer Baustelle in Bad Münster am Stein, sollte in einem mehrgeschossigen Mehrfamilienhaus ein Treppenhaus eingerichtet werden. Hierzu führte der 54-Jährige beim Einsetzen eines Zwischenpodestes Ausrichtarbeiten durch.

Von Treppenelementen eingeklemmt

Aus noch bisher ungeklärter Ursache, brach während des Ausrichtens das oberste Treppenelement aus der Verankerung und stürzte eine Etage in die Tiefe. Hierbei wurde der Bauarbeite mit in die Tiefe gerissen und eingeklemmt.

Etwa 2 ½ Stunden brauchten die Einsatz- und Rettungskräfte um den Mann zu befreien. Hierzu mussten erst die Bauelemente gesichert und gegen weiteres Abstürzen gesichert werden.

Renter fuhr trotz Rotlicht durch geschlossene Bahnschranke

Glück im Unglück hatte am Mittwochmittag (27.03.2019) in 78-jähriger Wormser, der mit seinem PKW in eine geschlossene Bahnschranke gefahren ist.

Der 78-jährige Rentner fuhr mit seinem Fahrzeug gegen 13:20 Uhr von Worms-Pfiffligheim in Richtung Worms-Pfeddersheim. An dem Bahnübergang in der Alzeyer Straße in Pfiffligheim leuchtet an dem Übergang bereits das Rotlicht als Zeichen dafür, dass sich die vorhandenen Schranken senken würden.

Foto: Polizei Worms

Trotz dieses deutlichen Zeichens fuhr der Rentner weiter und kollidierte mit der sich bereits gesenkten Bahnschranke. Diese zerbrach durch die Kollision und zerstörte die Front und Seitenscheibe des Fahrzeuges. Hierdurch erlitt der Fahrer leichte Verletzungen am Arm.

Glücklicher Weise, war zu dem Zeitpunkt der herannahende Zug noch in weiter Entfernung, so dass es zu keinem Schlimmeren Vorfall kam. Laut Polizeiangaben, kam es zu keiner Gefährdung des Bahnverkehrs. Durch die Unfallaufnahme wurde dieser jedoch kurzfristig beeinträchtigt.

Warnung an alle Hundebesitzer und Eltern im Raum Bingen

Wie bereits vielfach in den vergangenen Jahren von 2015 bis 2016 gemeldet von der Polizei, wurde am letzten Wochenende (23.-24.März 2019) erneut von spielenden Kindern in der Gemarkung Bingen-Dromersheim, unweit der Ortslage, ein mit stinkendem Vogelvergrämungsmittel präpariertes Ei aufgefunden.

Der bislang noch unbekannte Täter legte die Hühnereier in der Nähe von Spazierwegen ab, vermutlich um Hundebesitzer zum Anleinen ihrer Vierbeiner zu bewegen.

Im eigenen Interesse werden alle Hundebesitzer gebeten, ihre Tiere nicht frei laufen zu lassen.

Bei Hinweisen auf den Verursacher oder neue Funde wenden Sie sich bitte an das Fachkommissariat bei der Kriminalinspektion Bad Kreuznach unter Telefon 0671-8811-0 oder die Polizeiinspektion Bingen unter 06721-905-0

Erweiterter Rückruf: Lebensgefahr für Hunde – Weitere Hundefuttersorten betroffen

Vor über einem Monat rief der Hundefutterhersteller Hill’s Pet Nutrition fünf seiner Artikel zurück, da bei Verzehr für Hunde Lebensgefahr bestehen könnte (wir berichteten). Nun hat der Hersteller seinen Rückruf erweitert.

Drei weitere Artikel haben ebenfalls einen zu hohen Vitamingehalt und können bei den Tieren zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Im Schlimmsten Fall sogar zum Tod.

Der Rückruf vom Februar wurde nun auf folgende Produkte erweitert

  • Hill’s™ Prescription Diet™ Canine k/d™ 370g
  • Hill’s™ Prescription Diet™ Canine r/d™ 350g
  • Hill’s™ Science Plan™ Canine Mature Adult 7+ Active Longevity 370g

Bei weiteren Untersuchungen aller potentiell betroffenen Hundefutterdosen wurden weitere Produkte mit einer schädlichen Vitaminmischung gefunden. In nachfolgender Tabelle sind alle betroffenen Produkte in blau gekennzeichnet. Auch diese Produkte mit den entsprechenden Artikelnummern und Chargen sind dem Rückruf hinzugefügt worden.

