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Gesundheitsamt Mainz-Bingen: „Wir versuchen jeden Einzelfall einzugrenzen“

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Nachrichten Mainz-Bingen | Der Regelbetrieb an Schulen hat wieder begonnen. Doch trotz Hygienekonzepten gibt es Momente, in denen eine Ansteckungsgefahr besteht. Das Gesundheitsamt im Landkreis Mainz-Bingen muss daher auf vieles zu achten. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Dietmar Hoffmann, hat dazu Stellung genommen.


Wie hat sich das Infektionsgeschehen aus Sicht des Gesundheitsamtes seit dem Schulbeginn entwickelt?

Leider genauso, wie es zu erwarten war. Nach längerem Lockdown, dem anschließenden eingeschränkten Regelbetrieb und den Sommerferien begann am Montag wieder unmittelbar der Regelbetrieb. Es gibt zwar neue Hygienekonzepte, welche für die Schulen verbindlich sind und es besteht für die älteren Schülerinnen und Schüler zumindest eine Maskenpflicht in den Fluren und auf dem Schulhof. Aber wenn sich in einem Klassenzimmer 20 – 30 Kinder und Lehrkräfte aufhalten, dann liegt doch eine relevante Ansteckungsgefahr vor, falls ein Schüler oder eine Schülerin davon positiv ist. Auch die in den Hygieneplänen empfohlenen Stoß- und Querlüftungen lassen sich aufgrund der baulichen Situation oftmals nicht verwirklichen. Somit mussten wir bereits am Mittwoch zirka 200 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus mehreren Schulen im Landkreis in die häusliche Quarantäne schicken, da Kontakt zu positiven Fällen beziehungsweise sehr dringenden Verdachtsfällen bestand.

Wenn jetzt ein Schüler oder eine Schülerin mit positivem Status die Schule besucht hat, müssen sich dann alle Kontaktpersonen in Quarantäne begeben, also zum Beispiel die gesamte Klasse, die Klassenstufe oder sogar die ganze Schule?

Wir versuchen soweit wie möglich jeden Einzelfall einzugrenzen und nehmen eine Risikobewertung vor. Da spielen viele Faktoren eine Rolle, zum Beispiel die Symptomatik des Infizierten, die Dauer des Schulbesuchs, die Enge und Dauer des Kontaktes zu Mitschülerinnen und Mitschülern, die Frist zwischen dem letzten Schulbesuch und der Testung und vieles mehr. Nach diesen Parametern klassifizieren wir die Kontaktpersonen nach erstem und zweitem Grad. Derzeit würden wir alle Schülerinnen und Schüler, welche einen Schultag im Klassenzimmer gemeinsam verbracht haben, ohne dabei eine Maske getragen zu haben, als Kontaktperson 1 klassifizieren – dies bedeutet eine 14-tägige Quarantäne. Wenn die Klassen einer Stufe nicht durch gemeinsamen Unterricht durchmischt werden, können wir es dann auch bei dieser Klasse belassen.



Patienten mit leichter Symptomatik können im Einzelfall schon 10 Tage nach Krankheitsbeginn aus der Quarantäne entlassen werden. Warum müssen Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne bleiben?

Das Robert Koch Institut hat vor einigen Wochen die Quarantänedauer für Infizierte mit sehr leichter Symptomatik von 14 auf zehn Tage verkürzt. Voraussetzung ist allerdings eine absolute Symptomfreiheit in den letzten beiden Tagen. Der wissenschaftliche Hintergrund hierzu ist, dass in der Regel um den 7. Tag kein vermehrungsfähiges Virusmaterial mehr nachweisbar ist. Das führt zu der schwierig zu kommunizierenden Situation, dass möglicherweise ein weiterer Abstrich – welcher auf eigene Veranlassung zum Beispiel am 15. Tag genommen wurde – weiterhin positiv ist, aber keine neue Quarantäne verhängt wird. Wir müssen uns hierbei auf die medizinische Expertise unserer Fachgesellschaften verlassen. Tatsächlich betreuen wir selbst Patienten, welche sechs bis sieben Wochen nach Infektionsbeginn bei Kontrollen immer noch ein positives Ergebnis zeigen. Bei engen Kontaktpersonen ist die Situation eine andere: Hier geht man von der längstmöglichen Inkubationszeit aus, also dem Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch beziehungsweise Virusnachweis. Das heißt, erst wenn man nach 14 Tagen keine Symptome zeigt, ist man bei engen Kontaktpersonen auf der sicheren Seite.

Sie empfehlen engen Kontaktpersonen, zum Beispiel am 6. Tag zu testen. Verkürzt sich hierdurch die Quarantäne?

Leider nein, die 14-tägige Quarantäne bleibt aus den genannten Gründen davon unberührt. In der Regel dauert die Inkubationszeit aber nicht zwölf bis 14 Tage, sondern das Virus lässt sich zumeist bereits am 5. oder 6. Tag nachweisen. Bei dieser Nachtestung von engen Kontaktpersonen geht es daher in erster Linie darum, ob wir deren Umfeld ebenfalls untersuchen müssen, falls sie als Kontaktperson zwischenzeitlich selbst positiv geworden sind.



Wie sieht es mit den Reiserückkehrern aus?

Das ist tatsächlich seit gut drei Wochen bei uns ein großes Thema. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst in Mainz eine eigene Teststrecke aufgebaut und rund 1.000 Untersuchungen durchgeführt. Dies in erster Linie, um die Hausarztpraxen von diesem Ansturm zu entlasten. Sowohl von dort als auch über die vier großen Teststellen im Land Rheinland-Pfalz sowie den Teststellen an den Landesgrenzen zum Beispiel in Bayern bekommen wir viele positive Befunde. So haben wir aktuell im Landkreis Mainz-Bingen 17 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Zieht man hiervon die Reiserückkehrer ab, bleiben gerade mal noch vier Neuinfektionen pro sieben Tage, ähnlich sieht es auch in der Stadt Mainz aus, für die ebenfalls unsere Zuständigkeit besteht. Schwerpunkt, zumindest für unsere Patienten, sind derzeit die Balkanländer und einige Osteuropäische Staaten, aber auch aus Malta, Spanien oder den Niederlanden wird diese Infektion mitgebracht.

Wie sieht es mit der Testpflicht für Rückkehrer aus?

Der Bundesgesetzgeber hat die grundsätzliche Verpflichtung für Reiserückkehrer festgelegt, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Daneben besteht eine Verpflichtung zur 14-tägigen Quarantäne mit der Option, sich bereits während der letzten beiden Urlaubstage im Reiseland „freitesten“ zu lassen oder dies maximal drei Tage nach Rückkehr nachzuholen. Die Quarantäneverpflichtung besteht bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses fort. Aus infektiologischer Sicht ist dies zu früh, man könnte sich schließlich noch an den beiden letzten Tagen im Reiseland, am Flughafen oder im Flugzeug selbst angesteckt haben. All diese Personen erwischen wir mit der derzeitigen Teststrategie nicht. Daher wäre es sehr viel günstiger, wenn sich die Reiserückkehrer aus den Risikoländern zumindest sieben Tage in häusliche Quarantäne begeben und sich erst am Ende dieser Frist testen lassen.

