StartÜberregionalHöhere Erfolgsquoten an Hochschulen in Rheinland-Pfalz

Höhere Erfolgsquoten an Hochschulen in Rheinland-Pfalz

Immer bessere Zensuren und historisch wenige Fehlversuche

An den Hochschulen in Rheinland-Pfalz setzt sich der Trend zu besseren Noten und höheren Erfolgsquoten weiter fort. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, schlossen im Prüfungsjahr 2025 rund 28 Prozent der knapp 24.100 Prüfungsteilnehmer ihr Studium mit der Bestnote „sehr gut“ oder „ausgezeichnet“ ab. Das ist ein spürbarer Anstieg: Im Vergleich zum Jahr 2015 legte der Anteil der sogenannten „Einser-Abschlüsse“ um fast neun Prozentpunkte zu.

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Durchfallquoten an Hochschulen auf dem Tiefststand seit zehn Jahren

Zeitgleich ging die Quote derjenigen zurück, die ihr Studium endgültig nicht bestanden haben. Mit 6,8 Prozent sank dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte und gegenüber 2015 um mehr als drei Prozentpunkte. Sieht man von den Sonderjahren während der Pandemie (2020–2022) ab, markiert dies den niedrigsten Stand an nicht bestandenen Prüfungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre.

Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 11.800 Bachelor- und 8.300 Masterabschlüsse erfolgreich abgelegt. Weitere 2.300 Absolventen schlossen ihr Studium mit einer Promotion, einem Magister oder Diplom ab. Die Gesamtzahl der erfolgreichen Abschlussprüfungen stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,9 Prozent.

Betriebswirtschaftslehre weiter unangefochten an der Spitze

Bei den beliebtesten Studienfächern bleibt die Betriebswirtschaftslehre (BWL) der Spitzenreiter im Land. Mit 1.240 bestandenen Bachelor- und rund 1.200 Masterabschlüssen führt das Fach die Rangliste deutlich an. Bei den Bachelorabschlüssen folgten Germanistik/Deutsch (645), Psychologie (580) und Informatik (445). Im Masterbereich belegten Psychologie und die Grundschulpädagogik (jeweils 485) die Plätze hinter der Betriebswirtschaft.

Positives Signal für den Lehrkräftenachwuchs

Eine Erholung zeigt sich auch bei den lehramtsbezogenen Studiengängen: 2025 erlangten etwa 1.900 Studierende den Grad eines Bachelor of Education und rund 1.600 den Master of Education.

Bei den Masterabschlüssen, die dem Ersten Staatsexamen entsprechen und direkt zum Vorbereitungsdienst an den Schulen qualifizieren, gab es einen Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.