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Eingeklemmte und schwerverletzte Frau am Unfallort in Wiesbaden zurückgelassen

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Angriff in Leipzig
Zeugenaufruf Neu

Am Mittwoch (15. Dezember 2021) kam es in Wiesbaden auf der Bundesstraße B417 zu einem schweren Verkehrsunfall mit Fahrerflucht. Bei dem Unfall wurde gegen 15:45 Uhr eine junge Frau in ihrem Auto eingeklemmt und schwer verletzt. Die Verursacher flüchteten, konnten aber festgenommen werden.


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Audi A6 Avant rammt VW Golf mit voller Wucht

Die 26-jährige Autofahrerin war gegen 15:45 Uhr mit ihrem Volkswagen Golf in der Schützenstraße in Richtung Albrecht-Dürer-Straße in Wiesbaden unterwegs. Als die Frau über die Kreuzung zur Walkmühlstraße mit ihrem Golf fuhr, nahm ihr ein von links aus Richtung Emser Straße kommender schwarzer Audi A6 Avant die Vorfahrt. Der Audi rammte in die Fahrerseite des VW Golf, welcher hierdurch über die Straße gegen eine Grundstückmauer geschleudert wurde. Die junge Frau wurde durch die Wucht des Aufpralls in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt.

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Mehrere Personen flüchteten aus dem Audi

Die vier Insassen des Audis, drei junge Männer und eine Frau, stiegen aus ihrem Fahrzeugwrack und rannten weg. Sie wurden jedoch bei der sofort ausgelösten Fahndung durch die Polizei festgenommen. Sie wurden allesamt nur leicht verletzt. Wer von ihnen das Fahrzeug führte ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die Golffahrerin musste durch die Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit werden und wurde in Krankenhaus eingeliefert. An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden und auch die Grundstücksmauer wurde schwer beschädigt. Der Sachschaden wird auf 90.000 Euro geschätzt.

Zeugen des Verkehrsunfalls sowie Personen, denen der schwarze Audi A6 Avant zuvor aufgefallen war, werden gebeten, sich unter 0611 3450 bei der Polizei Wiesbaden zu melden.

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Forderung an Malu Dreyer und Hendrik Hering übergeben

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211215 Uebergabe Dreyer 9588
211215 Uebergabe Dreyer 9588

Die Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens ist genau sechs Jahre her. Darin haben sich fast 200 Staaten für eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad verständigt. Passiert ist in diesen sechs Jahren fast nichts – zumindest viel zu wenig. Dies gilt nicht nur für die Bundes- und Länderebene, sondern oftmals auch für Städte und Gemeinden, sehr oft aus finanziellen Gründen.


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Gemeinsame Aktion

Grund genug für die Parents for Future (P4F) Mainz, gemeinsam mit zahlreichen weiteren For-Future-Gruppen in Rheinland-Pfalz am 15. Dezember die Aktion „Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe“ zu starten. Zu Beginn der Plenartage überreichten sie Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landtagspräsident Hendrik Hering vor dem Landtag ihre Forderung „Klimaschutz muss kommunale Pflichtaufgabe werden!“. Sowohl Dreyer als auch Hering betonten dabei, dass die „finanzielle und personelle Ausstattung der Kommunen für Klimaschutzmaßnahmen ein ganz wichtiges Anliegen ist.“

Denn Klimaschutz gilt derzeit in Rheinland-Pfalz noch als freiwillige Leistung der Kommunen, sodass entsprechende Maßnahmen von der Landesbehörde ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) abgelehnt werden können, wenn finanzschwache Kommunen diese in ihrem Haushalt einplanen. „Der von der Landesregierung geplante kommunale Klimapakt reicht dazu nicht aus“, betonte Nina Wagner von den P4F Mainz bei der Übergabe. Bereits 45 Organisationen aus ganz Rheinland-Pfalz unterstützen diese Forderung, die die Bürgerinitiative MainzZero im September auf den Weg gebracht hat. „Erst wenn Klimaschutz im Landesgesetz zur kommunalen Pflichtaufgabe gemacht wird, bekommen Städte und Gemeinden den nötigen Spielraum, um sich diesem existentiellen Thema mit aller Kraft zu widmen“, so Wagner weiter.

Obwohl wissenschaftlich untermauert sei, dass Klimaschutz DIE zu bewältigende Aufgabe – als Querschnittsaufgabe auf allen Ebenen – der nahen Zukunft sein müsse, gehöre er seither nur zu den freiwilligen Aufgaben einer Kommune, so Dr. Marcel Weloe, Vorstandsmitglied der mitunterzeichnenden BUND-Kreisgruppe Mainz. „Daher fordern wir ein entsprechendes Gesetz bzw. Ergänzungen des vorhandenen Klimagesetzes“, so Weloe.

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SolidAHRität

Zum Start der Aktion vor dem Landtag wies Edith Heller von den Workers4Future darauf hin, dass „gerade hier in Rheinland-Pfalz, wo im Norden das Gebiet im Ahrtal so schlimm von der Unwetterkatastrophe betroffen ist, die Landesregierung dankbar sein sollte für das Engagement der Bürger*innen und selbst daran interessiert sein, dass die dringend notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden. Wir können stolz auf die großartige Aktion ‚SolidAHRität‘ sein, die für diese so gebeutelte Region ins Leben gerufen wurde.“

Und dass dieses Aktionswort an die zweite Stelle der bedeutendsten Wörter des Jahres gewählt wurde sei Grund für ein wenig Stolz und gleichzeitig Verpflichtung, nicht nachzulassen, bis die größte Herausforderung unserer Zeit – die Klimakrise und ihre Folgen – wirklich angepackt werde und nicht „nur kleine Kosmetik betrieben wird“, so Heller. „Das sind wir unseren nachfolgenden Generationen schuldig. Und ich bedanke mich bei allen, die heute gekommen sind, und bei allen, die nicht kommen konnten, aber die in vielfältiger Weise ihren Beitrag leisten, dass Klimaschutz als wichtige, vielleicht die wichtigste Aufgabe unserer Zeit wahrgenommen wird, dass die Erderwärmung endlich gestoppt und damit unsere Umwelt erhalten wird“, betonte Heller. Untermauert wurden die Forderungen durch selbst gestaltete Plakate, auf denen Visionen eines klimaneutralen Rheinland-Pfalz von beteiligten Organisationen eingezeichnet worden waren.

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative MainzZero wurde gleichzeitig eine Petition auf change.org gestartet, auf der Bürger sowie Verbände, Unternehmen oder auch Kommunen diese Forderungen unterzeichnen können.

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Buchreihe über Ingelheim am Rhein – Archäologische Ausgrabungen und Bauforschungen

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Ingelheim Buch
Ingelheim Buch

Mitten in der Adventszeit erfreut die Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim ihre Freunde und Förderer mit einer ganz besonderen „Gabe“: Nach rund 20 Jahren archäologischer Ausgrabungen und Bauforschungen wird nun die wissenschaftliche Buchreihe eröffnet, in der die Ergebnisse der intensiven Untersuchungen in den kommenden Jahren veröffentlicht werden. Die beiden ersten Bände der wissenschaftlichen Reihe Archäologie und Bauforschung in der Pfalz Ingelheim am Rhein erscheinen noch vor Weihnachten – pünktlich genug also, um als besonderes Geschenk unter dem Tannenbaum zu landen.


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Band 1 der Reihe vereint unter dem Titel „Beiträge zur Ingelheimer Pfalz und ihrer Peripherie 2001–2020“ eine Sammlung von Aufsätzen der letzten 20 Jahre

Thematisch geht es in dem von Matylda Gierszewska-Noszczyńska und Holger Grewe herausgegebenen Sammelband um die frühmittelalterlichen Siedlungsanfänge Ingelheims, die karolingische Pfalzanlage und die Kirchen, die Wasserversorgung und bedeutende Kleinfunde. Enthalten sind außerdem die wichtigsten Grabungsberichte und Fundmeldungen, sodass der Band interessierte Laien und Fachleute gleichermaßen anspricht. Das Buch richtet den Blick auch auf aktuelle Forschungsfragen: Wie entwickelte sich das Siedlungsareal der Pfalz in den Jahrhunderten vor ihrem Bau durch die Karolinger? Woran zeigt sich der von mittelalterlichen Autoren beschriebene Glanz des Ingelheimer Palastes? Und wie können wir uns die bauliche Umgebung vorstellen, in der so bedeutende Ereignisse wie Festkrönungen und Hoftage im Mittelalter stattfanden?

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Nicht minder interessante Fragen beleuchtet der von Holger Grewe und Katharina Peisker herausgegebene Band 2 „Bauskulptur und Steinbearbeitung im Frühmittelalter“

Im Fokus stehen hier die heute noch erhaltenen Architekturteile der Pfalz, ihre Basen und Säulen, Kapitelle und Kämpfer und natürlich das berühmte Flügelpferdrelief. Dr. Britta Schulze-Böhm hat diese Funde erstmals systematisch katalogisiert, datiert und ihre Herkunft und Verwendung in der Pfalzanlage analysiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Verwendung von Spolien und den grundlegenden Gestaltungsprinzipien des Palastes, die nicht zuletzt von antiken Vorbildern beeinflusst waren. Die Frage nach den Werkzeugen, die von den karolingischen Handwerkern beim Bau verwendet wurden, erörtert Thomas Flügen anhand zahlreicher Beispiele. Abgerundet wird Band 2 der Wissenschaftlichen Reihe mit einem Überblick über rund 170 Jahre Forschungsgeschichte der Pfalz Ingelheim und einer geologisch-stratigrafischen Beschreibung des Bauplatzes und seiner Umgebung.

