An der Spitze der SCHOTT AG steht ein Wechsel bevor: Dr. Torsten Derr wird mit Ablauf des 31. Oktober 2026 aus dem Vorstand des Mainzer Technologiekonzerns ausscheiden und damit auch seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender beenden. Die Entscheidung erfolgt nach Angaben des Unternehmens einvernehmlich aus persönlichen und familiären Gründen.
Zum 1. November 2026 übernimmt Stefan Brandl den Vorstandsvorsitz. Der Aufsichtsrat der SCHOTT AG hat sowohl dem vorzeitigen Ende der Bestellung von Derr als auch der Berufung seines Nachfolgers zugestimmt.
Derr blickt auf Veränderungen bei SCHOTT zurück
Während seiner Zeit an der Unternehmensspitze wurden nach Angaben von Torsten Derr verschiedene Veränderungen angestoßen, mit denen das Unternehmen zukunftsfester aufgestellt werden soll. Dazu gehört unter anderem eine stärkere Übertragung von Verantwortung und Entscheidungsfreiheit auf die einzelnen Geschäftseinheiten.
„Wir haben für SCHOTT viel gemeinsam erreicht und zukunftsfeste Veränderungen erarbeitet“, erklärt Dr. Torsten Derr. „Ein wichtiges Element ist dabei, den Geschäftseinheiten mehr Freiheit und Verantwortung zu übertragen. Ich bin überzeugt, dass die rund 18.000 Kolleginnen und Kollegen diesen Weg erfolgreich fortsetzen werden.“
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Michael Bolle dankte Derr für dessen Arbeit und die strategischen Impulse während seiner Amtszeit.
„Wir respektieren die persönliche Entscheidung von Dr. Torsten Derr. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich ihm für sein großes Engagement und für die wichtigen Impulse, die er SCHOTT gegeben hat. Unter seiner Führung wurden wesentliche strategische Weichen für die weitere Entwicklung des Unternehmens gestellt. Für seine persönliche und berufliche Zukunft wünschen wir ihm alles Gute.“
Auch Derr selbst verabschiedet sich von den Beschäftigten des Unternehmens: „Ich danke allen Mitarbeitenden für die Zusammenarbeit und ihren großen Einsatz. Der SCHOTT Familie wünsche ich weiterhin viel Erfolg. Mein persönlicher Abschiedsgruß lautet im Sinne der neuen Unternehmensstrategie: Focus on what truly matters.“
Stefan Brandl übernimmt zum 1. November
Die Nachfolge steht bereits fest. Der Aufsichtsrat hat Stefan Brandl zum neuen Vorstandsvorsitzenden der SCHOTT AG berufen. Der 58-Jährige übernimmt die Funktion am 1. November 2026.
Brandl führt seit 2021 als Vice Chairman & CEO die Dräxlmaier Group. Zuvor war er von 2017 bis 2021 Vorstandsvorsitzender der Gruppengeschäftsführung (CEO) der ebm-papst Gruppe.
Mit Brandl setzt der Konzern nach eigenen Angaben auf eine Kombination aus Kenntnis des Unternehmens und internationaler Führungserfahrung. Brandl ist bereits seit mehreren Jahren Mitglied des Aufsichtsrats der SCHOTT AG und kennt dadurch das Unternehmen sowie dessen strategische Ausrichtung.
Neuer Vorstandschef will internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken
Dr. Michael Bolle sieht in Brandls bisheriger Tätigkeit im Aufsichtsrat eine wichtige Grundlage für die neue Aufgabe. „Durch seine Tätigkeit im Aufsichtsrat ist Stefan Brandl mit SCHOTT, der Unternehmensstrategie und der besonderen Verantwortung als Stiftungsunternehmen eng vertraut. Unbenommen ist die internationale Führungserfahrung von Stefan Brandl. Beste Voraussetzungen für das Mandat des Vorstandsvorsitzenden und – nach meiner Überzeugung – die Basis für eine weiterhin sehr gute Entwicklung des Unternehmens.“
Brandl selbst kündigt an, unter anderem die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns weiter stärken zu wollen. „SCHOTT ist ein außergewöhnliches Unternehmen mit einer starken technologischen Kompetenz, einer beeindruckenden internationalen Präsenz und vor allem engagierten Mitarbeitenden. Ich freue mich sehr darauf, künftig als Vorstandsvorsitzender Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit dem Vorstand, den Führungskräften und den Mitarbeitenden die erfolgreiche Entwicklung von SCHOTT fortzuführen. Dabei möchte ich insbesondere die internationale Wettbewerbsfähigkeit von SCHOTT weiter stärken, Innovation und unternehmerisches Denken fördern und gemeinsam mit der Organisation die Chancen der kommenden Jahre konsequent nutzen.“







