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Jedes fünfte Pflegeheim in Deutschland steht kurz vor der Insolvenz

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pflegeheime insolvenz
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Die wirtschaftliche Lage deutscher Pflegeheime hat sich seit dem Jahr 2016 stetig verschlechtert. Rund 20 Prozent lagen 2019 im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr, gut 26 Prozent schrieben einen Jahresverlust. Die Trends zur Ambulantisierung und Privatisierung hielten an, die Personalknappheit ist gestiegen. Durch die Alterung der Gesellschaft ist bis 2030 in Deutschland mit 4,9 Millionen Pflegebedürftigen zu rechnen, das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Damit verbunden steigt der Bedarf an Pflegepersonal und Kapital. Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt der „Pflegeheim Rating Report 2022“. Er wurde gemeinsam vom RWI und der hcb GmbH in Kooperation mit der Evangelischen Bank eG und der Curacon GmbH sowie mit Unterstützung der Terranus GmbH erstellt.


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Insolvenzwahrscheinlichkeit steigt stark an

Die wirtschaftliche Lage deutscher Pflegeheime ist angespannt, sie hat sich seit dem Jahr 2016 kontinuierlich verschlechtert. Grund dafür ist der zunehmende Kostendruck der Heime. Im Jahr 2019 befanden sich ca. 20 Prozent im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr, 38 Prozent im „grünen Bereich“ mit geringer Insolvenzgefahr und 42 Prozent dazwischen im „gelben Bereich“. Ihre durchschnittliche Insolvenzwahrscheinlichkeit lag mit 2 Prozent etwas höher als bei Krankenhäusern. Verschlechtert hat sich auch die Ertragslage: Schrieben 2016 nur rund 10 Prozent der Pflegeheime einen Jahresverlust, waren es im Jahr 2019 bereits 26,5 Prozent.

Das Marktvolumen der ambulanten und stationären Pflegedienste betrug im Jahr 2019 rund 60 Milliarden Euro. Gegenüber anderen Teilbereichen des Gesundheitsmarkts ist der Pflegemarkt am stärksten gewachsen. Sein Anteil am gesamten Gesundheitsmarkt ist zwischen 1997 und 2019 von 9,8 Prozent auf 14,7 Prozent gestiegen. Damit rangiert die Pflege in ihrer Bedeutung aktuell an zweiter Stelle hinter den Krankenhäusern.

Die wirtschaftliche Situation der Heime war in Sachsen, Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt/Thüringen am besten und in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein/Hamburg und Niedersachsen/Bremen am schlechtesten.

Erneut wurden mehr Pflegebedürftige ambulant versorgt. Ihr Anteil ist zwischen 1999 und 2019 von 20,6 auf 25,4 Prozent gestiegen. Es scheint sich bei der Ambulantisierung um einen längerfristigen Trend zu handeln, der sich durch die Pandemie und Aufnahmestopps bei Heimen vermutlich beschleunigt hat. Die Anzahl stationär gepflegter Menschen blieb 2019 dagegen konstant.

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Auch der Trend zur Privatisierung hält weiter an

Wurden im Jahr 1999 noch 25,4 Prozent der Pflegebedürftigen in einer privaten Einrichtung versorgt, waren es im Jahr 2019 bereits 39,5 Prozent. In ambulanten Diensten stieg der Anteil zwischen 1999 und 2019 von 35,6 auf 52,3 Prozent. Die Zahl der Plätze in privater Trägerschaft stieg seit 1999 um 128 Prozent. Dabei arbeiten Heime in privater Trägerschaft insbesondere in Westdeutschland kostengünstiger als öffentlich-rechtliche oder freigemeinnützige Heime. Inklusive des Investitionskostenanteils lagen ihre Preise 7 Prozent unter dem westdeutschen Durchschnitt. In Ostdeutschland ist dieser Unterschied weniger stark ausgeprägt, die Preise privater Heime lagen dort 1 Prozent unter dem ostdeutschen Durchschnitt.

Im Pflegebereich herrscht weiterhin Personalknappheit. In der ambulanten und stationären Pflege waren im Jahr 2019 insgesamt 866.000 Vollkräfte beschäftigt, davon 339.000 Pflegefachkräfte. Zwar sind zwischen 1999 und 2019 395.000 zusätzliche Vollzeitkräfte hinzugekommen. Da der Bedarf an weiteren Arbeitskräften derzeit am Arbeitsmarkt nicht vollständig gedeckt werden kann, besteht jedoch ein zunehmender Mangel an Pflegefachkräften.


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Wachstum vom Pflegemarkt

Hauptgrund für das Wachstum des Pflegemarkts ist und bleibt die Alterung der Gesellschaft. So ist bei konstanten Pflegequoten bis zum Jahr 2030 in Deutschland mit 4,9 Millionen Pflegebedürftigen zu rechnen, bis 2040 mit 5,6 Millionen. Das wäre gegenüber 2019 ein Anstieg um 20 bzw. 35 Prozent. Dieser hätte bei Fortschreibung des Status quo einen zusätzlichen Bedarf von 322.000 stationären Pflegeplätzen bis zum Jahr 2040 zur Folge. Bei einer zusätzlichen Professionalisierung der Pflege fiele der Bedarf deutlich höher aus. Ein stärkerer Trend zur ambulanten Pflege würde den Bedarf hingegen verringern. Die erforderlichen Neu- und Re-Investitionen beliefen sich entsprechend auf 81 bis 125 Milliarden Euro.

Um die steigende Zahl an Pflegebedürftigen zu versorgen, ist mehr Personal erforderlich. Bis 2040 ist mit insgesamt 163.000 bis 380.000 zusätzlichen Vollzeitkräften in der stationären und mit 97.000 bis 183.000 in der ambulanten Pflege zu rechnen. Bei Fortschreibung der bisherigen Pflegewahrscheinlichkeit entfällt auf Pflegefachkräfte davon bis 2040 ein zusätzlicher Bedarf zwischen 124.000 und 210.000 in der stationären und ambulanten Pflege.

