Start Blog Seite 1096

Über 1.000 Motorradfahrer protestierten in Frankfurt

0

Am Sonntag (1. August 2021) protestierten über 1.000 Motorradfahrer in Frankfurt gegen Fahrverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen und Streckensperrungen, die ausschließlich für Biker gelten sollen. Außerdem wehrten sich die Biker gegen die Einführung des Tiroler Modells, welches die Lautstärke von Motorrädern begrenzen soll. Neben der Protestaktion stand allerdings auch eine Spendenaktion für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe im Mittelpunkt.

-Werbeanzeige-

Die Aktion verlief friedlich

Insgesamt hatten sich rund 1.200 Biker mit Warnwesten an der Rundfahrt durch die Stadt beteiligt. Die Männer und Frauen starteten ihre Fahrt am Rebstockgelände in Frankfurt, fuhren einmal durch die Stadt und beendeten die Aktion gegen 14:00 Uhr auch wieder am Rebstockgelände. Wie die Polizei mitteilte, verlief die gesamte Aktion sehr friedlich, zu Straßensperrungen aufgrund der Fahrt sei es nicht gekommen.

-Werbeanzeige-

Spendenaktion für Flutopfer

Zusätzlich stand für die Motorradfahrer aber auch eine Spendenaktion für die Flutopfer in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt. Mit Trauerfloren auf zahlreichen Motorrädern machten haben die Biker den Menschen gedacht, wegen den verehrenden Fluten ums Leben kamen. Wie viel Geld schließlich insgesamt bei der Spendenaktion zusammen kam, ist bislang noch nicht bekannt.

-Werbeanzeige-

Den Flughafen Frankfurt auf besondere Art erleben im neuen Besucherzentrum

0
BZ Airport City Modell
BZ Airport City Modell

Der Flughafen Frankfurt ist eine Attraktion reicher: Am Montag (2. August 2021) hat das multimediale Besucherzentrum im Terminal 1, Halle C eröffnet. Es macht die faszinierende Welt des Luftverkehrs am größten deutschen Airport für alle Besucher greifbar.

-Werbeanzeige-

Den Flughafen mit allen Sinnen erleben

Große und kleine Flughafenfans entdecken das Airport-Business mit allen Sinnen: Den weltweiten Luftverkehr spielerisch im Highlight der Ausstellung, The Globe, erleben? Da wird die Relevanz des Flughafens im Weltluftverkehr schnell sehr deutlich. Einmal als Marshaller einem Flugzeug die Parkposition zuweisen? Hier ist es möglich! Einmal wie ein Koffer durch die verschlungenen Bahnen der Gepäckförderanlage sausen? Einfach im „Motion Ride“ die Virtual Reality-Brille aufsetzen und die mitunter holprige Fahrt beginnen.

Den Weg durch die 1.200 Quadratmeter große Ausstellung weisen helle Leuchtstreifen über den Köpfen der Gäste, die exakt die Flugbahnen nachzeichnen, auf denen die großen Jets starten und landen. Gleich zum Start lädt das 55 Quadratmeter große Airport City Modell (Maßstab 1:750) auf virtuelle Entdeckungstour ein. Die detaillierte Nachbildung des gesamten Flughafens mit seinen mehr als 400 Gebäuden lässt sich mit einem iPad in der Hand interaktiv erkunden. Über 80 digitale Points of Interest liefern zu verschiedenen Themengebieten interessante Informationen in Form von Texten, Videos oder 3D-Animationen. Smart Windows ergänzen das Vorfeld-Panorama mit Echtzeitdaten zu geparkten Flugzeugen mittels Augmented Reality und eine Reise in die Vergangenheit hält spannende Geschichten über Zeppeline und die Luftbrücke bereit.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist „The Globe“. Diese riesige interaktive LED-Wand, bestehend aus 28 Monitoren, bildet sämtliche Flüge rund um den Globus mit Startort oder Flugziel FRA in Echtzeit ab.

Den flughafen frankfurt auf besondere art erleben im neuen besucherzentrum
Besucherzentrum The Globe | Foto: Fraport AG
-Werbeanzeige-

Die Flughafen-Rundfahrten starten wieder

Neben dem Besucherzentrum starten Anfang August auch wieder die beliebten Flughafen-Rundfahrten. Die Starter-Tour dauert 45 Minuten und vermittelt live-moderiert die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zum Airport-Geschehen. Auf der 120-minutigen XXL-Tour gibt es einen tieferen Blick hinter die Kulissen. Nah an den Flugzeugen beobachten Gäste die Abfertigung, Starts und Landungen und erhaschen einen Blick auf die neue Feuerwache 1 sowie die Bauaktivitäten am Terminal 3 im Süden des Airports.

Einen Ausflug an den Airport rundet ein Stopp auf der beliebten Besucherterrasse ab. Die Aussichtsplattform am Terminal 2 bietet einen Logenplatz mit Blick auf Starts und Landungen von Fliegern aus aller Welt und das spannende Geschehen auf dem Vorfeld. Interessierte haben vorerst kostenlosen Zutritt, müssen sich aber vorab für ein Zeitfenster registrieren.

