BYC-News Blog Seite 1397

Ein Mainzer Dino in besonderer Mission in Rheinhessen unterwegs

Nachrichten Mainz | Besonders in Zeiten von Corona fällt auf, dass die Menschen zusammenhalten. So viele tun Gutes, engagieren sich und helfen anderen in der aktuellen Situation. Jetzt hat jeder die Möglichkeit, Danke zu sagen an die Helferinnen und Helfer für ihren großartigen Einsatz.


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Der Dino überliefert die Botschaften

Die Aktion #DinostarkesDanke ist etwas ganz Besonderes. Dabei kann jeder einen tollen Blumenstrauß an seine Heldin oder seinen Helden senden, der dann auf außergewöhnliche Weise ausgeliefert wird. Ein Dino-Bote überbringt das florale Dankeschön kontaktlos an den Empfänger und sorgt dabei auch noch für richtig gute Laune in dieser ungewissen Zeit.

Die erste Aktion findet vom 5. Mai bis zum 29. Mai statt. Online auf der Website www.dinostarkesdanke.de können die blumigen Grüße bestellt werden, die der Dino-Bote dann ausliefert. Die kostenlose Lieferung ist möglich nach:

  • Bodenheim
  • Essenheim
  • Heidesheim
  • Ingelheim
  • Nieder-Olm
  • Nierstein
  • Oppenheim
  • in alle Mainzer Stadtteile
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Blumen verschenken und Gutes tun

Für jeden verkauften Strauß werden 3 Euro an den Verein Herzenssache e.V. gespendet. Es handelt sich dabei um eine Kinderhilfsaktion von SWR, SR und der Sparda-Bank. Der Verein fördert Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland wirksam helfen. Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche, die im Südwesten Deutschlands leben, auf Dauer gleiche Chancen haben.

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Wer ist der Dino?

Unter dem Dino-Kostüm steckt Thorsten Heyer. Er ist Geschäftsführer des Mainzer Unternehmens [blickfang] Event Design und stattet normalerweise rund 100 Events und Hochzeiten mit Mobiliar und Dekorationen aus.

Thorsten Heyer ist es ein besonderes Anliegen, Menschen mit schönen Dingen zu begeistern. Auch in der für sein Unternehmen schweren Corona-Zeit möchte er daher etwas Gutes tun und anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Seinen Schreibtisch gegen ein Dino-Kostüm zu tauschen ist für ihn daher eine sehr willkommene Abwechslung auf die er sich bereits jetzt freut.

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Die dinostarken Unterstützer:

SWR Heimat

Echtes Leben, echte Menschen, spannende Geschichten und starke Gefühle aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Von ganz normal bis abgefahren.

[blickfang] Event Design

Mit exklusiven Event-Designs schaffte das Unternehmen [blickfang] individuelle Erlebnisräume. Ganz gleich, ob es sich um ein Corporate Event der Spitzenklasse oder um eine traumhaft schöne Hochzeitsfeier handelt, der typische [blickfang]-Wow-Effekt ist garantiert.

Christa Goede

Bei Christa Goede geht es um dich und dein Unternehmen: Gemeinsam mit dir entwickelt Christa Goede Texte, Websites und Social Media-Auftritte, die zu dir und deinen Zielgruppen passen. Authentisch, gut gelaunt und frei von Werbeversprechen, die nicht eingehalten werden.

Herzenssache e.V.

Herzenssache e.V., die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank möchte Menschen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Der Verein fördert Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland wirksam helfen.

Colour Connection

Individuelle Druckprodukte für Profis: Beratung, Programmierung und Produktion für Designer, Agenturen und Unternehmen, die es satt haben, dass ihre besten Ideen an der Realisierung scheitern.

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Ursache für das mysteriöse Vogelsterben in Deutschland gefunden

Nachrichten Tierwelt | Bereits seit Anfang März wurden in der Bundesrepublik Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die schwer erkrankt waren und kurz darauf verstarben. Neben den Blaumeisen erkrankten in einzelnen Fällen auch Kohlmeisen oder andere kleine Singvögel. Jetzt ist der Erreger für das mysteriöse Vogelsterben gefunden worden.

 


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Die Vögel sterben an einer Lungenentzündung

Es handelt sich dabei um ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung auslöst. „Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Vermutlich sind auch Tannenmeise, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeise betroffen. Seltener erkranken die größeren Kohlmeisen.“ Dem NABU wurden innerhalb von nur zwölf Tagen 13.800 Fälle aus Deutschland gemeldet, die etwa 26.000 Vögel betreffen.

Erstmeldung vom 12. April 2020
Seit Kurzem erhält der Naturschutzbund (NABU) vermehrt Nachrichten zu krank wirkenden Blaumeisen. Die Tiere scheinen schnell zu versterben. Die Vögel sind offenbar von einer bislang nicht identifizierten, aber vermutlich sehr ansteckenden Krankheit betroffen.

„Erste Fälle wurden uns bereits Mitte März aus Rheinhessen in Rheinland-Pfalz gemeldet. Inzwischen ist die Zahl der toten Blaumeisen auf über 150 gestiegen. Betroffen ist bisher vor allem der Streifen vom Westerwald in Rheinland-Pfalz über Mittelhessen bis ins westliche Thüringen“

Neben den Blaumeisen erkranken in einzelnen Fällen auch Kohlmeisen oder andere kleine Singvögel. Die Vögel fallen dadurch auf, dass sie nicht mehr auf ihre Umwelt reagieren, apathisch und aufgeplustert auf dem Boden sitzen und nicht vor Menschen fliehen. Oft wirken die Vögel als hätten sie Atemprobleme. Augen, Schnabel und Teile des Federkleids sind häufig verklebt.

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Die Experten wissen noch nicht um welche Krankheit es sich handelt

Zum neuen Phänomen passt keine der bisher bekannten Vogelkrankheiten. Die meisten Tiere wurden, oft auch in größerer Zahl, in der Nähe von Vogelfütterungen gefunden. Der NABU rät daher dazu, die Fütterung und das Bereitstellen von Tränken sofort einzustellen, wenn mehr als ein kranker Vogel an einer Futterstelle beobachtet wird.