Band 1 und 2 der Wissenschaftlichen Reihe „Archäologie und Bauforschung in der Pfalz Ingelheim am Rhein“ sind für jeweils 49,90 Euro direkt beim Imhof-Verlag (www.imhofverlag.de) und im Buchhandel auch in Ingelheim erhältlich.

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Manuela Matz blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück

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Zum mittlerweile neunten Mal zieht Oberbürgermeister Michael Ebling gemeinsam mit Bürgermeister Günter Beck sowie den Beigeordneten Manuela Matz, Dr. Eckart Lensch, Janina Steinkrüger, Marianne Grosse und Volker Hans Jahresbilanz. Die Bürger der Landeshauptstadt Mainz erhalten im Jahresbericht des Stadtvorstandes einen umfassenden Einblick in die Arbeit der einzelnen Ämter und kommunalen Betriebe.


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Manuela Matz, Dezernat für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Liegenschaften und Ordnungswesen

„Die Coronapandemie und ihre Folgen für die Wirtschaft und die Gesellschaft hat die Arbeit des Dezernates III auch im Jahr 2021 maßgeblich bestimmt und geprägt.“ Zu dieser Einschätzung kommt Manuela Matz, Dezernentin für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Liegenschaften und Ordnungswesen. Das Jahr 2021 sei insgesamt sehr fordernd gewesen und habe alle Mitarbeiter vor große Herausforderungen gestellt. Das gelte insbesondere für die Bereiche Ordnung, Messen und Märkte sowie die Wirtschaftsförderung. Diese großen und oftmals schwierigen Aufgaben könnten nur gemeinsam und im Team gemeistert werden. „Ich möchte mich deshalb wieder bei allen Mitarbeiter:innen aus meinem Dezernat und den mir zugeteilten Fachämtern, Abteilungen und stadtnahen Gesellschaften für die engagierte Arbeit und die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken“, so Matz.

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Durchsetzung und Überprüfung der Corona-Maßnahmen

Für die Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung sei das Jahr 2021 aus vielerlei Gründen herausfordernd und bedeutend gewesen. „Der Ordnungsbereich war bzw. ist neben den ohnehin schon umfangreichen und oftmals schwierigen, nicht ungefährlichen Aufgaben eigentlich das gesamte Jahr über mit der Durchsetzung und Überprüfung der verschiedenen Coronamaßnahmen beschäftigt – von Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel über die Maskenpflicht, die zeitweilige Ausgangssperre, Kontakterfassung bis hin zur Überprüfung der 3G-, 2G- und 2Gplus-Regeln. Ich habe allergrößten Respekt vor der Arbeit aller Mitarbeiter und danke ihnen für ihren großen Einsatz und ihr Engagement“, betont Matz. Sie sei froh, dass sich die personelle Situation durch die Schaffung neuer bzw. Besetzung offener Stellen verbessert habe und die Anzahl der Mitarbeiter auch zukünftig weiter erhöhen werde. Sie danke Oberbürgermeister Michael Ebling für die Unterstützung. Gleichwohl arbeite man daran, die Strukturen in der Abteilung weiter zu verbessern. „Aktuell findet deshalb eine umfangreiche Organisationsuntersuchung statt. Dabei sollen die Bedarfe untersucht und Verbesserungspotentiale ausgelotet werden. Ziel ist es, die Abteilung gemeinsam zukunftsfest zu machen und modern aufzustellen“, so die Beigeordnete.

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Umzug des Vollzugsdienstes

Ein besonders wichtiger Meilenstein sei der Umzug des Vollzugsdienstes vom Kreyßigflügel im Stadthaus an der Kaiserstraße in die neue Stadtwache am Brückenturm gewesen. „Der Aufgabenbereich des Zentralen Vollzugs- und Ermittlungsdienstes ist in den vergangenen Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ sehr gewachsen. Die alten Räumlichkeiten waren zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Deshalb war der Umzug zwingend notwendig“, erklärt die Ordnungsdezernentin. Gerade die Ausstattung der neuen Stadtwache mit weiträumigen Dienstbereichen sei ein echter Fortschritt. Das neue Umfeld biete aufgrund der Umbauten, der neuen Möblierung und der Unterbringung der Leitstelle des Vollzugsdienstes die Gelegenheit zur effizienten Bearbeitung der Aufträge. „Schön finde ich vor allem, dass die neue Stadtwache an zentraler Stelle mitten in der Innenstadt angesiedelt ist. Man kommt dadurch in einen direkten Austausch mit den Bürgern und diese können Anliegen direkt vor Ort platzieren. Insgesamt also eine Win-Win-Situation für alle“, freut sich Manuela Matz.


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Erfolg von BioNTech überstrahlt alles

In wirtschaftlicher Hinsicht überstrahlt natürlich der Erfolg von BioNTech alles. „Wir Mainzer können völlig zu Recht stolz auf dieses tolle, in unserer Stadt gegründete Unternehmen sein und es ist aus meiner Sicht selbstverständlich, dass wir dieses und die gesamte Branche jetzt stark unterstützen. Mainz soll DER Standort für Biotechnologie und Life Science werden“, betont die Wirtschaftsdezernentin. Sie unterstütze die Überlegungen und Pläne zum weiteren Ausbau dieses Wirtschaftszweiges. Auch die durch die hohen Gewerbesteuereinnahmen möglich gewordene Senkung des Hebesatzes für die Gewerbesteuer von 440 auf 310 Punkte sei ein wichtiger Schritt und ein tolles Signal gewesen. Schließlich würden hiervon alle Unternehmen profitieren. Zudem werden Mainz dadurch als Standort noch attraktiver.

Gleichwohl war 2021 für viele andere Wirtschaftszweige wieder ein hartes, schwieriges Jahr. Das gelte zum Beispiel insbesondere für den Einzelhandel, die Gastronomie, die Veranstaltungsbranche, die Schausteller, den Tourismus und die Hotellerie. „Mir war es wichtig, während des gesamten Jahres mit Vertretern aus diesen besonders betroffenen Branchen einen ständigen Austausch zu pflegen, ihnen beizustehen, als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen und ihnen zu helfen“, so Matz. So habe man in den vergangenen Monaten einiges auf den Weg bringen können. So würden etwa die zusätzlichen Flächen für die Außengastronomie über das Jahr 2021 hinaus beibehalten, es habe Kampagnen zu den Themen Einzelhandel und Tourismus gegeben, nach fast zwei Jahren sei endlich wieder ein verkaufsoffener Sonntag durchgeführt worden und zuletzt habe man pragmatisch und schnell die Bändchenlösung für den Weihnachtsmarkt auf den Einzelhandel ausgeweitet. „Wir hoffen sehr, dass sich die Situation im neuen Jahr besser darstellt. Der Schlüssel für den Weg aus der Pandemie ist und bleibt die Impfung. Deshalb ist es super, dass wir aktuell gemeinsam mit vielen Partner die Kampagne “Mainz mach(t) mit“ gestartet haben, um gemeinsam für die Impf- und Testangebote in unserer Stadt zu werben“, sagt Matz.

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Zukunft der Innenstadt

Ein besonders wichtiges Thema ist die Zukunft der Innenstadt. Diese stehe vor enormen Herausforderungen. „Unsere Innenstadt ist mit ihren vielfältigen Angeboten attraktiv, und wir müssen uns wahrlich nicht verstecken. Das hat auch das letzte Innenstadtmonitoring unserer Wirtschaftsförderung deutlich gemacht. Gleichwohl müssen wir uns jetzt angesichts der vielfältigen Herausforderungen und eines sich wandelnden Konsumverhaltens der Bürger die Frage stellen, wie unsere Innenstadt in Zukunft aussehen soll bzw. wie wir sie uns in Zukunft vorstellen“, erklärt Matz. Deshalb habe man gemeinsam mit Professor Jörg Funder im Sommer eine Workshopreihe mit Betroffenengruppen sowie Bürgern durchgeführt. Das Interesse sei groß und die Diskussionen und Ideen sehr spannend und interessant gewesen. „Aktuell werden die Vorschläge und Maßnahmen zusammengestellt und gefiltert. Unser Ziel ist es, schon 2022 einige Maßnahmen umzusetzen und in die Wege zu leiten“, so die Wirtschaftsdezernentin.

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Besuche bei Mainzer Unternehmen

Auch in 2021 besuchte Manuela Matz im Rahmen der Bestandpflege wieder eine Vielzahl ansässiger Unternehmen. Zudem führte die Wirtschaftsförderung 47 Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen durch. Beides wird auch in 2022 fortgesetzt. Weitere Highlights in 2021 waren die Eröffnung des neuen MainzStore von mainzplus CITYMARKETING direkt am Markt sowie die Durchführung des jährlichen Treffens der Great Wine Capitals. Besonders gefordert sei gerade in den letzten Wochen die Abteilung Messe und Märkte gewesen. „Die Organisation des Weihnachtsmarktes war aufgrund der Pandemiesituation und ständig wechselnder Vorgaben eine extreme Herausforderung gewesen. Ich bin froh und glücklich, dass unser Konzept bisher so gut funktioniert. Es ist gut, dass dadurch in dieser schwierigen Zeit ein wenig Normalität herrscht. Besonders wichtig ist es mir aber, den Mitarbeiter:innen der Abteilung und der Amtsleitung ganz herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Ohne ihr Engagement wäre die Durchführung des Weihnachtsmarktes nicht möglich gewesen“, sagt Manuela Matz.

Für das Jahr 2022 erwartet die Dezernentin, dass die Coronapandemie auch weiterhin alle Fachbereiche des Dezernates III beschäftigen werde. Darüber hinaus werde es auch darum gehen, hinsichtlich der Entwicklung neuer Gewerbeflächen Gas zu geben. Auch freue sie sich auf die Wiedereröffnung der Rheingoldhalle. Dies sei gerade für mainzplus CITYMARKETING ein echter Meilenstein. „Es sind sicher schwierige Zeiten. Ich freue mich aber, gemeinsam mit allen Mitarbeiter:innen die Herausforderungen anzunehmen und die Zukunft unserer Stadt weiter aktiv mitzugestalten“, so Manuela Matz.

