BYC-News Blog Seite 1403

Mehrheit der Ärzte befürwortet die Maskenpflicht

In vielen Bundesländern dürfen Bürgerinnen und Bürger ab dem kommenden Montag nicht mehr ohne Mundschutz in Einkaufsgeschäfte, Busse und Bahnen. Die Mehrheit der niedergelassenen Ärzte in Deutschland ist davon überzeugt, dass diese Maßnahmen richtig und wichtig sind.


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Es herrscht Uneinigkeit über die Maskenpflicht

Während das Robert-Koch-Institut der Bevölkerung das Tragen eines Mundschutzes empfiehlt, hält der Präsident des Weltärztebundes, Prof. Frank Ulrich Montgomery, solche Empfehlungen für wenig hilfreich. Aufgrund dieser Unstimmigkeiten hat der Ärztenachrichtendienst, eine Vielzahl von Ärzten in einer Blitzumfrage nach ihrer Meinung gefragt.

Über 2.100 niedergelassene Haus- und Fachärzte aus Deutschland haben am 23. April daran teilgenommen. Mit 65 Prozent zeigte sich die Mehrheit überzeugt davon, dass eine Maskenpflicht richtig und wichtig sei. Die Verordnung könne helfen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verlangsamen.

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21 Prozent der Ärzte warnen vor einer Maskenpflicht

Insgesamt 14 Prozent der Ärzte halten die Maskenpflicht jedoch für überflüssig. Sie sind der Meinung, dass das Tragen einfacher Stoff-Masken in der Öffentlichkeit zwar nicht schadet aber auch nicht hilft. Weitere 21 Prozent warnen sogar ausdrücklich vor einer Maskenpflicht, denn die Träger würden sich damit in einer trügerischen Sicherheit wägen. So käme es häufiger dazu, dass die Menschen den Sicherheitsabstand vernachlässigen, sich häufiger mit den Händen ins Gesicht fassen oder die Masken nicht ausreichend desinfizieren.

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Ist eine Maskenpflicht in Arztpraxen sinnvoll?

61 Prozent der Ärzte halten eine Maskenpflicht in Artzpraxen für angebracht, da ihnen feste Vorgaben Diskussion mit uneinsichtigen Patienten ersparen könnten. Eher kritisch sehen 25 Prozent eine generelle Verpflichtung für Masken in Arztpraxen. Das müsse jeder Arzt für seine eigene Praxis entscheiden und umsetzen, so die Argumentation der Teilnehmer. 14 Prozent halten eine Maskenpflicht sogar für gefährlich, denn selbst gemachte Masken und inkonsequente Handhabung könnten zu einer zusätzlichen Infektionsgefahr werden.

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Die momentane Situation in Arztpraxen

In 24 Prozent der Arztpraxen fordert das Praxisteam das konsequente Tragen von Masken im Wartebereich. Wenn ein Patient ohne Maske kommt, erhält er eine von der Praxis. Mit 54 Prozent berichtet rund die hälfte der Ärzte, dass die Patienten nur zum Teil Masken tragen und das es den Patienten freigestellt ist, ob sie eine tragen oder nicht. 22 Prozent gaben an, dass im eigenen Wartezimmer kaum Patienten mit Masken zu sehen seien.

40 Prozent der Ärzte gaben zudem in der Umfrage an, dass sich die Lage bezpglich der Maskenknappheit für Ärzte und Praxen inzwischen entspannt habe. Es seien nun genug Masken verfügbar. Doch 55 Prozent gaben an, dass nach wie vor nur wenige Masken für das medizinische Personal zur Verfügung stünden und die Masken daher häufiger genutzt werden, als es eigentlich empfohlen wird. 5 Prozent behandeln ihre Patienten aufgrund der fehlenden Schutzausrüstung gänzlich ohne Maske.

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Die Stadt Merzig verteilt Masken auch an Drive-In-Stationen

Merzig. Das Land verteilt an jeden Bürger Schutzmasken. Hintergrund ist die Maskenpflicht, die saarlandweit ab Montag beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr gilt. Die Merziger können ihre Masken auch an einer Drive-in-Station abholen.