Die betroffenen Artikel wurden in Deutschland durch Einzelhandelsgeschäfte für Haustiere, Online-Verkäufer und Tierkliniken vertrieben. Trockenfutter, Katzenfutter und Leckerlis sind laut Hersteller nicht betroffen.

Welche Auswirkungen hat Vitamin D?

Vitamin D ist zwar für Hunde ein essenzieller Nährstoff, kann aber bei erhöhten Mengen zu potenziellen Gesundheitsproblemen führen. Je nach der Abhängigkeit von Menge des Vitamin D und der Dauer der Einnahmen, können die gesundheitlichen Probleme der Tiere unterschiedlich sein.

Als typische Symptome können bei Hunden Erbrechen, Appetitverlust, gesteigerter Durst, häufigeres Wasserlassen, exzessives Sabbern und Gewichtsverlust auftreten.

Welche Maßnahmen wenn das Produkt gefüttert wurde?

In Ausnahmefällen kann es bei einem zu hohen Konsum von Vitamin D zu lebensgefährlichen Gesundheitsproblemen bei den Hunden kommen.

Hundebesitzer, deren Hunde die betroffenen Produkte konsumiert haben, und bei denen es zu den genannten Symptomen gekommen ist, sollten ihren Tierarzt kontaktieren. In den meisten Fällen ist eine vollständige Genesung zu erwarten, nachdem das Futter nicht mehr gefüttert wird.

Fütterung einstellen – Produkte zurück geben

Auch wenn bisher keine Symptome aufgetreten sind, sollten Tierbesitzer, die das Produkt aus der betroffenen Charge und mit dem speziellen Datum gekauft haben, die Fütterung einstellen und geöffnete Produkte entsorgen.

Ungeöffnete Produkte können für eine Rückerstattung zu der Verkaufsstelle retourniert werden, von der sie bezogen wurden.

Der erste Rückruf vom Februar 2019

Mietführerschein für Schutzsuchende in Bad Kreuznach

Wie wird richtig geheizt? Wo kann ich meine Wäsche trocknen? Welche Ausstattung hat die Wohnung und wie liest man eigentlich ein Wohnungsinserat: Fragen, die sich bei einer Wohnungsbesichtigung stellen. Was deutschen Muttersprachlern leicht über die Lippen geht, ist für zugewanderte Menschen oft eine große Hürde. Wie kommt man mit dem Vermieter ins Gespräch und wie erfährt man die wichtigsten Dinge zur Wohnung, Miete und zum Mietvertrag? Das alles vermittelte der Kursus „Mietführerschein“, den das Projekt „Aktiv für Flüchtlinge“ in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Wohnen“ zum zweiten Mal für die Zielgruppe somalischer Frauen in Bad Kreuznach anbot.

In den Räumen des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses trafen sich die Teilnehmerinnen an fünf Freitagen, um jeweils zwei Stunden für den Mieterführerschein zu büffeln. „Mülltrennung und Sperrmüll sind zum Beispiel Themen, die hier besprochen werden, aber auch praktische Fragen, zum Beispiel zur Haftpflicht- oder Hausratversicherung“, erläutert Trainer Uwe Metzroth die umfangreichen Inhalte des Kurses. Zum Abschluss verfasste jede Bewerberin eine Präsentationsmappe, mit der die Frauen konkret auf Wohnungssuche gehen.

Dass es neben der Vermittlung von Grundlagen auch mit viel Humor zugeht, ist Teil des Konzepts und pädagogisch sehr erwünscht, erläuterte Susanne Syren, Koordinatorin im Projekt „Aktiv für Flüchtlinge.“ Ein Arbeitsbuch aus Bayern, das von den Trainern speziell auf den Zielwohnort Bad Kreuznach und Umgebung angepasst wurde, lehrt Kapitel für Kapitel das richtige Vokabular und die wichtigsten Themen rund ums Wohnen. Geübt wird die konkrete Situation in einem Rollenspiel – und zwischendurch bleibt immer Zeit fürs Nachfragen. Oft schreiben die Frauen das somalische hinter das passende deutsche Wort und prägen sich so den Wortschatz ein.