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Weitere Berichte zur Jahresbilanz:

  • Teil 1: Günter Beck blickt auf das Jahr 2021 in Mainz zurück

In den folgenden Tagen werden bei BYC-News auch die Jahresbilanzen von Oberbürgermeister Michael Ebling sowie den Beigeordneten Dr. Eckart Lensch, Janina Steinkrüger, Marianne Grosse und Volker Hans veröffentlicht werden. 

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Täter greift Frau im Schlosspark in Wiesbaden an und flüchtet

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Polizei Hessen2
Polizei Hessen2

Am Dienstag (14. Dezember 2021) kam es im Schlosspark in Wiesbaden-Biebrich zu einem tätlichen Übergriff auf eine 45-jährige Frau. Die Polizei Westhessen sucht dringend Zeugen zu diesem Vorfall.


Die Kriminalpolizei Wiesbaden hat die Ermittlungen übernommen

Gegen 11:00 Uhr am Dienstag machte die 45-Jährige einen Spaziergang in der Parkanlage, als sie von einem bislang Unbekannten männlichen Täter von hinten angepackt wurde. Als sie sich hiergegen zur Wehr setzte, schlug der Mann der Frau mit der flachen Hand gegen die Stirn und flüchtete in Richtung der Straße „Am Parkfeld“.

Täterbeschreibung

  • ca. 17-20 Jahre alt
  • 170-175 cm groß
  • schlanke Statur
  • blonde mittellange Haare
  • dunkelblaue Winterjacke
  • helle Jeans
  • schwarze Sportschuhe
  • blauer Rucksack mit roten Applikationen
  • Mund-Nasen-Bedeckung getragen
  • Insgesamt habe der Mann ein gepflegtes Erscheinungsbild gehabt.

Hinweise zu dem bislang noch unbekannten Täter werden von der Kriminalpolizei Wiesbaden unter der Rufnummer (0611) 345-0 entgegengenommen.

Kryptowährung: Grundlagen, Anwendungen und Potenziale

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cryptocurrency g6ee445e2f 1920
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Kryptowährung ist eine Art von digitalem Geld, das auf Kryptografie, also der Verschlüsselung von Daten, basiert. Sie hat keine physische Form, sondern existiert nur in elektronischer Form. Ihre Hauptmerkmale sind Anonymität, Dezentralisierung und Sicherheit.

Kryptowährungen zirkulieren innerhalb des Systems direkt, d.h. ohne Beteiligung einer dritten Partei. Die Teilnehmer an dem System, in dem Kryptowährungen zirkulieren, sind im Allgemeinen gleichberechtigt. Niemand ist privilegiert, der soziale oder finanzielle Status spielt überhaupt keine Rolle. Dieses virtuelle Geld basiert auf dezentralen offenen Datenbanken wie Blockchain und Hashgraph.

Der Ursprung der Kryptowährungen wird offiziell auf das Jahr 2009 datiert, als das Bitcoin-Netzwerk seinen Betrieb aufnahm. Der Begriff Kryptowährung selbst wurde erstmals 2011 in einem Forbes-Artikel über Bitcoin verwendet.

Kryptowährungen können für eine Vielzahl von Zwecken nützlich sein, vom Einkaufen bis zum Geldsparen. Außerdem kann man mit Kryptowährungen auch handeln. Dafür steht den Benutzern die Bitcoin Trader offizielle Webseite zur Verfügung. Zu den wichtigsten Verwendungszwecken von Kryptowährungen gehören:

  1. Leistung von Zahlungen Diese Transaktionen sind anonym und erfolgen ohne Zwischenhändler. Sie können sowohl zwischen Privatpersonen als auch für den Online-Kauf von Waren oder Dienstleistungen verwendet werden;
  2. Als Mittel der Akkumulation. Es ist praktisch unmöglich, Kryptowährungen aus einer Geldbörse zu stehlen. Da alle Transaktionen unumkehrbar sind und private Schlüssel verwenden, ist es unmöglich, sie abzufangen oder zu hacken. Solange der private Schlüssel der Brieftasche nur dem Besitzer bekannt ist, bleibt die Kryptowährung sicher;
  3. Als Mittel der Investition. Bitcoin und andere Kryptowährungen werden aufgrund der Kursschwankungen und der allgemein zunehmenden Beliebtheit als Anlageobjekt betrachtet. Und die Kryptowährung eignet sich sowohl für kurzfristige Erträge durch den Handel an Börsen als auch langfristig, da die Kryptowährungskurse weltweit tendenziell steigen;
  4. Im Unternehmensbereich. Immer mehr Unternehmen und Dienste ermöglichen Zahlungen in Kryptowährungen. Für junge Kryptowährungsprojekte ist es üblich geworden, Gelder durch ICOs (Initial Coin Offerings auf dem Börsenparkett) zu beschaffen.

Die meisten Kryptowährungen haben eine Emissionsobergrenze. Das Bitcoin-Netzwerk beispielsweise hat eine Obergrenze für die Ausgabe von 21 Millionen Münzen. Die Ausgabe kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, je nach Konsensalgorithmus und Anwendung der jeweiligen Kryptowährung.

Mining ist die gängigste Art, eine Kryptowährung zu schürfen. Es ist die Lösung kryptographischer Probleme unterschiedlicher Komplexität unter Nutzung der Leistungsfähigkeit der Hardware. Miner hingegen nutzen die Rechenleistung, um das Netzwerk einer bestimmten Kryptowährung am Laufen zu halten.

Das ultimative Ziel des Minings ist es, die digitale Signatur zu finden, die den Block abschließt. Sobald dies geschieht, wird der Block geschlossen, der Schürfer wird belohnt und ein neuer Block beginnt sich zu bilden. Verschiedene Kryptowährungen werden mit der Leistung eines Prozessors, einer Grafikkarte oder einer Spezialausrüstung geschürft.

Die Frage der Legalität von Kryptowährungen, insbesondere des Bitcoin-Systems, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. In einer Reihe von Ländern sind Transaktionen mit Kryptowährungen offiziell erlaubt. In der Regel werden sie in diesen Ländern als Ware oder Anlagegut behandelt und unterliegen den einschlägigen Steuergesetzen. Es gibt Debatten über den rechtlichen Status von Kryptowährungen.

Die People’s Bank of China verbot Anfang 2014 Bitcoin-Transaktionen durch chinesische Finanzinstitute, verbot aber nicht den Bürgern den Handel mit Kryptowährungen. In der Schweiz gelten für Kryptowährungen die gleichen Regeln wie für Fremdwährungen, und das Land ist eines der günstigsten Länder für Bitcoin-Start-ups und öffentliche Blockchains.

Die US-Steuerbehörde entschied am 25. März 2014, dass Kryptowährungen für Steuerzwecke als Eigentum und nicht als Währung behandelt werden. Im März 2016 verabschiedete das japanische Kabinett ein Gesetzespaket, das unter anderem Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennt.

Da dezentrale Netze keine Einmischung in die Interaktion zwischen den Parteien zulassen und oft keine Methoden zur Identifizierung der Nutzer haben, besteht die Gefahr des Entstehens von schwarzen Märkten. Kein Staat kann solche kriminellen Aktivitäten regulieren, da jeder Knotenpunkt gleichberechtigt ist.

Das oben erwähnte Problem ist das Hauptargument für eine strengere Regulierung von Kryptowährungszahlungen und dezentralen Anwendungen im Allgemeinen.

Wechsel an der Spitze des Kuratoriums in Bad Kreuznach

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199 Henning Boeker 1
199 Henning Boeker 1

Justizrat Dr. Hans Gert Dhonau wechselt von der Spitze des Kuratoriums der Stiftung kreuznacher diakonie in den Kuratoriumsausschuss. Der 72-Jährige gibt damit das Amt des Vorsitzenden nach 20 Jahren an Oberkirchenrat Henning Boecker ab. Dr. Dhonau wurde 1998 ins Kuratorium gewählt.


Der Vorstand begrüßt die Entscheidung des Kuratoriums

Das Kuratorium und der Vorstand der Stiftung danken Dr. Dhonau für seine Arbeit im Kuratorium und die langjährige Begleitung der Stiftung, der er auch im Kuratoriumsausschuss dem Unternehmen verbunden bleibt: „Als Jurist, als Christ und als Mensch hat er sich stets in den Dienst der Stiftung und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt.“ Pfarrerin Sabine Richter ehrte ihn im Namen der Diakonie Deutschland mit dem Goldenen Kronenkreuz für seine ehrenamtliche Tätigkeit für die Stiftung kreuznacher diakonie.

Seine Nachfolge tritt Oberkirchenrat Henning Boecker an, der seit 2021 Mitglied im Kuratorium der Stiftung kreuznacher Diakonie ist. Der 55-jährige Jurist ist Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland und Abteilungsleiter Finanzen und Diakonie im Düsseldorfer Landeskirchenamt. Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit fast 2,5 Millionen eine der größten Landeskirchen der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland).

Als Finanzdezernent der Landeskirche verantwortet Boecker einen Haushalt von rund 550 Millionen Euro. Der Vorstand begrüßt die Entscheidung des Kuratoriums, gemeinsam mit dem Kuratorium beglückwünscht er Henning Boecker zum neuen Amt als Vorsitzender. „Ich freue mich über das in mich gesetzte Vertrauen und setze auf eine gute Zusammenarbeit, damit die Stiftung ihrer Tradition gerecht und gleichzeitig erneuert wird“, erklärte Oberkirchenrat Boecker nach seiner Wahl.