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Groß-Gerau | Bauarbeiten sorgen für Behinderungen

Nachrichten Groß-Gerau | Umfangreiche Tiefbaumaßnahmen in der Balthasar-Ritz-Straße, die ursprünglich bereits für Mitte März geplant waren, beginnen am Montag, den 4. Mai. Im Zuge der Baumaßnahme werden Trinkwasserleitung und Kanal einschließlich der Hausanschlüsse sowie die Fahrbahn von Grund auf erneuert. Kalkuliert ist eine Bauzeit von rund vier Monaten bis Anfang September.


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Die Straße wird komplett gesperrt

Wie die Stadt Groß-Gerau mitteilt, ist während der Bauarbeiten eine Vollsperrung der Balthasar-Ritz-Straße unumgänglich. Daher wird es auch nicht zu jeder Zeit möglich sein, dass Anlieger ihre Grundstücke mit dem Auto erreichen. Die Auftraggeber der Bauarbeiten bitten daher darum, dass die Bewohner der Balthasar-Ritz-Straße ihre Kraftfahrzeuge in den umliegenden Straßen abstellen. Das fußläufige Erreichen der Grundstücke sowie ein Anfahren durch Rettungsfahrzeuge ist jedoch während der gesamten Baumaßnahmen gewährleistet.

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Mülltonnen werden zu einem Sammelplatz gebracht

Die Mülltonnen der Anwohner im Baustellenbereich bringen die Mitarbeiter des  Bauunternehmens zur Leerung an einen Sammelplatz und im Anschluss wieder zu den Grundstücken. Um den reibungslosen Ablauf sicherzustellen, sind die Anwohner dazu aufgerufen, die Mülltonnen jeweils am Tag vor der Leerung vor dem Grundstück bereitzustellen.

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Beweissicherung an den Gebäuden

Vor Beginn der Arbeiten erfolgt durch einen Bausachverständigen eine sogenannte Beweissicherung an den Gebäuden. Sofern dafür eine Begehung innerhalb privater Grundstücke oder Gebäude erforderlich ist, werden die Eigentümer vorab darüber informiert.

Für Einschränkungen und Unannehmlichkeiten während der Baumaßnahme bitten die Verantwortlichen der Stadtverwaltung, Stadtwerken und vom Wasserwerk Gerauer Land um Verständnis. Bei den Baumaßnahmen fallen für Grundstückseigentümer keine Kosten an.

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Jubilare: Oppenheim setzt auf aktiven “Familienfunk”

Die Stadt Oppenheim bitte alle Familien, in denen jetzt und künftig Ehe- und Altersjubiläen anstehen, sich beim Vorzimmer des Rathauses zu melden, wenn ein Besuch des Stadtbürgermeisters gewünscht sein sollte. Die im Mai vergangenen Jahres in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) macht eine, einstmals gewohnte, Unterrichtung der Stadt zu Jubilaren unmöglich. „Guntersblum hat´s vorgemacht und wir möchten diesen Alternativweg auch gerne beschreiten. Denn die Seniorinnen und Senioren liegen uns sehr am Herzen, gerade dann, wenn es um die Gratulation anlässlich Ehe- und Altersjubiläen geht“, trägt Stadtchef Walter Jertz seine freundliche Aufforderung an die Familien heran. Interessierte können sich per Telefon 06133 49 09 10, per Email an info@stadtoppenheim.de oder postalisch an das Vorzimmer des Rathauses, Merianstraße 2, wenden.

Verdächtige Personen in der Mainzer Oberstadt

Nachrichten Mainz | In der Nacht von diesem Donnerstag auf Freitag wurden der Polizei zwei verdächtige Personen gemeldet. Diese würden in der Pariser Straße der Mainzer Oberstadt im Bereich der Hauseingänge umherschleichen und sich dabei auch immer wieder verdächtig umschauen.


Eine der beiden Personen konnte daraufhin von den Beamten im Bereich der Pariser Straße angetroffen werden. Bei dem Mann wurde ein Seitenschneider gefunden, den die Polizei daraufhin sicherstellte. Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass der Verdächtige der Polizei schon durch frühere Vergehen bekannt war. Zu der zweiten Person, die gemeldet wurde, wollte der Mann keine Angaben machen. Die Polizei machte mit dessen Einverständnis Bilder von dem Mann und sprach danach einen Platzverweis aus, dem auch Folge geleistet wurde.

