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Insolvenz der edu:impact UG: Vorläufiges Verfahren eingeleitet

Das Amtsgericht Bad Kreuznach hat am heutigen Mittwoch, den 4. Februar 2026, um 11:00 Uhr die vorläufige Verwaltung über das Vermögen der edu:impact UG (haftungsbeschränkt) angeordnet. Das Unternehmen mit Sitz in der Hauptstraße in 56290 Buch wird durch den Geschäftsführer A. Christ vertreten.

Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Eva Meyer aus Bad Kreuznach bestellt. Ab sofort unterliegen alle geschäftlichen Handlungen des Unternehmens einer strengen Kontrolle, um die vorhandene Masse für die Gläubiger zu sichern.

Verfügungsbeschränkungen und Zahlungsaufforderungen

Im Zuge der Insolvenz der edu:impact UG hat das Gericht angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin wirksam sind. Dieser Schritt ist im vorläufigen Verfahren üblich, um eine unkontrollierte Schmälerung des Vermögens zu verhindern.

Gleichzeitig ergeht eine Aufforderung an alle Schuldner der edu:impact UG: Zahlungen und Leistungen dürfen nur noch unter strikter Beachtung des gerichtlichen Beschlusses erfolgen. Drittschuldner müssen sich nach den Vorgaben der Insolvenzordnung (§ 23 Abs. 1 S. 3 InsO) richten, um rechtssicher zu leisten.

Rechtsmittel und Einsichtnahme

Gegen die Anordnung der vorläufigen Verwaltung kann die Antragsgegnerin innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen Beschwerde beim Amtsgericht Bad Kreuznach einlegen. Auch Gläubiger haben unter bestimmten Voraussetzungen (Rüge der internationalen Zuständigkeit) das Recht auf sofortige Beschwerde. Der vollständige Beschluss liegt in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts zur Einsicht bereit.

Gegenstand der edu:impact UG

Der Unternehmensgegenstand der edu:impact UG umfasst ein breites Spektrum an Dienstleistungen, die sich auf die Beratung, Konzeption und operative Umsetzung von Projekten konzentrieren. Das Schwergewicht liegt hierbei auf den Sektoren Politik, Bildung, Kultur und Medien, wobei das Unternehmen auch Schnittstellen zu Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft bedient. Zum operativen Kerngeschäft gehören die Durchführung politischer Bildungsveranstaltungen sowie die Erstellung analoger und digitaler Publikationen. Ergänzt wird dieses Portfolio durch strategische Fortbildungen, professionelles Projektmanagement und fundierte Evaluationsprozesse, um die Wirksamkeit der angestoßenen gesellschaftlichen und bildungsbezogenen Maßnahmen sicherzustellen. Hier gibt es weitere Insolvenzmeldungen aus Deutschland.

Luftfrachthalle am Flughafen Frankfurt: Kühne+Nagel expandiert

Nachrichten aus Frankfurt am Main – Der Flughafen Frankfurt baut seine Position als führender europäischer Cargo-Hub weiter aus. Der Flughafenbetreiber Fraport und der weltweit agierende Logistikdienstleister Kühne+Nagel haben einen Mietvertrag für eine neue, hochmoderne Luftfrachthalle am Flughafen Frankfurt unterzeichnet. Mit diesem Projekt setzt das Immobilienmanagement der Fraport AG die Entwicklung der CargoCity Süd konsequent fort.

Kühne+Nagel ist bereits seit über 20 Jahren am Standort FRA präsent und nutzt die neue Anlage, um auf die zunehmende Dynamik globaler Lieferketten zu reagieren. Die Fertigstellung und Übergabe des Objekts sind für Ende 2028 geplant. Laut Martin Schäfer, SVP Air Logistics Germany bei Kühne+Nagel, bietet die neue Infrastruktur die notwendigen Kapazitäten, um Kunden in Wachstumsbranchen wie dem Gesundheitswesen, der Halbleiterindustrie und der Cloud-Infrastruktur noch effizienter zu bedienen.

Moderne Infrastruktur auf 16.900 Quadratmetern

Die geplante Luftfrachthalle am Flughafen Frankfurt entsteht auf einer Fläche von rund 16.900 Quadratmetern in unmittelbarer Nähe zu Tor 31. Das Bauprojekt umfasst beeindruckende Kennzahlen:

  • 7.600 m² Hallenfläche für den reinen Frachtumschlag.

  • 1.100 m² Büro- und Sozialflächen für die Verwaltung.

  • 16 Tore und Truckdocks inklusive großzügiger Rangierflächen für einen reibungslosen Lkw-Verkehr.

Fraport wird die Immobilie selbst errichten und langfristig im eigenen Bestand behalten. Die Konzeption folgt dabei anspruchsvollen ökologischen Standards: Eine großflächige Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird Grünstrom direkt in das Airport-Netz einspeisen. Angestrebt wird eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung nach DGNB-Gold.

Strategische Stärkung des CargoHub Frankfurt

Die neue Luftfrachthalle am Flughafen Frankfurt ist ein zentraler Baustein des „Masterplans CargoHub“. Mit diesem Plan verfolgt Fraport das Ziel, den Standort durch Flächenoptimierung, Digitalisierung und Prozessinnovationen zukunftsfest zu machen. Julia Kranenberg, Vorständin für Real Estate bei Fraport, betont, dass man einem der Top-Logistiker der Welt hiermit beste Entwicklungsmöglichkeiten am Standort bietet. Partner und Kunden profitieren so von einer hohen Konnektivität und hocheffizienten Prozessen im globalen Warenstrom.

Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in RLP feiert Jubiläum

Rheinland-Pfalz zieht eine erfolgreiche Bilanz: Ein Jahr nach seiner Inbetriebnahme hat sich das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) als zentraler Pfeiler für den Bevölkerungsschutz etabliert. Die Gründung der Behörde war die direkte Antwort auf die Erkenntnisse aus der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021. Ziel war es, die Koordination zwischen Land und Kommunen grundlegend zu modernisieren und dauerhafte Strukturen für Krisenfälle zu schaffen.

Rund-um-die-Uhr-Überwachung im neuen Lagezentrum

Das Herzstück der Behörde ist das Lagezentrum Bevölkerungsschutz, das seit Juni 2025 im 24/7-Betrieb arbeitet. Als erstes Flächenland in Deutschland verfügt Rheinland-Pfalz damit über eine ständig besetzte fachliche Lagebeobachtung im nicht-polizeilichen Bereich. Die Experten im Lagezentrum analysieren kontinuierlich Risiken – von heraufziehenden Starkregenereignissen bis hin zu großflächigen Waldbrandgefahren.

Innenminister Michael Ebling bezeichnete das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz zum Jubiläum als einen „Quantensprung“. Die Struktur finde inzwischen bundesweit Beachtung, da sie Prävention, Ausbildung und operative Unterstützung effizient unter einem Dach vereint. Durch die direkte Vernetzung mit den Integrierten Leitstellen des Landes wird sichergestellt, dass Informationen im Ernstfall ohne Zeitverlust fließen.

Rekordwerte in der Ausbildung und Koordination

Neben der Lagebeobachtung setzte das Landesamt im ersten Jahr neue Maßstäbe in der Qualifizierung von Einsatzkräften. An der hauseigenen Akademie wurde 2025 mit rund 37.000 Lehrgangsteilnehmendentagen ein Allzeithoch erreicht. Für das laufende Jahr 2026 planen die Verantwortlichen bereits eine weitere Steigerung der Kapazitäten auf über 40.000 Tage, um dem hohen Bedarf an Fachkräften gerecht zu werden.

Auch operativ entfaltete das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz spürbare Wirkung. Ein landesweiter Übungstag im September 2025, an dem über 5.000 Einsatzkräfte teilnahmen, diente als Stresstest für die neuen Koordinationswege. Erstmals gelang es dabei, ein synchronisiertes Lagebild für das gesamte Bundesland zu erstellen und in Echtzeit auszuwerten.

Massive Investitionen und Ausbau bis 2030

Die Landesregierung plant, die Schlagkraft des Bevölkerungsschutzes weiter zu erhöhen. Für das Jahr 2026 sind bereits Haushaltsmittel für die Beschaffung von Netzersatzanlagen, mobilen Tankstellen und Trinkwassertransportmöglichkeiten reserviert. Diese Investitionen sollen die Kommunen als zentrale Aufgabenträger stärken und die materielle Resilienz im Krisenfall erhöhen.

Der langfristige Fahrplan für das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz steht bereits fest: Bis zum Jahr 2030 soll die Behörde auf rund 300 Vollzeitstellen anwachsen und über drei Regionalstandorte verfügen. „Unser Ziel bleibt ein moderner, zuverlässiger und jederzeit einsatzbereiter Bevölkerungsschutz“, betonte LfBK-Präsident René Schubert mit Blick auf die kommenden Aufgaben.

Frühlingsblumenschau im Palmengarten in Frankfurt

Freizeittipp Frankfurt am Main – Während draußen die ersten Schneeglöckchen vorsichtig aus dem Boden schauen, herrscht in der Galerie am Palmenhaus bereits volle Farbenpracht. Von Donnerstag, den 5. Februar, bis Sonntag, den 22. Februar 2026, lädt die beliebte Frühlingsblumenschau im Palmengarten Besucher dazu ein, den Winter für einen Moment zu vergessen und in ein Meer aus Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Iris einzutauchen.

Insgesamt 55.000 Blumenzwiebeln hat das Team der Gärtnerei seit dem vergangenen Herbst akribisch vorbereitet. Durch eine gezielte Temperatursteuerung im Kühlhaus und Gewächshaus wurde den Pflanzen der Frühling vorgegaukelt, sodass sie pünktlich zur Eröffnung in voller Blüte stehen. Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima und Umwelt, betont das „kleine Wunder“, das hier durch monatelange Vorarbeit geschaffen wurde, um den Frankfurtern schon vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn Lebensfreude zu schenken.

Wildromantische Landschaften und neue Gehölze

Das Galerieteam um Dominik Heukemes hat die Frühblüher in diesem Jahr besonders stimmungsvoll arrangiert. Ein wildromantischer Weiden-Laubengang und ein kleines Wasserbecken bilden das Herzstück der Anlage. Wer die Frühlingsblumenschau im Palmengarten regelmäßig besucht, wird zudem einige botanische Neuheiten entdecken: Nach längerer Zeit schmücken wieder Rote Zaubernüsse die Beete. Ergänzt wird die Schau durch dekorative Hängebirken, Federbusch-Sträucher und lorbeerblättrige Schneebälle.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit der Ausstellung. Palmengarten-Direktorin Katja Heubach erklärt, dass ein Großteil der präsentierten Pflanzen nach der Schau im Freiland weiterkultiviert wird. So wird der Bestand der Wiesen im Garten dauerhaft und ökologisch verjüngt. Für Besucher, die nach der Schau noch einen Spaziergang im Freien planen, hat die Biologin Hilke Steinecke Infotafeln erstellt, die den Weg zu den schönsten Frühblühern im Parkgelände weisen.