Shiba Inu: Vor- und Nachteile

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trading g1badcf7e2 1920
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Shiba Inu (SHIB) ist eine Kryptowährung, die im August 2020 vom anonymen Entwickler Ryoshi veröffentlicht wurde. Die Shiba Inu Münze (Coin) basiert auf einem seit Jahren zirkulierenden Meme, das ein Exemplar der gleichnamigen Hunderasse zeigt.

Es gibt eine Reihe von guten Gründen, warum der Kauf von Shiba Inu (SHIB) Token eine gute Investition ist. Zweifellos hat diese Kryptowährung einige Nachteile, aber es gibt noch viele weitere Argumente, die für ihren Kauf sprechen. Beginnen wir mit den positiven Aspekten:

  • Viele Experten und Finanzanalysten stellen positive Prognosen für die Zukunft auf.
  • Alle Währungen, die auf der Ethereum-Blockchain basieren, sind bei Händlern angesehen.
  • Der Shiba Inu hat die Aufmerksamkeit vieler berühmter Persönlichkeiten auf sich gezogen. Sogar Elon Musk schenkt diesem Token besondere Aufmerksamkeit. Mit Millionen von Anhängern auf Twitter und anderen sozialen Medien verfügt Elon Musk über ein riesiges Publikum. Erwähnenswert ist ein Posting mit dem Bild eines Hundes, das die Kryptowährung in die Höhe schnellen ließ.
  • Ein weiterer Vorteil von SHIB steht in direktem Zusammenhang mit dem vorherigen Argument. SHIB ist seit langem Teil der populären Memes-Münzen-Bewegung und findet in der Öffentlichkeit breite Unterstützung.

Der Start von ShibaSwap, einer offiziellen Plattform, ist für die nahe Zukunft geplant. Wenn ein Händler SHIB kaufen möchte, muss er nicht lange nach einer Börse suchen. Heute wird der Shiba Inu Token auf vielen bekannten Plattformen gehandelt.

Shiba Inu hat aber nur einen entscheidenden Nachteil, der eigentlich aber für alle Memes-Münzen typisch ist. Tatsache ist, dass Kryptowährungen, die auf verschiedenen Memen basieren, sehr instabil sind. Sie sind nicht durch einen realen Wert unterstützt, so dass ihr Wert höchst fragwürdig ist. Heute kann der Preis der eine sein, morgen ein anderer. Aber auch von solchen Kursschwankungen kann man dank Kryptobots auf https://immediateprofit.de/ profitieren. In dieser Hinsicht gleicht der Umgang mit Kryptowährungen auf dem Markt einer Achterbahnfahrt. Im Falle der Achterbahn kann man die Höhen und Tiefen vorhersagen, aber das Schicksal von Shiba Inu, Dogecoin und anderen Altcoins ist es nicht.

Man kann aber die Risiken beim Handel mit SHIBA, BTC und anderen Kryptowährungen reduzieren. Wir möchten einen Ratschlag geben, der für alle Anleger gilt. Es ist ganz einfach: Diversifizieren Sie Ihre Investitionen. Dies gilt sowohl für Kryptowährungen als auch für Aktienkäufe und den Kauf / Verkauf von Rohstoffen. Investieren Sie nicht Ihr gesamtes Geld in Shiba Inu, auch wenn die Währung ein starkes Wachstum aufweist. Bewerten Sie das Projekt von allen Seiten, holen Sie sich die Meinung von Fachleuten ein, kaufen Sie nicht nur Shiba Inu, sondern auch Dogecoin, ETH, XRP.

Natürlich wächst SHIB jetzt mit einer kosmischen Geschwindigkeit. Doch wie jede andere Kryptowährung ist auch Shiba Inu sehr volatil. In 2-3 Wochen (und möglicherweise schon früher) könnte ein weiteres bahnbrechendes Ereignis eintreten, das den Kryptowährungsmarkt vollständig zum Erliegen bringt. Denken Sie daran, dass es sehr volatil ist. Investieren Sie nicht mehr, als Sie zu verlieren bereit sind, und geben Sie nicht Ihr letztes Geld für Kryptowährungen aus. Wenn Sie einen Fehler machen, dann fallen Sie durchs Raster.

Shiba Inu (SHIB) ist eine sehr beliebte Kryptowährung, die dank des Memes zur Welt gebracht wurde. Sie hat in den letzten Monaten dank eines Wachstumsbooms, der auf Meilenstein-Ereignissen und Tweets von Elon Musk beruht, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Die Münzen steigen stetig im Wert und gelten daher als sehr vielversprechend für Anleger. Sie sind ein direkter Konkurrent von Dogecoin und wurden als Alternative zu dieser Kryptowährung geschaffen. Es ist kein Zufall, dass die Schöpfer von Shiba Inu selbst ihren Token „Dogecoin Killer“ genannt haben. Sie können Shiba Inu-Münzen sicher und gewinnbringend kaufen, wenn Sie effiziente Finanzinstrumente für den Handel benutzen.

Diese Ausrüstung benötigen Wanderer bei mehrtägigen Trekking-Touren

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Trekking wird immer beliebter. Zu den schönsten Trekkingtouren gehören vor allem Strecken, man nicht an einem Tag bewältigen kann. Wer sich solchen Abenteuern dennoch stellen möchte, braucht hochwertiges Equipment. Im Folgenden erklären wir euch, welche Trekking-Ausrüstung ihr für mehrtägige Touren braucht.

Kleidung & Ausrüstung

Das Wichtigste ist wohl die passende Kleidung für eine Bergtour. Diese sollte auf die Jahreszeit und die Wettervorhersage angepasst sein. Ansonsten kommen Wanderer schnell ins Schwitzen oder frieren an kalten Tagen, dann ist der Spaß an der Trekking-Tour ganz schnell dahin. In jedem Fall ist es wichtig, auch Regenkleidung dabei zu haben, um auf mögliche Regenschauer vorbereitet zu sein.

Beim Trekking besonders wichtig ist natürlich das passende Schuhwerk. Hier sollte man auf hochwertige Schuhe in der richtigen Größe setzen, um Verletzungen und schmerzhafte Blasen zu vermeiden. Empfehlenswert sind beispielsweise Trekkingschuhe von Jacalu. Ebenfalls sollte man eine Kappe und Sonnenbrille dabei haben, um sich vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Wechselsocken und Funktionsunterwäsche gehört ebenfalls zur benötigten Ausrüstung dazu.

Ein robuster Rucksack

Für mehrtägige Wanderungen ist ein robuster und hochwertiger Rucksack auf jeden Fall notwendig. Da alles, was für eine Trekking-Tour benötigt wird, in dem Rucksack transportiert wird, wäre es sehr ärgerlich, wenn dieser kaputt ginge. Neben dem benötigten Volumen sollte man beim Rücksack-Kauf auf auf den eigenen Körperbau und die Fitness achten, um später keine Schmerzen beim Tragen zu bekommen. Deshalb sollte der Rucksack so gestaltet sein, dass das Gewicht auf beide Schultern und auf die Hüften verteilt wird.

Erste-Hilfe-Sets sind unverzichtbar

Verständlich, dass sich niemand während einer Trekking-Tour verletzen möchte. Trotzdem kommt es hin und wieder vor, dass man sich beispielsweise mal einen Kratzer zuzieht oder sich Blasen an den Füßen bilden. Auf einer mehrtägigen Wanderung sollte man daher immer ein kleines Erste-Hilfe-Set dabei haben. Dort hinein gehören zum Beispiel:

  • Blasenpflaster
  • Wundpflaster
  • Taschentücher
  • Desinfektionsspray
  • Zeckenzange
  • persönliche Medikamente
  • falls nötig Sonnencreme
  • für gefährlichere Touren eine Rettungsdecke und ein Biwaksack

Technische Hilfsmittel machen Vieles einfacher

In der Natur möchten viele Wanderer so wenig Technik wie möglich mitnehmen, um einfach mal abschalten zu können. Trotzdem können technische Geräte mit GPS dabei helfen, die Orientierung nicht zu verlieren. Besonders wenn man die Strecke nicht kennt oder Probleme mit der Orientierung hat, empfiehlt es sich, beispielsweise topographisches Kartenmaterial, GPS-Geräte oder GPS-Uhren mitzunehmen. Zudem ist es sinnvoll, einen Kompass mitzuführen. Um die Aussicht bestmöglich genießen zu können, ist ein hochwertiges Fernglas empfehlenswert. Ebenfalls mit dabei sein sollte eine Taschenlampe oder Stirnlampe.

Auch das Handy sollte aufgeladen sein und das Ladekabel mitgeführt werden. Besonders wer alleine unterwegs ist sollte nicht aus sein Mobiltelefon verzichten, um im Notfall Hilfe rufen zu können.

Für die Übernachtungen

In der Regel verbringen Wanderer ihre Nächte in Berghütten. Hier bietet es sich an, einen Schlafsack und ein Reisekissen dabei zu haben, um die Schlafqualität zu verbessern und Energie für den nächsten Tag tanken zu können. Eine Kulturtasche mit Zahnbürste und Waschzeug gehört ebenso zur benötigten Trekking-Ausrüstung wie Ohrstöpsel. Denn immer wieder kommt es vor, dass in Berghütten auch jemand übernachtet, der schnarcht. Ein biologisches Reisewaschmittel ist zudem sehr praktisch, um die Kleidung reinigen zu können. Auch kleine Karten-Sets werden häufig mitgenommen. Sie sind leicht, nehmen wenig Platz weg und man kann sich in der Berghütte die Zeit damit vertreiben.

Rosenmontagszug in Mainz ist abgesagt

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Auch 2022 wird kein Rosenmontagsumzug in Mainz stattfinden. Das hat Reinhard Urban der Präsident des Mainzer Carneval-Verein (MCV) am Mittwochabend (15. Dezember 2021) im Anschluss an die Vorstandssitzung mitgeteilt.