„Entscheidend ist jetzt, den Krankheitserreger schnell zu identifizieren. Daher müssen tote Tiere von Experten untersucht werden“, so Adrion.



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Melden sie erkrankte oder tote Tiere dem Naturschutzbund

Ab sofort können sie unter „Meisensterben“ kranke und tote Meisen melden und Fotos an den Naturschutzbund übermitteln.

Wer also einen gerade erst gestorbenen Vogel findet, sollte diesen – unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen und ohne den Vogel zu berühren – luftdicht verpacken und im Eisfach aufbewahren. Nach den Oster-Feiertagen sollten die Tiere zur Untersuchung an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg oder – nach vorheriger Rücksprache – an das zuständige Kreisveterinäramt geschickt werden.


 

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T-Shirt von Mainzer Schulleiterin sorgt für Aufsehen

Nachrichten Mainz | Ein Artikel vom rechts orientierten Portal Journalistenwatch macht zur Zeit in Mainz die Runde und sorgt für viel Aufsehen in den sozialen Medien wie Facebook. Darin wird ein Beitrag des ARD Morgenmagazins über die Mainzer Leibniz-Grundschule stark kritisiert wegen des T-Shirt Aufdrucks der Direktorin der Schule. Auch die Rektorin selbst wird in dem Artikel stark kritisiert.


„Hidaya“ laut Jornalistenwatch übersetzt: Führung durch den Koran

An diesem Mittwochmorgen ging es bei dem Morgenmagazin darum, wie sich die Leibniz-Grundschule in Mainz auf den Schulstart vorbereitet. Dabei kam die Rektorin der Mainzer Grundschule, Frau Annette Jutzi zu Wort und erklärte, wie der Schulstart in Zeiten von Corona funktioniert und welche Schwierigkeiten dabei bestehen. Bei dem Interview trägt Frau Jutzi ein weißes Shirt mit der Aufschrift „Hidaya“. Darunter das gleiche in arabischer Schrift.

Dieses T-Shirt nahm das Portal Journalistenwatch zum Anlass, Frau Jutzi zu unterstellen, sie würde für den Koran werben. Denn das Portal schreibt in seinem Bericht: „Für all jene, die nicht wissen, für was die Dame, der Grundschüler zur Obhut anvertraut werden, wirbt: Hidaya ist ein arabisches Wort, das „Führung durch den Koran“ bedeutet.“

Der Artikel verbreitete sich schnell

Schnell hat sich der Artikel in den sozialen Medien verbreitet und sorgte natürlich für viel Aufsehen. Kommentare ließen nicht lange auf sich warten. Diese gingen natürlich in die unterschiedlichsten Richtungen. Viele verurteilten Frau Jutzi ebenso wie das Medium journalistenwatch und forderten eine umgehende Entlassung aus dem Schuldienst. Solche und zahlreiche weitere Kommentare finden sich unter den Beiträgen, in denen der Artikel von Journalistenwatch geteilt wurde:

  • „Jetzt reicht’s aber die möchte in der Schule Islamisierung ergo die kann von mir meine Christliche Faust spüren .Wenn se so verpicht darauf ist soll’se sich ab nach Syrien und ein Haback nehmen, die alte Rohrzange.“, schrieb S. S. unter einem Post bei Facebook.
  • „Ausbürgern und ab nach Syrien. Ohne Gnade“, schrieb H. G unter dem gleichen Beitrag.
  • „Ich frag mich wo lebe ich eigentlich das so ein Subjekt Werbung für eine abartige Ideologie machen kann. Und das auch noch über die öffentlich rechtlichen Sender“, schrieb W. G.

Unter dem Beitrag auf der Homepage von ARD finden sich ähnliche Kommentar wie zum Beispiel:

„Wie kann diese Lehrerin mit einem Ausspruch einer hoch aggressiven Religion in einer Schule und im TV werben? Darf die Frau weiterhin ihren Beruf ausüben? Mein Kind würde ich sofort von der Schule nehmen. Man stelle sich vor, die Frau würde mit einem „Rechten“ Spruch auf ihrem Oberteil werben. Was würde wohl, zu Recht, passieren? Die Frau hätte umgehend ihren Arbeitsplatz verloren. Ich verstehe allerdings auch die Medien nicht. Auch SIE haben die Pflicht zur neutralen Berichterstattung und genau das unterlassen Sie. Im Gegenteil, Sie fördern das sogar noch. Warum muss ich für so eine parteiische Berichterstattung GEZ bezahlen??“



Journalistenwatch ist keine seriöse Quelle

Was sich nicht abstreiten lässt ist, dass Frau Jutzi dieses Shirt tatsächlich getragen hat. Doch was Journalisten daraus machen ist eine andere Sache. Das Portal Jornalistenwatch ist bekannt für die rechte Orientierung und wer sich einmal durch einige Artikel klickt, dem fällt das auch sehr schnell auf. Die Kategorien sind gegliedert unter: AfD, Ausland, Brisant, Genderwahn, Deutschland, Islam, Kriminalität, Linksextremismus, Medienkritik, Meinung, Migration, Politik und Satire. Allein das sollte bereits Aufschluss über die Seriösität der Seite geben, ein Blick in die Artikel tut dann das Übrige.

Bedeutungen des Wortes Hidaya

Das Wort Hidaya kann in vielen unterschiedlichen Zusammenhängen gesehen werden. Hidaya ist beispielsweise unter anderem einfach ein weiblicher Vorname, der in vielen Ländern beispielsweise auf Suaheli oder Arabisch bedeutet: das Geschenk, die Begehrte, die Ersehnte, die Schöne. Auch für die Hunderasse Rhodesian Ridgeback ist Hidaya ein beliebter Name. Hidaya Fashion Istanbul ist zudem eine arabische Modemarke.

Die Erklärung, die auf Wikipedia zu finden ist besagt: Hidaya ist ein arabisches Wort, das „Führung“ bedeutet. Nach islamischem Glauben hat Allah den Menschen Führung gegeben, hauptsächlich in Form des Korans. Nicht nur durch den Koran, sondern auch durch Hidayah oder Führung wird durch Muhammad bereitgestellt, und wie er sein Leben gelebt hat, das als Sunnah des Propheten bekannt ist. Durch seine Lehren und die Richtlinien im Koran hoffen die Muslime auf einen besseren Lebensstil.