Hinweise der Polizei:

Es war wichtig und richtig, dass diese Beobachtungen umgehend der Polizei gemeldet wurden. Die Polizei bittet darum bei Situationen, die ihnen seltsam vorkommen umgehend zu handeln und die zuständige Polizeidienststelle zu informieren. Scheuen Sie sich nicht bei der Polizei anzurufen, im Zweifel oder dringenden Fällen natürlich auch über die 110. Dadurch können die Beamten Einbrüche verhindern oder erhalten Ermittlungsansätze, die zur Aufklärung einer Tat beitragen können.

Mit einer Autobiografie sein Leben verewigen

Eine Autobiografie schreiben. Das muss kein Thema für Prominente bleiben. Es kann ein schönes Geschenk sein oder ein Erbe für die Familie. Die Kreuznacher Germanistin Ilgin Seren Evisen bietet Hilfe beim Erstellen an. Den Autoren helfe die Arbeit oft, zu sich selbst zu finden.

Die Arbeiten nach dem Vandalismus in Mainz-Laubenheim gehen weiter

Nachrichten Mainz | Die Fertigstellung der Laubenheimer Aue wurde durch Vandalismus mit einem Bagger unterbrochen. Die Vandalen hatten mit einem Baufahrzeug starke Beschädigungen in der Natur verursacht. Der Boden wurde mit ausgelaufenem Öl belastet und Bäume sowie Sträucher wurden stark beschädigt (wir berichteten).


Der Mischboden wird regelmäßig vom Hochwasser überflutet

Als Folge der starken Beschädigungen müssen nun die verursachten Verdichtungen des Bodens beseitigt werden. Das durch Öl belastete Material wurde bereits fachgerecht abgetragen und entsorgt. Die beschädigten Bäume und Sträucher wurden unmittelbar nach dem Vorfall ersetzt. Die bereits zuvor fertig gestellten Flächen mit ökologischen Heumulch im südlichen Abschnitt müssen fast komplett erneuert werden.

An dem früheren Eingangsbereich des Campingplatzes wird in nächster Zeit eine spezielle Saatgutmischung ausgebracht. Dieses ist notwendig, da der Boden mit Betonresten vermischt ist. Der Mischboden wird regelmäßig vom Hochwasser überflutet und ist darüber hinaus auch starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Er gilt deshalb als Extremstandort.

Projektleiterin Simone Janas

„Wir hoffen, dass diese mit Beton verbackene Oberfläche sich mit der Zeit begrünen wird. Deshalb bitten wir um die Geduld der Bevölkerung und darum, dass die Fläche in den nächsten acht Wochen nicht betreten wird. Denn die Natur braucht Zeit, um sich unter den aktuell sehr trockenen Bedingungen gut zu entwickeln.“

Auf der Baustelle, zu der auch das angrenzende Ufer zählt, ist selbstverständlich das Betreten auch weiterhin verboten. Dies gilt auch für offenes Feuer. Sobald die Natur die Fläche zurückerobert hat, wird sie für die Öffentlichkeit freigegeben. Dazu ist dann eine feierliche Einweihung vorgesehen.

Deutsche Umwelthilfe schließt Vergleich mit Landesregierung

Im Verfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) für die Saubere Luft in Wuppertal haben die DUH, das beklagte Land und die Stadt Wuppertal unter Vermittlung des 8. Senats des Oberverwaltungsgerichts NRW einen gerichtlichen Vergleich geschlossen. Mit dem ausgehandelten Maßnahmenkatalog verpflichten sich das Land NRW und die Stadt Wuppertal, den Grenzwert für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m3 im Jahresmittel noch in diesem Jahr einzuhalten. Damit endet eine mehr als zehnjährige Grenzwertüberschreitung. Mit der Veröffentlichung der Vereinbarung am 24. April 2020 ist der Vergleich rechtsgültig beschlossen.

 


Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH:

„Heute ist ein guter Tag für die Saubere Luft in Wuppertal. Wie wichtig Saubere Luft ist, zeigt sich gerade jetzt. Denn erste Studien geben Hinweise, dass Covid-19 besonders dort schlimm wütet, wo die NO2-Belastung hoch ist. Wir freuen uns, auch für die elfte Stadt in Nordrhein-Westfalen nun ein detailliertes Maßnahmenpaket für eine echte Verkehrswende mit deutlich weniger Autos, dafür mehr Bus, Bahn und Fahrrad vereinbart zu haben. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und der Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke haben in den über dreimonatigen Verhandlungen konstruktiv am Zustandekommen einer ‚Blaupause‘ für ein Sauberes Wuppertal mitgewirkt.“