Dabei kommt den Kursteilnehmerinnen zugute, dass mit Ifrah Yusuf eine Co-Trainerin gewonnen wurde, die neben Arabisch auch Somali spricht. Die in Syrien und Somalia aufgewachsene Mikrobiologin floh vor sieben Jahren selbst vor dem Krieg nach Deutschland. Sie übersetzt die Lerninhalte und beantwortet die Fragen der Kursteilnehmerinnen. „Viele kennen gewisse Regeln nicht, zum Beispiel, dass in Deutschland Müll getrennt wird, oder dass es Kündigungsfristen für eine Wohnung gibt.“ Oder dass jedes Haus, auch die Mietshäuser der Gewobau, eine Hausordnung hat. Sein Gegenüber nicht einfach mit „Du“ anreden und ihm dadurch Respekt zeigen – solche Kleinigkeiten sind den Frauen oft nicht bewusst, denn auf Somali gibt es kein Wort für das europäische, höfliche „Sie.“

„Die Sprache ist das Wichtigste“, sagt Ifrah Yusuf aus eigener Erfahrung, „man muss versuchen, sie ein bisschen zu lernen.“ Und so werden Szenen einer Wohnungsbesichtigung nachgestellt. Auf Deutsch fragen sich die Frauen durch und machen ihre Wünsche klar. Allen ist bekannt, dass es angesichts des aktuell knappen Wohnungsangebots auch in Bad Kreuznach nicht ganz einfach ist, eine Wohnung zu finden. „Aus der letzten Gruppe hat eine Frau dank ihrer Teilnahmebescheinigung eine Wohnung in Idar-Oberstein gefunden.“ Aktuell suchen sieben der 15 Frauen eine Wohnung in Bad Kreuznach und Umgebung.

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer freute sich über die zufriedenstellenden Ergebnisse und überreichte jeder Dame persönlich eine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme am Kurs. Auch Karl-Heinz Seeger, Geschäftsführer der Gewobau, lobte das große Interesse der Frauen. Gerade im Bewerbungsprozess für eine Wohnung sei es wichtig, sich mit dem Thema Miete auch persönlich auseinanderzusetzen. Nicht nur für die Gewobau habe das Vorteile: „Das, was die Frauen hier lernen, müssen wir dann später nicht mehr thematisieren.“  Ein Grund, weshalb die Gewobau erstmals auch die Kosten für das Trainer-Tandem Metzroth-Yusuf übernimmt.

Der Mietführerschein ist für die Frauen mehr als nur ein Kursus in Sachen Wohnen. Es ist ein Meilenstein auf dem Weg in ein selbstständiges Leben in der neuen Heimat. „Ich sehe zwar fremd aus, aber ich habe diese Bestätigung und es zeigt, ich kann mehr“, beschreibt Trainerin Ifrah Yusuf den Effekt. Übrigens, dass nur Frauen an dem Kurs teilnehmen und keine Männer, liegt am gelernten Rollenverständnis: „In Somalia ist traditionell die Frau zuständig für Haus und Miete.“

Weitere Informationen

Wer einen Mieterführerschein-Kurs belegt hat, erhält auch danach Hilfe vom Arbeitskreis „Wohnen“. Ehrenamtliche Helfer und Helferinnen begleiten die Frauen auf Wohnungssuche und gehen mit ihnen Mietverträge und Papiere durch. Mehr Auskunft erteilt Susanne Syren, Tel: 0671 483 77 99,  Aktiv für Flüchtlinge, Pfarramt für Ausländerarbeit, Kurhausstr. 155543 Bad Kreuznach

22-jähriger Wohnsitzloser torkelnd auf der Landstrasse aufgegriffen

Dank aufmerksamer Verkehrsteilnehmer konnte am frühen Montagabend (25.03.2019) einem 22-jährigen wohnsitzlosen geholfen werden. Ob er das auch wirklich so wollte, bleibt offen.

Auf der L409 torkelte der 22-Jährige zwischen Schafhausen und Framersheim und konnte von einer Polizeistreife kurz vor Framersheim aufgegriffen werden. Bei der anschließenden Kontrolle wurde bei dem 22-Jährigen ein weißes Pulver festgestellt, welches ursächlich für seinen verwirrten Zustand verantwortlich sein dürfte.

Weiter hatten die Beamten festgestellt, dass gegen den 22-Jährigen noch ein offener Haftbefehl vorlag. So konnte der junge Mann die Nacht in den Räumlichkeiten der Polizeiinspektion verbringen.