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Fast 5 Millionen staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren in Deutschland

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Nachrichten Überregional | Im Jahr 2019 haben die Staatsanwaltschaften in Deutschland rund 4,9 Millionen Ermittlungsverfahren in Strafsachen abgeschlossen. Das waren ähnlich viele erledigte Verfahren wie im Jahr 2018 (ebenfalls rund 4,9 Millionen). Knapp ein Drittel (31,7 Prozent) der erledigten Strafverfahren bezog sich auf Eigentums- und Vermögensdelikte. Darauf folgten Straßenverkehrsdelikte, die knapp ein Fünftel (18,2 Prozent) ausmachten, gefolgt von Straftaten gegen das Leben und die körperliche Unversehrtheit mit 9,4 Prozent sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz mit 8,7 Prozent.


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Meistens von Polizeidienststellen übergeben

In 81,8 Prozent der Fälle hatten Polizeidienststellen die Ermittlungsverfahren an die Staatsanwaltschaften übergeben. Die übrigen Verfahren wurden von Staatsanwaltschaften selbst, von Steuer- beziehungsweise Zollfahndungsstellen oder von Verwaltungsbehörden eingeleitet.

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Anstieg bei Verfahren wegen Drogendelikten

Bei den Verfahrensgegenständen gab es gegenüber 2018 gegenläufige Entwicklungen. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung verzeichneten mit plus 13,7 Prozent den prozentual höchsten Zuwachs. Insgesamt machten derartige Straftaten jedoch weniger als 2 Prozent aller staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren aus. Der prozentuale Anstieg der Verfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (+5,4 Prozent) wirkte sich aufgrund des Gewichts dieses Deliktbereichs stärker auf das Gesamtergebnis aus. In umgekehrter Richtung wirkte sich der Rückgang der Eigentums- und Vermögensdelikte um 1,9 Prozent dämpfend auf die Gesamtentwicklung der Verfahrenszahlen aus, da Eigentums- und Vermögensdelikte mengenmäßig etwa ein Drittel aller Verfahren ausmachten.

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Meistens werden Ermittlungsverfahren eingestellt

Staatsanwaltschaften in Deutschland sind für die Verfolgung von Straftaten und die Leitung der entsprechenden Ermittlungen zuständig. Wenn die Ermittlungen zu hinreichendem Tatverdacht führen, erheben Staatsanwaltschaften Anklage beim zuständigen Gericht und vertreten im Fall einer gerichtlichen Hauptverhandlung die Anklage. Über Umfang und Struktur staatsanwaltschaftlicher Ermittlungsverfahren in Deutschland informiert jährlich die Staatsanwaltschaftsstatistik. Die häufigste Erledigungsart über alle Einzelfallentscheidungen hinweg war im Jahr 2019 nicht die Anklage, sondern wie in den Vorjahren die Verfahrenseinstellung.

So machten Einstellungen mit Auflage (3,4 Prozent), Einstellungen ohne Auflage (24,6 Prozent) und Einstellungen mangels Tatverdacht (28,5 Prozent) oder wegen Schuldunfähigkeit (0,2 Prozent) zusammen 56,7 Prozent aller staatsanwaltschaftlichen Verfahrenserledigungen aus. 20,0 Prozent der Verfahren endeten mit einer Anklage beziehungsweise einem Strafbefehlsantrag und 23,3 Prozent auf andere Art (zum Beispiel mit der Abgabe an eine andere Staatsanwaltschaft).

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Fahndung nach Angriff auf Polizeibeamte in Frankfurt

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Nachrichten Frankfurt | Nach den Ausschreitungen in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli am Opernplatz in Frankurt veröffentlicht die Polizei nun Fahndungsfotos der Verdächtigen. Die Öffentlichkeit wird um Mithilfe gebeten.


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Mehrere Polizeibeamte verletzt

Bei den Ausschreitungen wurden mehrere Polizeibeamte verletzt. Mehrfach wurde mit Glasflaschen nach ihnen geworfen. Das Ausmaß der Krawalle wird auch durch die Menge des eingesammelten Altglases ersichtlich. An normalen Wochenenden werden in der Regel 50 bis 100 Kilogramm Altglas eingesammelt, in der Tatnacht waren es fast drei Tonnen.

Bislang konnten 12 Beschuldigte namentlich ermittelt werden. Weitere 21 Personen sind noch unbekannt. Deren Fotos wurden nun veröffentlicht. Personen, welche die abgebildeten Tatverdächtigen erkennen und Angaben machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 069 – 755 514 99 zu melden.

Erstmeldung 19. Juli: In dieser Samstagnacht ab 3:00 Uhr kam es auf dem Opernplatz zu massiven Ausschreitungen gegen die Polizei. Die Polizeibeamten mussten den Platz daraufhin räumen. 39 Personen wurden vorläufig festgenommen. Ihnen wird unter anderem schwerer Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Bis zu 3.000 Menschen waren am Opernplatz zum Feiern zusammengekommen. Zunächst geschah dies auch friedlich, doch gegen 1:00 Uhr begann die Stimmung zu kippen. Die Feiernden wurden zunehmend aggressiver und es kam zu ersten Schlägereien untereinander.

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Flaschenwürfe und „ACAB“-Rufe

Gegen 3:00 Uhr entwickelte sich dann am Brunnen des Opernplatzes eine größere Schlägerei. Rund 25-30 Personen waren daran beteiligt. Eine Person wurde bei der Schlägerei so schwer verletzt, dass sie blutete. Rund zehn Polizeibeamte gingen daraufhin zu dem Brunnen, um den Streit zu schlichten und dem Opfer zu helfen. Daraufhin wurden die Beamten plötzlich und massiv mit Flaschen beworfen. Die umstehende Menge klatschte dazu Beifall und rief Beleidigungen gegen die Beamten. Besonders deutlich raus zu hören waren immer wieder „ACAB“-Rufe. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch rund 500 bis 800 Personen auf dem Opernplatz.



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39 Personen festgenommen

Aufgrund der hohen Aggressivität und der weiterhin massiven Flaschenwürfe wurden weitere Polizeikräfte von anderen Plätzen und von Revieren angefordert. Diese wurden schon bei der Anfahrt mit Flaschen beworfen, wodurch einige Polizeifahrzeuge beschädigt wurden. Die randalierende Menge von rund 500 bis 800 Personen wurden dann von den Polizeibeamten mit Schutzausrüstung in Richtung der Fressgasse abgedrängt. Die Räumung musste aufgrund der massiven Flaschenwürfe mehrfach unterbrochen werden. Es gelang den Polizeibeamten jedoch schließlich, rund 400 Personen in der Fressgasse zu umschließen. Aus dieser Gruppe konnten gezielt 39 Personen festgenommen werden. 31 davon wurden nach der Überprüfung der Personalien vor Ort wieder entlassen. Acht Personen wurden zur Identitätsfeststellung vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen. Die meisten der festgenommenen Personen hatten einen Migrationshintergrund und waren zwischen 17 – 23 Jahre alt. Bis auf eine Frau waren alle Festgenommenen männlich.