  • Die Frühlingsblumenschau im Palmengarten ist täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.
  • Palmengarten der Stadt, Siesmayerstraße 63, 60323 Frankfurt am Main

Prozess um großangelegten Drogenhandel in Wöllstein beginnt

Am Mittwochvormittag, 4. Februar 2026, startet vor der 5. Großen Strafkammer ein umfangreiches Verfahren gegen ein mutmaßliches Trio von Rauschgifthändlern. Die Anklage beim Mainzer Landgericht stützt sich auf den Vorwurf des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln sowie gewerbsmäßigem Cannabis-Handel in nicht geringer Menge. Der zentrale Schauplatz der kriminellen Aktivitäten soll laut Ermittlungsakten der Drogenhandel in Wöllstein (Landkreis Alzey-Worms) gewesen sein.

Arbeitsteilung innerhalb der kriminellen Gruppierung

Die Ermittler zeichnen ein Bild einer gut organisierten Bande, die zwischen Oktober 2024 und Mai 2025 agierte. Dabei übernahm jedes Mitglied der Gruppe eine spezifische Aufgabe. Einer weiblichen Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft vor, die Finanzströme kontrolliert zu haben. Sie soll die Einnahmen aus den Verkäufen verwahrt und das Kapital für den Ankauf neuer Ware verwaltet haben.

Ein zweiter Beteiligter war demnach für die Logistik zuständig. Er beschaffte mutmaßlich das Cannabis sowie größere Mengen Amphetamin und nutzte seine Wohnung in Wöllstein als zentrales Lager und Verkaufsstelle. Der dritte im Bunde fungierte laut Anklage als Kurier und war für den direkten Vertrieb der Drogen auf der Straße verantwortlich.

38 Taten und hohe finanzielle Forderungen beim Drogenhandel in Wöllstein

Insgesamt umfasst die Anklageschrift 38 Einzeltaten. Die schiere Menge der gehandelten Substanzen und die Regelmäßigkeit der Geschäfte unterstreichen die Professionalität der Gruppe. Durch den Drogenhandel in Wöllstein und Umgebung erzielten die Beschuldigten laut Schätzung der Behörden enorme Gewinne. Die Mainzer Staatsanwaltschaft strebt daher die Einziehung von Taterträgen in Höhe von insgesamt rund 100.000 Euro an.

Untersuchungshaft und Fortgang des Verfahrens

Die drei Verdächtigen befinden sich bereits seit ihrer Festnahme Anfang Mai 2025 in Untersuchungshaft. Das Mainzer Gericht hat für die Klärung der Sachverhalte zahlreiche Fortsetzungstermine bis Ende Februar angesetzt, um die Beweisaufnahme abzuschließen und die Rollenverteilung innerhalb der Bande final zu bewerten.

Sollten sich die Vorwürfe erhärten, drohen den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen. Besonders der bandenmäßige Aspekt und die großen Mengen an sichergestellten Betäubungsmitteln verschärfen den rechtlichen Rahmen des Verfahrens erheblich.

Förderungen in Alzey-Land: Geldsegen für Balkonkraftwerke und Bäume

Förderungen in Alzey-Land – Die Verbandsgemeinde Alzey-Land verstärkt ihre Bemühungen im Klima- und Umweltschutz und stellt für ihre Bürger attraktive finanzielle Anreize bereit. Ob Energiewende auf dem eigenen Balkon oder mehr Grün im Garten – die Förderungen der Verbandsgemeinde Alzey-Land decken im Jahr 2026 ein breites Spektrum ab und sollen den ökologischen Umbau in der Region beschleunigen.

Förderungen in Alzey-Land für Balkonkraftwerke und Bäume

Seit dem 1. Januar 2026 greift die neue Förderrichtlinie für private Haushalte. Der Verbandsgemeinderat hat hierfür ein Budget von insgesamt 20.000 Euro im Haushalt bereitgestellt. Wer in die eigene Stromproduktion investiert, kann folgende Zuschüsse erhalten:

  • 50,00 € für die Anschaffung eines Balkonkraftwerks.

  • 150,00 € für einen Batteriespeicher, der in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage genutzt wird.

Diese Förderungen der Verbandsgemeinde Alzey-Land ermöglichen es auch Mietern und Hausbesitzern mit kleineren Flächen, aktiv an der Energiewende teilzunehmen und ihre Stromkosten nachhaltig zu senken.

„Wurzeln schlagen“: Bis zu 200 Euro für neue Bäume

Ein weiteres Highlight im Bereich der Klimaanpassung ist das Programm für Baumpflanzungen. Bürger, die auf ihrem Grundstück einen neuen Baum pflanzen möchten, werden großzügig unterstützt. Nach Bewilligung des Antrags winkt ein Zuschuss von bis zu 150 Euro für den Baum selbst sowie eine Erstattung der Pflanzkosten von bis zu 50 Euro. Damit setzt die VG Alzey-Land ein deutliches Zeichen für die Förderung der Biodiversität und die Verbesserung des Mikroklimas in den Ortsgemeinden.

Grünes Budget für Schulen

Nicht nur Privathaushalte, sondern auch der Nachwuchs profitiert von den Förderungen der Verbandsgemeinde Alzey-Land. Mit dem „Grünen Budget“ in Höhe von jährlich 5.500 Euro werden Umweltaktionen an den sieben Grundschulen und zwei Realschulen plus finanziert. Von Waldprojekten bis hin zum Bau eines schuleigenen Bio-Kiosks werden Projekte gefördert, die Kindern nachhaltige Ernährung und heimische Natur näherbringen.

FAQ zu den Förderungen der Verbandsgemeinde Alzey-Land

  • Ab wann gelten die neuen Förderungen für Balkonkraftwerke? Gefördert werden alle Beschaffungen, die ab dem 1. Januar 2026 getätigt wurden. Voraussetzung ist die Einhaltung der neuen Förderrichtlinie vom Dezember 2025.

