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Bahnübergänge in Gustavsburg noch mehrere Monate gesperrt

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | Die Verkehrsteilnehmer in Ginsheim-Gustavsburg werden sich noch einige Zeit gedulden müssen. Im Rahmen der Baumaßnahme zur Verlegung der Landstraße L3040 und zur Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge wurde das Verkehrskonzept geändert.


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Sperrung der Bahnschranken nun durchgehend

Ursprünglich war die Sperrung der Bahnübergänge lediglich für die Dauer von acht Wochen ab Anfang Juli geplant. Ab Ende des Jahres war dann eine zweite Vollsperrung der „Ginsheimer Straße“ auf Höhe des Bahnübergangs bis zum Frühjahr 2021 geplant. Dieses Verkehrskonzept wurde nun geändert. Die derzeitige Vollsperrung ist nun ohne Unterbrechung voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 vorgesehen.

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Die Umleitung funktionierte bisher gut

Aufgrund der durchgehenden Vollsperrung fallen die unterschiedlichen Bauzustände sowie die Herstellung aufwändiger Provisorien weg. Dies führt zu einer Optimierung des gesamten Bauverlaufes. Zudem hat sich die derzeitige Umleitung über das Gewerbegebiet „Am Flurgraben/Am Kupferwerk“ in den vergangenen Wochen als sehr funktional erwiesen.

Der gesperrte Abschnitt verläuft ab der Kreuzung Hermann-Löns-Allee / Pestalozzistraße bis zur Einmündung der Straße Im Weiherfeld zur Ginsheimer Straße (L3040). Gesperrt ist zudem die Einmündung der Dr. Herrmann-Straße in die Pestalozzistraße.

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Bahnschranken weiterhin für Fuß- und Radverkehr freigegeben

Der Fuß- und Fahrradverkehr ist weiterhin nicht von der Vollsperrung betroffen. Er wird am Baufeld vorbei über die Bahnübergänge geführt. Fahrradfahrer müssen ihre Räder über eine kurze Strecke schieben.

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Mainz: DUH ist interessiert an Erfahrungen mit Tempo 30 in der Landeshauptstadt

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Nachrichten Mainz | Tempo 30 ist zurzeit in aller Munde. Anwohner, Fahrradfahrer und Fußgänger finden es meist gut. Unter Autofahrern, insbesondere Pendlern, ruft es häufig große Abneigung hervor. Besondere Regelungen zur Anordnung gelten für klassifizierte Straßen.


Nicht nur in Mainz auf Kaiserstraße und Rheinallee ist Tempo 30 Thema. Auf der Elbestraße in Mainz-Gonsenheim wurde kürzlich Tempo 30 eingeführt zur Schulwegsicherung. In Mainz-Finthen führte die CDU kürzlich eine Umfrage unter Anwohnern durch, ob Interesse besteht auch tagsüber auf der Flugplatz- und der Kurmainzstraße die erlaubte Geschwindigkeit zu reduzieren. Und auch in Budenheim wünschte man sich schon lange Tempo 30 auf der Binger Straße. Dort gründete sich kürzlich eine Bürgerinitiative, die unter anderem eben dies forderte.

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Die Besonderheit der Landesstraßen

All diese Straßen sind klassifizierte Straßen. Dazu zählen Kreis-, Landes- und Bundesstraßen. Bis zur Änderung der Straßenverkehrsordnung in 2016 und der Einführung von Bundes-Immissionsschutzgesetz sowie der zwingenden Erstellung von Lärmaktions- und Luftreinhalteplänen, war es schwierig auf klassifizierten Straßen Tempo 30 einzuführen. In Bad Kreuznach kämpfte man Jahre für Tempo 30 auf der Rheinhessenstraße und bekam es nun schließlich im Mai diesen Jahres. In der Gonsenheimer Elbestraße wurde vor kurzem Tempo 30 angeordnet mit der Begründung der Schulwegsicherung. Die Gleisbergschule ist ebenso weit von der Elbestraße entfernt, wie die Lennebergschule in Budenheim von der Binger Straße. Auf Grund von Lärmaktionsplänen, die verpflichtend erstellt werden müssen, wurde in den letzten Jahren bereits auf vielen Landesstraßen innerorts Tempo 30 angeordnet.