Mindestens fünf Polizisten wurden durch die Flaschenwürfe verletzt. Sie erlitten Schürfwunden und Prellungen. Da allerdings noch nicht alle Meldungen eingegangen sind, ist es möglich, dass sich diese Zahl noch erhöht.

An mehreren Polizeifahrzeugen, auch von der Bundespolizei sowie an einer Bushaltestelle an der Alten Oper, entschanden erhebliche Schäden. Die Höhe des entstandenen Schadens wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.



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Polizeipräsident Gerhard Bereswill in der Pressekonferenz

In einer Presskonferenz an diesem Sonntag im Polizeipräsidium Frankfurt der Polizeipräsident Gerhard Bereswill sein Entsetzen über die ungehemmten Gewaltausbrüche zum Ausdruck gebracht. „Heute Nacht war der negative Höhepunkt einer schon seit einigen Wochen festzustellenden zunehmenden Respektlosigkeit und Aggressivität gegenüber der Polizei. Das Verhalten der Menschen in den späten Abendstunden hat sich in den letzten Wochen zu unserem Nachteil verändert, was auch mit den aufgeheizten und den undifferenzierten Vorwurfslagen uns gegenüber zu tun hat. Was dabei besonders schmerzlich ist, dass die gesamte Menschenmenge von 500 bis 800 Personen johlt und Beifall klatscht, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen von Flaschen getroffen werden. Vielen Dank den eingesetzten Beamtinnen und Beamten für ihr couragiertes Einschreiten gegen die Angreifer, mein Dank gilt auch den eingesetzten Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei, die uns sehr rasch zur Seite standen und uns unterstützt haben. Ich bin mir sicher, dass durch unser besonnenes und konsequentes Vorgehen weitere Ausschreitungen und größerer Schaden abgewendet werden konnte. Den verletzten Beamtinnen und Beamten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung“, so Bereswill im Statement.

Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 069-755 53110 zu melden. Außerdem bittet die Polizei um Zusendung von Bild- und Videomaterial aus der Tatnacht. Dies ist auf der Homepage www.polizei-hinweise.de/opernplatz möglich.

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Bingen: Oberbürgermeister Thomas Feser zur aktuellen Situation

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Nachrichten Bingen | Oberbürgermeister Thomas Feser äußert sich in einem Video zu den aktuellen Corona-Zahlen und gibt einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungen im Hinblick auf die kommenden Veranstaltungen in Bingen.


Veranstaltungen fallen aus – Feser appelliert an Bürgerinnen und Bürger

Besonder schwer gefallen sei die Absage des Winzerfestes, so Feser. Außerdem teilt er mit, dass für die kommende Inthronisierung der neuen Weinmajestäten am 4. September ein Live-Stream geplant sei. Alle Bürgerinnen und Bürger seien dazu eingeladen, an diesem teilzunehmen. Auch die Fastnachts-Kampagne 2021 thematisiert er. Feser erklärt, dass es zur kommenden Fastnachtssaison keine Saalveranstaltungen geben soll. Auch die Burgerstürmung soll nicht im gewohnten Rahmen stattfinden.

Das Stadtoberhaupt appelliert in dem Video außerdem an alle Bürgerinnen und Bürger, die aktuell bestehenden Corona-Regeln einzuhalten um einen weiteren Anstieg der Fallzahlen zu verhindern. „Es ist eine schwierige Zeit. Das weiß ich. Das wissen wir alle.“, so Feser: „Wir kommen daher nur gemeinsam da durch, wenn wir uns alle an die Regeln halten.“, betont er abschließend.

Mehr Schulbusse im Kreis Mainz-Bingen

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Nachrichten Bingen | Der Landkreis Mainz-Bingen arbeitet intensiv daran, die Situation auf den besonders belasteten Schulbuslinien zu entschärfen. „In den vergangenen Tagen haben uns viele Rückmeldungen aus der Elternschaft erreicht, in denen um Abhilfe gebeten wurde. Ich kann das absolut nachvollziehen und wir versuchen jetzt unser Bestes, um die Situation zu verbessern“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer.


Betroffene Strecken werden ermittelt

Gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen werden derzeit die betroffenen Strecken ermittelt. Über die vom Land in dieser Woche angekündigte Busbörse sollen dann so schnell wie möglich weitere Fahrzeuge geordert und eingesetzt werden. 90 Prozent der zusätzlichen Kosten übernimmt dabei das Land, 10 Prozent der Landkreis als Träger der Aufgaben.

Der 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf weist darauf hin, dass damit zum einen nur die ganz besonders stark frequentierten Linien entlastet werden können. Andererseits könne aber auch dann in den Bussen der Abstand von 1,50 Meter nicht gewahrt werden. „Laut den Hygieneplänen des Landes ist dies auch ausdrücklich nicht gefordert“, sagt er. Diese lagen erst in den letzten Tagen vor Schulbeginn vor. Ebenso hat das Ministerium auch dann erst klar festgelegt, dass die Schülerinnen und Schüler in voller Besetzung zum Unterricht kommen sollen. Diese späte Entscheidung hatte die Planung des Schulbusverkehrs erschwert.

Masken tragen unverzichtbar

Umso wichtiger sei es deshalb, dass die Kinder und Jugendlichen in den Zügen und Bussen
unbedingt Masken tragen. Die Sorge vieler Eltern, die die engen Situationen in den Schulbussen kritisieren, versteht Steffen Wolf sehr gut. „Das ist eine schwierige Situation für alle und wir müssen nun abwarten, wie sich die Lage entwickelt.“ Die weiteren Busse könnten hier aber schon für einiges an Entlastung sorgen.

Mainz-Hechtsheim: Brutaler Überfall auf 62-Jährigen

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Nachrichten Mainz | An diesem Freitagabend gegen 20:15 Uhr kam es zu einem Raubüberfall in der Alten Mainzer Straße im Stadtteil Mainz-Hechtsheim. Die Polizei sucht nun nach Zeugen der Tat.


Der 62 Jahre alte Mann war mit seinem Elektromobil auf dem Bürgersteig in der Alten Mainzer Straße unterwegs. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite kamen ihm zwei Jugendliche entgegen, von denen einer plötzlich die Straßenseite wechselte. Der Jugendliche ging auf den älteren Herr zu und forderte ihn in einem bedrohlichen Tonfall auf, ihm seine Geldbörse und sein Geld zu übergeben.