Gemeinsames Feiern von mehreren Hunderttausend Menschen nicht möglich

Bundesweit steigen die Corona-Zahlen, die Intensivstationen werden immer voller und sind bereits überlastet. Laut Corona-Verordnung von Rheinland-Pfalz sind nur 10.000 Zuschauer zugelassen.

Auch im Januar und Februar wird eher nicht mit einer Verordnung gerechnet, die das gemeinsame Feiern von mehreren Hunderttausend Menschen möglich macht. Das ist der Grund, weshalb der MCV sich für die Absage des Rosenmontagszuges entschieden hat.

Zeugen gesucht nach Verkehrsunfall mit zwei Verletzten in Rüsselsheim

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Notarzt Gross Gerau5
Notarzt Gross Gerau5

Am Mittwochnachmittag (15. Dezember 2021) kam es gegen 15:30 Uhr an der Kreuzung Haßlocher Straße / Rugbyring in Rüsselsheim zu einem Verkehrsunfall. Zwei Personen wurden bei dem Unfall verletzt.


Unfall zwischen Audi und Opel

Wie die Polizei mitteilte, krachte ein Audifahrer gegen einen Opel Zafira, der mit zwei Personen besetzt war. Der Audifahrer sowie eine Insassin des Opels wurden durch die Wucht des Aufpralls leicht verletzt. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen beläuft sich auf geschätzte 30.000 Euro.

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Rüsselsheim unter der Rufnummer 06142 – 6960 zu melden.

Nach Demo in Mainz: Gesundheitsminister erklärt Hintergrund der 2G+ Regelung

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„Unser Ziel ist, dass die Gastronomie sicher bleibt“, sagten Gesundheitsminister Clemens Hoch, Familienministerin Katharina Binz und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt im Anschluss an die Ministerratssitzung am Dienstag (14. Dezember 2021). Sie haben auf dem Mainzer Ernst-Ludwig-Platz den Dialog mit Vertretern und Vertreterinnen aus der Gastronomie und Hotellerie gesucht. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband – kurz DEHOGA – Rheinland-Pfalz hatte zu einer Demonstration gegen die neue 2G+ Corona-Regel für die Gastronomie aufgerufen.


„Pflegepersonal ist an der Belastungsgrenze“

„Wir stehen in einer kritischen Pandemie-Phase. Auf unseren Intensivstationen kämpfen Menschen um ihr Leben und das Pflegepersonal ist an der Belastungsgrenze. In Rheinland-Pfalz ist die Situation besser als in vielen anderen Bundesländern, aber darauf können wir uns nicht ausruhen. Mit der Virusmutante Omikron haben wir ein zusätzliches großes Risiko. Deswegen setzen wir als Landesregierung auf Sicherheit“, so die Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung weiter. Das sei aus deren Sicht auch der sicherste Weg, dass es nicht wieder zu einer Situation komme, in der Einrichtungen schließen müssten.

„Überall dort, wo Menschen ohne Maske zusammenkommen, ist zusätzlich zur Impfung auch ein negativer Corona-Test vorgesehen. Die Landesregierung habe großes Verständnis für die Sorgen des Hotel- und Gaststättengewerbes, werbe jedoch um Verständnis für die Corona-Schutzmaßnahmen. Der Test vor dem Besuch von Hotels und Gaststätten soll den Aufenthalt sicherer machen. Um die Gastronomen zu entlasten, habe man die praktische Umsetzung erleichtert, indem auch Selbsttests unter Aufsicht möglich seien. Zudem seien Menschen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben, von der zusätzlichen Testpflicht ausgenommen, so die Ministerinnen und der Minister. Außerdem habe die Landesregierung mit ihren Partnern in einem unglaublichen Kraftakt daran gearbeitet, dass es jetzt wieder 1700 Teststellen überall im Land gebe und Tests damit auch wieder sehr unkompliziert durchzuführen seien, so Gesundheitsminister Clemens Hoch.

330.000 Impfungen in der Woche

„Wir haben mit dem heutigen Tag über eine Million Auffrischungsimpfungen im Land verabreicht. Damit sind über 25 Prozent aller Rheinland-Pfälzerinnen und Reinland-Pfälzer und sogar fast 30 Prozent der Erwachsenen zusätzlich geschützt und können ohne Test die Gastronomie besuchen“, so Gesundheitsminister Clemens Hoch weiter. Für Kinder unter 12 Jahren und 3 Monaten gelten ohnehin keine Beschränkungen, für ältere Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre gelte 3G. „Wir schaffen aktuell rund 330.000 Impfungen in der Woche, das ist wichtig, um die Infektionszahlen und schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Dass Schutzmaßnahmen und Impfkampagne wirken, zeigen die endlich wieder sinkenden Infektionszahlen. Doch für eine Entwarnung ist es noch zu früh“, so der Minister.

Die Landesregierung sehe auch, dass Hotellerie und Gastronomie eine deutliche Tarifsteigerung für ihre Beschäftigten und die Auszubildenden abgeschlossen habe, um die Beschäftigten zu halten. Das Kurzarbeitergeld unterstütze ebenfalls. Umso wichtiger sei es, mit vereinten Kräften die Infektionszahlen zu senken, damit bald wieder ein normaler Betrieb möglich werde“, so die Ministerinnen und der Minister.


Wirtschaftshilfen sollen Corona-Einbußen abmildern

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt wies auf die Überbrückungshilfen für Gastronomen hin. Gastronomen können die Überbrückungshilfe III Plus für einen Monat von Juli bis Dezember 2021 beantragen, wenn sie in diesem Monat einen coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Vergleichsmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Demnach sind auch Einbußen eines schleppenden Weihnachtsgeschäfts inbegriffen. Die Überbrückungshilfe III Plus deckt wesentliche betriebliche Fixkosten eines Unternehmens ab. Der Zuschuss liegt – je nach Umsatzrückgang – zwischen 40 und 100 Prozent der Fixkosten. Besonders schwer getroffene Unternehmen erhalten einen Eigenkapitalzuschuss, der zusätzlich zur Fixkostenhilfe ausgezahlt wird.

Bei der Überbrückungshilfe III Plus besteht die Möglichkeit, einen Änderungsantrag für einen bestehenden Antrag einzureichen, wenn sich beispielsweise die prognostizierten Umsatzahlen deutlich verändert haben. Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge endet am 31. März 2022. Das bedeutet: Wer größere Einbußen als angenommen hat, reicht einen Änderungsantrag ein.

Gerade die im vergangenen Jahr auf Drängen der Bundesländer eingeführten Sonderregelungen zur Saisonware sei für viele Unternehmen hilfreich, so die Ministerin. So können Gastronomen beispielsweise bei Lebensmitteln Wertverluste aus verderblicher Ware oder saisonaler Ware als zusätzliche förderfähige Kosten in der Überbrückungshilfe III Plus geltend machen.

Ab Januar soll die Überbrückungshilfe IV greifen

Die Überbrückungshilfe IV sieht einige Verbesserungen gegenüber der Überbrückungshilfe III Plus vor. So erhalten Unternehmen, die von Absagen von Advents- und Weihnachtsmärkten betroffen sind, einen erhöhten Eigenkapitalzuschuss. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt fordert, diese Sonderregel auszuweiten: „Sie muss auch für Gastronomie und Hotellerie gelten, da das wichtige Dezembergeschäft zum zweiten Mal in Folge deutlich eingeschränkt wurde oder gar weggefallenist.“

„Vor dem Hintergrund der pandemischen Entwicklung sind die derzeitigen Maßnahmen notwendig. Über die Ausnahmen für geboosterte Bürgerinnen und Bürger hinaus sehen sie auch familienfreundliche Ausnahmen für Kinder und Jugendliche vor“, stellt Familienministerin Katharina Binz fest.

Bundeswehr-Soldaten unterstützen im Kreis Mainz-Bingen

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Die Bundeswehr unterstützt das Impfzentrum in Ingelheim und das Gesundheitsamt Mainz-Bingen auch in der vierten Welle der Pandemie mit dringend benötigtem Personal. Dazu sagt Landrätin Dorothea Schäfer: „Ich danke den Soldaten im Namen der Bevölkerung unseres Landkreises. Ihnen gebührt unser Dank und unsere höchste Anerkennung für Ihren Einsatz. Einmal mehr zeigt sich: Auf die Bundeswehr ist Verlass.“


„Wir benötigen jede helfende Hand“

Im Impfzentrum in Ingelheim sind seit dem 13. Dezember fünf Soldaten im Einsatz. Sie gehören zur dritten Einsatzstaffel in Mayen. Sie sind unter anderem Ansprechpartner für die Bürger am Check-In und am Check-Out. Darüber hinaus haben sie Aufgaben in den Bereichen Aufklärung, in der Apotheke sowie in der Logistik des Impfzentrums. Dazu sagt der Leiter des Impfzentrums, Mathias Hirsch: „Wir benötigen jede helfende Hand. Deshalb bin ich der Bundeswehr sehr dankbar, dass unser Antrag auf Amtshilfe erneut gebilligt wurde.“

Auch dem Gesundheitsamt in der Mainzer Langgasse stehen bereits seit 24. November insgesamt acht Angehörige der Truppe bei. Die Soldaten des Artillerielehrbataillons 345 aus Idar-Oberstein unterstützen die Indexnachverfolgung in Stadt und Landkreis. Sie tragen durch das Führen von Absonderungsgesprächen und die statistische Datenerhebung dazu bei, die Fallzahlen zu reduzieren. „Die Einarbeitung der Soldaten verlief sehr schnell und gut“, sagt der zuständige dritte Kreisbeigeordnete Erwin Malkmus. „Die große Einsatzbereitschaft und Aufgeschlossenheit der Soldaten gegenüber ihrer Arbeit ist bemerkenswert“, ergänzt Dr. Dietmar Hoffmann, Leiter des Gesundheitsamts.