Mainzer Buch: 30 Porträts starker, spannender, moderner Frauen

Journalistin Gisela Kirschstein porträtiert besondere Lebenswege von Fastnachtsgrößen und Winzerinnen, Kapitänin, Bauunternehmerin und Modeschöpferin

Sie leiten die Mainzer Kult-Eisdiele N’Eis oder das größte Weingut Deutschlands, sie spenden Menschen Trost auf ihrem letzten Lebensweg oder leiten einen Baukonzern oder eine Schifffahrtslinie – starke Frauen sind allgegenwärtig und doch in unserer Gesellschaft oft nur wenig sichtbar. Die Mainzer Journalistin Gisela Kirschstein wollte das ändern: anderthalb Jahre lang portraitierte sie für die „Frankfurter Neue Presse“ außergewöhnliche Frauen. Nun wurde aus der Serie ein Buch: „Starke Frauen-Portraits“ rückt 30 besondere Frauen und ihre Lebenswege in den Fokus.

Da erzählt Fastnachtsikone Margit Sponheimer ihren Lebensweg, aber ebenso Modeschöpferin Anja Gockel oder Comedian Woody Feldmann. Im Keller von Kloster Eberbach plauderte sie mit der neuen Kellermeisterin Kathrin Puff, auf einem Rheinschiff mit dessen Kapitänin Bianca Rössler. Immer ging es um Frauen-Wege und die Frage: Machen Frauen anders Karriere? Und wie kommen sie am Ende zu ihren Lebenswegen?

Für ihre Portraits öffneten sich Gisela Kirschstein aber auch ungewöhnliche Türen: die Gefängnistüren der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden, der Hessischen Landesbank und selbst die Deutschen Flugsicherung ließ sie in ihr Allerheiligstes. Mit der Hessischen Milchkönigin diskutierte sie im Kuhstall die Zukunft der Landwirtschaft, sie schaute hinter die Türen des Benediktinerinnenkloster St. Hildegard in Rüdesheim und begleitete eine Frau, die mit ihrem Hund todkranken Menschen in Hospizen Trost in den letzten Lebensstunden spendet.

Heraus kam eine Neugierde weckende Mischung aus sehr unterschiedlichen Frauen, die einen sehr persönlichen Zugang zuließen – und zugleich ein spannendes Mosaik über die gesellschaftliche Dimension der Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft. Auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts haben Frauen immer noch vielfach keine Stimme in unserer lauten Welt.

Die Porträts in diesem Buch zeigen: Frauen lassen sich nicht aufhalten. Sie haben Lust am Gestalten, und allen Widrigkeiten zum Trotz realisieren sie Träume und Ziele, vereinbaren Kinder und Karriere, werden selbst zu Vorbildern.

Gisela Kirschstein lebt seit 1990 in Mainz, seit 1997 ist sie als politische Journalistin unter anderem für die Rhein-Zeitung, die Frankfurter Neue Presse und die Rheinpfalz tätig. 2014 gründete sie die Internetzeitung Mainz&. Das Buch „Starke Frauen Portraits“ ist im Axel Dielmann-Verlag Frankfurt erschienen, die 196 Seiten des Hardcover-Bandes kosten 18,- Euro – und hier könnt Ihr es bestellen: www.dielmann-verlag.de

ISA soll ab 2022 Raser ausbremsen – EU steuert bis 2050 „Vision Null“ an

Ab 2022 sollen in Europa nur noch Neuwagen zugelassen werden, die mit dem „intelligent Speed Assist“ (ISA) ausgerüstet sind. So zumindest plant es das EU-Parlament, indem es einem entsprechenden Vorschlag zugestimmt hat.

Um 30 Prozent soll so die Anzahl der Autounfälle innerhalb von 15 Jahren reduziert werden. Wenn das ISA in den Fahrzeugen integriert ist, bremst es den Motor nicht direkt ab, sondern reduziert vielmehr die Motorleistung wenn ein Tempolimit überschritten wird.

Kamera erkennt Schilder mit Tempolimit

Basis des ISA ist eine Kamera, die die Schilder der Tempolimits erkennt. Wenn die vorgegebene Geschwindigkeit überschritten wird, weist das System erst den Fahrer darauf hin und drosselt gleichzeitig die Motorleistung. Somit würd eine Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit verhindert.