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Hidaya ist zudem eine Organisation, die seit 1999 Arme und Bedürftige auf der ganzen Welt durch zahlreiche Projekte unterstützt. Auf der Webseite findet sich übersetzt folgende Erklärung: „Laut Imam Raghib Al-Isphani, dem berühmten Lexikographen des Heiligen Qurans, bedeutet Hidaya „den Weg weisen oder auf sanfte und freundliche Weise zum Ziel führen“. Es bedeutet sowohl Erklärung als auch Richtung; und es bedeutet auch, einer Person zu helfen und sie zu unterstützen, ihr Ziel zu erreichen.“ Diese Erklärung könnte man sogar ohne viel Fantasie auf die Aufgaben einer Grundschule beziehen.

In einem Kommentar bei Facebook erklärt Y. E. außerdem: „Erstens gibt es zahlreiche Vornamen die so lauten. Zweitens wird von Muslimen jemanden, den sie als einen guten Menschen empfinden oftmals „Hidaya“ gewünscht, was soviel bedeutet wie – Möge Gott dir den richtigen Glauben schenken. Es hat nichts mit Unterwerfung zu tun. Es ist eher eine Geste des Respekts.



Kritisch hinterfragen statt vorschnell urteilen

Als Schulrektorin hat man eine Vorbildfunktion, der man sich bewusst sein sollte und natürlich sollte man daher die Aufschrift auf Frau Jutzis T-Shirt kritisch hinterfragen. Doch mindestens genauso kritisch sollte man die Medien hinterfragen, deren Berichte und Artikel man teilt und kommentiert. Denn dadurch verbreitet man solche Artikel weiter und verschafft ihnen eine entsprechende Reichweite.

Die Wahl des T-Shirts war sicherlich unglücklich aufgrund der unterschiedlichen Auslegungsmöglichkeiten. Doch da die Aufschrift auf Frau Jutzis Shirt viele Bedeutungen haben kann, sollte man hier nicht vorschnell urteilen, sondern zunächst nachfragen, ob und was damit vermittelt werden sollte. Aufgrund des Feiertages an diesem Freitag war es unserer Redaktion bislang noch nicht möglich Frau Jutzi zu kontaktieren und nachzufragen.

In einem weiteren Medium, das sich angeblich für politische Korrektheit einsetzt, ist eine unbestätigte E-Mail von Frau Jutzi aufgetaucht. Das Portal gibt die E-Mail wie folgt wieder:

„Guten Tag, vielen Dank für Ihre Vorwarnung. Es erreichen uns hier schon entsprechende Nachrichten. Für Sie gerne zur Eklärung: HIDAYA ist ein Mädchenname mit der Bedeutung das Geschenk, die Ersehnte, die Schöne. Unter diesem Aspekt war das T-Shirt ein Geschenk und ich habe es rein zufällig getragen, es stand keinerlei Absicht dahinter und ich kannte die andere Bedeutung dummerweise nicht. Ganz sicher werde ich das Shirt jetzt nicht mehr tragen. Mit freundlichen Grüßen“ Die Echtheit dieser E-Mail kann jedoch nicht geprüft werden.

Eine Anfrage an das Bildungsministerium wurde von unserer Redaktion gestellt. Diese ist bislang aufgrund des Feiertages und Wochenende unbeantwortet. Wir berichten nach.

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Mehr über die Leibnizschule in Mainz

Die Leibnizschule ist eine Grundschule im Herzen der Mainzer Neustadt.
In dem über 100 Jahre alten Schulgebäude lernen über 170 Kinder in neun Klassen, die aus vielen verschiedenen Nationen kommen und ganz unterschiedliche Voraussetzungen haben.
Da es sich bei der Schule um eine Schwerpunktschule handelt, werden beeinträchtigte und nichtbeeinträchtigte Kinder gemeinsam unterrichtet, sodass alle miteinander und voneinander lernen. „Wir möchten, dass unsere Schule ein Ort ist, an dem sich Kinder und Erwachsene wohl fühlen. Dazu gestalten wir unser Schulleben durch ein freundliches Miteinander und eine familiäre Atmosphäre.“, heißt es auf der Homepage der Schule.

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Fahndung Rheinhessen: Tankstellenraub mit Machete

Nachrichten Rheinhessen | In der Nacht von diesem Donnerstag auf Freitag kam es zu einem Raubüberfall auf eine Tankstelle in der Ludwigstraße in Worms. Ein bislang noch unbekannter Mann betrat mit einem Schal vermummt und einer Machete bewaffnet gegen Mitternacht die Tankstelle. Dort begab er sich hinter den Kassenbereich, bedrohte die Angestellte mit der Machete und forderte sie auf, die Kasse zu öffnen. Die Mitarbeiterin folgte den Anweisungen woraufhin der Täter sich rund 300 Euro aus der Kasse schnappte und zudem noch eine Packung Zigaretten aus dem Regal. Im Anschluss daran flüchtete der Täter zu Fuß in Richtung Rheinstraße. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein, welche jedoch erfolglos blieb.

Landeshauptstadt Mainz öffnet Spielplätze

Nachrichten Mainz | Die Landeshauptstadt Mainz öffnet ab diesem Sonntag auf Grundlage der fünften Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz die städtischen Spielplätze. Im Laufe der nächsten Woche werden die bisher geltenden Absperrungen und Verbotsschilder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung entfernt. Eine Nutzung ist unter Einhaltung der vom Land vorgegebenen Verhaltensregeln (§ 4 (1) Satz 1 bis 3 der 5. CoBeLVO) jedoch schon ab Sonntag möglich.

§ 4 (1) Satz 1 bis 3 der 5. CoBeLVO: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person und im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands zulässig. Zu anderen als den in Satz 1 genannten Personen ist in der Öffentlichkeit, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Dem nicht in häuslicher Gemeinschaft lebenden Elternteil ist es erlaubt, sein Umgangsrecht
weiterhin auszuüben.

