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Stadt Mainz beschafft neue Feuerwehrfahrzeuge für mehrere Landkreise

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Symbolfoto Feuerwehr Mainz | Foto: Dennis Weber
Symbolfoto Feuerwehr Mainz | Foto: Dennis Weber

Synergien schaffen – dies ist eine der vorrangigen Zielsetzungen von verschiedenen Landkreisen und der Landeshauptstadt Mainz seit bereits geraumer Zeit. Der zunehmend engeren Kooperation über die Landkreis-Grenzen hinweg folgt nun die gemeinsame Ausschreibung und Beschaffung von baugleichen Löschgruppenfahrzeugen in höherer Stückzahl durch die Landkreise Alzey-Worms, Bad Kreuznach, Mainz-Bingen sowie den Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis im Schulterschluss mit der Landeshauptstadt.

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Oberbürgermeister Michael Ebling dazu

„Mit der gemeinsam vereinbarten Ausschreibung von 15 Löschgruppenfahrzeugen des Typs LF20 KatS für den Katastrophenschutz erreichen wir auf lange Sicht nicht allein eine einheitliche Ausstattung – und damit Regionen übergreifend Kenntnisse in der Bedienung und Handhabung der komplexen Fahrzeuge, sondern wir erhoffen uns natürlich überdies im Ausschreibungsverfahren eine nennenswerte Kostenersparnis durch das hohe Auftragsvolumen“, betont der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling.

Die Landrätinnen Bettina Dickes (Landkreis Bad Kreuznach), Dorothea Schäfer (Mainz-Bingen) sowie die Landräte Heiko Sippel (Alzey-Worms) und Dr. Marlon Bröhr (Rhein-Hunsrück-Kreis) sehen in der vertieften interkommunalen Zusammenarbeit ein Konzept der Zukunft: „Die Hochwasserkatastrophe in der Eifel hat die kommunale Familie zuletzt sehr eng zusammenrücken lassen. Vielerorts wurden und werden Hilfeleistungen erbracht, um die Notsituation vieler Verwaltungen zu lindern und diese teils überhaupt wieder handlungsfähig zu machen. Weit vor dieser Zäsur haben die vier beteiligten Landkreise der Landeshauptstadt Mainz bereits mit einer Rahmenvereinbarung den Auftrag erteilt, das Vergabeverfahren für 15 Löschfahrzeuge zu koordinieren, abzustimmen und letztlich umzusetzen. Diese zentrale Ausschreibung zur sukzessiven Beschaffung der Fahrzeuge ab 2021 und für die Folgejahre macht großen Sinn. Der Zuschlag wird an jenen Bieter erfolgen, der das wirtschaftlichste Angebot abgibt. Dieser hocheffiziente Weg im Beschaffungswesen reduziert den Aufwand und die Kosten und führt im Optimalfall zu einem Bonus in der Preisgestaltung der Fahrzeuge für alle beteiligten Körperschaften. Eine interkommunale Kooperation, welche bei der Beschaffung in spürbaren Größenordnungen der Weg der Zukunft sein könnte.“

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Zum Hintergrund:

Beschafft werden in 2021 zunächst neun Löschfahrzeuge LF 20 KatS (Stadt Mainz 3 / LK AZ-Worms 2 / LK Bad Kreuznach 2 / LK Mainz-Bingen 0 / LK Rhein-Hunsrück 2).

Für die Folgejahre ergeht zudem optional die Beschaffung von weiteren sechs Fahrzeugen gleichen Typs (Stadt Mainz 1 / LK AZ-Worms 1 / LK Bad Kreuznach 0 / LK Mainz-Bingen 3 / LK Rhein-Hunsrück 1).

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Lukas Podolski ist raus aus der Jury bei „Das Supertalent“

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Kaum hat die „Supertalent“-Jury rund um Lukas Podolski, Chantal Janzen und Michael Michalsky ihren ersten Arbeitstag am Jury-Pult hinter sich, ist schon wieder Schluss. Der Grund: Poldi wurde positiv auf COVID-19 getestet.

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Lukas Podolski dazu

„Mich hat es erwischt, ich habe Corona“, berichtet Lukas Podolski in einem Video auf RTL. Der Fußballspieler wird nun in Quarantäne müssen und kann deshalb nicht wie geplant an den Dreharbeiten teilnehmen. „Ich habe keine Symptome, mir geht es eigentlich wie die letzten Wochen auch“, sagt Podolski: „Ich habe mich sehr darauf gefreut und hatte sehr viel Spaß. Das fällt jetzt erst mal weg, das ist bitter. Aber das Leben geht weiter“

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Ein weiteres Jurymitglied fällt aus

Auch seine Jury-Kollegin Chantal Janzen wurde zunächst positiv auf Corona getestet und soll für mehrere Tage ausfallen. Das äußerte sie jetzt in einer Story auf Instagram und schreibt dazu: „Ein weiteres Jurymitglied und ich sind gestern positiv getestet worden, aber ich bin zum Glück jetzt wieder negativ getestet. Weil aber meine Gesundheit und die der anderen für mich immer an erster Stelle steht, haben wir trotzdem eine weitere Laboruntersuchung abzuwarten. Wichtig ist auch, ich habe keine Symptome, bin vollständig geimpft und habe Covid bereits letztes Jahr gehabt.“

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Für Ersatz ist gesorgt

Das wirbelt die Pläne des Senders RTL natürlich ordentlich auf. Doch laut Medienberichten ist bereits für Ersatz gesorgt. Demnach sollen ab Mittwoch (25. August 2021) „Let‘s Dance“-Star Motsi Mabuse und die „Ehrlich Brothers“ Andreas und Christian neu in die Jury kommen.

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Rinaldo Roberto: „Die Schicksale aus dem Ahrtal bleiben im Gedächtnis“

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BYC-News-Serie Teil 3 | Als der Pressesprecher der Polizei Mainz, Rinaldo Roberto, vor Ort im Ahrtal war, um dort im Krisenstab mitzuarbeiten, hat er einiges erlebt. Er war auch direkt in Bad Neuenahr, wo er Dinge erlebte, die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind. BYC-News sprach mit ihm darüber.