  • Wie beantrage ich den Zuschuss für eine Baumpflanzung? Interessierte müssen vorab einen Förderantrag stellen. Die Bewilligung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Informationen und Formulare sind bei der Verbandsgemeindeverwaltung erhältlich.

  • Wer berät mich zu den Umweltprojekten in Schulen? Für Beratung und Unterstützung bei Aktionen im Rahmen des „Grünen Budgets“ steht die Klimaschutzmanagerin der Verbandsgemeinde Alzey-Land als direkte Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Gewerkschaften rufen zur Demonstration in Mainz auf

Der Konflikt in der Einkommensrunde 2025/2026 erreicht am Mittwoch, 4. Februar 2026, seinen vorläufigen Höhepunkt. Neben der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Rheinland-Pfalz haben sich zahlreiche weitere Verbände des dbb beamtenbund und tarifunion dem Protest angeschlossen. Eine großflächige Demonstration in Mainz soll den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) massiv erhöhen, nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde ohne konkretes Angebot der Arbeitgeber endete.

Massive Kritik an „Lösungskorridor“ der Arbeitgeber

Hintergrund des Protests ist die festgefahrene Situation am Verhandlungstisch. Laut Gewerkschaftsangaben legten die Arbeitgeber bisher lediglich einen vagen „Lösungskorridor“ vor. Dieser sieht zwar einen Inflationsausgleich vor, ist jedoch an eine extrem lange Laufzeit von 29 Monaten gebunden und bietet darüber hinaus nur minimale Gehaltsanpassungen.

Die Verbände kritisieren diese Haltung scharf und verweisen auf die anhaltend hohen Lebenshaltungskosten. Im Rahmen der Demonstration in Mainz bekräftigen die Teilnehmenden ihre Kernforderung: Eine Entgeltsteigerung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr bei einer kurzen Laufzeit von 12 Monaten. Dies soll gleichermaßen für Tarifbeschäftigte, Beamte und Versorgungsempfänger gelten.

Breites Bündnis zieht vom Frauenlobplatz zum Ernst-Ludwig-Platz

Die Mobilisierung für die heutige Aktion ist enorm. Ab 10:00 Uhr versammeln sich die Streikenden am Frauenlobplatz in der Mainzer Neustadt. Von dort aus zieht der Demonstrationszug durch die Innenstadt bis zum Ernst-Ludwig-Platz, wo gegen 13:00 Uhr die zentrale Abschlusskundgebung stattfindet.

Die Botschaft der Teilnehmenden ist klar: Ein starker öffentlicher Dienst ist angesichts von Staatsmodernisierung und Sicherheitslage unverzichtbar, darf aber nicht zum „Nulltarif“ zu haben sein.

Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen am Mittwoch

Für Bürger und Pendler bedeutet die Demonstration in Mainz spürbare Einschränkungen im Stadtgebiet. Zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr ist aufgrund des Demonstrationszuges mit kurzfristigen Straßensperrungen und Umleitungen zu rechnen. Besonders der Bereich zwischen Neustadt und Regierungsviertel ist betroffen.

Die Polizei Mainz sichert die Aufzüge ab und versucht, den Verkehrsfluss so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Dennoch wird empfohlen, das Zentrum in diesem Zeitraum weiträumig zu umfahren. Auch im Bus- und Straßenbahnverkehr kann es während der Mittagsstunden zu Verzögerungen und kurzzeitigen Linienänderungen kommen.

Was ist die Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) Rheinland-Pfalz?

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG), Landesverband Rheinland-Pfalz, ist die maßgebliche Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der rheinland-pfälzischen Finanzverwaltung. Mit über 4.500 Mitgliedern vertritt sie die Interessen von mehr als der Hälfte des Personals in den Finanzämtern, dem Landesamt für Steuern und dem Finanzministerium.

Als Mitglied im dbb beamtenbund und tarifunion setzt sich die DSTG-RLP gegenüber der Politik und dem Dienstherrn für bessere Arbeitsbedingungen ein. Zu ihren Kernforderungen gehören eine angemessene Besoldung und Vergütung, eine Entlastung durch mehr Personal sowie moderne, digitale Arbeitsplätze. Da die Gewerkschaft den Großteil der Sitze in den Personalräten innehat, nimmt sie direkten Einfluss auf die Mitbestimmung innerhalb der Verwaltung.

Strukturell ist der Landesverband mit Sitz in Koblenz in zahlreiche Ortsverbände unterteilt, sodass in jedem Finanzamt des Landes eine direkte Anlaufstelle für die Mitglieder existiert. Neben der politischen Interessenvertretung bietet die DSTG ihren Mitgliedern zudem Diensthaftpflichtversicherungen, Rechtsschutz in Berufsfragen und regelmäßige Fachinformationen an.

Elf tote Schwäne in Bad Kreuznach entdeckt

Im Landkreis Bad Kreuznach erhärtet sich der Verdacht auf ein aktives Krankheitsgeschehen durch das Vogelgrippe-Virus (H5N1). Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, wurden am Ippesheimer Weiher elf tote Schwäne sowie ein toter Mäusebussard geborgen. Erste Untersuchungen des Landesuntersuchungsamtes in Koblenz bestätigten bereits am Folgetag den Verdacht auf die Geflügelpest. Ein weiterer Nachweis erfolgte bei einer Graugans, die am Rheingrafenstein im Bad Kreuznacher Stadtteil Bad Münster am Stein-Ebernburg aufgefunden wurde.

Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Bad Kreuznach stuft den Fund am Rheingrafenstein derzeit als Einzelfall ein. Am Ippesheimer Weiher hingegen, wo ein ortsfester Schwanenbestand lebt, wird von einem aktiven Infektionsgeschehen ausgegangen. Die Behörden rechnen Mitte nächster Woche mit der endgültigen Bestätigung durch das nationale Referenzlabor (Friedrich-Loeffler-Institut).

