BYC-NewsFrankfurtSport FrankfurtWer ist Albert Riera, der neue Trainer von Eintracht Frankfurt?

Wer ist Albert Riera, der neue Trainer von Eintracht Frankfurt?

Nachfolge von Dino Toppmöller geklärt: Spanier Albert Riera übernimmt das Traineramt bis 2028.

Die Suche nach einem neuen Chefcoach am Main ist beendet. Eintracht Frankfurt hat den Spanier Albert Riera als Nachfolger von Dino Toppmöller verpflichtet. Nach intensiven Verhandlungen steht fest: Der 43-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung vom slowenischen Tabellenführer NK Celje in die Bundesliga.

Vertrag bis 2028 und Dienstantritt am Montag

Die Frankfurter Eintracht stattet Riera mit einem langfristigen Arbeitspapier aus, das eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2028 vorsieht. Nachdem sich der Verein am 18. Januar von Dino Toppmöller getrennt hatte, wurde die Mannschaft interimsweise betreut. Albert Riera wird sein neues Amt offiziell am kommenden Montag antreten und erstmals das Training im Stadtwald leiten.

Albert Riera: Ein Porträt des neuen Eintracht-Trainers

Albert Riera Ortega, geboren am 15. April 1982 in Manacor auf Mallorca, ist eine feste Größe im europäischen Fußball. Nach einer erfolgreichen Karriere als Nationalspieler Spaniens und Profi in den europäischen Top-Ligen hat er sich in den vergangenen Jahren als Trainer etabliert. Seit dem 2. Februar 2026 ist er offiziell Cheftrainer des Bundesligisten Eintracht Frankfurt.

Die Spielerkarriere (2000–2018)

Riera begann seine Profilaufbahn bei seinem Heimatverein RCD Mallorca. Als technisch versierter linker Mittelfeldspieler zeichnete ihn früh seine Flankenpräzision und Spielübersicht aus. In über 18 Jahren als Profi absolvierte er 430 Pflichtspiele in sechs verschiedenen Ländern:

  • Spanien: Mit Mallorca gewann er 2003 die Copa del Rey. Später spielte er für Espanyol Barcelona und erreichte 2007 das Finale des UEFA-Cups, in dem er beim Unentschieden gegen Sevilla (Espanyol verlor im Elfmeterschießen) ein Tor erzielte.

  • England: Riera war in der Premier League für Manchester City und den FC Liverpool aktiv. Unter Rafael Benítez wurde er 2009 englischer Vizemeister.

  • Griechenland & Türkei: In Piräus gewann er 2011 die griechische Meisterschaft. Bei Galatasaray Istanbul wurde er zweimal türkischer Meister (2012, 2013) und entwickelte sich unter Fatih Terim zum Linksverteidiger weiter.

  • Nationalmannschaft: Für die spanische Auswahl bestritt er zwischen 2007 und 2009 insgesamt 16 Länderspiele und erzielte vier Tore. Er gehörte zum Kader, der beim FIFA-Konföderationen-Pokal 2009 den dritten Platz belegte.

Der Weg zum Trainer (seit 2020)

Nach seinem Karriereende 2018 schlug Riera die Trainerlaufbahn ein und sammelte zunächst Erfahrung als Co-Trainer bei Galatasaray Istanbul unter Fatih Terim und Domènec Torrent.

Erfolg in Slowenien

Seine erste Station als Cheftrainer führte ihn 2022 zu NK Olimpija Ljubljana. Trotz eines schwierigen Starts gewann er mit dem Team sofort das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal. Nach einem kurzen Engagement beim französischen Traditionsklub Girondins Bordeaux kehrte er im Sommer 2024 nach Slowenien zu NK Celje zurück. Dort führte er die Mannschaft an die Tabellenspitze und qualifizierte sie für die Playoffs der Conference League. In insgesamt 110 Spielen als Cheftrainer in Slowenien feierte er 61 Siege.

Wechsel zu Eintracht Frankfurt

Am 30. Januar 2026 gab Eintracht Frankfurt die Verpflichtung von Riera bekannt. Er tritt die Nachfolge von Dino Toppmöller an, von dem sich der Verein nach einer sportlichen Krise am 18. Januar getrennt hatte.

  • Vertragsdetails: Sein Vertrag im Stadtwald läuft bis zum 30. Juni 2028.

  • Ablöse: Frankfurt zahlt eine Fix-Ablöse von ca. 700.000 Euro an NK Celje, die durch Boni auf bis zu 1,7 Millionen Euro ansteigen kann.

  • Trainerteam: Riera bringt seine langjährigen Assistenten Pablo Remon Arteta und Lorenzo Dolcetti mit an den Main. Jan Fießer und Jan Zimmermann bleiben Teil des Stabs.

Philosophie und Führungsstil

Markus Krösche, Sportvorstand der Eintracht, beschreibt Riera als einen Trainer, der für „modernen, intensiven und offensiven Fußball“ steht. Taktisch bevorzugt er ein offensives 4-3-3-System.

Riera gilt in seiner Arbeitsweise als klar und fordernd. Sein Führungsstil wird oft mit dem Prinzip „Leistung über Namen“ beschrieben. Ein Beispiel dafür ist seine konsequente Rotation auf der Torhüterposition in seinen vorherigen Stationen, falls die Leistungsträger nicht die gewünschten Standards erfüllten. Er spricht fließend Spanisch, Englisch, Italienisch und Russisch, was ihm die Kommunikation in internationalen Kadern erleichtert.

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