BYC-NewsVerbraucherwarnungCyberwarnungenPhishing-Warnung! Betrug bei Kleinanzeigen auf dem Vormarsch

Phishing-Warnung! Betrug bei Kleinanzeigen auf dem Vormarsch

Das offizielle Bezahlsystem einer großen Online-Plattform verspricht Sicherheit für Käufer und Verkäufer. Doch Kriminelle nutzen nun eine perfide Methode

Das Prinzip „Sicher bezahlen“ soll eigentlich Vertrauen schaffen. Durch die Funktion „Direkt bezahlen“ wird das Geld auf einem Treuhandkonto von PayPal verwaltet und erst freigegeben, wenn die Ware sicher beim Käufer angekommen ist. Diese Sicherheit gilt jedoch nur, solange der Prozess innerhalb der offiziellen App oder Webseite abgewickelt wird. Beim aktuellen Betrug bei Kleinanzeigen versuchen Täter gezielt, die Kommunikation auf externe Kanäle zu verlagern, um den Schutzmechanismus zu umgehen.

Die Falle schnappt außerhalb der Plattform zu

Der Betrug bei Kleinanzeigen beginnt oft mit einer scheinbar harmlosen Anfrage. Die Täter geben vor, an einem Artikel interessiert zu sein, täuschen jedoch technische Probleme vor. Häufig wird behauptet, ein bekannter Bezahldienstleister funktioniere gerade nicht, woraufhin nach der E-Mail-Adresse des Opfers gefragt wird. Sobald diese vorliegt, versenden die Betrüger täuschend echte E-Mails, die optisch kaum vom Original der Plattform zu unterscheiden sind.

In diesen Nachrichten wird ein Link mitgeliefert, der angeblich zur Bestätigung des Zahlungseingangs dient. Wer diesem Link folgt, landet auf einer professionell gestalteten Fake-Seite. Dort werden Nutzer aufgefordert, ihre Bankdaten oder Login-Informationen für das Online-Banking einzugeben.

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Echtzeitüberweisung macht Rückholung unmöglich

Die Gefahr beim Betrug bei Kleinanzeigen ist besonders hoch, wenn zusätzlich eine TAN (Transaktionsnummer) abgefragt wird. Im Glauben, lediglich eine Identitätsprüfung durchzuführen, geben die Opfer eine Zahlung frei, die von den Tätern im Hintergrund bereits vorbereitet wurde. Durch die Nutzung von Echtzeitüberweisungen wird das Geld unmittelbar auf ausländische Konten transferiert. Sobald die Transaktion abgeschlossen ist, haben Banken kaum noch Möglichkeiten, das Geld zurückzuholen.

So schützen Sie sich effektiv

Um nicht Opfer von Betrug bei Kleinanzeigen zu werden, sollten Nutzer folgende Sicherheitsregeln beachten:

  • Kommunikation im System belassen: Nutzen Sie ausschließlich das interne Nachrichtensystem der Plattform. Geben Sie keine privaten E-Mail-Adressen oder Telefonnummern an Unbekannte weiter.

  • Keine externen Links: Klicken Sie niemals auf Links in E-Mails, die Sie zur Eingabe von Bankdaten auffordern. Offizielle Zahlungsbestätigungen erscheinen direkt in der App.

  • Misstrauen bei Zeitdruck: Betrüger drängen oft zur Eile oder behaupten, das System würde sonst die Transaktion stornieren. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

  • Prüfung der Absenderadresse: Auch wenn eine Mail seriös aussieht, entlarvt ein Blick auf die tatsächliche Absenderadresse oft den Betrugsversuch.

Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren und den Zugang zum Online-Banking sperren lassen. Zudem ist eine Anzeige bei der Polizei bei jeder Form von Betrug bei Kleinanzeigen ratsam, um die Ermittlungsbehörden über neue Varianten der Masche zu informieren. Hier gibt es weitere Verbraucherwarnungen.

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