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Schwerer Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen zwischen Wörrstadt und Ensheim

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Erneut kam es auf der Landstraße L414 zwischen Wörrstadt und Ensheim, an der Abzweigung nach Spiesheim zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person verletzt wurde. Diesmal war ein Bus bei dem Unfall beteiligt. Rettungsdienst, Polizei und mehrere Freiwillige Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde waren am frühen Sonntagabend (5. Dezember 2021) im Einsatz.


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Verkehrsunfall zwischen 3 Fahrzeugen

Gegen 17:00 Uhr kam es zu dem Verkehrsunfall zwischen zwei PKW und einem Bus an der Einmündung zur Landstraße L401. Laut Polizeiangaben übersah ein 49-Jähriger aus Rheinhessen, der von Wörrstadt in Richtung Spiesheim unterwegs war, beim Abbiegevorgang eine 49-jährige, die aus Ensheim in Richtung Wörrstadt fuhr. Der Opel Corsa des Fahrers aus Rheinhessen drehte sich nach dem Zusammenstoß um die eigene Achse und wurde gegen einen mittlerweile stehenden Kleinbus geschleudert. Im Kleinbus befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls glücklicherweise keine Fahrgäste. Die Landstraßen L414 und L401 wurden für die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme durch die Feuerwehr voll gesperrt. Eine Person wurden bei dem Unfall verletzt und vom Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in ein nahe gelegenes Krankenhaus transportiert.

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Nicht der erste Unfall in diesem Jahr

Bereits am vergangenen Donnerstag 2. Dezember 2021 (wir berichteten) kam es an der Kreuzung nach Spiesheim zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen mittelschwer verletzt wurden. Auch hier kam es zu einer Missachtung der Vorfahrt. Wieder passierte der Unfall durch Unachtsamkeit beim Abbiegen.

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Alle drei Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit

Durch den Zusammenstoß waren alle drei Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit. Sie mussten von umliegenden Abschleppdiensten abgeschleppt werden. Für den Bus, der ein Spezialfahrzeug zum Abschleppen benötigte, wurde ein Abschleppunternehmen aus Bad-Kreuznach beauftragt. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf 35.000 Euro beziffert.

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Mehrere Freiwillige Feuerwehren im Einsatz

Da vorerst unklar war, ob Personen bei dem Unfall eingeklemmt waren, wurden bei dem Verkehrsunfall wurden die umliegenden Feuerwehren alarmiert.
Diese Meldung bestätigte sich glücklicherweise nicht.
Die Feuerwehr sperrte die Landstraße, sicherte den Brandschutz und leuchtete die Unfallstelle mit drei Lichtmasten aus. Im Einsatz waren neben dem Regelrettungsdienst mit drei Rettungswagen, die Polizei der Inspektionen Wörrstadt und Gau-Bickelheim und die Freiwilligen Feuerwehren aus Ensheim, Spiesheim und Wörrstadt. Der Einsatz wurde gegen 19:00 Uhr beendet.

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Ulrich Mönch einstimmig zum neuen Stadtverbandsvorsitzenden der CDU Bingen gewählt

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20211205 Bild Ulrich Moench
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Nach vorne schauen! Vertrauen zurückgewinnen! Profil schärfen! Mit diesen Kernaussagen startet Ulrich Mönch als frisch gewählter neuer Vorsitzender des Binger CDU-Stadtverbandes. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Mönch einstimmig gewählt. Vorausgegangen war der Rücktritt von Stefan Bastiné, der sich auf seine Funktion als Fraktionsvorsitzender der Binger CDU-Fraktion im Stadtrat und Migrationsbeauftragter des Landkreises konzentrieren möchte.


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In seiner Antrittsrede dankte Mönch Stefan Bastiné für den Einsatz in den vergangenen Jahren.

Bastiné habe in den letzten Jahren stets versucht, entgegen des Bundes- und Landestrends, die Binger CDU auf Kurs zu halten. Neben seinen unterschiedlichen politischen Ehrenämtern, habe er sich als zusätzlich als Landtagskandidat zur Wahl gestellt. „Das war kein leichtes Unterfangen.“ Mönch führte aus, dass die Ergebnisse der letzten Kommunalwahl in Bingen und der Landtagswahl gezeigt haben, dass die Partei, von der Basis bis zum Vorstand, die Stärken der CDU besser transportieren muss. „Hier möchte ich die Partei zukunftsfähig aufstellen. Wir sollten vermeiden, uns im Klein-Klein zu verlieren und besser zu den verschiedenen Themen und Projekten, die für die Stadt von Bedeutung sind, die Position und Meinung der CDU deutlich machen. Ich denke, dass die Bürgerinnen und Bürger eine klare Haltung der CDU Bingen erwarten,“ so Mönch.

Im Vorfeld der Wahl wurde offen über die strategische Ausrichtung der Partei gesprochen. Seitens der anwesenden Mitglieder wurde klar kommuniziert, die Handlungen der Partei transparenter darzustellen und gegenüber den anderen Parteien klarer Farbe zu bekennen.

Die CDU Bingen bedankt sich bei Stefan Bastiné für die geleistete Arbeit.

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Neue Zutrittsbeschränkungen für alle städtischen Dienstgebäude und Einrichtungen in Mainz

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Rathaus Mainz
Rathaus Mainz

Einlass nur noch für Geimpfte, Genesene oder Getestete – was an vielen Stellen schon Gewohnheit ist, gilt ab Montag, 6. Dezember 2021, nun auch für alle städtischen Dienstgebäude und Einrichtungen.


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3G ab Montag

Alle Ämter und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Mainz sind für den Publikumsverkehr weiterhin nach Terminvereinbarung geöffnet. Um die Termine in städtischen Gebäuden wahrzunehmen, müssen Besucher daher ab Montag einen gültigen Nachweis über den Impf- bzw. Genesenenstatus oder einen gültigen negativen Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf und von einer Teststelle durchgeführt werden muss, vorlegen. Außerdem bleibt die Kontakterfassung vor Ort erforderlich.

In Ämtern und Einrichtungen mit Security- oder Pfortendiensten kontrollieren Mitarbeitende der Pforte oder des Securitydienstes den 3G-Nachweis. In allen anderen Fällen kontrollieren die Mitarbeitenden den Nachweis zu Beginn des Termins.

Die Stadt Mainz bittet alle Bürger um tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung dieser Regelung und dankt für das Verständnis für die besonderen Maßnahmen in besonderen Zeiten.

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Betrunkener fährt durch Ingelheim und beschädigt mehrere Fahrzeuge

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Polizei Ingelheim: Am frühen Samstagmorgen gegen 02:30 Uhr wurden mehrere geparkte Fahrzeuge beim Vorbeifahren durch einen Autofahrer beschädigt. Ein aufmerksamer Zeuge konnte das Kennzeichen des Fahrzeugs ablesen. Das Fahrzeug des Verursachers konnte daraufhin in der Nähe der Unfallorte beschädigt festgestellt werden. Während der Befragung zum Unfallhergang zeigte sich, dass der 20-jährige Fahrer alkoholisiert war. Aus diesem Grund wurde auf der Polizeiinspektion Ingelheim eine Blutprobe entnommen und ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

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GiGu-Wahl: Matthias Zimmerer, Christina Gohl und Thorsten Siehr

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Am Sonntag (5. Dezember 2021) steht in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg die Bürgermeisterwahl an. BYC-News sprach mit den Kandidaten Christina Gohl (Grüne), Matthias Zimmerer (CDU) und Thorsten Siehr (SPD) über ihre Ansichten, ihre Kandidatur und darüber, was sie zur Politik brachte.


Christina Gohl

Christina Gohl ist am 6. November 1986 in Ahlen geboren. Die 34-Järhige lebt seit dem Jahr 2015 zusammen mit ihrer Familie im Stadtteil Gustavsburg.

Nach dem Abitur in Ahlen im Jahr 2006 war Christina Gohl für ein Jahr lang zum Work and Travel in Australien und Neuseeland unterwegs. Anschließend studierte sie an der Universität in Mainz Erziehungswissenschaften. Nachdem sie ihr Studium im Jahr 2013 mit einem Diplom abschloss, stieg sie im sozialpädagogischen Bereich bei einem Träger im Kreis Groß-Gerau ein und hatte dort bereits nach kurzer Zeit die Position der Regionalleitung inne. Schon in jungen Jahren hatte sie damit eine Führungsposition übernommen. Zu ihrem 30. Geburtstag entschied sie sich für einen Wechsel und verbrachte zunächst ein halbes Jahr in Lissabon, wo sie in einer großen Hotelkette für die Zimmerreservierungen in ganz Europa zuständig war. Seit dem Jahr 2017 ist sie Referentin beim Deutschen Roten Kreuz, Landesverband Rheinland-Pfalz. Dort betreut sie den Bereich Kinder, Jugend und Familie.

Gigu-wahl: matthias zimmerer, christina gohl und thorsten siehr
Christina Gohl

„Seit jedem Tag an dem ich politisch aktiv bin, mache ich das lieber“

„Ich habe Ginsheim-Gustavsburg seit ich hier lebe sehr schätzen gelernt und mich dazu entschieden, hier politisch aktiv sein zu wollen. Für mich ist das Thema Klima sehr wichtig. Auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad über die Eisenbahnbrücke fiel mir irgendwann auf, dass im Rhein nur noch sehr wenig Wasser war, sodass die Schifffahrt eingestellt wurde. Für mich war das ein Zeichen, dass der Klimawandel auch hier in Ginsheim-Gustavsburg angekommen ist. Denn wenn wir kein Wasser haben, dann fehlt uns einfach die Lebensgrundlage. Deshalb und weil ich möchte, dass unsere Kinder genauso gut hier leben können, wie wir jetzt, war für mich klar, dass da was passieren muss. Da war es naheliegend zu den Grünen zu gehen. Seit jedem Tag an dem ich politisch aktiv bin, mache ich das lieber.“, erklärt die Bürgermeister-Kandidatin Christina Gohl.

Seit März 2021 ist Gohl Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung Ginsheim-Gustavsburg, seit Juli 2021 gehört sie dem Kreisvorstand ihrer Partei an.

„Wenn man etwas verändern kann, sollte man das tun“

„Meine Stärke ist auf jeden Fall die Kommunikation, denn ich habe gern mit Menschen zu tun. Ich bringe einen frischen Blick mit,  übernehme gerne Verantwortung und packe gerne Dinge an. Meine Meinung ist: Wenn man das Gefühl hat, etwas verändern zu können, dann sollte man es auch tun.“

10 Prozent des Einkommens wird gespendet

Aus ihrer Arbeit im Stadtparlament weiß Christina Gohl nur zu gut, dass die Stadt sparen und Ausgaben kürzen muss – auch bei Unterstützung von Vereinen und Initiativen, die das soziale Leben in GiGu prägen. Deshalb verspricht sie: „Wenn ich zur Bürgermeisterin gewählt werde, spende ich jeden Monat 10 Prozent meines Einkommens für Vereine, für soziale- und Umweltinitiativen und für die Kultur. So möchte ich meinen persönlichen Beitrag für Ginsheim-Gustavsburg leisten.“

Weitere Interviews mit der Bürgermeisterkandidatin:

  • Teil 1: Christina Gohl – Bürgermeisterkandidatin für Ginsheim-Gustavsburg
  • Teil 2: Christina Gohl: „Der Kita-Ausbau in Ginsheim-Gustavsburg muss voran gehen“
  • Teil 3: Christina Gohl: Eine Bürger-Energiegenossenschaft für Ginsheim-Gustavsburg
  • Teil 4: Christina Gohl: „Wir haben in Ginsheim-Gustavsburg ein riesiges Müllproblem“

Matthias Zimmerer

Einsatzreicher Tag für die Freiwillige Feuerwehr Budenheim

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Die Freiwillige Feuerwehr hatte am Samstagnachmittag (4. Dezember 2021) in der Zeit zwischen 14:00 bis 17:00 Uhr alle Hände voll zu tun. Gleich bei drei Einsätzen wurden die Unterstützung der Feuerwehrkräfte benötigt.


Reanimation und Pyrotechnik

Zunächst wurde die Feuerwehr um kurz vor 14:00 Uhr zur Reanimationsunterstützung für den Rettungsdienst alarmiert. Nachdem dieser Einsatz beendet war, folgte noch während der Rückfahrt zum Gerätehaus die nächste Alarmierung. Die Leitstelle Mainz meldete über Funk einen ausgelösten Heimrauchmelder. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, konnte ein leichter Brandgeruch festgestellt werden. Nach einiger Zeit der Erkundung stellte sich heraus, dass dort kurz zuvor Pyrotechnik gezündet wurde und der Geruch daher kam.

Als die Feuerwehr nach dem Einsatz gerade wieder bei der Wache ankam, wurde über Funk auch schon der dritte Einsatz gemeldet. Eine Frau hatte Brandgeruch in einem Wohngebäude wahrgenommen. Glücklicherweise konnte auch in diesem Fall kein Feuer festgestellt werden, sodass auch dieser Einsatz zeitnah beendet werden konnte.

Bei den Einsätzen dabei waren:

  • die Freiwillige Feuerwehr Budenheim
  • die Polizei
  • der Rettungsdienst ASB-Kreisverband Mainz-Bingen
  • der DRK Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gGmbH
  • ein Notarzt

Propellerflugzeug muss auf der Autobahn notlanden und kracht gegen LKW

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Am Samstagmittag (4. Dezember 2021) kam es zu einem Verkehrsunfall mitten auf der Schwarzbachtalbrücke auf der Autobahn A62 nahe Höheinöd bei Primasens. Der Unfall dürfte selbst die Einsatzkräfte in Staunen versetzt haben.


Pilot einer Propellermaschine musste notlanden

Gegen 12:00 Uhr hatten Anrufer über den Notruf gemeldet, dass auf der Brücke ein Sattelzug mit einem Propellerflugzeug zusammengestoßen sei. Umgehend wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Unfallstelle geschickt. Gleichzeitig wurde die Bundesanstalt für Flugsicherung von der Polizei über den Unfall informiert. Vor Ort stellte sich glücklicherweise heraus, dass der LKW-Fahrer bei dem Unfall unverletzt blieb. Auch der 72 Jahre alte Pilot der Propellermaschine hatte großes Glück und trug lediglich ein paar Blessuren davon.

Wie die Polizei mitteilt war der Pilot mit der Maschine auf einem Flug von Frankreich nach Niedersachsen unterwegs, als technische Probleme zum Stillstand des Motors führten. Innerhalb von Sekundenbruchteilen musste der Pilot entscheiden, wo er notlanden wird. Kurzerhand hatte er sich für eine Notlandung auf der Fahrbahn der 100 Meter hohen Schwarzbachtalbrücke entschieden. Auf der Brücke kam es dann zum Zusammenstoß zwischen der Maschine und einem Lastwagen, dessen Fahrer gewiss auch sehr überrascht über die Maschine vor ihm war.

Stundenlange Vollsperrung der Autobahn

Um die Propellermaschine von der Unfallstelle entfernen zu können, musste der Treibstoff abgepumpt und einige Teile demontiert werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Abschleppmaßnahmen war die Autobahn bis etwa 18 Uhr vollgesperrt. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden dürfte sich nach ersten Einschätzungen der Polizei auf rund 60.000 Euro belaufen.

Busverbindung von Ginsheim nach Gustavsburg – Die zeitliche Kapazität reicht nicht aus

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Schon seit vielen Jahren war geplant, die beiden Stadtteile Ginsheim und Gustavsburg mit dem ÖPNV zu verbinden, wenn die Unterführung geöffnet ist. Jetzt, wo der Verkehr endlich durch die Unterführung rollt, sollen Bushaltestellen beidseitig in der Hermann-Löns-Allee auf Höhe der Gustav-Adolf-Straße entstehen. Doch die beiden Stadtteile über die Linie 54 zu verbinden, wird wohl nicht möglich sein. BYC-News sprach mit dem Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha darüber.


Linie fährt aktuell bis zum Bahnhof Gustavsburg

„Zunächst geht es doch um die Frage, wie die freien zeitlichen Kapazitäten der Linie 54 genutzt werden können, um eine Verbindung durch die Bahnunterführung in Richtung Ginsheim anbieten zu können, die für unsere Stadt kostenlos ist. Hintergrund ist, dass die Linie 54, die bis Mitte Dezember 2019 noch in Kostheim endete, zunächst bis zum Bahnhof in Gustavsburg weitergeführt werden konnte. Dort stand der Bus dann für 25 Minuten. Abzüglich der Pausenzeit von 8 Minuten war noch eine weitere Kapazität der Linie von 17 Minuten vorhanden. Die LNVG hat daraufhin Überlegungen angestellt, wie diese Zeit so genutzt werden kann, dass sie für die LNVG wirtschaftlich ist und auch mit den Interessen der städtischen Politik im Einklang steht. Dass die zeitliche Kapazität von 17 Minuten nicht ausreicht, um bis in den Stadtteil Ginsheim hineinzufahren und dabei noch Haltestellen zu bedienen, hat die LNVG im Bauausschuss Anfang November eingehend erläutert.