Saubere Luft rettet Leben

Wenn Stadt und Land die nun rechtsverbindlich vereinbarten Maßnahmen zur Verkehrswende in Wuppertal konsequent umsetzen, wird nach zehn Jahren Überschreitung des Grenzwerts für das gesundheitsschädliche Dieselabgasgift NO2 endlich die Saubere Luft in Wuppertal Wirklichkeit. Gemeinsam mit Land und Stadt hält die DUH die Einhaltung der Grenzwerte für das Dieselabgasgift NO2 gerade jetzt für entscheidend. Denn saubere Luft rettet Leben, insbesondere das Leben von Menschen mit vorgeschädigten Lungen.

Fast überall wurden die Grenzwerte überschritten

Bisher wurde der Jahresmittelgrenzwert für NO2 auf nahezu allen Steigungsstrecken von der Wuppertaler Talachse hoch zur Bundesautobahn A46 überschritten. Da alle parallelen Straßenzüge gleichermaßen von schlechter Luft betroffen sind, muss die Gesamtverkehrsmenge deutlich reduziert werden. Die Umleitung des Verkehrs auf Parallelstraßen ist keine Option. Die dem Vergleich zugrundeliegenden Modellierungen des Landesamts für Umwelt NRW halten eine Reduktion der Verkehrsmenge um bis zu 25 Prozent für erforderlich, um den Grenzwert einzuhalten.

Fünf Straßenzüge sind im beschlossenen Vergleich besonders in den Blick genommen worden: Steinweg/Carnaper Straße, Briller Straße, Gathe, Westkotter Straße und Haeseler Straße. Auf allen Straßenzügen wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h reduziert und die Koordinierung der Ampelanlagen entsprechend angepasst. Die Ampelschaltungen werden so vorgenommen, dass die Verkehrsmenge in dem für die Grenzwerteinhaltung nötigen Umfang reduziert wird. Nach Prognosen des Landesamts für Umwelt kann dies bis zu 25 Prozent der Vor-Corona-Verkehrsmenge betragen.



Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer

Für einen Bereich der Briller Straße wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit sogar auf 30 Stundenkilometern reduziert. Eine Erweiterung des Blitzer-Netzes stellt die Einhaltung des Tempolimits sicher. Auf den besonders stark betroffenen Straßen Steinweg/Carnaper Straße und Briller Straße wird darüber hinaus ein ganztägiges Durchfahrtverbot für Lkw mit einer Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen eingerichtet.

Darüber hinaus erhält der richterliche Vergleich eine Erhöhung der Parkgebühren um 50 Prozent bzw. 33 Prozent, die mit einer Ausweitung der Zeiten für kostenpflichtiges Parken im Innenstadtbereich einhergeht. Dadurch soll die Verkehrsmittelwahl beeinflusst werden. Die noch vorhandenen kostenlosen Parkplätze in den Innenstadtbereichen werden künftig kostenpflichtig und auch die Parkbereiche im Umfeld der Universität und des HELIOS-Klinikums sollen zukünftig bewirtschaftet werden. Zahlreiche Maßnahmen zur Schaffung von neuen Radwegen und Radabstellplätzen führen zum Wegfall von Parkplätzen.

Öffnung des Langerfeldtunnels für den Radverkehr

Neben kurzfristig zu realisierenden Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur setzen sich die DUH, das Umweltministerium NRW und die Stadt Wuppertal für eine Öffnung des Langerfeldtunnels für den Radverkehr ein. Das Umweltministerium hat sich zudem im Vergleich dazu verpflichtet, sich gegenüber dem NRW-Verkehrsministerium für eine finanzielle Förderung dieser Maßnahme zu verwenden.

Die NRW-Landesregierung muss nun den Luftreinhalteplan für die Stadt Wuppertal um ein umfassendes Maßnahmenpaket ergänzen. Hierzu gehört des Weiteren die Nachrüstung auf die Abgasnorm Euro 6/VI für alle ÖPNV-Busse und Kommunalfahrzeuge, für die eine Nachrüstung wirtschaftlich und technisch möglich ist. Zudem hat sich das Land verpflichtet, Diesel-Landesfahrzeuge durch Hardware-Updates technisch nachzurüsten.