Damit auch kurzfristige Beschleunigungen möglich sind, so um beispielsweise Hindernissen oder brenzlichen Situationen auszuweichen, soll der Assistent am Anfang durch den Fahrer noch „überstimmt“ werden. Hierzu hat der Fahrer die Möglichkeit kurz fester auf das Gaspedal zu treten. Wird jedoch versucht durch zu langes Gas geben den Assistenten zu umgehen, blinken die Warnblinker auf und der ISA bremst das Auto wieder ab.

Weitere Sicherheitfunktionen werden ab 2022 Pflicht

Doch nicht nur der ISA als Tempobremse soll ab 2022 Pflicht werden, sondern auch weitere Sicherheitssysteme. So wird es ein Warnsystem geben, das bei Müdigkeit und Ablenkung (z.B. Smartphone-Nutzung während der Fahrt) reagiert. Auch sollen alle Neuwagen mit Rückfahrkameras bzw. Rückfahrsensoren ausgestattet sein. Wie man es bei Flugzeugen schon kennt, so sollen auch ab 2022 „Blackboxen“ zur Unfallaufzeichnung in den Fahrzeugen vorhanden sein.

Als weiter Neuerungen müssen folgende Teile in Neuwagen verbaut werden:

  • Spurhalteassistent
  • erweitertes Notbremsassistenzsystem (nur Pkw)
  • crashtesterprobte Sicherheitsgurte

„Vision Null“

Bei Bussen und LKW sollen Systeme zur Pflicht werden, die den „toten Winkel“ beseitigen und beim Abbiegen vor anderen Verkehrsteilnehmern warnen

Bis zum Jahr 2038 sollen durch die vorgeschlagenen Maßnahmen über 25.000 Menschenleben gerettet werden, so die Kommission. Auch die Zahl der schwerverletzten Verkehrsteilnehmer soll von 140.000 Menschen gegen Null gehen.

Mit der „Vision Null“ will die EU bis 2050 ihr langfristiges Ziel, die Zahl der Toten und Schwerverletzten auf nahezu null zu reduzieren, erreichen.

Schwer erarbeiteter 7:4 Sieg der Löwen Frankfurt

Eigentlich hatte man mit einem fünften Spiel in diesem Viertelfinalduell der Löwen Frankfurt gegen die Eispiraten aus Crimmitschau nicht unbedingt gerechnet, doch am vergangenen Sonntag in Crimmitschau waren es die Sachsen, die den Sieg mehr wollten und das fünfte Spiel erzwangen.

So mussten die Löwen nochmal ran an diesem Dienstag und sie präsentierten sich von Beginn an angriffslustig. Dies führte auch schnell zum Erfolg: bereits nach etwas mehr als drei Minuten konnte der Puck zur 1:0 Führung durch Maginot über die Linie ins Tor gebracht werden; samt Löwenspieler.

Beide Teams mit nur vier Feldspielern auf dem Eis

Dass es bei dem Tor vor dem Gehäuse eng zuging gefiel den Crimmitschauern nicht, die dies auch durch erste kleine Sticheleien und gewiss einiger unschöner Worte und dem ersten Abtasten zeigten. Beide Mannschaften mussten danach mit je vier Feldspielern weiterspielen.

Damit war das Spiel für einen Kampf auf Augenhöhe eröffnet, denn die Gäste aus Sachsen zeigten bei Vier gegen Vier durchaus gute Offensivbemühungen, bei denen die Löwenverteidigung oftmals Probleme hatte. Dennoch gelang es ihnen zu diesem Zeitpunkt stets den Puck zu klären. Aber nach knapp acht gespielten Minuten klingelte es im Netz der Löwen. Etwas unerwartet fiel der Ausgleich durch Pohl.

Tore Schlag auf Schlag

Damit war auch klar, dass es erneut ein enges Spiel werden sollte. Die Frankfurter, die vom Gegentreffer zunächst unbeeindruckt schienen, agierten weiterhin offensiv und kamen auch zur erneuten Führung durch Tousignant nach 10 Minuten. Ein schnell und geradliniger Angriff zum Tor überrumpelte die Verteidigung der Sachsen.

Nur knapp fünf Minuten später war es Pistilli, der bei einem ähnlichen Angriffsspielzug auf 3:1 stellen konnte. Der Jubel war groß und man sah den Spielern auch eine gewisse Erleichterung an, doch praktisch mitten in den Jubel, als der Torschütze noch durchgesagt wurde, fiel auch schon das 3:2 durch Schlenker. Da hatten die Frankfurter noch das Tor gefeiert und in der Abwehr etwas geschlafen.