Fahrt durch das Industriegebiet ist möglich

Die Planung der LNVG habe ergeben, dass folgende Streckenführung möglich wäre: „Nach der Haltestelle am Bahnhof würde der Bus zur Haltestelle an der Unterführung fahren. Anschließend weiter ins Gewerbegebiet ins Weiherfeld. Hier würde der Bus einen Halt bei Isuzu einlegen. Nach einem U-Turn im ersten Teilabschnitt der Straße würde der Bus rechts abbiegen in Richtung Aral Tankstelle und dort links Richtung Bischofsheim fahren. Am neuen zukünftigen Rechenzentrum in Bischofsheim würde der Fahrer dann seine Pause einlegen und im Anschluss den selben Weg zurück fahren.“

Er erklärt: „Dabei handelt es sich um ein für die Stadt Ginsheim-Gustavsburg kostenfreies Angebot der LNVG. Wenn der Wunsch der Stadt weiterhin besteht, die beiden Stadtteile direkt miteinander zu verbinden, dann müsste die Stadt Ginsheim-Gustavsburg das auch mit finanzieren und bezahlen. Zu diesem Thema gibt es eine gemeinsame Sitzung mit der Stadt und der LNVG zu Beginn des nächsten Jahres. Dabei soll dann auch nochmal geklärt werden, wie eine Direktverbindung hergestellt werden kann“

Angriff auf Polizisten in Bingen – Polizeibeamter erleidet Prellungen im Gesicht

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Symbolbild Polizei RLP
Symbolbild Polizei RLP

In der Nacht zum Samstag (4. Dezember 2021) wurden Polizeibeamte aus Bingen zu einer gemeldeten Ruhestörung in Bingen-Dietersheim alarmiert. Anwohner hatten sich bei der Polizei über laute Musik aus einer Erdgeschoßwohnung in dem Mehrfamilienhaus beschwert.


Ruhestörer zeigte aggressives Verhalten

Als die Polizisten mit dem Ruhestörer Kontakt aufnehmen wollten, zeigte dieser sofort aggressive Verhaltensweisen gegenüber den Beamten. Er brüllte die Polizeibeamten an, beleidigte sie und schlug einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht. Im weiteren Verlauf der Streitigkeit versuchte der Vater des Beschuldigten noch beruhigend auf seinen Sohn einzuwirken. Dies gelang jedoch nicht.

Als der 35-jährige schließlich mit beschwerten Handschuhen wiederum die Polizeibeamten angreifen will, wird er von den Einsatzkräften zu Boden gebracht, gefesselt und dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt. Der Polizeibeamte erlitt infolge des Angriff Prellungen im Gesicht.

Thomas Will: „Verpasster Schulstoff wird für Kinder nicht das Problem werden“

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Will
Will

Thomas Will, der Landrat des Kreises Groß-Gerau, legte immer einen besonderen Fokus auf das Bildungswesen. BYC-News sprach mit ihm darüber, wie die Pandemie sich auf die Schüler auswirkt und wie man dem entgegenwirken könnte.


„Ich glaube nicht, dass wir durch die Pandemie ein kognitives Problem haben“

Viele befürchten, dass die Schüler den Lernstoff, den sie während der Pandemie verpasst haben, nicht wieder aufholen können. An diesem Punkt, sei Thomas Will aber zwiegespalten, erklärt er: „Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es in diesem Land immer wieder schwierige Situationen gab. Ich erinnere nur an die Nachkriegsgeneration oder aber auch an die Generation vor dem Krieg, die dann in den Jahren 1944 bis 1946 ihren Schulabschluss, teilweise ein Notabitur, gemacht hat. Ich würde diese Menschen aber auf keinen Fall als verlorene Generation bezeichnen sondern ganz im Gegenteil. Sie haben trotz der Probleme, die es gab, dieses Land mit aufgebaut. Ob in der Wirtschaft, in der Politik oder anderswo.“

In den mittleren 60er Jahren sei in Hessen auch das Schulsystem umgestellt. Früher sei man an Ostern eingeschult, dann im Herbst. Es habe damals zwei Kurzschuljahre gegeben, erklärt Will, wodurch jeder Schüler ein halbes Jahr verloren habe. „Hat man davon irgendetwas gemerkt? Nein. Also ich glaube nicht, dass wir durch die Corona-Pandemie ein kognitives Problem haben, denn das haben wir sowieso aufgrund dieses immensen Schulstoffes, von dem man der Meinung ist, dass er behandelt werden sollte.“

Probleme beim Thema soziale Kontakte

Ich glaube eher, dass wir ein Problem bekommen was die Sozialstrukturen betrifft. Kinder waren zuhause und waren sich selbst überlassen. Nicht alle leben in einer 700 Quadratmeter Grundstück mit Garten und allem was dazu gehört. Viele leben in 60 Quadratmeter Geschosswohnungsbau. Ich glaube diese Entwicklungsverzögerung aufzuholen ist das Entscheidende woran wir gemessen werden. Auf jeden Fall werden wir am Ende nicht daran gemessen, ob die Schüler jetzt eine binomische Formel oder 17 Vokabeln mehr können oder nicht. Worum es mir geht ist deshalb viel eher das Thema verlorenes Jahr durch nicht vorhandene Sozialkontakte. Denn das trifft das Kita-Kind genauso wie das Schulkind, den Abiturienten und den Studenten. Denn für junge Menschen ist ein Jahr eine ganz andere Zeiteinheit als für ältere Menschen, die schon 50 oder 60 Jahre hinter sich haben“, erklärt der Landrat.