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Ein Mann, der Frau und Kind verlor

So wie vermutlich alle Einsatzkräfte, die im Krisengebiet helfen, hat auch Rinaldo Roberto Eindrücke gesammelt, die ihm im Gedächtnis geblieben sind. Vor Ort hat er mit zahlreichen Betroffenen, Einsatzkräften und Helfern gesprochen. Jeder von ihnen hatte seine eigene Geschichte. Roberto erzählt von zwei, die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind:

„Ich habe mich im Krisengebiet mit einer Kollegin von der Feuerwehr unterhalten, die am Morgen nach der Flut am Notruf saß. Ihr Mann, ebenfalls Feuerwehrmann, hatte in der Katastrophennacht einen Notruf entgegengenommen von einer Frau, die sich während der Flut mit ihrem Kind auf einen Baum gerettet hatte. Sie konnte leider ihren Standort nicht genau benennen, weshalb man sie in der Nacht nicht fand.

Am Morgen nach der Flut nahm die Kollegin mit der ich gesprochen hatte dann einen weiteren Notruf entgegen. Die Anruferin, eine andere Frau, sagte ihr, dass ein Mann mit einem Kind vor ihrem Haus auf einem Baum sitze. Sie selbst könne nicht helfen, da das Wasser zu hoch sei und sie nicht zu ihnen käme. Die Baumkrone sei sehr dicht, sodass man die beiden von oben nicht direkt sehen könne. Den Mann und das Kind konnte man glücklicherweise schließlich trotzdem ausfindig machen und retten.

Im Anschluss stellte sich heraus, dass der Mann und die Frau auf den beiden Bäumen zusammengehört hatten und sich die beiden jeweils mit einem Kind in Sicherheit bringen wollten. Die Frau wurde jedoch gemeinsam mit ihrem Kind von den enormen Wassermassen mitgerissen. Der Mann hat in dieser Nacht also seine Frau und ein Kind verloren. Ich habe selbst früher Notrufe entgegengenommen, und weiß wie dramatisch so etwas sein kann, wenn man im Nachgang solche Dinge mitbekommt und wie sich eine Hilflosigkeit auch bei den Rettern breit machen kann.“, berichtet Rinaldo Roberto.

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Mit kleinen Dingen helfen

Er berichtet auch von einer Frau, die ihm stark im Gedächtnis blieb: „Als wir in Bad Neuenahr waren, kam eine Frau auf uns zugelaufen. Sie hatte wohl die Rolle des Familienoberhauptes übernommen und drückte uns einen Zettel in die Hand. Darauf standen einige Medikamente. Sie erklärte uns, dass sie diese dringend für ihr Kind und ihren Mann benötige, da ihre Vorräte, die nach der Flut übrigblieben, aufgebraucht waren. Um der Frau zu helfen haben wir per Funk den Bedarf mitgeteilt. Noch am gleichen Abend hatte die Frau alle benötigten Medikamente erhalten.

Die Menschen haben in der Flut so viel verloren. Es ist wichtig zu wissen, dass man den Menschen oft auch schon mit Kleinigkeiten oder einfachem zuhören helfen kann und mit einem Lächeln belohnt wird. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die einem im Gedächtnis bleiben.“

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Weitere Teile der BYC-News Serie

BYC-News hat in dem Interview mit Rinaldo Roberto noch über weitere Themen gesprochen, die seinen Einsatz im Ahrtal betreffen.

Teil 2: Rinaldo Roberto: „Die Eindrücke aus dem Ahrtal wird man nie wieder los“

Teil 3: Rinaldo Roberto: „Die Schicksale aus dem Ahrtal bleiben im Gedächtnis“

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Mehrere Verletzte und ein Toter nach Messerattacke in Groß-Gerau

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Spurensicherung, Symbolbild
Spurensicherung, Symbolbild

Am Dienstagabend (24. August 2021) kam es in der Reichenberger Straße in Groß-Gerau zu einer Auseinandersetzung. Während der anschließenden Festnahme mussten die Polizeibeamten von den Schusswaffen gebrauch machen.

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Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt ermitteln

Mehrere Anrufer hatten zunächst den Notruf gewählt und die Leitstelle über die Auseinandersetzung informiert. Die Polizei machte sich daraufhin auf den Weg zur gemeldeten Adresse. Im Zuge der Festnahme kam es zum Schusswaffengebrauch gegen einen der Tatverdächtigen. Dieser wurde hierbei schwer verletzt und verstarb noch während der anschließenden notärztlichen Versorgung.

Wie die Polizei mitteilt, sind die Hintergründe der Auseinandersetzung zur Zeit noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden haben die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

Der Bereich um den Tatort wurde für die Dauer der Tatortaufnahme weiträumig abgesperrt. Aufgrund der laufenden Ermittlungen kann die Polizei derzeit keine weiteren Angaben zum Sachverhalt machen.

Am Mittwoch (25. August 2021) sind weitere Details bekannt geworden. Demnach soll der Angreifer, ein 39-jähriger Familienvater, zunächst seine Schwiegermutter und seine Ehefrau mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Die Ehefrau soll daraufhin aus der Wohnung geflüchtet sein, wo zwei Nachbarn ihr zu Hilfe eilten. Der Angreifer sei seiner Frau jedoch gefolgt und habe anschließend die Nachbarn mit dem Messer angegriffen. Ein weiteres Familienmitglied rief die Polizei, welche anschließend den Angreifer erschoss. Die Verletzten Familienmitglieder und Nachbarn werden im Krankenhaus behandelt.

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Buntes Programm beim US Car Treffen in Bingen am Rhein

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German Garrison 1
German Garrison 1

Am 28. August 2021 findet die Jubiläumsfeier der US Car Fans auf dem großen Gelände des Autohofs Nahetal in Bingen statt. Neben hunderten faszinierenden Oldtimern und American Cars und leckerem Essen werden auch eine tolle Hüpfburg für die Kleinen sowie der Star-Wars-Kostümclub „German Garrison“ mit dabei sein.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt

Schnitzel in vielen leckeren Variationen, saftige Steaks frisch vom Grill und knackige Salate dürfen natürlich nicht fehlen. Die deftigen XXL Burger werden extra für das Event im American Style serviert. Auch Fisch in unterschiedlichen Varianten wird es im Autohof geben. Sämtliche Speisen und Getränke können entweder im Autohof verzehrt oder mitgenommen werden.