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Bedarf an Pflegekräften

Damit der große Bedarf an Pflegefachkräften gedeckt werden kann, muss die Attraktivität des Pflegeberufs steigen. Ziel muss es sein, die Verweildauer im Pflegeberuf zu verlängern, die wöchentliche Arbeitszeit bei Teilzeitkräften auszuweiten und neue Auszubildende zu gewinnen. Dabei steht die Altenpflege vermehrt im Wettbewerb mit Krankenhäusern, ein leichter Sogeffekt lässt sich bereits für das Jahr 2019 feststellen.

Zum einen könnten höhere Löhne den Pflegeberuf attraktiver machen. Zum anderen spielen auch weiche Faktoren eine wesentliche Rolle, z.B. eine gute Führungskultur, gesellschaftliches Ansehen des Berufs, eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, möglichst wenig Bürokratie, Karrieremöglichkeiten sowie die Übernahme von Verantwortung.

Um durch höhere Kosten nicht die Insolvenzgefahr für Pflegeanbieter zu erhöhen, werden die Preise für Pflegeleistungen und damit die Belastung der Pflegebedürftigen steigen müssen. Inwieweit die Beitragszahler noch weiter belastet werden können, hängt von der gesamten Abgabenlast mit Steuern und Sozialabgaben ab.


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Zuwanderung von Pflegekräften

Darüber hinaus könnte die Zuwanderung qualifizierter Pflegefachkräfte den Fachkräftemangel lindern, zudem sollte auch in der Pflege verstärkt über arbeitssparenden Technikeinsatz nachgedacht werden. Eine Möglichkeit ist die Nutzung innovativer Technik im Bereich Ambient Assisted Living (AAL). Hier könnte moderne Technologie die Pflegekräfte unterstützen und ihnen mehr Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen zu den Pflegebedürftigen geben.

Neben Personal wird überdies mehr Kapital benötigt, insbesondere privates Kapital. Dieses wird jedoch nur bereitgestellt, wenn es risikogerecht verzinst wird. Die Politik sollte daher die Regulierungsdichte reduzieren und die unternehmerische Handlungsfreiheit ausweiten. So sind zum Beispiel Vorgaben zur Heimgröße oder zum Anteil der Ein-Bett-Zimmer überflüssig. Wichtig ist vielmehr, dass es ein ausreichend großes Angebot an Einrichtungen gibt, die miteinander in einem Preis- und Qualitätswettbewerb stehen. Dazu muss die Pflegequalität leicht verständlich dargestellt werden. Dann können sich die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen das Heim aussuchen, das ihren Präferenzen am besten entspricht und das für sie noch bezahlbar ist. Wenn die Politik indessen restriktive Vorgaben macht, läuft sie Gefahr, dass sie entweder nicht die Präferenzen aller Pflegebedürftigen trifft oder nur zu teure Angebote zulässt.

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Die Soziale Pflegeversicherung (SPV) konnte zwar zuletzt ihre Einnahmen deutlich erhöhen

Ihre Kapitalreserven reichen nach aktuellem Stand aber trotzdem vermutlich nur bis etwa zum Jahr 2035. Langfristig sind daher Anpassungen sowohl an der Einnahmen- als auch Ausgabenseite nötig. Auf der Einnahmenseite wären Maßnahmen sinnvoll, die die Erwerbsquote von älteren Menschen und Frauen weiter steigern. Der nächste Schritt sollte eine Dynamisierung des Renteneintrittsalters sein, mittels derer die steigende Lebenserwartung in einem ausgewogenen Verhältnis auf Erwerbsleben und Rente aufgeteilt wird. Auf der Ausgabenseite sollte der inzwischen recht steile Wachstumspfad der Ausgaben abgeflacht werden. Dies könnte auch durch Maßnahmen geschehen, die den Pflegebedarf vermeiden und verringern, beispielsweise durch mehr Prävention, „Reha vor Pflege“ und technische Assistenzsysteme.

„Mit der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigen. Um sie adäquat versorgen zu können, braucht die deutsche Pflegebranche in den nächsten Jahren zusätzliches Personal und Kapital“, sagt RWI-Pflegeexperte Ingo Kolodziej. „Um die Personalknappheit zu überwinden, gilt es, Pflegeberufe attraktiver zu machen, sowohl durch höhere Löhne für qualifiziertes Personal als auch durch bessere Arbeitsbedingungen“, so Kolodziej.

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Datengrundlage zum Report

Datengrundlage des „Pflegeheim Rating Report 2022“ sind 427 Jahresabschlüsse aus den Jahren 2014 bis 2019. Sie umfassen insgesamt 2.113 Pflegeheime bzw. rund 14 Prozent des Marktes. Der Report wird gemeinsam vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit der Evangelischen Bank eG und der Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie mit Unterstützung der Terranus Consulting GmbH erstellt.

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MVGmeinRad-Leihsystem wird in Ingelheim nicht verlängert

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Ingelheim bei Nacht 3
Ingelheim bei Nacht 3

Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 22. November 2021 beschlossen, das Bikesharing-Projekt nicht über den 30. November 2021 hinaus zu verlängern. Damit folgte der Ausschuss dem Vorschlag der Stadtverwaltung.


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Die Kooperation mit der MVGmeinRad der Mainzer Verkehrsgesellschaft begann im März 2018

Die vergleichsweise sehr niedrige Auslastung in Ingelheim ist der Grund dafür, das Projekt nun auslaufen und die acht Stationen wieder abbauen zu lassen. Von Laufzeitbeginn des Projektes bis 30. September 2021 wurden insgesamt 5.129 Fahrten registriert. Dies sind durchschnittlich vier Fahrten pro Tag bei 76 Leihrädern. Die der Stadt Ingelheim entstehenden Kosten und der Nutzen für den Klimaschutz stehen damit in keinem vertretbaren Verhältnis.

