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Archäologische Funde in Ingelheim

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csm Grabbeigaben D.Bach  Medium  f13e4a71fc
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Erst im Mai haben die Archäologen der Forschungsstelle Kaiserpfalz mit ihrer diesjährigen Forschungsgrabung an der Rotweinstraße begonnen — jetzt sind sie bereits fündig geworden. Im Grab 361 tauchten nach und nach zahlreiche Eisenobjekte auf, darunter auch ein gut erhaltenes Sax. Das Schwert gehörte dem Verstorbenen zu Lebzeiten und sollte ihn auch ins Jenseits begleiten.

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Eines der größten Reihengräberfelder in Rheinhessen

Im Bereich von Rotweinstraße, Stevenagestraße und Kreuzbergstraße befindet sich eines der größten archäologisch erforschten Reihengräberfelder der Merowingerzeit in Rheinhessen. Die dortigen Untersuchungen sind Teil einer seit 2015 laufenden mehrjährigen Grabungskampagne, bei der unter anderem die Nutzungsdauer und die Ausdehnung der Nekropole untersucht werden sollen. Mehr als 250 Gräber aus der Zeit von etwa 500 n. Chr. bis in die erste Hälfte des 8. Jahrhunderts konnten bislang dokumentiert werden. In den beiden vergangenen Jahren wurde durch gezielte Ausgrabungen das nördliche Ende des Gräberfeldes ermittelt.

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Eveline Breyer dazu

Kulturdezernentin und Bürgermeisterin Eveline Breyer freut sich an den neu gewonnenen Erkenntnissen über jene Menschen, die im frühen Mittelalter in Ingelheim lebten: „Obwohl die Grabstätten ja leider meistens schon zeitgenössisch beraubt wurden, finden wir doch immer wieder Beigaben, die von den Grabräubern übersehen oder nicht beachtet wurden. Diese Funde können uns etwas über das Geschlecht, den gesellschaftlichen Status oder auch den Beruf der bestatteten Personen erzählen.“ Typische Beigaben sind Gefäße wie Töpfe aus Keramik oder Glasbecher, Schmuck wie etwa Glasperlen, aber auch Waffen und Werkzeuge, die meist aus Eisen gefertigt wurden.

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Weitere Funde wurden ausgegraben

Beim Freilegen von Grab 361 kamen ein Messer, eine Schere und eine vollständige, massive Gürtelgarnitur zum Vorschein. Das spektakulärste Objekt aus dem Grab ist aber das Schmalsax. Dieses kurze, einschneidige Hiebmesser, eine typische Beiwaffe fränkischer Krieger, spricht nicht nur für eine männliche Bestattung. Seine Form und die Länge von insgesamt rund 38 Zentimetern liefern außerdem einen zuverlässigen Hinweis auf die Datierung des Grabes: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde sein einstiger Besitzer in der Zeit zwischen 550 und 600 n. Chr. bestattet. Bei dem Toten aus Grab 361 dürfte es sich um einen Mann aus der „Mittelschicht“ der damaligen fränkischen Gesellschaft in Ingelheim gehandelt haben.

Ein Röntgenbild der beigegebenen Eisenobjekte zeigt außerdem, dass unter der dicken Korrosionsschicht keinerlei Verzierungen erkennbar sind. Diese eher schlichte Gestaltung stützt auch die frühe Datierung des Grabes in die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts. Aufwändigere Dekorationen wie beispielsweise Bundmetalleinlagen, sogenannte Tauschierungen, sind erst in späterer Zeit häufiger zu beobachten. Tauschierte Objekte wie die mit feinen Gold- und Silberdrähten verzierte Gürtelschnalle, die 2017 an der Rotweinstraße gefunden wurde, sind in Ingelheim aber keine Seltenheit. Man darf also durchaus gespannt sein, welche Funde in den kommenden Wochen in der Rotweinstraße noch zutage treten.

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Scheune im Ortskern von Gabsheim brannte bis auf die Grundmauern nieder

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Um 13:44 Uhr wurden am gestrigen Montagnachmittag (28.06.2021) die Einsatzkräfte der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Wörrstadt mit dem Stichwort B3 Scheunenbrand nach Gabsheim (Kreis Alzey-Worms) alarmiert. Schon auf der Anfahrt war über der kleinen Weinbaugemeinde eine dicke schwarze Rauchsäule zu sehen.

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Flammen schlugen Meterhoch aus dem Gebäude

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen mehrere Meter aus dem Gebäude mitten im Ortskern in Weinbaugemeinde aus dem Dach der Scheune.

Da das Gebäude in der Hauptstraße von allen Seiten gut zugänglich war, zeigten die Löschmaßnahmen der Feuerwehr schnell Wirkung, so dass der Brand auf das Scheunengebäude begrenzt werden konnte, die jedoch bis auf die Grundmauern völlig ausbrannte.

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Einsturzgefahr

Da teile der Giebelwand auf die Straße fallen zu drohte, wurde der obere Teil der Wand  durch die Feuerwehr kontrolliert nach innen zum Einsturz gebracht.

Das für die späte Nacht angekündigte Unwetter veranlasste die Einsatzkräfte nach Rücksprache mit einem Baufachberater des THW die weiteren Einsturzgefährdeten Teile von Dach und Wänden mit einem Bagger abzureißen.

Die Brandursache ist derzeit unklar und wird von den Brandermittlern der Kriminalpolizei untersucht. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf circa 100.000 Euro. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Neben Polizei, Rettungsdienst und THW waren die Freiwilligen Feuerwehren Gabsheim, Undenheim, Schornsheim, Saulheim und Wörrstadt im Einsatz.

