Ein mutmaßliches Tötungsdelikt im familiären Umfeld erschüttert die Stadt Kassel. Am Samstagabend hatten sich besorgte Verwandte bei der Polizei gemeldet, da sie einen 21-jährigen Angehörigen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr telefonisch oder persönlich erreichen konnten und reichten eine offizielle Vermisstenanzeige ein. Im Zuge der darauffolgenden Überprüfungen machten die Ermittler in der Nacht eine schreckliche Entdeckung. Sie fanden den vermissten jungen Mann leblos in einer Wohnung innerhalb eines Mehrfamilienhauses im Kasseler Stadtteil Waldau.
Bereits die erste visuelle Beurteilung vor Ort ließ für die Beamten keine Zweifel offen. Die konkrete Auffindesituation des Verstorbenen sprach laut Aussage eines Polizeisprechers von Beginn an eindeutig für ein massives Fremdverschulden. Um absolute Gewissheit über die exakte Todesursache zu erlangen, wurde der Leichnam in der Rechtsmedizin untersucht. Eine gerichtsmedizinische Obduktion am darauffolgenden Sonntag bestätigte schließlich den Verdacht der Ermittler und untermauerte den gewaltsamen Tod des 21-jährigen Mannes.
Jüngerer Bruder unter dringendem Tatverdacht
Im Zuge der unmittelbar eingeleiteten Ermittlungen der Kasseler Kriminalpolizei geriet der jüngere Bruder des Getöteten schnell in den Fokus der zuständigen Mordkommission. Der 18-jährige Dimitar Hans-Jürgen Lenz gilt seither als dringend tatverdächtig, für den Tod seines Bruders verantwortlich zu sein. Den rechtsmedizinischen Erkenntnissen zufolge wurde das Opfer durch die Einwirkung von massiver stumpfer Gewalt getötet. Die dafür genutzte Tatwaffe ist zum aktuellen Zeitpunkt der Ermittlungen noch völlig unbekannt.
Auch über die Hintergründe der Tat herrscht im Polizeipräsidium Nordhessen noch Unklarheit; das genaue Motiv für den mutmaßlichen Brudermord ist Gegenstand der laufenden Befragungen im familiären Umfeld. Da der Aufenthaltsort des Verdächtigen nach der Entdeckung der Leiche nicht ermittelt werden konnte, wurde eine offizielle Öffentlichkeitsfahndung in die Wege geleitet. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen und die operative Suche nach dem Flüchtigen laufen laut Behördenangaben derzeit im gesamten Raum Kassel auf Hochtouren.
Personenbeschreibung und dringender Warnhinweis der Polizei Kassel
Der flüchtige 18-jährige Tatverdächtige wird von den Ermittlungsbehörden als potenziell gefährlich eingestuft. Aus diesem Grund warnt die Polizei die Bevölkerung eindringlich davor, den Mann bei einem Antreffen eigenständig anzusprechen oder zu konfrontieren. Stattdessen wird darum gebeten, bei einer Sichtung unverzüglich den polizeilichen Notruf zu wählen. Der gesuchte Dimitar Hans-Jürgen Lenz wird wie folgt beschrieben:
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Er hat eine Körpergröße von etwa 1,74 Metern und eine schlanke Statur.
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Er besitzt sehr kurze, dunkelbraun geschorene Haare und braune Augen.
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Zu seiner aktuellen Bekleidung liegen Hinweise vor, wonach er ein weißes T-Shirt, eine blaue Jeanshose sowie graue Sneaker tragen könnte.
Sachdienliche Hinweise, die zur Feststellung des aktuellen Aufenthaltsortes des Gesuchten beitragen können, oder allgemeine Beobachtungen aus der Tatnacht nimmt das zuständige Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel unter der zentralen Telefonnummer 0561 – 9100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.