Dennoch bleibt es das Ziel der Stadt Ingelheim, die Attraktivität des Radverkehrs weiter zu erhöhen und in diesem Zuge innovative Projekte umzusetzen. „Wir suchen Partner, die die Ausleihe von Pedelecs und Lastenrädern ermöglichen. Auch die Idee eines kreisweiten Bikesharings verfolgen wir weiter. So könnten Synergieeffekte zwischen den Kommunen genutzt und ein attraktives ortsübergreifendes Angebot gemacht werden“, erläutert die Beigeordnete und Umweltdezernentin Dr. Christiane Döll.

 

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19-jähriger Mercedes-Fahrer baut betrunken Verkehrsunfall in Bad Kreuznach

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Fahrzeug 1 e1638181784683
Fahrzeug 1 e1638181784683

Am Sonntag (28. November 2021) kam es gegen 03:25 Uhr zu einem Unfall im Bad Kreuznacher Stadtteil Planig. Ein 19-jähriger Autofahrer fuhr mit seiner Mercedes E-Klasse auf der Bundesstraße B428 in Fahrtrichtung Mainzer Straße.

Alkohol am Steuer

Am dortigen Kreisel verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam nach links von der Straße ab und knallte auf die Verkehrsinsel und kam an einem Verkehrsschild zum stehen. Die Mercedes E-Klasse wurde durch den Unfall mit Verkehrsschild stark im Frontbereich beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Der junge Autofahrer war augenscheinlich stark alkoholisiert, verweigerte jedoch einen Atemalkoholtest. Ihm wurde daher eine Blutprobe entnommen, der Führerschein sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet. Personen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.

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Personen für Kindertagespflege im Kreis Mainz-Bingen gesucht

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Kindergarten Maedchen
Kindergarten Maedchen

Im Landkreis Mainz-Bingen sorgen nicht nur die Kindertagesstätten, sondern auch die vielen Tagespflegepersonen dafür, dass der Nachwuchs ausreichend betreut werden kann. Die von der Kreisverwaltung geschulten Fachkräfte, die oft in den eigenen Räumlichkeiten arbeiten, können intensiv auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen. Zudem können sie gemeinsam mit den Eltern flexible Betreuungszeiten vereinbaren, die allen Beteiligten entgegenkommen.


Infoveranstaltungen

Wer gerne in der Kindertagespflege tätig werden möchte, kann sich bei Veranstaltungen des Kreisjugendamtes Mainz-Bingen informieren und anschließend in einem Kurs als Tagesmutter oder -vater qualifizieren. Dazu gibt es in 2022 drei Möglichkeiten, an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen – die erste am Freitag, den 7. Januar 2022 um 9.30 Uhr in Raum 454 der Kreisverwaltung. Vorgestellt werden unter anderem rechtliche Grundlagen, persönliche Voraussetzungen sowie die Inhalte des Qualifikationskurses für angehende Tagesmütter und -väter. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um eine vorherige Anmeldung wird gebeten.

In Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule bietet die Kreisverwaltung regelmäßig solche rund einjährigen Qualifizierungskurse zur Kindertagespflege an. Diese sind kostengünstig, umfassen 210 Unterrichtseinheiten und können teilweise in Präsenz oder online absolviert werden. Auch eine berufsbegleitende Teilnahme ist möglich. Der nächste Kurs startet im Frühjahr 2022.

Weitere Informationen geben die Mitarbeiterinnen der Fachberatung Kindertagespflege unter der Telefonnummer 06132/787-13380. Anmeldungen werden auch per E-Mail angenommen: baumgaertner.stefanie@mainz-bingen.de

Infokasten Termine Infoveranstaltungen:

  • Freitag, den 7. Januar 2022, 9.30 Uhr, Raum 454 der Kreisverwaltung
  • Donnerstag, den 3. Februar 2022, 15 Uhr, Raum 454 der Kreisverwaltung
  • Mittwoch, den 2. März 2022, 9.30 Uhr, online

Inflationsrate steigt weiter stark an – Verbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen

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Im November 2021 erreichte die Teuerungsrate einen neuen Höchststand. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg der Verbraucherpreisindex von November 2020 bis November 2021 um 5,1 Prozent. Die Inflationsrate lag damit den siebten Monat in Folge über der für die Geldpolitik wichtigen Zwei-Prozent-Marke. Im Oktober 2021 betrug die Inflationsrate 4,6 Prozent.


Die hohen Inflationsraten in den vergangenen Monaten haben eine Reihe von Gründen

Zum einen ist dies auf die niedrigen Preise im Jahr 2020 zurückzuführen, unter anderem aufgrund des niedrigen Preisniveaus bei Mineralölprodukten sowie der reduzierten Mehrwertsteuersätze. Zum anderen dürften enorme Preiserhöhungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen einen Einfluss auf die Entwicklung der Gesamtteuerung haben. Hinzu kommen Preissteigerungen, unter anderem durch die Einführung der CO2-Bepreisung ab Januar 2021 und durch coronabedingte Effekte.

Veränderungen gegenüber November 2020

Die Energiepreise erhöhten sich im Vergleich zum November 2020 um 22,5 Prozent. Vor allem die Preise für Mineralölprodukte zogen deutlich an (plus 51,9 Prozent). Heizöl (einschließlich Umlage) verteuerte sich um 60,8 Prozent. Der Anstieg fiel damit etwas niedriger aus als im Oktober, als die Preise um 62,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegten. Auch bei Kraftstoffen gab es einen merklichen Preiszuwachs (plus 43,3 Prozent). Die Preise für Gas (einschließlich Umlage; plus 8,5 Prozent) sowie für Fernwärme (plus 5,7 Prozent) und Strom (plus 3,3 Prozent) stiegen ebenfalls spürbar.