Der 62-Jährige wollte sich das scheinbar nicht gefallen lassen. Er stieg aus seinem Gefährt aus und drückte den Jugendlichen mit seinem Gehstock von sich weg. Daraufhin schlug der Jugendliche mehrfach massiv auf den Geschädigten ein. Ein Passant, der das Geschehen beobachtet hatte, eilte dem 62-Jährigen zur Hilfe, woraufhin der Angreifer ohne seine Beute flüchtete. Ein Zeuge verfolgte den flüchtenden Jugendlichen noch in Richtung der Bürgermeister-Schmitt-Straße, konnte ihn allerdings nicht mehr einholen.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigen:

  • etwa 16 bis 17 Jahre alt
  • etwa 175 bis 180 cm groß
  • heller Ziegen- und Oberlippenbart
  • kurze blonde Haare
  • graues langärmliges Oberteil

Zeugen werden gebeten, sich mit dem Gemeinsamen Sachgebiet Jugend unter der Rufnummer 06131 – 5861 042 in Verbindung zu setzen.

Wiesbaden: Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen verboten

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Nachrichten Wiesbaden | Die Infektionszahlen steigen in Wiesbaden stadtübergreifend an. Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 50 Personen sind daher zunächst für die nächsten vier Wochen untersagt. Die Allgemeinverfügung wird ab dem kommenden Dienstag in Kraft treten.


Feiern führen schnell zu einem hohen Ausbruchsgeschehen

Besonders in den vergangenen Wochen fiel auf, dass Veranstaltungen und Feiern schnell zu einem hohen Ausbruchsgeschehen führen können. Hygiene- und Abstandsregelungen werden dort oftmals nicht allzu ernst genommen. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine infizierte Person viele weitere ansteckt.

„Wir möchten nicht direkt alle Feierlichkeiten und Zusammenkünfte unterbinden, doch müssen wir den betroffenen Personenkreis deutlich reduzieren“, betonen Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz. „Es gibt in Wiesbaden keinen deutlichen Hotspot, viele infizierte Personen bringen die Erkrankung durch Reisen mit nach Wiesbaden. Diese möglicherweise unerkannt infizierten Personen sollten mit möglichst wenig anderen Menschen in Kontakt kommen, daher halten wir die Maßnahme für zielführend“.



Auch Kulturangebote sind betroffen

Bis einschließlich zum 21. September müssen Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen  durch das Gesundheitsamt genehmigt werden. Neben Privatfeiern im öffentlichen und nicht-öffentlichen Raum betrifft das auch Kulturangebote wie Theater und Kinos im Sinne von §1 Abs. 2b der CoKoBeV.

Ob die Allgemeinverfügung dann noch einmal verlängert oder verschärft wird, hängt von den gemeldeten Neuinfektionen ab. Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie folgen. Darüber wird der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Wiesbaden am 24. August beraten.

Gesundheitsamtsleiterin Dr. Kaschlin Butt dazu

Gesundheitsamtsleiterin Dr. Kaschlin Butt weist ausdrücklich darauf hin, dass Abstands- und Hygieneregeln auch bei kleineren Feiern zu befolgen sind. Auch hier müssen detaillierte Gästelisten geführt werden. „Gerade auch bei einer Feier ist die Rücksichtnahme durch Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln geboten, um insbesondere Menschen, die von einer Infektion schwere gesundheitliche Folgen davon tragen können zu schützen“, so die Amtsleiterin Dr. Kaschlin Butt.

Das Gesundheitsamt verhängt Bußgelder gegenüber Gastgebern und Veranstaltern, wenn ein Ausbruchsgeschehen mit der Veranstaltung in Verbindung gebracht und gegen die Verordnungen sowie die Hygiene- und Abstandsgebote verstoßen wurde.

Öffentlichkeitsfahndung: Wer kennt diesen Mann?

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Nachrichten Groß-Gerau | Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt und Polizei wendeten sich an diesem Montag mit einem Fahndungsfoto an die Öffentlichkeit. Der Tatverdächtige soll bereits im Mai 2019 ein verdächtiges Paket an das niedersächsische Umweltministerium versendet haben. Dieses Paket soll er in einer Postfiliale in Nauheim (Kreis Groß-Gerau) abgegeben haben.


Der Inhalt ähnelte einer Bombe

Nach bisherigen Erkenntnissen, soll der Tatverdächtige am Mittwoch, den 15. Mai 2019 gegen 10:12 Uhr in der Postfiliale in der Waldstraße in Nauheim ein Paket abgegeben haben. In diesem befand sich eine Flasche mit Drähten. Beim Umweltministeriums in Niedersachsen soll dieses Paket am Donnerstagmittag, den 16. Mai 2019, eingegangen sein. Da der Inhalt einer Bombe ähnelte, wurde das Paket von Experten untersucht. Diese stellten fest, dass es sich um eine Attrappe handelte.

Während der umfangreichen Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass das Paket von dem Tatverdächtigen in Nauheim mit einer gefälschten Absenderadresse verschickt wurde. Mit der jetzigen Veröffentlichung des Bildes hoffen Polizei und Staatsanwaltschaft auf Hinweise, die bei der Identifizierung des Tatverdächtigen helfen können.



Personenbeschreibung des Tatverdächtigen:

  • 40 bis 60 Jahre alt
  • kurzen Haare mit gräulichem Ansatz
  • europäisches Erscheinungsbild
  • dunkle lederartige Jacke
  • dunkles Oberteil
  • dunkle Hose
  • vermutlich an der rechten Hand einen Ring

Hinweis: Die Beschreibung des Tatverdächtigen bezieht sich auf Videoaufnahmen aus dem vergangenen Jahr. In der Zwischenzeit könnte es Abweichungen zum Erscheinungsbild des Mannes geben.

Personen, die in diesem Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder den Tatverdächtigen kennen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142 – 6960 mit der Kriminalpolizei in Rüsselsheim in Verbindung zu setzen.

Wiesbaden: Tatverdächtiger nach schwerem Messerangriff gefasst

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Nachrichten Wiesbaden | In dieser Samstagnacht gegen 1:40 Uhr wurde ein 18-Jähriger in der Langgasse in Wiesbaden mit einem Messer angegriffen. Die Kriminalpolizei konnte bereits einen Tatverdächtigen festnehmen.


Nach intensiven Ermittlungen gelang es den Polizeibeamten an diesem Samstagabend einen 22 Jahre alten Mann in seiner Wohnung in Seligenstadt festzunehmen. Der Mann wurde mit auf das Polizeirevier genommen. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurde er dann wieder entlassen. Er wird sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.

Zuvor waren Streitigkeiten eskaliert

Zum Tatzeitpunkt soll der 18-Jährige mit einem Begleiter im Bereich der Kaiser-Friedrich-Therme unterwegs gewesen sein. Die beiden waren dann mit einer Gruppe bestehend aus zwei Frauen und drei Männern in Streit geraten, der im weiteren Verlauf eskalierte. Einer der fünf Personen soll den 18-Jährigen dann durch einen Stich mit einem Messer schwer verletzt haben. Der Geschädigte musste im Krankenhaus behandelt werden und vorerst auch dort verbleiben.