Zudem wird auch die Eistonne der Schaustellerfamilie Kroczek vor Ort sein, wo die großen und kleinen Gäste sich auf leckeres Softeis freuen können.

Viele Highlights warten auf die Gäste

Auf dem Plan stehen neben vielen Leckereien natürlich auch zahlreiche verschiedene Aktionen. Ein besonderes Highlight ist eine tolle Hüpfburg vom Tobolino Mainz, die alle Kinderaugen zum Strahlen bringt. Dort können sich die Kids mal so richtig auspowern.

Auch für die Erwachsenen gibt es neben den Fahrzeugen noch eine Menge zu entdecken. Interessante Gespräche mit den Autobesitzern warten an diesem Tag auf die Besucher. An der beliebten

Buntes programm beim us car treffen in bingen am rhein

Das Star-Wars-Universum erleben

Die Kostümträger der German Garrison werden in täuschend echt aussehenden Kostümen als Darth Vader, Stormtrooper & Co. von 10:00 bis 18:00 Uhr vor Ort sein, um die großen und kleinen Besucher zu begeistern. Die Gäste werden auf dem Fest natürlich auch die Möglichkeit haben sich mit der German Garrison vor einer tollen Fotowand fotografieren zu lassen und dabei in eine weit, weit entfernte Galaxis inzutauchen. Die Fotos sind kostenfrei. Wer möchte kann allerdings eine kleine Geldspende für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Ahrweiler abgeben. Das gesammelte Geld geht zu 100 % an die Betroffenen.

Buntes programm beim us car treffen in bingen am rhein 1
German Garrison | Foto-Credit Christina Grey

Was ist die German Garrison?

Die German Garrison ist die deutsche Division der 501st Legion, dem weltweit größten Star-Wars-Kostümclub mit über 14.000 Mitgliedern aus mehr als 60 Ländern. Seit 1997 verbreitet die 501st Legion die Magie der Star-Wars-Saga mit den selbst angefertigten, authentischen Kostümen ihrer Mitglieder auf Veranstaltungen. Der Kostümclub hat sich zum Vorreiter bei der Unterstützung wohltätiger Zwecke durch Fangruppen entwickelt und ist offiziell von Lucasfilm anerkannt.

Dabei haben sich die Mitglieder der 501st Legion den Kostümen der „Dunklen Seite“, des Galaktischen Imperiums und der Ersten Ordnung verschrieben – sowie den Gaunern, Schurken und zwielichtigen Gestalten aus allen Generationen von George Lucas‘ unvergleichlicher Science-Fiction-Saga. 2008 erhielt die 501st Legion aufgrund ihrer hohen Mitgliederzahl sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Zuletzt wurde einigen Mitgliedern sogar die Ehre zuteil, in einigen Folgen der TV-Serie “The Mandalorian” mitzuwirken. Die German Garrison als deutsche Untereinheit der Legion feierte 2020 ihr 20-jähriges Bestehen seit der Gründung durch lediglich zehn Mitglieder im Jahr 2000. Mittlerweile zählt sie mehr als 1.000 aktive Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet (Stand: August 2021) und bildet damit die weltweit mit Abstand größte Garnison der 501st Legion.

Was tut die German Garrison?

Wie alle Garnisonen der 501st Legion weltweit hat sich es auch die German Garrison zum Ziel gesetzt, das Interesse und die Begeisterung der Öffentlichkeit für STAR WARS durch den Bau und das Tragen von Kostümen zu fördern. Mit diesen Kostümen wollen sie den Besuchern von Fan-Events und Veranstaltungen unvergessliche Star-Wars-Erlebnisse zu bescheren und durch Freiwilligenarbeit karitative Zwecke und Wohltätigkeitsprojekte unterstützen. Die von den Mitgliedern getragenen Kostüme sind das Ergebnis mühevoller Recherche, sorgfältiger Herstellung und jeder Menge Hingabe. Denn der Großteil der Kostümteile wird von den Mitgliedern selbst handgefertigt und zusammengebaut.

Weitere Informationen zur Veranstaltung: US-CAR TREFFEN BINGEN oder auf Facebook: Jubiläumsfeier „10 Jahre US Car Fans“


 

Rettungswagen mit Hundekot beschmiert

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Rettungsdienst
Rettungsdienst

In der Zeit zwischen Freitagabend (20. August 2021) um 19:00 Uhr und Montagnacht (23. August 2021) um 3:00 Uhr wurde ein Rettungswagen in der Barbarossastraße in Kaiserslautern mit Hundekot beschmiert.

Zweiter Vorfall innerhalb weniger Tage

Das Fahrzeug war auf dem Gelände eines des dort ansässigen Rettungsdienstes geparkt, als die Täter sich daran zu schaffen machen. Bislang sind der oder die Täter noch nicht bekannt und es liegen keine Hinweise vor.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde ein Rettungswagen in der Barbarossastraße mit Hundekot beschmutzt. Erste vergangene Woche war es zwischen Dienstag und Donnerstag (17. bis 19. August) an gleicher Stelle zu einer ähnlichen Ekel-Attacke gekommen.

Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0631 – 369 2150 bei der Polizei in Kaiserslautern zu melden.

Streit zwischen Mann und Frauengruppe eskaliert in Mainz-Gonsenheim

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Rettungswagen ASB Mainz und Streifenwagen Polizei

Am Dienstagabend (24. August 2021) gegen 21:45 Uhr wurde die Polizei zu einer Streitigkeit in der Canisiusstraße in Mainz-Gonsenheim alarmiert. An der Auseinandersetzung waren fünf Personen beteiligt. BYC-News war vor Ort.