Anästhesisten kritisieren Berichterstattung zu Covid-19 Beatmung

Nachrichten Überregional | Der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) kritisieren die Berichterstattung des Westdeutschen Rundfunks (WDR) über die Beatmung von Covid-19 Patienten. Die DGAI schreibt in einem Brief an WDR-Intendant Buhrow, es handele sich dabei um eine „völlig unnötige und unqualifizierte Emotionalisierung eines wichtigen intensivmedizinischen Themas, die zu einer völlig unnötigen Verunsicherung der Bevölkerung und damit der Patienten“ führe.


Intubation und Beatmung sei in vielen Fällen nicht gerechtfertigt

Der WDR gibt in diversen Beiträgen, darunter auch einer für das Fernsehmagazin „Monitor“ Meinungen einzelner Mediziner mit begrenzter intensivmedizinischer Expertise wieder. Demnach soll die Intubation und Beatmung von Covid-19 Patienten in zahlreichen Fällen nicht gerechtfertigt sein und sogar zu einer höheren Zahl von Todesfällen führen. Zahlen aus dem Journal of the American Medical Association (JAMA) seien dabei wohl die Grundlage für die Berichte. Die Redaktion des JAMA zog diese Zahlen jedoch inzwischen offiziell wieder zurück. Dieser Umstand sei den WDR-Autoren offenbar nicht bewusst gewesen, so die DGAI.

Journalisten versuchen einen Konflikt künstlich herauszuarbeiten

Die Journalisten versuchten zudem, einen Konflikt zwischen Lungenfachärzten und Anästhesisten in Deutschland künstlich herauszuarbeiten. Diesen gebe es jedoch so nicht. „Nicht-invasive Beatmung und invasive Beatmung sind keine Entweder-Oder-Konzepte der intensivmedizinischen Behandlung, sondern werden – individuell abgestimmt auf den jeweiligen Patienten – angewendet“, sagt BDA/DGAI-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Alexander Schleppers. „Hier gilt die Anwendung eines Stufenkonzeptes als leitliniengerechte intensivmedizinische Behandlungsstrategie, von der Sauerstoffgabe über die nicht-invasive bis hin zur invasiven Beatmung.“ Intensivmedizinisch erfahrene Ärzte jeder Fachdisziplin würden dies in gleichem Maße anwenden.

Recherche zu dem Beitrag „nicht professionell“

Die Recherche zu dem Beitrag für die Sendung „Monitor“ sei „nicht ausgewogen“ und „nicht professionell“ gewesen, kritisieren BDA und DGAI. Bei in dem Bericht erwähnten Meinungen seien keine gültigen Mehrheitsmeinung und erst recht nicht als eine fundierte medizinische Empfehlung darzustellen.

Die Anästhesisten schreiben in dem Brief an Buhrow weiter: „Die Versuche einzelner Ärzte, in den Medien Angst vor einer Beatmung zu schüren, führen zu einer unnötigen Verunsicherung der Patienten und können durch die bislang vorliegenden wissenschaftlichen Daten an keiner Stelle verifiziert werden.“ Rund 70 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 die Behandlung auf einer Intensivstation überleben, so die DGAI. Das gehe aus Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und aus einer Umfrage der DGAI hervor.

Flughafen Frankfurt muss Umweltfonds auflösen

Nachrichten Frankfurt | Knapp 1.200 einzelne Projekte zum Schutz der Umwelt und Artenvielfalt hat die Fraport AG (Betreiber Flughafen Frankfurt am Main) mit dem Umweltfonds finanziell in der Vergangenheit unterstützt. Dabei ist eine Gesamtinvestition von mehr als 39 Millionen Euro geflossen. Der Flughafenbetreiber hatte den Fonds im Jahr 1997 eingerichtet. Doch aus wirtschaftlichen Gründen muss der Umweltfonds aufgelöst werden.


Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG

„Es stimmt uns traurig, dass wir den Umweltfonds nun auflösen müssen. Die massiven wirtschaftlichen Folgen aus der Corona-Krise für unser Unternehmen verlangen von uns deutliche Einschnitte und schwere Entscheidungen.“ Die Projektzusagen für dieses Jahr bleiben bestehen. So erhält der Regionalpark Rhein-Main rund 400.000 Euro aus Fraport-Mitteln. Dadurch können 23 unterschiedliche Projekte umgesetzt werden, etwa neue Radwege rund um Trebur. Insgesamt hat Fraport den Regionalpark mit mehr als 18 Millionen Euro unterstützt.

Auch umweltpädagogische Projekte unterstützte die Fraport AG: Schülerinnen und Schüler aus mehr als 1.000 Schulklassen im Rhein-Main-Gebiet haben so von Fraport-Pädagogen Spannendes, Erstaunliches und Kurioses über die Umwelt erfahren. Und mit dem Landesportbund Hessen e. V. etwa ist ein Qualitätssiegel für klimaschonendere Sportanlagen entstanden. Ob irgendwann in Zukunft dieser Fonds wieder zum Leben erweckt werden kann, steht in den Sternen.

Kreis Groß-Gerau | Die Tafel in Rüsselsheim öffnet wieder

Nachrichten Rüsselsheim | Ab dem kommenden Dienstag nimmt die Rüsselsheimer Tafel wieder ihren Betrieb unter Berücksichtigung eines Hygienekonzeptes auf. Die Ausgaben der Lebensmittel finden dann dienstags und donnerstags jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr statt. Aufgrund dessen schränkt die Mittagessenausgabe „Kochen für Rüsselsheim“ am Haus der Kirche in der Marktstraße 7 ihr Angebot auf montags und freitags jeweils von 12 bis 13 Uhr ein.

Versorgung bedürftiger Menschen war sichergestellt

Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser dankt allen ehrenamtlichen Helfenden, die sich in dieser schweren Zeit für bedürftige Menschen in Rüsselsheim eingesetzt und engagiert haben. Die Mittagessenausgabe „Kochen für Rüsselsheim“ sowie der Verein Foodsharing Groß-Gerau e.V. übernahmen die Versorgung von Menschen, die auf Hilfen angewiesen sind in der Zeit, in der die Tafel schließen musste.