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Zu Gast in Ingelheim – Wandern, Wein, Weltgeschichte

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Ingelheim Kaiserpfalzgelaende c Georg Knoll
Ingelheim Kaiserpfalzgelaende c Georg Knoll

Corona hat’s gezeigt: Es müssen nicht die absoluten Hotspots sein. Kurzurlaub geht auch anders. Mehr und mehr rücken kleine und mittlere Städtchen in den Fokus, um dort ein paar entspannte Tage zu verbringen und die Batterien wieder aufzuladen.

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Mitten im rheinhessischen Weinland

Ganz viel zu bieten hat Ingelheim, zentral gelegen im Dreieck zwischen Bingen, Mainz und Worms und damit mitten im rheinhessischen Weinland. Doch wer Ingelheim für ein verschlafenes Provinz-Nest hält, täuscht sich gewaltig. Schon in der Vergangenheit wurde hier Weltgeschichte geschrieben.

Allen voran war es kein Geringerer als Karl der Große, der in Ingelheim eine riesige, prunkvolle Kaiserpfalz errichten ließ. Auf historischen Spuren zu wandeln – das ist noch heute eine der Attraktionen von Ingelheim. Ob im Rahmen einer Führung oder in Eigenregie, das bleibt den Gästen selbst überlassen. In jedem Fall empfiehlt es sich, seinen Rundgang im Museum bei der Kaiserpfalz, wo 1000 Jahre alte Säulen neben Multimedia Computern mit digitalen Rekonstruktionen aufragen, zu beginnen.

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Mittelalterliche Palastanlage

Die Ingelheimer Kaiserpfalz, eine mittelalterliche Palastanlage, errichtet im späten 8. Jahrhundert, gehört neben den Pfalzen in Aachen und Nimwegen zu den herausragen-den Palastanlagen, mit denen Karl der Große damals gesamte Kaiserreich überziehen ließ. Man brauchte gut ausgerüstete Stützpunkte, um auf den Reisen durch das Reichs-gebiet zu übernachten und Kräfte für die weitere Reise zu tanken.

Wenn der Kaiser nebst Gefolge dann dort Stellung bezog, musste alles nur Menschenmögliche aufgeboten werden, um den Aufenthalt dieser prominenten Reisegesellschaft zu angenehm wie möglich zu gestalten. Auch heutzutage teilen die Gastgeber von Ingelheim gerne all‘ die Schätze, die die Natur hier reichlich bietet. Allen voran Obst und Wein, die in und um Ingelheim in Top-Qualität gedeihen.

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Sonne satt und flüssige Juwelen

Zu gast in ingelheim - wandern, wein, weltgeschichte
Burgkirche Ingelheim

Besonders die roten Trauben haben Ingelheim viel Ehre und die Bezeichnung „Rot-weinstadt“ eingebracht. Auch diese Tradition geht auf Kaiser Karl zurück. Er erkannte, dass die Bodenbeschaffenheit, das milde Klima und die vielen Sonnenstunden die Reben zur

Hochform auflaufen lassen und verfügte fortan den Anbau der Burgunderrebe. Seit dieser Zeit ist der Spätburgunder aus Ingelheim nicht mehr wegzudenken und sorgt immer wieder für Lob und Ehre in der Weinwelt. Viele Winzer sind in Ingelheim zu Hause. Bei einigen kann man auch übernachten. Zum Beispiel im historischen Ortskern im Weinhotel der Winzerfamilie Wasem oder nur einen Katzensprung entfernt im Gästehaus des Weinguts Dautermann. Ganz in der Nähe ist auch das historische Gebäudeensemble des einstigen Kloster Engelthal zu finden – heute Vinothek, Restaurant und Tagungs-Location des Weinguts Wasem. Die Ganz romantisch und absolut genüsslich kann man Tag und Nacht im Nachbarort Schwabenheim im Landgasthof Engel verbringen. Auch hier wird das Thema Wein ganz großgeschrieben.

Noch mehr Wein gewünscht? Die Ingelheimer Vinothek im Winzerkeller ist ein Para-dies für Weinliebhaber und alle, die es werden wollen. Geballtes Wissen, interessante Verkostungen und auch Events rund um den Traumstoff Wein – die Vinothek im Winzerkeller lässt keine Wünsche offen. Sie ist die Heimatbastion von 24 Winzern und einer Brennerei. Man hat sich zusammengeschlossen und bietet in modernem Ambiente in historischen Mauern Weine und auch Spirituosen an. Probieren ist unbedingt er-wünscht und kostet nix!

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Ein Hiwwel kommt selten allein

Zu gast in ingelheim - wandern, wein, weltgeschichte 1
Hiwweltouren am Bismarkturm

Zu den drei Ingelheimer W gehört neben Weltgeschichte und Wein schließlich auch das Wandern. Die schöne Landschaft rund um Ingelheim und im nahen Selztal durch-zieht ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen. Man kann sich geführten Wein- und Krimi-Wanderungen anschließen oder auf eigene Faust losmarschieren. Unverlaufbar und reich an Ausblicken und Einblicken sind die „Hiwweltouren“. Ihr Name bezieht sich auf das rheinhessische Hügelland und seine „Hiwwel“. Vor den Toren von Ingelheim starten zwei dieser Premiumwanderwege.

Die „Hiwweltour Bismarckturm“ vereinigt Wald, Weinberge und Weitblicke und führt durch ein Naturschutzgebiet und eine von Rheinhessens berühmtesten Weinlagen – den Ingelheimer Schloßberg. Auf der „Hiwweltour Westerberg“ durchquert man Wiesen und Weinberge, wandert auf historischen Hohlwegen und am Bachlauf der Selz entlang. Am Wegesrand grüßt das prominente VDP Weingut Schloss Westerhaus, bevor es wieder durch die Hiwwel und in Richtung Heimat geht.

