BYC-NewsMainzMainzer Polizei stoppt berauschten E-Scooter-Fahrer in der Oberstadt

Mainzer Polizei stoppt berauschten E-Scooter-Fahrer in der Oberstadt

Ein 34-jähriger Mainzer lieferte sich am Dienstagnachmittag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Nach einem Rotlichtverstoß ignorierte er sämtliche Anhaltezeichen und flüchtete schließlich zu Fuß in eine Baustelle.

Geduld und sportlicher Einsatz waren am Dienstagnachmittag, 17. März 2026 gegen 16:00 Uhr, von einer Streifenwagenbesatzung der Polizei Mainz in der Mainzer Oberstadt gefordert. Was als einfache Verkehrskontrolle begann, entwickelte sich schnell zu einem hartnäckigen Fluchtversuch eines E-Scooter-Fahrers.

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Ignoranz gegenüber Blaulicht und Lautsprechern der Polizei

Der 34-jährige Mann war auf seinem Elektro-Kleinstfahrzeug in der Straße „Am Rosengarten“ in Richtung Drususwall unterwegs. Direkt hinter ihm: die Polizei. An der Kreuzung zur Salvatorstraße ignorierte der Fahrer eine rote Ampel und setzte seine Fahrt ungebremst fort.

Die Beamten der Polizei Mainz versuchten zunächst, den Mann über die Außenlautsprecher des Streifenwagens zum Anhalten zu bewegen – ohne Erfolg. Auch als die Polizisten neben ihn fuhren und ihn durch das offene Fenster mehrfach aufforderten zu stoppen, zeigte sich der Mainzer völlig unbeeindruckt. Er gab lautstark zu verstehen, dass er nicht im Traum daran denke, seine Fahrt zu unterbrechen.

Festnahme nach kurzer Flucht in Baustelle

Die Flucht endete schließlich an einer Baustellenzufahrt, in die der Mann abbog. Die Polizisten fackelten nicht lange, nahmen die Verfolgung zu Fuß auf und konnten den Flüchtigen nach wenigen Metern stellen. Doch auch bei der anschließenden Kontrolle blieb der 34-Jährige unkooperativ. Der Grund für sein Verhalten wurde bei der Durchsuchung schnell klar: Im Rucksack des Mannes entdeckten die Beamten Betäubungsmittel, zudem ergaben sich deutliche Hinweise darauf, dass der Fahrer den E-Scooter unter dem Einfluss von Drogen gesteuert hatte.

Dem Beschuldigten wurde auf der Dienststelle eine Blutprobe entnommen. Ihn erwarten nun gleich mehrere Ermittlungsverfahren – unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr.