StartWiesbadenGroßeinsatz wegen sinkendem Sportboot im Schiersteiner Hafen

Großeinsatz wegen sinkendem Sportboot im Schiersteiner Hafen

Havariertes Boot musste mit Autokran aus dem Becken gehoben werden

Ein sinkendes Sportboot hat am Samstagvormittag (16. Mai 2026) einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden ausgelöst. Durch das schnelle Eingreifen der Helfer konnte eine stärkere Verunreinigung im Hafenbecken verhindert werden.

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Großalarm im Schiersteiner Hafen: Vermisste Personen an Bord befürchtet

Gegen Vormittag ging bei der Rettungsleitstelle Wiesbaden der Notruf über ein sinkendes Boot ein. Da zu diesem frühen Zeitpunkt absolut unklar war, ob sich noch Menschen auf dem Schiff befanden, lösten die Disponenten Großalarm aus. Neben den regulären Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes wurden umgehend die Spezialeinheit der Feuerwehrtaucher, die DLRG sowie ein Rettungshubschrauber zur Einsatzstelle im Schiersteiner Hafen beordert.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte hatte das rund sieben Meter lange Sportboot bereits stark Schlagseite und war teilweise im Hafenbecken versunken. Nach einer ersten schnellen Erkundung gaben die Einsatzkräfte jedoch Entwarnung: Personen befanden sich glücklicherweise nicht mehr an Bord.

Ölsperren ausgelegt und Boot stabilisiert

Sofort liefen die Maßnahmen zur Schadensbegrenzung an. Um eine großflächige Verschmutzung des Hafenbeckens durch Kraftstoffe zu verhindern, riegelte die Feuerwehr den betroffenen Bereich großzügig mit Ölsperren ab. Bereits an die Wasseroberfläche ausgetretene Betriebsstoffe wurden mithilfe von speziellen Saugsperren gebunden und aufgenommen.

Gleichzeitig kämpften die Einsatzkräfte gegen das weitere Absinken des Wracks. Mit leistungsstarken Pumpen wurde kontinuierlich Wasser aus dem Rumpf befördert, um das Sportboot stabil und über Wasser zu halten.

Bergung per Autokran

Im weiteren Verlauf des Einsatzes organisierte der Eigentümer des Bootes die endgültige Bergung. Ein dafür angeforderter Autokran hob das havarierte Sportboot schließlich kontrolliert aus dem Wasser.

Dank der schnellen und reibungslosen Zusammenarbeit aller beteiligten Einheiten kam bei dem Vorfall niemand zu Schaden und ein gravierender Umweltschaden konnte erfolgreich abgewendet werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Am Einsatz beteiligt waren:

  • die Berufsfeuerwehr Wiesbaden
  • die Freiwillige Feuerwehr Schierstein
  • die DLRG-Ortsgruppen aus Schierstein und Kastel
  • ein Rettungshubschrauber
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