Die Rekordtemperaturen und die extreme Trockenheit haben dem Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Worms das bislang arbeitsreichste Wochenende des Jahres beschert. Insgesamt 34 Einsätze mussten die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Worms am Samstag und Sonntag (27.06.2026 & 28.06.2026) bewältigen. Trotz der außergewöhnlichen und körperlich extrem belastenden Witterungsbedingungen konnte die Gefahrenabwehr im gesamten Stadtgebiet lückenlos sichergestellt werden.
Sieben Vegetationsbrände und ein brennender Mähdrescher
Die Trockenheit schlug sich vor allem in einer hohen Zahl von Bränden in der Natur nieder. Insgesamt sieben mal musste die Feuerwehr Worms zu Flächen- und Vegetationsbränden ausrücken. Die betroffenen Areale erreichten dabei teilweise eine beachtliche Ausdehnung von bis zu 2.500 Quadratmetern. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einheiten konnten die Flammen jedoch jeweils rasch unter Kontrolle gebracht werden. Zudem unterstützten die Wormser Kräfte die Kollegen der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim bei einem Brand an der gemeinsamen Gemarkungsgrenze.
Ein Übergreifen auf ein trockenes Feld konnte auch bei einem alarmierten Mähdrescherbrand knapp verhindert werden: Hier reagierte der Fahrer geistesgegenwärtig und bekämpfte den Entstehungsbrand noch vor Eintreffen der Wehr erfolgreich mit einem Handfeuerlöscher. Die Feuerwehr übernahm anschließend die Nachlösch- und Kontrollmaßnahmen.
Feuerwehr Worms unterstützt ausgelasteten Rettungsdienst
Neben der Brandbekämpfung hinterließ die Hitzewelle auch deutliche Spuren im medizinischen Bereich. Da der reguläre Rettungsdienst aufgrund einer Vielzahl von hitzebedingten Notfällen stark ausgelastet war, sprang die Feuerwehr am Wochenende fünfmal im Rahmen der medizinischen Erstversorgung ein. Um die rettungsdienstliche Versorgung im Stadtgebiet dauerhaft zu stützen, stellte der städtische Katastrophenschutz zusätzliche Rettungsfahrzeuge bereit. Zudem wurde im Kulturzentrum „Das WORMSER“ vorsorglich eine Betreuungs- und Versorgungsmöglichkeit für hitzegeschädigte Personen eingerichtet, um die Notaufnahme des städtischen Klinikums zu entlasten.
Fehlalarme auf dem Rhein und in Wohnungen
Für einen kurzen Schreckmoment sorgte am Wochenende zudem eine Alarmierung zur Personenrettung auf dem Rhein. Nach einer umfangreichen Suche und Erkundung des Flussabschnitts konnte die Feuerwehr Worms jedoch Entwarnung geben: Ein Mobiltelefon hatte im Hintergrund versehentlich einen automatischen Notruf ausgelöst. Auch bei einem gemeldeten Gasgeruch und einem ausgelösten Heimrauchmelder im Stadtgebiet konnten die Einsatzkräfte nach genauer Überprüfung jeweils Entwarnung geben.
Appell an die Bevölkerung bei anhaltender Sommerhitze
Der Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Worms sprach allen beteiligten Kräften seinen ausdrücklichen Dank für das professionelle Engagement unter extremen Bedingungen aus. Gleichzeitig richtet die Feuerwehr Worms angesichts der weiterhin hohen Temperaturen einen dringenden Appell an die Bürger: Offenes Feuer in der Natur, achtlos weggeworfene Zigarettenstummel oder das Parken von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren auf trockenem Gras können verheerende Brände auslösen und sind strikt zu vermeiden. Zudem wird der Bevölkerung geraten, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, körperliche Anstrengungen in der Mittagshitze zu vermeiden und schattige oder kühle Räume aufzusuchen.






