Die Sparkasse Mainz ermöglicht der lokalen Lieferinitiative Mainzgebracht erneut den kostenlosen Versand von 1.000 Sendungen für den Mainzer Handel. Die VeloCarrier Mainz und die Agentur hier & jetzt liefern wieder emissionsfrei und werden auch vom Mainzer Citymanagement unterstützt.

Rund 30 Händler nutzen den Lieferdienst regelmäßig

In der Pandemie hat der Lokale Lieferdienst „Mainzgebracht“ dem Handel enorm geholfen. Dank der Initiative mit kostenlosen Lieferungen während des ersten und zweiten Lockdown wurde der Mainzer Einzelhandel unterstützt und entlastet. Mittlerweile nutzen rund 30 Händler den Lieferdienst regelmäßig. Weil trotz Öffnungsperspektive das Einkaufen in der Innenstadt immer noch eingeschränkt ist, starten die Macher Dominique Liggins und Marco Friedmann von der Agentur „hier & jetzt Projekte“ gemeinsam mit Citymanagerin Sandra Klima und der Sparkasse Mainz erneut eine Aktion, bei der Händler für die ersten 1000 Lieferungen keine Kosten haben.

Die Sparkasse Mainz übernimmt, als Partner der ersten Stunde, auch in diesem Fall wieder die Kosten für die teilnehmenden Geschäfte und deren Kunden zu 100 Prozent. Auch das Mainzer Citymanagement e.V. unterstützt die Aktion. Citymanagerin Sandra Klima wird dabei die Händlerschaft wieder aktivieren.

Aus Solidarität in der Krise wird Ansatz für nachhaltige Zukunft

Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz, ist vom vollständig emissionsfreien Konzept überzeugt: „Immer mehr Menschen genießen den Schutz einer Impfung, dennoch werden die Auswirkungen der Pandemie wohl noch eine Zeit lang zu spüren sein. Aus einer schwierigen Situation heraus entstanden, hat sich Mainzgebracht in den letzten Monaten hervorragend bewährt, daher wollen wir das Projekt auch weiterhin unterstützen. Für den Handel ergibt sich daraus die Chance, Vertriebswege für die Zeit nach der Pandemie neu aufzustellen. Durch die Zusammenarbeit mit den VeloCarriern kann so aus einer Solidaritätsidee in der Krise ein Ansatz für den nachhaltigen städtischen Lieferverkehr der Zukunft entstehen.“

„Wir sind stolz, dass unsere aus der Not geborene Initiative so einen durchschlagenden Erfolg hat. Das aus einer Lockdown-Hilfsaktion mit ehrenamtlichen Helfern ein lokaler Lieferdienst wird, den Händler und Dienstleister regelmäßig nutzen, war im Frühling 2020 nicht in Sicht. Dass uns die Sparkasse Mainz und das Mainzer Citymanagement dabei so tatkräftig unterstützen, ist für uns und den Handel enorm wichtig. Mit Thomas Schmitz und Frank Bramer haben wir zwei echte Logistikexperten ins Team geholt, die mit uns gemeinsam viel vorhaben, was das Thema urbane Logistik angeht“, sagt Dominique Liggins.

Mainzgebracht
v.l.n.r. Thomas Bach, Thomas Schmitz, Sandra Klima, Dominique Liggins, Marco Friedmann, Foto: Sparkasse-Mainz

Lokale Lieferung direkt in die Wohnung

Die roten Fahrräder sind im Stadtbild bereits bekannt und fast nicht mehr wegzudenken. Die Eigenschaften „emissionsfrei“ und „schnell“ lassen sich verbinden und Mainzgebracht beweist das seit vielen Monaten. Der Schritt zu einer lokalen Lieferung direkt aus den Geschäften in die heimische Wohnung ist gemacht. Dabei wiegt ein Vorteil ganz stark: Mainzgebracht ist schneller als Amazon & Co., denn Bestellung sind oft am gleichen Tag, spätestens aber am nächsten bereits zugestellt. Für den Handel bedeutet die Möglichkeit, seine Produkte liefern zu lassen, gerade in dieser Zeit viel.

„Mainzgebracht war seit Beginn der Pandemie ein großartiger lokaler Support für unseren Laden. Wir konnten nicht nur weiterhin unsere Kunden erreichen, sondern waren oft sogar schneller als Amazon Prime!“, berichtet Daniel Sieben, Geschäftsleitung LUUPS Shop. Für die neue Aktion wünschen sich die Initiatoren noch mehr teilnehmende Händler, die den Service für sich und ihre Kunden entdecken.

Dabei helfen wird Sandra Klima, Citymanagerin der Stadt Mainz: „Auch, wenn die Pandemie in hoffentlich naher Zukunft  überwunden sein wird: Die lange Phase des Lockdown hat einige Dinge dauerhaft verändert. Dazu gehört aus meiner Sicht auch das Einkaufsverhalten vieler Menschen. Sie freuen sich einerseits auf offene Geschäfte und Gastronomie und werden die Innenstadt wieder spürbar beleben. Der Online-Handel wird aber nie wieder auf das Niveau vor Ausbruch der Krise zurückgehen. Darum gilt es jetzt, so vielen Einzelhändlern wie möglich dabei zu helfen, langfristig den zusätzlichen Vertriebsweg Internet mit einer guten Lieferlogistik zu etablieren. Darin liegt eine große Chance, das Thema stationärer Handel und klimaneutraler Stadtverkehr für alle Seiten positiv zu verknüpfen.“

In drei Schritten versandbereit

Für den Handel ist die Nutzung des Lieferdienstes ganz leicht. Auf der Webseite www.mainzgebracht.com gibt es einen Leitfaden zur Registrierung und Teilnahme. In 3 schnellen Schritten ist man versandbereit:

  1. Man meldet sich bei den VeloCarriern zwecks Interesse per Mail an: office@velocarrier-mainz.de
  2. Man erhält alle „Onboarding“-Informationen per Mail
  3. Bei den Velo Carriern wird dann ein Kundenkonto angelegt und schon kann es losgehen. Die Versandaufträge werden im eigenen Kundenkonto eingegeben und die Sendung wird schnellstmöglich beim Händler abgeholt.

„Wir hoffen, dass wir den Handel in den kommenden Wochen, bis hoffentlich wieder vollständig geöffnet werden kann, ein weiteres Mal mit der Aktion unterstützen können“, sagt Marco Friedmann. „Jede Aktion, die den Akteuren in unserer Innenstadt hilft, ist jetzt ganz wichtig. Mainzgebracht und seine Partner werden auch in der Zukunft für den Handel da sein. Zusammen schaffen wir es, die Krise zu bewältigen.“