Den flughafen frankfurt auf besondere art erleben im neuen besucherzentrum 1
Besucherterrasse als Veranstaltungs-Location | Foto: Fraport AG
-Werbeanzeige-

Terminbuchungen zwingend erforderlich

Termingebundene Buchungen für alle Angebote sind im Ticketshop auf der www.fra-tours.com möglich und zwingend erforderlich. Tickets vor Ort sind leider momentan nicht erhältlich. Während der hessischen Sommerferien können Gäste des Besucherzentrums kostenfrei in den öffentlichen Parkhäusern am Airport parken: einfach Parkkarte ziehen und am Empfang des Besucherzentrums entwerten lassen. Auch als Ausflugsziel ist Frankfurt Airport immer eine Reise wert – unter den aktuellen Infektionsschutzbestimmungen, versteht sich.

Wichtig zu wissen: Das multimediale Fraport-Besucherzentrum kann, genau wie die Besucherterrasse, auch als Veranstaltungsfläche für Events jeglicher Art gebucht werden.

-Werbeanzeige-

Mehrere Vollsperrungen wegen Bauarbeiten in Nierstein

0
Mainbrücke Hochheim
Baustellenschild

In Nierstein muss die Fahrbahndecke der B9 zwischen der den Kreuzungen Sironakurve/südliche Zufahrt Rheinfähre Landskrone und der Schiffergasse/B9 Mainzer Straße erneuert werden. Die Bundesstraße weist in diesem Streckenabschnitt mehrere breite Risse, Verformungen und Verdrückungen auf.  Die Bauarbeiten der Bauabschnitte 1 und 2 sind bereits fertig gestellt.

-Werbeanzeige-

Die drei Vollsperrungen der B9 im Bauabschnitt 3 fallen alle in die Sommerferien:

  • Freitag, den 13. August ab 16:00 Uhr bis Montag, den 16. August, 5:00 Uhr (Wochenende innerhalb der Sommerferien)
  • Freitag, den 20. August ab 16:00 Uhr bis Montag, den 23. August, 5:00 Uhr (Wochenende innerhalb der Sommerferien)
  • Freitag, den 27. August ab 16:00 Uhr bis Montag, den 30. August, 5:00 Uhr (Letztes Wochenende der Sommerferien)

Die Festlegung von drei aufeinander folgenden Vollsperrungen am Wochenende hat bautechnische Gründe.

-Werbeanzeige-

Bauabschnitt 3 B9 Rheinallee/Mainzer Straße

Während der Bauarbeiten im Bauabschnitt 3 könne die beiden Parkplätze am Rhein nicht genutzt werden, da die Zu- und Abfahrten nicht möglich sind. Die Umleitung ist ausgeschildert und erfolgt großräumig über die B420, A63, A60 und B9.

Bei ungeeigneter Witterung kann es zu Verschiebungen der Arbeiten kommen. Der LBM wird in diesem Fall und über eventuell weiter notwendige Wochenendsperrungen informieren.

Gründe für die Vollsperrungen

Aus bautechnischen Gründen, wegen des Umfangs der Erneuerung und wegen der Anforderungen an die Arbeitssicherheit auf Straßenbaustellen sind die Vollsperrungen leider unvermeidbar.

Seit dem 21. Dezember 2018 gelten bundesweit die technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) A5.2 „Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr – Straßenbaustellen“. Das Regelwerk schreibt gegenüber der Vergangenheit zusätzliche ausreichende Sicherheitsabstände zwischen den Arbeitern auf Straßenbaustellen und dem vorbeifließenden Verkehr zur Verbesserung der Arbeitssicherheit verbindlich vor.

Mit diesen Regelungen sind die Arbeitsstellen im Straßenverkehr für die Beschäftigten und die Verkehrsteilnehmer sicherer gemacht worden. Bei den gegebenen Fahrbahnbreiten der B9 in Nierstein ist ein Arbeiten unter Verkehr nicht möglich.

-Werbeanzeige-

Ursache vom Wohnungsbrand in Mainz-Mombach geklärt

0
FBBD7604 F584 430E BFD2 8B936524D987
FBBD7604 F584 430E BFD2 8B936524D987

Am Sonntag (1. August 2021) kam es gegen 16:40 Uhr im Westring in Mainz-Mombach zu einem Brand in einem Hochhaus. Dort brannte es in einer Wohnung im sechsten Obergeschoss. BYC-News war vor Ort.

Das Gebäude wurde evakuiert

Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort gegenüber BYC-News mitteilte, war es in dem Haus, in dem 158 Personen gemeldet sind, zu einem Wohnungsbrand gekommen. Das sechste Stockwerk wurde vollständig evakuiert. Die Feuerwehr konnte den Brand zeitnah ablöschen.

Betroffene Wohnung nicht mehr bewohnbar

Nachdem die Löscharbeiten abgeschlossen waren, konnte das Stockwerk von der Feuerwehr durchgelüftet werden, damit der Rauch abziehen konnte. Im Anschluss konnten die Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Lediglich die vom Brand betroffene Wohnung ist zur Zeit nicht mehr bewohnbar. Wie es zu dem Brand kam und was genau brannte, ist bislang noch nicht bekannt. Die Polizei hat dahingehend die Ermittlungen aufgenommen.