Die Nahrungsmittelpreise lagen im November 2021 um 4,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Besonders kräftig fielen die Preissteigerungen bei Speisefetten und Speiseölen aus (plus 11,2 Prozent). So kosteten Margarine und Butter 14,1 bzw. 11,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher auch für Molkereiprodukte und Eier (plus 6,8 Prozent; darunter Eier: plus 14,8 Prozent und Schnittkäse: plus 7,9 Prozent). Obst verbilligte sich dagegen um 1,1 Prozent. Beispielsweise sanken die Preise für „Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen oder Ähnliches“ um 11,3 Prozent und für Äpfel um 5,7 Prozent.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, stieg im November auf plus 3,3 Prozent – ebenfalls ein neuer Höchstwert.
Durch die kräftigen Steigerungen der Kraftstoffpreise wies die Abteilung „Verkehr“ die höchste Teuerungsrate unter den zwölf Abteilungen auf (plus 14,7 Prozent). An zweiter Stelle folgt der Bereich „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ (plus 4,9 Prozent). Die niedrigsten Preissteigerungen gab es in den Bereichen „Bildungswesen“ (plus 1,0 Prozent), „Gesundheit“ (plus 1,4 Prozent) sowie „Post und Telekommunikation“ (plus 1,6 Prozent).

Veränderungen gegenüber Oktober 2021

Im Vergleich zum Vormonat Oktober sank der Verbraucherpreisindex um 0,4 Prozent. Besonders günstig entwickelten sich die Preise von Waren und Dienstleistungen in der Abteilung „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (minus fünf Prozent). Auch in den Bereichen „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ sowie „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ lagen die Preise unter dem Niveau des Vormonats (jeweils minus 0,3 Prozent). Preiserhöhungen waren in den Abteilungen „Verkehr“ (plus 0,6 Prozent) und „Möbel, Leuchten, Geräte u. a. Haushaltszubehör“ (0,5 Prozent) zu verzeichnen. Unverändert blieben die Preise in den Abteilungen „Post und Telekommunikation“ sowie „Bildungswesen“.

Mädchen stirbt bei Wohnhausbrand in Südhessen

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Feuerwehr
Feuerwehr

Am Sonntagnachmittag (28. November 2021) kam es gegen 17:45 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz in der Schöneweibergasse in Griesheim. Bei bei dem Wohnhausbrand in einem Mehrfamilienhaus kam ein junges Mädchen ums Leben.


Drei weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt

Anwohner hatten über den Notruf Feuer und Rauch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes gemeldet. Insgesamt wohnten acht Personen in dem Haus. Im Rahmen der Löscharbeiten machten die Rettungskräfte dann den tragischen Fund. In der betroffenen Wohnung im ersten Obergeschoss fanden sie eine tote Person, bei der es sich um ein dort lebendes 13 Jahre altes Mädchen handelt.

Der 42-jährige Vater des Mädchens zog sich schwerste Brandverletzungen zu und musste daher in eine Spezialklinik gebracht werden. Ebenfalls schwer verletzt wurde die 61-jährige Großmutter des Mädchens. Ein 49-jähriger Mann erlitt durch das Einatmen der Rauchgase leichte Verletzungen. Weitere Bewohner wurden nicht verletzt.

Das Gebäude ist unbewohnbar

Die Löscharbeiten dauerten noch bis in die Morgenstunden des 29. Novembers andauern. Das Gebäude ist durch den Brand unbewohnbar geworden, der Sachschaden wird vermutlich mehrere hunderttausend Euro betragen.

Die Brandursache ist bislang noch unklar, der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen. Erste Hinweise deuten jedoch auf eine Fehlbedienung beim Umgang mit einer Gasflasche und somit auf einen tragischen Unglücksfall hin.

Vor Ort waren über 100 Einsatzkräfte von:

  • der Berufsfeuerwehr Darmstadt
  • der freiwilligen Feuerwehr Griesheim
  • der freiwilligen Feuerwehr Pfungstadt
  • der freiwilligen Feuerwehr Babenhausen
  • der freiwilligen Feuerwehr Riedstadt OT Wolfskehlen
  • dem Technischen Hilfswerk
  • dem Psychosozialen Versorgungsdienst
  • der Polizei Darmstadt-Dieburg

Die Einsatzkräfte wurden nicht nur durch die alarmierte Versorgungseinheiten sondern auch von Anwohnern mit frischen Backwaren und Sandwiches, Obst und warmen Getränken versorgt.

Brandursache kann nicht ermittelt werden

Wie die Polizei um 17:20 Uhr mitteilte, haben Brandermittler der Kriminalpolizei und des hessischen Landeskriminalamtes am Montagmorgen den Brandort untersucht. Die Wohnung im ersten Obergeschoss ist nahezu vollständig ausgebrannt. Der Zerstörungsgrad, insbesondere im Wohnzimmer, ist sehr hoch, sodass die Brandursache ist nicht mehr feststellbar ist. Allerdings deutet nach Angaben der Polizei das Brandbild darauf hin, dass beim Umgang mit einer Gasflasche ein Fehler passiert sein könnte. Eine schlagartige Entzündung des entwichenen Gases könnte demnach zu dem tragischen Unglücksfall geführt haben.

Die abschließende Bestätigung, ob es sich bei der verstorbenen Person um das 13-jährige Mädchen handelt, muss in den kommenden Tagen die gerichtsmedizinische Untersuchung zeigen. Während der schwer verletzte 42 Jahre alte Mann noch in der Klinik behandelt werden muss, konnten die anderen beiden Verletzten das Krankenhaus verlassen.

Das Mehrfamilienhaus ist vorerst nicht bewohnbar. Die Wohnungen haben erhebliche Brand- und Rußschäden erlitten. Die Hausbewohner sind im Hotel oder bei Freunden und Bekannten vorerst untergekommen. Der bei dem Brand entstandene Sachschaden wird mittlerweile auf mindestens 350.000 Euro geschätzt.