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Daimler zittert im Abgasskandal: Gerichte entscheiden jetzt reihenweise für Mercedes-Kunden

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Im Dieselskandal gerät Daimler immer stärker unter Druck: Unzählige Kunden verlangen Schadensersatz wegen illegaler Abgas-Manipulationen und erzielen siegreiche Urteile vor Gericht. Rückenwind erhalten sie nun auch noch durch ein sensationelles Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts vom 20. Mai 2021 (Aktenzeichen 3 U 7/20).

Klage vorschnell abgewiesen

Der Kläger kaufte 2013 eine gebrauchte E-Klasse mit dem Diesel-Motor OM 642 für 37.000 Euro. Später zeigte sich, dass in dem Auto diverse technische Einrichtungen enthalten sind, die für eine Abschaltung der Abgasreinigung sorgen. Das LG Frankfurt hatte sich mit dieser Frage aber gar nicht näher befasst und die Klage des Kunden abgewiesen. Das war vorschnell, wie das OLG entschied. Die Begründungen des Klägers waren so konkret und schlüssig, dass die Abweisung ein „wesentlicher Verfahrensfehler“ war, so das OLG. Daher muss das LG Frankfurt neu verhandeln, nach der Rüge durch das OLG diesmal mit deutlich besseren Vorzeichen für den Kläger.

OLG Frankfurt zeigt sich deutlich verbraucherfreundlicher

„Sensationell daran ist, dass das OLG Frankfurt in einem vorherigen Verfahren für Daimler entschieden hatte, doch jetzt seine Meinung geändert hat. Denn seitdem sind viele neue Beweise hinzugekommen, die es den Klägern jetzt deutlich erleichtern, im Mercedes-Abgasskandal Recht zu bekommen.“ erläutert Verbraucheranwalt Dr. V. Ghendler von der Kanzlei KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ, die bundesweit tausende Mandanten im Abgasskandal gegen Daimler und andere Hersteller vertritt.

Für das Fahrzeug E 350 CDI Coupé gibt es keinen offiziellen Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Daher bewertete das Landgericht Frankfurt die Vorwürfe als „ins Blaue hinein“. Doch in der Klage war detailliert beschrieben, wie die sogenannte Kühlmittel-Solltemperatur-Regelung genau darauf zugeschnitten ist, Abgastests zu bestehen, während auf der Straße stark erhöhte Abgaswerte vorliegen. Daimler konnte oder wollte dies nicht widerlegen. Unter anderem diese neuen Argumente werden laut Dr. Ghendler dazu führen, dass Mercedes in Zukunft deutlich schlechtere Chancen vor Gericht haben wird, als es Daimler derzeit kommuniziert.

Schadensersatz auch bei bereits verkauftem Auto

Kürzlich entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass Schadensersatz auch dann gefordert werden kann, wenn der Betroffene das Auto mittlerweile weiterverkauft hat (Az.: VI ZR 575/20). Diese erfreuliche Rechtslage kam auch hier zur Anwendung. „Häufig stellt das Gericht die gefahrenen Kilometer dem Kläger in Rechnung und reduziert den Schadensersatz entsprechend“, so Dr. V. Ghendler. „Durch Weiterverkauf des Autos kann man dem jetzt entkommen und seinen Schadensersatzanspruch sichern.“.

So können betroffene Käufer eine Entschädigung erhalten

Käufer von Mercedes-Fahrzeugen und anderer Marken, die ihre Rechte kennen möchten oder nicht wissen, ob ihr Fahrzeug überhaupt betroffen ist, können ihre Ansprüche kostenlos anwaltlich prüfen lassen. Viele Kanzleien, wie etwa KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ, bieten eine kostenlose Erstberatung an. So erhält man schnell Klarheit über seine Erfolgsaussichten. Sollte man sich für eine Klage entscheiden, trägt eine Rechtsschutzversicherung das Kostenrisiko, sofern sie schon zum Kaufzeitpunkt bestand.

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„Wo früher Gleise lagen“ – Reise in die Vergangenheit von Bingen

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veranstaltung 20210704 Bahngelaende 1930 c Heimatverein Bingerbrueck
veranstaltung 20210704 Bahngelaende 1930 c Heimatverein Bingerbrueck

Am kommenden Sonntag (04.07.2021) wird eine weitere kulturhistorische Führung „Wo früher Gleise lagen“ im Park am Mäuseturm angeboten. Gestartet wird um 15.00 Uhr am Stellwerk Mensch | Natur | Technik

90-minütiger Rundgang

Ralf Lippert nimmt die interessierten Gäste in einem 90-minütigen gemeinsamen Rundgang mit auf die Suche nach Spuren aus der vergangenen Zeit am Tor zum UNESCO-Welterbe. An verschiedenen Stationen und Original-Schauplätzen werden interessante Fakten über den ehemaligen wichtigen Bahnknotenpunkt Bingerbrück weitergegeben und erstaunliche Geschichten über den Mäuseturm, die Burgruine Ehrenfels und andere historische Stätten am Binger Loch erzählt.

Wer sich in die Millionen Jahre alte Geschichte der Region weiter vertiefen möchtet, erhält in der multimedialen Erlebnisausstellung des Stellwerks Mensch | Natur | Technik vielfältige Möglichkeiten. Das Stellwerk hat immer freitags bis sonntags von 11 – 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Voranmeldung zur kostenlosen Veranstaltung

Die Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der geltenden Corona-Verordnung des Landes besteht jedoch Buchungspflicht mit Kontakterfassung, die aber auch spontan vor Ort erfolgen kann.

Voranmeldungen sind möglich unter: carl.woog@bingerbrueck.com oder telefonisch unter 0170 5082877. Während der Führung sind die Abstandsgebote einzuhalten und eine medizinische Maske zu tragen.