Maßnahmen und Abstimmung mit Nachbarkreisen

Da der Ippesheimer Weiher unmittelbar an der Grenze zum Landkreis Mainz-Bingen liegt, stehen die Fachbehörden beider Landkreise in engem Austausch. Über eine mögliche Aufstallpflicht für Geflügelhalter wird in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung entschieden. Bisher sind andere Wassergeflügelarten wie Enten oder Gänse am Weiher nicht betroffen, dennoch muss mit weiteren Todesfällen unter den Schwänen gerechnet werden.

Informationen für Geflügelhalter im Landkreis Bad Kreuznach

Geflügelhalter im Kreis können ihre Tiere bereits jetzt freiwillig aufstallen, um einen Kontakt zu Wildvögeln zu verhindern. Ein ähnlicher Nachweis Ende Oktober 2025 bei einem Kranich hatte glücklicherweise zu keinem größeren Ausbruch geführt.

Wichtige Verhaltensregeln für Bürger

Die Stadtverwaltung und das Veterinäramt appellieren an die Bevölkerung, tote Wildvögel unter keinen Umständen zu berühren. Funde sollten umgehend den zuständigen Behörden gemeldet werden:

Stadt Bad Kreuznach (Ordnungsamt): Telefon 0671 / 800-111 (auch am Wochenende erreichbar) oder per E-Mail an ordnungsbehoerde@bad-kreuznach.de.

Verbandsgemeinden: Meldung an das jeweilige Ordnungsamt vor Ort.

Zeitkapsel von 1961 am Neubau des Gutenberg-Museums geöffnet

Ein bewegender Moment markiert den Fortschritt für den Neubau des Gutenberg-Museums: Am 3. Februar 2026 öffneten Oberbürgermeister Nino Haase und Baudezernentin Marianne Grosse eine Zeitkapsel, die über 60 Jahre lang im Fundament des sogenannten Schellbaus verborgen war. Der Termin am Liebfrauenplatz diente nicht nur der Dokumentation, sondern auch als feierlicher Abschied von einem Gebäude, das seit 1961 das Weltmuseum der Druckkunst beherbergte.

Ein Gruß aus dem Jahr der 2000-Jahr-Feier

Die Kapsel war am 18. März 1961 hinter einem gravierten Grundstein eingemauert worden. Der damalige Oberbürgermeister Franz Stein legte ihn im Beisein hochrangiger Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kirche. Der nun geborgene Schriftsatz erinnert eindrucksvoll an die zeitliche Einordnung: Zum Zeitpunkt der Grundlegung rüstete sich Mainz gerade für seine große 2000-Jahr-Feier.

In dem Dokument wird präzise auf das Erbe Gutenbergs verwiesen, dessen Todestag sich am Tag der Kapselöffnung zum 558. Mal jährte. Die Zeilen zeugen von dem Stolz der Nachkriegsgeneration, der „Mutterstadt der Druckkunst“ mit dem Schellbau ein modernes Denkmal gesetzt zu haben – ein Erbe, das nun durch den modernen Neubau des Gutenberg-Museums fortgeführt werden soll.

Abbrucharbeiten am Schellbau laufen nach Plan

Während die historischen Fundstücke gesichert werden, schreiten die baulichen Maßnahmen auf dem Areal stetig voran. Der Schellbau sowie der Verbindungsbau wurden in den letzten Wochen vollständig entkernt und einer umfassenden Schadstoffsanierung unterzogen. Der Verbindungstrakt zum historischen „Römischen Kaiser“ existiert bereits nicht mehr.

Die Verantwortlichen betonten, dass der endgültige Abriss des massiven Schellbaus unmittelbar nach der Fastnacht 2026 erfolgen wird. Damit wird der Platz frei für das ambitionierte Großprojekt. Der Neubau des Gutenberg-Museums soll die international bedeutende Sammlung künftig in einer zeitgemäßen und architektonisch ansprechenden Umgebung präsentieren.

Blick in die Zukunft der Mainzer Innenstadt

Oberbürgermeister Nino Haase würdigte bei dem Termin das Engagement der vorangegangenen Generationen und schlug den Bogen zur Gegenwart. Der Abriss des alten Gebäudes sei kein Ende, sondern der notwendige Schritt, um das Museum fit für das 21. Jahrhundert zu machen.

Durch den Neubau des Gutenberg-Museums erhofft sich die Stadt eine deutliche Aufwertung des Liebfrauenplatzes und eine Attraktivitätssteigerung für Touristen aus aller Welt. Die geöffnete Zeitkapsel soll nun fachgerecht archiviert werden, während bereits darüber nachgedacht wird, welche Botschaften die heutige Generation für die Zukunft im neuen Grundstein hinterlassen wird.

Schweitzer kritisiert CDU-Pläne zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung

Die politische Diskussion um die Zukunft des Sozialstaats verschärft sich. Im Zentrum steht eine geforderte Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, die weitreichende Einschnitte für Millionen Versicherte bedeuten könnte. Alexander Schweitzer (SPD) fand deutliche Worte für die Pläne eines CDU-nahen Wirtschaftsverbandes, der unter anderem die Streichung von Zahnarztbehandlungen aus dem Leistungskatalog fordert.

Schweitzer kritisiert Privatisierung von Zahnarztkosten

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer bezeichnete die Vorschläge am Montag als eine „kalte Streichliste“, die einseitig die Arbeitnehmer belaste. Er betonte, dass die Versicherten keine Almosenempfänger seien, sondern ihre Leistungen durch jahrzehntelange Beitragszahlungen hart erarbeitet hätten. Laut Schweitzer würde eine solche Reform der gesetzlichen Krankenversicherung Deutschland nicht weiterbringen, sondern den sozialen Zusammenhalt gefährden.