Aussprache lief aus dem Ruder

Wie die Polizei auf Anfrage von BYC-News mitteilte, waren an der Streitigkeit ein 44 Jahre alter Mann und vier Frauen im Alter von 18 bis 44 Jahren beteiligt. Diese sollen sich wohl zu einer persönlichen Aussprache getroffen haben, welche aus dem Ruder lief. Die zunächst verbale Auseinandersetzung endete demnach mit körperlichen Angriffen.

Zwei der Frauen wurden dabei leicht verletzt und mussten vor Ort vom Rettungsdienst untersucht werden. Eine weitere ärztliche Behandlung sei allerdings nicht notwendig gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Gegen 22:20 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Rauchsäule und Feuerschein zwischen Budenheim und Mainz Mombach

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In der Nacht zum Mittwoch (25. August 2021) hatten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst alle Hände voll zu tun. Gegen 1:30 Uhr gingen mehrere Notrufe, unter anderem von Autofahrern die gerade die Schiersteiner Brücke passierten ein. BYC-News war vor Ort.

Einsatzstelle schwer zu finden

Grund dafür war ein heller Feuerschein und eine große Rauchsäule im Mombacher Unterfeld. Durch das große und weitläufige Areal hatten die Einsatzkräfte trotz der eindeutigen Rauchwolke, große Mühe die exakte Einsatzstelle ausfindig zu machen.

Erschwerte Anfahrt zur Einsatzstelle

BYC-News sprach mit dem Einsatzleiter Nicolas Moutty von der Berufsfeuerwehr Mainz. Er berichtete uns vor Ort, dass es auf der Anfahrt zum Feuer zu Schwierigkeiten kam, weil die Feuerwehrfahrzeuge zu hoch für die Unterführungen des Bahndamms der Zugstrecke zwischen Mainz-Mombach und Budenheim waren. Die großen Feuerwehrfahrzeuge mussten vom Mombacher Kreisel und vom Budenheimer Steinweg anfahren. Dies kostete wertvolle Zeit.

Gartenhütte in Vollbrand

Die Ursache für die meterhohen Flammen und die tiefschwarze Rauchsäule war der Brand einer Gartenhütte, die unweit der Bahnstrecke stand. Als die Feuerwehr an der Einsatzstelle ankam, konnte ein Trupp unter Atemschutz das Feuer mit einem Rohr schnell unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Buschwerk verhindern.

Datscha brannte vollständig nieder

Durch die erschwerte Anfahrt und die dadurch verstrichene Zeit brannte die Laube trotz des schnellen Löschangriffs durch die erst eintreffende Feuerwehr Budenheim vollständig nieder. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden bewegt sich ersten Schätzungen zufolge im unteren vierstelligen Bereich. Die ebenfalls eingesetzte Polizei hat ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Einschränkungen im Bahnverkehr gab es durch den Brand laut Deutsche Bahn keine.

Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren im Einsatz

Neben der Berufsfeuerwehr der Feuerwache 2, waren die Freiwillige Feuerwehr Mainz Mombach und die Freiwillige Feuerwehr Budenheim im Einsatz. Insgesamt waren ca. 30 Einsatzkräfte der Wehren am frühen Mittwochmorgen zusammengekommen. Die Polizei Mainz war mit 3 Beamten im Einsatz, der ASB Rettungsdienst mit zwei Notfallsanitätern vor Ort. Der Einsatz konnte gegen 03:15 Uhr beendet werden.

Unfall zwischen Heidesheim und Ingelheim

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Am Montag (23. August 2021) kam es gegen 14:20 Uhr auf dem Fahrradweg zwischen Ingelheim und Heidesheim im Bereich der Leberts-Au zu einem Unfall zweier Fahrradfahrer. Der Zusammenstoß ereignet sich im dortigen Kurvenbereich. Ein 74-jähriger Radfahrer wurde dabei schwer und ein 13-jähriges Mädchen leicht verletzt. Die Beteiligten mussten im Anschluss durch den Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wie genau es zu dem Unfall kam, ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Multiresistente Keime auf Putenfleisch von Aldi und Lidl

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putenfleisch
putenfleisch

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Bundesregierung, EU-Kommission und EU-Parlament auf, die derzeit erlaubte Massenmedikation mit Reserve-Antibiotika in der industriellen Tierhaltung schnellstmöglich zu beenden. Die aktuelle Rechtslage hat gefährliche Konsequenzen, warnt der Umwelt- und Verbraucherschutzverband und präsentiert eine Stichprobenuntersuchung von Putenfleisch aus den Regalen der Discounter Aldi und Lidl.



Die Deutsche Umwelthilfe beauftragte Labortests

So ist es legal, in Deutschland Fleisch zu verkaufen, auf dem sich antibiotikaresistente Keime befinden, Grenzwerte für diese Belastungen gibt es keine. Ihren Ursprung haben die Keime in der industriellen Massentierhaltung. Dort werden die Antibiotika den Tieren unter anderem in die Tränke oder ins Futter gemischt. Das trägt dazu bei, dass sich Resistenzen gegen die Medikamente bilden. Seit Jahren werden auch bei staatlichen Untersuchungen auf dem Fleisch von Puten aus der intensiven Tiermast resistente Keime gefunden. Dennoch ist diese Praxis weiterhin gesetzlich erlaubt, ebenso wie der Verkauf von derartig belastetem Fleisch.