Vor Ort im Einsatz waren:

  • beide Wachen der Berufsfeuerwehr Mainz
  • die Johanniter
  • die Abschnittsleitung Gesundheit
  • ein leitender Notarzt
  • die Polizei Mainz

Brandursache ermittelt

Wie die Polizei am Montagnachmittag (2. Auguste 2021) um 17:15 Uhr mitteilte, konnte die vorläufige Brandursache ermittelt werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte ein 45-jähriger Mann in der Küche der Wohnung Kerzen angezündet. Als er die Wohnung verließ hatte er vergessen, diese vorher zu löschen. Die Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Mainz ermitteln nun wegen dem Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung. Der durch den Brand entstandenen Sachschaden kann noch immer nicht beziffert werden.

Mainzer: Ich muss auf Sex verzichten, um Blut spenden zu dürfen

0
IMG 20210707 035315
IMG 20210707 035315

Noch immer werden homo- und bisexuelle Männer sowie Trans-Personen beim Thema Blutspenden diskriminiert. Denn sie dürfen nicht oder nicht ohne Weiteres ihr Blut spenden. BYC-News sprach am Zollhafen in Mainz mit Markus Alvarez Gonzalez darüber.

Blutspenden war lange Zeit generell verboten

Der 25-jährige Markus Alvarez Gonzalez lebt in Mainz und hat sich im Alter von 16 Jahren als bisexuell geoutet. „Ich würde wirklich gerne Blut spenden und damit anderen Menschen helfen, leider ist mir das aber nicht möglich. Vor rund 40 Jahren, während der Aids-Krise wurde nämlich ein Verbot eingeführt, das schwule, bisexuelle Männer und Trans-Personen  fortan von der Blutspende ausschloss. Damals waren durch mit HIV-kontaminierte Blutspenden hunderte Hämophilie-Patienten mit dem Virus infiziert worden. Seitdem hat sich eine Menge verändert und heute wird natürlich jede Blutprobe vor der Verwendung getestet und diese Tests sind wesentlich genauer als noch vor 40 Jahren“, erklärt Alvarez Gonzalez.

Erst im Jahr 2017 wurde das Verbot etwas gelockert. Statt eines generellen Verbots, durften nun homo- und bisexuelle Männer, die im vergangenen Jahr keinen Geschlechtsverkehr mit einem Mann gehabt haben, auch Blut spenden. Diese Regelung wurde von der Community immer wieder scharf kritisiert und auch Verbände, wie die Deutsche Aidshilfe und der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD) forderten immer wieder eine Beendigung dieser diskriminierenden Ausschlüsse. Auf diesen wachsenden Druck reagierten dann die beiden Bundestagsfraktionen der Grünen und der FDP und forderten in Anträgen ebenfalls die Beendigung des Ausschlusses.

Leider ohne richtigen Erfolg. Es gibt nun wieder eine Änderung, und auf den ersten Blick klingt das auch zumindest wie eine Lockerung der Regelungen, die Gründe sind aber noch immer nicht wissenschaftlich fundiert. Der Arbeitskreis Blut will nun schwule und bisexuelle Männer sowie Trans-Personen zur Spende zulassen, wenn sie in einer langfristigen (mindestens vier Monate andauernden) monogamen Beziehung leben und keiner der Partner HIV-positiv ist oder die PrEP nutzt. Alle anderen werden nur dann zugelassen, wenn sie vier Monate gar keinen Sex hatten. Diese Änderung soll Ende September 2021 Inkrafttreten.

Der Arbeitskreis Blut, der für die Richtlinien verantwortlich ist, schreibt zu der Änderung in einer Stellungnahme: „Der Arbeitskreis stimmt mit der grundsätzlichen Aussage überein, dass unter aktuellen wissenschaftlichen Gesichtspunkten eine befristete Rückstellung von der Spende für vier Monate nach Beendigung eines sexuellen Risikoverhaltens ausreicht, um weiterhin die hohe Sicherheit der Blutprodukte zu erzielen. Innerhalb einer wechselseitig monogamen/sexuell exklusiven Partnerschaft ist nicht von einem sexuellen Risikoverhalten auszugehen, unabhängig vom Geschlecht der beteiligten Personen.

Der Arbeitskreis Blut hält ein engmaschiges Monitoring des Sicherheitsprofils sowie begleitende wissenschaftliche Studien zu möglichen Änderungen des Spendeverhaltens nach einer entsprechenden Anpassung der Auswahlkriterien für Blutspendewillige in den Hämotherapie-Richtlinien für wichtig. Eine abgestimmte Kommunikation der gemeinsamen Arbeitsgruppe, die alle Betroffenen (z.B. Patienten- bzw. Patientinnengruppen, Spendewillige, Blut- und Plasmaspendedienste) einschließt, sollte begleitend zu einer Änderung der Hämotherapie-Richtlinien erfolgen.“



Verbot für Trans-Personen gilt weiterhin

Trans-Personen werden also weiterhin ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage diskriminiert. „Als Begründung hierfür werden Studien aus China und Amerika herangezogen. Diese sagen aus, dass Trans-Personen sich häufiger prostituieren würden, etwa um die geschlechtsangleichenden Operationen bezahlen zu können und so ein erhöhtes Risiko bestünde sich mit dem HIV-Virus zu infizieren. Diese Studien sind teilweise veraltet und können keinesfalls auf die Situation hier in Deutschland übertragen werden. Die Operationen werden hier von den Krankenkassen übernommen und es gibt auch keinen Daten, dass Trans-Personen häufiger Sexarbeiter sind. Das erklärt der Arbeitskreis Blut auch in seiner Stellungnahme, bleibt aber dennoch bei dieser diskriminierenden Regelung“, erklärt der 25-Jährige. 