Eine Möglichkeit, das aufzufangen seien die Angebot, die in den Schulen gemacht werden rund um den Ganztag. Zum anderen könne man auch mit den Angeboten, die in Vereinen gemacht werden, entgegenwirken. Damit könnten die Kinder und Jugendlichen wieder lernen, miteinander umzugehen. „So bekommen wir auch die Grundaggressivität, die in unserer Gesellschaft vorhanden ist wieder raus. Vor allem ist es aber wichtig zu schauen, wo Kinder vielleicht durch das Raster fallen. Der Kita- oder Schulbesuch hatte ja auch immer den Vorteil, dass man die Kinder persönlich gesehen hat. Man hat gesehen, ob sie morgens vernünftig angezogen in die Schule kam, ob sie ein Frühstück dabei hatte und ob da zuhause alles stimmt. Das hat was mit sozialem Hinschauen zu tun, was jetzt ein Jahr lange nicht möglich war. Und das merken wir erst jetzt, wenn wir in die Wohnungen rein schauen, die das Jugendamt gemeldet bekommt“, so Will.

Digitalisierung an den Schulen

„Was die Digitalisierung und die Hardware angeht, sind wir im Landkreis sehr gut ausgestattet. Wo wir nicht gut sind ist das Thema Bandbreiten, WLAN und Ähnliches. Da haben die Anbieter in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gar nicht gemacht. Wenn dann wollte man nur das schnelle Geld machen, man hat also da Ausgebaut, wo man viele Nutzer hat. Dadurch sind aber viele Kommunen abgehängt worden und das ist immer noch der Fall. Und wo wir als Landkreis auch schlecht sind ist das Thema Wissensvermittlung. Denn wenn die Schüler ihren Lehrern in vielem voraus sind, dann stimmt an dieser Stelle irgendetwas im System nicht“, berichtet Thomas Will.

Zudem müsse man auch überlegen, inwiefern Hybrid-Unterricht stattfinden könne. Dann könnten beispielsweise 10 Schüler von zuhause und 10 Schüler in der Klasse unterrichtet werden. „Bislang darf das aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht stattfinden, wegen den Lehrern. Denn die könnten ja irgendwo aufgenommen und ins Netz gestellt werden. In Norwegen oder in Australien ist das überhaupt keine Frage, bei uns aber schon. Und sowas sind dann Gründe, weshalb das bei uns nicht umsetzbar ist“

Der Landrat betont aber auch: „Für mich ist aber auch ganz klar, dass digitaler Unterricht nicht die Regel werden darf. Denn wir Menschen sind einfach analoge Wesen und brauchen uns alle gegenseitig. So schön solche Kachel-Sitzungen am Bildschirm auch sind, um mal schnell etwas zu klären, so wichtig ist auch der persönliche Kontakt. Das darf bei all der Digitalisierung nicht verloren gehen“

BYC-News sprach mit Thomas Will auch darüber, was ihn zur Politik brachte. Thomas Will: Landratskandidat für den Kreis Groß-Gerau

Achtung: Hier werden neue Blitzer in der Landeshauptstadt Mainz installiert

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Dass in der Landeshauptstadt Mainz stationäre Blitzer zurückkommen sollen, ist kein Geheimnis mehr, jedoch war bis diese Woche noch ungewiss wann. Jetzt macht die Stadt ernst. Aktuell wurden zwei neue feste Blitzersäulen der Firma Vitronic installiert. Eine Säule ist momentan im Aufbau.


Mobile Blitzer der Stadt Mainz im Alltag angekommen

Mittlerweile sind die mobilen Blitzer der Stadt Mainz Alltag und gehören schon fast zum Mainzer Stadtbild. Egal ob man via Social Media, einen Messenger oder über Radio eine Nachricht über die aktuellen Standorte bekommt, präsent sind die Mitarbeiter der Stadtverwaltung fast täglich. An die mobilen Radarfallen hat man sich gewöhnt. Im Oktober wurde zudem ein Blitzeranhänger angeschafft. Dieser löste laut Verkehrsdezernentin der Grünen Janina Steinkrüger in den ersten drei Tagen gleich 1300 Mal aus. Jetzt kommt erneut frischer Wind durch die Neuanschaffungen.

Feste Radarfalle auf der Autobahn A60

Der Blitzer am Hechtsheimer Tunnel auf der Autobahn A60 wurde im Februar 2017 errichtet. Seitdem hat er schon zahlreiche Autofahrer erfasst. Im Jahr 2019 registrierte das Messgerät laut Innenministerium mehr als 365.000 Geschwindigkeitsverstöße, im Jahr 2020 waren es 120.000. Die damit verhängten Bußgelder vom 17. August 2020 bis 16. August 2021 wurden auf insgesamt 1.518.080 Euro geschätzt. Dagegen belaufen sich die Instandhaltungskosten laut eines Sprechers des Rheinland-Pfälzischen Innenministeriums des Radarmessgerätes auf durchschnittlich 13.000 Euro pro Jahr.

Blitzer für Geschwindigkeit sowie Rotlichtverstöße

In der Regel werden durch die Blitzer und Radaranlagen Geschwindigkeitsüberschreitungen dokumentiert und geahndet. Jedoch können die Messeinrichtungen auch für andere Verkehrsverstöße die notwendigen Schnappschüsse sammeln. Alle drei neu angeschafften Anlagen sind auch sogenannte „Red & Speed“ Anlagen. Diese lösen beim Überfahren einer roten Ampel aus. Damit wären dann laut aktuellen Bußgeldkatalog mindestens 90 Euro fällig, zudem kassiert man einen Punkt in Flensburg. Überfährt man die Ampel, die bereits mehr als eine Sekunde Rot anzeigt, sind es 200 Euro, 2 Punkte in Flensburg und der Führerschein muss für einen Monat abgegeben werden.