Neue Labortests im Auftrag der DUH zeigen nun, wie massiv teilweise die Belastung mit multiresistenten Krankheitserregern bei Putenfleisch ist. Die DUH hat dazu in verschiedenen Regionen Deutschlands 62 Testkäufe bei Discountern durchgeführt, jeweils 31 in Lidl-Filialen und 31 in Aldi-Filialen. Gekauft wurde immer Putenfleisch der Haltungsstufe 2 (Stallhaltung Plus). Die Proben wurden am Institut für Pharmazie und Pharmazeutische Mikrobiologie der Universität Greifswald unter Leitung von Frau Professor Schaufler untersucht. Das Ergebnis: Jede dritte Putenfleischprobe von Lidl und jede vierte Probe von Aldi war mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Auf jeder vierten Lidl-Putenfleischprobe (26 Prozent) fand das Labor sogar besonders gesundheitsgefährliche Erreger, die gegen die für Menschen wichtigen Reserve-Antibiotika resistent sind.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH

„Geflügel in Massentierhaltung wird vollgepumpt mit Antibiotika, bei der Putenmast sogar zu einem erheblichen Teil mit Reserve-Antibiotika. Das ist besonders dramatisch, da hier resistente Erreger entstehen, gegen die uns dann möglicherweise keine Medikamente mehr zur Verfügung stehen. Dieses katastrophale System muss beendet werden. Kommission und Parlament müssen auf EU-Ebene Reserve-Antibiotika als Massenmedikation in der industriellen Tierhaltung verbieten und nur noch für die Einzeltierbehandlung beispielsweise von Haustieren erlauben.“

In Europa infizieren sich jährlich rund 670.000 Menschen mit antibiotikaresistenten Erregern, weit über 245.000 Infektionen stammen aus Quellen außerhalb der Gesundheitsversorgung, dazu zählt die Massentierhaltung. Für Infektionen mit resistenten Erregern, bei denen viele Antibiotika nicht mehr greifen, sind Reserve-Antibiotika überlebenswichtig. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt deshalb, Reserve-Antibiotika Menschen vorzubehalten, sie nur in Ausnahmefällen bei Haustieren und gar nicht bei Tieren in der Fleischwirtschaft einzusetzen.

Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Ständigen Ausschusses der Ärzte der Europäischen Union und Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes

„Die EU droht zwei große Chancen zu verpassen: Erstens Menschenleben zu retten, durch das Verhindern weiterer Antibiotikaresistenzen und zweitens das Tierwohl und die artgerechte Haltung von Nutztieren zu verbessern. Wir brauchen die Beschränkung der Reserve-Antibiotika auf den Einsatz beim Menschen, damit schwerstkranke Menschen eine Chance auf Heilung bekommen. Und auch den Tieren ist mit der aktuellen Politik nicht gedient. Antibiotika werden in der Tierhaltung eingesetzt, um Mängel auszugleichen in nicht-artgerechten Haltungsformen. Es ist jetzt am EU-Parlament, bei seiner Abstimmung im September den Weg der Vernunft und der Menschlichkeit zu gehen und den Änderungsvorschlag des Umweltausschusses zur Tierarzneimittelverordnung anzunehmen.“

Reinhild Benning, Agrarexpertin bei der DUH

„Lidl, Aldi und Co. kündigen vollmundig an, bis 2030 bessere Haltungsformen umzusetzen. Es darf aber nicht sein, dass sie den Menschen noch neun Jahre lang Fleisch mit mehrfach resistenten Keimen verkaufen dürfen. Wir fordern einen sofortigen Ausstieg aus den Haltungsstufen 1 und 2. Der Handel muss langfristige Verträge mit bäuerlichen Betrieben mit Haltung 3 und 4 zu fairen Erzeugerpreisen schließen. Gesunde Tiere brauchen keine Antibiotika. Puten aus Ökolandbau sind erheblich weniger belastet mit resistenten Erregern als Puten aus konventioneller Massentierhaltung.“

Katharina Schaufler von der Universität Greifswald, die die Labortests durchgeführt hat

„Unsere Laborergebnisse belegen, dass die routinemäßige Massenmedikation nicht ohne Folgen bleibt. Putenfleisch mit Belastung von multiresistenten Krankheitserregern gefährdet die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern.“

Hilfeleistung der Feuerwehr in Mainz-Gonsenheim

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Die Feuerwehr Mainz musste in Mainz-Gonsenheim am Dienstagabend (24. August 2021) eine Person aus einem der Fahrstühle des 20-stöckigen Hochhauses retten. BYC-News war vor Ort. Die Einsatzkräfte der Feuerwache 1 waren dazu gegen 22:10 Uhr alarmiert worden. Aus unbekannten Gründen hatte der Personenaufzug plötzlich nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Die Feuerwehr leistete daraufhin technische Hilfe. Eine junge Mutter wurde mit ihrem Kind aus dem Lift befreit. Anschließend wurde der defekte Aufzug außer Dienst genommen und der Betreiber des Aufzugs über den Vorfall informiert. Wie lange der Fahrstuhl außer Betrieb bleibt, ist aktuell unklar.

CDU Ginsheim-Gustavsburg lädt zum Sommertreff ein

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HdV0
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Die CDU lädt gemeinsam mit Matthias Zimmerer, dem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl, für Samstag den 28. August zwischen 14:00 und 19:00 Uhr zum geselligen Austausch im Schatten der Linden vor dem Haus der Vereine im Stadtteil Gustavsburg ein.

Gespräche bei Wein, Traubensaft, Spundekäs und kleinen Bretzeln

Schon im vergangenen Jahr fiel das traditionelle 2-tägige Sommerfest der CDU Ginsheim-Gustavsburg und der Jungen Union Mainspitze mit Musik und Boule-Turnier der Covid-19 Pandemie zum Opfer. Nach intensiven Gesprächen im Stadtverband und mit der Verwaltung wird die CDU das für 2021 wieder in Ihrer Art und Größe geplante Sommerfest zum Schutz der Freunde und Gäste, aber auch wegen der Nichtrealisierbarkeit des dafür geforderten Hygienekonzeptes nicht umsetzen.

Für den Stadtverband ist dieses jährliche Zusammenkommen von Bürgern aller parteilichen Couleur jedoch eine Herzensangelegenheit. Daher lädt die CDU zu diesem Sommertreff light mit guten Weinen & Traubensaft von Frosch, Spundekäs und kleinen Bretzeln, weiteren Softdrinks und guter Laune ein.

Die Gelegenheit, um auch mit Matthias Zimmerer ins Gespräch zu kommen oder ihn kennen zu lernen. Die CDU freut sich auf zahlreiche Besucher und hält dafür Steh- und Sitzplätze mit Tischen für Sie bereit. Geimpft, Genesen, Getestet ist gemäß Hygienekonzept Voraussetzung.