Warum sind schwule und bisexuelle Männer überdurchschnittlich von HIV betroffen?

Grundsätzlich ist die Chance sich mit HIV zu infizieren, beim Analverkehr aufgrund der menschlichen Anatomie wesentlich höher als beim vaginalen Geschlechtsverkehr. Das hängt mit Immunzellen im Darm zusammen, die HIV direkt befallen und so in den Körper eindringen kann. Aus diesem Grund sind homosexuelle- und bisexuelle Männer laut Studien  stärker gefährdet.“

Allerdings können auch heterosexuelle Frauen Analverkehr mit Männern haben, die entsprechend genauso gefährdet sind. In dem Fragebogen, den man vor dem Blutspenden ausfüllen muss, wird aber nur nach der sexuellen Orientierung und nicht nach den Praktiken gefragt, die man ausübt“, sagt Alvarez Gonzalez. „Damit bleibt das Gesetz auch nach der Lockerung der Frist auf vier Monate noch diskriminierend. Denn letztendlich ist es völlig irrelevant welcher sexuellen oder geschlechtlichen Identität man angehört. Diese sagt nichts über das Sexualverhalten der entsprechenden Personen aus. Und letztendlich kann es einfach nicht sein, dass jemand ausgeschlossen wird, nur weil er mit einem Mann Sex hat.“

„Hinzu kommt, dass sich homo- und bisexuelle Männer häufiger auf HIV testen lassen als heterosexuelle Männer. Die intensive Präventionsarbeit insbesondere der Aidshilfen hat einen sehr hohen Wissenstand der Community bewirkt. Man kennt die Risiken und weiß, wie man sich schützt. Die meisten schwulen und bisexuellen Männer praktizieren Safer Sex, das zeigen die Studien der letzten Jahre deutlich. Und die Erfolge sind nicht zu übersehen: die HIV-Neuinfektionen sind in den vergangenen Jahren bei homo- und bisexuellen Männern um rund 30 Prozent gesunken – und die Schutzwirkung der PrEP kam da bisher noch nicht zum Tragen„, argumentiert Markus Alvarez Gonzalez. „Hingegen ist bei Heterosexuellen seit Jahren ein langsamer Anstieg der Neuinfektionen zu verzeichnen. Es gibt also keinen Grund immer noch mit dem Finger auf Männer, die Sex mit Männern haben, zu zeigen!“

Eine Infektion kann nach  wenigen Tagen nachgewiesen werden

Gesetzlich  ist verankert, dass man zum Testen der Blutspenden, die nach aktuellem Stand besten Tests zu verwenden hat. Diese können das HIV-Virus in der Zwischenzeit schon  nach wenigen Tagen nach der Infektion nachweisen.

„Selbst die Vier-Monats-Frist, die nun für homo- und bisexuelle Männer angedacht ist, ist deshalb noch viel zu hoch und hat keine wissenschaftliche Grundlage.  Technisch ist es heute mit den PCR-Tests, die wir jetzt alle durch Corona kennen, schon wenige Tage nach einer Infektion den Virus im Blut nachzuweisen. Wenn jede Probe tatsächlich einzeln und nicht viele gemeinsam getestet werden, kann man die Rückstellung von Spender ohne Risiko auf vier oder sogar zwei Wochen seit dem letzten Sexualkontakt verkürzen. Denn schließlich werden so viele Spenden wie möglich benötigt, da sollte man keine Personengruppe per se ausschließen, sondern einfach die Spenden vernünftig testen“, sagt Gonzalez.



Wer entscheidet die Richtlinien für das Blutspenden?

Grundsätzlich ist der Arbeitskreis Gesundheit für die Regelungen zum Blutspenden verantwortlich. Der Arbeitskreis Blut ist ein Expertengremium nach § 24 Transfusionsgesetz, das die zuständigen Behörden des Bundes und der Länder in Fragen der Sicherheit bei der Gewinnung und Anwendung von Blut und Blutprodukten berät. Seine Geschäftsstelle ist am Robert Koch-Institut angesiedelt.

Dem Arbeitskreis Blut gehören Vertreter der Bundesärztekammer an, des Deutschen Roten Kreuzes, der Arbeitsgemeinschaft der Ärzte staatlicher und kommunaler Bluttransfusionsdienste, des Bundesministeriums der Verteidigung, der einschlägigen Fachgesellschaften, der pharmazeutischen Industrie, der Aufsichtsbehörden der Länder sowie der Verbände, in denen sich Hämophilie-Patienten zusammengeschlossen haben. Zusätzlich sind das zuständige Bundesministerium für Gesundheit, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das Paul-Ehrlich-Institut sowie Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen und des Europäisches Direktorats für die Qualität von Arzneimitteln als ständige Gäste im Arbeitskreis Blut vertreten.

„Allerdings frage ich mich auch hier, warum die Deutsche Aidshilfe als großer Fachverband nicht in diesem Arbeitskreis vertreten ist und nicht mitreden darf.  Verbände, die mit dem Sammeln und Verkauf von Blutspenden unter anderem an Pharmakonzerne immense Einnahmen erwirtschaften, sind aber vertreten. Skurril dabei ist, dass der Arbeitskreis sich auch noch auf Studien und Stellungnahmen der Aidshilfe beruft“, sagt Alvarez Gonzalez.