Der Einsatz der Soldaten ist zunächst befristet: Im Impfzentrum bis voraussichtlich 21. Januar, im Gesundheitsamt bis voraussichtlich 26. Januar.

Deutsche Umwelthilfe kündigt neue Maßnahmen für 2022 an

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zieht eine Erfolgsbilanz ihrer Arbeit in diesem Jahr und kündigt für 2022 entscheidende Schritte zur Durchsetzung von ausreichenden und sofort wirksamen Umwelt-, Natur- und Klimaschutzmaßnahmen an – auch vor Gericht.


Erhöhte Durchschlagskraft der Umwelt- und Klimabewegung

Einen Durchbruch dafür habe man mit dem von der DUH mit initiierten historischen Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts im vergangenen April erreicht, erklärte die Geschäftsführung des Verbands bei ihrer Jahresbilanzpressekonferenz. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation hatte zwei der vier erfolgreichen Verfassungsbeschwerden gestartet, organisiert und finanziert. Das Urteil erhöhe schon jetzt und noch mehr 2022 die Durchschlagskraft der Umwelt- und Klimabewegung, so die DUH. Auch auf den Koalitionsvertrag hat sich dies spürbar ausgewirkt, zumindest in einigen Bereichen wie dem Sofortprogramm der Ampel-Koalition beim Klima- und Naturschutz. Hier werde man nun die konsequente Umsetzung sicherstellen.

In der Kreislaufwirtschaft, dem Verbraucherschutz, vor allem aber im Verkehrssektor fällt das Urteil hingegen ausgesprochen kritisch aus. Wenn es nicht gelingt, über den gesellschaftlichen Diskurs hier zu grundsätzlichen Änderungen zu kommen und die Ampel-Regierung beabsichtigen sollte, einen Verfassungsbruch zu begehen, wird die DUH sie stoppen. Das Instrument dafür hat die DUH bereits entwickelt: Durch die schon eingereichten Klima-Sektorklagen vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg können sofort wirksame Maßnahmen wie die Einführung eines Tempolimits durchgesetzt werden.

Durchsetzung von Verkehrswende und Tempolimit notfalls per Gericht

„Unser wichtigster Erfolg ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29. April, mit dem der Klimaschutz de facto Verfassungsrang erhalten hat. Der nun massiv aufgewertete Artikel 20a des Grundgesetzes hat uns bereits 17 Verfassungs- und Verwaltungsklagen gegen zehn Bundesländer sowie gegen die Industriekonzerne BMW, Mercedes und Wintershall Dea ermöglicht. Mit den ersten gerichtlichen Verhandlungen und Entscheidungen zu diesen Klagen rechnen wir noch im Jahr 2022, um Bund, Länder und Unternehmen zu ausreichendem und sofortigem Klimaschutz zu verpflichten“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Auch beim langjährigen Kampf um die Saubere Luft in Deutschland konnte die DUH 2021 wichtige Erfolge verzeichnen. Im September sprang die Weltgesundheitsorganisation WHO dem Verband zur Seite. Sie schloss sich der Forderung nach deutlich strengeren Grenzwerten für die Luftschadstoffe Feinstaub und Stickoxide an. 2022 wolle man nun durchsetzen, dass die bis zu viermal strengeren Maximalwerte für die vor allem aus Autos und Verbrennungsvorgängen stammenden Luftschadstoffe in nationales Luftreinhalterecht umgesetzt werden. Erfolge erzielte die DUH zudem in Gerichtsentscheidungen und gerichtlichen Vergleichen mit mehreren Bundesländern und Städten. Sie konnte so durchsetzen, dass Pkw-Verkehr reduziert, Fahrradwege sowie Bahn- und Busangebote ausgebaut und neue Dieselfahrverbote wie in Limburg umgesetzt werden.


Immer mehr Pop-Up-Radwege

Besonders stolz ist die DUH auf die erfolgreiche Durchsetzung von immer mehr Pop-Up-Radwegen und weiteren Pop-Up-Maßnahmen mit nachweislich positivem Effekt (u.a. Messungen auf der Berliner Kantstraße). Aktuell beschäftigen sich mehrere hundert Städte mit den von der DUH initiierten Anträgen für Pop-Up-Radwege.

Nach der ebenfalls von der DUH durchgesetzten durchgängigen Partikelfilterpflicht für alle Fahrzeuge sind die Rußemissionen aus Holzheizungen aktuell das Hauptproblem beim Feinstaub. Die erfolgreich angelaufene Aktion „Kein Ofen ohne Filter“ korrespondiert dabei mit einem immer breiteren Angebot von Kaminöfen mit aktiven Filtern und dem Umweltzeichen „Blauer Engel“.

Seit nunmehr 17 Jahren kontrolliert die DUH die Einhaltung umweltbezogener Verbraucherschutzgesetze. Die DUH kritisiert das aktive Wegschauen der für den Vollzug eigentlich zuständigen Landesbehörden. Verbraucherinnen und Verbraucher würden zunehmend mit dem Versprechen einer angeblich hundertprozentigen Recyclingfähigkeit oder Klimaneutralität von Produkten getäuscht. Die DUH kündigt für 2022 eine Ausweitung der Kontrolltätigkeit auf diese oftmals falschen Werbeversprechen an.

Durchsetzung von Energiewende, Agrarwende und Naturschutzfinanzierung

Nach der Grundsatzentscheidung, den Kohleausstieg auf 2030 vorzuziehen und den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 80 Prozent auszubauen, fordert die DUH, auch den fossilen Energieträger Erdgas stärker in den Blick zu nehmen, wenn es um die Dekarbonisierung unserer Energieversorgungssysteme geht.

„Nachdem klar ist, dass der Kohleausstieg bis 2030 kommt, werden wir die Rolle von klimaschädlichem Erdgas in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen. Neue Gaskraftwerke dürfen nur gebaut werden, wenn ihre Betriebszeit gesetzlich begrenzt und an den Klimazielen ausgerichtet wird. Vom Umweltbundesamt fordern wir, dass Methanleckagen am Erdgasnetz zukünftig bundesweit und unabhängig gemessen werden. Die Inbetriebnahme der klimaschädlichen Mega-Pipeline Nord Stream 2 möchten wir auf dem Rechtsweg und über das laufende Zertifizierungsverfahren verhindern. Die geplanten Flüssigerdgasterminals an der Nordsee-Küste müssen abgesagt werden“, sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kommt nur dann voran, wenn gesetzlich ausreichend Flächen für Wind- und Solaranlagen zur Verfügung gestellt und unsinnige Hemmnisse wie pauschale Abstandsregelungen abgeschafft werden. Auch der neuen Bundesregierung wird sich die DUH entgegenstellen, wenn der Ausbau der Windenergie auf Kosten des Natur- und Artenschutzes geschehen soll. An den europäischen Vorgaben zum Artenschutz dürfe nicht gerüttelt werden. Notwendig sei es aber, dass für eine Beschleunigung des Wind-Ausbaus die artenschutzrechtlichen Vorgaben bundesweit vereinheitlicht werden. Hier müssen Umwelt- und Klimaschutzministerium Hand in Hand arbeiten.

Neben dem Sofortprogramm für den Klimaschutz ist auch eines für den Natur- und Artenschutz notwendig. Die Renaturierung von Mooren, Feuchtgebieten oder Flussauen trägt dazu bei, dass Kohlenstoff in natürlichen Ökosystemen gespeichert wird, statt in die Atmosphäre zu entweichen. Die DUH tritt deshalb dafür ein, dass die neue Bundesregierung einen Klimanaturschutzfonds zur Renaturierung solcher Flächen schafft, ausgestattet mit mindestens 2 Milliarden Euro pro Jahr.

„Vom neuen Bundesagrarminister fordern wir eine Strategie zum Umbau der Fleischindustrie in Richtung Tierwohl und Nachhaltigkeit. Dazu gehören neben gesetzlichen Regelungen zur besseren Nutztierhaltung eine generelle Reduktion der Tierzahlen in den Ställen. Die Deutsche Umwelthilfe wird den überhöhten und teils illegalen Antibiotikaeinsatz in deutschen Ställen zukünftig auch juristisch angreifen“, kündigt Sascha Müller-Kraenner an.


Durchsetzung von sozial gerechtem Klimaschutz in Gebäuden und Mehrweg statt Einweg

Der Gebäudesektor hat als einziger Sektor die Klimaziele bereits im vergangenen Jahr verfehlt. Auch 2021 blieb die alte Bundesregierung untätig. Die Ziellücke vergrößert sich immer weiter. Damit verschärfen sich sowohl das klimapolitische Problem als auch die sozialen Probleme im Wohnbereich. Bezahlbares Wohnen hängt maßgeblich davon ab, dass durch energetische Sanierung die Energiekosten beim Wohnen geringgehalten werden.

