Der Zugang zur digitalen Welt wird für ältere Menschen in Hessen zunehmend vereinfacht. Alltägliche Aufgaben wie die Buchung von Arztterminen, der Kauf von Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr oder der digitale Austausch mit Angehörigen verlagern sich fortlaufend ins Internet. Um finanziellen und technischen Hürden entgegenzuwirken, hat die Stadt Frankfurt am Main ein neues Unterstützungsprogramm gestartet. Es soll älteren Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen die Anschaffung digitaler Endgeräte ermöglichen und die Digitalisierung in Frankfurt auch im sozialen Bereich vorantreiben.
Pauschale von 250 Euro für digitale Endgeräte
Im Rahmen der Initiative können berechtigte Seniorinnen und Senioren ab dem 65. Lebensjahr eine einmalige Pauschale in Höhe von 250 Euro beantragen. Das Geld ist zweckgebunden für den Kauf eines Laptops, Tablets oder Smartphones vorgesehen. Das Angebot richtet sich gezielt an Personen, die Sozialleistungen wie Grundsicherung im Alter, Wohngeld beziehen oder im Besitz eines Frankfurt-Passes sind.
Sozialdezernentin Elke Voitl betonte die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts. Ziel sei es, soziale Sicherheit zu garantieren und gezielt dort zu investieren, wo der digitale Wandel die größten Barrieren für ältere Menschen mit geringen finanziellen Mitteln schaffe.
Kostenlose Schulungen und Antragstellung ab Oktober
Neben der finanziellen Unterstützung umfasst das Förderprogramm kostenlose Bildungsangebote. In praxisnahen Schulungen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie digitale Medien und Alltagsanwendungen sicher, eigenständig und kompetent nutzen können.
Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des Projekts „Digitale Teilhabe im Alter – Quartiersnahe Versorgung in Frankfurt am Main“ (DiTA), das vom Jugend- und Sozialamt gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences durchgeführt wird. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Maßnahme bis Mai 2027. Die Gelder für die Gerätepauschale in Höhe von insgesamt 26.000 Euro stellt der Frankfurter Almosenkasten zur Verfügung.
Anträge auf den Zuschuss können ab dem vierten Quartal, konkret ab Oktober 2026, in den jeweils zuständigen Frankfurter Sozialrathäusern eingereicht werden.