Was geschieht mit dem gespendeten Blut?

Ein weiterer Punkt, den Markus Alvarez Gonzalez kritisiert, ist die Tatsache, dass der Spender nicht erfährt, was mit dem eigenen Blut passiert: „Wird das Blut weggeworfen? Wird es hier in Deutschland für lebensrettende Maßnahmen verwendet? Wird es ins Ausland verkauft? Das erfährt man nicht. Ich denke, die Spender haben das Recht, dies zu erfahren“, so der 25-Jährige.

„Hinzu kommt, dass man bei manchen Spendenstellen nirgends Informationen darüber erhält, mit welcher Methode das Blut getestet wird. Die Uniklinik Mainz  testet jede Probe einzeln  und gewährleistet so ein Maximum an Sicherheit. Andere wiederum verwenden das sogenannte Poolen, bei dem Proben aus 96 Spenden zusammen gemischt und getestet werden. Das bedeutet auch bei den sensitivsten Tests eine Verdünnung von 1 zu 96 und damit auch eine verringerte Sensitivität. Erst, wenn das Ergebnis aus einem solchen Pool positiv ist, werden die Spenden nach und nach einzeln getestet.

So spart man Zeit, aber vor allem Geld. Erst wenn im Pool Erreger nachgewiesen werden, werden immer kleinere Pools gebildet und getestet, bis man die infizierte Probe gefunden hat. Bislang gibt es keine strengen Vorgaben, wie Blutproben getestet werden sollen. Beispielsweise wurde die Nachweisbarkeitsgrenze bislang selbst beim Testen im 96er-Pool viel höher angesetzt als technisch möglich ist. Anstatt hier transparente Standards zu setzen, lässt der Arbeitskreis Blut hier einen Spielraum, der zulasten von trans*-Personen, schwulen und bisexuellen Männern zur Gewinnmaximierung einiger Blutspendedienste genutzt wird.

Hier bin ich der Meinung, dass eine Offenlegung der Testverfahren und verbindlich vorgeschriebene Mindeststandards dringend notwendig sind. Wir können und dürfen es uns in Deutschland nicht leisten, auf Blutspender*innen zu verzichten und ganze Personengruppen auszuschließen, weil wir zu geizig sind unsere technischen Möglichkeiten auszunutzen. Nicht zuletzt hat der Europäische Gerichtshof genau dies klar entschieden und so steht es auch im Transfusionsgesetz: Die technischen Möglichkeiten müssen ausgenutzt werden, weil Ausschlüsse nur dann zulässig sind, wenn sie unumgänglich sind“, sagt Markus Alvarez Gonzalez.

Hinweis: Markus Alvarez Gonzalez hat beim Interview gendergerechte Sprache verwendet. Da wir gerne allen die Möglichkeit geben möchten, den Inhalt zu verstehen haben wir den Text jedoch vereinfacht. Einige unserer Leser nutzen aus gesundheitlichen Gründen die Vorlesefunktion, deshalb ist die gendergerechte Schreibweise in diesem Fall nicht möglich, weshalb wir diesen Hinweis hier anbringen und um Verständnis bitten.

Klimaliste RLP tritt mit Direktkandidaten zur Bundestagswahl an

0

Bereits zur Landtagswahl 2021 war der am 1. Februar 2020 gegründete Verein „Klimaliste RLP e.V.“ mit einem „Kaltstart“ angetreten, um die Parteienlandschaft hin zu einer klimaneutralen, sozialgerechten Handlungsweise zu verändern. Jetzt ist die Entscheidung gefallen, dass die 12 Direktkandidaten, die die Klimaliste RLP bei der Bundestagswahl repräsentieren, zugelassen sind. Damit ist in 12 von 15 Wahlkreisen konsequenter Klimaschutz mit der Erststimme wählbar.

„Wir treten bewusst nur mit Direktkandidaten bei dieser wichtigen Bundestagswahl an“, betont die Bundesvorsitzende Dr. Doris Vollmer. „Unsere Kandidaten sind lediglich mit der Erststimme wählbar. Wir werben nicht für die Zweitstimme, also die Stimme für eine Partei oder – wie es oft auch heißt – Kanzlerstimme,“ so Vollmer. „Uns als Klimaliste ist es wichtig, vor Ort – in den Kreisen und Gemeinden – direkte Veränderungen hin zu einer Politik des konsequenten Klimaschutzes zu erreichen – um die Menschen zu schützen,“ so die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Beatrice Bednarz.

Zeit des Handelns zwingend gekommen

Die Klimaliste stellt sich den Tatsachen, die auch die vergangenen Tage gezeigt haben:

  • Die Natur verhandelt nicht. Die Natur fordert beherztes Handeln ein. Den Klimawandel zu ignorieren und keinen Klimaschutz zu betreiben wird unsere Lebensgrundlagen und unsere Wirtschaft ruinieren. Die Versicherungsschäden der Hochwasserkatastrophe belaufen sich auf fünf Milliarden Euro. Umgerechnet sind dies über 1.000 Euro pro Einwohner in Rheinland-Pfalz. Dazu kommen über zwei Milliarden Euro, die für Schäden an Straßen, Schienen und Brücken aufzubringen sind.
  • Alleine diese Klimakatastrophe zeigt die Dringlichkeit, unsere Wirtschafts- und Lebensweise schnellstmöglich umzustellen. Die Klimaliste steht für die sofortige Energiewende hin zu erneuerbaren Energien, für eine Verkehrs- und Wärmewende sowie für den Erhalt der Biodiversität. Dies erfordert eine Steigerung der jährlichen Zubaurate von Wind und Photovoltaik auf das fünf- bis siebenfache.