Große Resonanz zum Friedhofstag in Oppenheim – Aktion soll dauerhaft installiert werden

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Opp Friedhof 1
Opp Friedhof 1

Nach großer Resonanz zum „Friedhofstag“ am 12. Juni und zahlreichen Anregungen, die Aktion dauerhaft zu installieren, wendet sich die zuständige Beigeordnete Ulrike Franz (WfO) jetzt an die Öffentlichkeit.

10 freiwillige Helfer am Werk

„Wir waren und sind total begeistert von der Hilfsbereitschaft und vom Engagement an diesem Tag. Unser herzlicher Dank gilt den mehr als 10 freiwilligen Helfern, die mit uns in sengender Sonne fast vier Stunden lang geholfen haben, das Erscheinungsbild des Friedhofs entscheidend aufzubessern“, so Franz.

Bereits im Verlauf der Arbeiten und im Nachgang zur Aktion wuchs der offenkundige Wille, einen entsprechenden Arbeitskreis für den Friedhof zu bilden, um sich selbigem in regelmäßigem Turnus zu widmen.

Helfer für dauerhafte Mitarbeit gesucht

„Hintergrund war und ist, etwa sprießendes Unkraut zu jäten, zu starken Wildwuchs zurückzuschneiden, Sitz- und Ruhegelegenheiten zu säubern und einiges mehr, um der letzten Ruhestätte auch das würde- und respektvolle Äußere zu geben, die sie verdient“, skizziert die Beigeordnete, bei der sich Interessierte an einer dauerhaften Mitarbeit direkt unter 06133 4909 16 oder per Mail an franz@stadt-oppenheim.de melden können.

Polizei stoppte 40-Jährigen mit fast 2,8 Promille auf der A63 bei Alzey

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Symbolbild Polizei
Symbolbild Polizei

Weil ein PKW auf der A63 in deutlichen Schlangenlinien in Richtung Alzey fuhr, alarmierten aufmerksame Zeugen am Sonntagnachmittag (26.06.2021) gegen 17:15 Uhr die Autobahnpolizei.

Eine Streife der Autobahnpolizei Gau-Bickelheim konnte daraufhin kurze Zeit später das gemeldete Fahrzeug, das inzwischen am Autobahnkreuz Alzey auf die A61 abgefahren ist, ausfindig machen und an der Anschlussstelle Alzey von der Autobahn ableiten.

Eine durchgeführte Alkoholkontrolle des 40-jährigen Fahrers ergab einen Atemalkoholwert von fast 2,8 Promille. Für ihn war die Weiterfahrt natürlich beendet und er musste mit zur Blutprobe. Ihm drohen nun ein Strafverfahren und der Verlust der Fahrerlaubnis

Urlaubszeit: Wenn der tierische Liebling zu Hause bleiben muss

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PM Katze betreuen lassen TASSO
PM Katze betreuen lassen TASSO

Der langersehnte Mallorca-Strandurlaub steht vor der Tür, das Flugticket zu den Verwandten in die Staaten ist gebucht und die Koffer für den Barcelona-Trip sind gepackt. Dank der vielen Corona-Lockerungen ist Reisen wieder weitestgehend möglich. Doch wohin mit dem geliebten Haustier?

Manchmal ist die Reise einfach zu weit, zu gefährlich oder zu umständlich. Dann ist es besser, ohne den tierischen Liebling zu verreisen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, hat daher die wichtigsten Tipps für die Urlaubsbetreuung des Haustieres zusammengefasst.

Vielfalt an Möglichkeiten zur Urlaubsbetreuung

Nicht immer kann das tierische Familienmitglied seine Menschen in den Urlaub begleiten. Je nach Art der Reise sind Tierhalter manchmal besser beraten, ihr Haustier bei Bekannten oder Verwandten sicher unterzubringen oder es in die Obhut einer professionellen Betreuung zu übergeben. Denn nicht alles, was wir Menschen aufregend finden, macht den Tieren Spaß. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie Halter die Zeit ihrer Abwesenheit für ihren tierischen Partner überbrücken können. Welche Art der Tierbetreuung für ihren Vierbeiner die richtige ist, müssen Tierhalter im Einzelfall entscheiden. Ohne tägliche Versorgung und Betreuung darf ein Tier jedoch keinesfalls alleine zu Hause bleiben.

Katzen fühlen sich zu Hause am Wohlsten

Katzen fühlen sich meist zu Hause am wohlsten. Ist es nicht möglich, sie in ihrer gewohnten Umgebung zu belassen, sollten Halter so viel Vertrautes wie möglich – beispielsweise Spielzeug, Decken, Kissen, Körbchen – mit zur Betreuung geben. Zudem ist es ratsam, den tierischen Liebling einen Tag vorher dort hinzubringen, so wird Stress bei Tier und Halter unmittelbar vor ihrer Abreise vermieden.

Tiersitter, Pensionen und Tierheime

Tiersitter und Pensionen lassen sich über verschiedene Online-Plattformen finden. Halter sollten hier unter anderem darauf achten, dass diese eine entsprechende Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz haben. Auch private Portale, über die Tierfreunde sich austauschen und anderen freiwillig Hilfe anbieten, gibt es mittlerweile zahlreich. Zudem bieten auch einige Tierheime neben der Unterbringung von Tieren in Not eine Urlaubsbetreuung für Hund, Katze und Kleintiere an. Bei externer Betreuung sollten sich Tierhalter rechtzeitig um einen Platz kümmern, da die Kapazitäten meist begrenzt sind.

Bevor der Halter jedoch seine Wahl trifft, ist ein vorheriges und kostenloses Kennenlernen ein Muss für Tier und Betreuer. Stimmt die Chemie? Was sagt das Bauchgefühl? Denn trotz aller fachlicher Referenzen und schönem Auslauf: Das Wichtigste ist, dass sich das Tier wohlfühlt und die Halter es mit gutem Gewissen dort lassen können.