Ingelheim: Schwerer Verkehrsunfall auf der A60 mit mehrfachen Überschlag

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Nachrichten Ingelheim | An diesem frühen Sonntagmorgen kam es zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A60. Der Unfall ereignete sich kurz nach der Autobahnauffahrt Ingelheim-Ost in Fahrtrichtung Bingen.


Der Wagen war die Böschung herunter gerast

Wie die Polizei vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, wurde die Polizei gegen 5:50 Uhr von einem Verkehrsteilnehmer darüber informiert, dass sich dort ein Auto im Feld befinde. Der Unfall soll sich allerdings schon einige Stunden zuvor ereignet haben.

Nach aktuellem Kenntnisstand war der Unfallfahrer mit seinem Opel Astra auf der A60 unterwegs und ist dann nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Da es in diesem Abschnitt der Autobahn keine Leitplanken gibt, raste der Wagen geradewegs die Böschung herunter und überschlug sich mehrfach. Dabei soll das Fahrzeug noch gegen einen Betonblock geprallt sein. Rund 200 Meter weiter kam der Wagen dann schließlich zum Stillstand. Zahlreiche Fahrzeugteile wurden dabei abgerissen und lagen im Feld verteilt. Außerdem wurde der Motorblock aus dem Astra heraus gerissen und landete rund 15 Meter vom Fahrzeug entfernt. Die Unfallursache ist bislang noch nicht bekannt.



Der Fahrer war vor Ort nicht aufzufinden

Der Fahrer des Fahrzeugs war beim Eintreffen der Polizei nicht vor Ort. Im Rahmen der daraufhin eingeleiteten Suchmaßnahmen wurde der 25-Jährige Fahrer aus dem Kreis Mainz-Bingen einige Zeit später dann rund acht Kilometer entfernt von der Unfallstelle aufgefunden. Er hatte sich eigenständig zu Fuß vom Unfallort entfernt. Der Mann war leicht verletzt und wurde durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein wurde sichergestellt.

An dem Fahrzeug entstand ein Totalschaden. Gegen 11:30 Uhr wurde das Fahrzeug schließlich durch das Abschleppunternehmen Bott vom Unfallort abgeschleppt. Wie die Polizei vor Ort mitteilte, waren neben der Feuerwehr, der Polizei und dem Rettungsdienst auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Zudem war ein Gutachter vor Ort und es wurden aus einem Polizeihubschrauber heraus Luftbilder von der Unfallstelle aufgenommen.

Mainz: Hunderte Personen feierten dicht gedrängt am Schillerplatz

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Nachrichten Mainz – An diesem Samstagabend, den 22. August 2020 schickten Leser unserer Redaktion gegen 22:30 Uhr Bild- und Videomaterial zu, das nachweislich an diesem Tag aufgenommen wurde. Auf dem Material ist die City-Oase am Schillerplatz in Mainz zu sehen. Nach Angaben der Stadt Mainz ist dies ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt Mainz, Mainz City Management und den Anliegern des Platzes.


„Eine kleine gastronomische Veranstaltung“

Die Aktion „City-Oase Schillerplatz leuchtet“ geht vom 13. August bis zum 11. September, jeden Abend von 21 – 24 Uhr. In dieser Zeit werden die historischen Gebäude am Schillerplatz eindrucksvoll illuminiert und die ortsansässige Gastronomie bietet den Gästen im Außenbereich Speisen und Getränke an.

Diese Veranstaltung wurde aufgrund der Baumaßnahmen und den dadurch verursachten Sperrungen ins Leben gerufen. Hiermit sollen den ansässigen Gastronomien und dem Handel unter die Arme gegriffen werden. Wie Jan Sebastian vom Juwelier Willenberg zu Beginn der Veranstaltung mitteilte, soll es eine kleine gastronomische Veranstaltung mit ca. 70 Sitzplätzen von vier gastronomischen Betrieben werden.

Die Besucher sitzen ausschließlich Open-Air, mit sicherem Abstand und nach geltenden Hygienevorschriften. Die vier Gastronomiebetriebe der City-Oase sind Wallenstein, Oro Negro, Le BonBon und das Great Gatsby, teilte Jan Sebastian mit.

Die Realität sieht jedoch anders aus

Auf dem Boost your City vorliegenden Video- und Bildmaterial (Videoausschnitt oben im Artikel) sieht man den illuminierten Schillerplatz mit mehreren hunderten Personen. Der Großteil der Besucher steht dicht gedrängt zusammen und trägt auch keinen Mund-Nasenschutz. Die geltenden Abstandsregelungen werden weder von den Gästen noch von den Veranstaltern beachtet, bzw. eingehalten. Das gastronomische Personal hinter den Ständen trägt ebenfalls keinen Mund-Nasenschutz. Die für Veranstaltungen vorgeschriebenen Desinfektionsstationen sind nicht ausreichend vorhanden oder waren gegen 22:30 Uhr bereits leer.

Die Coronabedingte Gäste-Registrierung, sowie Einlasskontrollen zum Nachweis der Gästeanzahl erfolgte laut Aussagen einiger Besucher nicht. Das Betreten und Verlassen des Geländes war ohne Nachweis möglich. Die Besucher-Daten müssen vertraulich und für die nötige Nachverfolgung von Infektionsketten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erfasst werden. Sie müssen mindestens vier Wochen gesichert von den Veranstaltern aufbewahrt und nur auf Anfrage an das zuständige Gesundheitsamt weitergegeben werden.



Aktuelle Corona-Fallzahlen in Rheinland-Pfalz und Mainz

Wie die Landesregierung Rheinland-Pfalz an diesem Samstag mitteilte, ist die Zahl der Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz um 67 angestiegen. Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 8.608 bestätigte SARS-CoV-2 Fälle, 242 Todesfälle und 7.397 genesene Fälle. Aktuell sind im Land Rheinland-Pfalz noch 969 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

In der Stadt Mainz sind bisher 793 bekannte Corona-Infektionen registriert worden und davon 27 Todesfälle. Wieder genesen sind 693. In den letzten 7 Tagen haben sich pro 100.000 Einwohner 12 mit dem Corona-Virus infiziert. (Quelle: Landesregierung Rheinland-Pfalz)

Die City-Oase wurde schnell entwickelt und genehmigt

Da die Sperrungen durch die Baustellen am Schillerplatz für die umliegenden Geschäfte und Gastronomiebetriebe eine Beeinträchtigung darstellte, wollte man sie unterstützen und hat in sehr kurzer Zeit das Konzept entwickelt und genehmigt

Wie Michael Ebling gegenüber den Medien mitteilte, wird die Illumination der historischen Gebäude am Schillerplatz durch das #mainzhilftsofort-Programm der Landeshauptstadt Mainz für die Corona-Krise finanziert. Der Schillerplatz sei „der harmonischste Platz von Mainz“, teilte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling mit und deshalb sei die Bezeichnung als „Oase“ auch richtig.