Besonders der Vorstoß, Zahnarztleistungen künftig komplett privat abzusichern, stieß auf heftige Gegenwehr. Schweitzer warf der CDU vor, Arbeitnehmer quälen zu wollen und das Solidarsystem zugunsten privater Versicherungsanbieter aushöhlen zu wollen.

CDU-Wirtschaftsrat fordert radikale Einschnitte

Hintergrund der Aufregung ist eine „Agenda für Arbeitnehmer“, die der CDU-Wirtschaftsrat vorgelegt hat. Darin wird argumentiert, dass die Lohnnebenkosten gesenkt werden müssen, um die Wirtschaftskräfte zu entfesseln. Als Hebel wird eine umfassende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung vorgeschlagen. Neben der Ausgliederung der Zahnmedizin sieht das Papier auch Kürzungen beim Arbeitslosengeld und die Streichung der Absicherung von Wegeunfällen vor.

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats begründete den Vorstoß in der „Bild am Sonntag“ mit der Notwendigkeit, das Aufstiegsversprechen zu erneuern und Wachstum zu fördern. In den Augen der Kritiker handelt es sich jedoch um einen „Frontalangriff“ auf 90 Prozent der Bevölkerung.

Bundesregierung erteilt Streichplänen eine Absage

Trotz des Drucks aus wirtschaftsnahen Kreisen der Union reagierte das Bundesgesundheitsministerium unter Nina Warken (CDU) prompt. Eine Sprecherin stellte klar, dass derartige Pläne in der Bundesregierung nicht existieren. Eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung in diese Richtung würde dem Ziel der Prävention widersprechen.

Experten warnen zudem vor den langfristigen Folgen: Wenn Kassenpatienten den Zahnarztbesuch aus finanzieller Not meiden, drohen schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Die Kosten für das Gesundheitssystem würden dadurch am Ende nicht sinken, sondern massiv ansteigen. Die Debatte verdeutlicht die tiefen Gräben zwischen den Parteien kurz vor den kommenden Landtagswahlen.

Verwaltungsgericht Mainz: Kein Kita-Besuch ohne Impfschutz gegen Masern

In einem aktuellen Beschluss hat die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Mainz die Rechte von Kindertagesstätten gestärkt, ungeimpfte Kinder ohne klaren Immunitätsnachweis vom Besuch auszuschließen. Im Kern der Auseinandersetzung stand die Frage, wie ein rechtssicherer Impfschutz gegen Masern gegenüber den Behörden nachgewiesen werden muss.

Zweifelhafte Labormethode führt zu Betretungsverbot

Der dreijährige, der bisher die Einrichtung besuchte, verfügt über keine Impfung. Um dennoch am Kita-Alltag teilnehmen zu können, legten die Eltern ein ärztliches Zeugnis vor. Dieses sollte belegen, dass das Kind durch eine Analyse von Trockenblut bereits immun gegen das Virus sei. Die zuständige Behörde akzeptierte dieses Dokument jedoch nicht und sprach ein Betretungsverbot aus.

Das Verwaltungsgericht Mainz gab der Behörde nun recht. Die Richter äußerten bereits grundsätzliche Zweifel an der Eignung von Trockenblut für einen serologischen Titernachweis. Üblicherweise wird hierfür frisches Blutserum verwendet, um einen verlässlichen Impfschutz gegen Masern oder eine natürliche Immunität festzustellen.

Formale Fehler: Attest stammte aus externer Naturheilpraxis

Ausschlaggebend für die gerichtliche Entscheidung war jedoch ein formaler Mangel in der Beweiskette. Das untersuchte Blut wurde nicht von dem Arzt entnommen, der später das Zeugnis ausstellte, sondern stammte aus einer externen Naturheilpraxis.

Damit befand sich die Probenentnahme außerhalb des Kontrollbereichs des attestierenden Mediziners. Das Gericht stellte klar, dass ein Arzt in einem solchen Fall nicht zweifelsfrei bezeugen könne, ob das Blut tatsächlich vom Antragsteller stammt oder ob bei der Handhabung Verunreinigungen aufgetreten sind. Ein rechtssicherer Nachweis über den Impfschutz gegen Masern setzt voraus, dass der Arzt den gesamten Prozess der Identitätsprüfung und Probenentnahme überblicken kann.

Schutz vulnerabler Gruppen hat Vorrang

Das Gericht betonte in seiner Urteilsbegründung die Verhältnismäßigkeit des Betretungsverbots. Masern gelten als hochansteckende und potenziell gefährliche Infektionskrankheit. Da in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas auch vulnerable Personen – etwa Säuglinge oder Menschen mit Immunschwäche – verkehren, überwiegt der Schutz der Allgemeinheit gegenüber dem individuellen Betreuungswunsch.

Die Entscheidung (Az. 1 L 733/25.MZ) ist noch nicht rechtskräftig, setzt aber ein deutliches Signal für die Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes in Rheinland-Pfalz. Eltern müssen künftig sicherstellen, dass Atteste über eine Immunität oder einen Impfschutz gegen Masern den strengen medizinischen und formalen Standards entsprechen, um einen Ausschluss von der Betreuung zu verhindern.

Was sind Masern?

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung. Sie schwächen das Immunsystem massiv und können auch Jahre später noch schwere Folgen haben.

Übertragung: Fast ausschließlich über Tröpfchen (Husten, Niesen) oder winzige Aerosole in der Luft.

Symptome: Typisch sind hohes Fieber, Husten, Schnupfen und der charakteristische rote Hautausschlag.

Risiken: Komplikationen wie Mittelohr- oder Lungenentzündungen sind häufig. Gefürchtet ist die Gehirnentzündung (Enzephalitis), die bleibende Schäden verursachen kann.