Immer wieder gefährlich vor dem Löwengehäuse

Zwar fiel im ersten Drittel kein weiteres Tor mehr, doch die Gäste rochen ihre Chance und kamen immer wieder gefährlich vor das Löwengehäuse.

Dies blieb auch zu Beginn des zweiten Drittels so, während den Löwen eine gewisse Verunsicherung anzusehen war. Diese wurde von Hilbrich zum 3:3 genutzt, als er einen Bauerntrick erfolgreich in ein Tor ummünzen konnte.

Ab diesem Zeitpunkt war es beinahe ein offener Schlagabtausch, bei dem sich beide Mannschaften immer wieder gut vor dem Tor zeigten, aber zunächst kein weiteres erzielen konnten. Selbst bei einer doppelten Überzahl gelang es den Gästen nicht, diese Situation für sich auszunutzen. Mit Herz und großem Einsatz zeigten sich die Frankfurter und konnten Schüsse auf das Tor verhindern, oder aber klären. Auch Andryukhov im Tor der Löwen konnte mit schönen Paraden den Rückstand verhindern.

Großer Jubel der Löwenfans

Es dauerte dann bis in die 36. Spielminute, als Skokan in Überzahl einen Abpraller zum 4:3 ausnutzen konnte. Dieser Treffer wirkte befreiend und man sah, dass die Löwen wieder sicherer im Angriffsspiel wurden.

Kurz vor Ende des Drittels gab es noch einen schnell ausgespielten Konter für die Löwen, den Mitchell mit einem fulminanten Schuss zum 5:3 abschließen konnte. Der Jubel der Fans in der Eissporthalle war groß, doch Crimmitschau war noch nicht geschlagen.

Im letzten Drittel war das Spiel vor allem defensiv durch die Löwen geprägt. Chancen gab es auf beiden Seiten nur wenige, wenngleich man den Gästen ansah, dass sie wollten, aber zumeist nicht an der gut stehenden Verteidigung vorbeikamen.

Alptraumhafte Fehlpässe der Löwen

Selbst als die Frankfurter die Gäste durch alptraumhafte Fehlpässe zu guten Chancen einluden, blieben diese ungenutzt.

Lange Zeit hielt das Konzept des Verteidigens, doch in einer etwas unübersichtlichen Situation, als ein Schuss abprallte und zur Bogenlampe wurde, reagierte Flick am schnellsten und konnte mit dem 5:4 das Spiel noch einmal spannend machen.

Während die Gäste nun wieder obenauf waren und alles versuchten, war es abermals Flick, der vor dem gegnerischen Tor etwas zu heftig aufräumte und für 2 + 2 Minuten wegen Stockschlags und unsportlichem Verhaltens auf die Bank musste. Damit erwies er seiner Mannschaft einen Bärendienst, die nun für den Rest des Spiels in Unterzahl agieren mussten, was die Chancen auf den Ausgleich minderte.

Torwarte herausgenommen

Dennoch versuchten sie mit Herausnahme des Torwarts weiter Druck aufzubauen, doch Max Eisenmenger konnte den Puck gewinnen und auf das verwaiste Crimmitschauer Gehäuse zufahren. Zwar wurde er gestoppt, aber dies mit nicht legalen Mitteln. Die Schiedsrichter entschieden sofort auf ein technisches Tor, das das Spiel knapp eine Minute vor Schluss entschieden hatte.

Dass kurz darauf noch das 7:4 durch Lewandowski fiel, war das Ergebnis aus schnellem Angriffsspiel und einer zu weit aufgerückten Unterzahlreihe der Gäste.

Sack zugemacht

Der Sack wurde nun endgültig zugemacht und die Löwen Frankfurt konnten die Serie mit 4:1 gegen einen hart kämpfenden Gegner aus Crimmitschau für sich entscheiden.

Wer am 3. April der Halbfinalgegner sein wird steht noch offen, da die potentiellen Gegner ihre Serien noch zu Ende spielen müssen.

ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse 2:3 (Serienstand)

Bietigheim Steelers – Dresdner Eislöwen 3:2 (Serienstand)

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 7:4 (3:2 2:1 2:1)

1:0 Kevin Maginot ( Maximilian Eisenmenger , Lukas Koziol ) EQ 3:04
1:1 Patrick Pohl ( Vincent Schlenker , Yannick Mund ) EQ 07:54
2:1 Mathieu Tousignant ( Adam Mitchell , Dalton Yorke ) EQ 10:08
3:1 Matthew Pistilli ( Dávid Skokan , Brett Breitkreuz ) EQ 14:50
3:2 Vincent Schlenker ( Patrick Pohl , Christian Hilbrich ) EQ 15:17
3:3 Christian Hilbrich ( Vincent Schlenker , Ole Olleff ) EQ 23:31
4:3 Dávid Skokan ( Matthew Pistilli , Maximilian Faber ) PP1 35:40
5:3 Adam Mitchell ( Mathieu Tousignant , Carter Proft ) EQ 39:06
5:4 Rob Flick ( Carl Hudson , Adrian Grygiel ) EQ 55:22
6:4 Maximilian Eisenmenger ( Carter Proft , Eduard Lewandowski ) EN PP1 59:12
7:4 Eduard Lewandowski ( Lukas Koziol , Maximilian Faber ) PP1 59:26

Zuschauer: 3.388

Freizeit-Tipp: Salzgrotten in Rheinhessen

Nachrichten Bad Kreuznach | Erholung pur, den Körper und Seele baumeln lassen wie bei einem Urlaub an der See. Dazu benötigt es keinen Urlaubflieger oder lange Autoreisen in ferne Länder. Mit der Kraft des Toten-Meer-Salzes kann man dieses Urlaubsfeeling auch in den „crucenia Salzgrotten“ in Bad Kreuznach erleben. Grade in dem Zeitalter, in dem Stress und Anspannung ein großer Teil des Alltags geworden sind, ist es wichtig abschalten und auftanken zu können.

Bekannt ist, dass Tote-Meer-Salze bei Müdigkeit, Konzentrationsmängeln, Migräne, Schlaflosigkeit oder auch bei Inmunschwächeerkrankungen Linderung oder gar Abhilfe schaffen kann. Verantwortlich hierfür ist die reine salzhaltige Luft, die auf das allgemeine Wohlbefinden positive Einflüsse nehmen kann.

Kinderfreundliche Familiengrotte

Neben einer „ruhigen“ Salzgrotte zum Entspannen, sorgt eine separate „Familiengrotte“ dafür, dass auch Kinder in der salzhaltigen Luft in Ruhe spielen können. In der Zeit können Eltern oder die erwachsenen Begleiter auf den Relaxliegen in aller Ruhe entspannen. „Das Salz auf dem Boden ist eigentlich nur Dekoration, aber die Kinder lieben es, in dem Salz mit Förmchen und Eimer zu spielen und gleichzeitig atmen sie die gute Luft ein.“ Ganz in Vergessenheit gerät für die Kinder, während sie mit dem Bagger im Salz buddeln, weshalb sie in der Grotte sind. Vom Spielen abgelenkt, atmen sie ganz automatisch die gesunde Salzluft ein, die durch den Raum zieht.

Auf Klangreise gehen und entspannen

Die Fantasie beflügeln und die Alltagssorgen abstreifen ist bei der Klangreise möglich. Ein Klangtherapeut und Klangpädagoge hilft dabei neue Lebensenergie durch sanfte und wohltuende Klänge von Klangschalen, Gong und anderen Klanginstrumenten aufzutanken.

22 Grad Celsius und maximal 50 Prozent Luftfeuchtigkeit herrscht in den Grotten. So kann sich der Besuche in angenehmer Atmosphäre auch in ganz normaler Kleidung in den Grotten aufhalten.

Bundesweite Fahndung nach Sexualstraftäter – Polizei geht von Wiederholungstäter aus

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen (NRW) fahndet nun bundesweit nach einem bisher unbekannten Mann, der in Lemgo (NRW) zwei Frauen sexuell belästigt haben soll. Die Polizei geht davon aus dass es sich bei dem Unbekannten um einen Wiederholungstäter handelt.

Laut Polizeiangaben sei es am 14. Und 16. Februar zu den beiden aktuellen Delikten gekommen. Die beiden Frauen waren jeweils in den frühen Morgenstunden in dem Lemgoer Ortsteil Brake auf einem Fußweg alleine unterwegs. Zuerst soll der Unbekannte nach der Uhrzeit gefragt haben. Im Anschluss wollte er wissen, ob sich die Frauen vorstellen könnten sein Geschlechtsteil anzufassen.