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Rechtmäßige Anordnung auf der Rheinallee

Da der neue Luftreinhalteplan in Mainz voraussichtlich erst ab Herbst in Kraft tritt und somit Tempo 30 begründen würde, zweifelte man seitens der CDU an der rechtmäßigen Einführung und wolle dies vom Rechtsamt überprüfen lassen, berichtete Mainz& bereits Anfang Juli. Der LBM teilte auf Anfrage von BYC-News mit, dass auf „Grundlage von § 45 Abs.1 Nr. 3 StVO als eine für die Dauer eines Jahres ausgelegte Erprobung der Auswirkungen einer derartigen Verkehrsbeschränkung auf die Luftqualität“ in Mainz Tempo 30 auf der Landesstraße angeordnet wurde und die hierzu erforderliche Zustimmung des LBM als obere Verkehrsbehörde erteilt wurde. Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau RLP teile gegenüber BYC-News mit „Mit Inkrafttreten der Fortschreibung des Luftreinhalteplans der Stadt Mainz kann die Stadt auf Basis des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) Tempo 30 einführen. Nach unserer Kenntnis soll die Fortschreibung des Luftreinhalteplans im Herbst in Kraft treten. Bis dahin macht die Stadt von § 45 Abs. 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) Gebrauch. Dort wird grundsätzlich die Möglichkeit eröffnet, straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Abgasen auch außerhalb eines Luftreinhalteplans anzuordnen.“ „Das Verkehrsministerium – und so auch Staatssekretär Andy Becht – stehen den Kommunen als Oberste Verkehrsbehörde beratend zur Seite. Es geht hier um komplexe bundesrechtliche Fragestellungen. Recht und Gesetz gelten für alle gleichermaßen.“

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DUH fordert 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts

Das Besondere an der Anordnung in der Mainzer Innenstadt ist, dass erstmals in Rheinland-Pfalz auf einer Landesstraße und sogar teils Bundesstraße Tempo 30 angeordnet wurde auf Grund der Luftverschmutzung. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist bei diesen Neuigkeiten „elektrisiert“. Die DUH hofft darauf, dass dies übertragbar ist und wird die Entwicklung genau beobachten. Die DUH fordert bereits länger Tempo 30 als kommunale Regelgeschwindigkeit. Auch würde ein höheres Tempo nachweislich mit schwereren Unfällen korrelieren. Herr Resch ist „sehr froh mit den Erfahrungen, die nun in Mainz gemacht werden können“. Eine Chance für die Änderung der Regelgeschwindigkeit sieht er auch in der kommenden Bundestagswahl.

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Fahndung: Exhibitionist flüchtet vor Polizei in Gustavsburg

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Burgpark Gustavsburg
Burgpark Gustavsburg

Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | An diesem Dienstagabend wurden zwei Frauen von einem Exhibitionisten im Burgpark im Stadtteil Gustavsburg belästigt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.


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Der Mann flüchtete vor der Polizei

Der Mann soll sich auf einer Parkbank entblößt und dann vor den Frauen an seinem Glied gespielt haben. Gegen 19:20 Uhr hatten die beiden Geschädigten den Vorfall bei der Polizei gemeldet, woraufhin sich mehrere Streifen auf den Weg zur genannten Örtlichkeit machten. Als der Mann die Polizisten sah, flüchtete er aus dem Park. Trotz der umgehend eingeleiteten Fahndung nach dem Verdächtigen, konnte dieser nicht mehr aufgefunden werden.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigen: 

  • ca. 40 Jahre alt
  • kräftige Statur
  • Glatze
  • graues T-Shirt
  • schwarze kurze Hose
  • weiße Schuhe

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142 – 6960 bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim zu melden.

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Ginsheim-Gustavsburg: Weiterer Corona-Fall in Kindertagesstätte

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Nachrichten Ginsheim-Gustavsburg | An diesem Freitag gab das Gesundheitsamt Groß-Gerau bekannt, dass ein Kind in der Kita V „Die Mainpiraten“ im Stadtteil Gustavsburg positiv auf Covid-19 getestet wurde. Einen Tag zuvor wurde ein Familienmitglied des Kindes positiv getestet.


Mehrere Kinder in Quarantäne

Mit sofortiger Wirkung hat das Gesundheitsamt Groß-Gerau beschlossen, dass sich das positiv getestete Kind, sowie weitere Kinder, die am 7. und 8. September in der Gruppe „Seeräuber“ anwesend waren, in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen. Auch sieben Kinder aus der Gruppe „Muschelsammler“ und drei Erzieher der Kita V „Die Mainpiraten“ befinden sich seit diesem Freitag in Quarantäne, da diese möglicherweise Kontakt mit dem erkrankten Kind hatten.

Geschwisterkinder und Familienmitglieder, die in häuslicher Gemeinschaft mit den in Quarantäne versetzten Kindern leben, müssen nicht in häusliche Quarantäne. Für diese Personen gilt jedoch ein Betretungsverbot für Schulen, Berufsschulen und Kindertagesstätten. Die betroffenen Familien wurden umgehend von der Stadtverwaltung über den aktuellen Corona-Fall informiert.



Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha dazu

„Wir möchten darauf hinweisen, dass sich das betroffene Kind der KiTa V „Die Mainpiraten“ innerhalb der eigenen Familie infiziert hat. Die Familie handelte vorbildlich und ließ ihr Kind auf Verdacht testen“, so Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha. Der Test fiel positiv aus, weshalb es zur Gruppenschließung kam. „Wir müssen lernen, dass uns das Virus im Alltag begleitet und die damit verbundenen Maßnahmen zur Normalität werden“, sagte der Bürgermeister.

Andere Kitas öffnen wieder

Wieder öffnen konnte bereits die Kita IV „Die Altrheinstromer“ am 9. September. Auch die Gruppe „Kalle“ der Kita VIII „Die Villa“ wird am kommenden Montag, den 14. September, wieder öffnen.

Die Kindertagesstätten der Stadt halten auch weiterhin am eigenen erweiterten Schutz- und Hygienekonzept fest, um damit Kinder und Mitarbeitende bestmöglich zu schützen und die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

Ingelheim: Tierquäler seit Wochen unterwegs

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Nachrichten Ingelheim | Seit rund 4 Wochen werden der Polizei in Ingelheim mehrere verschwundene und verletzte Katzen gemeldet. Die Örtlichkeit in der der Tierquäler sein Unwesen treibt befindet sich im Gebiet um die Selztalstraße.


Eine Katze erlag ihren Verletzungen

Zeitweise verschwinden die Katzen und werden außerhalb der Stadt Ingelheim wieder aufgegriffen. In einem der Polizei bekannten Fall wurde ein Kater mit einer Bauchwunde aufgefunden. Nach der Begutachtung und Behandlung durch einen Tierarzt konnte ein Unfall ausgeschlossen werden. Die Wunde erhärtet den Verdacht auf Tierquälerei. Auf den Kater muss mit einem Gegenstand gewaltsam eingewirkt worden sein.

Das Tier verstarb an den Folgen der Verletzungen am Bauchbereich. Der Kater wies auch dieselben Spuren auf wie andere Katzen aus dem Bereich der Selztalstraße. Eine ölige Flüssigkeit am Fell bzw. den Pfoten. Bisher sind sieben ähnliche Fälle bekannt geworden. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sind keine Kavaliersdelikte. Der Strafrahmen sieht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldbuße vor.

Zeugen werden gebeten sich bei der zuständigen Polizeiinspektion Ingelheim(06132/65510)zu melden.

Verkehrsunfall zwischen Kleinlaster und Erntemaschine auf der L414

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Nachrichten Spießheim | An diesem Dienstag (08. September 2020) ereignete sich ein Verkehrsunfall bei Spießheim. Ein 28-Jähriger aus Armsheim überquerte gegen 18.20 Uhr mit einem Traubenvollernter die Landesstraße L414 und stieß hierbei mit einem 32-jährigen Alzeyer in einem Klein-LKW zusammen.


Die Fahrer der Fahrzeuge wurden hierbei leicht verletzt. Ein sich im Führerhaus der Erntemaschine befindliches 3-jähriges Kind blieb nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt. An der Erntemaschine und dem Klein-LKW entstand ein Sachschaden von ca. 150 000 EUR.

Im Einsatz waren über 30 Einsatzkräfte der

  • Feuerwehr Spiesheim
  • Feuerwehr Biebelnheim
  • Feuerwehr Gau-Odernheim
  • Rettungsdienst
  • Polizei

Infolge der Unfallaufnahme musste die Landesstraße bis 21.00 Uhr gesperrt werden.

Bundesgartenschau auch Chance für Begegnung mit der Kirche

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Nachrichten Rheinland-Pfalz | „Wir sehen die Bundesgartenschau 2029 im Rheintal als große Chance für die gesamte Region. Da wollen wir sehr gerne dabei sein“, sagte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, nach einem Gespräch mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister und BUGA 2029-Initiator Roger Lewentz im Gebäude der Kirchenleitung in Darmstadt.


Obere Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz

Wie zuvor schon der katholische Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing empfindet auch sein evangelischer Amtsbruder Jung die Wirkungs- und Begegnungsmöglichkeiten einer solchen „sympathischen Großveranstaltung“ als immense Chance für die christlichen Kirchen und die Ökumene. Als Schauplatz für die Bundesgartenschau 2029 wird das spektakuläre  Welterbe Obere Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz dienen.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen während vergleichbarer Großveranstaltungen auch Orte der Besinnung und des Nachdenkens über Gott und die Fragen des Glaubens in der Gesellschaft suchen. Deshalb wollen und werden wir gerne aktiver Teil dieses großen Festes der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen am Ende dieses Jahrzehnts sein“, so Kirchenpräsident Jung. Er zeigte sich für diese äußert frühzeitige Einbindung durch Minister Lewentz sehr erfreut. Ein ganzes Bündel von Angeboten für die erwarteten Besucherscharen sei denkbar. Dies reiche von Gottesdiensten über Konzerte und Lesungen, Jugendevents bis hin zu den unterschiedlichsten spannenden Begegnungsforen.