Luftfilter und PCR-Lolli-Tests für Kitas in Mörfelden-Walldorf

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Kinder, Spielen, Hände
Kinder, Spielen, Hände

Für mehr Sicherheit wurden in den städtischen Kitas, die über keine eigenen Lüftungsanlagen verfügen, Luftfilter installiert. Zusätzlich nehmen die Kitas nach den Sommerferien an den PCR-Lolli-Tests des Kreises Groß-Gerau teil.

Erster Stadtrat und Sozialdezernent Karsten Groß dazu

„Alle Kinder, die in unserer Stadt eine Kindertageseinrichtung besuchen, können sich regelmäßig mit einem PCR-Lolli-Test auf eine Corona-Infektion testen lassen“, erklärt Erster Stadtrat und Sozialdezernent Karsten Groß. „Mit dem freiwilligen Angebot sorgen wir für mehr Sicherheit in den Einrichtungen und tragen dazu bei, dass Infektionen frühzeitig erkannt werden, um weitere Ansteckungen zu reduzieren.“

Bis zu den Herbstferien soll es das Angebot für Kita-Kinder geben und bestehende Schnelltest-Angebote für die Erzieher ergänzen. Auch die freien Träger der U3-Betreuung und die konfessionellen Träger der Kinderbetreuung können bei den PCR-Lolli-Testreihen mitmachen.

Kosten tragen das Land und die Kommune

Die Kosten für die Tests trägt zu 50 Prozent das Land Hessen. Die andere Hälfte finanziert die Kommune. „Die Gesamtkosten belaufen sich in Mörfelden-Walldorf auf 57.120 Euro. Der Eigenanteil, den die Stadt selbst beiträgt, liegt für die insgesamt 68 Kita-Gruppen bei 28.560 Euro“, so Karsten Groß.

Gute Erfahrungen hat der Kreis bereits mit einer Pilot-Phase in Rüsselsheim und Büttelborn gemacht. Die Testphase endete mit Beginn der Sommerferien.

Höheres Sicherheitsgefühl bei Eltern und Fachkräften

„Die Auswertung zeigt, dass die PCR-Lolli-Tests eine einfache und zuverlässige Methode sind, um eine Corona-Infektion feststellen zu können.“ Zudem hätten die Testungen bei Eltern und Fachkräften zu einem deutlich erhöhten Sicherheitsgefühl beigetragen. „Auch die Eltern in unseren Kitas haben sich bereits im Vorfeld erkundigt, welche Maßnahmen von der Stadt in den Kinderbetreuungseinrichtungen in Zukunft eingesetzt werden und welche Testangebote geplant sind. Wir sind froh, dass wir jetzt unser Angebot erweitern können“, sagt der Sozialdezernent.

Ein Beginn der Testungen wird zum Ende der Sommerferien angestrebt. Bevor es losgeht, werden Schulungen durchgeführt, die technische Ausstattung angepasst, Elterninformationen weitergegeben sowie Transportdienste organisiert.

Einverständnis der Eltern benötigt

Da es keine Testpflicht gibt, müssen die Eltern eine Einverständniserklärung unterschreiben. „Die Erfahrungswerte haben gezeigt, dass durchschnittlich insgesamt rund 50 Prozent der Kinder in den Einrichtungen bei den Lolli-Tests mitgemacht haben. Wir hoffen, dass in Mörfelden-Walldorf mehr Eltern damit einverstanden sind, ihre Kinder testen zu lassen. Letztendlich helfen sie dadurch, das Infektionsgeschehen einzudämmen.“

Feuerwehr-Großeinsatz bei Brand im Spänesilo in der VG Rüdesheim

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Feuer in einem Silo, VG Rüdesheim

Am Montagmorgen (23. August 2021) kam es gegen 9:00 Uhr zu einem Großeinsatz der Feuerwehr in der Kirchgass im Gewerbegebiet in Spabrücken (VG Rüdesheim) im Landkreis Bad Kreuznach. Dort brannte ein rund 120 Kubikmeter fassendes Spänesilo einer Schreinerei.



Zahlreiche Feuerwehren wurden alarmiert

Der Firmeninhaber der Schreinerei hatte den Brand bemerkt und die Rettungsleitstelle alarmiert. Es wurden umgehend zahlreiche Feuerwehren aus der gesamten Verbandsgemeinde Rüdesheim alarmiert.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung fest und entschlossen sich, die Holzspäne in Handarbeit und mit einem Bagger aus dem Silo zu räumen. Noch während der Entleerung des Silos entwickelte sich der Schwelbrand im Silo zu einem Feuer mit offenen Flammen. Daraufhin wurden weitere Kräfte nachalarmiert, unter anderem auch eine Drehleiter. Der Einsatzleiter, Rouven Ginz, forderte zusätzlich einen Fachberater des technischen Hilfswerks aus Bad Kreuznach an, damit dieser die Standfestigkeit beurteilt.

Die Löscharbeiten dauerten bis in den Abend

Die umfangreichen Löscharbeiten zogen sich den gesamten Tag über hin. Auch um 19 Uhr waren die Maßnahmen noch im Gange. Zudem wurde auch ein umfassender Brandschutz für die umliegenden Gebäude sichergestellt. Ein nachgeforderter Kran des THW brachte von oben Gewichte in das Silo ein, um die Holzspäne nach unten zu drücken. Diese Maßnahme erleichterte das Entleeren. Dabei erhielt die Feuerwehr Unterstützung von der Firma Nonnenmacher. Das ausgeräumte Brandgut wurde umgehend abgelöscht.

