StartInsolvenzBatteriehersteller Varta meldet Insolvenz an

Batteriehersteller Varta meldet Insolvenz an

Neustart in Eigenregie: Varta will den Geschäftsbetrieb fortführen

Der schwäbische Batteriehersteller Varta hat nach eigenen Angaben einen Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Ziel dieses rechtlichen Schrittes sei es, die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens zu sichern und eine nachhaltige Fortführung des laufenden Geschäftsbetriebs zu ermöglichen.

Fakten zur Insolvenz in Eigenregie:

    • Geschäftsführung: Bleibt im Amt
    • Verfahrenskontrolle: Durch den Sachwalter
    • Ziel: Sanierung des Unternehmens
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Nicht nur die Konzernmuttergesellschaft Varta AG ist betroffen

Nach Unternehmensangaben sind neben der Aktiengesellschaft als Konzernmuttergesellschaft mit Sitz in Ellwangen auch die wesentlichen operativen Einheiten von der Antragstellung betroffen:

  • Varta Microbattery GmbH

  • Varta Micro Production GmbH

  • Varta Storage GmbH

Das Amtsgericht Stuttgart prüft die eingereichten Anträge. Im Gegensatz zu einem Regelinsolvenzverfahren bleibt die Unternehmensführung bei der Eigenverwaltung in der Hand des Vorstands, wird jedoch von einem gerichtlich bestellten Sachwalter überwacht.

Ursachen für die erneute Krise

Als wesentliche Gründe für die zugespitzte finanzielle Lage nennt das Unternehmen eine Kombination aus mehreren Faktoren. Neben deutlich verschlechterten Marktbedingungen und einer generell schwächeren Nachfrage setzten negative Währungskurseffekte den Konzern unter Druck. Zudem wog die jüngste Entscheidung eines wichtigen Ankerkunden schwer, die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen zu beenden.

Diese Entwicklungen trafen das Unternehmen in einer ohnehin sensiblen Phase: Bereits in den Vorjahren hatte der Konzern mit einem Umsatzrückgang im Bereich der Lithium-Ionen-Knopfzellen zu kämpfen, woraufhin bestehende Sanierungskonzepte angepasst werden mussten.

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