Für die Mittagsessenausgabe arbeiten zusammen:

  • Die evangelische Martinsgemeinde
  • die VfR Sportgaststätte
  • das Diakonische Werk
  • der Verein Foodsharing
  • die Stadt Rüsselsheim

Die Ehrenamtlichen geben dabei warmes Mittagessen auf dem Gemeindeplatz in Rüsselsheim aus. Darüber hinaus stellt Foodsharing mit Hilfe eines Fair-Teiler Schrankes an der Hans-Sachs-Straße und einer sonntäglichen Ausgabe Lebensmittel für Bedürftige zur Verfügung.

„Dies ist gelebte Solidarität“

Grieser lobt ausdrücklich die Organisatorinnen und Organisatoren der Initiative „Kochen für Rüsselsheim“ und den Verein Foodsharing. Er habe immer wieder gemerkt, dass vor allem das Angebot auf dem Gemeindeplatz sehr gut angenommen wurde. „Die Corona-Pandemie war für alle eine neue schwierige Situation, auf die sich jede und jeder neu einstellen musste. Es ist vorbildlich, dass viele Unterstützerinnen und Unterstützer eigene Probleme zurückgestellt und sich für bedürftige Menschen stark gemacht haben. Dies ist gelebte Solidarität“, sagt Grieser.

Die Tafel muss unter erschwerten Bedingungen arbeiten

Zudem dankt er den Mitgliedern der Tafel: „Sie müssen unter erschwerten Bedingungen mit Abstands- und Hygieneauflagen arbeiten. Dennoch stellen sie sich der Herausforderung, um mit Lebensmitteln zu helfen. Durch die Wiedereröffnung kann die Versorgung von Menschen, die auf Hilfen angewiesen sind, verbessert werden.“ Da nur eine begrenzte Personenanzahl die Ausgabestelle betreten dürfen, kann es jedoch zu längeren Wartezeiten kommen.

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte sich die Tafel in Rüsselsheim dazu entschieden, die Ausgabestelle in der Hans-Sachs-Straße 86d vorübergehend zu schließen. Vor allem die ausbleibenden Lebensmittelabgaben der Märkte führten zu diesem Entschluss, der auch vielen anderen Tafeln in Deutschland getroffen wurde.

Balkon und Gartennutzung in Mietwohnungen – Was ist erlaubt?

Der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. klärt auf | Die städtischen Behörden haben in Corona-Zeiten eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten, wie das Grillen im öffentlichen Raum oder das Verweilen in Parks oder Grünanlagen, verboten oder zumindest deutlich eingeschränkt. Glücklich schätzen können sich in der aktuellen Situation Bewohner mit einem Garten, Balkon oder einer Terrasse.


Rechte und Pflichten von Bewohnern in Mietwohnungen

Sie haben die Möglichkeit, ihre privaten Aktivitäten zumindest etwas ins Freie zu verlagern. Doch welche Rechte und Pflichten haben Bewohner von Mietwohnungen bei der Nutzung eines Gartens oder Balkons – ganz unabhängig von den aktuell geltenden Corona-Vorschriften? Der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. (VDIV-RPS) gibt einen Überblick rund um das Thema der Balkon- und Gartennutzung in Mietwohnungen.

Ob Trocknen der Wäsche, Hobbygärtnern, gemütlichen Verweilen, Grillen mit der Familie, Anbringen der SAT-Antenne oder kurze Zigarettenpause: Balkone oder Terrassen sind dank ihrer universellen Nutzbarkeit bei Mietern sehr beliebt. Beides zählt prinzipiell zum Wohnraum; die Nutzung ist für Mieter also mit ähnlichen Rechten und Pflichten wie innerhalb der eigenen vier Wände verbunden. Sie können die Fläche problemlos für das Aufstellen der Gartenlounge, Bänken, Tischen oder Sonnenschirmen nutzen.

Aufbauten am Balkon oder Geländer

Schwieriger wird es mit größeren Aufbauten wie einem Sichtschutz oder dem Anbringen von Blumenkästen außerhalb des Balkons. Ein Sichtschutz am Geländer ist in der Regel zulässig, solange er maximal bis zur Höhe des Handlaufs reicht. Blumenkästen sind grundsätzlich erlaubt, besteht jedoch durch herabfallende Gegenstände Gefahr für Passanten, kann der Vermieter das Anbringen verbieten. Thema „Optik“: Das Trocknen von Wäsche im Außenbereich stört oft das Erscheinungsbild.

Der Vermieter kann dies jedoch nicht untersagen, besonders nicht dann, wenn die Wäsche (laut Mietvertrag) nicht in geschlossenen Räumen getrocknet werden darf. Dem Mieter ist es sogar erlaubt, auf seinem Balkon Vorrichtungen zur Trocknung anzubringen, solange damit nur eine geringfügige Substanzverletzung der Mietsache einhergeht. Auch „Satellitenschüsseln“ mindern oft den optischen Gesamteindruck eines Wohngebäudes. Laut eines Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 31.03.2013 (Az. 1 BvR 1314/11) kann Mietern jedoch nicht generell das Anbringen einer SAT-Anlage auf dem Balkon untersagt werden, da das grundrechtlich geschützte Mieterinteresse an der Nutzung allgemein zugänglicher Informationsquellen (Art. 5 Abs. 1 GG) berücksichtigt werden muss. Dies gilt vor allem bei ausländischen Mietern. Im Streitfall sollte ein Gespräch stattfinden und zwischen beiden Parteien bestenfalls eine Interessenabwägung mit nachfolgender Kompromisslösung erfolgen.



Was darf ich im Garten

Ein Garten zählt bei einem angemieteten Einfamilienhaus in der Regel zum Mietobjekt, nur in Ausnahmen gibt es zwischen Vermieter und Mieter abweichende vertragliche Vereinbarungen. Die Rechtslage zur Gartennutzung in Mehrfamilienhäusern ist etwas komplizierter: Ein Mieter darf den Hausgarten nutzen, wenn dieser laut Mietvertrag ausdrücklich mit der Wohnung mitvermietet wird oder allen Mietern als Gemeinschaftsfläche zur Verfügung steht. Es gibt kein automatisches Gewohnheitsrecht, wonach ausschließlich der Mieter einer Erdgeschosswohnung den Hausgarten nutzen darf.