Parallel zum schnellstmöglichen Ausstieg aus dem Verbrennen von Kohle, Öl und Gas hat die Klimafolgenanpassung höchste Priorität. Die Klimaliste und ihre Kandidat*innen steht für eine entschlossene, sozial gerechte Klimaschutzpolitik. Denn dieser Wandel muss gesellschaftlich gerecht vollzogen werden und darf schwächere gesellschaftliche Gruppen nicht zusätzlich belasten. Deshalb wird der CO2-Preis von mindestens 195 € pro Tonne CO2 an die Auszahlung eines einheitlichen Klimabonus an alle Menschen gekoppelt. Übrigens folgt der geforderte CO2-Preis der Berechnung des Umweltbundesamtes. Das Umweltbundsamt hatte als Grundlage für den CO2-Preis berechnet, was das weitere Verbrennen von Kohle, Öl und Gas unsere Volkswirtschaft kosten würde.

Folgende zwölf Kandidaten treten für die Klimaliste RLP an (Wahlkreis in Klammern):

Alina Mandel (Ahrweiler)

Markus Erdmann (Neuwied)

Alexandra Sayn (Koblenz)

Apl. Prof. Dr. Doris Vollmer (Kreuznach)

Prof. Dr. Sebastian Seiffert (Mainz)

Dirk Hoppe (Kaiserslautern)

Chiara Pohl (Worms)

Martin Schöne (Ludwigshafen / Frankenthal)

Jonas Wittner (Neustadt / Speyer)

Verena Hofmann (Pirmasens)

Cyrus Mobasheri (Südpfalz)

Wotan Engels (Montabaur)

Jedes Zehntel Grad zählt

Für die Klimaliste ist klar: Jedes Zehntel Grad zählt! Gemeinsames Ziel aller Direktkandidat*innen ist, das im Pariser Klimaschutzabkommen vom Dezember 2015 festgelegte 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, um unvorstellbare Schäden für Deutschland, Europa und die Welt und somit für alle Menschen abzuwenden. Es geht um unsere Verantwortung für die nächste Generation. Denn Deutschland hat, wie rund 190 andere Staaten weltweit, diesem Ziel zugestimmt. Jetzt ist es an die Zeit entsprechend zu handeln!

86-jähriger Vermisster aus Mainz wohlbehalten aufgefunden

0
WhatsApp Image 2021 02 14 at 19.05.43 1 e1613327977355
Symbolbild Polizei | Foto: BYC-News

Der vermisste Helmut U. konnte wohlbehalten in Mainz-Mombach angetroffen werden, eine aufmerksame Bürgerin hatte den BYC-NEWS Suchaufruf gelesen und die Polizei verständigt. Die Mainzer Polizei bedankt sich für die Unterstützung der Bürger.

Erstmeldung: Seit dem heutigen Samstagfrüh (31.07.2021) wird der 86-Jährige Helmut U. aus Mainz vermisst. Er befand sich bis Samstag in einem Krankenhaus in der Mainzer Oberstadt. Dort wurde er gegen 9:00 Uhr letztmalig gesehen.

Vermisster leidet an Demenz

Der vermisste 86-jährige leidet an Demenz und muss regelmäßig Medikamente einnehmen. Zudem hat Herr Ullmann einen auffällig unsicheren Gang, ist aber auf keine Gehhilfe angewiesen.

Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizei Mainz unter der 0 6131 – 65 33 35 entgegen. Natürlich können Hinweise auch bei jeder Polizeidienststelle oder der 110 abgegeben werden.

 

Hinterhältiger Brandanschlag im Hochwassergebiet

0
B1D63015 52F0 4C69 90A1 BB32F997F2C2
B1D63015 52F0 4C69 90A1 BB32F997F2C2

Am Freitagmittag (30. Juli 2021) gegen 12:30 Uhr wurden in Altena (Nordrhein-Westfalen) zwei Streifenwagen der Polizei in Brand gesteckt. Die Polizei sucht nun nach den Tätern und bittet um Zeugenhinweise.

Das Gebäude wurde evakuiert

Die Unbekannten haben die in der Tiefgarage des Stapel-Centers in Altena geparkten Streifenwagen angesteckt. In dem Komplex befinden sich neben der Polizeiwache auch einige Geschäfte und Wohnungen. Das Gebäude wurde zunächst weitgehend evakuiert. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand löschen und zog die Fahrzeuge aus der Tiefgarage heraus ins Freie. Im Anschluss an die Löscharbeiten konnten alle Mieter wieder in ihre Räume zurück kehren.

An beiden Streifenwagen entstand ein Totalschaden der auf über 100.000 Euro geschätzt wird. Ob und wie stark auch die Tiefgarage beschädigt wurde, kann im Moment noch nicht gesagt werden. Die Einsatzfähigkeit der Polizeiwache Altenar wurde durch die Tat nicht beeinträchtigt.