42-Jähriger im Krankenhaus verstorben

Wie die Polizei am Dienstagvormittag (30. November 2021) gegen 10:00 Uhr mitteilte, waren die Verletzungen des 42 Jahre alter Mannes so schwerwiegend, dass er am Montagabend im Krankenhaus gestorben ist.

Vollsperrung zwischen Gonsenheim und Mainz-Drais

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In der Zeit vom 10. Dezember, 19 Uhr, bis 13. Dezember, 5 Uhr, wird die L 427 / K16 (Zwanzig-Morgen-Weg) in Höhe des Überführungsbauwerks der L 419 (Saarstraße) zum Einheben von Spannbetonfertigteilen für den Neubau der südlichen Brückenhälfte in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt.


Umleitung über die Saarstraße

Der Verkehr von Mainz-Drais nach Mainz-Gonsenheim wird über die Saarstraße und den Europakreisel umgeleitet. So führt diese Umleitung über die L 427, die Auffahrt L419 (Saarstraße) in Richtung Mainz Innenstadt bis Europakreisel und dann auf der Saarstraße in Richtung Mainz-Finthen/Autobahn A60 bis Abfahrt L427 nach Gonsenheim.

Die Umleitungsstrecke von Gonsenheim nach Drais erfolgt über die L427, die Auffahrt L419 (Saarstraße) in Richtung Mainz-Finthen/Autobahn A60 bis zur K11 und anschließend von Finthen nach Drais. Die L419 (Saarstraße) bleibt im Baustellenbereich 2-streifig im Gegenverkehr auf nördlichen Richtungsfahrbahn „Mainz-Finten/A 60“ befahrbar.

Seit April 2020 werden die beiden Straßenbrücken im Zuge der Saarstraße erneuert. Die Baumaßnahme soll im Sommer 2022 abgeschlossen werden. Die Baukosten für Brückenneubau und Brückensanierung betragen rund 4,70 Millionen Euro. Das Bauvorhaben ist im Kosten- und Zeitplan.

Da sich die Behinderungen im Verkehrsablauf nicht vermeiden lassen, werden die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Maßnahme gebeten.

Gebäudebrand in der Mainzer Neustadt: Mehrere Häuser evakuiert

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Großeinsatz am Sonntagnachmittag (28. November 2021) für die Mainzer Rettungskräfte. Gegen 15:50 Uhr gingen die ersten Notrufe bei den Mainzer Leitstellen ein. Nach ersten Informationen, die dieser Onlinezeitung vorliegen, handelte es sich um einen massiven Brand in einer Tiefgarage in der Leibnizstraße. BYC-News war vor Ort.


Feuerwehr mit einem Dutzend Einsatzkräften im Einsatz 

Durch die vorerst unklare Lage wurden zuerst beide Feuerwachen der Berufsfeuerwehr Mainz alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der Einsatzkräfte war eine schwarze Rauchsäule über der Mainzer Neustadt zu sehen. Anschließend wurden umgehend weitere Kräfte alarmiert. Auch der Direktionsdienst wurde in den Einsatz involviert.  

Brandbekämpfung im Inneren der Tiefgarage 

Die Feuerwehr war anfänglich mit 3 Angriffstrupps unter Atemschutz mit 3 C-Rohren bei der Brandbekämpfung um das weitere ausdehnen auf das Gebäudeinnere zu verhindern. Zwischenzeitlich wurden die Personen der angrenzenden Wohnhäuser der Hausnummern 4, 6 und 8 evakuiert.  

Polizei organisiert Stadtbus für evakuierte Personen 

Da die Tiefgarage an mehrere Wohnhäuser angeschlossen ist, drang in gleich mehrere Hausflure dichter Rauch. Dementsprechend wurden die angrenzenden Wohnhäuser von der Feuerwehr evakuiert. Die Mainzer Polizei organisierte über die Leitstelle der Mainzer Mobilität einen Stadtbus, in dem sich die evakuierten Personen aufwärmen konnten.

Feuer nach 45 Minuten unter Kontrolle 

Der Angriffstrupp meldete aus der Tiefgarage gegen 16:35 Uhr, dass das Feuer unter Kontrolle, jedoch noch nicht gelöscht sei. Da die Rauchentwicklung um diese Zeit noch immer sehr stark war, war die Einsatzstelle in einem großen Umkreis für Passanten durch die Polizei gesperrt worden.  

Feuer nach 90 Minuten gelöscht 

Die Meldung “Feuer aus” erfolgte durch die eingesetzten Kräfte im Gebäude um 17:20 Uhr. Anschließend folgten Nachlöscharbeiten, Lüftungs- und Erkundungsmaßnahmen. Auch der Kriminaldauerdienst der Polizei Mainz nahm zu diesem Zeitpunkt seine Ermittlungen zur Brandursache, die aktuell noch ungeklärt ist, auf.  

Rückbau der ersten Einsatzkomponenten nach mehr als zwei Stunden Einsatzdauer 

Die ersten Einheiten traten ihre Rückfahrt zu den Feuerwehrgerätehäusern rund zwei Stunden nach Einsatzbeginn an. Die Einsatzkomponenten wie z. B. der Meldekopf des Einsatzleitwagen 2 wurde nach rund 140 Minuten zurückgebaut und auf der Rückfahrt zur Feuerwache.


Keine verletzten zu vermelden 

Die Feuerwehr konnte bis zum Einsatzende keine Verletzten vermelden. Glücklicherweise kam bei dem Brand in der Tiefgarage und dem daraus entstandenen beißenden Rauch keine Person zu Schaden. Der Regelrettungsdienst war jedoch vorsorglich ebenfalls mit mehreren Rettungswagen und an der Einsatzstelle in Bereitstellung. 

