StartWiesbadenDepot Filialen in Wiesbaden, Frankfurt und im MTZ schließen

Depot Filialen in Wiesbaden, Frankfurt und im MTZ schließen

Zweite Pleite innerhalb kurzer Zeit besiegelt das Aus für Traditionsstandorte – Rabattierter Räumungsverkauf hat bereits begonnen

Insolvenz Depot: Die Krise im deutschen Einzelhandel erreicht einen neuen Tiefpunkt. Nur rund einen Monat nach der offiziellen Bekanntmachung der erneuten Zahlungsunfähigkeit hat die GDC Deutschland GmbH, die hinter der bekannten Deko-Kette Depot steht, drastische Sanierungsmaßnahmen angekündigt. Insgesamt 66 der verbliebenen Filialen im Bundesgebiet werden dauerhaft geschlossen. Für das Rhein-Main-Gebiet bedeutet dies eine erhebliche Schwächung der Innenstädte. Besonders hart trifft es die Landeshauptstadt Wiesbaden, wo das Traditionsgeschäft in der Marktstraße 4a vor dem endgültigen Aus steht. Die Filiale galt über Jahre als feste Anlaufstelle für Dekorationsartikel und Wohnaccessoires im historischen Zentrum.

Nicht weniger dramatisch stellt sich die Situation in der benachbarten Metropole Frankfurt am Main dar. Hier zieht sich der Filialist gleich von zwei zentralen und stark frequentierten Standorten zurück. Betroffen ist zum einen das Ladenlokal in der innerstädtischen Kaiserstraße 6, zum anderen das Geschäft im Osten der Stadt an der Borsigallee 26, welches als Ankermieter im dortigen Hessen-Center fungierte. Ergänzt wird das Aus in der unmittelbaren Region durch die angekündigte Schließung im Main-Taunus-Zentrum (MTZ) im nahegelegenen Sulzbach. Wann genau an den jeweiligen Standorten die Lichter endgültig ausgehen und wie viele Arbeitsplätze in Wiesbaden und Frankfurt durch die Maßnahme ersatzlos wegfallen, ließ das bayerische Mutterunternehmen aus Großostheim bislang offen. An den Schaufenstern der betroffenen Läden wird bereits offensiv mit Plakaten für einen Räumungsverkauf geworben.

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Hintergrund der doppelten Insolvenz innerhalb weniger Jahre von Depot

Der Deko-Riese hatte im Mai 2026 bereits zum zweiten Mal beim zuständigen Amtsgericht Aschaffenburg einen Insolvenzantrag einreichen müssen. Ein drastischer Schritt, nachdem das Unternehmen erst im Jahr 2024 ein langwieriges Sanierungsverfahren durchlaufen hatte. Damals blieben nach der Schließung von weltweit 250 Filialen und dem Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen lediglich 155 Standorte am Markt aktiv. Der damals vom Geschäftsführer Christian Gries angekündigte Neustart unter dem Strategienamen „Depot 2.0“, welcher auf eine modernere Produktpalette, schnellere Trendwechsel und eine aggressive Niedrigpreispolitik setzte, scheiterte am Markt jedoch auf ganzer Linie.

Als Hauptgründe für den erneuten wirtschaftlichen Kollaps nennt das Management vor allem stark gestiegene Importzölle für Waren aus Übersee sowie den immensen Wettbewerbsdruck durch asiatische E-Commerce-Plattformen, welche ähnliche Dekorationswaren zu extremen Niedrigpreisen anbieten. Zudem habe sich das Konsum- und Kaufverhalten der Kunden in Deutschland im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Stagnation nachhaltig verändert, was zu einem anhaltenden und nicht mehr kompensierbaren Nachfrageeinbruch im stationären Handel führte.