Feiern am Rhein: Nein! – Feiern am Schillerplatz: Ja!

Die Stadt Mainz hat am vergangenen Wochenende mit einem Großaufgebot von Polizei und Mitarbeitern des Ordnungsamtes die Partymeilen am Rheinufer aufgelöst. Zuletzt hatten sich dort große Menschenmengen dicht an dicht bis weit nach Mitternacht zum Feiern getroffen. Nach Angaben der Stadt Mainz treffen sich an verschiedenen Teilen des Ufers immer wieder sehr viele Menschen, die bis weit nach Mitternacht und unter Alkoholgenuss lautstark feiern. Die Veranstaltung vom Schillerplatz hörte man jedoch bis weit in die Altstadt hinein, wodurch uns auch einige Leseranfragen erreichten, was denn in der Stadt los sei.

„Mainz ist die Stadt der Lebensfreude und des Miteinanders. Aktuell erleben wir jedoch an manchen Stellen des Stadtgebiets zugleich ein Überschreiten roter Linien. Dies muss einem Sorge machen. Und dabei stellen wir nicht nur auf die derzeit wieder spürbar steigende Gefahr von Neuinfektionen durch Covid-19 ab“, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) gegenüber Medien. Sollte sich die „Partymeile“ vom Rhein weg verlagern, sei man in der Lage, schnell und flexibel zu reagieren.

Die Polizei Mainz hat keine Kontrollen am Schillerplatz durchgeführt

Wie ein Pressesprecher der Polizei Mainz auf Anfrage von BoostyourCity an diesem Sonntagmorgen mitteilte, sei das Ausmaß der Veranstaltung nicht kontrolliert worden, da die Zuständigkeit originär bei der Stadt Mainz liege und Kontrollen regelmäßig durch den Vollzugsdienst des Rechts- und Ordnungsamts der Stadt Mainz erfolgen.

Die Schwerpunkte der Polizeistreifen waren am gestrigen Samstagabend die Bereiche des Rheinufers und des Volksparks gewesen. Trotz einer großen Anzahl an Menschen, sind Abstands- und Gruppenregeln an den zwei genannten Punkten eingehalten worden. Vereinzelt wurden die Gruppen durch die Polizeibeamten aufgefordert mitgebrachte Musikboxen auszuschalten, teilte man uns weiter mit.



Die Veranstaltungsbranche ist irritiert

In der Nacht hat Boost your City mit drei Unternehmern aus der Veranstaltungsbranche in einer Konferenzschaltung gesprochen. „Unsere Veranstaltungswirtschaft sowie Millionen Jobs sind in der Bundesrepublik aktuell gefährdet. Wir sind der sechstgrößte Wirtschaftszweig und stehen vor dem Kollaps. Seit Monaten stellen wir konkrete Forderungen an die Bundesregierung und an die Kommunen, damit wir wieder eine Perspektive erhalten. Wir erstellen aufwändige Konzepte und bekommen solche Veranstaltungen nicht genehmigt.“

„Uns machen sie überall Druck zur Zeit und es dürfen keine Veranstaltungen stattfinden und am Schillerplatz legt ein DJ auf und es muss nichts beachtet werden. Das Ganze ist wohl ein Scherz. Wie das Ordnungsamt oder die Stadt Mainz eine Veranstaltung wie am Schillerplatz dulden kann verstehen wir nicht und kommen uns langsam verarscht vor. Andere Gastronomen wie auch Veranstalter kämpfen ums Überleben und bekommen keine Außnahmegenehmigungen und dort haben vier Betriebe offensichtlich von der Landeshauptstadt Mainz Narrenfreiheit erhalten.“

„Gerade in der jetzigen Situation mit wieder steigenden Infektionszahlen verstehen wir die Welt nicht mehr. Vereinzelt muss in den Schulen Mund-Nasenschutz getragen werden, es herrscht Unsicherheit mit den Reiserückkehrern und die Stadt Mainz setzt sich einen eigenen Corona-Hotspot.“

Die Unternehmer aus dem Rhein-Main Gebiet wollen namentlich nicht genannt werden, da sie befürchten, in Zukunft Nachteile aufgrund ihrer Aussagen zu erhalten.

Stadt Mainz und Landesregierung Rheinland-Pfalz

Boost your City hat beim Innenministerium von Rheinland-Pfalz sowie bei der Stadt Mainz um eine Stellungnahme gebeten. Da diese Anfragen am Wochenende gestellt wurden ist mit einer Antwort im Laufe der Woche zu rechnen. Sobald uns die Stellungnahmen vorliegen berichten wir weiter.

Update 24.August 2020:


 

Ingelheim: Oberbürgermeister Ralf Claus zu den Demonstrationen

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Nachrichten Ingelheim | An diesem Samstag ab 14:30 Uhr fand eine Demonstration der Partei „Die Rechte“ im Bereich des Ingelheimer Bahnhofes statt. Zeitgleich fanden noch drei Gegenveranstaltungen in rund 40 Metern Entfernung statt. Boost your City war vor Ort und sprach mit Ralf Claus, dem Oberbürgermeister von Ingelheim darüber.


Oberbürgermeister zeigt sich erfreut über den friedlichen Protest

Wie der Oberbürgermeister mitteilt, gibt es ein breites Bündnis an bürgerschaftlichem Engagement für eine Stadt der Toleranz, Vielfalt und des Respekts. Darauf sei man stolz und dafür stehe auch er als Stadtoberhaupt. Er hält es für wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger sowie er selbst Stellung beziehen und Gesicht zeigen. „Ich glaube heute hat sich wieder gezeigt, wie der bürgerschaftliche Protest der Stadt aussieht.“, so Ralf Claus. Viele Gruppen, Parteien, Kirchengemeinden und viele Weitere haben gezeigt, wie die Stadt den den rechten Aufmasch sehen und dass das nicht gewollt ist, erklärt er.

„Ich bin froh, dass das heute mit einem friedlichen Protest über die Bühne gegangen ist. So wünschen wir uns das und stellen uns das vor. Die Bürgerinnen und Bürger haben sozusagen heute wieder hier gezeigt, was sie von diesen rechten Aufmärschen halten und wie sie dem künftig begegnen werden.“ betont Ralf Claus abschließend.

Polizei zieht positive Bilanz

Nachdem die Partei „Die Rechte“ eine Kundgebung angemeldet hatte, gingen bei der Stadt Ingelheim insgesamt drei weitere Anmeldungen für Versammlungen ein. Diese drei Versammlungen richteten sich deutlich gegen die Versammlung der Partei „Die Rechte“.

