Erwartet uns wieder ein Streik am Frankfurter Flughafen? Am Airport in Frankfurt am Main wird es wieder unruhig. Am Montagmorgen haben die Lufthansa Tarifverhandlungen Frankfurt für rund 20.000 Bodenbeschäftigte des Konzerns begonnen. Die Gewerkschaft Verdi geht mit deutlichen Forderungen in die Gespräche und spart nicht mit Kritik an der Führung des Luftfahrtriesen.
Die Forderungen: 6 Prozent mehr für das Bodenpersonal
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten der Lufthansa-Gruppe am Standort Frankfurt und bundesweit eine Lohnsteigerung von sechs Prozent. Besonders im Fokus stehen dabei die unteren Entgeltgruppen: Hier verlangt Verdi eine Mindestanhebung von 250 Euro zusätzlich pro Monat.
Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky bezeichnete die Gespräche bereits zum Auftakt als kompliziert. Er kritisierte, dass der Konzern trotz einer positiven Geschäftsentwicklung bisher kaum Bereitschaft für finanzielle Zugeständnisse zeige. Für eine erfolgreiche Einigung bei den Lufthansa Tarifverhandlungen Frankfurt sei ein Umdenken der Geschäftsführung zwingend erforderlich.
Friedenspflicht oder Streik am Frankfurter Flughafen?
Für Reisende gibt es trotz der harten Fronten vorerst Entwarnung. Während der laufenden Lufthansa Tarifverhandlungen Frankfurt gilt eine strikte Friedenspflicht. Das bedeutet, dass bis Mitte Februar 2026 keine Arbeitsniederlegungen durch das Bodenpersonal möglich sind. Fluggäste können ihren Urlaub oder ihre Geschäftsreisen in den kommenden Wochen also ohne Angst vor streikbedingten Ausfällen planen.
Perspektive: Droht nach der Friedenspflicht das Chaos?
Sollten die Lufthansa Tarifverhandlungen Frankfurt bis Mitte Februar zu keinem Ergebnis führen, könnte sich das Blatt schnell wenden. Die betroffenen Berufsgruppen in der Wartung, der Abfertigung und im Passagierservice haben die Macht, den Luftverkehr am größten deutschen Drehkreuz komplett zum Erliegen zu bringen.
Erinnerungen an das Jahr 2024 werden wach, als erst ein langwieriges Schlichtungsverfahren den massiven Tarifstreit beilegen konnte. Ob es 2026 erneut so weit kommt, hängt von den kommenden Verhandlungsrunden in der Mainmetropole ab.