Rechtliches mit dem Tiersitter vorab klären

Leider geschieht es sehr häufig, dass es aus den verschiedensten Gründen zu Streitigkeiten bei der Rückgabe von Pflegetieren kommt, weiß die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. Sie rät daher dazu, klare Verhältnisse zu schaffen: „Tierhalter sollten unbedingt einen schriftlichen Verwahrungsvertrag mit den Tierbetreuern abschließen, in dem unter anderem festgelegt wird, dass das Tier lediglich in Pflege gegeben wird und wann es wieder abgeholt wird.

Auch wie mit in dieser Zeit entstehenden Kosten für Futter und Pflege umgegangen wird und dass der Betreuer kein Zurückbehaltungsrecht hat, sollte besprochen und festgehalten werden.“ Ein solcher Vertrag ist zwar auch mündlich wirksam, sollte aber sicherheitshalber schriftlich festgehalten werden, rät die Anwältin und ergänzt: „Dies gilt auch unter Freunden und Familienmitgliedern, da die Praxis zeigt, dass es insbesondere hier oft zu Missverständnissen und anschließenden Auseinandersetzungen kommt.“ Leidtragend ist dann oft das Tier, daher ist Achtsamkeit geboten.

Für Hunde sind eigene Haftpflichtversicherungen, mit denen sich die Halter für entstehende Schäden absichern können, ratsam. Schäden durch Katzen sollten im Idealfall in der bereits bestehenden Privathaftpflichtversicherung mit umfasst sein.

Nieder-Olm blüht auf – Herrliche Blumenvielfalt soweit das Auge reicht

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Nieder Olm blueht 4
Nieder Olm blueht 4

Wir befinden uns in der wundervollsten Zeit des Jahres. Der Frühsommer gibt richtig Gas und die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Selbst mitten in der Stadt ist das schön zu sehen. In Nieder-Olm blüht es derzeit an so vielen Stellen.

Das neugestaltete Beet vor der Ludwig-Eckes-Festhalle zeigt immer mehr seine Blumenpracht. Die von Lavendel und Mohn gesäumte Georg-Taulke-Allee erfreut das Auge des Betrachters und auch die Pflanzkübel rund um den Rathausplatz gefallen durch reichen Bewuchs. Darüber hinaus sorgen die von vielen Grünpaten und dem Stadtaktiv-Team ehrenamtlich gepflegten Beete und Pflanzgefäße für bunte Farbtupfer in ganz Nieder-Olm.

„Mehr Blütenvielfalt in der Stadt ist aber nicht nur ein wunderschöner Blickfang und gut für unser emotionales Wohlbefinden, sondern sie fördert auch die Insektenvielfalt und Biodiversität“, betont Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuß diesen wichtigen Aspekt. Er bedankt sich beim städtischen Bauhof-Team und den vielen ehrenamtlichen Helfern für unermüdlichen Einsatz gerade jetzt in der heißen Jahreszeit, denn damit alles wächst und gedeiht, muss nicht nur gepflanzt und gejätet, sondern auch regelmäßig gegossen werden.

(Quelle: Stadt Nieder-Olm / Annette Pospesch)

Deutschen Bahn plant Riesen-Projekt in Frankfurt

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Hauptbahnhof Frankfurt
Hauptbahnhof Frankfurt

Die Mainmetropole bekommt den lang erwarteten Eisenbahntunnel. Die meisten Fernzüge fahren so den Hauptbahnhof künftig 35 Meter unter der Erde an und halten an der neuen Station Hauptbahnhof tief. Als Durchgangsverbindung sorgt der Tunnel für eine Entlastung der momentan stark befahrenen überirdischen Gleise. Die Fahrgäste im Verkehrsknoten Frankfurt sind dadurch verlässlicher und schneller unterwegs. Gleichzeitig können deutlich mehr Züge den Hauptbahnhof ansteuern. Vom größeren Angebot profitiert auch der Nahverkehr der Rhein-Main-Region. Nachdem eine Studie die Machbarkeit des Tunnels bestätigte, startet die Deutsche Bahn (DB) jetzt mit der konkreten Planung. Die Bauzeit im Anschluss beträgt etwa zehn Jahre.

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla dazu

„Der Fernbahntunnel ist ein weiteres wichtiges Element für den Deutschlandtakt, der die Metropolen unseres Landes in einem 30-Minuten-Rhythmus verbinden wird. Dank des neuen Tunnels mit zwei unterirdischen Gleisen und vier Bahnsteigen erhöhen wir die Kapazität im Knoten Frankfurt von 1.250 auf 1.500 Züge pro Tag – das ist eine Steigerung um 20 Prozent. Damit stärken wir die Schiene für die dringend notwendige Mobilitäts- und Klimawende in der Messestadt Frankfurt und unserem Land.“

Das Netz von einem chronischen Engpass befreien

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Heute ist ein Höhepunkt im Europäischen Jahr der Schiene. Wir wissen jetzt: Der neue Fernbahntunnel unter Frankfurt ist als zentrales Herzstück unseres Deutschlandtakts technisch und wirtschaftlich machbar. Daher starten wir unverzüglich die Planungen dieses Projektes für mehr Kapazität in einem der größten Schienenknoten Deutschlands. So befreien wir das Netz von einem chronischen Engpass und steigern die Attraktivität der Schiene: Schneller im Fernverkehr, mehr Platz für den Nahverkehr und höhere Pünktlichkeit für alle. Die europäische Dimension dieses Vorhabens ist klar: Ob von Berlin nach Barcelona oder von Prag nach Paris – viele Züge des TEE 2.0 werden durch den Fernbahntunnel fahren. Damit wird Frankfurt pulsierende Drehscheibe im Europatakt.“