Zum erzielten Ergebnis erklärt Remo Klinger, der die DUH in dem Verfahren vertritt:

„Wie zuvor schon in 10 weiteren NRW-Städten ist für Wuppertal ein Vergleich gelungen, der endlich rechtmäßige Zustände schafft. Man hat sich verpflichtet, die Verkehrsmengen so weit zu reduzieren, dass die Grenzwerteinhaltung im Jahr 2020 gelingen wird. Für November 2020 und Juli 2021 sind Kontrollen der Wirksamkeit vereinbart. Für den Fall, dass die ergriffenen Maßnahmen nicht reichen, wird eine Verschärfung der Maßnahmen angeordnet.“

Wesentlicher Bestandteil der Vergleichsvereinbarung ist eine fortlaufende Wirkungskontrolle der festgesetzten Maßnahmen. An 32 Messpunkten wird die NO2-Belastung ermittelt. Sollte die DUH Hinweise bzw. Erkenntnisse haben, dass an anderer Stelle die Grenzwerte überschritten werden, ist das Land verpflichtet, diesen von der DUH gemeldeten Verdachtsfällen nachzugehen und gegebenenfalls weitere Messungen zu veranlassen.

Es wurden zwei Kontrollzeitpunkte vereinbart

Zur Validierung der Maßnahmen, insbesondere auch der Verkehrsmengenreduzierung, wurden zwei Kontrollzeitpunkte vereinbart. Im November 2020 und im Juli 2021 soll die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft und gegebenenfalls nachgesteuert werden. Sollte trotz Anpassung der vereinbarten Maßnahmen immer noch eine Überschreitung bleiben, gibt es ein Schiedsverfahren, in dem kurzfristig wirksame, harte Maßnahmen wie höhere Verkehrsmengenreduzierungen oder ein Dieselfahrverbot zusätzlich beschlossen werden können. Ein derartiger Schiedsspruch ist nicht mehr anfechtbar.

Alle Maßnahmen werden in einen neuen Luftreinhalteplan der Stadt Wuppertal aufgenommen und erhalten somit Rechtsgültigkeit. Der Luftreinhalteplan muss neben dem Maßnahmenpaket entsprechende Prognosen enthalten. Damit ist eine unverzügliche Umsetzung der Maßnahmen garantiert.

Dreiste Diebe in Groß-Gerau unterwegs

Nachrichten Groß-Gerau | An diesem Mittwoch im Zeitraum zwischen 16 Uhr und 17:30 Uhr brachen Diebe in ein Einfamilienhaus in der Jean-Bareth-Straße in Groß-Gerau ein. Der Bewohner des Hauses hielt sich während des Einbruchs im Garten auf.

 


Die Einbrecher gelangten über die geöffnete Terrassentür ins Innere des Gebäudes. Dabei erbeuteten sie unter anderem Schmuck, Handys und Geld. Danach konnten die Kriminellen unerkannt mit der Beute flüchten. Als der Bewohner vom Garten in das Haus zurückkehrte, fiel ihm der Diebstahl auf, woraufhin er die Polizei verständigte.

Zeugen werden gebeten, sich bei den Ermittlern der Polizei in Groß-Gerau unter der Rufnummer 06152 – 1750 zu melden.

Krankschreibung für Atemwegserkrankungen massiv angestiegen

Nachrichten Hessen | Die Landesvertretung der Barmer in Hessen hat bekannt gegeben, dass die Krankmeldungen für Atemwegserkrankungen massiv angestiegen sind. Im Rahmen einer Analyse während der aktuellen Corona-Pandemie ist ein Anstieg von circa 120 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres zu erkennen. Genauer betrachtet wurden die Kalenderwochen 10-13.


Starker Anstieg im März

Bedingt durch die Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Krankschriften wegen Atemwegsinfektionen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. In der 13. Kalenderwoche (24. März – 30. März) des vergangenen Jahres waren circa 67.000 Barmer-Versicherte krank geschrieben. Im selben Zeitraum (22.März – 28.März) diesen Jahres waren es circa 150.000 Versicherte. Das entspricht einem Anstieg von fast 120 Prozent. Tatsächlich an COVID-19 erkrankt waren aber gerade mal 5.500, also nicht einmal jeder 25. Versicherte.