Einsatzleitwagen 2 im Einsatz 

Durch das große Volumen an Einsatzkräften kam der Einsatzleitwagen 2 der Berufsfeuerwehr Mainz gegen 16:30 Uhr zum Einsatz. Dieses Fahrzeug wird zur Führung an der Einsatzstelle bei Großschadenslagen eingesetzt. Das Fahrzeug besteht aus zwei getrennten Arbeitsbereichen; dem Funkarbeitsbereich und dem Besprechungsraum. Auch die Versorgungseinheit der Feuerwehr kam zum Einsatz. Diese versorgten die eingesetzten Kräfte mit Wasser und Snacks bei der körperlichen Anstrengung, die von den Einsatzkräften der Feuerwehr am Einsatzort geleistet wird. 

Freiwillige Feuerwehren ebenfalls im Einsatz 

Neben der Berufsfeuerwehr Mainz waren auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Weisenau und der Stadt alarmiert und an der Einsatzstelle im Einsatz. Während die Wachen 1 und 2 durch die Freiwilligen Feuerwehren Mombach, Bretzenheim und Marienborn für weitere Einsätze nachbesetzt wurden. Zudem war der Ortsverein des DRK Mainz-Hechtsheim mit einem Rettungswagen zur Absicherung der Feuerwehr vor Ort in Bereitstellung. Der Einsatz wurde von der Feuerwehr um 19:00 Uhr beendet und die Einsatzstelle dem Kriminaldauerdienst sowie dem Eigentümer übergeben.

Überregionale Tagung soll die Stadt Bingen als Tourismusregion stärken

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Topthema 20211125 Pressegespraech Tourismustagung bearbeitet
Topthema 20211125 Pressegespraech Tourismustagung bearbeitet

Nächstes Jahr im Mai soll in Bingen eine Tourismustagung stattfinden. Veranstalter wird die in Bingen ansässige Tourexpi GmbH sein, die als Dienstleiter für Reisebüros und Reiseveranstalter im internationalen Tourismus mit den Anbieter direkt vernetzt wird.


Oberbürgermeister Thomas Feser dazu

„Insofern verspreche ich mir von einer solchen Veranstaltung einen enormen Werbewert für unsere Stadt und Region bei den touristischen Anbieter direkt, die vielleicht zum ersten Mal bewusst in unsere schöne Stadt und an den Rhein reisen“, ist Oberbürgermeister positiv gestimmt, dass dieses Format ein sehr guter Ansatz ist, neue Zielgruppen zu erschließen.

Lust auf eine Reise nach Bingen und die Umgebung machen

Mit bis zu 1000 Teilnehmer wird gerechnet und neben zwei Tagungstagen sollen im Anschluss zwei weitere Tage mit Angeboten die Region zu entdecken, Lust auf eine Reise nach Bingen und die Umgebung machen. Darüber hinaus soll ein Hildegard von Bingen-Preis für Nachhaltigkeit im Tourismus vergeben werden, wobei in unterschiedlichen Kategorien Destinationen, Hotelketten/-verbände, Airlines, Flughäfen und Kreuzfahrtreedereien, touristische Veranstalter und Persönlichkeiten ausgezeichnet werden sollen.

Weiterer Programmpunkt soll ein weltweites Treffen von Bürgermeistern aus Partnerstädten sein. Bereits 2015 gab es den 1. Internationalen Tourismusgipfel der Partnerstädte in Mersin/Türkei, der mehr als 70 Bürgermeister zusammen führte.
„Mit der Fortführung einer solchen Zusammenkunft in Bingen setzen wir ein weiteres Zeichen für die Weltoffenheit und internationale Zusammenarbeit in Bingen und ich freue mich schon jetzt meine Kollegen/innen aus unseren Partnerstädten und darüber hinaus begrüßen zu können“, so Thomas Feser.

Audi kracht frontal in Wohnmobil zwischen Mommenheim und Schwabsburg

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Am Samstagnachmittag (27. November 2021) kam es gegen 14:15 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Landstraße zwischen Mommenheim und Schwabsburg. Drei Personen wurden dabei verletzt.


Eine Frau wurde lebensbedrohlich verletzt

Der 48 Jahre alte Audi-Fahrer aus Oppenheim befuhr die Kreisstraße K38 in Richtung Oppenheim. Vor einer langgezogenen Rechtskurve wollte er ein Auto vor ihm überholen, das von einer 26 Jahre alten Frau aus Mommenheim gefahren wurde. Als er sich auf der linken Spur zum Überholen befand, kam ihm ein Wohnmobil entgegen. Es kam zum Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die 57 Jahre alte Fahrerin des Wohnmobil lebensbedrohlich verletzt. Ihr 57-jähriger Ehemann sowie der Audi-Fahrer erlitten leichte Verletzungen. Die Insassen der Fahrzeuge wurden zunächst von der Feuerwehr erstversorgt und anschließend dem Rettungsdienst übergeben. Das Ehepaar wurde durch den Rettungsdienst in die Uniklinik Mainz gebracht. Der Audifahrer wurde in die Klinik in Worms gefahren.

Ein Hund, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls ebenfalls in dem zum Wohnmobil umgebauten Kleinbus befand wurde in Absprache mit der Besitzerin durch einen Ersthelfer zu einer Tierärztin nach Mainz gebracht. An den Fahrzeugen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 35.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden.