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir dazu

„Der Fernbahntunnel Frankfurt wäre ein riesiger Fortschritt für den Bahnknoten Frankfurt mitten in Deutschland. Wir brauchen ihn dringend, um die Mobilität in der Region Frankfurt-Rhein-Main für Bürgerinnen und Bürger, für Logistik, Messewirtschaft und Tourismus nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern deutlich zu verbessern. Mit dem Fernbahntunnel kann das Angebot im Fern- und Nahverkehr ausgeweitet werden: Das stärkt die Schiene und schützt das Klima. Außerdem verkürzen sich durch den Fernbahntunnel die Fahrzeiten und der Frankfurter Hauptbahnhof wird als zentraler Zugangs- und Umsteigebahnhof innerhalb Deutschlands und Europas gestärkt. Kurz: Der Fernbahntunnel ist der große Wurf für eine intelligente und umweltgerechte Steuerung und Abwicklung des Bahnverkehrs.“

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main dazu

„Frankfurt und die gesamte Region stellen heute die Weichen in Richtung Zukunft. Wir Frankfurterinnen und Frankfurter sind stolz auf unsere lange Tradition als internationales Messe- und Handelszentrum. Die zentrale Lage und die gute Erreichbarkeit waren für uns schon immer wesentliche Erfolgsfaktoren. Mit der Entscheidung für den Fernbahntunnel bauen wir unsere Verkehrsdrehscheibe weiter aus – durch mehr Züge, weniger Verspätungen, weniger Autos, weniger Stau, bessere Luft. Ich freue mich über das Ergebnis der Machbarkeitsstudie!“

„Eröffnet eine phänomenale Perspektive für den Nahverkehr in der Region“

Prof. Knut Ringat Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH: „Der Fernbahntunnel eröffnet uns eine phänomenale Perspektive für den Nahverkehr in der Region. Er stärkt unseren zentralen Umstiegspunkt im RMV-Netz und schafft Platz für neue Fahrten aus dem Umland, die wir bereits heute dringend brauchen. Er ist das Puzzlestück, das die vielen Ausbauvorhaben in der Region miteinander verbindet und damit entscheidend für eine erfolgreiche Mobilitätswende im Sinne des Klimaschutzes. Ich freue mich riesig, dass die Machbarkeitsstudie zu einem positiven Ergebnis gekommen ist und hoffe nun für die gesamte Region auf eine zügige Planung und Umsetzung.“



Eckpunkte der Machbarkeitsstudie

Die vom Bund 2019 beauftragte Machbarkeitsstudie geht von einer zweigleisigen Tunnelkonstruktion aus, die aus östlicher beziehungsweise westlicher Richtung auf den Frankfurter Hauptbahnhof zuläuft und dort mit vier unterirdischen Gleisen an einen neuen Tiefbahnhof anschließt.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass der Fernbahntunnel Frankfurt sowie der unterirdische Durchgangsbahnhof technisch umsetzbar sind. Der vorgegebene Kostenrahmen von rund 3,6 Milliarden Euro ist Stand heute realisierbar.

Für den möglichen Verlauf des Fernbahntunnels hat die DB in der Studie einen nördlichen, mittleren und südlichen Korridor zwischen dem Hauptbahnhof und dem Frankfurter Osten untersucht. Der mittlere Korridor verläuft unter den Hochhäusern. Deren bis zu 50 Meter tiefe Fundamente lassen einen Tunnel technisch nur schwer zu. Auch der nördliche Korridor stößt auf zahlreiche bauliche Hindernisse. Als beste Variante ging der Südkorridor aus der Untersuchung hervor. Er führt unter der Erde an den Frankfurter Hochhäusern vorbei zum Hauptbahnhof. Ein weiterer Vorteil der Variante: der künftige Tunnel lässt sich gleich doppelt an bestehende Bahnstrecken anbinden. Die Züge können dann die nord- und südmainische Strecke nutzen. Diese Verknüpfung schafft optimale Kapazität für alle Züge in Richtung Hanau. In westlicher Richtung wird der Tunnel an die neue, dritte Niederräder Brücke angebunden.

In der Machbarkeitsstudie hat die DB auch verschiedene Möglichkeiten für den Bau und die Gestaltung der neuen unterirdischen Station untersucht. Diese entsteht unter dem südlichen Teil des Hauptbahnhofs.

Frauenleiche im Feld bei Flomborn gefunden

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Polizei
Polizei

Am Samstagmorgen (19. Juni 2021) wurde gegen 8:00 Uhr, in einem Feld in der Gemarkung Flomborn eine Frauenleiche aufgefunden. Nach der Obduktion der Leiche geht die Polizei nun von einem Tötungsdelikt aus. Bei der Toten handelt es sich um eine 38 Jahre alte deutsche Frau aus Flomborn.

31 Jahre alter Mann im Tatverdacht

Im Rahmen der Ermittlungen fiel der Verdacht auf einen 31-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus Bensheim. Er wird verdächtigt, in Verbindung mit der Tat zu stehen.

Am Mittwoch (23. Juni 2021) wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mainz Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung, das Fahrzeug und die Arbeitsstelle des Verdächtigen erwirkt. Die Durchsuchungen fanden am Donnerstag (24. Juni 2021) statt. Daraufhin wurde der 31-Jährige am Donnerstagabend festgenommen und am darauffolgenden Tag einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mainz vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an. Aktuell geht die Polizei von einer Beziehungstat aus, die Ermittlungen werden fortgesetzt.

Die Polizei sucht nach Zeugen

Zur Aufklärung der Tat bittet die Kriminalpolizei Mainz um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer im Zeitraum zwischen dem 18. Juni 2021 um 8:00 Uhr und dem 19. Juni um 8 Uhr in Flomborn oder Stetten verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten sich bei den Ermittlern der Kriminalpolizei zu melden. Diese sind erreichbar unter der Rufnummer 06131 – 653 633.