„Wir wollen  Menschen erreichen und sie sollen offene Kirchen erleben“, so Jung. Kirchenpräsident und Innenminister sprachen auch über Ökumene bei der BUGA, für die auch Bischof Georg Bätzing plädiert. Die beiden  Vertreter der Kirchen wollen eine Zusammenarbeit miteinander absprechen. Dabei soll auch Bornhofen als zentraler Ort der inneren Einkehr einer Bundesgartenschau, wie von Roger Lewentz in die Diskussion gebracht, eine Rolle spielen.

„Auf dem Weg ins Jahr 2029 wollen wir so viele Menschen wie möglich als gedankliche Verbündete und tatsächliche Mitmacher begeistern. Ich freue mich ganz ungemein, bei beiden hochrangigen Kirchenvertretern wie gewohnt offene Türen und offene Herzen erlebt zu haben“, so Lewentz. Dies seien schon heute wichtige Wegmarken hin zu einem ähnlichen herausragendem Erfolg wie 2011 bei der BUGA in Koblenz. Damals war Roger Lewentz als Innenstaatssekretär BUGA-Regierungsbeauftragter und schon damals waren die Kirchen sehr bedeutsame Veranstaltungspartner.

Wespe verursacht Verkehrsunfall in Mainz mit mehreren Verletzten

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Nachrichten Mainz | An diesem Mittwoch ereignete sich ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen auf der Saarstraße in der Landeshauptstadt Mainz. Nach ersten Ermittlungen der Polizei kam es gegen 16:40 Uhr zu einer vermeintlichen Ablenkung im Fahrzeug eines Fahrers aus Gau-Algesheim. Der Unfall ereignete sich stadtauswärts kurz hinter dem Europakreisel.


Drei zum Teil schwer verletzte Personen

Zum Zeitpunkt der Kollision staute sich der Verkehr bereits auf der Saarstraße. Der 45-jährige Fahrer bemerkte den Stau zu spät und fuhr auf das vor ihm stehende Auto auf. Er wurde nach Angaben der Polizei von einer Wespe im Fahrzeug abgelenkt. Durch den starken Aufprall wurden zwei weitere Fahrzeuge zusammengeschoben. Insgesamt waren vier Autos in den Unfall involviert und mussten abgeschleppt werden. Bei dem Unfall wurden drei Personen zum Teil schwer verletzt.

Der entstandene Sachschaden wird auf über 40.000 Euro geschätzt. Die verletzten Personen wurden mit einem Rettungswagen in zwei Mainzer Kliniken gebracht. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Reinigung der Fahrbahn war die Saarstraße zwischen Europakreisel und der Auffahrt zur Autobahn A60 für ca. 3 Stunden voll gesperrt.

Mainzer Fastnacht eG empfiehlt für Kampagne 2021 keine Präsenzveranstaltungen

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Nachrichten Mainz | Am heutigen Dienstag gab die Mainzer Fastnacht eG (MFeG) eine Pressekonferenz im Forum der MVB. Mit dabei waren Markus Perabo, Vorstandssprecher der Genossenschaft, Dr. Oliver Kohl, Geschäftsführer von m-result sowie Aufsichtsrat-Mitglied der MFeG und Prof. Dr. Reinhard Urban, Präsident des Mainzer Carneval Vereins.


Die Mainzer Fastnacht Genossenschaft ist die Dachorganisation der Fastnachtsvereine und -garden in der Fastnachtshochburg Mainz. Zweck der Genossenschaft, die 26 Mitgliedsvereine hat,  ist die Förderung des karnevalistischen Brauchtums.

Vergangene Woche wurde im Auftrag der Mainzer Fastnacht eG in Zusammenarbeit mit m-result – the data company und der VRM eine Online-Befragung durchgeführt mit dem Ziel herauszufinden, wie die Närrinnen und Narrhallesen in der kommenden Kampagne Fastnacht feiern wollen und würden.

Das Ergebnis der Umfrage

Die nicht repräsentative Umfrage haben 9.526 Personen vollständig beantwortet. Da die Teilnehmer nicht ausgewählt wurden, sondern jeder bei Interesse teilnehmen konnte, liegt die Anzahl der Teilnehmer, die Interesse an Fastnacht haben mit 97,9% hoch. Von ihnen gaben jedoch 53% an, dass sie kommende Kampagne an keiner Präsenzveranstaltung im Saal oder auf der Straße teilnehmen würden.