Zudem haben einzelne Mieter nicht das Recht, einen Teil des Gartens für sich zu beanspruchen oder etwa einzuzäunen. Der Eigentümer kann über die Hausordnung oder den Mietvertrag Vorgaben über die erlaubte Art der Nutzung machen. Für die Organisation der Gartenpflege ist er grundsätzlich  erst einmal selbst verantwortlich. Er kann anfallende Kosten (z.B. durch Hausmeister o.ä.) jedoch als Betriebskosten auf die Mieter umlegen. Dies ist aber nur möglich, wenn die Flächen von diesen auch genutzt werden dürfen. Bei der Vermietung an eine einzelne Mietpartei kann der Vermieter die Gartenpflege auf diesen Mieter übertragen, allerdings darf er nicht vorschreiben, wann und wie die Gartenpflege zu erfolgen hat.

Während der Mietdauer ist der Mieter nur für die Übernahme einfacher Arbeiten (z.B. Gießen, Laubkehren) verpflichtet, der Grünschnitt von hohen Bäumen und Büschen zählt nicht dazu. Trotzdem gilt: Mieter dürfen einen Garten nicht verwildern lassen. Bei der Gartengestaltung werden Mietern kaum Grenzen gesetzt. Sie können Blumen pflanzen, Pflanzkübel, Sandkästen oder Schaukeln aufstellen. Ohne Erlaubnis des Vermieters dürfen im Gartenbereich keine größeren baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Hierzu gehören unter anderem das Anlegen eines Gartenteiches, die Errichtung eines Gartenhauses oder Schuppens. Das Entfernen von Büschen und Bäumen ist ohne Einverständnis ebenfalls unzulässig, da dies nicht zur vertraglich vereinbarten Nutzung zählt. Ist die Gartennutzung allen Mietparteien gestattet, sollten darüber untereinander – zur Stärkung des Gemeinwohls – klare Absprachen getroffen werden.



Was muss ich beim Grillen beachten

Grundsätzlich ist Mietern das Grillen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon gestattet, solange es im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten und die Nachtruhe ab 22 Uhr eingehalten wird. Es gilt dabei jedoch das Gebot der Rücksichtnahme: Der Nachbar sollte nicht gezwungen sein, den direkten und konzentrierten Rauch einzuatmen. Dies kann ein Verstoß gegen das Immissionsschutzgesetz darstellen und mit Geldbußen geahndet werden.

Wie häufig pro Monat gegrillt werden darf, ist einzelfallabhängig und gesetzlich nicht klar festgelegt. Zwischen April und September liegen ein bis zwei Grilltermine pro Monat im Rahmen des Zumutbaren. „Hier darf das Maß jedoch nicht ausgereizt werden“, so Frank Hennig, Vorstandsmitglied im VDIV-RPS.

„Die Gerichte sind sich über die Dauer und Häufigkeit sehr uneinig. Es empfiehlt sich, um Nachbarschaftsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen, den nächsten Grillabend vorher anzukündigen. Aber Achtung: Ist das Grillen im Mietvertrag oder der Hausordnung ausdrücklich verboten, sind Mieter verpflichtet, sich an diese Klausel zu halten. Wer das Grillverbot missachtet, riskiert Abmahnungen oder die Kündigung.“

Fühlen sich Personen durch Lärm, Rauch oder Grillgeruch gestört, können die Eigentümer bei der nächsten Eigentümerversammlung die Aufnahme eines Grillverbots in die Hausordnung vorschlagen, worüber die dann anwesenden Immobilienbesitzer zu entscheiden haben. Der VDIV-RPS empfiehlt deshalb auf Balkonen und Terrassen den Einsatz von rauchfreien Elektrogrills und Aluminiumschalen, um die Geruchs- und Rauchbelästigung zu minimieren. Anders als der Geruch von Kohle und Grillgut muss Zigarettenrauch vom Nachbarbalkon in den meisten Fällen hingenommen werden. Rauchen auf Balkon oder Terrasse zählt grundsätzlich zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung. Ein Unterlassungsanspruch durch Dritte ist in Einzelfällen jedoch nicht ausgeschlossen.

Bei Fragen zu diesen oder andere Themen steht der Verband der Immobilienverwalter Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. gerne per Mail an office@vdiv-rps.de zur Verfügung. Allgemeine Informationen rund um Immobilien erhalten Interessierte auch im Internet unter www.vdiv-rps.de oder bei www.facebook.com/vdivrps.

Mindestlohn in der Baubranche für den Kreis Mainz-Bingen gestiegen

Nachrichten Bingen | Für die rund 1.900 Bauarbeiter im Landkreis Mainz-Bingen gilt eine neue Lohnuntergrenze. Keiner, der in der Branche arbeitet, darf weniger als 12,55 Euro verdienen – 35 Cent mehr als bisher. Das macht ein Plus von rund 60 Euro am Monatsende. Wer als Geselle oder angelernte Kraft fachliches Know-how mitbringt, der hat sogar Anspruch auf 15,40 Euro (plus 20 Cent). Das teilt die IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz mit.


Das Plus muss bereits mit der April-Abrechnung auf dem Konto sein

Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten deshalb, den letzten Lohnzettel zu prüfen. „Das Plus muss bereits mit der April-Abrechnung auf dem Konto sein. Und alle 168 Baufirmen im Kreis Mainz-Bingen müssen dieses Lohn-Minimum zahlen“, sagt Bezirksvorsitzender Rüdiger Wunderlich.

Messlatte für gelernte Betonbauer, Zimmerer und Fliesenleger sei jedoch der Tariflohn, so der Gewerkschafter. Der liegt bei aktuell 20,63 Euro pro Stunde. „Handwerker sind extrem gefragt – sogar in Zeiten von Corona. Bauarbeiter müssen wissen, was ihre Arbeit wert ist. Jeder hat eine anständige Bezahlung verdient. Gerade in Kleinbetrieben wird das vom Chef schon mal gern vergessen“, so Wunderlich.