Rheinland-Pfalz unterstützt Bundeswehr nach Anschlag in Mali

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Bei einem Selbstmordanschlag in Mali wurden am Freitag zwölf deutsche Soldaten verwundet, drei von ihnen schwer. Die Bundeswehr hat für den Transport der verletzten Soldaten vom Flughafen Köln-Wahn in das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz einen Amtshilfeantrag an das Land Rheinland-Pfalz gerichtet. Zum Einsatz kommt unter anderem der vom Land vorgehaltene und in Koblenz stationierte Großraumintensivtransportwagen (GITW).

Innenminister Roger Lewentz

„Es ist selbstverständlich, dass wir der Bundeswehr sofort unsere Unterstützung zur bestmöglichen Behandlung der Soldaten zugesagt haben. Bei Großraumrettungswagen hofft man immer, dass man sie nie braucht, da sie für Katastrophenfälle und größere Schadenslagen vorgehalten werden. Aber Situationen wie diese zeigen, dass wir im rheinland-pfälzischen Katastrophenschutz auch für den Fall der Fälle gerüstet sind“, so Innenminister Roger Lewentz. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, die sich auch im Zusammenhang mit Corona bewährt habe. Seit nunmehr einigen Monaten unterstützt die Bundeswehr das Land bei der Pandemiebewältigung.

Der Großraumintensivtransportwagen, der bei der Berufsfeuerwehr in Koblenz stationiert ist, kann mehrere Intensivpatienten unter medizinischer Betreuung gleichzeitig transportieren. Daneben kommen auch der Großraumrettungswagen (GRTW) und ein weiterer Intensivtransportwagen (ITW) aus Trier zum Einsatz. Die Organisation des Transports obliegt dem BundeswehrZentralkrankenhaus, das ebenfalls mit eigenen Fahrzeugen am Transport beteiligt ist. Erst im Januar hatte sich der Minister bei einem Termin vor Ort über die medizinische Funktionalität dieser Spezialfahrzeuge und die einsatztaktischen Grundsätze in solchen Situationen ausgetauscht.

„Den verwundeten Soldaten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. Gleichzeitig denke ich an ihre Familien sowie die Kameradinnen und Kameraden aus dem gemeinsamen Auslandseinsatz, in dem sie sich Tag für Tag in den Dienst des Landes stellen und dabei ihr Leben riskieren“, betonte Lewentz, der im März 2020 gemeinsam mit Generalinspekteur Eberhard Zorn selbst in Mali und Niger war.

Der GITW in Koblenz wurde im Zuge der Pandemie gemeinsam vom Land Rheinland-Pfalz und vom BundeswehrZentralkrankenhaus zum Transport von beatmungspflichtigen Corona-Patienten mit zusätzlichen medizinischen Geräten ausgestattet und kann somit auch als Großraumintensivtransportwagen eingesetzt werden. Das spielt dann eine Rolle, wenn mehrere beatmungspflichtige Intensivpatienten gleichzeitig verlegt werden müssen. „Die fortwährend sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem BundeswehrZentralkrankenhaus, dem Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz sowie dem rheinland-pfälzischen Katastrophenschutz, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst zahlt sich bei solchen Ad-hoc Einsätzen konkret aus“, so der Innenminister.

Insgesamt verfügt Rheinland-Pfalz über drei Großraumfahrzeuge zum Patiententransport als zentrale Landeskomponenten des Katastrophenschutzes. In die medizintechnische Modernisierung wurden über 300.000 Euro Landesmittel investiert. Die Spezialfahrzeuge sind dezentral bei den Berufsfeuerwehren Koblenz, Trier und Ludwigshafen stationiert und können, sofern nötig, zusammengezogen werden. Ein solches Fahrzeug ist üblicherweise fünf- bis zehnmal jährlich im Einsatz. So waren im März 2020 beispielsweise zwei italienische Corona-Patienten von Köln aus ins BundeswehrZentralkrankenhaus nach Koblenz gebracht worden, die zuvor mit einer MedEvac-Maschine der Luftwaffe von Italien nach Deutschland gekommen waren. Auch damals hatte die Bundeswehr das Land um Unterstützung gebeten.

Thies Puttnins-von Trotha appelliert an die Bürger in Ginsheim-Gustavsburg

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Ein Problem, welches mit warmen Temperatu­ren und Ansammlungen von Menschen einhergeht, ist der Umgang mit Müll an öffentlichen Plätzen. Viele Be­sucher lassen ihre Abfälle unachtsam liegen, ob­wohl sich Mülltonnen in unmittelbarer Nähe befinden. Kürzlich hat die Stadtverwaltung eine neue große Müll­tonne am Altrheinufer aufbauen lassen, weitere werden im gesamten Stadtgebiet folgen.

Mitarbeiter vom Servicebetrieb Bauhof machen Sonderschichten

Die Mitarbeitenden vom Servicebetrieb Bauhof über­nehmen Sonderschichten und fahren vor und nach dem Wochenende insbesondere „Hotspots“ ab, wie das Main­ufer, den Altrhein und die Natorampe, um die Abfuhr der Müllmengen zu bewältigen.

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Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha nutzt eine neue große Mülltonne am Altrheinufer von Ginsheim | Quelle: Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg

Thies Puttnins-von Trotha dazu

„Zusätzlich befreien Mitar­beitende des Umweltbüros mehrfach in der Woche die Mainspitze und das Mainufer von Müll. Trotzdem kann die Aufgabe der Müllentsorgung nicht alleine durch städtische Mitarbeitende, zu Lasten der Bürger*innen, bewältigt werden“, sagte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha und fuhr fort: “Wir alle wollen eine saubere Stadt besuchen und in einer sauberen Stadt leben. Daher ist es die Pflicht jedes einzelnen für Sauberkeit zu sor­gen und seinen mitgebrachten Müll mit nach Hause zu nehmen, sei es an den Stränden, Flüssen, Wiesen, Spiel­plätzen oder sonstigen öffentlichen Plätzen“, so der Bür­germeister. Außerdem sei die Corona-Pandemie noch nicht vorbei und die Kontaktbeschränkungen seien da­her weiterhin einzuhalten, was durch regelmäßige Kon­trollen der Stadtpolizei überprüft und geahndet werde.