Die Fahrbahn wurde voll gesperrt

Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss ergaben sich nach Angaben der Polizei nicht. Durch die Bereitschafts-Staatsanwältin wurde ein Sachverständiger beauftragt, um den Unfall zu rekonstruieren. Zudem wurden die beiden Unfallfahrzeuge sichergestellt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Abschleppmaßnahmen wurde die Fahrbahn von 14:15 bis 17:30 Uhr vollständig gesperrt. Der Verkehr umgeleitet. Die Feuerwehr stellte vor Ort den Brandschutz sicher und barg eine Gasflasche aus dem Wohnmobil. Nach rund 3,5 Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

Im Einsatz waren:

  • Freiwillige Feuerwehr Mommenheim
  • Freiwillige Feuerwehr Nierstein / Schwabsburg
  • Freiwillige Feuerwehr Guntersblum
  • Wehrleitung Feuerwehr VG Rhein-Selz
  • Führungsunterstützung VG Rhein-Selz
  • Facheinheit Presse VG Rhein-Selz
  • Rettungshubschrauber
  • Malteser Rettungsdienst
  • Polizei

VW Touareg im Vollbrand an der Autobahn A60 in Bingen

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Am Samstagabend (27. November 2021) kam es gegen 23:45 Uhr zu einem Fahrzeugbrand auf dem Mitfahrerparkplatz an der Autobahn A60 in Bingen-Ost. Dort war ein VW Touareg vollständig in Flammen aufgegangen.


SUV stand im Vollbrand

Die Meldung über das brennende Fahrzeug ging um kurz vor Mitternacht über den Notruf ein. Sofort wurde eine Streife zu dem Mitfahrerparkplatz geschickt. Als die Polizei vor Ort eintraf, stand der SUV bereits im Vollbrand. Der Wagen konnte von der Feuerwehr Bingen zeitnah gelöscht werden.

Allerdings war der PKW vollständig ausgebrannt, sodass ein Totalschaden im hohen fünfstelligen Bereich entstand. Wie es zu dem Brand kam ist derzeit noch unklar und wird von der Polizei ermittelt. Zur weiteren Abklärung der Brandursache wurde der Wagen sichergestellt.

Christina Gohl: „Wir haben in Ginsheim-Gustavsburg ein riesiges Müllproblem“

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Seit Jahren gibt es in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg ein großes Müllproblem. Das Altrheinufer, der Mainstrand, der Damm und der Burgpark sind eigentlich tolle Orte, die jedoch leider immer wieder vermüllt werden und dadurch nur wenig Erholungs-Faktor bieten. BYC-News sprach darüber mit Christina Gohl, der Bürgermeisterkandidatin von Bündnis 90 / Die Grünen.


„Die aktuelle Lösung finde ich paradox“

„Wir haben hier in Ginsheim-Gustavsburg ein riesiges Müllproblem. Ich finde aber, dass es überhaupt nicht nachhaltig ist, wie das Problem aktuell angegangen wird. Denn zur Zeit beschäftigt die Stadt ein oder zwei Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis, um den Müll einzusammeln. Aber welche Signale setzt die Stadt damit? Das ist, als hätte ich eine Tonne, die schon am überlaufen ist, und jede Woche kommt jemand und kippt ein bisschen davon aus, bis es nächste Woche wieder überläuft. Für mich ist das paradox und nicht nachhaltig gedacht“, erklärt Christina Gohl.

„Wir brauchen clevere Lösungen“

„Ich bin deshalb dafür, dass wir uns gemeinsam Konzepte überlegen, um das Problem dauerhaft zu lösen. Wir wissen schließlich, wo der Müll regelmäßig abgeladen wird. Und für mich ist das Ziel, diese Plätze einmal richtig sauber zu machen und gleichzeitig eine gute Kampagne zu starten, in der wir die Leute darauf hinweisen, dort keinen Müll mehr liegen zu lassen. Das muss auch nicht die Welt kosten. Ein Schild mit ‚Müll liegen lassen verboten‘ ist da nicht die Lösung. Wir brauchen etwas mit einem marketingwissenschaftlich fundierten Hintergrund. Schilder mit Aufschriften wie ‚Danke, dass du diesen Platz sauber hältst‘ fände ich beispielsweise sinnvoller. Ich denke, das können wir gemeinsam schaffen“, so Gohl.

Ein weiteres Thema seien die Mülltonnen am Altrheinufer und am Damm. Diese könne man beispielsweise mit Deckeln ausstatten. „Dann fliegt uns bei einem Sturm auch nicht gleich der ganze Müll um die Ohren, und auch die Raben holen den Müll dann nicht mehr raus. Das ist etwas, das nicht viel kostet und sehr effektiv ist“, so die Kandidatin.

Müllproblematik am Mainstrand

Auch am Mainstrand in Gustavsburg liegt vor allem im Sommer viel Müll. Grund dafür sind unter anderem die fehlenden Mülltonnen. In einem früheren Interview erklärte der aktuell amtierende Bürgermeister, Thies Puttnins-von Trotha, weshalb die Mülltonnen, die dort einmal standen, entfernt wurden: „Durch das Aufstellen der Mülltonnen wird dem Bereich am Gustavsburger Bogen ein öffentlicher Charakter verliehen, und es wird der Anschein erweckt, dass das Baden dort sicher und gewollt ist. Das Gegenteil ist aber der Fall“, sagte er im August 2020 gegenüber BYC-News.

Bürgermeisterkandidatin Christina Gohl sieht das anders und erklärt: „Das ist völlig am Ziel vorbei gedacht. Denn als dort noch Mülltonnen standen, war es wesentlich sauberer. Zu sagen, dass keine Menschen kommen, wenn man die Mülltonnen entfernt, das funktioniert nicht. Denn die Leute sehen nicht den Zusammenhang. Wenn der Mainstrand also ein Ort ist, an den die Menschen gerne gehen, dann sind wir als Stadt dafür zuständig, den Ort sauber und sicher zu halten. In dem Fall müssen wir dann mit dem zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg Gespräche führen, damit das umgesetzt wird. Das heißt natürlich nicht, dass das gleichzeitig eine Einladung ist, im Main zu schwimmen: davon rate ich dringend ab. Aber als Aufenthaltsort ist der Mainstrand, wenn er denn dann sauber ist, ein toller Platz“

Rückruf von 8.600 Packungen Chio Chips

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Rückruf bei REWE
Lebensmittelwarnung / Rückruf

Der Snack-Hersteller Intersnack SE mit Sitz in Köln informiert über den Rückruf von Chio Chips. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden in einigen Packungen statt Kartoffelchips der Geschmacksrichtung „Paprika“ Produkte der Geschmacksrichtung „Chili Cheese“ abgefüllt. Das für den Geschmack „Chili Cheese“ verwendete Gewürz enthält das Allergen Milch, das nicht auf der Verpackung deklariert ist.