Sechs Radargeräte der Firma Vitronic geplant

Bis Mitte 2022 sind laut Stadt Mainz sechs kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessanlagen geplant. Aktuell sind zwei Blitzersäulen bereits aufgestellt, eine Radarfalle noch im Bau. Die Messanlagen arbeiten vollautomatisch, es ist kein aufmerksamer Messbetrieb erforderlich. Die Anlage hat einen Erfassungsbereich von 75 Metern. Die Geschwindigkeitsüberwachung kann auf bis zu vier Fahrspuren gemessen werden. Neben der Geschwindigkeitsüberwachung kann so auch erfasst werden, ob ein Fahrzeug während einer Rotphase auf eine Kreuzung gefahren ist oder ob eine unzulässige Fahrspur genutzt wurde. Es ist eine Front, sowie Heckmessung möglich.

Wir haben für euch hier die Standorte der bereits aufgestellten Anlagen aufgelistet:

  • Kreuzstraße Mainz-Mombach (gegenüber BFT-Tankstelle)
  • Koblenzer Straße / Mainzer Straße Mainz-Gonsenheim (am Gonsenheimer Hof)
  • Augustusstraße / Am Kupferberg

Folgende Anlagen sollen folgen:

  • Rheinallee / Kaiserstraße
  • Pariser Straße / Geschwister-Scholl-Straße
  • Am Judensand / Am Fort Gonsenheim

Zudem sollen drei weitere Messstellen folgen, die nur die Geschwindigkeitsverstöße dokumentieren. Die geplanten Standorte sollen an folgenden Punkten aufgestellt werden:

  • Rheinallee
  • Rheinstraße
  • Langenbeckstraße

 

Werner & Mertz: Mainzer Hersteller ist weltweit führend im Recycling

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Werner & Merz Mainz
Werner & Merz Mainz

Der aktuelle Fortschrittsbericht der international bekannten Ellen MacArthur Foundation zeigt ganz deutlich, dass das Mainzer Unternehmen Werner & Mertz sich nicht nur sehr hohe Ziele gesetzt hat beim Recyclateinsatz, sondern auch bei der Umsetzung weltweit führend ist.


Ab 2025 wird kein neues Plastik mehr eingesetzt

Bis Ende 2025 sind alle Verpackungen aus 100 Prozent Post-Consumer-Recyclat und zu 100 Prozent recyclingfähig, so dass ab diesem Zeitpunkt kein neues Plastik mehr eingesetzt werden muss – diesen Anspruch an seine Verpackungen hat Werner & Mertz bereits 2017 bei der Our Oceans Conference auf Malta erstmals verkündet. Als Post-Consumer Recyclingmaterialien (PCR) werden wiederaufbereitete Kunststoffe aus Haushalts- oder gewerblichen Abfällen bezeichnet, wovon ein Großteil auf Verpackungen entfällt.

Ein Jahr später hat sich das Mainzer Reinigungsmittelunternehmen dann auch offiziell im Rahmen des Global Commitment der New Plastics Economy dazu verpflichtet. Die bislang über 500 Unterzeichnenden haben sich alle dazu bekannt, gemeinsam im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft zusammenzuarbeiten. Zu ihnen gehören einerseits Unternehmen, die insgesamt für 20 Prozent der Gesamtmenge an produzierten Plastikverpackungen weltweit verantwortlich sind, wie andererseits auch Regierungen, Investoren und andere Organisationen. Alle Unterzeichnenden verpflichten sich zu einer gemeinsamen Vision:

  • Alle problematischen und unnötigen Plastikverpackungen zu beseitigen
  • Innovationen voranzutreiben, so dass das Plastik, das wir brauchen, wiederverwertbar, recyclingfähig oder kompostierbar ist
  • Plastik im Kreislauf zu halten, so dass es nicht in die Umwelt gelangt und dort Schaden anrichtet

Die Umsetzung der Ziele wird jährlich in einem Fortschrittsbericht dokumentiert. Die Ellen MacArthur Foundation hat nun Mitte November den bereits dritten Bericht veröffentlicht.

Über 540 Millionen Plastikflaschen aus 100 % Post Consumer Recyclat

Während viele der unterzeichnenden Unternehmen die Umstellung ihrer Kunststoffverpackungen auf Post Consumer Recyclat (PCR) nur in einigen ihrer Produkte oder Marken anstreben, ist Werner & Mertz eines der wenigen, das sich die vollständige Umstellung aller Verpackungen auf 100 Prozent Recyclat zum Ziel gesetzt hat. Und der Mainzer Mittelständler zeigt, dass er diesem Ziel gewachsen ist: Bereits 53,9 Prozent aller Kunststoffverpackungen über das Gesamtportfolio hinweg bestehen aus 100 Prozent Altplastik – das ist ein Weltrekord im direkten Vergleich mit allen Unterzeichnern.

Quelle: Werner & Mertz

rPET-Quote liegt bei 99,2 Prozent

Werner & Mertz hat alle seine transparenten PET-Flaschen der Marke Frosch auf 100 Prozent Altplastik umgestellt. Über das gesamte Markensortiment hinweg liegt die rPET-Quote bereits bei 99,2 Prozent – neben Frosch gehören dazu beispielsweise die Bodenpflegemarke Emsal, die Schuhpflegemarke Erdal sowie die Marken der Professional-Sparte des Unternehmens.

Dabei nutzt das Unternehmen nicht nur Post-Consumer-Material aus der europäischen Getränkeflaschensammlung (Bottle to Bottle), sondern seit 2014 – als große Ausnahme im Markt – auch einen immer höheren Anteil recyceltes Material aus der Quelle Gelber Sack (mittlerweile 50 Prozent). Inzwischen wurden bereits weit über 540 Millionen dieser Flaschen in den Handel gebracht – Weltrekord!