Baubranche verzeichnet einen Rekordumsatz

Anspruch auf den Tariflohn haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied im Arbeitgeberverband ist. Nach Angaben von Bauindustrie und -handwerk verzeichnete die Branche im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von bundesweit knapp 140 Milliarden Euro. Mit einem Plus von vier Prozent gilt die Branche als eine zentrale Säule der Konjunktur – während die gesamte Wirtschaft nur um 0,6 Prozent zulegte. „Hier sollte sich kein Bauarbeiter unter Wert verkaufen“, betont Wunderlich.

Extremisten missbrauchen die Corona-Krise | Verschwörungen von links und rechts

Die Corona-Krise stellt für Staat und Gesellschaft auch aus sicherheitspolitischem Blickwinkel eine Herausforderung dar. „Extremisten missbrauchen die Corona-Krise für ihre verfassungsfeindlichen Zwecke. Sie verbreiten Falschmeldungen und Verschwörungstheorien, hetzen gegen Asylsuchende und rufen dazu auf, die Regeln zum Schutz der Gesundheit zu brechen.


Auswertungsergebnisse des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes

Fremde Nachrichtendienste und staatlich gelenkte Akteure versuchen zu destabilisieren“, so Innenminister Roger Lewentz zu aktuellen Auswertungsergebnissen des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes.

Mit ihrem Vorgehen versuchten Extremisten, Ängste und Unruhe in der Bevölkerung zu schüren, um diese zu verunsichern und die Bemühungen des Staates zu unterminieren, die Menschen vor den Auswirkungen der Pandemie zu schützen. „Dieses Verhalten ist gerade in einer Zeit, die uns allen viel Disziplin und Solidarität abverlangt, gewissenlos und schändlich“, stellte Lewentz klar.

Rechte Hetze im Internet

Rechtsextremisten und Rechtspopulisten tun sich aktuell vor allem im Internet mit vermehrter fremdenfeindlicher Hetze hervor. So wird behauptet, Migranten – insbesondere Muslime – seien Überträger des Virus Covid-19 und müssten die staatlich auferlegten Regeln nicht wie alle anderen befolgen.

Zudem werden vielerlei Verschwörungstheorien verbreitet, was sich auch in Reichsbürger-Kreisen verstärkt niederschlägt. „Gehen Sie den Hetzern und Lügnern nicht auf den Leim“, appellierte Lewentz. Einzelne Rechtsextremisten sähen in der Corona-Krise und ihren Folgen die Vorboten für den von ihnen an einem „Tag X“ erhofften Zusammenbruch des demokratischen Systems und des Beginns einer politischen Neuordnung in ihrem Sinne. Sie selbst wollten sich hierfür gewappnet zeigen. „Die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden nehmen solche Verdachtsmomente sehr ernst und gehen ihnen intensiv nach“, betonte der Innenminister.



Linksextreme und islamistische Szene streuen Falschmeldungen

Auch Linksextremisten griffen die Corona-Krise auf. Sie agierten vermehrt auf einschlägigen Internetplattformen vor allem gegen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, die sie als „staatliche Repression“ titulierten.

In der islamistischen Szene kursieren Behauptungen, die Pandemie sei eine „Strafe Gottes für die Ungläubigen“, während andererseits die Präventionsbemühungen von großen Teilen mitgetragen werden. Auch fremde Nachrichtendienste und staatlich gelenkte Akteure, so insbesondere aus Russland und China, griffen die Corona-Krise verstärkt auf und betrieben in erster Linie Einflussnahmeversuche und Desinformation.

Ein Ziel sei es, das öffentliche Meinungsklima zu polarisieren, so indem beispielsweise behauptet werde, die Bundesregierung scheitere bei der Krisenbewältigung. Verstärkt zeige sich angesichts der Corona-Krise auch das grundsätzliche Aufklärungsinteresse fremder Nachrichtendienste. Dabei stelle der Cyberraum – das heißt die IT-Strukturen – ein bevorzugtes Angriffsziel dar

Der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz verfolgt die Entwicklung

„Gerade Krisenzeiten werden von Extremisten und fremden Nachrichtendiensten für ihre Bestrebungen genutzt, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben. Sie wollen polarisieren und destabilisieren“, resümiert Lewentz, „es gilt daher für uns alle, weiter aufmerksam und wachsam zu sein, damit die Pläne der Staatsfeinde nicht aufgehen“. Der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz werde die Entwicklung weiter mit großer Aufmerksamkeit verfolgen.

SPD Mainz: Kostenloses Mittagessen für Kinder

Nachrichten Mainz | Besonders Schul- oder Kita-Kinder erfahren in der derzeitigen Situation starke Einschränkungen, da sie noch lange Zeit mit einer unregelmäßigen Betreuung rechnen müssen. Für viele Kinder fällt damit nicht nur die Wissensvermittlung und die wichtige pädagogische Betreuung weg, sondern auch die Möglichkeit auf ein gesundes und regelmäßiges Mittagessen, das teilt die Mainzer SPD-Fraktion mit.


Kostenloses Mittagessen für Kinder

„Nachdem die Bundesregierung den Weg heute dafür freigemacht hat, muss auch die Stadt Mainz die Möglichkeit nutzen und den Kindern das kostenlose Mittagessen nach Hause oder zur Abholung an die Schule liefern“, so die sozialpolitische Sprecherin Myriam Lauzi und die jugendpolitische Sprecherin Jana Schneiß.

Das kostenlose Mittagessen für Kinder und Jugendliche, die bildungs- und teilhabeberechtigt sind, ist wichtig. Es ist eine zentrale Errungenschaft der Sozialdemokratie und auch ein wichtiger Baustein der Armutsbekämpfung. Deshalb müssen die nun flexibel einsetzbaren Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket auch weiterhin denen zugutekommen, die dringend darauf angewiesen sind.

Kinder und Familien müssen bestmöglich unterstützt werden

Schon in normalen Zeiten ist der Hartz IV-Satz für Familien sehr knapp bemessen. Zusätzlich haben Familien zur Zeit mit steigenden Lebensmittelpreisen und dem eingeschränkten Angebot der Tafeln zu kämpfen. Auch die Mehrkosten für Hygieneartikel wie Masken oder Desinfektionsmitteln machen sich bemerkbar.