Die drei Gegenversammlungen von Ingelheimer Bürgern und des Ingelheimer Stadtrats war bereits Mittags gut besucht. Insgesamt nahmen daran mehr als 400 Personen teil. Bei der Versammlung auf dem Sebastian-Münster-Platz waren jedoch maximal 275 Teilnehmer zugelassen. Aus diesem Grund stimmte die Versammlungsbehörde einer Spontanversammlung in unmittelbarer Nähe in der Binger Straße zu.



Schwarz gekleidete Personen zogen durch Ingelheim

Die Versammlung der Partei „Die Rechte“ startete gegen 14:40 Uhr mit insgesamt sechs Teilnehmern und endete um 15:25 Uhr. Anschließend wurden auch die Gegenversammlungen beendet.

Während und nach der Demonstration zogen rund 80 schwarz gekleidete Personen aus dem linken Spektrum durch das Ingelheimer Zentrum. Dabei riefen sie verschiedene Parolen. Da dies von der Versammlungsbehörde als unangemeldete Versammlung gewertet wurde, werden nun Verstöße nach dem Versammlungsgesetz geprüft.

Rund 600 Polizeibeamte im Einsatz

Das Recht auf Versammlungsfreiheit und der störungsfreie Verlauf der Versammlungen wurde gewährleistet. Bei dem Einsatz wurde das Mainzer Polizeipräsidium auch durch Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg, dem Saarland und Thüringen unterstützt. Für das Polizeipräsidium Mainz waren rund 600 Einsatzkräfte vor Ort. Gegen 18:00 Uhr beendete die Polizei den Einsatz ohne besondere Vorkommnisse.

Farbschmierereien in der Nacht vor der Versammlung

In der Nacht von Freitag auf Samstag haben bislang noch unbekannte Täter zwei Graffitis gegen die rechte Szene sowie eine nicht zuzuordnende Farbschmiererei im Bereich des Sebastian-Münster-Platzes angebracht. Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wurden eingeleitet.

Das Video der gesamten Demonstration findet ihr unter Rhein-Main Nachrichten bei Facebook 

Ingelheim: Neuer Hofladen eröffnet in Wackernheim

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Hofladen Michel
Hofladen Michel

Nachrichten Ingelheim | Am ersten Septemberwochenende wird in Wackernheim ein neuer Hofladen eröffnen. Dann bekommen die Bürgerinnen und Bürger der Umgebung eine neue Einkaufsmöglichkeit, regionale Waren direkt vor Ort einzukaufen. Boost your City war an diesem Donnerstag vor Ort, um mit dem Besitzer über die Neueröffnung zu sprechen.


Angebot von regionalen, frischen Produkten

Der Besitzer des Weingut & Kartoffelhof Michel, Thomas Michel (33) hatte bereits vor einigen Jahren die Idee, in der Weyersmühle in Wackernheim, in der er in der 4. Generation als Landwirt tätig ist, einen Hofladen zu eröffnen. Jedoch wurde diese Idee immer verschoben, bis vor wenigen Wochen seine Partnerin Katja den Anstoß gab, diese Idee endlich umzusetzen. Da vor einiger Zeit beide Hofläden in Heidesheim und auch der Einkaufsmarkt Treff 3000 geschlossen wurden, bot sich umso mehr die Gelegenheit, das Angebot von regionaler, frischer Ware auszubauen.

Bisher konnte man im Weingut & Kartoffelhof Michel bereits die eigenen Erzeugnisse wie Kartoffeln, Wein und Traubensaft erwerben. Und je nach Saison auch Zucchini, Kürbisse und Federweißer. Durch die Nachfrage vieler Kunden nach einem größeren Sortiment soll dieses Angebot ab September mit regionalen Waren aus der Umgebung erweitert werden.

Hofladen in 350 Jahre alter Mühle

In Eigenregie haben die Beiden, mit Unterstützung der Familie, den zukünftigen Hofladen nun renoviert und sind bereits in den letzten Zügen. Unter anderem wurden die Wände freigelegt, sodass nun die originalen Grundmauern zu sehen sind. Da die Weyersmühle schon über 350 Jahre alt ist, versprühen die Räumlichkeiten so ein ganz besonderes Flair.

Im neuen Hofladen wird Thomas Michel dann neben seinen eigenen Erzeugnissen Obst und Gemüse von befreundeten Bauern anbieten, sowie Dosenwurst von der Landmetzgerei Hellmeister aus Gau-Algesheim. Dazu kommen selbstgemachte Marmeladen und Handgemachtes von seiner Partnerin Katja und verschiedene Säfte vom Obstbau Gottschalk aus Ingelheim. Auch Eier aus Freilandhaltung werden im Sortiment aufgenommen, ebenso wie saisonale Produkte aus der Umgebung. Je nach Rückmeldung der Kunden wird das Angebot dann auch nach und nach erweitert.

Qualität mit großer Leidenschaft

Das Hauptaugenmerk von Thomas Michel liegt dabei auf qualitativ hochwertigen Erzeugnissen aus der Region und nicht auf Massenprodukten. Dies merkt man auch bei der Erzählung über seine Kartoffelsorten. Mit voller Leidenschaft arbeitet er Tag für Tag daran, seinen Kunden top Produkte anzubieten und probiert dabei auch immer wieder neue Kartoffelsorten aus. So zum Beispiel aktuell die blaue St. Galler. Hier hat er eine lilafarbene Kartoffelsorte angebaut, die auf den ersten Blick an alles andere als an eine Kartoffel erinnert. Aber der Gedanke an einen lila Kartoffelbrei ist durchaus interessant.

In dem Laden wird es dann auch eine kleine Probierecke geben um die Produkte vor dem Kauf zu probieren. Vor allem beim Wein und Federweißer, sowie bei den Säften und Marmeladen sollen die Kunden die Möglichkeit bekommen, diese vorab zu testen.

Anschrift: Weingut & Kartoffelhof Michel, Mühlstraße 45, 55263 Ingelheim am Rhein


Weitere Neuigkeiten aus Wackernheim findet ihr auch in der neuen Facebook Gruppe: Wackernheim – Aktuelles aus dem Ort


 

Neue Studie zum Infektionsrisiko in Flugzeugen

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Nachrichten Frankfurt | Eine Studie unter der Leitung des Universitätsklinikum Frankfurt hat untersucht, ob es zu Übertragungen des Coronavirus im Flugzeug kommen kann. Dafür wurden 102 Reisende einer Passagiermaschine getestet und befragt, die Anfang März von Tel Aviv nach Frankfurt geflogen war. Die Flugzeit betrug 4:40 Stunden.


24 Personen im Flugzeug waren infiziert

„Der untersuchte Flug fand zu einem Zeitpunkt statt, zu dem im Flugverkehr noch keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor SARS-CoV-2 eingeführt worden waren. Dadurch ermöglicht die Studie Rückschlüsse auf das Übertragungsrisiko unter Normalbedingungen, in denen keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor SARS-CoV-2 vorgenommen wurden“, erläutert Prof. Jürgen Graf, Co-Autor der Studie, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikum Frankfurt sowie Flugmediziner.

