Eisrettungsübung von Feuerwehr und DLRG in Rheinhessen

Text. & Foto Malte Rieth, DLRG Nieder-Olm / Wörrstadt e.V.

Am Mittwochabend trainierten die Feuerwehren Sprendlingen und Badenheim gemeinsam mit den DLRG-Ortsgruppen Sprendlingen-Gensingen sowie Nieder-Olm / Wörrstadt die Rettung von ins Eis eingebrochenen Personen.

Auch wenn es in Rheinhessen nicht immer so erscheint, gibt es zahlreiche kleinere Gewässer, die in der kalten Jahreszeit zufrieren und zum Betreten verleiten. Aus diesem Grund hatten sich die beteiligten Organisationen zusammengefunden, um sich gegenseitig im Umgang mit dem vorhandenen Material zu schulen und die Zusammenarbeit zu üben.

Die Rettung wurde dabei vom einfachsten Hilfsmittel, der Wurfleine, bis hin zum Einsatz eines aufblasbaren Eisretters erprobt. Dabei wurden jeweils die Vor- und Nachteile der einzelnen Rettungsmittel festgestellt und besprochen.

Begleitet wurde die Übung von der Drohnenstaffel des THW Bingen, die die Ausbildung aus der Luft dokumentierte.

Die beteiligten Organisationen möchten an dieser Stelle ausdrücklich vor dem Betreten von Eisflächen warnen. Das wechselhafte Wetter mit Tauphasen führt dazu, dass das Eis ungleichmäßig dick ist. Besonders im Randbereich ist es häufig brüchig.

Was tun, wenn es dennoch zu einem Unfall kommt?

  • Ruhe bewahren und laut um Hilfe rufen.

  • Sich am Rand festhalten und versuchen, mit den Füßen ebenfalls wieder auf das Eis zu gelangen.

  • Der sicherste Weg zurück ist in der Regel der Weg, über den man gekommen ist.

Hinweise für Helfer:

  • Sofort den Notruf unter 112 absetzen und sich keinesfalls selbst in Gefahr bringen.

  • Dem Verunfallten einen Gegenstand reichen, ohne sich dem Loch zu stark zu nähern – das Eis kann weiter nachbrechen.

  • Das eigene Gewicht auf eine möglichst große Fläche verteilen.

  • Gerettete Personen in warme Decken einwickeln und langsam aufwärmen.