In Deutschland gilt seit 2020 das Masernschutzgesetz. Das bedeutet, dass Kinder in Kitas und Schulen sowie Personal in Gemeinschafts- und Medizinischen Einrichtungen einen Impfschutz nachweisen müssen.

Warum ist die Impfung so wichtig?

Masernviren benötigen eine sehr hohe Durchimpfungsrate in der Bevölkerung (ca. 95 %), um sich nicht weiter ausbreiten zu können. Dies nennt man Herdenimmunität. Sie schützt auch jene, die (noch) nicht geimpft werden können, wie Säuglinge oder Menschen mit Immunschwäche.

Wo finde ich die Steuerübersicht bei Trade Republic?

Viele Anleger wundern sich, wenn von ihren Erträgen plötzlich 25 Prozent Abgeltungsteuer abgezogen werden. Oft liegt die Antwort in einem Bereich der App, den viele Nutzer selten besuchen. Die Steuerübersicht bei Trade Republic ist der zentrale Ort, um nachzuvollziehen, warum Auszahlungen manchmal geringer ausfallen als erwartet und wie viel von Ihrem steuerlichen Freibetrag noch übrig ist.

Freistellungsauftrag und Kapitalerträge prüfen

Ein wesentlicher Vorteil der Steuerübersicht bei Trade Republic ist die Kontrolle des Freistellungsauftrags. Jedem Sparer steht in Deutschland ein Freibetrag von 1.000 Euro pro Jahr zu (bei Ehepaaren 2.000 Euro). In der App können Sie jederzeit einsehen:

  • Ob ein Freistellungsauftrag hinterlegt wurde.

  • Wie viel Euro Ihres Freibetrags im laufenden Jahr bereits durch Dividenden oder Kursgewinne verbraucht wurden.

Ohne diesen hinterlegten Auftrag führt der Broker die Steuer automatisch an das Finanzamt ab – wer hier regelmäßig nachschaut, vermeidet unnötige Abzüge.

Verlustverrechnungstöpfe: Die unbekannte Steuerhilfe

Ein oft unterschätztes Feature innerhalb der Steuerübersicht bei Trade Republic sind die sogenannten Verlustverrechnungstöpfe. Das Prinzip ist simpel: Verluste aus Wertpapierverkäufen werden hier gesammelt und automatisch mit zukünftigen Gewinnen verrechnet. Das verhindert, dass Sie Steuern auf Gewinne zahlen, während Sie an anderer Stelle Verluste gemacht haben. Ohne diesen Einblick wirkt die Steuerlogik oft wie eine „Blackbox“, dabei ist sie in der App transparent aufgeschlüsselt.

So finden Sie die Einstellungen in der App

Um zur Steuerübersicht bei Trade Republic zu gelangen, folgen Sie in der App einfach diesem Pfad (beachten Sie, dass sich die Bezeichnungen je nach App-Update leicht unterscheiden können):

  1. Tippen Sie auf Ihr Profil/Account (meist das Symbol oben oder unten rechts).

  2. Scrollen Sie zum Bereich Steuern oder Steuerübersicht.

  3. Dort finden Sie die Details zu Ihrem Freistellungsauftrag sowie die aktuellen Stände Ihrer Verrechnungstöpfe.

FAQs zur Steuerübersicht bei Trade Republic

  • Warum wurden mir Steuern abgezogen, obwohl ich noch Freibetrag habe? Prüfen Sie in der Steuerübersicht bei Trade Republic, ob der Freistellungsauftrag korrekt verteilt wurde. Wenn Sie bei mehreren Banken Freibeträge eingerichtet haben, darf die Gesamtsumme 1.000 Euro nicht überschreiten.

  • Wo sehe ich meine Verluste aus Aktienverkäufen? Diese werden in den Verlustverrechnungstöpfen unter dem Punkt Steuern aufgelistet. Sie mindern automatisch die Steuerlast Ihrer nächsten Gewinne.

  • Wann erhalte ich meine Jahressteuerbescheinigung? Trade Republic stellt diese in der Regel im ersten Quartal des Folgejahres direkt in der App im Profilbereich unter „Aktivität“ oder „Steuern“ als PDF zur Verfügung.

Weitere Themen zu Trade Republic:

Insolvenz der Alshut Ladenbau GmbH in Riedstadt

Das Amtsgericht Darmstadt hat am 30. Januar 2026 um 09:00 Uhr die vorläufige Verwaltung im Rahmen des Antragsverfahrens über die Insolvenz der Alshut Ladenbau GmbH beschlossen. Das in der Ziegeleistraße in Riedstadt ansässige Unternehmen wird von Geschäftsführerin S. Bohnenkamp vertreten.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Philip Konen von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH aus Darmstadt bestellt. Er überwacht ab sofort die wirtschaftlichen Aktivitäten des Betriebs und prüft die Möglichkeiten für das weitere Verfahren.

Verfügungsbeschränkungen für das Unternehmen

Mit der eingeleiteten Insolvenz der Alshut Ladenbau GmbH treten sofortige rechtliche Einschränkungen in Kraft. Gemäß dem gerichtlichen Beschluss sind alle Verfügungen der Geschäftsführung nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Zudem wurde ein Zahlungsverbot an das Unternehmen ausgesprochen.

Rechtsanwalt Philip Konen ist dazu ermächtigt, Bankguthaben sowie sonstige Forderungen der Alshut Ladenbau GmbH einzuziehen. Drittschuldner wurden bereits aufgefordert, ihre Leistungen nur noch unter Beachtung dieser neuen rechtlichen Anordnung zu erbringen und auf das eingerichtete Insolvenzsonderkonto zu leisten.

