Das hessische Gesundheitsamt hat am Dienstag, den 15.09.2026, über zwei neue Fälle von Malaria in Frankfurt informiert. Beide Betroffenen leben im Stadtteil Schwanheim, der sich in einem Umkreis von fünf Kilometern um den Frankfurter Flughafen befindet. Die Personen werden derzeit medizinisch betreut. Nach Angaben der Behörde arbeiten beide nicht am Flughafen und haben sich zuvor nicht in einem Malaria-Endemiegebiet aufgehalten.
Verdacht auf eingeschleppte Mücken
Das Gesundheitsamt geht bei der Übertragung von der sogenannten „Flughafen-Malaria“ aus. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Peter Tinnemann, erklärte, dass infizierte Mücken, die über den Flughafen nach Frankfurt gelangen, sich über mehrere Kilometer bewegen können. Es wird davon ausgegangen, dass ein Insekt in das angrenzende Wohngebiet geflogen ist und die Personen dort infiziert hat.
Bereits seit Anfang Juli wurden bei Beschäftigten des Flughafens sechs vorherige Erkrankungen an Malaria in Frankfurt verzeichnet. Fünf Personen erkrankten im Juli, eine weitere Mitte August. Zwei dieser Erkrankungen verliefen tödlich. Bei diesen Patienten lag zuvor weder eine Reise in ein Risikogebiet noch eine Bluttransfusion vor.
Sensibilisierung von Ärzteschaft und Bevölkerung
Das Gesundheitsamt hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen und die zuständigen Behörden für Infektionsschutz über die Entwicklung informiert. Medizinisches Personal wird gebeten, bei unklarem Fieber eine Malariaerkrankung zu prüfen, auch wenn keine Reisehistorie vorliegt. Dies gilt für Menschen, die im direkten Umfeld des Flughafens arbeiten, sich dort aufhalten oder wohnen.
Zu den möglichen Symptomen einer Infektion zählen:
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Fieber und Schüttelfrost
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Kopf- und Gliederschmerzen
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Magen-Darm-Beschwerden
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Verwirrtheit
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Krampfanfälle
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Atembeschwerden
Bewohner in Flughafennähe sollen bei Auftreten dieser Symptome ärztlichen Rat einholen und auf ihren Wohnort hinweisen. Bei Diagnose und Behandlung ist Malaria tropica behandelbar. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch im Alltagskontakt ist ausgeschlossen; für eine Infektion ist der Stich einer mit dem Erreger (Plasmodium falciparum) infizierten Anopheles-Mücke erforderlich.
Hotline für Bürger eingerichtet
Gesundheitsamtsleiter Tinnemann betonte, dass die Bevölkerung generell nicht durch Malaria in Frankfurt gefährdet sei und ordnete die Infektionen als „außergewöhnlich seltenes Ereignis“ ein. Zur Information der Bevölkerung hat das Gesundheitsamt eine Hotline unter der Telefonnummer 069 / 212-30030 eingerichtet.