Lange Staus auf allen Zufahrtsstraßen der Innenstadt

Durch den Einsatz war die Lenneuferstraße war bis etwa 15:00 Uhr blockiert. Aufgrund der Sperrung der Bundesstraße B236 auf der anderen Seite der Lenne bildeten sich auf allen Einfahrtstraßen der Innenstadt lange Staus. Der Staatsschutz in Hagen hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer 02352 91990 zu melden.

Kostenfreie Schnelltests sollen schon bald abgeschafft werden

0

Kostenlose Corona-Tests sollen schon bald Geschichte sein. Darüber ist sich die GroKo scheinbar einig. Denn laut Medienberichten wollen CDU/CSU und SPD die kostenfreien Tests dann abschaffen, wenn alle Bürger in Deutschland die Möglichkeit gehabt hätten, sich zwei Mal impfen zu lassen. Das sei etwa im Herbst der Fall.

Privatvergnügen nicht „von der Allgemeinheit“ finanzieren lassen

Somit müssten alle ungeimpften Bürger ihren Test, den sie beispielsweise für den Kino- oder Restaurantbesuch benötigen, selbst zahlen. Diesen Schritt befürworten vor allem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie der SPD-Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz (SPD).

Nach Aussagen von Olaf Scholz hätten die Bürger keinen Anspruch mehr darauf, sich die Tests, die für das eigene Privatvergnügen benötigt werden, „von der Allgemeinheit“ finanzieren zu lassen. Grund dafür sei der Impf-Fortschritt und die Tatsache, dass dann bereits jeder Bürger die Chance hatte, sich zwei Mal impfen zu lassen.

Allerdings soll es auch dann noch einige Ausnahmen geben. „Ausnahmen müssen natürlich für die gelten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können sowie für Kinder und Jugendliche“, sagte Scholz. Für diese Menschen, zum Beispiel Schwangere und Kinder, sollten die Tests kostenlos bleiben.

Mobilfunkversorgung im Flutgebiet Ahrweiler wiederhergestellt

0
WhatsApp Image 2021 07 28 at 15.56.40
WhatsApp Image 2021 07 28 at 15.56.40

Mobilfunkversorgung soll optimiert werden

Kippen-Sammelaktion in Ingelheim ein voller Erfolg

0

Die städtische Kippen-Sammelaktion 2021 ist vorüber. Sie war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg: Es wurden rund 35.000 Kippen im Stadtgebiet eingesammelt. Das sind ungefähr so viele Zigarettenstummel wie in den Jahren 2019 und 2020 zusammen. Die aufgesammelten Stummel können nun recycelt werden.

Beigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll dazu

„Unser Dank gebührt den vielen Freiwilligen, die mit ihrem Engagement unsere Stadt ein gutes Stück sauberer gemacht haben“, betont die Beigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll und wendet sich damit an alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Organisationen und Schulklassen, die während der vergangenen Monate an der Aktion teilgenommen haben. „35.000 Zigaretten beweisen leider auch, dass noch zu viel Müll achtlos weggeworfen wird“, gibt Döll zu bedenken und appelliert besonders an die Raucherinnen und Raucher, ihre Kippen in dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen.

RhineCleanUp im Spätsommer

Das beeindruckende Engagement beim Kippen-Sammeln kann fortgesetzt werden, wenn im Spätsommer der „RhineCleanUp“ ansteht. Am 11. September sind die Ingelheimer aufgerufen, sich an der bundesweiten Aktion zu beteiligen. Gemeinsames Ziel ist es, möglichst viel Müll von den Ufern des Rheins und seiner Zuflüsse aufzusammeln, um Grundwasser zu schützen und somit auch das Müllproblem in den Weltmeeren zu verringern. Umweltdezernentin Döll begrüßt am Samstag, 11. September, um 10 Uhr alle Engagierten an der Mole in Frei-Weinheim. Interessierte Gruppen und Einzelpersonen können sich im Vorfeld per E-Mail an muellsammeltag@ingelheim.de anmelden.

Bei Fragen steht Jannette Goldmann vom Umwelt- und Grünflächenamt telefonisch unter 06132 782 193 sowie per E-Mail an jannette.goldmann@ingelheim.de zur Verfügung.

Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet Mainz-Hechtsheim

0
Feuerwehreinsatz0 1
Feuerwehreinsatz0 1

Am Freitagabend (30. Juli 2021) gegen 18:15 Uhr kam es zu einem Feuerwehreinsatz in der Carl-Zeiss-Straße im Gewerbegebiet Mainz-Hechtsheim. Dort brannte ein Restmüllcontainer in einem Metallbauunternehmen. Die alarmierte Feuerwehr konnte die Flammen zügig ablöschen und den Einsatz bereits nach kurzer Zeit wieder beenden. Vor Ort im Einsatz war Berufsfeuerwehr Mainz, die Freiwillige Feuerwehr Hechtsheim sowie der Malteser Rettungsdienst.

Landwirt aus Wackernheim hilft im Flutgebiet Ahrweiler

0

Noch immer gibt es im Flutgebiet Ahrweiler jede Menge zu tun. Aus diesem Grund hat sich Paul Speth vom Obstbau Speth in Wackernheim gemeinsam mit seinem Bruder sowie dem Garten- und Landschaftsbauer aus Mainz, Boris Klebba und einem Mitarbeiter auf den Weg ins Krisengebiet gemacht. BYC-News sprach mit Paul Speth darüber.