Unternehmen geht als Pionier voran

Die Recyclingfähigkeit liegt über das gesamte Produktportfolio hinweg momentan bei 74,3 Prozent (gemäß der New Plastics Economy 2021 Recycling Studie). Auch hier geht das Unternehmen als ein Pionier voran, beispielsweise mit dem im Jahr 2019 erfolgreichen Launch eines Standbodenbeutels, der vollständig den Design for Recycling Richtlinien entspricht. Der Beutel hat als erste flexible Verpackung weltweit in allen Kategorien der Cradle to Cradle Certified®-Product Scorecard GOLD erreicht.

Die Ellen MacArthur Foundation hebt Werner & Mertz im Fortschrittsbericht mehrmals als „Highlight“ hervor: So ist Werner & Mertz das einzige unterzeichnende Unternehmen seiner Branche, das bis 2025 zu 100 Prozent auf Virgin Plastic verzichten will. Gleichzeitig verzeichnet der deutsche Mittelständler auch schon jetzt in diesem Bereich den höchsten Anteil an Post-Consumer-Recyclat (PCR) in seinen Verpackungen.

Nächster Schritt: PP

Nachdem die PET-Verpackungen über alle Marken hinweg bereits fast vollständig auf 100 Prozent Altplastik umgestellt sind, möchte das Unternehmen nun vor allem die Umstellung der Verschlüsse aus PP weiter vorantreiben. Auch hier hat Werner & Mertz bereits eine Vorreiterrolle eingenommen: So verzichtet das Unternehmen seit diesem Jahr auf die ikonischen grünen Verschlüsse seiner Marke Frosch als Erkennungsmerkmal und hat im Sinne der optimierten Recyclingfähigkeit stattdessen auf transparent-farblose Verschlüsse umgestellt.

Das Unternehmen erstellt bereits einen Großteil seiner HDPE-Flaschen aus 100 Prozent Post-Consumer-Recyclat. Außerdem werden die Duschgelflaschen der Marke Frosch Senses werden seit 2019 mit 100 Prozent recyceltem HDPE aus dem Gelben Sack gefertigt – eine Weltneuheit in der Kosmetikbranche. In einer zusammen mit dem Kosmetikkonzern Beiersdorf und dem Fraunhofer-Institut erstellten Studie stellte das Unternehmen seine positiven Lernerfolge zum Einsatz von Recyclat in Kosmetikverpackungen frei zur Verfügung und hofft auf Nachahmer.

Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz, dazu

„Recyclingfähigkeit von Verpackungen macht nur Sinn, wenn Recyclate auch hochwertig eingesetzt werden. Die Recyclat-Verwendung in Verpackungen ist in den letzten Jahren zu wenig gestiegen. Das zeigen auch die Daten des aktuellen Fortschrittberichts ganz deutlich. Leider ist frisches Rohöl, auch aufgrund von Steuerbefreiungen, immer noch günstiger als Post Consumer Recyclat, weshalb nach wie vor viele Unternehmen Virgin Plastic in ihren Verpackungen einsetzen. Freiwillige Selbstverpflichtungen einiger weniger Firmen reichen auf Dauer nicht aus, die Klimaschutzziele zu erreichen. Hier ist die Politik gefordert“, macht Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz, deutlich.

Irrsinn Deutschland: Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr müssen Blaulicht abmontieren

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Polizei Symbolbild
Polizei Symbolbild

Das Bundesverkehrsministerium begrenzt die Zahl der zulässigen Blaulichter bei Einsatzfahrzeugen. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr dürfen künftig nur noch jeweils zwei Blaulichter vorne und hinten montiert haben.


„Übersignalisierung“ sei der Grund dafür

Bislang durften beliebig viele Blaulichter an Einsatzfahrzeugen angebracht werden. Das hat nun allerdings ein Ende, denn das Bundesverkehrsministerium hat einen entsprechenden Paragrafen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung abgeändert.

„Die Anzahl der zusätzlichen blauen, richtungsgebundenen Warnleuchten mit der höchsten zulässigen Lichtstärke am Fahrzeug vorne und hinten sind nun auf jeweils ein Paar begrenzt“, wird eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums in den Medien zitiert. Der Grund für diese Änderung sei eine „Übersignalisierung“ vieler Einsatzfahrzeuge durch zu viele Leuchten. Das würde dazu führen, dass sich viele Verkehrsteilnehmer verunsichert fühlen, soll die Sprecherin weiter berichtet haben. Für Einsatzfahrzeuge, die bereits vor dem 3. Juli 2021 zugelassen wurden, gelte aber der Bestandschutz, sodass diese ihre Blaulichter behalten dürfen.

„Maßnahme wird die Zahl tödlicher Unfälle an Einsatzkräften erhöhen“

Viele Organisationen haben die Änderung bereits heftig kritisiert. Ein Sprecher der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein erklärte dazu gegenüber den Medien: „Die neue Gesetzgebung ist akut lebensgefährlich, wenn die nach hinten wirkenden blauen Blinkleuchten entfallen.“ Einsatzfahrzeuge könnten gar nicht genug leuchten, um bestmöglich von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden.

Auch die Björn Steiger Stiftung in Winnenden im Bundesland Baden-Württemberg spricht von einer „Fehlentwicklung“. Ziel der Stiftung ist es, die Notfallhilfe und das Rettungswesen in Deutschland zu verbessern. Diese Gesetzesänderung sei nicht hinnehmbar und werde „mit Blick auf die höchstmögliche Verkehrssicherheit als kontraproduktiv angesehen“. Sie gefährde Einsatzkräfte in ihrem beruflichen Alltag und damit in ihrer überaus wichtigen Arbeit. Besonders nachts sowie auf Landstraßen und Autobahnen sei es für die Einsatzkräfte „lebensschützend“, wenn man möglichst viel Blaulicht in alle Richtungen leuchten lassen kann. „Die Maßnahme wird die Zahl tödlicher Unfälle an Einsatzkräften erhöhen“

Rettungshubschrauber im Einsatz: Schwerer Verkehrsunfall auf der Landstraße L401 bei Wörrstadt

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Am Donnerstag (2. Dezember 2021) ereignete sich in den Morgenstunden gegen 7:45 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landstraße L401 zwischen Wörrstadt und Ensheim, an der Kreuzung zu Spiesheim. Ein Kleinwagen und ein SUV (Sports Utility Vehicles) stießen frontal zusammen. Bei dem Unfall wurden zwei Personen mittelschwer verletzt. Der Rettungshubschrauber Christoph 77 aus Mainz war im Einsatz.