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Der Handlungsdruck in dem Sektor ist gewaltig. Dass wir hier gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund, mit Architekten und Schülern vorgehen zeigt, wie breit viele Teile der Gesellschaft betroffen sind. Hier stoßen die großen Fragen Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit aufeinander. Weil Gebäude in Zyklen über Jahrzehnte erbaut und saniert werden, droht hier eine dramatische Hypothek für künftige Generationen. Die neue Bundesregierung will 400.000 Wohnungen jährlich bauen, ohne zwingend notwendige Mindeststandards gesetzlich vorzuschreiben. Da werden heute die Sanierungsfälle von morgen errichtet. Das können wir uns nicht leisten. Klara Geywitz als neue Bauministerin muss sofort handeln – oder sie kann das Versagen nicht mehr aufhalten.“

Die DUH wird deshalb 2022 ihren Forderungen massiv Nachdruck verleihen: Es brauche zwingend ordnungsrechtliche Vorgaben zur Bestandssanierung, die energetisch schlechtesten Gebäude müssten zuerst saniert, neueste EU-Vorgaben umgesetzt werden. Die Förderung müsse auf bis zu 25 Milliarden Euro jährlich aufgestockt und Sanierungskosten dürften nicht auf Mieterinnen und Mietern abgewälzt werden. Der Energiebedarf der Gebäude in Deutschland müsse insgesamt um 40 Prozent gesenkt werden, nur der Rest könne durch den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien getragen werden, so der Umwelt- und Verbraucherschutzverband.

Die DUH kündigt zudem eine groß angelegte Aktion an, um Bund und Länder dazu zu bringen, ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Vorbildfunktion gerecht zu werden. Sie sind verpflichtet, voranzugehen und die öffentlichen Gebäude zuvorderst zu sanieren. Zunächst müssten die teils maroden und unzumutbaren Schulen und Kindergärten angegangen werden, mit Landesmitteln und auch einem Bundesprogramm.

„Große Sorgen bereitet uns schließlich der Bereich der Kreislaufwirtschaft. Der Verpackungs- und Einweg-Müllberg wächst immer weiter. Verbote bestimmter Produkte wirken nicht, weil Unternehmen schlicht auf andere Einweg-Materialien umstellen anstatt wirklich nachhaltig auf bereits existierende Mehrweg-Lösungen. Ein Müll wird durch einen anderen ersetzt. Dadurch fällt kein Gramm weniger an und die Umwelt- und Klimakrise wird weiter angeheizt. Wir brauchen aber die Umkehr, wir brauchen ein gesetzlich festgeschriebenes Müllvermeidungsziel, das energisch durchgesetzt wird. Wir müssen bis 2025 den Verpackungsmüll in Deutschland halbieren“, so Barbara Metz.

Da weiterhin Vorgaben wie die Mehrwegquote durch den Handel ignoriert werden, fordert die DUH eine Einweg-Abgabe von mindestens 20 Cent beispielsweise auf Einweg-to-go-Becher oder auch zusätzlich zum Pfand auf Einweg-Getränkeverpackungen. Auch müsse die Plastiksteuer in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro, die aktuell von den Bürgerinnen und Bürgern gezahlt wird, auf die verantwortlichen Konzerne umgelegt werden.

Dem schlechten Gesamttrend konnte die DUH im ablaufenden Jahr einige Erfolge entgegensetzen. Im Zuge der Kampagne „Plastikfreie Städte“ haben 73 Städte und Gemeinden Einwegplastikmüll reduziert. Ein Verbot von Einwegplastikflaschen und -geschirr sowie Dosen in allen Bundesbehörden wurde erreicht, ebenso die Ausweitung der Einwegpfandpflicht auf jede Einwegflasche und auch die Getränkedose. Als große Aufgabe für das kommende Jahr warte jedoch die Durchsetzung eines Pfands auf die besonders unökologischen Getränkekartons.

 

Ginsheim-Gustavsburg: Interview mit Bürgermeisterkandidat Thorsten Siehr

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Am 19. Dezember 2021 steht die Bürgermeister-Stichwahl in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg an. Für die SPD GiGu kandidiert Thorsten Siehr. BYC-News sprach mit ihm über seine Kandidatur und darüber, was ihm wichtig ist.


Er lebt schon immer in Ginsheim-Gustavsburg

Thorsten Siehr ist im Jahr 1975 in Mainz geboren und lebt seither in Ginsheim-Gustavsburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 14 und 17 Jahren. Der Neuzuwachs in der Familie ist die Hündin Lola.

„Nach dem Abitur, das ich in Mainz absolvierte, habe ich Bauingenieurwesen an der Hochschule Rhein-Main, die damals noch Fachhochschule Wiesbaden hieß, studiert. Anschließend habe ich einige Zeit in einem Ingenieurbüro in Mainz gearbeitet.“, berichtet Siehr.

Anschließend wechselte er zur Bauaufsicht im Main-Taunus-Kreis, wo er hauptsächlich für die Baugenehmigungen verantwortlich war. Im weiteren Verlauf übernahm er dort die Aufgabe der Sonderbaukontrolle, die ihn schließlich zum Amt für Bau und Immobilien in Frankfurt brachte, wo er nun seit fünf Jahren arbeitet.

Schon früh war er politisch interessiert

Im Jahr 1998 trat er der SPD bei, sei jedoch schon vorher politisch interessiert gewesen, erklärte er: „Meine ersten politischen Erinnerungen beginnen bei einer familiären Fernseh-Runde anlässlich des Misstrauens-Votums gegen Helmut Schmidt. Das sind so die ersten politischen Momente, die mir im Kopf geblieben sind. Grund für den Eintritt in die SPD war dann für mich hauptsächlich die Entwicklungspolitik.“, so Siehr.

Ginsheim-Gustavsburg hatte früher zusammen mit Bouguenais, der französischen Partnerstadt in Frankreich, eine Entwicklungspartnerschaft mit Ballou, einer Landgemeinde im Senegal. Das war ein Modell von Frankreich, Entwicklungshilfe zu organisieren. 1998 wurde dann Heidemarie Wieczorek-Zeul Entwicklungsministerin unter Gerhard Schröder. Ihren Ansatz von Entwicklungspolitik fand er sehr spannend und das hat ihn letztlich in die Politik gebracht. Im SPD-Ortsverein war er zunächst Jugendbetreuer, hat dann die Pressearbeit übernommen und wurde später Vorsitzender des Ortsvereins.

„In den sieben Jahren als Vorsitzender fiel auch die Zusammenlegung der beiden Ortsvereine Ginsheim und Gustavsburg, sodass ich dann der erste Vorsitzende des gemeinsamen Ortsvereins Ginsheim-Gustavsburg war“, berichtet Siehr. „Damals wurde ich dann auch in die Gemeindevertretung gewählt. Der gehöre ich nun schon in der dritten Wahlperiode an.“

„Wer soll es denn sonst machen, wenn nicht du?“

Bereits im Jahr 2015 hatte Thorsten Siehr für die SPD als Bürgermeister der Stadt Ginsheim-Gustavsburg kandidiert. Damals verlor er gegen Thies Puttnins-von Trotha. „Die Themen sind heute andere als im Jahr 2015 aber ich finde die Aufgabe immer noch eine spannende Herausforderung“, sagt Siehr.

Die Entscheidung, erneut zu kandidieren, habe er erst spät getroffen. „Die Stimmen innerhalb und außerhalb des Ortsvereins wurden dann aber immer lauter die mich zu einer erneuten Kandidatur ermutigten. Man denkt da selbstverständlich zwei Mal drüber nach, wenn man einmal knapp unterlegen ist. Meine Tochter sagte dann irgendwann zu mir: ‚Wer soll es denn sonst machen, wenn nicht du‘ und hat mich in meiner Entscheidung noch einmal anzutreten bestärkt.“

Durch die vielen Jahre Kommunalpolitik habe er schon einen guten Einblick in die Arbeit eines Bürgermeisters. Zudem sei man als Kommunalpolitiker immer auch mit der Stadtverwaltung in Kontakt. „Ich glaube es ist wichtig, dass man da vielfältige Einblicke und Erfahrungen hat, so wie ich“, sagt Siehr. Zudem ist er als Ingenieur schon lange Jahre in Bauverwaltungen tätig, sodass er „auch die Verwaltungsverfahren sehr gut kennt“.


„Ich sehe das Altrheinufer in Ginsheim künftig als Naherholungsgebiet“

Thorsten Siehr legt bei all den Themen, die in der Stadt anstehen, einen besonderen Wert auf das Altrheinufer. Dieses ist seit dem vergangenen Jahr an Wochenenden mit Schranken für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Ziel der Sperrung war und ist es, die allgemeine Situation am Altrheinufer zu verbessern, den viele lediglich als kostenfreien Parkplatz nutzten. „Dafür ist das Altrheinufer, in dem so viel Potential steckt, einfach zu schade,“ bekräftigt Siehr. Diese Sperrung war zunächst der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung verständigen konnten.

„Mir ist es wichtig, dass es am Altrheinufer nun auch weiter geht und es nicht einfach so bleibt wie es ist mit dieser Schrankenlösung. Ich halte den Schritt, den Parkplatz zu sperren, immer noch für richtig, aber jetzt muss es weiter gehen. Weitere Maßnahmen müssen folgen, damit der Bereich attraktiver wird. Das ist angesichts klammer Kassen nicht ganz einfach. Aber ich bin zuversichtlich, dass man mit Unterstützung der Regionalpark GmbH hier einiges bewegen kann. In den letzten Jahren habe ich bereits in der Altrheinufer AG mitgewirkt und da auch einiges vorangebracht, unter anderem auch die aktuelle Sperrung an den Wochenenden.“

Höhere Verkehrssicherheit durch bessere Konzepte

Siehr wünscht sich das Altrheinufer als Naherholungsfläche, die man gerne besucht. Auch kulturelle Veranstaltungen, wie beispielsweise Konzerte, am Altrheinufer seien ein gesetztes Ziel. Die Reihe „Klassik am Anker“ des Posaunenchores sei da ein gelungenes Beispiel. Dabei sei es wichtig, dass nicht permanent Autos dort entlangfahren und die Atmosphäre stören und auch die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.

Zudem wolle er auch die Bereiche für Fußgänger und Radfahrer im Bereich des Altrheinufers klarer voneinander trennen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Hier käme es immer wieder zu Konflikten, die sich durch ein durchdachtes Verkehrskonzept vermeiden ließen. Das sei machbar, allerdings brauche es dafür einen vernünftigen Plan, bei dem auch die Anwohner und Nutzer mit einbezogen werden sollen.

