Ein schwerer Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss hat am frühen Mittwochabend (3. Juni 2026) gegen 18:00 Uhr zu einem Rettungseinsatz und einer mehrstündigen Vollsperrung auf der L415 zwischen Badenheim und Wöllstein geführt. Zwei Personen wurden dabei verletzt.
Frontalzusammenstoß zwischen Badenheim und Wöllstein
Nach Angaben der Polizei war ein 39-jähriger Audi-Fahrer aus Richtung Badenheim kommend in Fahrtrichtung Wöllstein unterwegs. Im Bereich einer S-Kurve verlor der Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet auf die Gegenfahrbahn und kam zunächst nach links von der Spur ab. Ein entgegenkommender 70-jähriger VW-Fahrer erkannte die drohende Gefahr sofort und versuchte noch geistesgegenwärtig, nach links auszuweichen. Trotz dieses Manövers konnte er den Zusammenstoß nicht mehr abwenden – die beiden Fahrzeuge krachten frontal ineinander.
Beide Fahrzeugführer erlitten durch die Wucht des Aufpralls leichte Verletzungen und mussten an der Unfallstelle medizinisch durch den Rettungsdienst versorgt werden. Zudem wurden zwei Leitpfosten am Straßenrand demoliert.
Während der standardmäßigen Unfallaufnahme bemerkten die eingesetzten Polizeibeamten bei dem 39-jährigen Unfallverursacher deutlichen Atemalkoholgeruch. Ein vor Ort durchgeführter Schnelltest bestätigte den Verdacht und zeigte einen Wert von 1,62 Promille. Dem Audi-Fahrer wurde daraufhin die Weiterfahrt untersagt, eine Blutprobe in der Klinik entnommen und sein Führerschein noch an Ort und Stelle von der Polizei sichergestellt. Gegen ihn wurde ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.
Auslaufende Betriebsstoffe sorgen für lange Vollsperrung
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden; sie waren nicht mehr fahrbereit und mussten von Abschleppdiensten geborgen werden. Da aus einem der Wracks größere Mengen Betriebsstoffe auf den Asphalt gelaufen waren, wurde nach der Begutachtung durch eine Spezialfirma eine professionelle Reinigung der Fahrbahn veranlasst. Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Säuberungsarbeiten musste die L415 im betroffenen Abschnitt bis 20:50 Uhr in beide Richtungen voll gesperrt werden.
Während der notwendigen Sperrmaßnahmen zeigten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer geduldig. Zwei Autofahrer beschwerten sich direkt an der Absperrung lautstark über die Vollsperrung und äußerten massiven Unmut über die polizeiliche Maßnahme.