Einige der Passagiere gehörten einer Reisegruppe an, die vor dem Abflug einen Risikokontakt hatte. Nach der Ankunft in Frankfurt wurden die Mitglieder der Reisegruppe getestet. Sieben dieser insgesamt 24 Personen wurden unmittelbar nach dem Flug positiv getestet, waren also bereits zum Zeitpunkt des Fluges infiziert. Bei zwei Passagieren, die nicht zu der Reisegruppe gehörten, wurde zu einem späteren Zeitpunkt eine Infektion festgestellt. In diesen beiden Fällen erscheint aufgrund der zeitlichen Abfolge eine Übertragung im Flugzeug sehr wahrscheinlich.

Befragungen und Antikörpertests

Um mögliche Übertragungen zu erkennen, wurden alle Passagiere des Flugs vier bis fünf Wochen später kontaktiert. In systematischen Interviews wurden sie nach Symptomen und Risikokontakten befragt. Alle Personen, die über Symptome berichteten, konnten sich einem zweistufigen Antikörpertest unterziehen. Ebenfalls testen lassen konnten sich alle Passagiere, die im Flugzeug maximal zwei Reihen von einem der sieben während des Fluges infizierten Personen entfernt saßen. In zwei Fällen waren die beiden Antikörpertests positiv. In den Interviews hatten die beiden positiv getesteten Personen angegeben, dass sie vor oder nach dem Flug keine Risikokontakte hatten.



Zur Zuverlässigkeit der Ergebnisse

Dr. Sebastian Hoehl, Erstautor der Studie und Arzt am Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikum Frankfurt, erläutert: „Es lässt sich nicht 100-prozentig ausschließen, dass weitere Passagiere unbemerkt angesteckt wurden. Außerdem können wir nicht mit letzter Sicherheit sagen, dass die beiden Übertragungen während des untersuchten Fluges stattgefunden haben. Grundsätzlich wäre auch eine Ansteckung zum Beispiel auf dem Flughafen am Gate oder bei anderer Gelegenheit denkbar. Allerdings kommen wir aufgrund der uns vorliegenden Informationen zu der Einschätzung, dass eine Übertragung im Rahmen des Fluges sehr wahrscheinlich ist.“

Zum relevanten Zeitpunkt waren die Infektionszahlen sowohl in Deutschland als auch in Israel insgesamt noch sehr niedrig und die beiden relevanten Personen haben von keinen Corona-Fällen aus ihrem Umfeld berichtet. Außerdem haben beide Passagiere während des Fluges in der Nähe der bereits infizierten Personen gesessen.

Rückschlüsse aus den Studienergebnissen

Trotz gewisser Unsicherheiten können auf Grundlage der Studienergebnisse einige begründete Schlussfolgerungen für die Sicherheit im Flugverkehr gezogen werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es zu einzelnen Übertragungen im betreffenden Flugzeug gekommen. Eine Ansteckung im Flugzeug ist also grundsätzlich möglich, insbesondere wenn wie wie im Fall der Studie keine Maske getragen wird. Die Übertragungen passierten voraussichtlich im näheren Umfeld der bereits SARS-CoV-2-positiven Personen.

„Die Anzahl der Übertragungen ist niedriger, als wir bei sieben Ausgangspatienten angenommen hätten. Das spricht dafür, dass die Luftfilteranlagen im Flugzeug Übertragungen des Virus reduzieren können – aber eben nicht vollständig verhindern. Mit Blick auf diese Ergebnisse erscheinen zusätzliche Schutzmaßnahmen im Flugzeug – wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – sehr sinnvoll“, so Prof. Sandra Ciesek, Letztautorin der Publikation und Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt.

An der Studie war neben dem Universitätsklinikum Frankfurt und der Goethe-Universität das Gesundheitsamt Frankfurt beteiligt.

Kindergarten im Kreis Groß-Gerau geschlossen

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Nachrichten Groß-Gerau | Der Kreis Groß-Gerau hat an diesem Freitagnachmittag im Zusammenhang mit neuen Corona-Infektionen eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Die Kita VI Parkstraße in Mörfelden-Walldorf wird vorübergehend geschlossen.


Kita geschlossen – Betreuungsgemeinschaften untersagt

Demnach ist es den Kindern und deren Erziehungsberechtigten sowie den Erzieherinnen und Erziehern untersagt, die Kita VI Parkstraße zu betreten. Zudem wird den Personen untersagt, untereinander oder mit anderen eine sogenannte familiäre Betreuungsgemeinschaft zu bilden. Die Regelungen gelten mit sofortiger Wirkung vorerst bis einschließlich 1. September 2020.

Grund dafür ist, dass eines der Kinder positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Dieses Kind hatte am Dienstag zuletzt die Kindertagesstätte besucht. Es ist davon auszugehen, dass das Kind an dem Tag bereits infektiös war. Da es aufgrund des offenen Konzepts der Kita nicht möglich ist, Kontaktpersonen von Personen zu unterscheiden, die keinen relevanten Kontakt zu dem Kind hatten, zu unterscheiden, muss die gesamte Kita für die Dauer der maximalen Inkubationszeit geschlossen werden.

Tolle Beschäftigungen für Kinder zuhause sind beispielsweise Puzzles, Lernspiele, Malen nach Zahlen oder aber auch körperliche Aktivitäten wie Fußball oder Klettern.

Infektionszahlen sollen verringert werden

Der Kreis machte deutlich, dass diese mit der Allgemeinverfügung getroffenen Anordnungen insbesondere dem Schutz besonders anfälligen Bevölkerungsgruppen sowie dem Schutz der Gesundheit der Allgemeinheit als auch dem Interesse der Bevölkerung und des Gesundheitsschutzes dienen. Die getroffenen Anordnungen, so Landrat Thomas Will, verfolgten insbesondere das Ziel, die Infektionszahlen signifikant zu verringern und auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren, um insbesondere auch Behandlungskapazitäten in medizinischen Einrichtungen und medizinische Versorgung aufrechterhalten zu können.

Seit Montag hat der Kreis Groß-Gerau unter anderem die Maskenpflicht an Schulen im Nordkreis plus Mörfelden-Walldorf verfügt. Zudem wurde zum Beispiel die zulässige Zahl bei Veranstaltungen im öffentlichen und privaten Bereich von 250 auf 150 reduziert. Unter anderem der Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit Hochzeitsfeierlichen haben die Zahl der Infizierten im Kreis ansteigen lassen. Die gesundheitlich ermittelte Zahl der Neuinfektionen im Referenzzeitraum von sieben Tagen im Kreisgebiet beläuft sich nach Stand vom Freitag, 21. August 2020, auf 29 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Damit ist der Kreis der Stufe 2 des Eskalationskonzepts zugeordnet.