Im Einsatz waren:

  • Freiwillige Feuerwehr Rüdesheim
  • Freiwillige Feuerwehr Spabrücken-Hergenfeld
  • Freiwillige Feuerwehr Bockenau
  • Freiwillige Feuerwehr Allenfeld
  • Freiwillige Feuerwehr Wallhausen
  • Freiwillige Feuerwehr Spall
  • Freiwillige Feuerwehr Winterbach
  • Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach
  • Kreisbrandschutzinspektor
  • THW Bad Kreuznach
  • Rettungsdienst
  • Notarzt
  • Polizei

Rinaldo Roberto: „Die Eindrücke aus dem Ahrtal wird man nie wieder los“

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BYC-News-Serie Teil 2 | Rinaldo Roberto, Leiter der Pressestelle der Polizei Mainz, war für die Dauer von einer Woche im Krisenstab im Ahrtal eingesetzt. BYC-News sprach mit ihm darüber, wie er persönlich die Situation und die Menschen vor Ort erlebte.

Der erste Eindruck an der Einsatzstelle

Nachdem Rinaldo Roberto mittwochs im Krisenstab ankam, schaffte er es erst freitags (23. August 2021) in die betroffenen Ortschaften Bad Neuenahr, Ahrweiler und Walporzheim zu fahren. „Das Zentrum des Krisenstabs liegt etwas außerhalb von Bad Neuenahr. Weil in den ersten beiden Tagen so viel zu tun war, habe ich es leider erst am dritten Tag geschafft, direkt in die betroffenen Gebiete zu fahren. Als erstes waren wir in Bad Neuenahr selbst“, erklärt er.

„Ich bin dann mit einer Kollegin aus dem Krisenstab zusammen in Richtung Ahr gefahren. Dafür mussten wir einige Zeit bergab fahren, also haben wir als erstes die Bereiche gesehen, wo das Regenwasser durchgeflossen ist. Die wirkliche Zerstörung wartete ja erst unten auf uns. Aber schon während der Fahrt wurde die Luft immer staubiger und der Dreck auf den Straßen hat sich immer mehr verdichtet, sodass wir unsere Masken wegen der Staubbelastung in der Luft  anbehielten. Je weiter wir fuhren umso mehr habe ich gemerkt, dass mir das Atmen schwerer fällt und der Puls sich beschleunigt. Es war einfach ein mulmiges Gefühl, das sich in mir breitgemacht hat obwohl ich natürlich durch die Arbeit im Krisenstab schon einiges wusste und gehört hatte“, erklärte er.

Vor Ort angekommen seien die ersten Eindrücke riesige Schutthaufen, Dixitoiletten und Frischwassertanks, die überall standen. Was er vorher zwar wusste, nämlich dass die Menschen keine Strom- und Frischwasserzufuhr hatten und nichts funktionierte, habe er dort dann auch gesehen. Erst vor Ort werde einem wirklich bewusst, was die Menschen mitgemacht haben, berichtet der Polizist. „Zu sehen, dass die Menschen zum Teil alles verloren haben traf selbst mich hart, obwohl ich als Polizist schon einiges gesehen habe. Die Leere in den Augen der Menschen, die pure Zerstörung, die das Wasser angerichtet hat und das Wissen, dass es tausenden Menschen so geht sind erschütternd. Egal in welcher Ortschaft wir waren, es war überall das gleiche Bild.“

Bilder vermitteln nicht das Gefühl

„Natürlich habe ich bevor ich dort ankam schon Bilder und Videos gesehen. Doch nichts davon kam an das heran, wie es vor Ort wirklich aussah. Ich selbst fotografiere sehr gerne und ich denke, dass es mir auch häufig gelingt, Momente einzufangen und Emotionen zu transportieren. Ich habe vor Ort natürlich auch Bilder gemacht und eben das versucht, doch es ist mir bei keinem Bild wirklich gelungen die Wirklichkeit darzustellen.“

Wer nicht selbst vor Ort gewesen sei der wisse nicht, wie es wirklich im Ahrtal ist. Die staubige Luft und die Atmosphäre, der Geruch, der Blick der Betroffenen und Helfer, das alles werde durch Bilder und Videos niemals transportiert werden können. „Das ist natürlich keine Aufforderung, um hin zu fahren und davon rate ich auch ab. Die Bilder und Eindrücke wird man nie wieder los“, betont er.



Alle geben ihr Bestes

Natürlich hat er vor Ort nicht nur einen Eindruck von der Situation vor Ort bekommen, sondern auch von den Menschen. Er sprach mit den Betroffenen und mit den Helfern. Besonders bei den von der Flut betroffenen Bürgern hatte Roberto den Eindruck, dass diese einfach nur funktionierten, arbeiteten und noch nicht groß über die Geschehnisse nachdachten. „Es gab sicherlich auch Menschen, die einfach nur in einer Schockstarre waren oder sind, was ich aber erlebt habe, waren Menschen, die hart arbeiteten und weit über ihre persönlichen Grenzen gingen, um das Chaos zu beseitigen und möglichst schnell wieder eine Lebensgrundlage zu erhalten. Viele davon werden vermutlich erst später an einen Punkt kommen, an dem sie das schreckliche Erlebte verarbeiten können.“

„Als ich vom Krisenstab direkt nach Bad Neuenahr fuhr, trug ich meine Polizeiuniform.  Das hätte ich nicht gemusst aber ich wollte erkennbar sein.  Viele Menschen kamen auf mich oder auch meine Kollegen zu. Sie stellten oft ganz banale Fragen, um ins Gespräch zu kommen. Das hat man schnell gemerkt. Man hat den Menschen auch angemerkt, dass sie einfach erzählen wollten, was ihnen persönlich passiert war. In den meisten Fällen hat es schon ausgereicht, ihnen 10 oder 15 Minuten zuzuhören, dass sie sich am Ende vielleicht ein wenig besser fühlen. Das ist enorm wichtig, es hilft ihnen aber auch uns Einsatzkräften. Und mir ist es besonders wichtig, dass die Menschen wissen, dass sie jederzeit jede Einsatzkraft vor Ort ansprechen können. Wenn wir können, hören wir zu und helfen.“, betont er.