Nur wenige gaben an, dass sie an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilnehmen würden, insbesondere der Besuch von Sitzungen, Bällen und Kneipenfastnacht wurde von der Mehrheit deutlich abgelehnt. Die Teilnahme an Veranstaltungen unter freiem Himmel kann sich nur etwa ein Drittel vorstellen. Die Teilnahmebereitschaft an Präsenzveranstaltungen sinkt proportional mit zunehmendem Alter und gerade vom klassischen Sitzungspublikum, das über 40 ist, planen noch nicht einmal 20% eine Sitzung zu besuchen.

Sind online-Veranstaltungen eine Alternative?

Mit Beginn der Pandemie haben sich viele Veranstaltungsformate geändert und selbst bei Weinproben machte die Digitalisrung keinen Halt. Könnten nun Online-Sitzungen eine Alternative für Fastnacht sein? Immerhin 57,2% der Befragten gaben an, dass sie sich Fastnacht auch online anschauen würden, darunter sogar über 50% der über 70-Jährigen, jedoch sind im Schnitt nur 25,9% bereit dafür zu bezahlen. „Die Befragung zeigt: Die Kosten zu decken oder gar damit Geld zu verdienen, wird vermutlich kein Selbstläufer werden“, so Dr. Oliver Kohl.

Weitere Ideen zur Fastnacht

Im freien Kommentarfeld der Umfrage konnten weitere Ideen zur Fastnacht geäußert werden, darunter gab es die folgenden Eingaben: openair-Sitzung bzw. -Stehung, Autokino Sitzung, Fastnachtliche Führungen im Freien, falls möglich Kneipenfastnacht im Freien unter Beachtung der Corona Maßnahmen, Terrassen- , Fenster- oder Hofveranstaltungen -auch mit Freunden gemeinsam.

Empfehlung der Mainzer Fastnacht eG

Vor diesem Hintergrund wird die MFeG in der Kampagne 2021 keine Präsenzveranstaltungen organisieren oder verantworten. Auch ihren 26 Mitgliedsgarden und -vereinen empfiehlt sie das. „Als Dachorganisation der Mainzer Fastnacht erwarten unsere Mitgliedsvereine und -garden von uns klare Handlungsempfehlungen. Dafür brauchten wir Informationen, die wir mit dieser Befragung nun haben. Unabhängig von der medizinischen Einschätzung, die wir nicht vornehmen können – es gibt offensichtlich kein Publikum für Präsenzveranstaltungen in diesem Jahr. Daher können wir niemandem empfehlen, Zeit, Geld und Herzblut dafür zu investieren“, so Markus Perabo. „Wir werden unsere Energie daher darauf konzentrieren, durch Nutzung von Synergien unseren Mitgliedern attraktive Online-Veranstaltungen zu ermöglichen“, so Markus Perabo weiter.

Keine Absage, jedoch auch keine typische Saal- und Straßenfastnacht

Auch der MCV als Veranstalter des Rosenmontagzuges und weiterer Umzüge in der Mainzer Innenstadt nimmt die Rückmeldungen aus der Befragung ernst. Überrascht ist er davon nicht. Der MCV plane keine typische Saal- oder Straßenfastnacht. „Die Ergebnisse der Umfrage legen möglicherweise nahe, dass Umzüge in diesen Zeiten nicht die Akzeptanz haben, um sie wirtschaftlich und vor allem verantwortungsvoll durchführen zu können“, sagt Prof. Dr. Reinhard Urban vom MCV. „Wir werden allerdings Wege finden, das Brauchtum der Mainzer Fastnacht angemessen zu pflegen und lebendig zu halten“, so Urban weiter. Es gelte die Verantwortung zu tragen für die Mitglieder und die Teilnehmer, dennoch soll es „Sichbares auf der Straße geben, jedoch ohne Menschenaufläufe.“ Typische Elemente des Mainzer Rosenmontagzuges sollen eingebunden werden.

Die Narrencharta soll am 11.11. verlesen werden

Sollte das Staatstheater unter Pandemiebedingungen geöffnet sein am Fastnachtswochenende, so wird es auch eine Fastnachtsposse geben. Die Scheierborzeler des MCV stünden bereit, so Prof. Dr. Urban. Anstatt des typischen Zugplakettchens wird sich der MCV noch eine Alternative überlegen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststehe. Unklar ist noch, ob es ein Fastnachtsmotto geben wird. Sicher ist der Präsident des MCV, dass es am 11.11. eine Proklamation der Narrencharta geben wird. Der MCV sei mit der Stadt Mainz und dem Land im Gespräch unter welchen Bedingungen und wie es stattfinden kann. Eine Party mit 10.000 Menschen ist hierbei natürlich ausgeschlossen.