Täter griff Frauen zwischen die Beine

In einem Fall konnte die Frau grade noch seine Hand zurückziehen, als er sie nahm und in Richtung seines Geschlechtsteiles führen wollte. Ob er seine Hose dabei offen hatte, kann die Polizei nicht mit Bestimmtheit sagen. In beiden Fällen fasste der Täter den Frauen zwischen die Beine und ans Gesäß. Im Anschluss daran flüchtete der Mann.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • südländisches Aussehen
  • ca. 1,70-1,80 mtr. groß
  • etwa 30 Jahre alt
  • hat schwarze Haare
  • dunkle Augen
  • trug zur Tatzeit einen kurzen Vollbart
  • hat eine kräftige Statur
  • trug eine schwarze Jacke und eine dunkle Hose

Hinweise nimmt die Polizei unter den Telefonnummern 05261- 9330 und 05231-6090 entgegen.

Forscher warnen: Millionen Tote durch antibiotikaresistente Keime bis 2050

Jährlich 700.000 Menschen sterben bereits heute durch resistente Keime. Wissenschaftler befürchten, dass die Zahl noch erheblich steigen wird. Grund hierfür ist der massive Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht. Dieser hat zur Folge, dass sich resistente Bakterien rasant ausbreiten können.

Die Wissenschaftler warnen, dass in gut 20 Jahren mehr Menschen an Infektionen als an Krebs sterben werden. In dem dann so genannten Präantibiotischen Zeitalter, wird es dann wohl keine Mittel gegen Multiresistente Keime mehr geben.

Filmemacher Michel Wech hat diese These in seinem Dokumentarfilm „Resistance Fighters – Die globale Antibiotika-Krise“ eindrucksvoll untermauert. Der Film wurde vergangenen Dienstag erstmals in ARTE ausgestrahlt.

Realer Dokumentationsfilm als Horrorfilm

Der Film ist der reine Horror, nur leider mit realem Hintergrund. So wird der Zuschauer zuvor gewarnt, dass der Streifen nichts für empfindsame Menschen ist.
Zu sehen ist der komplette 98-minütige Dokumentarfilm noch bis zum 17. April in der Mediathek von ARTE.

Gefördert werden diese Multiresistenzen durch den massiven Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft. Alleine in Deutschland sollen alleine in der Tiermast drei bis acht Wirkstoffe eingesetzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat diese als absolute Reserve eingestuft. Das heißt, dass diese Medikamente eigentlich nur im absoluten Notfall als Intensivmedizin eingesetzt werden sollte.

Tripper auf Vormarsch

Nicht zum Wohle der Tiere, sondern allein zum Profit der Menschen werden diese Medikamente jedoch in der Tiermast eingesetzt. Hier sollen die Tiere nicht vor Krankheit geschützt, sondern vielmehr soll das Wachstum beschleunigt werden.

In dem Film zeigt Wech gemeinsam mit Mikrobiologen, welche weltweiten Folgen dieser hemmungslose Einsatz von Antibiotika hat. In England wurde demnach Anfang 2018 erstmals ein Fall von Gonorrhoe oder Tripper bekannt, bei dem kein Antibiotika mehr wirkte. Tripper zählt weltweit zu den verbreitetsten Geschlechtskrankheiten.

Mehr Tote durch Krankenhauskeime als durch Unfälle

15.000 Menschen sterben nach Hochrechnungen des „European Centre for Disease Prevention and Control“ (ECDC) in Deutschland an den Folgen von Krankenhauskeimen. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) geht sogar noch von höheren Zahlen aus. Das sind mehr Menschen die durch Krankenhauskeimen sterben als durch Verkehrsunfälle.

Auf ein Kilo produziertes Fleisch kommen 300 Milligramm Antibiotika. Das haben Zahlen aus der US-Tiermast aus dem Jahr 2016 belegt. Hier wurden 15 Millionen Kilogramm Wirkstoffe eingesetzt. Die „Klebsiella-Bakterien“ zählen hier schon zu den sogenannten resistenten Superkeimen. Unter anderem können sie Lungenentzündungen oder Nieren- und Blaseninfektionen auslösen. Auch eine Infektion von OP-Wunden wird dem Keim zugeschrieben.

Der britische Ökonom warnt davor, dass sich die Zahl der Todesopfer durch resistente Keime explosionsartig vergrößern könnte, wenn der Trend nicht gestoppt wird. Für die Vereinten Nationen errechnete er, dass man bis zum Jahr 2050 mit bis zu 10.000.000 (zehn Millionen) Toten pro Jahr rechnen müsse