Rettungsaktion am Strandbad in Oppenheim

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Am Sonntagmittag (27. Juni 2021) gegen 12:30 Uhr kam es zu einer Rettungsaktion am Strandbad in Oppenheim. Ein Badegast half bei der Rettung und verhinderte dadurch Schlimmeres.

Ein Junge war unter Wasser geraten

Ein junger Badegast verlor aufgrund einer Welle an der Abbruchkante den Boden unter den Füßen und geriet unter Wasser. Der Vater des Jungen reagierte sofort und auch ein aufmerksamer Badegast half bei der Rettung. Zudem alarmierte der Badegast die DLRG.

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Einsatz am Strandbad in Oppenheim | Foto: DLRG Rheinhessen

Die DLRG war bereits in der Nähe

Glücklicherweise hatte die DLRG zeitgleich einen Ausbildungstag und befand sich deshalb bereits vor Ort. Sie übernahmen die Erstversorgung des Jungen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Wie die DLRG mitteilt, wäre diese Rettung ohne das beherzte Eingreifen des Badegastes nicht möglich gewesen und der Junge wäre höchstwahrscheinlich verstorben.

Großeinsatz der Feuerwehr und Evakuierung in Harxheim

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Am Samstag (26. Juni 2021) gegen 9:45 Uhr kam es zu einem Feuerwehreinsatz in der Friedenstraße in Harxheim. Die Feuerwehr wurde über den Notruf alarmiert und darüber informiert, dass dort bei Bauarbeiten eine Gas-Hauptleitung abgerissen worden sei. In Folge dessen wurde umgehend ein Großaufgebot an Einsatzkräften zu der gemeldeten Adresse geschickt.

Gas strömte deutlich hör- und riechbar aus

Nach der Erkundung durch die ersteintreffende Feuerwehr Harxheim konnte zwar keine Entwarnung gegeben werden, aber eine gewisse Entspannung der Lage zeichnete sich ab. Denn es war nicht die Gas-Hauptleitung, sondern eine Gas-Hausanschlussleitung bei den Baggerarbeiten zerstört worden. Das Gas strömte deutlich hör- und riechbar aus der abgerissenen Leitung in der Baugrube. Natürlich eine gefährliche Situation, aber eben nicht in dem Maß, wie es bei einer Gas-Hauptleitung der Fall gewesen wäre.

Bewohner der umliegenden Häuser wurden evakuiert

Die Feuerwehr sicherte weiträumig den Gefahrenbereich um die Einsatzstelle an der Baugrube ab. Die Bewohner zahlreicher Häuser in den Friedenstraße mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen und auch die Stromversorgung in dem Straßenzug wurde durch den Stromversorger vorübergehend abgestellt. Denn bei Gasaustritt kann schon ein Funke verheerende Folgen haben. Dennoch konnte relativ zeitnah die Anzahl der eingesetzten Kräfte reduziert werden, da es sich nicht um eine Hauptleitung handelte.

Die Teileinheit Süd des Gefahrstoffzuges des Landkreises Mainz-Bingen nahm mehrfach Messungen an der Baugrube, in der Umgebung und in den benachbarten Häusern vor. So konnte ermittelt werden, wo sich eventuell eine Explosionsgefahr entwickeln könnte. Außerdem wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Harxheim vorbeugend eine Löschwasserversorgung eingerichtet, um auf einen möglichen Brand umgehend reagieren zu können.

Maßnahmen gestalteten sich schwierig

Die notwendigen Maßnahmen, um des Gasaustritt zu stoppen gestalteten sich schwierig, weil der Bagger, der die Leitung beschädigt hatte, den Zugang blockierte. Also wurde durch ein hinzugerufenes Tiefbauunternehmen ein weiterer Graben zur Gasleitung ausgehoben und der Gashausanschluss vorübergehend vom Gasnetz abgetrennt, um den Gasaustritt zu stoppen.

Nachdem die Gefahr durch den Gasaustritt gestoppt war und die Messtrupps der Feuerwehr keine gefährlichen Gaskonzentrationen an der Baugrube und in den umliegenden Häusern mehr feststellen konnten, stellte das Versorgungsunternehmen die Stromversorgung wieder her. Die Anwohner konnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.



Einsatzleiter Alexander Reis dazu

„Das ist sehr gut gelaufen“ resümierte Einsatzleiter Alexander Reis, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Harxheim, das Geschehen. „Die Zusammenarbeit aller beteiligten Feuerwehren, Organisationen und Unternehmen hat ausgezeichnet funktioniert. Besonders hervorheben möchte ich aber das vorbildliche Verhalten der Anwohnerinnen und Anwohner: Sie haben sich ruhig und umsichtig verhalten und sind unseren Anweisungen umgehend gefolgt. Damit haben sie wesentlich dazu beigetragen, die Gefahr für alle zu verringern“ erklärte er. Um 13:00 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Im Einsatz waren:

  • Die Freiwillige Feuerwehr Harxheim
  • die Freiwillige Feuerwehr Bodenheim|Nackenheim
  • die Gefahrstoffgruppe der Feuerwehren der VG Bodenheim
  • die Teileinheit Süd des Gefahrstoffzuges Landkreis Mainz-Bingen
  • der Stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspektor des Landkreises Mainz-Bingen
  • der Feuerwehrarzt VG Bodenheim
  • das DRK OV VG Bodenheim
  • die Polizei
  • ein Strom- und Gasversorgungsunternehmen