Schutt und Müll aus dem Krisengebiet transportiert

Am Samstag (24. Juli 2021) um 2:30 Uhr ging es los mit einem Traktor, einem Tieflader sowie einem Radlader und Kettenbagger. „Unterwegs hat sich noch ein Kollege mit seinem LKW angeschlossen“, berichtet Speth. Gegen 6:00 Uhr trafen die freiwilligen Helfer in der Römerstraße in Bad-Neuenahr ein. „Da haben wir den Tieflader abgeladen und uns von einem ortsansässigen Landwirt einen Kipper ausgeliehen, um den Schutt aus dem Krisengebiet abzutransportieren“, so Speth weiter.

Zwei Tage im Krisengebiet unterwegs

Anschließend ging es auch schon los. Müll, der auf den Straßen lag wurde weg gefahren, private Gärten und Hauseinfahrten freigeräumt. Der gesamte Müll wurde auf die Deponie unter der Autobahnbrücken bei Apollinaris gebracht und dort abgeladen.

„Viele Hauseigentümer waren noch dabei, ihre Keller auszuräumen und den Putz und Estrich abzuklopfen, um die Feuchtigkeit raus zu bekommen“, erzählt Speth. Gegen 23:00 Uhr am Samstag hieß es für die Helfer „Feierabend“, damit alle am nächsten Tag wieder tatkräftig mit anpacken konnten.

Nachdem die vier Helfer auch am Sonntag überwiegend Müll aufgeladen und abtransportiert hatten, traten sie gegen 20:00 Uhr den Heimweg an.

Keine Corona-Tests in Kindergärten in Bischofsheim

0
Kindergarten Maedchen
Kindergarten Maedchen

In manchen Orten des Kreises Groß-Gerau gibt es in den Kindergärten schon Lolli-Tests als Schutz vor einer Corona-Übertragung, in weiteren Kommunen sind sie geplant – aber nicht in Bischofsheim. Dabei lag auch hier die Möglichkeit auf dem Tisch, mehr Sicherheit für Kinder, Familien und Erzieherinnen zu schaffen, denn die Voraussetzungen sind da. Die Gemeindeverwaltung aber will die einfachen und sinnvollen Tests nicht einführen, weil sich an einer Umfrage zu diesem Thema nicht genügend Eltern beteiligt hätten, heißt es in einem Schreiben.

Christian Weinerth dazu

„Sieht so die Fürsorge für unsern schutzbedürftigen Kinder aus?“, fragt sich der Christian Weinerth (SPD Bischofsheim), selbst Vater eines vierjährigen Sohnes. „Ich bin mehr als verwundert über diese Entscheidung. Die Kleinen sind dem Covid19-Virus schutzlos ausgeliefert und eine Impfung ist für sie bislang nicht möglich. Auch gegenüber dem Kindergartenpersonal ist das verantwortungslos.“

Während im neuen Schuljahr also an den Schulen mit drei Tests pro Woche eng kontrolliert wird, bleiben die Kindergartenkinder in Bischofsheim außen vor. „Das ist umso unverständlicher, weil ja auch viele Kinder neu in die Einrichtungen kommen“, so Weinerth weiter. „Die einzige Hoffnung ist, dass die Eltern protestieren und von Bürgermeister und Verwaltung fordern, die Lolli-Tests einzuführen. Vielleicht kann das Kita-Forum oder der Gesamtelternbeirat der Kitas die Initiative ergreifen. Schließlich geht es um unsere Kinder und unsere Zukunft!“

Frau verstirbt bei Verkehrsunfall in Worms

0

Am Freitagmorgen (30. Juli 2021) gegen 6:45 Uhr kam es zu einem Verkehrsunfall im Kirschgartenweg in Worms. Eine Frau kam bei dem Unfall ums Leben, eine weitere Person wurde verletzt.

Ein LKW wurde falsch geparkt

Ein 29 Jahre alter Mann befuhr mit seinem VW Caddy den Kirschgartenweg in Richtung Neusatz. Kurz nach der Einmündung Am Wolfsgraben übersah er, vermutlich infolge der tiefstehenden und blendenden Sonne, den Lastwagen, der unberechtigt am rechten Fahrbahnrand geparkt stand. Daraufhin prallte er mit der Beifahrerseite gegen das linke Heck des Lastwagens.

74-jährige Frau tödlich verletzt

Die 74 Jahre alte Beifahrerin aus der Verbandsgemeinde Monsheim wurde durch den Zusammenprall tödlich verletzt und verstarb noch an der Unfallstelle. Der 29-jährige Fahrer aus dem Kreis Bergstraße wurde leicht verletzt ins Klinikum Worms gebracht.

Zweiter Unfall kurze Zeit später

Nur wenige Augenblicke später fuhr eine 52 Jahre alte Frau aus Worms dort entlang und krachte mit ihrem Toyota ebenfalls gegen das Heck des Lasters. Sie war alleine im Auto und wurde glücklicherweise nicht verletzt.

Der bei dem Verkehrsunfall entstandene Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Die Kolpingstraße musste für die Dauer der Unfallaufnahme bis in die Mittagsstunden vollgesperrt werden. Zur Klärung der Unfallursache und des genauen Hergangs wurde ein Gutachter verständigt.