Der Landesgeschäftsführer der Barmer in Hessen berichtet: „Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die Krankschreibungen der Arbeitnehmer. Sinnvollerweise bleiben die Menschen mit Atemwegserkrankungen jetzt eher zu Hause. Begünstigt wird dieser Effekt durch die vereinfachte telefonische Krankschreibung bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege“.

Die Menschen sind vorsichtiger geworden

Vor allem im März diesen Jahres ist festzustellen, dass die Menschen mit typischen Erkrankungen der Atemwege wie Nasennebenhöhlenentzündung oder Bronchitis krank geschrieben waren. Die Versicherten scheinen deutlich vorsichtiger geworden zu sein, denn sie sind auch mit einfachen Infekten wie Schnupfen zu Hause geblieben, um sich und Ihre Kollegen zu schützen. Besonders ab Mitte März sind die Zahlen stark angestiegen. In der 10. Kalenderwoche (1. – 7. März) waren circa 100.000 Menschen krank geschrieben. In der 12. und 13. Kalenderwoche waren es bereits rund 150.000. Im Zeitraum der 12. und 13. Kalenderwoche setzen sich die Zahlen wie folgt zusammen:

  • 112.000 Krankmeldungen wegen Infekten der oberen und unteren Atemwege
  • 22.800 Krankmeldungen wegen einfacher Infekte wie Schnupfen
  • 4.800 Krankmeldungen wegen Grippe

Workers´ Memorial Day – Gedenkminute für Kollegen

Nachrichten überregional | Den Workers´Memorial Day gibt es seit 1984. Zum ersten Mal fand er in Kanada statt und wird seit 1989 in der ganzen Welt gefeiert. Die Gewerkschaft für Angestellte im öffentlichen Dienst hatte damals dazu aufgerufen, an die Mitarbeiter zu denken, die ihr Leben durch Arbeitsunfälle verloren haben. So soll auch im Kreis Mainz-Bingen am 28.4. an die verstorbenen Kollegen gedacht werden.


Schnelligkeit darf nicht vor Sicherheit gehen

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG-BAU) weist darauf hin, dass prinzipiell jeder, der auf dem Bau oder in der Landwirtschaft arbeitet ein erhöhtes Risiko hat, im Job einen Unfall zu haben oder zu erkranken. Ursachen sind häufig Stürze von Leitern, Ausrutscher mit Motorsägen oder aber auch das Hantieren mit Schadstoffen wie Asbest.

Im Rahmen des Workers´Memorial Day am 28. April ruft die IG-BAU die Mitarbeiter im Landkreis Mainz-Bingen dazu auf, in Form einer Gedenkminute den verunglückten und verstorbenen Kollegen zu gedenken. Der Bezirksvorsitzende der IG-BAU Rüdiger Wunderlich erklärt: „Ob im Homeoffice oder auf der Baustelle: um 12 Uhr sollte am Dienstag jeder kurz die Arbeit beiseite legen und an die Menschen denken, die im Job tödlich verunglückt sind oder berufsunfähig geworden sind“. Im Arbeitsalltag steht die Schnelligkeit oft vor der Sicherheit. So kam es laut Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG-BAU) im vergangenen Jahr zu 4.200 Arbeitsunfällen allein in Rheinland-Pfalz, von denen fünf sogar tödlich endeten.

Jeder Unfall ist einer zuviel

Die IG-BAU Rheinhessen-Vorderpfalz fordert stärkere Initiativen beim Arbeitsschutz, so berichtet Wunderlich: „Jeder Unfall ist einer zuviel. Die Arbeitssicherheit ist keine lästige Pflicht, sondern ein Muss. Daran darf der Chef keinen Cent sparen“. Gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie ist es wichtiger als je zuvor die Beschäftigten von beispielsweise Gebäudereinigungen vor Ansteckungen zu schützen. Dafür ist vor allem genügend Desinfektionsmittel nötig, aber auch ausreichend Zeit um sich die Hände gründlich waschen zu können. Wunderlich betont: „Auf dem Bau haben Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern – besser gleich eine ganze Zollstocklänge von zwei Metern – ist entscheidend.“ Auch auf dem Bau muss gewährleistet sein, dass ausreichend Schutzkleidung wie Masken und Handschuhe, aber auch Toiletten mit Wasseranschluss zum gründlichen Händewaschen zur Verfügung stehen.