Folgendes Produkt ist betroffen:

  • Produkt: Chio-Chips Red Paprika
  • Inhalt: 175g
  • Chargennummer: LGD 41 F 21.02.2022

Die Information befindet sich auf der Rückseite links oben auf der Verpackung.

Produktabbildung: Intersnack Knabber-Gebäck GmbH

8.600 Packungen betroffen

Betroffen sind rund 8.600 Packungen, die in 159 Geschäften des Lebensmitteleinzelhändlers Kaufland in der Region Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen vertrieben werden.

Die abgepackte Ware ist von einwandfreier Qualität. Bei dem Rückruf handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz von Personen, die an einer Milcheiweißallergie oder Lactoseintoleranz leiden. Von allen anderen Personen kann das Produkt bedenkenlos verzehrt werden.

Das Produkt wird ersetzt

Intersnack SE bittet ihre Kunden, die betroffene Ware (unfrei) – unter Angabe des Absenders – an folgende Herstelleradresse zu schicken, um das Produkt ersetzen zu können:

Intersnack SE
“Chio-Chips“
Erna-Scheffler-Str. 3
51103 Köln
Deutschland

Erneut brennen E-Auto Batterien in Bischofsheim – Logistikkomplex dicht gemacht

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Feuerwehr Bischofsheim Einsatz53
Feuerwehr Bischofsheim Einsatz53

Am Samstagmittag (27. November 2021) kam es gegen 12:00 Uhr zu einem erneuten Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet „Schindberg“ in Bischofsheim. Schon wieder hatten dort Batterien für Elektrofahrzeuge gebrannt. BYC-News war vor Ort.


Batterien wurden in Wasserbäder gelegt

Erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (26. November 2021) waren über 100 Einsatzkräfte dort mehrere Stunden im Einsatz. Bei der Nachkontrolle am Samstag fiel auf, dass schon wieder mehrere Batterien brannten. „Die Maßnahmen sind jetzt, dass wir zwei wasserdichte Wannen angefordert haben. Die brennenden Batterien werden dann in die Wannen eingesetzt, welche anschließend geflutet wurden“, erklärte Ingo Kalweit, Bürgermeister von Bischofsheim vor Ort gegenüber BYC-News.

 Brennende Batterien lassen sich nicht löschen

„Das Problem ist, dass sich Batterien auf technische Weise eigentlich nicht löschen lassen, egal ob mit Wasser oder mit Schaum. Man kann die Temperatur zwar senken und damit das Gefahrenpotential minimieren aber sie werden nicht aufhören im Inneren zu glühen. Die einzige Möglichkeit ist es, die Batterien für rund 10 bis 14 Tage in einem Wasserbad zu lagern. Erst dann sind die Batterien ausgeglüht und es besteht keine Gefahr mehr“, erklärt Kalweit weiter.

Das Gebäude darf nicht mehr genutzt werden

Es habe mit dem Gebäude und den diversen darin ansässigen Firmen Probleme gegeben. Besonders das Gebäude habe sich als besonders dramatisch herausgestellt, da bei dem ersten Einsatz zwei Tage zuvor aufgefallen sei, dass die gesamte brandtechnische Anlage des Gebäudes außer Betrieb gesetzt war. Der Bürgermeister hatte daher am Freitagmorgen das Kreisbauamt informiert, welches daraufhin eine Nutzungsuntersagung für das gesamte Gebäude verfügt hat.

Im Einsatz waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg sowie 12 Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk Groß-Gerau, vier Rettungssanitäter vom DRK Mainspitze und eine Polizeistreife.

Olaf Scholz zum möglichen Lockdown: „Es gibt nichts was man nicht in Betracht zieht“

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Olaf Scholz hatte am Samstagmorgen (27. November 2021) eine Rede beim Bundeskongress der SPD-Parteijugend Jusos gehalten. Darin erklärte er, dass er einen  einen Lockdown nicht mehr grundsätzlich ausschließe. Man werde alles tun, was getan werden müsse, denn es gebe „wieder neuen dramatischen Herausforderungen“. Aus diesem Grund gebe es nichts, was man nicht in Betracht ziehe.


„Wir werden alles tun, was nötig ist“

Nur wenige Stunden später erklärte Scholz auf Twitter: „Wir etablieren einen Krisenstab und entwickeln einen neuen, präzisen Umgang mit den aktuellen Herausforderungen zu Corona und Omikron. Wir werden alles tun, was nötig ist. Es gibt nichts, was nicht in Betracht gezogen werden kann.“ Somit lehnt Scholz den Lockdown nicht mehr vollkommen ab.

Dabei hatten SPD, FDP und die Grünen einen erneuten deutschlandweiten Lockdown eigentlich ausgeschlossen. Erst Ende September hatte Scholz gegenüber den Medien erklärt: „Es wird keinen neuen Lockdown geben!“

Baerbock: „Ich schließe nicht aus, dass es weiterer Schritte bedarf“

Auch Annalena Baerbock (Grüne) und Robert Habeck (Grüne) scheinen den Lockdown nicht mehr vollkommen auszuschließen. Baerbock hatte erst vor wenigen Tagen gegenüber Medien auf die Frage, ob ein erneuter Lockdown kommt geantwortet: „Ich schließe nicht aus, dass es weiterer Schritte bedarf, womöglich pauschaler. Deswegen ist es so wichtig, die nächsten Tage zu nutzen, um sich ein ehrliches Bild zu machen“ Die Dramatik der Situation sei allen sehr bewusst. Man müsse jetzt alles dafür tun, dass die Krankenhausversorgung gesichert bleibt und nicht zusammenbricht.