Auskunftsersuchen an Behörden und Banken

Um die Vermögenslage im Zuge der Insolvenz der Alshut Ladenbau GmbH lückenlos aufzuklären, wurden Finanzbehörden, Banken und das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen, dem vorläufigen Insolvenzverwalter umfassende Auskünfte über bestehende Geschäftsbeziehungen zu erteilen. Dem Verwalter müssen alle Informationen zugänglich gemacht werden, die auch dem Unternehmen selbst zustehen würden.

Tödlicher Unfall auf der L 3181 durch Schneeglätte

Blaulicht Hessen – Am Dienstagnachmittag, den 3. Februar 2026, kam es gegen 15:00 Uhr zu einem tragischen Unfall auf der L 3181 bei Rommerz. Ein 70-jähriger Führer eines Sattelzugs war aus Richtung Hauswurz kommend auf der Landstraße unterwegs, als er in einer leicht abschüssigen Rechtskurve die Kontrolle über sein schweres Fahrzeug verlor.

Aufgrund der schneeglatten Fahrbahn geriet der Lastwagen auf die Gegenspur. Dort kam es zum frontalen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Kastenwagen. Der 51-jährige Fahrer des Kastenwagens aus Babenhausen erlitt bei dem Unfall auf der L 3181 so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Eine 62-jährige Autofahrerin aus Schweinfurt, die hinter dem Sattelzug fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr auf den Auflieger auf und wurde dabei leicht verletzt.

Gutachter soll Unfallhergang rekonstruieren

Um die genauen Umstände zu klären, die zu dem schweren Unfall auf der L 3181 führten, hat die Staatsanwaltschaft Fulda einen Gutachter mit der Rekonstruktion beauftragt. Die beteiligten Fahrzeuge waren nach der Kollision nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 130.000 Euro beziffert.

Die Landstraße wurde durch auslaufende Betriebsstoffe stark verunreinigt. Da eine fachgerechte Reinigung aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse vorerst nicht möglich war, bleibt die Strecke für den Verkehr bis auf Weiteres voll gesperrt.

FAQs zum Unfallgeschehen auf der L 3181

  • Was war die Ursache für den Unfall auf der L 3181 bei Rommerz? Nach polizeilichen Angaben führte Schneeglätte in einer Kurve dazu, dass der Sattelzug auf die Gegenfahrbahn rutschte.

  • Wie lange bleibt die Landstraße gesperrt? Die Sperrung dauert aufgrund von Fahrbahnverunreinigungen an. Eine Reinigung ist witterungsbedingt derzeit noch nicht durchführbar.

  • Wer war an dem Unfall beteiligt? In den Vorfall waren ein Sattelzug, ein Kastenwagen und ein nachfolgender Pkw verwickelt. Für den Fahrer des Kastenwagens kam leider jede Hilfe zu spät.

Prozess gegen 22-Jährigen wegen Drogenhandel in Bodenheim

Die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Mainz befasst sich ab Donnerstag, den 5. Februar 2026, mit einem Fall von schwerer Betäubungsmittelkriminalität. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 22-jährigen Angeklagten vor, einen gewerbsmäßigen Drogenhandel in Bodenheim betrieben zu haben. Das Besondere an diesem Verfahren: Der Beschuldigte verkaufte die illegalen Substanzen unwissentlich direkt an die Polizei und sicherte seine Ware mit einem gefährlichen Waffenarsenal ab.

Ermittler in Zivil entlarven Drogenhandel in Bodenheim

Die polizeilichen Ermittlungen nahmen bereits Anfang September 2025 Fahrt auf. Ein nicht öffentlich ermittelnder Mainzer Polizeibeamter nahm Kontakt zu dem jungen Mann auf und kaufte zunächst testweise fünf Gramm Kokain für einen Preis von 300 Euro. Nur wenige Tage später intensivierte sich das Geschäft, als der Angeklagte dem Beamten weitere 60 Gramm der Droge für 2.500 Euro veräußerte.

Bei der anschließenden Festnahme durch Spezialkräfte zeigte sich das volle Ausmaß der Bewaffnung. Die Beamten stellten neben Kokain und Haschisch auch ein Pfefferspray sowie ein Minibeil sicher. Diese Gegenstände führte der junge Mann offenbar zur Absicherung seiner Geschäfte und des laufenden Drogenhandel in Bodenheim mit sich.

Gefährliche Waffen in unmittelbarer Zugriffsnähe

Die darauffolgende Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten untermauerte den Verdacht des bewaffneten Handeltreibens massiv. Die Einsatzkräfte fanden rund 190 Gramm Kokain sowie weiteres Haschisch und Bargeld in Höhe von 1.700 Euro.

Besonders schwer wiegt in der Anklage, dass sich in direkter Reichweite zu den Betäubungsmitteln diverse Waffen befanden. Die Polizei beschlagnahmte unter anderem ein Karambitmesser, einen Elektroschocker, eine Gaspistole und einen Baseballschläger. Diese Kombination aus hohen Drogenmengen und griffbereiten Waffen führt juristisch zu einer deutlich höheren Strafandrohung als ein einfacher Drogenhandel in Bodenheim.

Untersuchungshaft und Fortsetzung der Beweisaufnahme

Der Angeklagte befindet sich bereits seit März 2025 in Untersuchungshaft. Das Mainzer Gericht hat für die Verhandlung zunächst einen weiteren Fortsetzungstermin am 13. Februar angesetzt. Im Rahmen der Beweisaufnahme wird insbesondere die Aussage des eingesetzten Beamten in Zivil eine zentrale Rolle spielen. Ziel ist es, die Umstände der Verkäufe und die Absichten des 22-Jährigen lückenlos aufzuklären und rechtlich zu bewerten.