Workers´Memorial Day dieses Jahr unter dem Motto Asbest

Wie jedes Jahr steht der Tag unter einem besonderen Motto, in diesem Jahr lautet es Asbest. Auch bei Arbeiten mit dem gesundheitsgefährdenden Stoff ist das Tragen von Schutzkleidung unerlässlich. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, dass man auch viele Jahre später an Lungenkrebs erkranken kann, wenn man heute diesen Schadstoff einatmet. Allein 2018 gab es 161 Neuerkrankungen im Zusammenhang mit Asbest, belegen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Innerhalb von 10 Jahren sind insgesamt rund 1.800 Menschen an Spätfolgen durch Asbest erkrankt. „Ob in der alten Fassade, im Nachtspeicherofen oder im Schuppendach – Asbest ist oft versteckt. Gerade bei Sanierungen alter Gebäude kommt der giftige Stoff dann zum Vorschein. Das ist eine unsichtbare Gefahr für Handwerker“ berichtet Wunderlich.

Vollsperrung bleibt bis Ende Juli in Wackernheim

Nachrichten Wackernheim | An diesem Donnerstag meldete die Landesmobilität Worms, dass die Fertigstellung der Baustelle in Wackernheim sich nun noch weiter verzögert. Die Vollsperrung der Straße bleibt vorerst bis Ende Juli 2020 bestehen.


Von der Vollsperrung betroffen ist die Große Hohl, die Kreisstraße (K) 18 zwischen der Jahnstraße und der „Kleine Hohl“

Zuerst war bei der Beschilderung der Baustelle das Fertigstellungsdatum Ende Februar angegeben. Im Laufe des Februars wurde die Beschilderung dann auf den 30.April 2020 geändert. Bereits im Februar teilten die Bauarbeiter unserer Redaktion mit, dass die Baustelle bis mindestens Juli 2020 bestehen bleiben würde. Warum die Landesmobilität erst jetzt auf die Verzögerung reagiert, ist nicht bekannt.

Die Landesmobilität Worms schreibt zu den Gründen der Verlängerung: Wegen des nicht vorhersehbaren Umfangs an den Versorgungsleitungen und zusätzlichen Arbeiten an einer vorhandenen Stützwand kann die Baumaßnahme voraussichtlich bis Mitte Juli abgeschlossen werden. Die Auftragssumme liegt bei rund 1.150.000 Euro.

Der in Rüsselsheim geborene Norbert Blüm ist tot

Nachrichten Rüsselsheim | Der ehemalige Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm ist tot. Im Alter von 84 Jahren sei er an diesem Freitag gestorben, berichtete sein Sohn der Deutschen Presse-Agentur in Bonn.


Er war an Armen und Beinen gelähmt

Im März erklärte Blüm in einem Gastbeitrag in der Zeitung „Die Zeit“, dass er an den Armen sowie an den Beinen gelähmt sei. Im vergangenen Jahr hatte er sich eine Blutvergiftung zugezogen und sei daraufhin anschließend ins Koma gefallen.

Nach einigen Monaten im Krankenhaus durfte er im letzten Monat wieder nach Hause. Er nehme das alles nicht ganz so ernst, wie er eigentlich müsste, schrieb der ehemalige Arbeits-und Sozialminister damals in dem Beitrag für die Zeitung, den er seiner Frau Marita Blüm diktierte.

Mehr über Norbert Blüm

Norbert Sebastian Blüm wurde am 21. Juli 1935 in Rüsselsheim geboren. Blüm war ein deutscher Publizist und Politiker (CDU). Der engagierte Katholik gehörte von 1972 bis 1981 sowie von 1983 bis 2002 dem Deutschen Bundestag an. Von 1982 bis 1998 war Blüm Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Oberbürgermeister schreibt Brandbrief an Gesundheitsminister Jens Spahn

Nachrichten Bingen | Von den derzeit rund 70 COVID-Patienten und Verdachtsfällen in der Landeshauptstadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen werden 41 Menschen im Heilig-Geist-Hospital in Bingen medizinisch versorgt. Das 132-Betten-Haus ist im COVID-Konzept der Landesregierung als Spezialkrankenhaus ausgewiesen und nimmt ausschließlich die Behandlungen von Menschen vor, die mit dem Corona-Virus infiziert sind.


Das Heilig-Geist-Hospital ist akut gefährdet

„Gerade das Binger Krankenhaus war durch seine Kompetenz und das entsprechende Fachpersonal unserer Beatmungsabteilung prädestiniert, in der Behandlung von Corona-Patienten diese zentrale Rolle einzunehmen“.