 

Ginsheim: Passanten behindern Polizei bei schwerem Verkehrsunfall

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Nachrichten Ginsheim | An diesem Mittwochmittag gegen 13:30 Uhr kam es zu einem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung Ginsheimer Straße / Bouguenais-Allee / Dresdener Straße im Stadtteil Ginsheim. Eine 15 Jahre alte Jugendliche aus Bischofsheim wurde dabei lebensbedrohlich verletzt.


Die Jugendliche wurde lebensbedrohlich verletzt

Wie die Polizei vor Ort gegenüber Boost your City mitteilte, wollte die Jugendliche die Fußgängerampel an der Kreuzung aus der Richtung Bouguenais-Allee in die Dresdener Straße überqueren. Zeitgleich befuhr ein Autofahrer mit seinem Opel die Ginsheimer Straße aus Ginsheim kommend in Richtung Gustavsburg. Der Fahrer übersah das Mädchen, wodurch es zum Zusammenstoß kam. Die Jugendliche wurde dabei lebensbedrohlich verletzt und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Es befanden sich sehr viele Schaulustige vor Ort, die das Geschehen teilweise auch filmten. Unter anderem auch Eltern mit Kindern. Allerdings waren auch auch zahlreiche Zeugen anwesend, die von der Polizei zum Unfallhergang befragt werden konnten. Die Polizei hatte daher bereits zu Beginn eine weitere Streife zur Verstärkung angefordert.



Passanten missachteten Anweisungen der Polizei

Da zunächst unklar war, wie schwer die Geschädigte verletzt wurde, war auch ein Rettungshubschrauber vor Ort, der die Unfallstelle gegen 14:25 allerdings wieder verließ.  Für die Landung und den Start des Rettungshubschraubers wurde der Kreuzungsbereich durch die Polizei kurzzeitig vollständig abgesperrt. Anschließend wurde der Verkehr von den Polizeibeamten einspurig an der Unfallstelle und dem Rettungshubschrauber vorbeigeleitet. Es kam dadurch zu Verkehrsbehinderungen und einem längeren Rückstau auf der Ginsheimer Straße.

Dabei fiel auch auf, dass viele Autofahrer sowie Passanten die Zeichen der Polizei nicht beachteten und immer wieder in den gesperrten Bereich fahren wollten. Teilweise diskutierten die Passanten noch mit der Polizei, da sie den Anweisungen der Beamten nicht Folge leisten wollten.

Gutachter soll Unfallhergang klären

Für die Klärung des Unfallhergangs wurde von der Staatsanwaltschaft Darmstadt ein Gutachter beauftragt. Dieser soll auch klären, ob die Jugendliche oder der Autofahrer die rote Ampel missachtet hat. Bis der Gutachter seine Arbeit vor Ort abgeschlossen hatte, blieb die Ginsheimer Straße in Fahrtrichtung Gustavsburg noch einige Zeit einseitig gesperrt.

Im Einsatz waren vier Polizeibeamte sowie der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen, ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber.

Torsten Rohe: „Die Mainzer Mobilität sollte niemanden einfach stehen lassen“

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Nachrichten Mainz | Beate Walter wird des Öfteren an Haltestellen in der Mainzer Neustadt und der Innenstadt von den Straßenbahn-Fahrern stehen gelassen (wir berichteten). Grund dafür ist ihr Rollator, auf den sie wegen ihrer Krankheit angewiesen ist. Boost your City hat mit Torsten Rohe, dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union Mainz gesprochen.


Bus und Bahn sollten für alle nutzbar sein

„Das Problem war uns so gar nicht bekannt. Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass einige Personen stehen gelassen werden obwohl immer wieder auf den ÖPNV hingewiesen wird und man die Menschen dazu ermutigt, diesen zu nutzen. Wenn man den öffentlichen Personennahverkehr immer wieder lobt und betont wie gut er für das Klima und die Menschen ist, dann sollte er auch für alle nutzbar sein.“, sagte Torsten Rohe, der außerdem CDU-Stadtbezirksvorsitzender der Mainzer Neustadt ist.

Nicht jeder mit Rollator benötigt Hilfe

Natürlich benötigt nicht jeder mit Rollator die Rampe, so wie das bei Rollstuhlfahrern der Fall ist. Doch wer den Rufknopf für Menschen mit Behinderungen an den Türen der öffentlichen Verkehrsmittel drückt, dem sollte auch geholfen werden, betont Torsten Rohe. Es ließe sich schließlich niemand gerne bei Dingen helfen, die man auch selbst erledigen kann.



Das Problem kann früher oder später jeden betreffen

Es gehe dabei auch nicht nur um Menschen, die keine andere Möglichkeit als den ÖPNV haben. Viel mehr betreffe es auch ältere Menschen, die gerne freiwillig auf das Autofahren verzichten würden und einen Rollator benötigen. Diese sollten nicht aus Angst stehen gelassen zu werden davor zurückschrecken, die öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. „Früher oder später kann das also ein Problem für jeden von uns werden“, betont der Politiker.

„Da muss auf jeden Fall etwas passieren“

Laut Rohe ist das ein Problem, das in jedem Fall von der Politik in Angriff genommen werden sollte. Das möchte er auch tun. „Wir werden uns mit der Mainzer Mobilität in Verbindung setzen und sie zunächst darum bitten, ihre Vorschriften entsprechend zu ändern. Sollte das nicht umgesetzt werden, dann werden wir sie dazu auffordern. Da muss auf jeden Fall etwas passieren und ich denke es sollte kein großes Problem sein, das in den Richtlinien umzusetzen. Da dürfen auch die Kosten keine Rolle spielen und kein Argument sein.“, erklärt Torsten Rohe abschließend.

Tempo 30 nun auch in Budenheim

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Nachrichten Budenheim | Am 23. Juli hat Stephan Hinz, Bürgermeister der verbandsfreien Gemeinde Budenheim, verkündet, dass Tempo 30 für die dortige Binger Straße angeordnet wurde. Nun wurden die Schilder durch die Straßenmeisterei Mainz, die dem Landesbetrieb Mobilität untergeordnet ist, aufgehängt.


Tempo 30 für den innerörtlichen Teil der Landesstraße L423 wurde bereits lange gefordert, sowohl von einer früheren Bürgerinitiative (BI) als auch in Anträgen im Gemeinderat. Zuletzt gründete sich diesen Sommer erneut eine BI, die zur Beruhigung der Binger Straße unter anderem die Reduzierung des Tempolimits forderte.

Weitere Forderungen zur Verkehrsberuhigung

Sowohl die BI als auch Bürgermeister Hinz sind sehr froh diesen ersten und wichtigen Schritt erreicht zu haben. In der Petition der Bürgerinitiative werden weitere Maßnahmen gefordert zu denen unter anderem die kontinuierliche Kontrolle der Regelgeschwindigkeit zählen. Weiter werden unter anderem Maßnahmen gefordert um das Ausweichen der Fahrzeuge auf Bürgersteige und die unerlaubte Durchfahrt von Nutzfahrzeugen über 7,5 Tonnen zu unterbinden. Bürgermeister Stephan Hinz ist hier im kontinuierlichen Dialog mit der Bürgerinitiative und offen dafür die Umsetzbarkeit der weiteren Forderungen zu prüfen. Für die Kontrolle der Geschwindigkeit ist jedoch die Kreisverwaltung Mainz-Bingen und für die Kontrolle der LKWs die Polizeiinspektion 2 des Polizeipräsidiums Mainz zuständig.

Festzuschuss der Krankenkassen zum Zahnersatz erhöht

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Zahnarzt
Zahnarzt

Nachrichten Gesundheit | Gute Nachrichten für alle, die einen Zahnersatz benötigen: ab Oktober 2020 bekommen gesetzlich Versicherte zehn Prozent mehr Festzuschuss zu ihrem notwendigen Zahnersatz. Damit steigt der Anteil der Kostenübernahme auf 60 Prozent. „Der erhöhte Zuschuss wird die Versicherten spürbar entlasten. Wer sein Zahnbonusheft über einen Zeitraum von zehn Jahren gepflegt hat und jährlich eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung durchführen ließ, erhöht seinen Zuschuss sogar auf 75 Prozent“, sagt Martin Till, Landesgeschäftsführer der BARMER in Hessen.


Hessen: Hohe Ausgaben für Zahnersatz

Insgesamt haben 7,5 Prozent der Hessinnen und Hessen im Jahr 2018 einen Zahnersatz anfertigen lassen. Die Kosten beliefen sich durchschnittlich auf 1.539 Euro. Der Kassenanteil lag pro Versorgung bei rund 610 Euro. Die hessischen Versicherten mussten im Schnitt 929 Euro zu ihrem Zahnersatz zuzahlen. Im Bundesvergleich lagen die Eigenanteile nur in Bayern und Baden-Württemberg höher. „Ein positiver Trend ist allerdings bei der zahnärztlichen Prophylaxe älterer Versicherter zu beobachten. Wir freuen uns, dass mehr als jeder Zweite in der Altersgruppe der 75 bis 79jährigen die entsprechenden Vorsorgeangebote nutzt“, ergänzt Martin Till und verweist auf Analysen seiner Kasse.

