StartMainzNeue Streifenwagen in Rheinland-Pfalz: VW Passat ersetzt Audi A6

Neue Streifenwagen in Rheinland-Pfalz: VW Passat ersetzt Audi A6

Innenministerium stellt die nächste Generation von Funkstreifenwagen vor – Rückkehr zur silbernen Lackierung und optimierte Schutz- sowie Sondereinbauten für den täglichen Schichtdienst.

Mit der offiziellen Übergabe der ersten Fahrzeuge vollzieht das rheinland-pfälzische Innenministerium einen umfassenden Generationenwechsel bei den Einsatzfahrzeugen: Die bisherigen Funkstreifenwagen vom Typ Audi A6 Avant werden schrittweise durch moderne neue Streifenwagen in Rheinland-Pfalz auf Basis des aktuellen VW Passat mit 193 PS, Automatikgetriebe und Allradantrieb ersetzt. Das großangelegte Beschaffungsprogramm umfasst insgesamt 348 Fahrzeuge, von denen bereits in der ersten Phase bis Jahresende 112 Einheiten an die fünf regionalen Polizeipräsidien ausgeliefert werden.

Praxisnahe Entwicklung und klassische Farbgebung für den neuen Streifenwagen

Bei der Konzeption des neuen Standardfahrzeugs flossen zahlreiche praktische Erfahrungen und Rückmeldungen von Polizistinnen und Polizisten aus dem Schichtdienst ein. Optisch fallen die neuen Streifenwagen sofort durch ihre klassische silberne Lackierung ins Auge, die das bisherige Weiß ablöst. Zudem wurde das Landeswappen der Polizei jeweils mittig auf den beiden hinteren Türen angebracht.

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Neue Streifenwagen in Rheinland-Pfalz: Ergonomischer Schutz und passgenaue Ausrüstung

Ein Kernstück der Modernisierung sind die neu entwickelten Polizeisitze. Diese verfügen über eine spezielle Aussparung, die exakt auf die Dienstwaffe und den voll bestückten Gürtel der Beamtinnen und Beamten abgestimmt ist, um Druckstellen und Rückenschmerzen bei langen Einsätzen zu verhindern. Besonders strapazierfähige Bezüge tragen zudem der hohen Beanspruchung im Dienstalltag Rechnung. Darüber hinaus sind die Sitze leicht gepanzert, bieten einen integrierten Durchstichschutz und besitzen eine trittschutzsichere Rückenlehne.

Die GdP hat diese Sitze seit Jahren gefordert und die Anforderungen immer wieder in die technischen Leistungsbeschreibungen eingebracht. Das Ergebnis zeigt: Gewerkschaftliche Arbeit wirkt. Trotz des Fahrzeugwechsels vom Audi A6 auf den VW Passat bleibt die gewohnte Logik erhalten: Die Unterbringung des gesamten polizeilichen Equipments im Kofferraum und Innenraum wurde identisch zum Vorgänger übernommen, sodass sich die Einsatzkräfte nicht umgewöhnen müssen.

Moderne Technik, angepasste Signale und optimierte Heckabsicherung

Auch in puncto Signaltechnik und Dokumentation gibt es wesentliche Neuerungen. Der klassische Leuchtschriftzug im Balken auf dem Dach, der bislang „Bitte folgen“ anzeigte, lautet bei den neuen Modellen nun zeitgemäß „Polizei folgen“. Für mehr Sicherheit bei Einsätzen bei Dunkelheit und auf unübersichtlichen Autobahnabschnitten wurden zudem zusätzliche Kameras sowie leistungsstarke Scheinwerfer nach hinten ergänzt. Ein erweitertes Videosystem für Aufzeichnungen vor und hinter dem Fahrzeug rundet die technische Ausrüstung ab.

Kauf statt Leasing: Fahrzeugwechsel muss gesichert bleiben

Nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung werden Neue Streifenwagen in Rheinland-Pfalz nicht mehr geleast, sondern gekauft. Beim Leasing war der regelmäßige Austausch vertraglich abgesichert. Beim Kauf hängt er künftig an einer verlässlichen Haushaltsplanung. Wirtschaftliche Überlegungen dürfen nicht dazu führen, dass Fahrzeuge länger als vertretbar oder mit zu hoher Laufleistung im Dienst bleiben. Beschafft werden die Fahrzeuge im Rahmen einer wirtschaftlichen Direktkauf-Strategie für eine Nutzungsdauer von bis zu sechs Jahren und 250.000 Kilometern.

Das erste Fahrzeug sei bereits beim Polizeipräsidium Westpfalz im Einsatz und erhalte von den Polizeikräften nur positive Rückmeldungen, berichtete der Innenminister.