Die Kehrseite: Der Krankenhausträger, die Marienhausstiftung, hat in der letzten Gesellschafterversammlung deutlich gemacht, dass die aktuellen Belegzahlen und die daraus resultierenden Prognosen befürchten lassen, dass sich über mehrere Monate die Umsatzerlöse, entsprechend der Belegung nahezu halbieren. Damit würde das Heilig-Geist-Hospital akut gefährdet. Die bisher bereitgestellten Ausgleichszahlungen von 560 Euro je freigehaltenem Bett und Tag reichen bei weitem nicht aus. Dieser Betrag müsste erhöht oder zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, so der Träger, um die immensen Einnahmeausfälle zu kompensieren.

Oberbürgermeister Thomas Feser appelliert an den Gesundheitsminister, dringend Nachbesserungen am bisherigen Rettungsschirm vorzunehmen, um ein Überleben gerade so kleiner Einheiten wie das erst vor wenigen Jahren grundsanierte Binger Krankenhaus zu sichern. „Es wäre jetzt nahezu grotesk“, so der Binger Oberbürgermeister sehr besorgt, „wenn das Haus nun aktuell als Corona-Spezialklinik einen ganz wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leistet, um dann im Anschluss wegen mangelnder Liquidität geschlossen zu werden.

Das könnte man keinem Patienten und Mitarbeiter, aber auch nicht den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bingen und der Region vermitteln.“ Von daher hofft er auf ein Einsehen des Bundesgesundheitsministers und kreative Maßnahmen, die diese bedrohliche Lage verhindern.

Deutsche Umwelthilfe: Grüne Infrastruktur ist systemrelevant

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) weist angesichts der Corona-Pandemie auf die Notwendigkeit von mehr Natur in der Stadt hin. Knapp 75 Prozent der Menschen in Deutschland leben in urbanen Räumen. Kleine Stadtparks, grüne Schulhöfe oder bunte Blumenwiesen helfen den Menschen beim Stressabbau und tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei.


Luftverschmutzung erhöhen Risiko schwerer Covid-19 Erkrankungen

Die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung erhöhen nachweislich das Risiko eines schweren Verlaufs von Covid-19 Erkrankungen. Die DUH fordert die Städte deshalb auf, freie und freiwerdende Flächen grüner zu gestalten. Neben den positiven gesundheitlichen Effekten unterstützt mehr Stadtgrün zudem die Artenvielfalt. Der in den Städten notwendige Rückbau der immensen Flächen für den Autoverkehr muss jetzt für Fahrradfahrer, Fußgänger und Menschen, die sich erholen wollen, genutzt werden.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH

Grüne Infrastruktur ist systemrelevant. Mehr Bäume am Straßenrand, begrünte Verkehrsinseln und Grünstreifen verbessern die Luftqualität in unseren Städten und vermindern den Lärmpegel. Der Ausbau von urbanem Grün muss wieder zu einem zentralen naturschutz- und umweltpolitischen Ziel werden. Wir fordern die Städte dazu auf, gerade in Zeiten von Corona den Wandel dahin verstärkt einzuleiten – zu lebenswerten, grünen Städten, an denen sich alle erfreuen können.

Der Senat will mehr Erholungsräume im Grünen schaffen, da sich die steigende Anzahl von Bewohnern in Berlin den stagnierenden Raum an Grünflächen teilen muss. Ziel ist es, die Grün-, Frei- und Naturflächen Berlins dauerhaft zu erhalten und aufzuwerten.

Natürliche Barriere gegen Lärm und Luftverschmutzung

Bäume und andere Pflanzen wirken als natürliche Barriere Lärm und Luftverschmutzung entgegen. Schon Rasenbegrünung zwischen Straßenbahngleisen oder begrünte Dächer von Wartebereichen können Lärm spürbar absorbieren. Menschen, die tagtäglich Lärm ausgesetzt sind, haben ein etwa doppelt so hohes Risiko für eine Beeinträchtigung ihrer mentalen Gesundheit und ein erhöhtes Herzinfarktrisiko im Vergleich zu Menschen, die nicht unter erhöhtem Lärm leiden. Luftschadstoffe wie Feinstaub dagegen können von Blättern gebunden werden, wodurch sich die Luftqualität verbessert.