„Zudem ist leider davon auszugehen, dass die Anzahl der Bildungs- und teilhabeberechtigten Kinder aufgrund von gestiegener Kurzarbeit in vielen Familien zunimmt. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen müssen so fern wie möglich von Kindern und ihren Entwicklungschancen gehalten werden. Wir bitten die Verwaltung deshalb, die neuen Möglichkeiten zu nutzen und die Kinder und ihre Familien in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zu unterstützen“, so Lauzi und Schneiß abschließend.

Baustellenverkehr zur Erweiterung der Landskronschule in Oppenheim

Nachrichten Oppenheim | Die Landskronschule soll baulich erweitert werden. Zur Bewältigung des Baustellenverkehrs haben sich die Stadt Oppenheim, die Verbandsgemeinde und Planer sowie der Kreis als Bauherr auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt, wie der zuständige Erste Beigeordnete der Stadt, Rainer Ebling (AL), mitteilte.


Anwohner und das Straßennetz sollen nicht überlastet werden

Wie Ebling mitteilte, sei es besonders wichtig, die Anwohner und das städtische Straßennetz dabei nicht zu überlasten. Nach eingehender Vorprüfung werde daher auf eine Anfahrt über die Straßen „Am Strandbad“ und „Im Kläuerchen“ verzichtet werden. Grund dafür sei auch, dass sich im Umfeld in etwa zur gleichen Zeit eine Großbaustelle für die Errichtung einer Sporthalle für die IGS befindet.

Es wird daher von der östlichen Grenze der Schule nach Norden eine Zuführung über den Bereich der jetzigen Dirt-Bike-Anlage zur Rheinstraße hin über den Addi Haselberger-Weg geben. Der Verbindungsweg im Bereich der Dirt-Bike-Anlage entlang des Zaunes, der stark von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt wird, bleibt erhalten. Er steht der Öffentlichkeit auch weiterhin zur Nutzung zur Verfügung.

Dirt-Bike-Anlage eingeschränkt nutzbar

Vermutlich werden die bereits ausgebauten Zuwegungen neben der Tennisanlage und dem Hallenbad durch Baustellenverkehr stark verschmutzt. Dieser Bereich wird daher regelmäßig gereinigt werden. Die Dirt-Bike-Anlage steht für die Dauer der geplanten Baumaßnahmen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung.

„Dafür bitten wir alle Nutzer, insbesondere unsere jüngeren Oppenheimer herzlich um Verständnis. Wir haben uns eindeutig darauf verständigt, dass alle beanspruchten Bereiche am Ende der Maßnahme wieder in ihren Ausgangszustand zurück versetzt werden“, so Ebling abschließend.

Kein Nachholtermin für Volk im Schloss Festival in Groß-Gerau

Nachrichten Groß-Gerau | Die Werbemaßnahmen für das diesjährige Volk-im-Schloss-Festival im Schloss Dornberg in Groß-Gerau sollten bald starten. Nun erhielten die Veranstalter durch die Regelungen zu Großveranstaltungen in der Corona-Pandemie die Gewissheit, dass das Festival in diesem Jahr nicht stattfinden kann.


Künstler aus zahlreichen Ländern hätten auftreten sollen

Die Veranstalter sind natürlich enttäuscht darüber, das Festival absagen zu müssen. nicht zuletzt deshalb, weil man auf das diesjährige Programm mit Künstlern aus Schweden, USA, Portugal, Belgien, Frankreich und der Schweiz sehr stolz war. Doch die Veranstalter stehen hinter der Entscheidung der Regierung, denn die Gesundheit der Künstlerinnen und Künstler sowie der Gäste steht auch für sie im Vordergrund. „Wenn wir durch die Absage des Festivals auch nur ein einziges Menschenleben retten können, dann macht uns das sehr glücklich“, so die Veranstalter.

Das Festivalteam will Künstler und Techniker unterstützen

Das Festivalteam arbeitet derzeit an Möglichkeiten, die gebuchten Künstler und Techniker, die massiv unter der Absage vieler Veranstaltungen leiden, in der aktuellen Situation zu unterstützen. Zudem versucht man, die für 2020 gebuchten Künstler schon jetzt für das Festival im kommenden Jahr zu buchen. Damit können die Künstlerinnen und Künstler schon jetzt Volk im Schloss in deren internationalen Tourneepläne mit einplanen. Im kommenden Jahr soll das Volk-im-Schloss-Festival vom 27. bis 29. August 2021 stattfinden.

89-Jähriger Opfer von Trickdiebstahl am Hauptbahnhof Mainz

Nachrichten Mainz | An diesem Mittwochmittag gegen 12:15 Uhr kam es am Hauptbahnhof in Mainz zu einem Vorfall, bei dem ein 89 Jahre alter Mann bestohlen wurde. Der Rentner bemerkte den Diebstahl erst, als der Täter bereits verschwunden war.


Am Hauptbahnhof Mainz wollte der 89-Jährige, der aufgrund seines Alters auf einen Gehstock angewiesen ist, in den Bus der Linie 62 einsteigen. Dabei sprach ein Mann ihn an und bat ihm Hilfe beim Einsteigen an. Der Unbekannte half dem älteren Herr indem er ihn an seinem rechten Arm festhielt und in den Bus half. Direkt im Anschluss entfernte sich der unbekannte Mann.

Ein Fahrgast im Bus machte den 89-jährigen darauf aufmerksam, dass ihm vermutlich in diesem Moment seine Geldbörse geklaut wurde. Der Verdacht bestätigte sich, denn die dunkelbraune Ledergeldbörse, die sich in seiner rechten Hosentasche befand, war weg. In der gestohlenen Geldbörse befand sich Bargeld, der Personalausweis und EC-Karten.

Täterbeschreibung:

  • 20-30 Jahre
  • dunkle, kurze Haare
  • beiges Oberteil
  • braune Hose

Zeugen werden gebeten sich mit der Polizei Mainz unter der Rufnummer 06131/65-4110 in Verbindung zu setzen.