Auch die Einsatzkräfte leisten vor Ort unglaubliche Arbeit und gehen über ihre Grenzen. „Jeder gibt sein Bestes, doch natürlich ist die Situation auch für die Einsatzkräfte belastend. Polizisten, die aus ganz Deutschland ankamen und in einer fremden Umgebung Höchstleistung abliefern mussten. Teilweise standen Beamte 8 bis 12 Stunden in der Hitze und dem Staub und haben den Verkehr geregelt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man so etwas in der ersten Stunde noch relativ entspannt macht. Wenn man dann aber weiß, dass man genau das noch 11 weitere Stunden machen wird, dann muss man an einem Punkt kommen, an dem man mental runterfährt. Der Blick der Polizisten ist nach einer solchen Schicht meist einfach nur leer. Das ist nur ein Beispiel von Vielen.“, berichtet der Polizist

Hilfe für Helfer und Betroffene

Bei einer solchen Katastrophe bleiben neben den körperlichen Schäden auch psychische nicht aus. Sowohl die Betroffenen, als auch die Helfer sehen und erleben vor Ort grauenhafte Dinge, die nur sehr schwer zu verarbeiten sind. Aus diesem Grund sind rund 150 Seelsorger vor Ort, die für Gespräche und Hilfe zur Verfügung stehen. „Die meisten, die vor Ort sind, haben so etwas noch nie gesehen und benötigen früher oder später Hilfe bei der Verarbeitung. Dafür sind die Seelsorger da. Sie sind ansprechbar, sprechen die Menschen aber auch aktiv an. Auf mich kam auch ein Seelsorger zu und fragte mich, ob es mir gut gehe. Er bot mir an, ihn kontaktieren zu können, sollte ich Gesprächsbedarf haben. Im gesamten Krisengebiet wurden Infopoints verteilt, wo die Menschen mit den unterschiedlichsten Anliegen hingehen konnten. Dort waren auch immer einige der Seelsorger zu finden. Diese Infopoints wurden durch uns mit den zur Verfügung stehenden Medien und Lautsprecherdurchsagen beworben“, berichtet Rinaldo Roberto.

Besonders eng begleitet werden die Einsatzkräfte, die für die Identifizierung der Leichen zuständig sind. „Man muss sich vorstellen, dass sich in den Tagen nach der Flut tausende Menschen meldeten, die Personen vermissten. Gleichzeitig wurden sehr viele Leichen gefunden, die natürlich meist vollständig mit Schlamm bedeckt waren. Das bedeutet, dass die Leichen zunächst natürlich gesäubert werden müssen um diese dann  hoffentlich den Vermisstenmeldungen zuordnen zu können. Der Fundort der Leiche gibt beispielsweise Aufschluss über den wahrscheinlichen Wohnort, da die Leiche nur bergab gespült worden sein kann. Dann schaut man natürlich, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, nach dem Alter aber auch nach körperlichen Merkmalen wie dem Zustand der Zähne, Piercings, Tattoos oder Narben. Anhand dieser und noch vieler weiterer Punkte muss man dann die Leiche einer oder mehrerer Vermisstenmeldungen zuzuordnen. Das ist eine wahnsinnig belastende Aufgabe, die mit einem enormen Druck verbunden ist, auch weil wir den Angehörigen möglichst Gewissheit geben wollen.“, erklärt er.

„Ich hätte in der Nacht nichts tun können“

Rinaldo Roberto ist seit 34 Jahren Polizist und hat in seiner Laufbahn schon viele Dinge gesehen und erlebt, die nicht einfach zu verarbeiten waren. Doch auch er erklärt, dass die Erfahrung im Ahrtal für ihn eine ganz Neue war. Er berichtet, was ihm persönlich hilft, tragische Erfahrungen  zu verarbeiten:

„Ich selbst rufe mir immer wieder ins Gedächtnis, ob ich persönlich  etwas hätte tun können, um die Menschen zu retten. Das war im Ahrtal nicht der Fall. Was ich allerdings tun konnte war einen Teil dazu beizutragen, im Anschluss den Menschen zu helfen . Nach  tragischen Erfahrungen denke ich immer nochmal darüber nach, ob ich alles richtiggemacht habe oder ob es etwas gab, das ich hätte anders tun können. Natürlich helfen auch Gespräche und der Austausch mit anderen Kollegen.“

„Letztendlich bin ich zur Polizei gegangen wegen meines Gerechtigkeitssinns, um zu Helfen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Wenn mich jemand fragt, ob ich im Ahrtal nochmal helfen würde, dann würde ich sofort wieder zusagen. Vorausgesetzt natürlich, dass es hier mit meinem Job in Mainz vereinbar wäre. Aber ich finde es einfach sehr wichtig, den Menschen zu helfen.“, sagt er.

Zwei Wünsche für die Zukunft

„Die Schäden sind immens und den Menschen fehlt dort Vieles. Sie hatten ja nur noch was sie auf der Haut trugen. Ich wünsche all diesen Menschen, dass sie in den nächsten Wochen und Monaten wieder eine Bleibe finden, wo sie sich geborgen und sicher fühlen können, wo sie eine Grundlage finden, um wieder einen Lebensmittelpunkt zu erlangen und ein halbwegs alltagsorientiertes Leben führen können. Damit sie da schon mal weniger Sorgen mehr haben, um dann das Alles in Ruhe verarbeiten zu können.“ erklärt er.

Doch er hat noch einen zweiten Wunsch für die Bürger. „Mein zweiter Wunsch ist es, dass die Hilfe nicht abreißt. Nur das Geld ist eine Hilfe aber diese ganze private Hilfe, die die Menschen aus reiner Selbstlosigkeit geleistet haben, darf nicht abreißen. Damit die Menschen in den nächsten Monaten und Jahren merken, dass sie nicht vergessen werden. Dafür machen der Krisenstab und unzählige private Helfer viel und ich wünsche mir, dass die Menschen ganz ganz lange Hoffnung behalten“, sagt Rinaldo Roberto abschließend.

Weitere Teile der BYC-News Serie

BYC-News hat in dem Interview mit Rinaldo Roberto noch über weitere Themen gesprochen, die seinen Einsatz im Ahrtal betreffen.

Teil 2: Rinaldo Roberto: „Die Eindrücke aus dem Ahrtal wird man nie wieder los“

Teil 3: Rinaldo Roberto: „Die Schicksale aus dem Ahrtal bleiben im Gedächtnis“