Hessen hat gute Wurzeln

Aus diesen Zahlen geht ebenfalls hervor, dass immer weniger Füllungen nötig waren und auch seltener Zähne gezogen wurden. Während 2010 noch 28 Prozent der hessischen Bevölkerung eine Zahnfüllung erhielten, waren es 2018 nur noch 25,4 Prozent. Bei 9,4 Prozent der Hessen wurde 2010 ein Zahn ganz entfernt; bis 2018 sank dieser Wert auf 8,3. Auch die unangenehmen Wurzelbehandlungen sind in Hessen rückläufig. 2010 mussten noch 5,8 Prozent der Hessinnen und Hessen diese Leistung in Anspruch nehmen, 2018 waren es nur noch 4,8 Prozent. Im bundesweiten Vergleich zeigt Hessen damit an der Seite von Baden-Württemberg (4,7 Prozent) eine gute Wurzelgesundheit.

Deutschland will als erstes Land Autonomes Fahren erlauben

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Deutschland soll das erste Land weltweit werden, das „Autonomes Fahren“ erlaubt. Das hat Regierungssprecher Steffen Seibert nach der dritten Sitzung der „Konzertierten Aktion Mobilität“ angekündigt. In dieser Aktion beraten Vertreter der Branche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, einzelnen Bundesministern und Ministerpräsidenten die Zukunft des Automobilstandorts Deutschland.

Nord Stream 2: Deutsche Umwelthilfe will Pipeline-Projekt stoppen

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Nachrichten Umwelt | Angesichts der aktuellen Debatte um die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 erneuert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ihre Forderung, den Bau der Pipeline zu stoppen. Nord Stream 2 würde gigantische Überkapazitäten für den Transport von fossilem Erdgas schaffen, das in Deutschland und Europa nicht benötigt wird.


Die Kapazität der Pipeline mit jährlich 55 Milliarden Kubikmetern entspricht etwa der Hälfte des jährlichen Erdgasbedarfs in Deutschland und knapp 100 Millionen Tonnen CO2. Wird Nord Stream 2 zu Ende gebaut und in Betrieb genommen, würde dies eine Einhaltung der Klimaziele in Deutschland und eine Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 1,5 Grad unmöglich machen.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH

„Nord Stream 2 ist das Relikt aus einer fossilen Vergangenheit. Ungeachtet der Klimakrise sollen damit gewaltige Mengen an fossilem Erdgas nach Deutschland transportiert werden. Das ist falsch: Die Klimaziele von Paris lassen sich nur erreichen, wenn wir fossiler Infrastruktur eine Absage erteilen und konsequent auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen. Dies gilt auch für die geplanten Flüssigerdgas-Terminals in Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade, mit denen amerikanisches Fracking-Gas nach Deutschland transportiert werden soll. In der Energiepolitik müssen wir die Klimaziele an erste Stelle setzen: Es darf nur noch Infrastruktur errichtet werden, die uns hilft, die Klimaziele zu erreichen. Energiepolitik darf nicht auf die Wahl zwischen Putins Pipeline-Gas und Trumps Fracking-Gas verkürzt werden.“

Zum Standort Stade ist ein weiteres Gutachten in Vorbereitung

Die DUH setzt sich vehement und auch mit rechtlichen Schritten dafür ein, dass Nord Stream 2 nicht zu Ende gebaut und die Errichtung der Flüssigerdgas-Terminals an der Küste abgesagt wird. Zu den geplanten Flüssigerdgas-Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven hat die DUH Rechtsgutachten veröffentlicht, die belegen, dass die Anlagen nicht genehmigungsfähig sind. Zum Standort Stade ist ein weiteres Gutachten in Vorbereitung. Gegen Nord Stream 2 hatte die DUH im Juli rechtliche Schritte in die Wege geleitet, um die bereits erteilte Genehmigung überprüfen zu lassen. Hintergrund sind neue Erkenntnisse zu Methan-Emissionen aus Förderung, Verarbeitung und Transport des Erdgases. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und extrem klimaschädlich, wenn es über Lecks direkt in die Atmosphäre entweicht.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH

„Wir sind uns sicher, dass Nord Stream 2 heute so nicht mehr genehmigt werden könnte. Bei der Genehmigung durch das zuständige Bergamt Stralsund wurden die extrem klimaschädlichen Methan-Emissionen aus der Erdgas-Förderung gar nicht berücksichtigt. Die Prüfung der Folgen des Pipelinebaus auf das Klima ist deshalb unvollständig und lückenhaft. Mit unserer Klage möchten wir erreichen, dass die Prüfung dieser schädlichen Emissionen nachgeholt und die Genehmigung des Projektes widerrufen wird.“

Die Klage der DUH ist derzeit beim Oberverwaltungsgericht Greifswald anhängig. Zuvor hatte das Bergamt Stralsund einen Antrag der DUH auf Überprüfung der Genehmigung abgelehnt.