Bei Abbiegevorgang Vorfahrt missachtet

Laut Polizeibericht missachtete der 21-jährige Fahrzeugführer des Mitsubishi SUV aus Wonsheim beim Abbiegevorgang in Richtung Spiesheim, die Vorfahrt des entgegenkommenden 52-jährigen Fordfahrers aus Eppelsheim. Es kam im Kreuzungsbereich der L401 zum Frontalcrash zwischen dem grauen Mitsubshi ASX und dem dunkelblauen Ford Fiesta. Die Wucht des Zusammenstoßes war so groß, dass beide Fahrzeuge von der Fahrbahn in ein angrenzendes Feldstück schleuderten. Die Fahrer konnten selbstständig ihr Fahrzeug verlassen, wurden von Rettungskräften neben ihren Fahrzeugen vorgefunden.

Rettungshubschrauber Christoph 77 aus Mainz im Einsatz

Beide Fahrer wurden mittelschwer verletzt und wurden vom alarmierten Rettungsdienst medizinisch versorgt. Auch ein Notarzt aus Mainz wurde durch den Rettungshubschrauber Christoph 77 eingeflogen. Nach erster Sichtung durch den Notarzt wurden beide Fahrzeugführer mit Rettungswagen in Krankenhäuser nach Mainz und Bad-Kreuznach transportiert.

Feuerwehren der VG Wörrstadt im Einsatz

Bei dem Unfall waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Wörrstadt, Ensheim und Spiesheim im Einsatz. Diese sperrte für die Rettungsmaßnahmen und Unfallaufnahme die Landstraße in beide Richtungen, stellte den Brandschutz an den verunfallten Fahrzeugen  sicher und nahm die auslaufenden Betriebsstoffe auf. Zudem wurde die Fahrbahn, die durch den Unfall stark mit Matsch verschmutzt wurde, durch die Freiwilligen Feuerwehren gereinigt. Der Regelrettungsdienst aus Alzey und Wörrstadt war mit zwei Rettungswagen im Einsatz. Die Polizei der Polizeiinspektion Alzey und Wörrstadt mit zwei Fahrzeugen.

Totalschaden an beiden PKW

Bei beiden PKWs lösten die Airbags aus. Beide Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten durch einen Abschleppdienst abgeschleppt werden. Am Mitsubishi sowie am Ford entstand laut Polizeibericht ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Rund 600 Waffen aus dem Landkreis Mainz-Bingen und der Stadt Mainz unbrauchbar gemacht

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Mehrere Wagen voller Gewehre, kistenweise Revolver und Pistolen, dazwischen ragen ein Säbel und ein Schlagring hervor – was nach Actionfilm klingt, ist in der Kreisverwaltung längst Routine: Auch in diesem Jahr hat die Untere Waffenbehörde in einer Aktion wieder rund 600 Waffen vernichtet.

Über 400 Waffen aus dem Landkreis

Davon stammen 402 aus dem Landkreis Mainz-Bingen und rund 200 aus der Stadt Mainz. Einige davon wurden durch die Polizei oder die Waffenbehörde sichergestellt. Andere wurden von ihren Eigentümern freiwillig abgegeben. Die letzte Vernichtungsaktion der Kreisverwaltung Mainz-Bingen fand im September 2020 statt.

„Gewehre oder Pistolen gehören nicht in falsche Hände. Ungewollte oder verbotene Waffen stellen immer auch ein Risiko für die öffentliche Sicherheit dar. Deshalb führen wir regelmäßig solche Vernichtungsaktionen durch. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unteren Waffenbehörde für ihre wichtige Arbeit“, so Landrätin Dorothea Schäfer.

Auch verbotene Waffen auf dem Weg zur Vernichtung

Neben zahlreichen Lang- und Kurzwaffen wie Büchsen, Flinten und Revolvern wurden auch einige verbotene Waffen wie beispielsweise Wurfsterne, aber auch erlaubnisfreie Schreckschuss- und Softairwaffen vernichtet. In einem Stahlwerk in Trier wanderten sie zunächst in den Schredder. Anschließend wurden sie im Hochofen eingeschmolzen. Das Metall wird nun weiterverwertet. Der Transport aus dem Landkreis an die Mosel wurde von Polizeibeamten der Bereitschaftspolizei Wittlich begleitet und abgesichert.

Waffenfunde oft bei Erbschaften oder Hauskäufen

Wie verhält man sich richtig, wenn man eine Waffe findet? Dies kommt typischerweise bei Hauskäufen oder Erbfällen vor. Nach dem Waffengesetz sind Personen dazu verpflichtet, unverzüglich die Waffenbehörde über den Fund zu informieren. Aber auch Inhaber einer Waffe mit Erlaubnis, wie beispielsweise Jäger oder Sportschützen, können diese bei der Waffenbehörde abgeben – etwa, wenn das Hobby aus Altersgründen aufgegeben wird. Die Abgabe und anschließende Vernichtung der Waffen ist im Landkreis Mainz-Bingen für die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei.

Wer die Untere Waffenbehörde kontaktieren möchte, kann sich an Markus Sternberger, Abteilung Sicherheit und Ordnung, wenden: Per E-Mail unter Sternberger.Markus@mainz-bingen.de oder unter Tel. 06132 787 5113.