Übersicht aller von der Schließung betroffenen Depot Filialen

Hessen:

  • Frankfurt am Main, Borsigallee 26 (Hessen-Center)

  • Frankfurt am Main, Kaiserstraße 6

  • Sulzbach (Taunus), Main-Taunus-Zentrum 47a

  • Wiesbaden, Marktstraße 4a

  • Viernheim, Robert-Schuman-Straße 1

Baden-Württemberg:

  • Backnang, Grabenstraße 20

  • Baden-Baden, Gewerbepark Cité 7

  • Bühl, Hauptstraße 83

  • Friedrichshafen, Ailinger Straße 126

  • Göppingen, Bleichstraße 15-25 (Agnes Center)

  • Karlsruhe, Karl-Friedrich-Straße 26 (Ettlinger Tor)

  • Konstanz, Kanzleistraße 2-4

  • Sindelfingen, Tilsiter Straße 15

  • Stuttgart-Feuerbach, Stuttgarter Straße 90

  • Ulm, Bahnhofsstraße 10

  • Weinheim, Dürrestraße 2

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Bayern:

  • Bayreuth, Maximilianstraße 62

  • Coburg, Markt 12-13

  • Erlangen, Nürnberger Straße 7 (Arcaden)

  • Kaufbeuren, Mindelheimerstraße 19 (Märzenpark)

  • Kempten, August-Fischer-Platz 1 (Forum Allgäu)

  • München, Sendlinger Straße 12 (Hofstatt Quartier)

  • München, Willy-Brandt-Platz 5 (Riem Arcaden)

  • Passau, Bahnhofstraße 1

  • Pfarrkirchen, Max-Lanz-Straße 2D

  • Rothenburg o. d. Tauber, Schlachthofstraße 37

Berlin:

  • Wiltbergstraße 23

  • Marzahner Promenade 1 A (Eastgate-Center)

  • Bahnhofstraße 33-38 (Forum Köpenick)

Brandenburg:

  • Brandenburg, Hauptstraße 27

  • Cottbus, Spremberger Straße 13-15

  • Dallgow, Döberitzer Weg 3 (Havelpark)

  • Ludwigsfelde, Potsdamer Straße 54H

  • Potsdam, Babelsberger Straße 16 (Bahnhofspassagen)

  • Wildau, Chausseestraße 1

Bremen:

  • Sögestraße 31-33

Hamburg:

  • Eppendorfer Landstraße 77

  • Osdorfer Landstraße (Elbe Einkaufszentrum)

  • Ottenser Hauptstraße 10 (Mercado Center)

  • Tibarg 42

Nordrhein-Westfalen:

  • Bielefeld, Niedernstraße 12

  • Bonn, Münsterplatz 23

  • Kamen, Weststraße 17

  • Lippstadt, Lange Straße 22

  • Mülheim an der Ruhr, Humboldtring 13

  • Neuss, Breslauer Straße 2-4

  • Paderborn, Pohlweg 110 (Südring-Center)

  • Wesel, Hohe Straße 58-60

Niedersachsen:

  • Braunschweig, Platz am Ritterbrunnen 1 (Schloss Arkaden)

  • Hannover, Ernst-August-Platz 2

  • Posthausen, Hintzendorf-Mitteldorf 5-11 (Dodenhof)

Mecklenburg-Vorpommern:

  • Schwerin, Marienplatz 3

Sachsen:

  • Dresden, Altmarkt 25 (Altmarkt-Galerie)

  • Leipzig, Paunsdorfer Allee 1 (Paunsdorf-Center)

  • Leipzig, Grimmaische Straße 9-11

  • Zwickau, Innere Plauensche Straße 29a

Sachsen-Anhalt:

  • Blankenburg, Lerchenbreite 1-5 (Nordharz-Center)

  • Günthersdorf-Leuna, Nova Eventis Straße

  • Halle (Saale), Leipziger Str. 7

  • Magdeburg, Salbker Chaussee 67-71 (Börde Park)

  • Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 11 (Allee-Center)

Schleswig-Holstein:

  • Flensburg, Langberger Weg 4 (Citti Park)

  • Lübeck, Dänischburger Landstraße 79

Thüringen:

  • Erfurt, Anger 21

  • Gera, Heinrichstraße 30 (Arcaden)

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