Bestehende Verkehrsprobleme in Gustavsburg müssen in den Fokus

In den vergangenen Jahren kam das Thema zur Sperrung der Bahnunterführung für Fahrzeuge mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen immer wieder auf. Auch jetzt, wo die Unterführung eröffnet und für die schweren LKWs freigegeben ist, wird immer noch darüber diskutiert. Im Stadtteil Gustavsburg sieht Siehr die bestehenden Verkehrsprobleme besonders im Vordergrund. Durch die hohe Frequenz auf der Darmstädter Landstraße sei der Stadtteil stark belastet. Hier würden viele Fahrzeuge, insbesondere Lastkraftwagen entlangfahren, die diese eigentlich gar nicht nutzen müssten.

Sperrung der Bahnunterführung

„Hinzu kommt natürlich das Thema der Unterführung. Ich stehe nach wie vor dazu, dass die für Fahrzeuge mit über 7,5 Tonnen gesperrt werden muss. Das war schon von Beginn an so vorgesehen. Ich verstehe es deshalb nicht, warum man sich da aktuell so schwertut. Da will ich mich ganz intensiv für stark machen, dass das möglichst schnell umgesetzt wird. Außer der Bus und die Einsatzkräfte der Feuerwehr müssen da einfach keine 7,5 Tonner durch. Das gleiche gilt eigentlich auch für die Darmstädter Landstraße“, so Siehr.

Thorsten Siehr erklärt, dass er sich auch über die Erklärung des aktuellen Bürgermeisters zur Sperrung der Unterführung wundere. „Natürlich muss eine solche Verfügung auch immer begründet sein. Aber die Gründe sind ja ganz klar da. Der enge Kurvenradius, die Lärmproblematik, das war alles von Anfang an bekannt. Jetzt nochmal ein Lärmgutachten abzuwarten, das kann ich nicht nachvollziehen. Der Bürgermeister ist zur Sperrung befugt und dann sollte man es im Sinne der Bürger auch unbedingt tun.“

Angebot statt Zwang beim Mobilitätswandel

Thorsten Siehr erklärt: „Ich stehe natürlich dafür, dass wir den Mobilitätswandel in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg weiter voranbringen. Lärmschutz und Lärmreduzierung wird nur dann möglich, wenn sich auch die Mobilität verändert. Ich halte da aber nicht viel von Zwang. Meine Idee ist das gute Vorbild und das Angebot, wie beispielsweise das MeinRad und das Car Sharing. Es waren SPD und Grüne, die das Fahrradverleihsystem in der vergangenen Wahlperiode gegen anfängliche Skepsis und Widerstände vorangebracht haben. Wir müssen die Stadt auch für Radfahrer noch attraktiver und sicherer machen. Natürlich ist auch die direkte Busverbindung von Ginsheim nach Gustavsburg ohne Umweg über Bischofsheim ein Thema, dass ich zeitnah angehen will.“


Mehr Sicherheit im Burgpark in Gustavsburg

In der Vergangenheit kam auch immer wieder das Thema auf, dass Bürger sich besonders abends und nachts im Burgpark in Gustavsburg unwohl und unsicher fühlen. Hier wird unter anderem das Müllproblem, und das fehlende Gefühl von Sicherheit bemängelt. Thorsten Siehr könne dies nachvollziehen: „Das fängt natürlich schon bei einem Abendspaziergang und gefühlter Sicherheit in Form von ausreichender Beleuchtung an. Ich finde auch, dass es keine gute Lösung ist die Beleuchtung auf den Wegen, vor allem auf dem Verbindungsweg zwischen Schwedenschanze und Sportplatz so früh auszuschalten. Die sollte man länger aufrechterhalten oder hier einmal einen Versuch mit ‚intelligenter Beleuchtung‘ starten, die sich bei Bedarf und Nutzung der Wege ein- und wieder ausschaltet.“

Stadtpolizei wieder voll besetzen

Zudem wünscht er sich im Bereich der Stadtpolizei eine Verbesserung. „Was die Sicherheit angeht, sind wir natürlich bei der Stadtpolizei und deren Besetzung. Die Stadtpolizei fährt aktuell einen sehr dünnen Personalschlüssel. Da ist es mir wichtig, dass wieder alle Stellen voll besetzt sind und wir mit dem ‚Schutzmann vor Ort‘ eine weitere Verbesserung erreichen.“

„Der Bauhof tut was er kann“

Die Sauberkeit im Burgpark wird von den Bürgerinnen und Bürgern oft kritisch gesehen. Hier tue der Bauhof was er könne im Rahmen dessen, was er auch bezahlt bekomme. „Da sind wir dann schnell bei den finanziellen Möglichkeiten. Bestimmt kann man die Pflegegänge weiter optimieren. Der neue Chef des Bauhofs hat sich da bereits auf einen guten Weg gemacht und hat sicher weitere Ideen, die man gemeinsam umsetzen kann“, zeigt sich Siehr offen.

Drogenproblematik im Burgpark

Immer häufiger hört man davon, dass die Drogenproblematik im Burgpark zunimmt. BYC-News wollte daher wissen, wie der Bürgermeisterkandidat das einschätzt. „Wir haben das Problem, dass sich Brennpunkte im Ballungsraum verschieben und entsprechende Folgen mit sich bringen. Da sehe ich die Landespolizei in der Pflicht, präventiv entgegenzuwirken und auf sich verändernde Brennpunkte zu reagieren. Dem Bericht zur Kriminalitätsstatistik nach, erfolgt dies auch wirksam. Das ist nicht vorrangige Aufgabe der Stadtpolizei. Allerdings kann man als Stadt dem Problem präventiv in der Jugendarbeit sicher noch mehr entgegenwirken.“


Sport- und Kulturhalle: „Wir müssen da dran bleiben“

Bei der Sport- und Kulturhalle sei man auch durch das Zutun der SPD auf einem guten Weg. Die Bagger seien aber noch nicht da, also müsse man sich weiterhin für das Projekt stark machen. „Es wird sicherlich nochmal spannend, wenn die ersten Ergebnisse der Ausschreibungen vorliegen. Dann erfahren wir auch in welchen preislichen Regionen wir angesichts der rasant steigenden Baupreise da liegen. Es sind aber mit dem alten Bürgerhausgrundstück rund 40 Prozent der kalkulierten Kosten abgedeckt und damit auch eine solide Finanzierung vorhanden“, so der Bürgermeister-Kandidat.

Nachdem der Haushalt nun beschlossen wurde, heiße es nun ‚dranbleiben‘, denn die Sport- und Kulturhalle sei sehr wichtig für die Vereine. Und genau hier kritisiert Siehr auch die Arbeit von Thies Puttnins-von Trotha, dem aktuellen Bürgermeister.

„Den Vereinen vor den Kopf gestoßen“

„Dass ich die Arbeit des aktuellen Bürgermeisters etwas kritisch betrachte, dürfte klar sein. Gerade auch mit Blick auf die Sport- und Kulturhalle. Wenn ich überlege, wie lange der Weg war. Wir hatten 2014 eigentlich eine fertige und mit den Vereinen abgestimmte Planung. Damals noch für den Fritz-Bauer-Platz. Da hat es sicher noch Probleme gegeben, das möchte ich gar nicht abstreiten. Aber dass man dann auf dem weiteren Weg die Vereine nicht mehr mit eingebunden hat und ihnen dann mit der vorgelegten Planungsvariante so vor den Kopf gestoßen hat, das kann ich nicht nachvollziehen. Diese Variante hätte den Vereinen in keiner Weise geholfen. Es war daher richtig, die weitere Konzeption im Ausschuss Bürgerzentrum möglichst transparent und in großem Konsens anzugehen. Das ist mein Versprechen, da muss eine andere Kommunikation her, die die Beteiligten frühzeitig einbindet und wo nötig Kompromisse findet.“

Ausreichend Wohnraum und gesellschaftliches Leben

Er erklärt, was für ihn außerdem noch wichtig ist: „Ganz klar ist, dass wir mit dem Pfund unserer Wohnungsbaugesellschaften vor Ort wuchern müssen, um weiter für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, und zwar so, dass er möglichst bedarfsgerecht ist und man auch im Alter lange selbstbestimmt darin leben kann. Ich setze mich für einen Seniorentreff auch im Stadtteil Gustavsburg ein. Wenn Familien hierherkommen, haben die Kinder natürlich auch einen Betreuungsanspruch. Es muss also auch bei den Kindergärten weiter viel getan werden, damit gute Bedingungen für die Kinder und Betreuer herrschen. Es sind aktuell nicht ausreichend Plätze vorhanden und da müssen wir schnell handeln.

Nach Corona muss alles dafür getan werden, dass unser gesellschaftliches Miteinander, dass unsere Stadt ausmacht, wieder vorangebracht wird. Da sehe ich etwas mit Sorge auf das aktuelle Thema der ‚Nutzungsgebühren für Räume‘ für die Vereine. Ich hoffe, dass wir das in konstruktiven Gesprächen in die richtige Richtung bringen können. Denn was hilft es, wenn wir die Vereinsförderung einerseits verbessert haben und auf der anderen Seite den Vereinen über Nutzungsgebühren dieses Geld wieder aus der Tasche nehmen. Ich weiß aber, dass die Vereine da auch gesprächsbereit sind.

Das alles und noch mehr ist ein Strauß an Aufgaben, die es anzugehen gilt. Ich lebe und brenne für Ginsheim-Gustavsburg. Und nur was man mit dem Herzen macht, macht man auch gut. Ich glaube sagen zu dürfen, dass das bei mir der Fall ist.“